{"id":14009,"date":"2016-09-27T12:18:23","date_gmt":"2016-09-27T10:18:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14009"},"modified":"2016-09-27T12:18:23","modified_gmt":"2016-09-27T10:18:23","slug":"kann-die-nordkirche-die-homo-ehe-absegnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14009","title":{"rendered":"Kann die Nordkirche die &#8222;Homo-Ehe&#8220; absegnen?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Am 15. September publizierte die Schleswig-Holsteinische Landeszeitung die Absicht des Bischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland Gerhard Ulrich, die Zeremonie bei kirchlichen Hochzeiten von Ehepaaren und homosexuellen Partnern zu vereinheitlichen. Der Kirchenf\u00fchrer gehe davon aus, dass die 156 Synodalen mitziehen w\u00fcrden, da das Thema im Vorfeld \u201emit gro\u00dfem theologischen Tiefgang\u201c diskutiert worden sei. Die Kirche m\u00fcsse auf gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen reagieren und die abweichenden Verfahren in den ehemaligen Landeskirchen von Pommern, Mecklenburg und Nordelbien angleichen. Gerade in der pommerschen Kirche waren bislang auch Segnungen von homosexuellen Partnern unzul\u00e4ssig. Sollte k\u00fcnftig ein Pastor aus Gewissensgr\u00fcnden die Trau-Zeremonie f\u00fcr Homo-Ehen ablehnen, muss er beim Propst Meldung machen, damit dieser f\u00fcr Ersatz sorgen kann. Man kann sich bei diesen Planungen nur sehr schwer den von der Kirche behaupteten Tiefgang vorstellen, eher dass sie tief gesunken ist.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verwiesen wird auf die \u201eOrientierungshilfe\u201c der EKD aus dem Jahr 2013, nach welcher die klassische Ehe nicht mehr als Idealbild zu w\u00fcrdigen sei; dies habe zu einem Sturm der Entr\u00fcstung gef\u00fchrt. Gleichwohl soll die Homo-Ehe nach dem Vorbild einiger bundesdeutscher Landeskirchen nunmehr auch im Norden abgesegnet werden. Das bedeutet, dass nunmehr Mann und Mann oder Frau und Frau einen Traugottesdienst erleben sollen, der bisher nur f\u00fcr Mann und Frau vorgesehen war. Sollte die Synode im Sinne des Leitenden Bischofs entscheiden, so w\u00fcrde dies zum gr\u00f6\u00dften intellektuellen Abstieg des Protestantismus seit dem Zweiten Weltkrieg f\u00fchren. Zum einen l\u00e4ge darin ein Bruch unserer bundesrepublikanischen Verfassung, zum anderen w\u00fcrden sich die evangelischen Kirchenf\u00fchrer von dem Geist der Reformation, n\u00e4mlich der Bibelbewegung vor nahezu 500 Jahren verabschieden. Eine Errungenschaft lutherischen Denkens war auch die Aufwertung der Laien durch das Allgemeine Priestertum. Da der Reformator immer wieder bewiesen hat, dass er sich in der Juristerei auskennt, bietet sich an, dass ein Rechtsanwalt zu den Intentionen der Synode Stellung nimmt:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li><strong> Laienaktivit\u00e4ten<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Jurist und Pastorensohn sp\u00fcrt der Autor eine gewisse Kompetenz, dem tollk\u00fchnen Vorhaben der \u201eHomo-Ehe\u201c in der Kirche entgegenzutreten. Immerhin durfte er in dem liberalen und intellektuell anspruchsvollen Erzeugnis der Nordkirche, n\u00e4mlich den \u201eEvangelischen Stimmen\u201c, viermal einen mehrseitigen Artikel publizieren. Dabei ging es um die Bereiche Vergabe des Lutherpreises, Fr\u00fchsexualisierung in Schulen, Wert von Ehe und Familie sowie Kritik am Gender-Institut der EKD. W\u00e4hrend die Ablehnung der Honorierung von Pussy Riot allenfalls bei der Luther-Beauftragten K\u00e4smann und dem EKD-Ratsvorsitzenden Schneider Missfallen hervorrief, der Schutz der Schulkinder und das Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Ehe zumindest unbeanstandet blieben, folgte auf die scharfe, wenn auch humorvolle Missbilligung des Gender-Zentrums unserer \u201eBundeskirche\u201c ein