{"id":13656,"date":"2016-07-12T11:09:29","date_gmt":"2016-07-12T09:09:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13656"},"modified":"2016-07-12T11:26:40","modified_gmt":"2016-07-12T09:26:40","slug":"kritische-stellungnahme-zur-arbeitshilfe-der-rheinischen-kirche-ueber-den-dialog-zwischen-dem-christentum-und-islam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13656","title":{"rendered":"Kritische Stellungnahme zur Arbeitshilfe der Rheinischen Kirche \u00fcber den Dialog zwischen dem Christentum und Islam"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">Eine Arbeitshilfe der Evangelischen Kirche im Rheinland [Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen. Arbeitshilfe der Evangelischen Kirche im Rheinland. Evangelische Kirche im Rheinland \u2013 Landeskirchenamt \/ Abteilung III Dezernat III.1 \u00d6kumene, Mission, Weltverantwortung: Kirchenrat Pfarrer Rafael Nikodemus. D\u00fcsseldorf 2015. <\/span><a href=\"http:\/\/bucer.us3.list-manage2.com\/track\/click?u=4d6640cc18fb66f9f6fa247bc&amp;id=8f6bd90dc2&amp;e=315008f61e\"><span style=\"color: #0000ff; font-family: Times New Roman;\">http:\/\/www.ekir.de\/www\/service\/weggemeinschaft-zeugnis-19148.php<\/span><\/a><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">] argumentiert, dass, wer f\u00fcr ein friedliches Zusammenleben in der Gesellschaft und f\u00fcr einen Dialog zwischen Christentum und Islam sei, gegen christliche Mission sein m\u00fcsse und diese ganz einstellen m\u00fcsse, gleich, ob sie im gro\u00dfen Stil geplant ist oder nur eine pers\u00f6nliche, private Absicht darstellt. Die Kernaussage ist: \u201eEine strategische Islammission oder eine Begegnung mit Muslimen in Konversionsabsicht bedroht den innergesellschaftlichen Frieden und widerspricht dem Geist und Auftrag Jesu Christi und ist entschieden abzulehnen.\u201c (18)<\/span><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">Auch wenn ich weiter unten (die ganze Stellungnahme kann heruntergeladen werden auf <\/span><a href=\"http:\/\/www.bucer.de\/bq.html\"><span style=\"color: #0000ff; font-family: Times New Roman;\">www.bucer.de\/bq.html<\/span><\/a><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">) zentrale Aussagen des Dokuments chronologisch zitiere und diskutiere, sei hier schon grunds\u00e4tzlich gesagt:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">1. Demokratie bedroht \u2013 etwa durch aufgeheizte Wahlk\u00e4mpfe \u2013 in gewisser Weise den innergesellschaftlichen Frieden, ebenso wie die Presse- und die Demonstrationsfreiheit. Geh\u00f6ren sie deswegen abgeschafft? Der innergesellschaftliche Friede ist eine recht vage Zielvorstellung, die in einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft aber nicht gegen konkrete Menschenrechte oder klar benennbare Werte in Stellung gebracht werden darf.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">In unserer Gesellschaft versucht jeder, jeden zu \u00fcberzeugen. Parteien wollen gew\u00e4hlt werden, die Werbung will uns vom Kauf \u00fcberzeugen, die Medien wollen uns ihre Meinung und ihren Kommentar vermitteln. T\u00e4glich teilen sich Zigmillionen gegenseitig ihre \u00dcberzeugungen mit und freuen sich, wenn andere ihrer Meinung folgen. Zigmillionen schreiben ihre Kommentare in Blogs oder sonst irgendwo hin. Mehr Religionen als je zuvor versuchen, anderen ihre Sicht der Dinge zu vermitteln. Und da wollen wir gewisserma\u00dfen eine \u201aK\u00e4seglocke\u2018 ausschlie\u00dflich \u00fcber Christen \u201ast\u00fclpen\u2018, die ihren Glauben mit dem Wunsch vorbringen, das andere ihren Glauben ernst nehmen und diesem folgen?