{"id":13542,"date":"2016-05-29T19:57:23","date_gmt":"2016-05-29T17:57:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13542"},"modified":"2016-05-29T19:59:24","modified_gmt":"2016-05-29T17:59:24","slug":"in-keinem-anderen-ist-das-heil-predigt-ueber-apg-41-22","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13542","title":{"rendered":"In keinem anderen ist das Heil! Predigt \u00fcber Apg 4,1-22"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Liebe Gemeinde!<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">In keinem andern ist das Heil! So lautet die Botschaft Gottes, die vor fast 2000 Jahren in Jerusalem verk\u00fcndet wurde, dann ihren Weg um den ganzen Globus nahm und nun auch heute Morgen wieder in unseren Ohren klingt und in unseren Herzen wirkt. Was war damals geschehen?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Nach der Kreuzigung Jesu und seiner leiblichen Auferstehung von den Toten, begegnete er \u00fcber einen Zeitraum von 40 Tagen immer wieder seinen ver\u00e4ngstigten J\u00fcngern, um sie zu st\u00e4rken und auf das Kommende vorzubereiten. In diesen Tagen hat Jesus mit ihnen geredet, mit ihnen gegessen und sie konnten ihn ber\u00fchren. Thomas durfte sogar seine Finger in die Wundmale Jesu hineinlegen. Kurz vor seiner Himmelfahrt spricht Jesus nochmals mit seinen J\u00fcngern und bereitet sie vor auf das Kommen des Heiligen Geistes. Jesus verhei\u00dft seinen J\u00fcngern: \u00bbihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Jud\u00e4a und Samarien und bis an das Ende der Erde\u00ab.<\/span><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Nach der Aufnahme Jesu in den Himmel zur Rechten Gottes sollte es weitere 10 Tage dauern bis diese Verhei\u00dfung Jesu eintraf. Pfingsten \u2013 ein Wunder Gottes. Der Heilige Geist erf\u00fcllte die J\u00fcnger und sie fingen an zu predigen. Die Festpilger in Jerusalem, zusammen gekommen aus allen Ecken der Welt, h\u00f6rten in ihren unterschiedlichsten Muttersprachen die Worte der J\u00fcnger. Daf\u00fcr verantwortlich waren nicht etwa 100 Dolmetscher der Vereinten Nationen, sondern der Heilige Geist wirkte dieses H\u00f6r- und Verstehenswunder. Damit wurde heilsgeschichtlich ein Bogen geschlagen vom Turmbau zu Babel \u00fcber Pfingsten bis hin in das vollendete Reich Gottes. Die babylonische Sprachverwirrung, Strafe Gottes f\u00fcr den hochm\u00fctigen Menschen, wurde f\u00fcr einen Moment aufgehoben, im einm\u00fctigen H\u00f6ren und Verstehen der Worte, die der Heilige Geist den J\u00fcngern eingab zu verk\u00fcndigen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Das Pfingstfest und der Missionsbefehl Jesu h\u00e4ngen daher ganz eng zusammen. Der auferstandene Christus beauftragte seine J\u00fcnger: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu J\u00fcngern alle V\u00f6lker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Dieser Missionsauftrag Jesu soll nun so ausgef\u00fchrt werden, dass alle Menschen das rettende Evangelium h\u00f6ren sollen, jeder in seiner eigenen Muttersprache.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Pfingsten ist daher nicht nur die Geburtsstunde der Gemeinde Jesu, sondern zugleich der Beginn der weltweiten Mission. Von Anfang an sind Evangelisation und Mission ein entscheidendes Wesensmerkmal der Kirche Jesu Christi. Christlicher Glaube ist daher weder Privatsache, noch eine Religion unter anderen, sondern eine weltweite Bewegung des Evangeliums. Und dieses Evangelium lautet, dass Christus, der Sohn Gottes, zu unserem Heil auf diese Welt gekommen ist, sein Leben f\u00fcr uns am Kreuz geopfert hat und auferstanden ist, um unsere Trennung von Gott zu \u00fcberwinden. Weihnachten, Karfreitag, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten geh\u00f6ren zusammen. Alle Welt soll h\u00f6ren und annehmen, Christus ist der Sieger, der S\u00fcnde, Tod und H\u00f6lle \u00fcberwunden hat. Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Diese grundlegende Wahrheit ist seit der Aufkl\u00e4rung im 18. Jahrhundert immer mehr aufgegeben worden. In der bekannten Ringparabel aus \u201eNathan der Weise\u201c, l\u00e4sst Gotthold Ephraim Lessing aus dem einen Ring der Wahrheit, drei Ringe werden, weil es f\u00fcr ihn die eine wahre Religion nicht gibt. So l\u00e4sst er die drei Religionen Judentum, Christentum und Islam gleichwertig nebeneinander gelten. Es komme nur darauf an, dass man sich in seiner Religion als guter Mensch verhalte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Das ist ein Verrat am biblisch-christlichen Glauben und insbesondere der reformatorischen Wiederentdeckung von Martin Luther. N\u00e4mlich, dass unsere Gerechtigkeit vor Gott allein aus dem Glauben an Christus geschieht und der Mensch sich durch gutes Verhalten und gute Werke den Himmel eben gerade nicht selbst verdienen kann.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Es kommt noch ein weiteres Problem hinzu, wenn man alle Religionen in einen Topf wirft. Denn wenn alles gleich g\u00fcltig wird, wird schnell alles gleichg\u00fcltig und bedeutungslos. Und diesen Zustand haben unsere Gesellschaft und weitgehend auch die Kirchen erreicht. Grundlegende Unterschiede zwischen den Religionen werden \u00fcbergangen und gemeinsame Gottesdienste gefeiert. Und das alles unter der Behauptung: Da es nur einen Gott gibt, sind die Religionen jeweils unterschiedliche Wege zu Gott.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Um das durchzusetzen muss man Jesus mundtot machen, der gesagt hat: \u201eIch und der Vater sind eins.\u201c \u201eNiemand kommt zum Vater denn durch mich.\u201c Und wie in der Apostelgeschichte geschrieben steht: Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Und so ist die Wahrheitsfrage zugunsten eines falschen Toleranzdenkens aufgegeben worden. Was ist falsche und was ist wahre Toleranz? Wahre Toleranz ist bereit auf dem eigenen Standpunkt geradezu das Andersdenken von Menschen zu ertragen. Falsche Toleranz ebnet die Unterschiedlichkeit ein und l\u00e4sst die Frage nach der Wahrheit nicht mehr gelten. Eine absolute Wahrheit wird geleugnet. Damit widerspricht man Jesus und landet auf dem gleichen Erkenntnisstand wie der r\u00f6mische Statthalter Pilatus, zu dem Jesus sagte: Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der h\u00f6rt meine Stimme. Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Um das in seiner Tiefe zu verstehen, muss man nach den Hintergr\u00fcnden der unterschiedlichen Denkweisen fragen. Wenn man vom Menschen bzw. vom menschlichen Denken aus alles betrachtet, dann gibt es eben keine voraussetzungslose und \u00fcbergeordnete Wahrheit. Dann k\u00f6nnen sich auch die unterschiedlichen Religionsvertreter an einen Tisch setzen, die Gemeinsamkeiten betonen und behaupten, keiner h\u00e4tte die Wahrheit, man sei aber gemeinsam auf der Suche danach. Wenn man allerdings von Gott und seiner Offenbarung her denkt, dann ist Wahrheit keine offene Frage mehr, sondern ein Geschenk Gottes, das einen Namen tr\u00e4gt: Jesus Christus, wie die Apostel bezeugen: Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Einer, der dies theologisch hervorragend herausgearbeitet hat ist Dietrich Bonhoeffer. Gerne beruft man sich bei Kirchens auf diesen Widerstandsk\u00e4mpfer gegen das Dritte Reich, vielleicht auch um nach all dem kirchlichen Anpassen und Mitmachen bei der Nazi-Diktatur noch ein Weiterbestehensrecht f\u00fcr sich in Anspruch nehmen zu k\u00f6nnen. Nicht mehr h\u00f6ren will man allerdings, was Bonhoeffer zur Wahrheitsfrage gesagt hat, n\u00e4mlich: \u201eMan erkl\u00e4rt Christus nach \u00e4sthetischen Kategorien als religi\u00f6ses Genie, nennt ihn den gr\u00f6\u00dften Ethiker, man bewundert seinen Todesgang als heroisches Opfer f\u00fcr seine Idee, nur eines tut man nicht \u2013 man nimmt ihn nicht ernst, d.h. man bringt das Zentrum des eigenen Lebens nicht in Ber\u00fchrung mit dem Anspruch Christi, die Offenbarung Gottes zu sagen und zu sein \u2026 Christus ernstnehmen hei\u00dft, diesen seinen absoluten Anspruch auf die Entscheidung des Menschen ernstnehmen.