{"id":13695,"date":"2016-07-25T10:22:55","date_gmt":"2016-07-25T08:22:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13695"},"modified":"2018-04-11T09:45:55","modified_gmt":"2018-04-11T07:45:55","slug":"im-gespraech-prof-dr-ing-werner-gitt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13695","title":{"rendered":"Im Gespr\u00e4ch: Prof. Dr.-Ing. Werner Gitt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Homepage www.wernergitt.de ist mit dem Motto \u201eVom Denken zum Glauben\u201c \u00fcberschrieben. Wie ist das gemeint? Kann man durch Nachdenken Gott finden?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-13705\" src=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Werner-Gitt.jpg\" alt=\"Werner Gitt\" width=\"88\" height=\"112\" \/>Die Erfolge von Wissenschaft und Technik in den letzten 50 Jahren \u2013 denken wir nur an den Flug zum Mond, die Sequenzierung des menschlichen Genoms oder die rasanten Fortschritte in der Computertechnologie \u2013 haben zu einer starken Wissenschaftsgl\u00e4ubigkeit gef\u00fchrt. Durch diese Pr\u00e4gung finden viele kaum noch Zugang zum schlichten Wort der Bibel. Wenn Paulus sagt \u201edenn die Juden fordern Zeichen, und die Griechen fragen nach Weisheit\u201c (1 Kor 1,22), so k\u00f6nnen wir f\u00fcr die heutige Situation erg\u00e4nzen: \u201eUnsere Generation fragt nach wissenschaftlicher Glaubw\u00fcrdigkeit.\u201c<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einem Vertreter der Evolution werden wir seine Anschauung nicht mit der Bibel widerlegen k\u00f6nnen. Gelingt es uns jedoch, mit wissenschaftlichen Argumenten den Irrtum der Evolution nachzuweisen, dann ist ein gro\u00dfes Hindernis auf dem Weg zu Gott beseitigt. Wenn nun das Evangelium verk\u00fcndigt wird, gibt es keinen sachlichen Grund mehr, die Ohren zu verschlie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wenn man die naturwissenschaftlichen Fakten im Buch \u201eFaszination Mensch\u201c studiert, kommt man aus dem Staunen nicht wieder heraus. Auch die Aussagen im 2. Teil \u00fcber das Wesen des Menschen sind \u00fcberaus spannend. Was ist das Besondere an der biblischen Anthropologie?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die <strong>s\u00e4kulare Anthropologie<\/strong> basiert auf dem Materialismus und damit auch auf der Evolutionslehre. Der Mensch besteht danach alleine aus Materie, und das Leben ist konsequenterweise nur ein in den Grenzen von Physik und Chemie begr\u00fcndbarer Materiezustand (<em>Manfred Eigen<\/em>). Bei einer derartigen Reduktion der Wirklichkeit auf ausschlie\u00dflich materielle Ph\u00e4nomene bleibt kein Platz f\u00fcr eine Weiterexistenz des Lebens nach dem Tod. Der Mensch wird auf eine biologische Maschine reduziert, wobei sein absolutes Ende mit dem Tod des Organismus gleichgesetzt wird. Im R\u00e4derwerk des Evolutionsmechanismus dient der Tod dem Aufstieg des folgenden Lebens. Damit ist der Wert eines Menschenlebens nur als ein Beitrag zu sehen, den er zum evolutiven Fortschritt leistet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz im Gegensatz dazu steht die <strong>biblische Anthropologie<\/strong>. Danach ist der Gott der Bibel der Urheber des Menschen. Durch den von seinem Sch\u00f6pfer eingehauchten Lebensodem besitzt der Mensch eine nichtmaterielle Komponente \u2013 das ist seine Seele. Da der Odem Gottes ewig ist, sind wir Menschen als Ewigkeitsgesch\u00f6pfe konzipiert. Folglich ist der leibliche Tod nicht das Ende, sondern der Beginn des ewigen Lebens. Nach dem biblischen Menschenbild geriet der Mensch im S\u00fcndenfall in den Strudel der Verlorenheit. Durch die Tat Jesu am Kreuz finden wir Rettung und erlangen dadurch ein ewiges B\u00fcrgerrecht im Himmel. Unseren Wert beschreibt Gott in Jesaja 62,3: \u201eDu wirst eine prachtvolle Krone in der Hand des Herrn sein und ein k\u00f6nigliches Diadem in der Hand deines Gottes.