Shitstorm. Es handelte sich um ausschlie\u00dflich um mit (Kirchen-) Steuern alimentierte Mitarbeiter, welche \u2013 ohne ein einziges Gegenargument \u2013 sich einer Diskreditierungsorgie hingaben, wobei die Diffamierungen eine zig-fache Anzahl ausmachten; ein bekennender homosexueller Pastor gelangte allein auf ca. 30. Der \u201eb\u00f6se\u201c Laie mag sich angema\u00dft haben, drastisch wie Jesus die Schriftgelehrten zu brandmarken, aber die Antworten waren eher Gef\u00fchlsausbr\u00fcche; das h\u00e4ngt auch damit zusammen, dass die Gender-Ideologie wissenschaftlichen Anspr\u00fcchen keinesfalls gen\u00fcgt; auch die Leiterin des EKD-Zentrums Frau Professor Janssen hat in den grundlegenden beiden Ver\u00f6ffentlichungen von Begr\u00fcndungen Abstand genommen. Der Chefredakteur der \u201eEvangelischen Stimmen\u201c bat den Verfasser um eine Reaktion; diese erfolgte fristgem\u00e4\u00df, das Versprechen des Abdrucks wurde nicht erf\u00fcllt, auch nicht auf freundliche Erinnerungen. Nachvollziehbar ist dies nicht, wenn man sich die 500j\u00e4hrige protestantische Streitkultur vor Augen h\u00e4lt. Das ist aber noch nicht alles. Der Autor hatte zusammen mit einigen Laien-Christen einen freundlichen und harmlosen Gender-Flyer unterzeichnet; das Landeskirchenamt schrieb die Pr\u00f6pste an und riet ihnen \u2013 unter Einbeziehung einiger Unwahrhaftigkeiten \u2013, das Flugblatt in den Papierkorb zu werfen. Betroffene Gemeindeglieder und auch der Verfasser dieses Artikels kl\u00e4rten Pr\u00f6pste und Bisch\u00f6fe \u00fcber die Sachzusammenh\u00e4nge auf; reagiert wurde nicht.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"2\">\n<li><strong> \u201eOrientierungshilfe\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Vorgeschichte symbolisiert wegen der Verwandtschaft der Gender-Theorie mit der Sympathie f\u00fcr gleichgeschlechtliche Empfindungen ein wenig den \u00dcbereifer der Kirchenleitung, Homosexuellen die kirchliche Trauung zu erm\u00f6glichen. Allerdings w\u00fcrden die Synodalen die Grunds\u00e4tze der Theologie verlassen. Bereits die erw\u00e4hnte \u201eOrientierungshilfe\u201c zeigt dies an; diese wurde nicht von Theologen, sondern von Soziologen verfasst. Theologische Gedanken, etwa aus dem Fundus der Bibel oder des Reformators Martin Luther werden allenfalls angedeutet. Im Zentrum steht das, was aus sozialwissenschaftlicher Perspektive dem heutigen Zeitgeist entspricht und damit letztlich als verbindlich angesehen wird. Es geht um ein total \u00fcbersteigertes Gleichheitsdenken, man k\u00f6nnte direkt von einem Egalit\u00e4ts-Wahn sprechen. Alle Formen, welche letztlich sexuell gepr\u00e4gt sind, sollen als ebenb\u00fcrtig akzeptiert werden. Infrage kommen homosexuelle Partnerschaften, Patchwork-Varianten oder auch Beziehungen mit mehreren Partnern. Immerhin hie\u00df es noch in der \u201eOrientierungshilfe\u201c vor der Jahrtausendwende, dass die Ideen von der homosexuellen Partnerschaft in den kirchlich relevanten Schriften nicht einmal andeutungsweise eine Bef\u00fcrwortung erfahren haben. Ma\u00dfgeblich war an dieser theologischen Arbeit der Heidelberger Theologieprofessor H\u00e4rle beteiligt. Nun denken die kirchlich Verantwortlichen, dass sie zumindest mit dem Lebenspartnerschaftsgesetz gleichziehen, ja dieses gar \u00fcberbieten m\u00fcssten. Da in diesem eine Gleichstellung mit der Ehe nach Artikel 6 Grundgesetz gerade nicht erfolgt ist, wollen Zeitgeistbeflissene das christliche Liebesgebot bis in die Unendlichkeit ausdehnen und die Gesetzgebung in vorauseilendem Gehorsam \u00fcberfl\u00fcgeln. Dass f\u00fcr das Bundesverfassungsgericht als Ehe nur die Beziehung zwischen Mann und Frau gilt, interessiert dabei nicht. Aber offensichtlich sch\u00e4men sich die Theologen, als Destrukteure unserer Verfassung zu\u00a0 erscheinen. Deshalb beauftragten sie nunmehr f\u00fcr die neue Orientierungshilfe\u00a0 Soziologinnen. Diese engagierten sich tatkr\u00e4ftig daf\u00fcr, die Theologie neu zu pr\u00e4gen und eigenes Gedankengut ins Zentrum zu r\u00fccken, welches bislang nur im Sinne von Hilfswissenschaften die Theologen unterst\u00fctzt hatte. Es handelt sich vielleicht um das gr\u00f6\u00dfte Armutszeugnis in der Evangelischen Kirche seit der Reformation.