{"id":13393,"date":"2016-04-14T17:25:42","date_gmt":"2016-04-14T15:25:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13393"},"modified":"2016-04-14T17:26:53","modified_gmt":"2016-04-14T15:26:53","slug":"die-schlange-auf-der-stange","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13393","title":{"rendered":"Eine Schlange auf der Stange"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Predigt \u00fcber 4. Mose 21,4\u20139<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn mein vierj\u00e4hriger Enkel zu mir sagt: \u00bbOpa, im Garten liegt \u2018ne d\u00fcnne Schlange\u00ab, dann ist das harmlos, denn er meint ja nichts weiter als einen Regenwurm. Wenn meine Mutter uns erz\u00e4hlte, wie sie von einer richtigen Schlange angefallen wurde, waren wir atemlos. Ihr m\u00fcsst wissen: Meine Eltern waren Missionare in Indien, und dort sind die Schlangen tats\u00e4chlich zahlreicher als bei uns die Regenw\u00fcrmer.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn du die Bibel liest, findest du auch verschiedene Schlangengeschichten, das geht ja gleich los bei Adam und Eva. Ich erz\u00e4hle euch heute die seltsamste Schlangengeschichte der Bibel, 4. Buch Mose, Kapitel 21. Da lesen wir: Das Volk Israel war aus der \u00e4gyptischen Sklaverei geflohen und zog durch die W\u00fcste. Am Tag war\u2019s hei\u00df, in der Nacht war\u2019s kalt, und jeden Tag dasselbe Essen. Montags: Manna mit Wachteln. Dienstags: Wachteln mit Manna. Mittwochs: Manna mit Wachteln usw. Das ist so, wie wenn du jeden Tag Brath\u00e4hnchen mit Br\u00f6tchen essen m\u00fcsstest. Das geht drei Tage lang gut, aber am vierten Tag kannst du die Viecher einfach nicht mehr sehen, und w\u00e4hrend du an der knusprigen Haut deines Gummiadlers herumzerrst, f\u00e4ngst du an zu tr\u00e4umen. Es erscheint vor deinem inneren Auge das Bild einer schlanken Bockwurst, und du hast nur noch einen einzigen Wunsch \u2013 endlich wieder einmal so eine ganz gew\u00f6hnliche, ordin\u00e4re Bockwurst vom Pappteller essen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hitze, K\u00e4lte, Hunger, Durst, einseitige Ern\u00e4hrung, vielseitige Gefahren, das alles haben die Israeliten noch ausgehalten. Aber als sie an das Umleitungsschild kamen, da war der Ofen aus. Ihr wisst ja, wie das ist: Der Mensch ist unwahrscheinlich belastbar. Aber irgendwo hat jeder seine Grenze, und wenn er an diesen Punkt kommt, bricht er zusammen. Dieser Punkt war f\u00fcr das Volk Israel das Umleitungsschild. Als sie da ankamen, brach die Revolution aus. Das kam so: Die Israeliten wollten nach Kanaan. Um dahin zu kommen, mussten sie durch das Hoheitsgebiet der Edomiter. Und die weigerten sich, die Durchreiseerlaubnis zu erteilen. Die stellten einfach kein Transitvisum aus, sondern stellten einfach ein Umleitungsschild auf. Gro\u00dfer Pfeil nach rechts in die W\u00fcste: \u00bbL\u00e4nge der Umleitung 150 Kilometer.\u00ab Und du wei\u00dft ja, wie das ist, wenn du es eilig hast und an so ein bl\u00f6des Umleitungsschild kommst, das dich wieder eine dreiviertel Stunde kostet \u2013 da kommt Freude auf. 4. Mose 21, Vers 4: \u00bbUnd das Volk wurde verdrossen auf dem Wege und redete gegen Gott und gegen Mose.