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">2. Wir hei\u00dfen \u201eChristen\u201c, weil wir Jesus Christus nachfolgen, und sollen den Wunsch, dass das auch andere tun, in uns unterdr\u00fccken, statt ihn \u2013 nat\u00fcrlich friedlich, respektvoll und ohne Zwang \u2013 anderen mitzuteilen?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">Hinter der Arbeitshilfe sp\u00fcre ich einen ungeheuren missionarischen Drang der Autoren, anderen Christen mitzuteilen, dass die eigene Auffassung die richtige ist und deswegen andere Auffassungen \u201efundamentalistisch\u201c sind und abgeschafft geh\u00f6ren. Nichts deutet darauf hin, dass man diesen Mitchristen dieselbe Toleranz, denselben Respekt, dasselbe Geh\u00f6r zugesteht, das man von ihnen gegen\u00fcber Muslimen einfordert.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">Irgendwie passt es nicht in unsere moderne Gesellschaft, wenn die Kirche anderen Christen innerhalb oder au\u00dferhalb vorschreibt, wie intensiv sie ihre \u00dcberzeugungen verbreiten d\u00fcrfen. Denn die Arbeitshilfe beschr\u00e4nkt sich ja nicht auf die eigene Kirche, der die Autoren angeh\u00f6rt. Sie argumentiert mit dem Geist Jesu, der weltweiten \u00d6kumene usw., erhebt also den Anspruch, der gesamten Christenheit etwas Wesentliches mitzuteilen, also auch anderen Konfessionen oder Freikirchen, so etwa den missionarischsten Gemeinden, die wir in Deutschland derzeit haben, den sog. Migrantengemeinden. Eine afrikanische Gemeinde, deren Mitglieder teilweise vor der fehlenden Religionsfreiheit und damit dem Missionsverbot in ihren L\u00e4ndern geflohen sind, werden nun von westlichen Theologen und Theologinnen belehrt, dass Mission zwar grunds\u00e4tzlich in Deutschland menschenrechtlich zul\u00e4ssig, aber in Wirklichkeit gegen den Geist Jesu gerichtet ist. Weil die Gesellschaft multikultureller wird, d\u00fcrfen etwa Christen anderer Kulturen hier nicht mehr missionieren?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">3. Es ist nicht empirisch belegt, dass ein \u00fcberzeugtes Darstellen und Diskutieren religi\u00f6ser Fragen automatisch und immer den Frieden st\u00f6rt und das unabh\u00e4ngig davon, wie Mission betrieben wird. Es sind aber gerade hochreligi\u00f6se und missionarische Gruppen in der christlichen Welt, die im Dialog weltweit f\u00fchrend sind, so im katholischen Bereich die Bewegungen Sant\u2019Egidio, Focolare oder Taize, im evangelischen Bereich die Weltweite Evangelische Allianz. Aber auch die gr\u00f6\u00dfte Dialogplattform der Welt, die \u201eReligions for Peace\u201c umfasst gerade auch die vermeintlichen Fundamentalisten, seien es die Evangelikalen (einer der ihren ist Vizepr\u00e4sident), sei es Saudi Arabien. Es ist schlicht und einfach nicht wahr, dass Christen, die Mission ablehnen, Weltmeister im Dialog seien, und solche, die f\u00fcr Mission eintreten, kaum Dialog betreiben.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">Erfahrungsgem\u00e4\u00df kommt es genauso vor, dass muslimische Gespr\u00e4chspartner keinerlei Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Zur\u00fcckhaltung von Christen gegen\u00fcber ihrer eigenen Religion haben. Denn auff\u00e4llig ist, wie viele Muslime lieber mit konservativen Vertretern des christlichen Glaubens diskutieren als mit \u201aliberalen\u2018. Es st\u00f6\u00dft bei Muslimen jedenfalls selten auf Wohlgefallen, wenn Christen sich ihres eigenen Glaubens nicht sicher sind oder sich f\u00fcr ihn quasi entschuldigen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">4. Es geht dabei immer um ein einseitiges Verurteilen: Verurteilt wird die christliche Seite. Da die muslimische Seite in der Regel ihren Anspruch und ihre Missionsabsicht sowieso nie zur Disposition stellt, wird auch erst gar nicht die Forderung erhoben, obwohl doch logischerweise die islamische Mission den gesellschaftlichen Frieden genauso in Frage stellen m\u00fcsste wie die christliche Mission.