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"3\">\n<li><strong> Bibelphobie<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gab Zeiten, in denen die Theologen bem\u00fcht waren, sich weitgehend an der Bibel als ihrer geistigen Grundlage zu orientieren. Jetzt \u201esch\u00e4men sie sich des Evangeliums\u201c, obgleich der gr\u00f6\u00dfte Theologe aller Zeiten, n\u00e4mlich der Apostel Paulus davor in scharfen Worten warnt. Was viele Intellektuelle bereits seit Jahrhunderten, gerade seit der \u201eAufkl\u00e4rung\u201c, empfinden, ist: Zunehmend erscheint christliches Gedankengut in einer s\u00e4kularen Welt als peinlich. Dazu besteht nicht der geringste Anlass. Man erinnere nur an die j\u00fcngst verlautete Ansicht des prominenten US-Religionssoziologen Rodney Stark: Ohne Jesus w\u00fcrde es die gesamte westliche Zivilisation nicht geben. Der Aufstieg der modernen westlichen Gesellschaft gr\u00fcnde in der Kirche: \u201edie Wurzeln liegen im Christentum, in Jesus. Im Rest der Welt hat es einen solchen Aufstieg nicht gegeben\u201c. Das gelte etwa f\u00fcr die \u00dcbereinkunft dar\u00fcber, dass alle Menschen gleich seien; Jesus sei es auch gewesen, der Frauen und Kindern ihren je eigenen Wert gegeben habe. Auch h\u00e4tten seine Lehren den Grundstein daf\u00fcr gelegt, dass in christlich gepr\u00e4gten westlichen Gesellschaften alle Schichten Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung haben. Es lie\u00dfen sich zahlreiche \u00e4hnliche Verlautbarungen anf\u00fcgen; in jedem Fall gibt es keinerlei Grund f\u00fcr Theologen, ihre Disziplin kleinzudenken. Einige von ihnen wollen ihr Gesicht wahren durch die Feststellung: Biblisches Gedankengut entsprach exakt den damaligen Vorstellungen der Gesellschaft, heute m\u00fcssen die Aussagen aber durch den jeweiligen Zeitgeist gefiltert werden, denn allein dieser ist Ma\u00dfstab. Homosexualit\u00e4t wird im Westen allgemein akzeptiert, also muss die Kirche eine Gleichschaltung vornehmen.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"4\">\n<li><strong> Kunstfehler<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen Tiefpunkt der Evangelischen Kirche in Deutschland stellt das Pfarrdienstgesetz dar. F\u00fcr Juristen ist deutlich, dass es den Urhebern am erforderlichen Handwerkszeug gebrach. Der \u00a7 39 handelt \u00fcber die Ehe; der Text in der \u201eBegr\u00fcndung\u201c (Abs. 3) ist so formuliert, dass die Verfasser quasi die Ehe zu Dritt etabliert haben. Das zeigt auch wieder den deutlichen Verzicht auf Theologie und die Neigung zum Dilettantismus, vielleicht um volkst\u00fcmlich zu erscheinen. Gesetzeskunst ist offenbar nicht mehr ein Markenzeichen der EKD. Das deckt sich auch mit den verkrampften Bem\u00fchungen der Verantwortlichen, die \u201eHomo-Ehe\u201c zu begr\u00fcnden. Bisher sind entsprechende Versuche in Staat und Kirche gescheitert. Unverantwortlich ist auch die Vorstellung homosexuellenfreundlicher Kirchenf\u00fchrer, bei der Einbeziehung von gleichgeschlechtlich empfindenden Partnern in die eheliche Trauung handele es sich nicht um Fragen des Bekenntnisses, sondern um reine Formalit\u00e4ten. F\u00fcr diese seien Synoden zust\u00e4ndig, w\u00e4hrend Luther forderte, dass Entscheidungen \u00fcber Lehrfragen von der christlichen Gemeinde selbst zu treffen seien (ist damit wirklich die Synode gemeint?). Die Synode ist eher zum \u201eOrt der Zustimmung und gelegentlichen Polemik, aber ohne