\u201c Und dann kommt Bonhoeffer in seinem Vortrag zum Hauptpunkt: Der Kern des christlichen Glaubens ist gar keine Religion, sondern die Person Jesus Christus.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Genau hier liegt der Irrrweg vieler Kirchen und Gemeinden. Man denkt vom Menschen her und nicht von Gott her. Man beruft sich auf Jesus als Religionsstifter, aber den Wahrheitsanspruch des Sohnes Gottes l\u00e4sst man nicht gelten, der von sich sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">In der Pfingstpredigt des Apostels Petrus h\u00f6rten alle, dass der vom Tod leiblich auferstandene Jesus Christus zur Rechten Gottes sitzt, als Herr und Heiland der Welt. Und als die Apostel Petrus und Johannes einen Gel\u00e4hmten im Namen Jesu heilten und Christus als Heiland verk\u00fcndeten, kamen viele zum Glauben an Christus, die Zahl der M\u00e4nner stieg auf etwa 5000. Aber immer dort, wo ein klares Zeugnis verk\u00fcndet wird und Menschen pers\u00f6nlich ihr Leben Christus \u00fcbergeben, da schreitet die Religionsbeh\u00f6rde ein. Man will ja kein \u00f6ffentliches Aufsehen erregen. Deshalb hatte damals die j\u00fcdische Religionsbeh\u00f6rde gehandelt und die beiden Apostel gefangen gesetzt und verh\u00f6rt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Aber in der Kraft des Heiligen Geistes konnten diese beiden einfachen M\u00e4nner nun Zeugen f\u00fcr Christus sein. In gro\u00dfer Freimut haben sie bekannt: Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Jesus Christus ist dieser eine Name, durch wir geretten werden sollen. Wir m\u00fcssen diese Rettung aber auch zulassen und annehmen. Gott behandelt uns Menschen nicht als Marionetten, er st\u00fclpt uns nichts \u00fcber und zwingt uns zu nichts. Aber aus Liebe zu uns, sagt uns Gott die Wahrheit \u00fcber unseren nat\u00fcrlichen Lebenszustand in der Verlorenheit. Rettung, Heil und ewiges Leben sind m\u00f6glich, aber kein Automatismus. Man kommt ja nicht in den Himmel, weil man stirbt; sondern wer in Christus lebt und stirbt, der wird auch in Ewigkeit mit Christus leben. Deshalb predigten die beiden J\u00fcnger Petrus und Johannes so eindr\u00fccklich zum Volk: \u201eSo tut nun Bu\u00dfe und bekehrt euch, dass eure S\u00fcnden getilgt werden.\u201c<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Die Rettung zulassen und annehmen. Das wahre, ewige Leben in Christus gewinnen. In Christus ist Freude, Hoffnung und Leben! Das gibt auch uns Kraft aus unseren Herzen keine M\u00f6rdergrube zu machen, sondern in aller Freimut Christus in unserem Lebensumfeld und Alltag zu bezeugen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Die Krise unseres Glaubens und unserer Kirchen liegt ja nicht darin, dass Gottes Wort kraftlos geworden w\u00e4re und nicht mehr wirkt. Die Krise hat ihre Ursache darin, dass das Wort Gottes nicht mehr in Klarheit und Freimut verk\u00fcndigt wird. Wir brauchen eine Umkehr, eine neue Treue zu Christus und ein neues H\u00f6ren und Gehorchen auf Gottes Wort. Und wenn die rettende Botschaft von Jesus Christus damals in der Zeit der Apostel &#8211; in jener multikulturellen und multireligi\u00f6sen Welt &#8211; die Menschen erreicht hat, so brauchen auch wir heute nicht an der Vollmacht des Wortes Gottes zu zweifeln. Unser Auftrag ist es, in der Kraft des Heiligen Geistes, dieses Wort Gottes zu verk\u00fcndigen und nichts anderes.