{"id":14239,"date":"2016-12-24T00:51:26","date_gmt":"2016-12-23T23:51:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14239"},"modified":"2017-04-11T14:12:02","modified_gmt":"2017-04-11T12:12:02","slug":"geboren-von-der-jungfrau-maria-warum-jesus-christus-von-einer-jungfrau-geboren-wurde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14239","title":{"rendered":"&#8222;Geboren von der Jungfrau Maria\u201c \u2013  Warum Jesus Christus von einer Jungfrau geboren wurde."},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Christen auf der ganzen Welt bekennen sich mit den Worten des Apostolischen Glaubensbekenntnisses zu Jesus Christus, dem Sohn des dreieinigen Gottes. Sie bezeugen dabei, dass Jesus <em>empfangen wurde durch den Heiligen Geist und geboren wurde von der Jungfrau Maria. <\/em>Doch widerspricht ein solches Bekenntnis nicht dem gesunden Menschenverstand? Ist es nicht absurd, an diese biologische Unm\u00f6glichkeit zu glauben? Und warum \u00fcberhaupt sollte es wichtig sein, sich zur Jungfrauengeburt zu bekennen? Sollte man nicht ehrlicherweise auf dieses Bekenntnis verzichten?<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein Lippenbekenntnis<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr viele Jahre meines Lebens waren die Worte des Apostolicums f\u00fcr mich ein Lippenbekenntnis. Ich glaubte im Herzen nicht, was ich mit dem Mund bekannte. Der Glaube an eine Jungfrauengeburt lag mir genauso fern wie der Glaube an den S\u00fchnecharakter des Kreuzestodes oder an eine Auferstehung von den Toten. Erst als ich im Jahr 1996 ernsthaft begann, nach Gott zu suchen und beim Lesen des Johannesevangeliums entdecken durfte, dass Jesus Christus tats\u00e4chlich der gekreuzigte und auferstandene Sohn Gottes ist, f\u00fcllten sich auch die Worte des Apostolischen Glaubensbekenntnisses pl\u00f6tzlich mit Leben. Heute ist das das Apostolische Glaubensbekenntnis f\u00fcr mich kein blo\u00dfes Lippenbekenntnis mehr: Ich glaube im Herzen, was ich mit dem Munde bekenne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Theologen des 21. Jahrhundert<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selbst in der Kirche wird die Jungfrauengeburt von vielen Theologen in Frage gestellt. Der historisch-kritische Theologe meint, dass der Glaube an die Jungfrauengeburt eine nachtr\u00e4gliche Erfindung der ersten Christen ist (\u201eGemeindetradition\u201c), die erfunden wurde, um Jesus nachtr\u00e4glich zum Sohn Gottes erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen. Bezeichnend ist z. B. eine Antwort der fr\u00fcheren Ratsvorsitzenden der EKD Margot K\u00e4\u00dfmann auf eine Frage des Nachrichtenmagazins \u201eDer Spiegel\u201c im Jahr 2013:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Der Spiegel:<\/em><\/strong><em> Wie sieht es aus mit der Jungfrauengeburt, also der biblischen \u00dcberlieferung, dass Maria bei der Geburt Jesu noch unber\u00fchrt war? <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Margot K\u00e4\u00dfmann:<\/em><\/strong> <em>Da bin ich ganz Theologin des 21. Jahrhunderts. Ich glaube, dass Maria eine junge Frau war, die Gott vollkommen vertraut hat. Aber dass sie im medizinischen Sinne Jungfrau war, das glaube ich nicht&#8230;<\/em><em> Ich denke, dass Josef im biologischen Sinne der Vater Jesu war.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele Theologen des 21. Jahrhundert glauben nicht an die Jungfrauengeburt. Der Bericht dar\u00fcber ist f\u00fcr sie eine fromme Legende ohne historischen Wert. Sie sind der \u00dcberzeugung, dass der pers\u00f6nliche Glaube sich von diesem Bekenntnis l\u00f6sen k\u00f6nne. Dabei werden entscheidende theologische und heilsgeschichtliche Zusammenh\u00e4nge \u00fcbersehen und ausgeblendet. Im Folgenden m\u00f6chte ich aufzeigen, warum Jesus von einer Jungfrau geboren werden musste. Dabei lege ich die Geburtsank\u00fcndigung aus dem Matth\u00e4usevangelium zu Grunde:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe sie zusammenkamen, dass sie schwanger war von dem Heiligen Geist.\u00a0<\/em><em>19<\/em><em>\u00a0Josef aber, ihr Mann, der fromm und gerecht war und sie nicht in Schande bringen wollte, gedachte, sie heimlich zu verlassen.