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie kommt ein Informatiker dazu, sich so eingehend mit der Tierwelt zu besch\u00e4ftigen? Ich denke dabei an das Buch \u201eWenn Tiere reden k\u00f6nnten\u201c.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Frage nach der Sch\u00f6pfung war nach meiner Bekehrung die st\u00e4rkste Herausforderung. So fanden alle Details, die die Genialit\u00e4t und den Erfindungsreichtum des Sch\u00f6pfers besonders deutlich bezeugten, mein Interesse. In der unglaublichen Vielfalt im Tierreich gibt es eine riesige Vielfalt von Konzepten, \u00fcber die ein Ingenieur und Informatiker nur staunen kann. Fast nichts von den installierten Ideen ist kopierbar. So ist das Konzept Ei etwas Unnachahmbares. Die Industrie muss jeden Dieselmotor einzeln bauen. Wollte der Sch\u00f6pfer Motoren bauen, so w\u00fcrde er nur einen einzigen schaffen, aber dieser h\u00e4tte die F\u00e4higkeit \u201eDieseleier\u201c zu legen. So haben mich die pr\u00e4zise Energiekalkulation beim Flug des Goldregenpfeifers von Alaska nach Hawaii oder die 100-prozentige Lichtausbeute bei der Biolumineszenz oder die F\u00e4higkeit des Pottwals, beim schnellen Auftauchen aus 3.000 Metern Tiefe keine Taucherkrankheit zu kriegen, fasziniert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das neueste Buch \u201eInformation \u2013 der Schl\u00fcssel zum Leben\u201c soll \u201edazu beitragen, den Denkzwang des methodischen Atheismus in den Naturwissenschaften zu \u00fcberwinden\u201c. F\u00fcr Wissenschaftlicher wie Isaak Newton war der Kosmos ein klarer Hinweis auf die Weisheit Gottes. Wie kam es eigentlich zum Siegeszug des Atheismus gerade in den empirischen Naturwissenschaften, die Gottes sch\u00f6pferische Intelligenz t\u00e4glich vor Augen haben?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die beachtlichen wissenschaftlichen Erfolge im Bereich der unbelebten Natur \u00fcbten eine starke Anziehungskraft auf jene Disziplinen aus, die sich mit dem Leben besch\u00e4ftigen (z. B. Biologie, Physiologie und Medizin). Diese Lebenswissenschaften gerieten durch die erzielten Fortschritte der Physik in einen so starken Sog, dass man meinte, auch das Leben sollte und k\u00f6nnte in gleicher Weise auf ausschlie\u00dflich mechanistische Art erkl\u00e4rt werden. In der Mitte des 19. Jahrhunderts kam es somit zu einer Bl\u00fcte des reduktionistischen Materialismus, der annimmt, bei allen Ursachen und Wirkungen habe man es ausschlie\u00dflich mit physikalischen Erscheinungen zu tun. Herausragende Vertreter dieser Anschauung waren <em>Emil du Bois-Reymond<\/em> (1818-1898) und <em>Hermann Helmholtz<\/em> (1821-1894). Letzterer formulierte: <em>\u201eEndziel der Naturwissenschaften ist, die allen anderen Ver\u00e4nderungen zugrunde liegenden Bewegungen und deren Triebkr\u00e4fte zu finden, also sie in Mechanik aufzul\u00f6sen.