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>L\u00e4ssig \u2013 unzuverl\u00e4ssig<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Solange alles glatt geht, gehst du in deine Gemeinde und der Glaube an Gott f\u00e4llt dir leicht. Sobald es beschwerlich wird, wird dir das Vertrauen zu Gott schwer. Wenn\u2019s bei dir im Leben nicht so l\u00e4uft, wie du willst, wenn du an ein Umleitungsschild kommst, f\u00e4ngst du an zu maulen, und das Erste, was du brauchst, ist ein S\u00fcndenbock. Denn schuld, das ist ja klar, schuld sind immer die anderen. Dass du selber vielleicht auf den falschen Weg geraten sein k\u00f6nntest, ist von vornherein ausgeschlossen. Du bist o.k., und die, die den Mist gebaut haben, das sind die anderen, die da oben, das ist der da oben, das ist Gott. Der h\u00e4tte schlie\u00dflich daf\u00fcr sorgen m\u00fcssen, dass dein Leben ohne Probleme verl\u00e4uft. Der h\u00e4tte aufpassen m\u00fcssen, dass dir nichts passiert. Und dann kommt unweigerlich die Frage: Wie konnte Gott das zulassen? Das ist zwar heute nicht unser Thema, aber ich will wenigstens ein paar Gedanken dazu sagen. Gott hat den Menschen bestimmte Ordnungen gegeben, z. B. die 10 Gebote, und gesagt: \u00bbWenn ihr euch danach richtet, dann klappt\u2019s, wenn nicht, dann kracht\u2019s.\u00ab Nun stellt euch mal vor, da f\u00e4hrt einer bei Rot \u00fcber die Kreuzung. Folge: es kracht. Der Fahrer steigt aus, wirft einen Blick auf seine verbeulte Karosse und dem daneben stehenden Verkehrspolizisten vor: \u00bbWie konnten Sie das zulassen?\u00ab Na, wie finde ich denn so was? Die Frage des Unfallverursachers ist doch eine Unversch\u00e4mtheit. Der Fahrer ist schuld, nicht der Polizist. Und wenn der Mensch das Gebot Gottes absichtlich \u00fcbertritt, dann reinfliegt, dann ist die Frage \u00bbWarum hat Gott das zugelassen?\u00ab unfair, unlogisch, unversch\u00e4mt. Nebenbei, es ist genauso unfair, dann, wenn\u2019s bei dir gekracht hat, vorwurfsvoll zu fragen, wieso Gott in dem Moment nicht zur Stelle war. Du, der war auch schon zur Stelle in dem Moment, als du losgefahren bist. Hast du ihn denn da gebeten, dich auf der Fahrt zu beh\u00fcten und seinen Schutzengel mitfahren zu lassen? Nat\u00fcrlich nicht; \u00fcber Schutzengel kannst du ja blo\u00df feixen und zum Beten hast du beim Losfahren auch keine Zeit. Aber dann meckern, dass er dich nicht besch\u00fctzt hat, obwohl du ihn ja gar nicht um seinen Schutz gebeten hast! Und wenn du schon dauernd fragst, warum Gott etwas zugelassen hat, dann m\u00fcsstest du ehrlicherweise auch fragen: Wie konnte Gott zulassen, dass du ein Leben lang bei Rot \u00fcber die Kreuzung gekachelt bist (also die Gebote \u00fcbertreten hast), ohne dass dir was passiert ist? Du bist feist und gesund und es geht dir gut, obwohl du Gott ablehnst und dich kein einziges Mal bei ihm bedankt hast; das hat Gott auch zugelassen! Also wenn schon, denn schon! Und was hei\u00dft hier \u00fcberhaupt \u00bbWie konnte Gott zulassen?\u00ab Wir haben Gott doch schon l\u00e4ngst die Zulassung entzogen, in unser Leben reinzureden. Als es um die europ\u00e4ische Verfassung ging, gab es eine hei\u00dfe Diskussion, ob das Wort Gott in die Verfassung aufgenommen werden soll oder nicht. Die Mehrheit war dagegen \u2013 wir bauen das Haus Europa ohne Gott, den brauchen wir nicht. In den bayrischen Schulzimmern wurden die Kreuze abgeh\u00e4ngt \u2013 brauchen wir nicht. Und die meisten Menschen in Europa verbitten sich energisch, dass Gott in ihr Leben reinredet \u2013 brauchen wir nicht. Nur wenn was schief geht, geht das Gejammer los: \u00bbWarum hat Gott das zugelassen?\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sackgasse<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbGott, warum?\u00ab \u2013 das war (Vers 5) die Frage der Israeliten, als sie vor dem Umleitungsschild standen, als ihr Weg anders ging, als sie gedacht hatten. Gott, warum? Nat\u00fcrlich gibt es F\u00e4lle, in denen diese Frage berechtigt ist. Die Frage ist ja verst\u00e4ndlich. Vielleicht kommt jeder Mensch irgendwann mal im Leben an einen Punkt, wo er diese Frage stellt. Sogar Jesus hat sie einmal gestellt, als er am Kreuz hing und schrie \u00bbMein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?