Beherrschung der Grunds\u00e4tze\u201c (R. Smend) geworden. Von der Sch\u00f6pfung als Mann und Frau \u00fcber die totale Ablehnung der praktizierten Homosexualit\u00e4t im Alten und Neuen Testament bis zum gegenw\u00e4rtigen Diskurs unter den Konfessionen geht es in der Tat keinesfalls um nur unbedeutende Randfragen. Es wird der Kern des Evangeliums getroffen, der Zeitgeist darf nicht unsere Kirchenordnung durcheinanderwerfen. Vor allem springt der Versto\u00df gegen Art. 6 des Grundgesetzes ins Auge. Bei der Kirche tritt an die Stelle der Verfassung offenbar eine Ideologie, die sich, was die Theologie betrifft, von der Bibel verabschiedet hat. Dass nach den\u00a0 Vorstellungen des Alten Testaments homosexuelle Praxis als \u201eGr\u00e4uel\u201c oder \u201esch\u00e4ndlicher Frevel\u201c deklariert wird, verwirft man einfach als obsolet. Paulus mit seiner Ablehnung gleichgeschlechtlicher Handlungen wird unterstellt, er sei trotz seiner umfassenden griechischen Bildung v\u00f6llig ahnungslos, was partnerschaftliche Beziehungen unter homosexuellen Menschen betrifft. Dabei schreibt der Theologieprofessor und ehemalige L\u00fcbecker Bischof Ulrich Wilckens: \u201eGleichgeschlechtlicher Verkehr ist damals in der gleichen Breite, vom brutalen Koitus bis hin zur erotisch verfeinerten Form, praktiziert worden wie in homosexuellen Kreisen heute.\u201c Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass nicht die geistige theologische Grundlage, n\u00e4mlich die Bibel, ebenso nicht wissenschaftliche Erkenntnisse aus Geschichte und Biologie leitend sind, sondern eine vom Zeitgeist beherrschte Ideologie. Die Verantwortlichen haben sich mit dem Zeitgeist verm\u00e4hlt. Gleichwohl empfinden sie sich noch als Verfassungspatrioten!<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"5\">\n<li><strong> Grundgesetz<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Artikel 6 Grundgesetz hei\u00dft es: \u201eEhe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung\u201c. Das ist durch das Wort \u201ebesonderen\u201c mehr als der reine Staatsschutz. Bekanntlich gibt es nur ein Grundrecht in unserer Verfassung, das eine solche Hervorhebung bietet; es l\u00e4sst den berechtigten Schluss zu, dass die klassische Ehe und die traditionelle Familie eine Vorzugsstellung erhalten soll. In der Tat ist auff\u00e4llig die hohe Wertigkeit, welche nat\u00fcrlich Sinn hat im Hinblick auf die Aufrechterhaltung der Bev\u00f6lkerung. Es handelt sich also um eine wertentscheidende Grundsatznorm, die Vorschrift stellt Ehe und Familie als die Keimzelle jeder menschlichen Gesellschaft, deren Bedeutung mit keiner anderen menschlichen Gemeinschaft verglichen werden kann, unter die spezielle Protektion. Nur jene bietet die sichere Gew\u00e4hr der Weitergabe des Lebens, die \u201eHomo-Ehe\u201c niemals. Die Ehe war im Christentum als Ausdruck der g\u00f6ttlichen Sch\u00f6pfungsordnung gesehen und unter dem Einfluss der Aufkl\u00e4rung in die Regelungskompetenz des weltlichen Staats \u00fcberf\u00fchrt worden. Auf dieses Grundrecht k\u00f6nnen sich in der Konsequenz der kulturell entwickelten Ausgestaltung nur Mann und Frau berufen, zudem jeweils nur ein Mann und eine Frau. Darauf verweist das Bundesverfassungsgericht in st\u00e4ndiger Rechtsprechung. Man k\u00f6nnte nun aus der Existenz des Lebenspartnerschaftsgesetzes folgern, dass durch Segnungen von homosexuellen Partnern das Grundgesetz nicht ber\u00fchrt werde; das muss im Einzelnen nicht vertieft werden, da es ja den Verantwortlichen in der Nordkirche um eine Trauung wie bei Eheleuten geht. Mit der Trauungsintention setzt sich die Kirche \u00fcber Artikel 6, damit \u00fcber unsere Verfassung hinweg. Wie soll man das sonst anders deuten, wenn der Traugottesdienst faktisch auf eine offizielle kirchliche Amtshandlung hinausl\u00e4uft? Im Kirchenbuch soll nun die