<\/em>\u201c Diese programmatische Forderung wurde von vielen Biologen seiner Zeit aufgegriffen. <em>Ernst Haeckel<\/em> (1834-1919) forderte, die Wissenschaft von den Organismen \u201edurch mechanisch-kausale Begr\u00fcndung\u201c auf das Niveau der anorganischen Wissenschaften zu heben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Beispiele belegen, wie fr\u00fch schon in den Lebenswissenschaften falsche wissenschaftliche Weichen gestellt wurden. Nicht-Materielles gab es definitionsgem\u00e4\u00df nicht. Vor solchem Hintergrund ist es leicht verst\u00e4ndlich, wie sich weltweit materialistische Ideologien (wie z. B. Faschismus, Humanismus, Atheismus und verschiedene Auspr\u00e4gungen des Kommunismus, wie Marxismus, Leninismus, Stalinismus und Maoismus) bilden konnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der materialistische Ansatz der Biologie wurde noch durch eine zweite Str\u00f6mung unterst\u00fctzt, die sich in der Folgezeit allgemein durchsetzen konnte. Indem <em>Charles Darwin<\/em> (1809-1882) die Evolution der Lebewesen auf nat\u00fcrliche Auslese zur\u00fcckf\u00fchrte, lie\u00df er nur noch ein rein mechanisch wirksames Prinzip zu. Von dieser Str\u00f6mung lie\u00dfen sich viele Wissenschaftler mitrei\u00dfen und wurden selbst zu engagierten Vertretern dieser Idee.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Auf der genannten Homepage werden 12 Traktate in \u00fcber 70 Sprachen angeboten. Wie kam es zu dieser umfassenden Traktatarbeit? Sind Traktate noch zeitgem\u00e4\u00df?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In unserer heutigen mit Informationen \u00fcberfluteten Gesellschaft lesen nur noch wenige Leute dicke B\u00fccher. So passen ansprechend gestaltete Traktate nach unserer Erfahrung gut in unsere Umwelt. Ist ein Traktat zu kurz, dann kann das Wesentliche des Evangeliums nicht hinreichend verst\u00e4ndlich gemacht werden. Es hat sich gezeigt, dass 8 bis 10 Seiten im Format 21 cm x 10 cm geradezu optimal sind. Themen wie z. B. \u201eWie komme ich in den Himmel?\u201c oder \u201eWer ist der Sch\u00f6pfer?\u201c k\u00f6nnen hinreichend ausf\u00fchrlich erkl\u00e4rt werden, lassen sich in wenigen Minuten lesen, k\u00f6nnen bei vielen Gelegenheiten (z. B. Hotelrezeption, beim Einkauf, Postbote) leicht weitergegeben werden und sind au\u00dferdem im g\u00e4ngigen Briefformat versendbar. Mit dieser Konzeption begannen wir 2003. Die Nachfrage ist ungebrochen. Im Jahre 2015 wurden 1,15 Millionen Exemplare versandt. Die Gesamtauflage der 12 verschiedenen Traktate in Deutsch und anderen Sprachen liegt bei elf Millionen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie begann alles? Als ich von einem Mitarbeiter des Missionswerkes \u201eDIE BRUDERHAND\u201c angesprochen wurde, ein Traktat zu schreiben, habe ich dies abgelehnt mit den Worten \u201eIch habe schon viel zu tun mit dem Schreiben von B\u00fcchern, ich m\u00f6chte nicht ein neues Arbeitsfeld beginnen.\u201c Bei n\u00e4chster Gelegenheit wurde ich erneut mit dieser Frage konfrontiert \u2013 prompt lehnte ich wieder ab. Bei der dritten Nachfrage gab ich nach unter der Bedingung, nur eine einzige Schrift zu verfassen. Dem stimmte man zu. So \u00fcberlegte ich: Wenn ich nur ein einziges Traktat schreibe, welches ist dann das allerwichtigste Thema? Ich entschied mich f\u00fcr das Thema \u201eWie komme ich in den Himmel?\u201c. Nach kurzer Zeit war die erste Auflage vergriffen, und es musste nachgedruckt werden. Bald war auch diese vergriffen und die erste \u00dcbersetzung in Russisch war ebenso ein Selbstl\u00e4ufer. Pastor <em>Heinrich<\/em> <em>Kemner<\/em> zitierte h\u00e4ufig den Satz \u201eWir schieben nicht, wir werden geschoben!