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Auch heutzutage darf es im multikulturellen und multireligi\u00f6sen Dialog nicht darum gehen, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu suchen, wie z.B. alle Religionen h\u00e4tten Abraham zu Stammvater. Diese Erkenntnis ist so was von nichtssagend und rettet doch keine einzige Menschenseele. Das einzige was gilt, ist aus Liebe zur Wahrheit &#8211; in Liebe die Wahrheit zu verk\u00fcndigen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Es geht daher nicht darum den Menschen vorzumachen, als w\u00fcrden alle Religionen zu Gott f\u00fchren. Warum musste dann Jesus f\u00fcr alle Menschen sterben? Nein es gilt, was in Apostelgeschichte 4 geschrieben steht: Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Und es geht auch nicht darum, die sog. kirchenfernen Menschen m\u00f6glichst nieder-schwellig zum Glauben oder in die Kirche einzuladen. Das haben unsere Kirchen jetzt \u00fcber 40 Jahre lang getan, die Schwellen so weit abgebaut, dass alles ganz flach wurde. Selbst das Kreuz haben sie \u201eflachgelegt\u201c. Man k\u00f6nne ja keinem mehr zugemuten, daran zu glauben, dass sich Christus f\u00fcr die S\u00fcnden der Menschen am Kreuz grausam blutend geopfert hat.in flaches Kreuz, eine flache Verk\u00fcndigung und eine flache Kirche braucht aber kein Mensch und deshalb sind landauf, landab die B\u00e4nke so leer.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Dazu noch einmal Dietrich Bonhoeffer, er hat 1937 gegen die Reichskirche gesagt: \u201eDie Welt, der die Gnade als Schleuderware hingeworfen wird, wird ihrer \u00fcberdr\u00fcssig, zertritt nicht nur das Heilige, sondern zerrei\u00dft auch die, die es ihr aufdr\u00e4ngen. Um der Heiligen willen, um der S\u00fcnder willen und um der Gemeinde willen soll das Heilige gesch\u00fctzt werden vor billiger Preisgabe.\u201c<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Von N\u00f6ten ist, mitten in diese Zeit, diese Welt und in die Gemeinden hinein, klar und in der Vollmacht des Heiligen Geistes Gottes Wort zu verk\u00fcndigen und die Wahrheit bezeugen, so wie es Petrus und Johannes damals getan haben. Und dazu bedarf es wahrlich viel Freimut, weil zum 500-j\u00e4hrigen Reformationsjubil\u00e4um die Kirchenleitung der EKD verk\u00fcndet hat, die Bibel k\u00f6nne \u201enicht mehr so wie zur Zeit der Reformatoren als Wort Gottes verstanden werden\u201c. Aber was ist an einer Kirche noch biblisch und evangelisch, wenn sie das sola scriptura aufl\u00f6st? Wer hingegen weiterhin an Gottes Wort und den kirchlichen Bekenntnissen festh\u00e4lt, der wird als evangelikal oder als Fundamentalist gebrandmarkt, obwohl das lediglich die Kennzeichen christlicher, evangelischer und protestantischer Kirche sind. Oder muss man sagen \u201egewesen sind\u201c?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Zahlreiche Kirchenvertreter machen auch gemeinsame Sache mit den \u201epolitisch Korrekten\u201c aus Politik, Presse, Fernsehen, Wirtschaft und Sport. Bei diesen wird deutlich, dass sie gar nicht so tolerant sind, wie sie gerne vorgeben, sondern Andersdenkende werden ausgegrenzt, verunglimpft, Berufs- und Entfaltungsm\u00f6glichkeiten werden versperrt. Wer nicht bereit ist, sich dem Meinungsdiktat der \u201epolitisch Korrekten\u201c zu beugen, der wird als krank bezeichnet, leidend an einer Phobie.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Eine Phobie ist eine psysische Krankheit, eine zwanghafte Angstst\u00f6rung. Und mit solchen Menschen muss man dann nicht mehr Meinungen austauschen und diskutieren, sondern sie m\u00fcssen umerzogen oder weggesperrt werden. Wie passt ein solches Vorgehen zu einer demokratischen und freien Gesellschaft? Nicht nur, aber auch bibeltreuen Christen werden Phobien zugeschrieben und so als No-Go bezeichnet, die mit aller Kraft bek\u00e4mpft und ausgerottet werden m\u00fcssen. Beispiele f\u00fcr die Phobie-Keule gef\u00e4llig?