entsprechende Eintragung erfolgen. Synodenpr\u00e4ses Andreas Tietze erwartet, dass es sich handelt um eine Segnung auf Augenh\u00f6he mit der Trauung von Mann und Frau. Man wird erinnert an strenggl\u00e4ubige Muslime, welche bekennen, dass sie etwa die Scharia \u00fcber das Grundgesetz stellen. Was die Verfassung wert ist, zeigt uns das Beispiel des ex-pakistanischen US-B\u00fcrgers Khizr Khan. Er, der seinen Sohn Humayun als amerikanischen Soldaten verloren hat, wehrt sich als Moslem eindrucksvoll mit der \u201eWaffe Verfassung\u201c gegen den Pr\u00e4sidentschaftskandidaten Trump. Kommt es zu einem Wandel des Rechtsbewusstseins in unserer Lutherischen Kirche? Ist die Weitergabe von Leben, wie es Ehe und Familie bieten, nicht mehr christlicher Auftrag?<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"6\">\n<li><strong> Argumentation<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da die ma\u00dfgeblichen Theologen nicht in der Lage sind, ihre Vorstellungen argumentativ zu untermauern, sondern nur ihren Emotionen folgen, ist man bem\u00fcht, die geistigen Gegner zu diskreditieren. So werden sie als naive Biblizisten hingestellt, auch wenn der ber\u00fchmteste Theologe des 20. Jahrhunderts Karl Barth sich selbst als einen solchen bezeichnete. Biblische Aussagen, von deren Bedeutung Christen ausgehen, werden als menschenrechtsfeindlich und ausgrenzend deklariert. Dabei darf im Kontext mit dem allgemeinen Priestertum der einzelne Gl\u00e4ubige ungehemmt und ganz nat\u00fcrlich an die Heilige Schrift herantreten und von vornherein die Richtigkeit des Textes unterstellen. Er darf fast dreist von \u201cmodischen\u201c Theologen verlangen, dass sie auf \u00fcberzeugende Art das widerlegen, was als Gottes Wort \u00fcber Jahrtausende begriffen worden ist. Dazu sind die \u201eExperten\u201c in den theologischen Fakult\u00e4ten und in den Synoden heute aber nicht imstande. Um die mangelnde Intellektualit\u00e4t zu verschleiern, spricht man von der \u201eHermeneutik der toleranten Vielfalt\u201c, was eindrucksvoll klingt. Blickt man in die Humanwissenschaften,\u00a0 so ist wahrzunehmen, dass die paulinische Deutung der Unnat\u00fcrlichkeit permanent untermauert wird. Man denke nur an die seit vielen Jahren sich wiederholenden Erkenntnisse des Robert-Koch-Instituts, nach denen ca. zwei Drittel der Aidskranken Homosexuelle sind und 80 % der Syphilis-Opfer auch gleichgeschlechtlich empfinden. Hier von der antidiskriminierenden Kraft der Liebe Jesu oder der notwendigen kirchlichen Gleichstellung zu sprechen, ist im h\u00f6chsten Ma\u00dfe verantwortungslos, so dass sich die Evangelische Kirche schuldig macht. Deren Vertreter erscheinen keinesfalls als Bisch\u00f6fe nach Titus 1 Vers 7, sondern als Mietlinge im Sinne von Johannes 10 Vers 12. Gewiss ist der Eifer der Evangelischen Kirche f\u00fcr Homosexuelle auch auf deren Leiden in der Vergangenheit, vor allem unter dem Nationalsozialismus, aber auch in der Nachkriegszeit zur\u00fcckzuf\u00fchren. Obwohl die Bundesrepublik als besonders homosexuellenfreundlich gilt, geschehen immer noch Beschimpfungen mit Worten wie \u201eSchwuchtel\u201c, wirklichen Diskriminierungen, welche eindeutig strafw\u00fcrdig sind. Das zwingt die Kirche zu Respekt und Akzeptanz homosexueller Mitmenschen, aber nicht zum Aufgeben biblischer Vorgaben.