\u201c Nun erkannte ich, Gott hat mich offensichtlich in diese Arbeit hineingeschoben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Es gibt viele Christen, die ihren Frieden mit der Evolutionslehre geschlossen haben und zur Auffassung gekommen sind, dass Gott in und durch evolution\u00e4re Prozesse erschuf und erschafft. Gef\u00e4hrdet diese sog. Theistische Evolution den christlichen Glauben und das pers\u00f6nliche geistliche Leben?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gedankensystem \u201eTheistische Evolution\u201c lehne ich aus biblischer Sicht ab, weil es das Evangelium geradezu auf den Kopf stellt. Nach dem biblischen Bericht schuf Gott durch seine Allmacht und Weisheit eine sehr gute, also fertige und perfekte Sch\u00f6pfung. Dann kam der S\u00fcndenfall, und erst durch die S\u00fcnde kam der Tod in die Welt. Wegen unserer S\u00fcnde und der Todverfallenheit kam Jesus in diese Welt, um uns zu erl\u00f6sen und ewiges Leben zu bringen. Im Evolutionssystem hat der Tod eine v\u00f6llig andere Funktion; er ist der erforderliche und st\u00e4ndige Wegbegleiter bei der H\u00f6herentwicklung. Der Gegensatz zur Bibel ist offensichtlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unterstellt man eine theistische Evolution, dann hat Gott sich des Feindes \u201eTod\u201c bedient, um Leben zu schaffen. Und das ist \u2013 biblisch gesehen \u2013 eine absurde und antig\u00f6ttliche Idee. Die Existenz des Todes wird damit vor den S\u00fcndenfall verlegt, und damit wird das Evangelium ausgeh\u00f6hlt und unbedeutend. In Gespr\u00e4chen mit Vertretern der theistischen Evolution f\u00e4llt auf, dass sie viele Teile der Bibel nicht ernst nehmen, sie umdeuten oder gar f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4ren. Der Kompromiss mit der Evolution ist verbunden mit dem Aufgeben zentraler biblischer Aussagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was kann man heute biblisch und kosmologisch \u00fcber das Erdalter sagen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach heutigen s\u00e4kularen Vorstellungen geht man von einem Erdalter von 4,5 Milliarden Jahren aus. Diese vielzitierte Zeitspanne beruht nicht auf physikalischen Zeitmessungen, sondern ist einzig begr\u00fcndet in der angenommenen kosmischen Evolution. Hat es aber diese Evolution nie gegeben, dann sind alle aus der Evolution abgeleiteten Zeitangaben ebenso zuf\u00e4llig wie bei einem W\u00fcrfelspiel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gehen wir von der Bibel aus und akzeptieren die Zeitangaben in den Stammb\u00e4umen, dann kommen wir auf ein Erdalter von 6 bis 10-tausend Jahren. Es gibt keinen Grund, die Aussagen der Bibel anzuzweifeln, denn Jesus betet zum Vater: \u201eDein Wort ist die Wahrheit\u201c (Joh 17,17). Wissenschaftlich l\u00e4sst sich das Erdalter nicht bestimmen, weil es keine seit der Sch\u00f6pfung mitlaufende geeichte Uhr gibt, an der wir die Zeit ablesen k\u00f6nnten. Es stellt sich einzig die Frage, ob wir das glauben, was Gott uns mitgeteilt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In den B\u00fcchern \u201eWunder und Wunderbares\u201c und \u201eSchatzfinder\u201c habe ich viele Glaubenszeugnisse gelesen. U. a. berichtet eine Australierin, dass sie durch die Evolutionslehre vom christlichen Glauben entfremdet wurde. Kommt so etwas \u00f6fter vor?