\u00a0<\/em><em>20<\/em><em>\u00a0Als er noch so dachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, du Sohn Davids, f\u00fcrchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem Heiligen Geist.\u00a0<\/em><em>21<\/em><em>\u00a0Und sie wird einen Sohn geb\u00e4ren, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren S\u00fcnden.\u00a0<\/em><em>22<\/em><em>\u00a0Das ist aber alles geschehen, auf dass erf\u00fcllt w\u00fcrde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Jesaja 7,14):\u00a0<\/em><em>23<\/em><em>\u00a0\u00bbSiehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn geb\u00e4ren, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben\u00ab, das hei\u00dft \u00fcbersetzt: Gott mit uns.\u00a0<\/em><em>24<\/em><em>\u00a0Als nun Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.\u00a0<\/em><em>25<\/em><em>\u00a0Und er erkannte sie nicht, bis sie einen Sohn gebar; und er gab ihm den Namen Jesus. (Mt 1,18-25)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Geboren von der Jungfrau Maria, damit die Schrift erf\u00fcllt wird<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der Nachkomme der Frau<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fangen wir bei Adam und Eva an: Die Schlange hatte das erste Menschenpaar verf\u00fchrt. Dadurch kamen die S\u00fcnde und der Tod in die Welt und zu allen Nachkommen Adams und Evas. Doch Gott hatte im Beisein des ersten Menschenpaares der Schlange folgendes angek\u00fcndigt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eUnd ich will Feinschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen. Der soll dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in die Ferse stechen.\u201c (1 Mose 3,15) <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier leuchtet zum ersten Mal in der Bibel das Evangelium auf. Gott k\u00fcndigt einen Erl\u00f6ser der Menschheit an, der den Teufel besiegen wird. Der Nachkomme der Frau wird vom Teufel zwar gestochen werden, doch er wird der Schlange den Sch\u00e4del zertreten, also Satan endg\u00fcltig besiegen. Der angek\u00fcndigte Retter wird ein Nachkomme der Frau sein. Er ist kein Nachkomme des Mannes, denn dieser wird nicht erw\u00e4hnt. Diese Ank\u00fcndigung erf\u00fcllt sich mit der Jungfrauengeburt. Jesus kommt nur als Nachkomme der Frau auf die Welt. Er hat gem\u00e4\u00df der Ank\u00fcndigung keinen biologischen Vater. Sein Vater ist Gott.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Immanuelzeichen des Propheten Jesaja<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele tausend Jahre sp\u00e4ter um das Jahr 700 v. Chr. k\u00fcndigt der Prophet Jesaja dem Volk Gottes das Zeichen des Immanuel an. In Jesaja 7,14 schreibt der Prophet:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDarum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn geb\u00e4ren, den wird sie nennen Immanuel\u201c (Jesaja 7,14).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das hebr\u00e4ische Wort <em>ha-almah<\/em> bezeichnet hier eine junge unber\u00fchrte Frau. Die historisch-kritische Theologie meint nun, dass Jes 7,14 nur von einer \u201ejungen Frau\u201c spreche. Von einer Jungfrau sei hier gar nicht die Rede. Doch bereits die j\u00fcdischen \u00dcbersetzer, die das Alte Testament um 250 v. Chr. in Alexandria aus dem Hebr\u00e4ischen ins Griechische \u00fcbersetzten, \u00fcbersetzten <em>ha-almah<\/em> mit dem griechischen <em>parthenos<\/em>. Dieses Wort bedeutet eindeutig <em>Jungfrau. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gott erf\u00fcllt sein Wort<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDas ist aber alles geschehen, auf dass erf\u00fcllt w\u00fcrde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Jesaja 7,14):\u00a0<\/em><em>23<\/em><em>\u00a0\u00bbSiehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn geb\u00e4ren, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben\u00ab, das hei\u00dft \u00fcbersetzt: Gott mit uns.