{"id":13420,"date":"2016-04-25T13:23:51","date_gmt":"2016-04-25T11:23:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13420"},"modified":"2016-04-25T13:24:25","modified_gmt":"2016-04-25T11:24:25","slug":"open-doors-fordert-schutz-christlicher-fluechtlinge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13420","title":{"rendered":"Open Doors fordert Schutz christlicher Fl\u00fcchtlinge"},"content":{"rendered":"<div class=\"wysiwyg\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Das \u00fcberkonfessionelle christliche Hilfswerk Open Doors setzt sich weltweit f\u00fcr verfolgte Christen ein \u2013 aufgrund der zahlreichen \u00dcbergriffe gegen christliche Fl\u00fcchtlinge in deutschen Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnften nun auch in Deutschland. Allein aus Berlin liegen Open Doors weit \u00fcber 100 Meldungen zu gewaltsamen \u00dcbergriffen gegen christliche Fl\u00fcchtlinge vor. Der Berliner Senat sieht Handlungsbedarf im Blick auf die Fl\u00fcchtlingssituation und erarbeitet gegenw\u00e4rtig einen \u201eMasterplan Integration und Sicherheit\u201c. Am 15. M\u00e4rz 2016 wurde ein erster Entwurf vorgelegt (siehe entsprechende <a title=\"Pressemitteilung des Berliner Senats vom 15.03.2016\" href=\"https:\/\/www.berlin.de\/rbmskzl\/aktuelles\/pressemitteilungen\/2016\/pressemitteilung.458945.php\" target=\"_blank\">Pressemitteilung des Berliner Senats<\/a>). Von Schutz f\u00fcr christliche Fl\u00fcchtlinge ist in dem \u201eMasterplan\u201c jedoch nicht die Rede, obwohl laut EU-Richtlinie die Mitgliedstaaten verpflichtet sind, \u201edas Vorliegen besonderer Bed\u00fcrfnisse besonders gef\u00e4hrdeter Gruppierungen zu ermitteln und zu beurteilen\u201c. Wie will der Berliner Senat dies tun, wenn nicht einmal die Religion der Fl\u00fcchtlinge erfasst wird?<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wer geh\u00f6rt zu den besonders gef\u00e4hrdeten Gruppen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf Seite 11 des Entwurfs wird unter Punkt 2.1.31 der \u201eSchutz besonders vulnerabler Gruppen\u201c behandelt mit Bezug auf die EU-Richtlinie 2013\/33\/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen f\u00fcr die Aufnahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen. Die EU-Richtlinie nennt als besonders Gef\u00e4hrdete zum Beispiel Minderj\u00e4hrige, Behinderte, Schwangere und auch Personen, die schwere Formen psychischer und physischer Gewalt erlitten haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man muss kein Nahost-Experte sein, um zu wissen, dass viele Christen in ihren Heimatl\u00e4ndern genau das erleben. Ausgerechnet in deutschen Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnften sind sie nun zum Teil \u00e4hnlichen \u00dcbergriffen ausgesetzt, so dass einige sich nicht anders zu helfen wissen, als ihre Unterk\u00fcnfte nur noch nachts aufzusuchen oder gleich bei Kirchen um Asyl zu bitten. Sie sind besonders gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Entwurf des Berliner Senats wird ein besonderer Schutzbedarf christlicher Fl\u00fcchtlinge allerdings nicht festgestellt. Dagegen werden \u201elesbische, schwule, bisexuelle sowie trans- und intergeschlechtliche Menschen in den Personenkreis besonders Schutzbed\u00fcrftiger einbezogen, weil sie von Diskriminierungen bis hin zu gewaltt\u00e4tigen \u00dcbergriffen betroffen sein k\u00f6nnen\u201c, so der Entwurf zum Masterplan. Die hier Genannten \u201ek\u00f6nnen betroffen sein\u201c, deshalb sind sie laut Berliner Senat gef\u00e4hrdet. Die christlichen Fl\u00fcchtlinge SIND hundertfach betroffen, gelten aber laut Berliner Masterplan als nicht gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Christliche Fl\u00fcchtlinge sind in manchen Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnften stark gef\u00e4hrdet<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Open Doors f\u00fchrt derzeit eine Befragung unter christlichen Fl\u00fcchtlingen in Deutschland durch, um m\u00f6glichst fl\u00e4chendeckend Vorf\u00e4lle von Gewalt und Diskriminierung zu registrieren und im Rahmen einer Studie zu ver\u00f6ffentlichen. Zahlreiche Berichte von Betroffenen liegen bereits vor. Deshalb kritisiert Open Doors, dass christliche Fl\u00fcchtlinge, die in Erstaufnahmeeinrichtungen und Fl\u00fcchtlingsheimen vielfach von muslimischen Fl\u00fcchtlingen bedroht, drangsaliert und attackiert werden, vom Rechtsstaat weitgehend alleingelassen werden. Markus Rode, gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Vorstandsvorsitzender von Open Doors, dr\u00e4ngt auf eine Korrektur des Berliner Masterplans: \u201eNach den vielen Berichten in den Medien \u00fcber die Gewalt gegen christliche Fl\u00fcchtlinge, gerade auch in Berlin, muss ich fragen, ob dies den Mitgliedern des Berliner Senats entgangen ist\u201c, so Rode. \u201eWas muss noch alles geschehen, bevor christliche Fl\u00fcchtlinge endlich entsprechend unseres deutschen Rechts und EU-Richtlinien gesch\u00fctzt werden? Wir appellieren dringend an die Politiker im Berliner Senat, ihren Entwurf zu \u00fcberarbeiten und allen christlichen Fl\u00fcchtlingen ausreichend Schutz zu gew\u00e4hrleisten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Open Doors, Kelkheim<\/em><\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das \u00fcberkonfessionelle christliche Hilfswerk Open Doors setzt sich weltweit f\u00fcr verfolgte Christen ein \u2013 aufgrund der zahlreichen \u00dcbergriffe gegen christliche Fl\u00fcchtlinge in deutschen Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnften nun auch in Deutschland. Allein aus Berlin liegen Open Doors weit \u00fcber 100 Meldungen zu gewaltsamen \u00dcbergriffen gegen christliche Fl\u00fcchtlinge vor. 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