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Wer am biblischen Sch\u00f6pfungsbericht festh\u00e4lt, dass Gott den Menschen als Mann und Frau erschuf; wer daher nicht zustimmt, dass jeder Mensch sein Geschlecht unter 60 verschiedenen M\u00f6glichkeiten selbst ausw\u00e4hlen kann; wer daher das Gender-Mainstreaming ablehnt, bei dem wird \u201eTrans*phobie\u201c diagnostiziert. Da hilft es auch nicht, wenn Biologen und Gehirnforscher die Gendertheorie als nicht wissenschaftlich und falsch verwerfen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Wer am christlichen Ehe- und Familienbild festh\u00e4lt; wer an der biblischen Grundlegung festh\u00e4lt, dass nach Gottes Wort und Willen Homosexualit\u00e4t S\u00fcnde ist und daher gleichgeschlechtliche Paare auch nicht in der Kirche gesegnet werden k\u00f6nnen, bei dem wird \u201eHomophobie\u201c diagnostiziert. Wer den zunehmenden Einfluss des Islam bedenklich findet; wer auf die Gefahren des Koran und der Scharia hinweist; wer der Meinung ist, der Islam geh\u00f6rt nicht zu Deutschland oder wer verk\u00fcndigt, die Muslime br\u00e4uchten auch Christus zu Rettung, bei dem wird \u201eIslamophobie\u201c diagnostiziert.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Und wenn Sie jetzt den Eindruck haben, auch Ihnen wird von den \u201epolitisch Korrekten\u201c irgendeine Phobie untergeschoben, dann d\u00fcrfen Sie sich in bester Gesellschaft wissen. Denn auch Dietrich Bonhoeffer, Martin Luther, die Apostel und auch Jesus Christus w\u00e4ren nach deren Ma\u00dfst\u00e4ben psysisch krank.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Dennoch, liebe Gemeinde, nicht Verzagtheit, Angst und Niedergeschlagenheit sind angesagt, sondern Freimut in der Kraft des Heiligen Geistes. So k\u00f6nnen wir Gottes Auftrag erf\u00fcllen. Wir sind den Menschen, unserer Kirche und der Gesellschaft das rettende, heilende und lebenserweckende Wort Gottes schuldig. Alle Menschenworte und alles Phobiegelaber werden vergehen. Es gilt die Verhei\u00dfung nach Jesaja 40: Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich. Und Jesus selbst hat gesagt: Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Gottes Wort wieder zum Ma\u00dfstab allen Redens und Handeln in der Kirche zu machen, das w\u00e4re eine wirkliche Reformation zum 500-j\u00e4hrigen Reformationsjubil\u00e4um, das wir 2017 feiern. Gottes Wort statt Menschen Wort, das ist die dringende Antwort auf die Fragen in Geschichte und Gegenwart. Nur wenn wir uns ganz auf Gottes Wort verlassen, verlassen wir nicht die Wahrheit und werden dann auch nicht verlassen. Nur wenn wir ganz Gottes Wort den Menschen verk\u00fcndigen, entgehen wir bei der 500-Jahr-Feier einer Selbstbeweihr\u00e4ucherung der Kirche und werden den Menschen auch etwas Bedeutungsvolles und Frohmachendes zu sagen haben. Etwas, womit die Menschen leben und auch sterben k\u00f6nnen: Jesus Christus, gestern, heute und in Ewigkeit. Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Amen.<\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Pfarrer Ulrich Hauck<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Im gro\u00dfen Sand 8<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">76889 Barbelroth<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Telefon 06343-9395286<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Mobil 0151-22122180<\/span><\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Netzwerk-Gottesdienst am 28.5.2016. Der n\u00e4chste Netzwerk-Gottesdienst findet am 26. Juni 2016 wieder in Landau-M\u00f6rzheim statt. Die Predigt h\u00e4lt Pastor Dr. Joachim Cochlovius, der Leiter des Gemeindehilfsbundes.<\/span><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Gemeinde! In keinem andern ist das Heil! So lautet die Botschaft Gottes, die vor fast 2000 Jahren in Jerusalem verk\u00fcndet wurde, dann ihren Weg um den ganzen Globus nahm und nun auch heute Morgen wieder in unseren Ohren klingt und in unseren Herzen wirkt. Was war damals geschehen? 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