\u201c (Mt 1,22-23)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch schwerer als die Diskussion um die richtige \u00dcbersetzung des Wortes <em>ha-almah<\/em> wiegt die Bedeutung, die Gott selbst der Jesajaprophetie und dem Bericht von der Geburt Jesu beimisst. Der Herr selbst l\u00e4sst durch seinen Engel mitteilen, dass die Geburt Jesu durch die Jungfrau Maria das Immanuelzeichen aus Jes 7,14 erf\u00fcllt: \u201eDas ist aber alles geschehen, auf dass erf\u00fcllt w\u00fcrde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat\u201c. 700 Jahre nachdem es angek\u00fcndigt worden war, erf\u00fcllte der Herr sein Wort. Eine Jungfrau wird schwanger und bringt einen Sohn zur Welt, durch den Gott selbst zu uns kommt. Jesus musste von der Jungfrau Maria geboren werden, damit sich das durch die Propheten angek\u00fcndigte Wort erf\u00fcllte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und was ist mit den Zweifeln der Theologen des 21. Jahrhundert? Sollte Gott an biologische Vorg\u00e4nge gebunden sein, die er selbst in seiner Allmacht erschaffen hat? Sollte Gott nicht in der Lage sein, die Grenzen der Empirie zu durchbrechen? Weil Gott allm\u00e4chtig ist, kann er nat\u00fcrlich eine Jungfrau durch die Kraft des Heiligen Geistes schwanger werden lassen: \u201eDenn wenn er spricht, so geschieht\u2019s; wenn er gebietet, so steht\u2019s da\u201c (Ps 33,9).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Geboren von der Jungfrau Maria, damit die S\u00fcnden bezahlt werden<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Worte des Engels an Josef beinhalten noch einen weiteren Hinweis darauf, warum Jesus unbedingt von einer Jungfrau geboren werden musste:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Als er noch so dachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, du Sohn Davids, f\u00fcrchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem Heiligen Geist. Und sie wird einen Sohn geb\u00e4ren, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren S\u00fcnden\u201c (Mt 1,20-21).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus bedeutet \u201eJahwe rettet\u201c. Der Name Jesu ist Programm. Er ist gekommen, um Israel und die V\u00f6lkerwelt von ihren S\u00fcnden zu retten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der von Gott getrennte Mensch<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die S\u00fcnde Adams und Evas brachte den Tod in diese Welt. Der Mensch stirbt, weil er ein S\u00fcnder ist. Der Tod ist die Strafe f\u00fcr die Abwendung von Gott (R\u00f6m 6,23). Er zeigt an, dass wir von Gott getrennt sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201e<\/em><em>Deshalb, wie durch einen Menschen die S\u00fcnde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die S\u00fcnde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle ges\u00fcndigt haben\u201c<\/em> (R\u00f6mer 5,12).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die S\u00fcnde ist die Ursache daf\u00fcr, dass der Mensch von Gott getrennt ist und sterben muss. Wer das S\u00fcndenproblem der Menschheit l\u00f6st, hebt die Trennung des Menschen von Gott auf und besiegt den Tod. Doch wer ist in der Lage, die S\u00fcnde zu beseitigen und den Tod zu besiegen? Wer ist in der Lage, die Schuld der Menschheit auf sich zu nehmen und f\u00fcr unsere S\u00fcnden zu bezahlen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die S\u00fcnde muss mit einem Opfer bezahlt werden<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott legt in seinem Wort fest, dass die S\u00fcnde immer den Tod des S\u00fcnders nach sich zieht (1 Mose 2,17; R\u00f6m 6,23). Ohne den Tod eines stellvertretenden Opfers gibt es keine S\u00fcndenvergebung und ohne Blutvergie\u00dfen keine S\u00fchnung der Schuld (3 Mose 17,11; Hebr 9,22). Die S\u00fcnden der Menschheit k\u00f6nnen nur ges\u00fchnt werden, wenn jemand bereit ist f\u00fcr diese S\u00fcnden in den Tod zu gehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Opfer muss heilig und perfekt sein<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gott dargebrachten Tieropfer des Alten Bundes mussten immer \u201eohne Fehler\u201c sein. So wird es in den Opferbestimmungen wiederholt gefordert (z. B. 3 Mose 1,3; 4,3 u. v. m.). Das bedeutet, dass die S\u00fchnung der S\u00fcnden nur durch ein absolut perfektes, fehlerloses und s\u00fcndloses Opfer m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Opfer muss von einem Menschen erbracht werden<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Heilige Schrift legt fest, dass die von Menschen begangenen S\u00fcnden auch von Menschen