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"7\">\n<li><strong> Gleichmacherei<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun verf\u00fcgen die Kirchen auch \u00fcber \u201eSpezialisten\u201c im Bereich Homosexualit\u00e4t. Man denke an den Diakon Peter B\u00fcrger und sein Buch \u201cDas Lied der Liebe kennt viele Melodien \u2013 eine befreite Sicht der homosexuellen Liebe\u201c. Er schreibt in heller Begeisterung \u00fcber den homosexuellen Akt und praktizierte Liebe zwischen zwei M\u00e4nnern oder zwei Frauen. Er habe mit seinem Coming-out sein Lebensgl\u00fcck gefunden, wie er immer wieder bekr\u00e4ftigt. Auff\u00e4llig ist, in welcher Weise er die Homokritiker beleidigt: \u201cBibel-Fundamentalisten d\u00fcrfen die sieben einschl\u00e4gigen, bis zum Erbrechen hin und her gew\u00e4lzten Zitate aus der Heiligen Schrift zu gleichgeschlechtlichen Handlungen als Gottes w\u00f6rtliche Keule schwingen, um in der Volkskirche erpresserisch das rechte Bekenntnis einzufordern\u201c (Seite 19). Es gibt in unserer Gesellschaft kaum intolerantere Menschen als die bekennenden Homosexuellen und deren Bef\u00fcrworter. Allzu schnell werden Christen, welche die Nat\u00fcrlichkeit homosexueller Praxis infrage stellen, der Diskriminierung bezichtigt; dabei geht es um die reine Unterscheidung. Nach Artikel 3 Grundgesetz ist Ungleiches ungleich zu behandeln, also auch die die Ehe zwischen Mann und Frau \u2013 mit nat\u00fcrlichem Nachwuchs \u2013 im Unterschied zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaft. Immerhin meint Luther: \u201eSo sind nun die Juristen und Gelehrten in diesem weltlichen Reich die Personen, die solch Recht und dadurch das weltliche Reich erhalten.\u201c F\u00fcr den theologischen Laien erscheint es bei den kirchlichen Intentionen als unvorstellbar, dass heute in unser Evangelischen Kirche ein Vikar ordiniert werden kann, der homosexuelle Praxis aufgrund des biblischen Zeugnisses ablehnt (entsprechendes gilt auch f\u00fcr die Frage der Frauenordination oder die Idee des Gender Mainstreaming). Die schlichten Gemeindeglieder sind geschockt ob einer derartigen geistigen Insuffizienz. Sie denken auch an die Weltkirche, etwa Lutheraner in Afrika, welche sich ganz strikt gegen die Homosexualisierung aussprechen und Gefahr laufen, dass ihnen die Gelder vom reichen Westen gestrichen werden. Sollte die Synode dem Bischofsaufruf folgen, w\u00e4re vom Geist eines Martin Luther, Melanchthon, Zwingli oder Calvin nichts zu sp\u00fcren, auch nicht von der Intellektualit\u00e4t eines Francke, Bonhoeffer oder Barth,.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"8\">\n<li><strong> Wahrheitsbem\u00fchungen <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man k\u00f6nnte vielleicht denken, dass die modischen Theologen trotzdem richtig stehen, obgleich sie sich den wissenschaftlichen Erkenntnissen entziehen. Es fragt sich eben, ob nicht ein irgendwie geartetes Gef\u00fchl doch den objektiven Gegebenheiten mehr entspricht als ca. 2000 Jahre <strong>g<\/strong>\u00fcltige Ideen, dazu noch mit religi\u00f6sen Wurzeln. Warum sollte es nicht korrekt sein, sich dem hinzugeben, was sogenannte Intellektuelle, Mainstream-Medien und sogenannte aufgekl\u00e4rte Politiker fordern. Das entspricht aber nicht dem Anspruch deutscher und internationaler Kultur. Man sieht sich\u00a0 nicht in der Lage, die Sinnhaftigkeit homosexueller Praxis argumentativ zu untermauern. Die Erkenntnisse nehmen zu, dass gleichgeschlechtliche Praxis eben nicht der menschlichen Natur entspricht. Um die Betroffenen zu schonen, verzichtet man darauf, sich auf einem h\u00f6heren Plateau mit der Homosexualit\u00e4t zu befassen. Dazu passt das Buch von Andreas Lombard \u201eHomosexualit\u00e4t gibt es nicht. Abschied von einem leeren Versprechen\u201c. Der politisch inkorrekte Publizist traut sich, einer der publikumswirksamsten Errungenschaften des Zeitgeistes zu widersprechen. Selbstverst\u00e4ndlich bestreitet er sexuelle Liebe zwischen Menschen gleichen Geschlechts nicht. Er verweist aber darauf, dass das Wort \u201eHomosexualit\u00e4t\u201c von lauter Denk- und Sprech-Verboten umgeben sei.