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist sogar die logische Konsequenz! Wer die Evolutionslehre akzeptiert, kann dem biblischen Prinzip, wie es Paulus lehrt und wie er es von sich bekennt: \u201eIch glaube allem, was geschrieben steht\u201c (Apg 24,14), nicht mehr folgen. Nach meiner Erfahrung mit vielen Gespr\u00e4chspartnern kippt als Erstes der Sch\u00f6pfungsbericht der Bibel. Dass Gott \u201ein sechs Tagen Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist\u201c (2 Mose 20,11), wird zuerst \u00fcber Bord geworfen. Hat man dieses Fundament verlassen, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis zahlreiche weitere \u201eDominosteine\u201c der Bibel gefallen sind. Der gr\u00f6\u00dfte Schaden an den Schulkindern wird m. E. durch die Evolutionslehre als einzig g\u00fcltige Lehre in Herkunftsfragen verursacht. Die jedem Menschen vom Sch\u00f6pfer geschenkte Gabe, aus den Werken der Sch\u00f6pfung unmissverst\u00e4ndlich auf den Sch\u00f6pfer schlie\u00dfen zu k\u00f6nnen (R\u00f6m 1,20), wird dadurch schon in jungen Jahren zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In Deutschland ist bekanntlich die H\u00f6rf\u00e4higkeit f\u00fcr das Evangelium derzeit nicht hoch. Ist das in anderen L\u00e4ndern bzw. Kontinenten anders?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Interesse am Evangelium ist keineswegs eine Gleichverteilung \u2013 das l\u00e4sst sich schon in den verschiedenen Teilen Deutschlands beobachten. Auff\u00e4llig ist der unterschiedliche Besuch bei Evangeliumsveranstaltungen zwischen Ost und West. Selbst im Osten gibt es wiederum ein beobachtbares Gef\u00e4lle von S\u00fcd nach Nord. Bei meinen Reisen auf den f\u00fcnf Kontinenten bin ich ebenfalls auf signifikante Unterschiede gesto\u00dfen. Das gr\u00f6\u00dfte Interesse am Evangelium beobachtete ich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in Russland, Kasachstan und Kirgisien. Die Entscheidung, Christus nachzufolgen, nahmen in der ersten Zeit nach der Wende manchmal bis zu einem Drittel der Zuh\u00f6rer an. Inzwischen hat sich das sehr ver\u00e4ndert. Als L\u00e4nder mit gro\u00dfer H\u00f6rf\u00e4higkeit habe ich insbesondere Paraguay, Brasilien, S\u00fcdafrika, USA, Ungarn und Japan erlebt. Mit deutlich kleineren Versammlungen muss man in Polen, Tschechien und Spanien rechnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Noch eine pers\u00f6nliche Frage zum Schluss. Was war bei all den vielen Vortrags- und Evangelisationsreisen das beeindruckendste Erlebnis?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die beeindruckendsten Erlebnisse hatten wir bei den Reisen in die L\u00e4nder der ehemaligen Sowjetunion. Unvergesslich ist mir ein Vortrag im \u00fcberf\u00fcllten H\u00f6rsaal der Universit\u00e4t Karaganda (Kasachstan) mit Kasachen, Kirgisen, Tataren, Usbeken und Russen. Im zweiten Teil meines Vortrags \u201eWozu gibt es Sterne?\u201c ging ich auf den ein, der die Sterne geschafften hat: Jesus Christus. Der Sch\u00f6pfer ist auch der Retter, der S\u00fcnde vergibt. Am Ende des Vortrags fragte ich in den H\u00f6rsaal hinein: \u201eWer m\u00f6chte die Botschaft Jesu f\u00fcr sich pers\u00f6nlich annehmen? Wer m\u00f6chte sich durch Jesus erretten lassen?\u201c Ich konnte es kaum fassen: Erstaunlich viele Leute standen auf. Sie erhielten evangelistische B\u00fccher und eine Bibel. Wenn wir von solchen Reisen zur\u00fcckfliegen, denke ich oft, wie das Geh\u00f6rte auf die Menschen im Nachhinein wirken mag. Ist dann alles schnell verflogen, oder gibt es bleibende Frucht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwei Jahre sp\u00e4ter waren wir wieder in Karaganda. An derselben Universit\u00e4t begr\u00fc\u00dfte uns ein Professor namens <em>Pawel Kulikow<\/em> und stellte uns als G\u00e4ste aus Deutschland vor. Ich traute meinen Ohren nicht, als ich seine einf\u00fchrenden Worte