ges\u00fchnt werden m\u00fcssen. Der Tod eines Opfertieres s\u00fchnt nicht die Untaten der Menschen, \u201edenn es ist unm\u00f6glich, durch das Blut von Stieren und B\u00f6cken S\u00fcnden wegzunehmen\u201c (Hebr 10,4). Nur ein Mensch kann die S\u00fcnden der Menschen bezahlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Quadratur des Kreises <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht hier um nicht weniger geht als die Quadratur des Kreises. Die Heilige Schrift verlangt 1.) ein Opfer unter Hingabe des Lebens 2.) ein fehlerloses Opfer 3.) das Opfer eines Menschen. Weil es keinen Menschen aus der Nachkommenschaft Adams und Evas gibt, der fehlerlos und s\u00fcndlos ist, konnte niemand dieses Opfer erbringen. Die Menschheit war rettungslos verloren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.6\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der angek\u00fcndigte Erl\u00f6ser<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier nun kommt der \u201eNachkomme der Frau\u201c ins Spiel, den Gott bereits am Anfang der Menschheitsgeschichte angek\u00fcndigt hatte. Der Sohn Gottes kommt aus der Gegenwart Gottes in unsere Welt, um Satan und seine Werke zu vernichten und den Menschen zu erl\u00f6sen. Die Jungfrau Maria empf\u00e4ngt Jesus Christus durch das Wirken des Heiligen Geistes. Sie bringt den Sohn Gottes zur Welt, der ausschlie\u00dflich ein \u201eNachkomme der Frau\u201c ist. Somit ist er ein Mensch, jedoch kein s\u00fcndiger Mensch aus der Nachkommenschaft Adams und Evas. Weil er der Sohn Gottes ist, ist er ohne Fehler und ohne S\u00fcnde (Hebr 4,15). Am Kreuz von Golgatha vergie\u00dft er sein Blut und opfert sein Leben, um f\u00fcr unsere S\u00fcnden zu bezahlen (Hebr 9,1-28).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darum sagt Jesus: \u201eDer Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als L\u00f6segeld f\u00fcr Viele\u201c (Mk 10,45).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus Christus erm\u00f6glicht die Quadratur des Kreises. 1.) Er opfert sein Leben f\u00fcr unsere S\u00fcnden am Kreuz von Golgatha\u00a0 2.) Als wahrer Gott und wahrer Mensch, bringt er ein fehlerloses Opfer 3.) Als wahrer Gott und wahrer Mensch tr\u00e4gt er die S\u00fcnden der Menschheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Nur Jesus rettet <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott sandte seinen Sohn in diese Welt, damit er uns von unseren S\u00fcnden rettet: \u201e<em>Und sie wird einen Sohn geb\u00e4ren, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren S\u00fcnden\u201c (Mt 1,21). <\/em>Um diesen Plan auszuf\u00fchren, musste der Sohn Gottes aus der Gegenwart Gottes durch die Geburt einer Jungfrau in unsere Welt kommen, um als Mensch f\u00fcr unsere S\u00fcnden zu sterben. Nur Jesus Christus kann uns retten. Wenn wir ihm heute unsere S\u00fcnden bekennen, dann vergibt er uns gern: <em><br \/>\n<\/em>\u201eWenn wir aber unsere S\u00fcnden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.\u201c (1 Joh 1,9)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Geboren von der Jungfrau Maria, damit Gottes Sohn Mensch werden kann<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gott mit uns?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eSiehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn geb\u00e4ren, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben\u00ab, das hei\u00dft \u00fcbersetzt: Gott mit uns.\u201c (Mt 1,23)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sollte der allm\u00e4chtige Gott, der Sch\u00f6pfer des Himmels und der Erde, in unsere Welt kommen k\u00f6nnen? Diesen Gedanken kann der nat\u00fcrliche Mensch nicht fassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der aufgekl\u00e4rte Mensch des 21. Jhdt. sieht in Jesus Christus einen weisen und toleranten Religionsgr\u00fcnder. Er ist ein gro\u00dfartiges Vorbild, weil er bereit war, f\u00fcr seine Ideale und das Gute zu sterben, aber mehr ist er nicht. Sohn Gottes? Niemals!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie die aufgekl\u00e4rte Moderne so lehnt auch der Islam lehnt die Menschwerdung des Sohnes Gottes ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Islam sieht in Jesus einen gro\u00dfen Propheten. Rein, erhaben, von einer Jungfrau geboren, der Zeichen und Wunder tat, ein gewaltiger und von Gott gesegneter Prophet, einer der gr\u00f6\u00dften Propheten \u00fcberhaupt. Aber Sohn Gottes? Nein, niemals.