\u00ab Ich sage dir nur: Es ist ein entscheidender Unterschied, ob du das als ein gl\u00e4ubiger Mensch sagst (wie Jesus) oder als ein Ungl\u00e4ubiger. F\u00fcr euch Atheisten, die ihr ja behauptet, dass es Gott gar nicht gibt, ist die Frage, warum Gott etwas zugelassen hat, doch weiter nichts als eine Gedankenspielerei, eine intellektuelle Lappalie. F\u00fcr uns Christen ist das aber eine existentielle Katastrophe. Wenn du dein Leben in die Hand Gottes gelegt hast, ihm vertraust und alles von ihm erwartest, und dann passieren dir Dinge, die du nicht verstehen, nicht verkraften, nicht einordnen kannst, dann geht dir diese Warumfrage an den letzten Nerv. Was wirklich Zweifel an Gott ist, davon habt ihr Atheisten \u00fcberhaupt keine Ahnung, sondern das wissen nur die Christen. Und ich sage dir: Wenn du nicht wei\u00dft, dass Gott dein Vater ist, der dir nichts B\u00f6ses tut und der dich liebt, wenn du das nicht wei\u00dft, dann wei\u00df ich f\u00fcr dich keinen Trost, wenn es dich trifft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich kenne die Warumfrage auch. Vor vielen Jahren hatte ich eine Freundin, Mutter von drei Kindern. Eines Tages bekam sie Krebs, und ihr wisst ja, was in einer Familie los ist, wenn einer Krebs bekommt, zumal wenn es die Mutter ist. Damals haben viele Menschen f\u00fcr diese junge Frau gebetet. Ich bin noch oft mit meinem Mitarbeiter, wenn wir nachts vom Dienst kamen, in das Dorf gefahren, wo sie wohnte. Wir haben f\u00fcr sie gebetet und ihr \u2013 wie es uns als Knechten Gottes befohlen ist \u2013 die H\u00e4nde aufgelegt, aber die Dorothea wurde immer weniger. Eines Tages, als ich sie besuchte, lag sie nur noch da. Da hat sie mich angesehen und zu mir gesagt: \u00bbTheo, wenn ich tot bin, beerdigst du mich dann?\u00ab So was hatte mich noch nie einer meiner Freunde gefragt. Und ein paar Wochen sp\u00e4ter war es soweit. Da lag sie aufgebahrt im Sarg, und ich stand daneben, und da haben sie mich alle angesehen, so wie ihr mich jetzt anseht \u2013 der Ehemann, die Kinder, die Eltern, die Freunde, die Gemeinde. Und aus ihren Gesichtern sprach nur eine einzige Frage: \u00bbSo, Pfarrer, jetzt erkl\u00e4re uns mal, warum Gott zugelassen hat, dass diese junge Mutter von drei Kindern sterben musste.\u00ab Ich habe diese Frage nicht beantworten k\u00f6nnen. Ich habe damals gesagt, dass Gott keine Fehler macht und dass \u00bbdenen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen\u00ab (R\u00f6mer 8,28), und die Dorothea war ein Mensch, der Gott geliebt hat. Aber eine Antwort auf die Warumfrage wusste ich nicht. Ich wei\u00df nur, dass diese Frage gef\u00e4hrlich ist. Sie ist ja ein grunds\u00e4tzlicher Misstrauensantrag. Dahinter steckt doch die Meinung: Gott hat nicht richtig aufgepasst, der ist unf\u00e4hig, der macht Fehler. Das ist ja nicht nur Zweifel an Gottes F\u00e4higkeiten, sondern auch an seiner G\u00fcte, seiner F\u00fchrung, seinen Verhei\u00dfungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Bei\u00dfer machen\u2019s noch hei\u00dfer<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Israeliten hatten von Gott die Verhei\u00dfung, dass er sie nach Kanaan bringen w\u00fcrde. Aber die Israeliten hatten kein Vertrauen mehr zu Gott, dass er das fertigbringen w\u00fcrde. Das war ihre Schuld. Das ist das, was die Bibel S\u00fcnde nennt: Unglaube, Ungehorsam, mangelndes Vertrauen. Aus diesem Misstrauen kommt auch das miesmacherische Gemaule der Israeliten, Vers 5: \u00bbWarum hast du uns aus \u00c4gypten gef\u00fchrt, dass wir sterben in der W\u00fcste? Denn es ist kein Brot noch Wasser hier, und uns ekelt vor dieser mageren Speise.