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">5. Es fehlt jeder Anschluss an die weltweite Entwicklung in der \u00d6kumene. Vor allem ist unverst\u00e4ndlich, dass die Erkl\u00e4rung des \u00d6kumenischen Rates der Kirchen (\u00d6RK) \u201eGemeinsam f\u00fcr das Leben: Mission und Evangelisation in sich wandelnden Kontexten\u201c von 2013 nicht nur nicht vorkommt, sondern ihr Entgegenstehendes zum neuesten Stand der Diskussion erkl\u00e4rt wird.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">6. Mir gef\u00e4llt durchweg der Ton des Papiers nicht, im Namen von Vielfalt und Toleranz de facto anderen Christen Mission zu untersagen. Es sind f\u00fcr mich zwei Paar Schuhe, f\u00fcr sich auf Mission zu verzichten und anderen \u201agro\u00dfv\u00e4terlich\u2018 zu erkl\u00e4ren, dass Mission heute nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df sei.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">Zudem: Diese Forderung kommt von solchen, die das, was sie f\u00fcr falsch halten, in der Regel sowieso nicht tun. Es ist immer einfach, anderen das zu verbieten, was man selbst sowieso noch nie getan hat oder derzeit tut. Kein Wunder, dass die Institutionen der Rheinischen Kirche, die mit dem Thema Mission, Evangelisation und Dialoge befasst sind, sich erstaunt distanziert haben, da sie noch nicht einmal konsultiert wurden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">7. Die Autoren behandeln nur sehr, sehr wenige Bibeltexte und versuchen ihnen einen neuen Sinn zu geben. Sie \u00fcbergehen, dass die Breite der Evangelien, der Apostelgeschichte, der Paulusbriefe und selbst noch der Offenbarung des Johannes Mission begr\u00fcndet und die Ausbreitung des Evangeliums unter allen V\u00f6lkern der Welt beschreibt, begr\u00fc\u00dft und erbittet. Nirgends machen sie sich die M\u00fche, die Breite des Zeugnisses nur zu erw\u00e4hnen, geschweige denn zu widerlegen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">8. Der theoretische Verzicht auf Mission n\u00fctzt nichts: Die Mehrheitsreligion, im Falle des Papiers die Evangelische Kirche im Rheinland, wird doch nicht dadurch automatisch weniger sozial beherrschend, dass sie auf das theoretische Konzept der Mission verzichtet, w\u00e4hrend sie gleichzeitig die Glocken l\u00e4uten l\u00e4sst, Fernsehgottesdienste abh\u00e4lt, Presseerkl\u00e4rungen abgibt oder Kinderg\u00e4rten, Sozialeinrichtungen und Fl\u00fcchtlingsheime unterh\u00e4lt etc. Wie das Verhalten der Mehrheitsreligion empfunden wird, entscheidet keine Erkl\u00e4rung der Mehrheitsreligion, sondern das Empfinden der \u201aOpfer\u2018. Es erscheint wenig glaubhaft, gegen Mission von Muslimen zu sein und gleichzeitig Ex-Muslimen nicht die Taufe zu verweigern &#8211; immerhin werden in der Rheinischen Kirche derzeit mehr Muslime im Jahr getauft, als in der gesamten Geschichte der Kirche zuvor! Muslime sehen jedenfalls, dass auch im Bereich der evangelischen Landeskirchen st\u00e4ndig fr\u00fchere Muslime christlich getauft werden, auch wenn die gro\u00dfen Kirchen das ungern zugeben.