{"id":14011,"date":"2016-09-28T09:12:59","date_gmt":"2016-09-28T07:12:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14011"},"modified":"2016-09-28T09:12:59","modified_gmt":"2016-09-28T07:12:59","slug":"osteuropa-letzte-barriere-zwischen-christenheit-und-islam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14011","title":{"rendered":"Osteuropa: Letzte Barriere zwischen Christenheit und Islam"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Vielleicht war es Zufall, dass Kardinal Christoph Sch\u00f6nborn, der auch als n\u00e4chster Papst gehandelte Erzbischof von Wien den 12. September w\u00e4hlte, den Jahrestag der Belagerung von Wien, als die t\u00fcrkisch-osmanischen Truppen beinahe Europa eroberten, um einen der dramatischsten Appelle zur Rettung der christlichen Wurzeln Europas zu halten. &#8222;Viele Muslime wollen und sagen, dass &#8218;Europa am Ende&#8216; ist&#8220;, sagte Kardinal Sch\u00f6nborn, bevor er Europa beschuldigte &#8222;seine christliche Identit\u00e4t zu vergessen&#8220;. Dann prangerte er die M\u00f6glichkeit &#8222;einer islamischen Eroberung Europas&#8220; an. Konrad Pesendorfer, Generaldirektor der Bundesanstalt Statistik \u00d6sterreich, sagte, bis 2030 w\u00fcrden 40% der Bev\u00f6lkerung Wiens dank der internen Demografie und des Migrantenflusses (60.000 Angekommene allein innerhalb eines Jahres) im Ausland geboren sein.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit dem Fall Konstantinopels im Jahr 1453 verbrachte ein Gro\u00dfteil der christlichen Bev\u00f6lkerung Osteuropas unter islamischer Besatzung, insbesondere unter den Osmanen. Jetzt scheint es so, als sei die Uhr auf das Jahr 1683 zur\u00fcckgedreht worden, als die osmanischen Armeen vor den Toren Wiens lagen. Es ist kein Zufall, dass der heftige Widerstand der Osteurop\u00e4er ein Haupthindernis f\u00fcr eine geeinte Reaktion auf die Migrantenkrise der Europ\u00e4ischen Union gewesen ist. Es waren diese osteurop\u00e4ischen Staaten, die Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel zwangen den massiven Migrantenzufluss zu stoppen. Heute, wo es keine Grenzen gibt, kommen weiter massenhaft Migranten. Allein im August erreichten 23.000 von ihnen Italien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Br\u00fcssel peitscht einen Propagandakrieg durch, um die Westeurop\u00e4er, die f\u00fcr unkontrollierte muslimische Migration eintreten, als kosmopolitisch und tolerant darzustellen, w\u00e4hrend die Osteurop\u00e4er ein Haufen fremdenfeindlicher Eiferer, wenn nicht gar gleich Neonazis sind. Europas gebildete Elite sollte durchaus einmal ihren Br\u00fcdern im Osten zuh\u00f6ren. Diese L\u00e4nder sind ironischerweise der Kern des &#8222;neuen Europa&#8220;, die sich als Letzte dem europ\u00e4ischen Projekt anschlossen und genau die L\u00e4nder, die autorit\u00e4ren Regimen entkamen, was Europa h\u00e4tte wiederbeleben sollen. Br\u00fcssels Politik dr\u00e4ngt heute diesen \u00f6stlichen Block zur\u00fcck in den Einflussbereich Russlands.