\u00ab Statt froh zu sein, dass sie \u00fcberhaupt noch was zu essen haben, haben sie noch die gro\u00dfe Klappe. Die haben \u00fcberhaupt keinen Durchblick mehr, wie die ganze Geschichte gelaufen war. Gott hatte sie aus der Sklaverei befreit \u2013 hatten sie vergessen. Gott hatte sie durch das rote Meer gef\u00fchrt \u2013 hatten sie vergessen. Gott hatte ihnen versprochen, sie nach Kanaan zu bringen \u2013 hatten sie vergessen. Und dass sie nicht gleich nach Kanaan kamen, sondern jahrelang durch die W\u00fcste irren mussten, und dass das ihre eigene Schuld war \u2013 das hatten sie erst recht vergessen. Alles vergessen, aber am Essen m\u00e4keln: \u00bbUns ekelt vor dieser Fastfood-Ern\u00e4hrung.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wei\u00dft du, du kannst eine ganze Weile gegen Gott meckern. Du kannst jeden Morgen, wenn du dich im Spiegel siehst, dich bei Gott beschweren, dass du nicht so eine Traumfigur hast wie die Heidi Klum. Es haut Gott, den Chef des Universums, nicht gleich von seinem Thron, wenn Klein-Erna aus Winzighausen was an seiner Weltregierung auszusetzen hat. Gott ist hart im Nehmen. Aber du brauchst dich nicht zu wundern, wenn Gott irgendwann mal auch hart reagiert. Vers 6: \u00bbDa sandte Gott feurige Schlangen unter das Volk, die bissen das Volk, dass viele aus Israel starben.\u00ab Das ist ja nun nicht gerade die feine englische Art, wie sich Gott hier seinem vergesslichen Volk in Erinnerung bringt. Das passt vor allem \u00fcberhaupt nicht zu unserer Vorstellung vom lieben Gott, der schlie\u00dflich dazu da ist, uns die Fliegen zu verscheuchen, aber nicht, um die Leute mit feurigen, fliegenden Schlangen zu piesacken. Aber ich rede hier ja nicht vom lieben Gott \u2013 ich wei\u00df \u00fcberhaupt nicht, wer diesen Popanz eigentlich erfunden hat \u2013 , sondern ich rede von dem Gott der Bibel, und die sagt: \u00bbIrrt euch nicht, Gott l\u00e4sst sich nicht spotten,\u00ab und: \u00bbEs ist schrecklich, in die H\u00e4nde des lebendigen Gottes zu fallen.\u00ab Diese Seite Gottes, seine Heiligkeit, seinen Zorn, sein gerechtes Gerichtshandeln, haben die Menschen noch nie sehen wollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber die Bibel sagt nicht nur, dass Gott den S\u00fcnder liebt, sondern auch, dass er die S\u00fcnde hasst. Die Bibel spricht nicht nur von der Liebe Gottes, sondern auch von seinem Zorn \u00fcber die S\u00fcnde. Und sie spricht vor allem auch \u00fcber die Folgen der S\u00fcnde. Und unsere Schlangengeschichte ist eine einzige Auslegung des Bibelwortes (R\u00f6mer 6,23): \u00bbDie Folge der S\u00fcnde ist der Tod.\u00ab S\u00fcnde ist doch kein harmloser Flop! S\u00fcnde ist ein t\u00f6dliches Gift, auch wenn du das auf den ersten Blick gar nicht so mitkriegst. Hast du schon mal Kohlenmonoxyd gesehen? Oder gerochen? Kohlenmonoxyd ist ein Gas, das ist garantiert unsichtbar, garantiert geruchlos, aber garantiert t\u00f6dlich, wenn du\u2019s einatmest und in deine Lungen reinl\u00e4sst. So ist das mit dem Zeug, das die Bibel S\u00fcnde nennt. Wenn du die in dein Leben reinl\u00e4sst, merkst du erst gar nicht, wie gef\u00e4hrlich das ist. Aber sie vergiftet dein Leben. Erst gehst du daran kaputt, dann gehst du deswegen in die H\u00f6lle. Sag jetzt nicht: \u00bbNu mal langsam! Das darf man alles nicht so w\u00f6rtlich nehmen, mit der S\u00fcnde und der H\u00f6lle und so, der liebe Gott wird das schon nicht so verbissen sehen.