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">9. Es gibt eine wachsende Zahl von Konvertiten vom Islam zum Christentum in Deutschland, nicht nur in Migrantengemeinden, Freikirchen, evangelikalen Gemeinden oder katholischen Kirchengemeinden, sondern auch in Kirchengemeinden der Gliedkirchen der EKD. Warum befragt man nicht diese Neugetauften nach ihren Erfahrungen mit Mission, anstatt das, was zu ihrem Schritt gef\u00fchrt hat, in Bausch und Bogen zu verurteilen? Das Ergebnis akzeptiert man ja, sonst w\u00fcrde man doch die Taufe verweigern. Aber die Ursachen verurteilt man.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">10. Mitchristen haben ein Menschenrecht auf Mission, denn Mission ist Teil des Rechts auf Religionsfreiheit. Die Kirche mag \u00fcber das s\u00e4kulare Recht hinaus gute innerkirchliche ethische Gr\u00fcnde haben, auf die Aus\u00fcbung dieses Rechtes zu verzichten und sie anderen Mitchristen vorlegen. Die Arbeitshilfe argumentiert aber gerade meist mit der gesellschaftlichen Realit\u00e4t. Die schlie\u00dft aber einen Verzicht auf Mission aus, wenn sie Meinungsfreiheit, Pluralit\u00e4t und demokratischen Diskurs nicht in Frage stellen will.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">11. Die Handreichung beruft sich am h\u00e4ufigsten auf ein \u00f6kumenisches Dokument, das letztlich das Gegenteil der Handreichung besagt. \u201eChristliches Zeugnis in einer multireligi\u00f6sen Welt\u201c von 2011, verabschiedet vom Vatikan, \u00d6kumenischen Rat der Kirchen und der Weltweiten Evangelischen Allianz, ordnet Mission und Dialog einander deutlich zu und stellt beide nicht in Frage. Es beginnt mit den Worten: \u201eMission geh\u00f6rt zum ureigensten Wesen der Kirche.\u201c<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">12. In der Missionserkl\u00e4rung des \u00d6kumenischen Rates der Kirchen geh\u00f6ren Mission und Dialog untrennbar zusammen. In \u201eGemeinsam f\u00fcr das Leben: Mission und Evangelisation in sich wandelnden Kontexten\u201c von 2013 hei\u00dft es dazu:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">\u201e\u00a795. Evangelisation und Dialog sind verschieden, aber miteinander verbunden. Obwohl Christen und Christinnen hoffen und beten, dass alle Menschen den dreieinigen Gott in lebendiger Weise kennen lernen, besteht der Zweck des Dialogs nicht in der Evangelisation. Da der Dialog aber auch eine \u201eBegegnung verschiedener Loyalit\u00e4ten\u201c ist, hat das Miteinanderteilen der guten Nachricht von Jesus Christus dort seinen legitimen Platz.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman;\">\u00a7110. Wir bekr\u00e4ftigen, dass Dialog und Zusammenarbeit f\u00fcr das Leben integraler Bestandteil von Mission und Evangelisation sind. Authentische Evangelisation geschieht im Respekt vor der Religions- und Glaubensfreiheit aller Menschen, die als Gottes Ebenbild geschaffen sind. Proselytismus mit gewaltt\u00e4tigen Methoden, wirtschaftlichen Anreizen oder durch Machtmissbrauch steht im Widerspruch zur Botschaft des Evangeliums. In der Evangelisation ist es wichtig, respektvolle und vertrauensvolle Beziehungen zwischen Angeh\u00f6rigen unterschiedlicher Religionen aufzubauen. &#8230;\u201c<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Bonner Querschnitte BQ 426-Nr. 31\/2016<\/em><br \/>\n<em>www.bucer.de\/bq.html<br \/>\n12. Juli 2016<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Arbeitshilfe der Evangelischen Kirche im Rheinland [Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen. Arbeitshilfe der Evangelischen Kirche im Rheinland. Evangelische Kirche im Rheinland \u2013 Landeskirchenamt \/ Abteilung III Dezernat III.1 \u00d6kumene, Mission, Weltverantwortung: Kirchenrat Pfarrer Rafael Nikodemus. 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