{"id":1425,"date":"2007-01-05T15:45:03","date_gmt":"2007-01-05T13:45:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1425"},"modified":"2009-09-08T14:50:38","modified_gmt":"2009-09-08T12:50:38","slug":"botschaft-zum-christfest-des-jahres-2006","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1425","title":{"rendered":"Botschaft zum Christfest des Jahres 2006"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Botschaft zum Christfest des Jahres 2006<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eF\u00fcrchtet euch nicht! Siehe, ich verk\u00fcndige euch gro\u00dfe Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das sagte der Engel des Herrn in der Christnacht, und Engel sind Boten Gottes. Christi Geburt sieht Gott als gro\u00dfe Freude f\u00fcr alle Menschen. Wenn ich versuchen wollte zu entwirren, weshalb sich das Christfest f\u00fcr uns mit Bescherung, Wohlt\u00e4tigkeit, Liebe, Vergebung und \u00fcberhaupt mit allem Besten verbindet, wozu unser Herz f\u00e4hig ist, dann w\u00fcrde es uns deutlich werden, da\u00df das die im Laufe von Jahrhunderten entwickelte Antwort der Menschen an Gott ist in Dankbarkeit f\u00fcr Seine Gabe, f\u00fcr das Kind zu Bethlehem, das der Welt Gottes Wohltat, Liebe und Vergebung brachte. Alles, was in unserer Zivilisation wirklich gut und heilig ist, ist durch die Pers\u00f6nlichkeit und die Lehre Christi inspiriert.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch habt ihr nicht auch den Eindruck, da\u00df jetzt eine Zeit gekommen ist, in der es schwer f\u00e4llt, die Freude der Engel zu verstehen? Sogar der weltlichen Gesellschaft beginnt die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes zu mi\u00dffallen, doch diese ist nur eine Ausdrucksform f\u00fcr ein viel tieferes Problem. In der heutigen Gesellschaft entsteht anscheinend Abneigung gegen\u00fcber allem Guten, was die Geburt Christi in die Welt gebracht hat. Nach heutiger Auffassung wirkt eine Pers\u00f6nlichkeit anziehend durch Ironie und Zynismus. als intelligent und tief gilt heute derjenige, welcher tobt, schockiert und in Abrede stellt. Um Aufmerksamkeit zu erregen, gen\u00fcgt es, das traditionell Gute zu zerbrechen und zu verspotten. Diese ganze Atmosph\u00e4re gibt dem Menschen ein unbehagliches Empfinden und das Gef\u00fchl, sich rechtfertigen zu m\u00fcssen, wenn es ihm gelungen ist, sittliches Verhalten an den Tag zu legen. In seiner Verfassung hat Europa es abgelehnt, Christus als die Quelle seiner Identit\u00e4t \u00fcberhaupt nur zu erw\u00e4hnen. Diejenigen, die die Ablehnung Christi Lettland in den Mund legten, meinen anscheinend, da\u00df sie damit etwas Gutes getan und f\u00fcr das Wohl Europas gesorgt h\u00e4tten &#8211; so sehr hat sich die Vorstellung \u00fcber das Gute ver\u00e4ndert. Wir stehen an einer Zeitenwende.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerade deshalb ist die Weihnachtszeit sehr kostbar. Die Seelen sind, wie sonst nie, dem Licht zugewandt. Das sollten wir nutzen. Wir sollten uns an das erinnern, was gut und heilig war, sonst werden wir es bald nicht erkennen, selbst wenn wir es dicht vor Augen haben. Und wo bleiben dann die wertvollen Geschenke, die f\u00fcr Geld gekauft wurden, wenn uns die F\u00e4higkeit abhanden gekommen ist, das Gute zu erkennen und uns gegenseitig zu schenken? Wenn wir diese F\u00e4higkeit nicht mehr haben, was ist dann die Wiege f\u00fcr alles Gute in unserem Leben gewesen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dennoch redet das Christfest nicht ganz allgemein \u00fcber etwas, was wir als \u201edas Gute\u201c bezeichnen k\u00f6nnten. Es verk\u00fcndigt die Geburt Christi. Dadurch, da\u00df er Christus hier zur Welt kommen lie\u00df, nahm Gott Anteil am Leben des Menschen, damit wir am Leben Gottes Anteil h\u00e4tten, damit wir die M\u00f6glichkeit h\u00e4tten, unseren g\u00f6ttlichen Anteil zu entdecken und zu erwerben. der f\u00fcr uns sonst unerreichbar bliebe. Christus ist als der uns von Gott bescherte Tr\u00e4ger der Freiheit geboren. Er befreit uns vom Irdischen, Zynischen und B\u00f6sen \u2013 zuerst in uns selbst. Er errettet von S\u00fcnde und Tod. Er heilt unser zerrissenes Leben. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben in jeder Sackgasse, in die wir hineingeraten sind. In Ihm finden wir Frieden und Freude die F\u00fclle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;So nimm unsre Herzen zum Opfer denn hin;<br \/>\nwir geben sie gerne mit fr\u00f6hlichem Sinn.<br \/>\nAch mache sie heilig und selig wie deins<br \/>\nund mach sie auf ewig mit deinem nur eins.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das singen wir am Christabend im Lied \u201eIhr Kinderlein, kommet\u201c dem in Bethlehem geborenen Jesus zu. Dieses so beliebte Weihnachtslied mag uns vielleicht etwas sehr kindlich erscheinen, und dennoch geht es sehr tief. Sich selbst dem Kind in Bethlehem zur Gabe anbieten, das ist das gr\u00f6\u00dfte Geschenk, das wir uns zu Weihnachten selbst machen k\u00f6nnen. Wenn wir mit Ihm leben, dann erreichen wir das Ziel, um dessentwillen wir in diese Welt hineingeboren wurden \u2013 es gibt keinen gr\u00f6\u00dferen Trost als diesen. Wenn wir mit Christus sterben, dann erreichen wir das ewige Leben, und der Tod \u00f6ffnet uns dabei die T\u00fcr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sich selbst dem Kind von Bethlehem schenken, sein Leben Christus widmen, das ist das gr\u00f6\u00dfte Geschenk, das wir anderen machen k\u00f6nnen. In uns selbst haben wir nichts Gutes, was wir schenken k\u00f6nnten, doch Christus vermag es, den inneren Menschen zu verwandeln und uns zum Widerschein Gottes, zum Licht f\u00fcr die Welt zu machen. Die Geschenke, die wir anderen machen, und uns dabei von Christus abgewendet haben, pflegen bitter zu werden und verursachen Leid. Was wir von unserem Leben Christus schenken, und was von Christus in uns lebt, das bereichert uns stets, inspiriert und erhebt uns. Der zu Bethlehem Geborene ist die Quelle alles Guten und alles Segens. Schenken wir uns Ihm, damit diese Quelle in uns nie versiegen m\u00f6ge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich w\u00fcnsche allen ein gesegnetes und mit tiefer und aufrichtiger Freude erf\u00fclltes Weihnachtsfest!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ausz\u00fcge aus Sv\u0113tdienas R\u012bts, Zeitung der Evangelisch-lutherischen Kirche Lettlands, 4. Sonntag im Advent, Ausgabe Nr. 47\/48 vom 23. Dezember 2006<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Botschaft zum Christfest des Jahres 2006 \u201eF\u00fcrchtet euch nicht! Siehe, ich verk\u00fcndige euch gro\u00dfe Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.\u201c Das sagte der Engel des Herrn in der Christnacht, und Engel sind Boten Gottes. 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