\u00a0 Er erachtet dies als ein gro\u00df angelegtes T\u00e4uschungsman\u00f6ver, denn das, was versprochen wird, gebe es nicht. Homosexualit\u00e4t werde heute idealisiert, Widerst\u00e4nde dagegen seien b\u00f6se. Es bestehe die Illusion, Homosexuell-Sein sei eine Art entt\u00e4uschungssicheres Identit\u00e4tskonzept. Das verf\u00fchre die Homosexuellen, Forderung auf Forderung zu t\u00fcrmen, aber ohne die \u00dcbernahme von Verantwortung. Es werde vielfach behauptet, Nachteile zulasten Homosexueller seien nur auf die fehlende Gleichstellung zur\u00fcckzuf\u00fchren. Bei Problemen helfe man sich mit Vorw\u00fcrfen gegen\u00fcber dem b\u00f6sen Staat oder gegen\u00fcber dem diskriminierenden B\u00fcrger. Das Konstrukt Homosexualit\u00e4t habe eine dominante Rolle im Kampf um die kulturelle Hegemonie in unserer Gesellschaft erlangt. Zur T\u00e4uschung geh\u00f6re auch die Behauptung der Unver\u00e4nderbarkeit von Homosexualit\u00e4t, obgleich die von den Betroffenen gef\u00f6rderte Gendertheorie die Ver\u00e4nderungen der sexuellen Orientierung ja gerade propagiere. Der Antidiskriminierungskampf nehme totalit\u00e4re Z\u00fcge an; gnadenlos w\u00fcrden Homosexuelle instrumentalisiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong><strong>\u201eHomokult\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Tat spricht Vieles bei der Homo-Euphorie f\u00fcr eine weitgehende Einbildung. Ganz deutlich wird die Unverantwortlichkeit in Bezug auf Familienzerst\u00f6rungen, Geschlechtskrankheiten, Selbstmordneigungen oder P\u00e4dophilie. Verschwiegen wird auch das promiske Leben in homosexuellen Partnerschaften. Selbst Volker Beck, der gr\u00fcne Avantgardist zugunsten des Lebenspartnerschaftsgesetzes bekennt in der Zeitschrift \u201eRecht und Demokratie\u201c, dass eine ehe\u00e4hnliche Treue unter homosexuellen Partnern ausgeschlossen sei. Der Kommunikationswissenschaftler Robert R. Reilly spricht in seinem Buch \u201eMaking Gay Okay\u201c von einer weltweit aufgezwungenen schwulen Ideologie, die f\u00fcr die Menschen vielfach gef\u00e4hrlicher sei als alle realen und vermeintlichen Klimabedrohungen zusammen. Alle Menschen seien betroffen, es gehe um die gesellschaftliche Anerkennung einer kleinen Minderheit Homosexueller (nach wissenschaftlichen Erkenntnissen: ca. ein Prozent) sowie um die Abschaffung aller Werte in Bezug auf Sexualit\u00e4t, Ehe und Familie. Die wahre Natur des Menschen sei vorgegeben, was bereits Aristoteles im griechischen Altertum erkannt habe; alle Humanwissenschaften w\u00fcrden sich darauf gr\u00fcnden. Der Mensch aber, der sich in seinem Wahn einbildet, selbst bestimmen zu k\u00f6nnen, was f\u00fcr ihn nat\u00fcrlich sei, missbrauche seinen Verstand und wende sich gegen die Natur. Der Homokult sei auf der L\u00fcge aufgebaut, Homosexualit\u00e4t sei nat\u00fcrlich und gut, das f\u00fchre automatisch zur Verdrehung der Realit\u00e4t, zum Beispiel den Vorw\u00fcrfen der Diskriminierung und Homophobie. Der Zustand sei vergleichbar mit der marxistischen Ideologie an den wissenschaftlichen und philosophischen Fakult\u00e4ten in den damals kommunistischen L\u00e4ndern. Diese Unwissenschaftlichkeit beherrsche die heutigen westlichen Medien und die kritiklos folgsamen Politiker \u2013 man denke an das Unterrichtswesen und die staatlich gelenkte sexuelle Aufkl\u00e4rung. Leider interessieren sich f\u00fcr derartige Erkenntnisse weder die f\u00fcr die Homo-Ehe in der Kirche pl\u00e4dierenden Theologen und Bisch\u00f6fe noch die Mehrheit der Synodalen in der Nordkirche.