{"id":13406,"date":"2016-04-18T06:15:41","date_gmt":"2016-04-18T04:15:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13406"},"modified":"2016-04-18T06:16:14","modified_gmt":"2016-04-18T04:16:14","slug":"die-leibhafte-auferstehung-jesu-christi-von-den-toten-9-thesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13406","title":{"rendered":"Die leibhafte Auferstehung Jesu Christi von den Toten (9 Thesen)"},"content":{"rendered":"<ol>\n<li style=\"text-align: justify;\">An ein <strong>Weiterleben nach dem Tod<\/strong>, in welcher Form auch immer, glauben viele Religionen. Nach dem Koran wurde der Prophet Isa (=Jesus) ohne Tod (!) in den Himmel versetzt. Was jedoch in den Evangelien \u00fcber die Grablegung, die Ostereignisse am Grab und das leere Grab Jesu berichtet wird, ist ein in der Weltgeschichte absolut einmaliges Geschehen. Ein Toter bekommt einen g\u00e4nzlich neuen Leib.<!--more--><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die <strong>Berichte \u00fcber das leere Grab<\/strong> haben von Anfang an Zweifel ausgel\u00f6st (Thomas, Joh 20,25; die elf J\u00fcnger, Luk 24,11 und Mk 16,11; die Hohenpriester, Mt 28,12-15). Heute ge\u00e4u\u00dferte intellektuelle Zweifel gr\u00fcnden sich meist auf geschichtsphilosophische und naturphilosophische Thesen. Geschichtsphilosophisch wird im Anschluss an E. Troeltsch behauptet, dass der moderne Mensch nur analoges Geschehen anerkennen k\u00f6nne. Naturphilosophisch wird behauptet, dass alles Geschehen innerweltliche Ursachen habe und es keine \u00fcberirdischen Einwirkungen auf die Welt geben k\u00f6nne (Kausalit\u00e4tsgrundsatz von I. Kant).<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Auch <strong>theologisch wird das leere Grab angezweifelt<\/strong>. Ein Beispiel: \u201eSein Leib wird vergehen wie jeder Menschenleib. Aber das, was in ihm g\u00f6ttlich war, seine Sache, seine Leidenschaft f\u00fcr das wahre Leben, das ist mitnichten tot. Es lebt \u2013 wenn sie, die Nachfolger und Nachfolgerinnen es wollen\u201c (Gerhard Ulrich, Leitender Bischof der Vereinigten Evang.-Luth. Kirche, Osterbotschaft 2016).<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die <strong>Quellenlage<\/strong>: Alle vier Evangelien berichten \u2013 in unterschiedlicher Weise \u2013 von den Ostergeschehnissen. Alle vier \u00fcberliefern \u00fcbereinstimmend, dass Jesu Grab leer war. Mt berichtet dar\u00fcber hinaus von einem Erdbeben, von der Ohnmacht der Wachen, von einem Engel am Grab (so auch Mk) und von einer Erscheinung Jesu. Lk nennt zwei Engel am Grab. Joh kennt weitere Details, z.B. die an den Rand gelegten Leichenbinden und das zusammengelegte Sterbetuch. Auch er kennt zwei Engel am Grab und berichtet von einer Erscheinung Jesu vor Maria Magdalena. Der Historiker Theodor Mommsen zur Quellenlage: \u201eDie Auferstehung Jesu Christi von den Toten ist die bestbezeugte Tatsache der Weltgeschichte\u201c.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Im A. T. \u00e4u\u00dfert David <strong>die Hoffnung auf eine leibhafte Auferstehung<\/strong>: \u201eDu wirst mich nicht dem Tod \u00fcberlassen und nicht zugeben, dass dein Heiliger die Grube sehe. Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die F\u00fclle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich\u201c (Ps 16,10f). In seiner Pfingstpredigt erkennt Petrus in diesen Aussagen die Verhei\u00dfung der leiblichen Auferstehung Jesu (Apg 2,24-28). Jesus hat in den drei Leidensank\u00fcndigungen seine Auferstehung vorhergesagt (Mt 16,21; 17,23; 20,19).<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Paulus beginnt <strong>das Auferstehungskapitel 1 Kor 15<\/strong> mit dem Urbekenntnis des christlichen Glaubens, \u201edass Christus gestorben ist f\u00fcr unsere S\u00fcnden nach der Schrift; dass er begraben worden ist; dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zw\u00f6lfen\u201c (15,3 und 4). Obwohl hier vom leeren Grab nicht ausdr\u00fccklich die Rede ist, ist es offensichtlich, dass die Auferstehung Jesu leibhaft verstanden wird, denn Jesus erschien nach seiner Auferstehung etlichen Menschen in neuer leiblicher Gestalt. Auf diesem Glaubensgrund gilt es \u201efest zu stehen\u201c und ihn genau \u201ein der Gestalt festzuhalten\u201c, die Paulus verk\u00fcndigt hat, denn daran entscheidet sich die Errettung (15,2).<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Begegnungen mit dem Auferstandenen zur Zeit des Neuen Testaments.<\/strong> Es f\u00e4llt auf, dass die Initiative zu diesen Begegnungen s\u00e4mtlich von Jesus ausging. Das ist eine Botschaft. Er muss sich den Menschen offenbaren. Von sich aus kann niemand an den leibhaft auferstandenen Jesus glauben. Beispiele: die Emmausj\u00fcnger (Luk 24,13-35), die 500 Br\u00fcder (1 Kor 15,6), Paulus vor Damaskus (Apg 9; 22; 26). Die direkten Begegnungen mit dem leibhaft auferstandenen Jesus finden bei Paulus ihren Abschluss. Seit Pfingsten gilt, dass sich der auferstandene Herr durch den Heiligen Geist den Menschen bezeugt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Der verkl\u00e4rte Herrlichkeitsleib Jesu<\/strong> war nicht an die drei raumzeitlichen Dimensionen unserer Welt gebunden. Jesus konnte durch verschlossene T\u00fcren gehen. Dementsprechend hoffen die Christen, dass auch ihr Leib bei der Wiederkunft Jesu \u2013 egal ob sie dann leben oder gestorben sind \u2013 verwandelt und seinem verherrlichten Leib gleich gemacht wird (Phil 3,21). In 1 Kor 15,42 bis 44 gibt Paulus n\u00e4heren Aufschluss \u00fcber den Herrlichkeitsleib, den die Christen empfangen sollen, wenn Christus wiederkommt (1 Kor 15,23).<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Auferstehung Jesu<\/strong> ist aber nicht nur ein heilsgeschichtliches Datum allerersten Ranges, weil durch sie erstmals der Tod bezwungen wurde und die Menschheit eine neue Hoffnung bekommen hat, sondern sie ist auch f\u00fcr jeden Christen von ganz praktischer Bedeutung. Nach R\u00f6m 6,1-11 sind wir, wenn wir an Jesus Christus glauben, sowohl mit seinem Tod als auch mit seiner Auferstehung verbunden. Dadurch k\u00f6nnen wir im Alltag der S\u00fcnde widerstehen und bekommen Kraft zu einem Gott gef\u00e4lligen Leben.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An ein Weiterleben nach dem Tod, in welcher Form auch immer, glauben viele Religionen. Nach dem Koran wurde der Prophet Isa (=Jesus) ohne Tod (!) in den Himmel versetzt. 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