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Widerwille der Osteurop\u00e4er die T\u00fcren f\u00fcr massive muslimische Migration zu \u00f6ffnen, kann mit der Wirtschaftskrise, sinkenden Geburtenraten, ihren relativ homogenen Gesellschaften, der Verfolgung der Christen unter dem Kommunismus, Erinnerung an einen Konflikt mit dem Islam, der bis ins Mittelalter zur\u00fcckreicht und dem Versuch Br\u00fcssels eine Kulturagenda aufzuzwingen erkl\u00e4rt werden. Das Europaparlament hat faktisch st\u00e4ndig Beschl\u00fcsse gefasst, mit denen die konservativen osteurop\u00e4ischen Mitgliedstaaten wie Polen, Ungarn und Kroatien gedr\u00e4ngt wurden gleichgeschlechtliche Ehen und Abtreibung auf Verlangen zu legalisieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Pr\u00e4sident der Europ\u00e4ischen Kommission, Jean-Claude Juncker, nennt ihn &#8222;Viktator&#8220; Orb\u00e1n. Aber Ungarns Premierminister Viktor Orb\u00e1n baut an der Grenze Ungarns zu Serbien trotzig weiter seinen Wall. Als der Kommunismus fiel, war Ungarn das erste Land, das den Eisernen Vorhang \u00f6ffnete und die Menschen herauslie\u00df. Heute ist es das erste Land, das einen Zaun baut, um Leute drau\u00dfen zu halten. Orb\u00e1n plant zudem einen weiteren Zaun entlang dieser Grenze. Orb\u00e1n ist die \u00f6stliche Nemesis der europ\u00e4ischen Elite. Niemand au\u00dfer ihm spricht in Europa davon &#8222;die Christenheit&#8220; zu verteidigen. Die Gruppe Visesgr\u00e1d-4 &#8211; die Allianz aus der Tschechischen Republik, Polen, Bulgarien und der Slowakei &#8211; will zwischen christlichen und muslimischen Immigranten unterscheiden. Orb\u00e1n hat die Unterst\u00fctzung der ungarischen Bisch\u00f6fe, die gegen die Politik der Offenen Arme von Papst Franziskus gegen\u00fcber den Fl\u00fcchtlingen opponieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einem Beitrag in der Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb Orb\u00e1n: &#8222;Diejenigen, die hierherkommen, wurden in einer anderen Religion erzogen und sind Vertreter einer grundlegend anderen Kultur. Die meisten sind keine Christen sondern Muslime. Das ist eine wichtige Frage, denn Europa und das Europ\u00e4ertum haben christliche Wurzeln.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Orb\u00e1ns Aufs\u00e4ssigkeit geht bis in seine Studentenzeit 1989 zur\u00fcck, als er an der Beerdigung von Imre Nagy teilnahm, der den antisowjetischen Aufstand von 1956 anf\u00fchrte &#8211; Orb\u00e1n hatte den Mut den Abzug der kommunistischen Invasoren zu fordern. Sp\u00e4ter f\u00fchrte Orb\u00e1n Ungarn in die NATO. Der Sohn eines Kommunisten und einer calvinistischen Mutter hat eine gl\u00e4ubige katholische Ehefrau und f\u00fcnf Kinder. Denjenigen, die fragen, ob er ein Reaktion\u00e4r ist, antwortet Orb\u00e1n: &#8222;Ich esse mit Messer und Gabel, aber wir sind nicht die netten Typen aus dem Mainstream.&#8220; F\u00fcr ihn ist die Europ\u00e4ische Kommission eine Art neues Politb\u00fcro. &#8222;Wir haben uns 1848 von Wien keine Vorschriften machen lassen und 1956 und 1990 nicht von Moskau&#8220;, sagte Orb\u00e1n. &#8222;Heute werden wir uns keine Vorschriften von irgendjemandem aus Br\u00fcssel oder von sonstwo machen lassen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Orb\u00e1ns Reden sind voller Verweise auf die Geschichte, so als er die Ungarn aufforderte mit demselben Mut zu handeln, den ihre Vorfahren &#8222;im Krieg gegen die osmanischen Armeen&#8220; zeigten. Die ungarische Verfassung ist in Europa einzigartig; sie sch\u00fctzt &#8222;das Leben von Moment der Empf\u00e4ngnis an&#8220; und sagt, dass eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Orb\u00e1ns Haltung ist von anderen ehemals kommunistischen EU-Mitgliedern \u00fcbernommen worden. Polens Pr\u00e4sident Andrzej Duda beschwerte sich \u00fcber &#8222;Diktate&#8220; aus Br\u00fcssel, man solle Migranten akzeptieren, die aus dem Nahen Osten und Afrika auf den Kontinent str\u00f6men. Derweil berief sich Jaroslaw Kaczynski, Parteichef der polnischen Partei Recht und Gerechtigkeit, &#8222;auf den alten, historischen Standpunkt, nach dem Polen ein Bollwerk des Christentums im Osten ist und Europa vor sich selbst retten muss&#8220;. &#8222;Seit seiner Annahme des Christentums im Jahr 968 hat Polen oft die Rolle des Antemurale Christianitatis, einer Bastion des Christentums gespielt&#8220;, hei\u00dft es im Crisis Magazine.