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"10\">\n<li><strong> Ideologieanf\u00e4lligkeit<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter Ber\u00fccksichtigung dieser Feststellungen kommt nicht nur der Jurist ins Staunen. Gemeindeglieder fragen sich, wie es m\u00f6glich ist, dass kirchlich und theologisch Verantwortliche in einer so unreflektiert wirkenden Weise mit dem reformatorischen Erbe umgehen. Dass man sich im Vorfeld der Synoden vertieft mit den Problemen auseinandergesetzt habe, erscheint nicht als glaubhaft; objektive Indizien gibt es daf\u00fcr nicht. Eher entsteht der Eindruck, dass sich die Verantwortlichen mit Hybris \u00fcber die lutherische Tradition hinwegsetzen. Bisch\u00f6fe und Pr\u00f6pste erscheinen soweit nicht als Pastoren und Hirten. Das Handeln stellt sich als eine Verselbst\u00e4ndigung protestantischen Gedankenguts dar und mutiert in eine Ideologie, was durch den erw\u00e4hnten Begriff \u201eHomo-Kult\u201c bereits angedeutet wurde. Der Modesch\u00f6pfer Wolfgang Joop spricht frank und frei von der Homosexualisierung unserer Gesellschaft. Beim Genderismus ist \u2013 wie vom Verfasser verschiedentlich publiziert \u2013 der ideologische Charakter nicht zu verheimlichen. Es sind in der Synode \u00fcberwiegend Laien. Wenn verlautbart wird, dass die Verantwortlichen der Kirche im Rheinland die \u201eHomo-Trauung\u201c mit nur sieben Gegenstimmen kodifiziert haben, dann ist ein Engagement wie dieses nach der Erfahrung sinnlos. Man muss einr\u00e4umen, dass wir durch Politik und Medien \u201epr\u00e4pariert\u201c werden. So mag man fragen, ob je in einem \u201eTatort\u201c oder einer anderen TV-Serie ein Homosexueller eine negative Figur abgegeben hat. Wieweit werden wir in Bezug auf die homosexuelle \u00dcberzeichnung manipuliert? Gott sch\u00fctze unsere Nordkirche davor, dass die \u201eHomo-Trauung\u201c durchgewinkt wird!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn sich in der s\u00e4kularisierten Evangelischen Kirche, wovon Altbischof Huber offen gesprochen hatte, die Mehrheit der Parlamentarier nicht nur f\u00fcr die Segnung, sondern auch die Trauung gleichgeschlechtlich Empfindender ausspr\u00e4che, dann h\u00e4tte sich nach der Unierten nun auch die Lutherische Kirche zu einem gro\u00dfen Teil abgeschafft. Vom Geist des Reformators, der Standhaftigkeit forderte, ist kaum noch etwas zu sp\u00fcren. Ein Christ sollte, gerade \u201ewenn die Sache verloren zu sein scheint, am meisten tapfer sein\u201c. Dabei ist alles doch ganz einfach: Der homosexuelle Mitmensch ist als Person hundertprozentig zu akzeptieren, die homosexuelle Praxis kann er nach seinen pers\u00f6nlichen Vorstellungen ablehnen oder respektieren. Der Toleranzbegriff beinhaltet nach der christlich-abendl\u00e4ndischen Kultur gerade, dass der Mensch etwas duldet, was er eben nicht gut findet oder was ihn gar anekelt. Damit wird auch dem Freiheitsbegriff Martin Luthers mehr entsprochen. Es ist unseren Synodalen wirklich zu w\u00fcnschen, dass sie sich gegen die bisch\u00f6flichen Vorstellungen wenden, auch\u00a0 \u00f6kumenisch an die katholischen und orthodoxen Mitchristen denken und damit sogar langfristig die bereits bestehenden Angleichungen zugunsten Homosexueller gegebenenfalls r\u00fcckg\u00e4ngig machen. Es l\u00e4sst sich gut vorstellen, dass damit der Evangelischen Kirche die Mitglieder nicht mehr davonlaufen sowie der Protestantismus wieder an Ansehen gewinnt und in unserer Gesellschaft die Stellung einnimmt, welche das gesellschaftliche Leben in konstruktiver Weise zumindest mitgestaltet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Christian Hausen, Rechtsanwalt<br \/>\n<\/em><em>Neum\u00fcnster, 24. September 2016<br \/>\n<\/em><em><a href=\"http:\/\/www.kanzlei-hausen.de\/\">www.kanzlei-hausen.de<\/a><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 15. September publizierte die Schleswig-Holsteinische Landeszeitung die Absicht des Bischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland Gerhard Ulrich, die Zeremonie bei kirchlichen Hochzeiten von Ehepaaren und homosexuellen Partnern zu vereinheitlichen. Der Kirchenf\u00fchrer gehe davon aus, dass die 156 Synodalen mitziehen w\u00fcrden, da das Thema im Vorfeld \u201emit gro\u00dfem theologischen Tiefgang\u201c diskutiert worden sei. 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