{"id":13505,"date":"2016-05-17T16:47:05","date_gmt":"2016-05-17T14:47:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13505"},"modified":"2016-05-17T16:48:36","modified_gmt":"2016-05-17T14:48:36","slug":"deutsche-stiftung-patientenschutz-warnt-vor-ausbreitung-der-aktiven-sterbehilfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13505","title":{"rendered":"Deutsche Stiftung Patientenschutz warnt vor Ausbreitung der aktiven Sterbehilfe"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Vor der Amsterdamer Weltkonferenz Euthanasie 2016 warnt die Deutsche Stiftung Patientenschutz vor einer weiteren Zunahme aktiver Sterbehilfe in den Beneluxstaaten. In einem Gespr\u00e4ch mit der &#8222;Neuen Osnabr\u00fccker Zeitung&#8220; am 12.05.16 sagte Vorstand Eugen Brysch: &#8222;Offenkundig ist T\u00f6ten ansteckend.&#8220; In den Niederlanden, wo aktive Sterbehilfe erlaubt ist, seien solche T\u00f6tungen seit 2006 um knapp 300 Prozent auf 5277 F\u00e4lle im Jahr 2015 nach oben geschnellt. Die Zahlen in Belgien seien noch dramatischer: Hier habe sich die Zahl im selben Zeitraum von 429 auf 2021 verf\u00fcnffacht. F\u00fcr Brysch eine dramatische Entwicklung: &#8222;Zehnmal mehr Menschen sterben in den Niederlanden durch Euthanasie als dort im Stra\u00dfenverkehr.&#8220; W\u00e4hrend hier jeder einzelne Tote einer zu viel sei, bagatellisierten die Euthanasie-Bef\u00fcrworter die T\u00f6tung durch den Arzt.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch werde in der \u00d6ffentlichkeit der Eindruck erweckt, als sei die Euthanasie weltweit auf dem Vormarsch. Das Gegenteil sei der Fall. Nur in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg habe sich die aktive Sterbehilfe durchgesetzt: &#8222;Bei Menschen in Lebenskrisen \u00fcberl\u00e4sst der Staat dort das Feld den Euthanasie-Bef\u00fcrwortern&#8220;, kritisierte Brysch. &#8222;Die anderen 190 L\u00e4nder der Welt gehen einen anderen Weg.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Sterbe-Tourismus in die Nachbarl\u00e4nder sei nicht festzustellen. So m\u00fcsse ein Deutscher eine sehr enge Beziehung zu einem niederl\u00e4ndischen Arzt haben. Das sei in der Regel aber nicht der Fall.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Verbot von aktiver Sterbehilfe und gesch\u00e4ftsm\u00e4\u00dfiger Beihilfe zum Suizid in Deutschland d\u00fcrfe aber nicht die alleinige Antwort auf die N\u00f6te der schwerstkranken Menschen sein. Brysch forderte mehr Alternativen f\u00fcr Kranke und Leidende: &#8222;Schwerstkranke, Sterbende, Pflegebed\u00fcrftige und Menschen in Lebenskrisen brauchen umfassende und professionelle Angebote der Begleitung.&#8220; Gerade die Sterbenden in den Pflegeheimen haben von dem neuen Hospiz- und Palliativ-Gesetz kaum etwas. &#8222;F\u00fcr die 200 000 sterbenden Pflegeheimbewohner mit Palliative-Care-Bedarf brauchen wir mehr Pflegekr\u00e4fte und Geld, um sie auf Hospiz-Niveau zu versorgen&#8220;, sagte Brysch. Daf\u00fcr m\u00fcsse Bundesgesundheitsminister Hermann Gr\u00f6he (CDU) 720 Millionen Euro pro Jahr bereitstellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Donnerstag beginnt in der niederl\u00e4ndischen Hauptstadt Amsterdam die Weltkonferenz Euthanasie 2016 mit rund 800 Wissenschaftlern, Juristen, Politikern und \u00c4rzten. Die Konferenz wird alle zwei Jahre von der Initiative f\u00fcr ein Recht auf Sterbehilfe organisiert.<\/p>\n<p><em>Quelle: Christdemokraten f\u00fcr das Leben, <a href=\"http:\/\/cdl-online.de\">cdl-online.de\u00a0<\/a>vom 13.5.2016 <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor der Amsterdamer Weltkonferenz Euthanasie 2016 warnt die Deutsche Stiftung Patientenschutz vor einer weiteren Zunahme aktiver Sterbehilfe in den Beneluxstaaten. 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