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Vom Aufhalten des Vorsto\u00dfes der Mongolen in der Schlacht bei Liegnitz 1241 bis zur Rettung Europas vor muslimischer Kolonisierung, als K\u00f6nig Johann III. Sobieski 1683 die T\u00fcrken vor Wien besiegte, ist das bekr\u00e4ftigt worden. Der Kommunismus versagte dabei, den polnischen Katholizismus auszul\u00f6schen, als Johannes Paul II. 1978 zum Papst gew\u00e4hlt wurde und den Aufstieg der Bewegung Solidarnosc anregte, die eine entscheidende Rolle bei der Beendigung des Kommunismus spielte. In j\u00fcngerer Zeit haben polnische Immigranten die bis dato leeren Kirchenb\u00e4nke in Westeuropa gef\u00fcllt. W\u00e4hrend der aktuellen Vatikan-Synode zum Thema Familie haben polnische Bisch\u00f6fe zu den lautst\u00e4rksten Verteidigern der Tradition geh\u00f6rt.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ungarn Premierminister Viktor Orb\u00e1n ist die \u00f6stliche Nemesis der europ\u00e4ischen Elite. Au\u00dfer ihm spricht niemand sonst in Europa davon das &#8222;Christentum&#8220; zu verteidigen. Der Premierminister eines anderen osteurop\u00e4ischen Landes, Robert Fico aus der Slowakei, sagte, sein Land werde nur christliche Fl\u00fcchtlinge akzeptieren; der Islam habe &#8222;keinen Platz&#8220; in seinem Land und &#8222;Multikulturalismus ist Fiktion&#8220;. Der tschechische Pr\u00e4sident Milos Zeman griff den Multikulturalismus ebenfalls an. Sogar Socratis Hasikos, der Innenminister von Zypern, sagte, sein Land w\u00fcrde Fl\u00fcchtlinge aufnehmen, will aber, dass es Christen sind. F\u00fcr viele Zyprioten ist die Linie, die die Insel teilt, eine Grenze zwischen dem griechischen Christentum und dem t\u00fcrkischen Islam, so wie die Berliner Mauer eine Grenze zwischen Demokratie und Kommunismus war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das renommierte amerikanisch-katholische Magazin First Things vermerkte: &#8222;In Ungarn, Kroatien und anderen Staaten Osteuropas vollzieht sich eine Revolution f\u00fcr die Familie und f\u00fcr das Leben sowie eine Wiederentdeckung christlicher Wurzeln.&#8220; Ob es uns gef\u00e4llt oder nicht, die letzte Chance Europas Wurzeln zu retten k\u00f6nnte durchaus von den ehemals kommunistischem Mitgliedern der EU kommen &#8211; denen, die 1699 die Osmanen besiegten und die sich von deren Erben kulturell bedroht f\u00fchlen. Zyprioten kennen die Folgen eines kulturellen Zusammenpralls besser als die im Bequemen sitzenden B\u00fcrokraten Br\u00fcssels. Fragen Sie sie nach ihren Kirchen auf der t\u00fcrkischen Seite der Insel; wie viele davon stehen noch?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Giulio Meotti, Kulturredakteur des Il Foglio, ist ein italienischer Journalist und Autor<br \/>\nQuelle: Gatestone Newsletter 28.9.2016<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vielleicht war es Zufall, dass Kardinal Christoph Sch\u00f6nborn, der auch als n\u00e4chster Papst gehandelte Erzbischof von Wien den 12. 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