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Islam und der moderne Mensch des 21. Jahrhundert gehen hier Hand in Hand und darum passt der Islam auch viel besser zum modernen Europa des 21. Jahrhundert. Das moderne Europa und der Islam k\u00f6nnen nicht mehr glauben, dass in Jesus Christus der Sohn Gottes auf diese Welt gekommen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u201eEmpfangen durch den Heiligen Geist\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeder Mensch und auch jeder Prophet wurde von einem Mann und einer Frau geboren. Nur Jesus Christus wurde von einer Jungfrau geboren. Nur von ihm hei\u00dft es: \u201e<em>Als er noch so dachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, du Sohn Davids, f\u00fcrchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem Heiligen Geist\u201c (Mt 1,20). <\/em>Und im Lukasevangelium spricht der Engel zu Maria: \u201e<em>Der Heilige Geist wird \u00fcber dich kommen, und die Kraft des H\u00f6chsten wird dich \u00fcberschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden\u201c (Lk 1,35). <\/em>Jesus Christus ist mehr als ein hochgelobter und gepriesener Prophet. Er ist es, den die Propheten angek\u00fcndigt hatten und auf den Israel gewartet hatte. Er ist der Erl\u00f6ser und Retter der Menschen. Er rettet uns aus der S\u00fcnde, er besiegt den Tod, er vers\u00f6hnt mit Gott und bringt das ewige Leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gott mit uns!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Engel sagte zu Josef, dass sie ihn Immanuel nennen werden. \u00dcbersetzt bedeutet das: \u201eGott mit uns!\u201c Und tats\u00e4chlich kommt in Jesus Christus der Sohn Gottes und damit Gott selbst zu uns. Jesaja hatte 700 Jahre zuvor von dem Immanuel-Kind vorausgesagt, dass es \u201eWunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-F\u00fcrst\u201c hei\u00dfen werde (Jes 9,5). Der Engel sagte zu Maria: \u00a0\u201eEr wird Gottes Sohn genannt werden\u201c (Lk 1,35). Sp\u00e4ter wird der Apostel Paulus an die Kolosser schreiben: \u201eIn ihm wohnt die ganze F\u00fclle der Gottheit leibhaftig\u201c (Kol 2,9). Und an die Korinther: \u201eDenn Gott war in Christus und vers\u00f6hnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre S\u00fcnde nicht zu\u201c (2 Kor 5,19). Und Zacharias sang in seinem Lobgesang: \u201eGelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erl\u00f6st sein Volk\u201c (Lk 1,68).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welch ein Wunder! Der allm\u00e4chtige Gott besucht in dem Mensch Jesus Christus sein Volk Israel und damit die ganze Menschheit, um f\u00fcr ihre S\u00fcnden zu bezahlen und den Tod zu besiegen. Wer sich klar macht, was f\u00fcr ein Wunder hier geschah, dem wird es nicht schwerfallen, an die Empf\u00e4ngnis durch den Heiligen Geist und die Jungfrauengeburt zu glauben. Es ist doch klar, dass der Sohn Gottes nicht durch eine ganz normale Zeugung von einem Mann und einer Frau in diese Welt kommen konnte. Dann w\u00e4re er doch ein ganz normaler Mensch gewesen. Weil Jesus wahrer Gott und wahrer Mensch war, musste er von einer Jungfrau geboren werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt keinen ersichtlichen Grund, die Aussagen des Apostolischen Glaubensbekenntnisses in Zweifel zu ziehen. Auch im 21. Jahrhundert halten wir daran fest und bekennen mit der fr\u00f6hlichen Gewissheit des Glaubens: Jesus Christus wurde durch den Heiligen Geist empfangen und von der Jungfrau Maria geboren, damit 1.) das prophetische Wort erf\u00fcllt, 2.) unsere S\u00fcnden bezahlt und 3.) Gott Mensch werden konnte. Gelobt sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Prediger Johann Hesse, Predigt am 4.12.2016 in der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde, Verden\/Aller<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christen auf der ganzen Welt bekennen sich mit den Worten des Apostolischen Glaubensbekenntnisses zu Jesus Christus, dem Sohn des dreieinigen Gottes. 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