h\u00f6rte:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIch begr\u00fc\u00dfe den deutschen Wissenschaftler Professor <em>Gitt<\/em>, seinen \u00dcbersetzer Dr. <em>Tr\u00f6ster<\/em> und die mitgekommene Begleitung. Vor zwei Jahren war er bereits hier gewesen und hat einen Vortrag gehalten. Ich sa\u00df damals inmitten der Studenten. Was es in diesem H\u00f6rsaal noch nie gab, mit freundlicher, aber entschlossener Stimme lud er uns ein, eine Entscheidung f\u00fcr Christus zu treffen. Als Zeichen der Annahme standen damals viele Studenten auf. Auch ich erhob mich von meinem Platz \u2013 ich traf eine Entscheidung f\u00fcr Christus.\u201c Dann sprach er die Studenten an: \u201eIhr kennt mich. Ich lehrte viele Jahre das Fach \u201aWissenschaftlicher Atheismus\u2018 an dieser Uni. Jetzt bin ich Christ. Ihr bekommt heute auch die Chance, Euch zu entscheiden. Tut es!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott hatte jemanden \u00fcberwunden, der ein \u00fcberzeugter Gottesleugner war und der jahrelang den Studenten mit wissenschaftlichen Argumenten beigebracht hatte, dass es keinen Gott gibt. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde das Fach \u201eWissenschaftlicher Atheismus\u201c ab-geschafft und durch die Vorlesung \u201eGeschichte des Atheismus und der Religionen\u201c ersetzt. Zu diesem neuen Fach gab es keinerlei Lehrmittel. So verwendete er als Basis mein evangelistisches Buch \u201eUnd die anderen Religionen?\u201c, das es auch in Russisch gibt. Nun missionierte der fr\u00fchere Professor f\u00fcr Atheistik in seinen Vorlesungen \u2013 welch ein Wandel! Er hat sp\u00e4ter eine Radiomission f\u00fcr Kasachstan gegr\u00fcndet, um viele Menschen in der Landessprache mit dem Evangelium zu erreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die Fragen stellte Pastor Dr. Joachim Cochlovius<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Aus: AUFBRUCH &#8211; Informationen des Gemeindehilfsbundes, Juni 2016. <\/em><em>Der \u201eAufbruch\u201c kann bei der Gesch\u00e4ftsstelle des Gemeindehilfsbundes bestellt und zum kostenlosen Bezug abonniert werden (M\u00fchlenstr. 42, 29664 Walsrode, Tel. und Fax: 05161\/911330, Email: info@gemeindehilfsbund.de)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Werner Gitt<\/strong> studierte Ingenieurswissenschaften an der Technischen Hochschule <\/em><em>Hannover<\/em><em> von 1963 bis 1968. Von 1971 bis 2002 war er Leiter des Fachbereichs Informationstechnologie an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. 1978 wurde er zum Direktor und Professor bei der PTB ernannt. Er ist Buchautor zahlreicher Titel zum Themenbereich \u201eBiblischer Glaube und Naturwissenschaft\u201c.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Hinweise auf Ver\u00f6ffentlichungen von Prof. Dr. Werner Gitt:<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Information \u2013 der Schl\u00fcssel zum Leben, CLV-Verlag, Bielefeld 2016, 512 Seiten, 8,90 \u20ac, ISBN: 978-3-86 699347-1<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Schatzfinder \u2013 Himmlisches und Erlebtes, CLV-Verlag, Bielefeld 2014, 352 Seiten, 6,50 \u20ac, ISBN: 978-3 86-699246-7<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Schatzsucher \u2013 eine verbl\u00fcffende Entdeckung, CLV-Verlag, Bielefeld 2013, 352 Seiten, 6,50 \u20ac, ISBN: 978-3-86 699245-0<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Homepage www.wernergitt.de ist mit dem Motto \u201eVom Denken zum Glauben\u201c \u00fcberschrieben. 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