\u00ab Also den Israeliten, die von den Schlangen gebissen waren, war dieses lahme Geschw\u00e4tz vom lieben Gott, dessen Wort man nicht ernst zu nehmen braucht, l\u00e4ngst vergangen. Die vergingen vor Todesangst, \u00fcberall im Lager Schlangen, Tote, Sterbende. In ihrer Angst rannten sie zu Mose und sagten (Vers 7): \u00bbWir haben ges\u00fcndigt, als wir gegen Gott und gegen dich geredet haben.\u00ab Mit anderen Worten: Es bricht eine Bekehrungsbewegung aus. Menschen kehren um zu Gott. Und das ist es, was Gott will, was er erreichen will durch seine G\u00fcte und durch seine Gerichte. Und das ist es, was er auch heute erreichen will bei dir. Er will dich erreichen, dein Herz, dass du von deinem falschen Weg umkehrst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Red\u2019 kein Blech!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als die Israeliten merkten, dass ihre S\u00fcnde ihnen den Tod brachte, als sie sich bekehrten und um Vergebung baten, da sagte Gott zu Mose (V. 8): \u00bbMach dir eine Schlange aus Metall und richte sie an einer Stange hoch auf. Wer gebissen ist und sie ansieht, der soll leben.\u00ab Also jetzt wird\u2019s verr\u00fcckt! Dass Gott feurige Schlangen schickt, um die Menschen munter zu machen, klingt schon ungew\u00f6hnlich. Aber dass er eine Schlange auf der Stange hinstellt, um die Menschen heil zu machen, das klingt einfach unsinnig. Ich stelle mir vor, dass die Leute damals zu Mose gekommen sind und gesagt haben: \u00bbSo ein Schwachsinn! Kannst du uns vielleicht mal erkl\u00e4ren, wie das funktionieren soll? Einfach blo\u00df hinsehen und wupp \u2013 sind die Wunden weg, das glaubst du doch selber nicht! Du spinnst wohl? Das ist doch Dummenfang! Uns kann kein Arzt mehr helfen, da hilft uns auch deine Schlange nicht, das ist doch l\u00e4cherlich.\u00ab Und lieber gingen sie zugrunde, weil sie zu stolz waren, einen bittenden Blick auf die erh\u00f6hte Schlange zu werfen. Andere argumentierten: \u00bbWenn die wenigstens aus Gold oder so was w\u00e4re! Aber einfaches Metall, was soll\u2019n das n\u00fctzen? Ist doch alles Quatsch. An so was glauben ist doch primitiv.\u00ab Und sie gingen zugrunde, weil ihnen die Schlange als Rettungsmittel zu primitiv war. Andere sagten: \u00bbEs klingt zwar primitiv, aber vielleicht hilft\u2019s tats\u00e4chlich; wenn ich auf die Schlange sehe? Aber das muss ja nicht gleich sein. Morgen ist ja auch noch ein Tag. Heute f\u00fchle ich mich eigentlich noch ganz wohl, und wenn es mir morgen schlechter gehen sollte, kann ich ja morgen mal bei der Schlange vorbeigucken.\u00ab Und noch w\u00e4hrend sie so redeten, tat das Gift seine Wirkung und sie starben, und es war zu sp\u00e4t, nach der rettenden Schlange zu blicken. Sie gingen zugrunde, weil sie den entscheidenden \u2013 im wahrsten Sinne des Wortes \u2013 Augenblick verpasst hatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt in der Geschichte zwischen Gott und Mensch Momente, die sind einmalig, die kommen so nie wieder; es gibt auch ein Zusp\u00e4t. Andere lagen da und besch\u00e4ftigten sich nur mit sich, mit ihren Problemen, ihren \u00c4ngsten. Die sahen auf den Schlangenbiss am Fu\u00df, sahen auf die Wunde an ihrer Hand, sahen, wie es immer schlimmer wurde, sahen nur auf sich, niemals auf die erl\u00f6sende Schlange, und sie gingen zugrunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Angekreuzt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann waren welche im Lager, die machten, was Gott sagte, auch wenn es primitiv klang. Die glaubten, was Gott sagte, auch wenn es verr\u00fcckt klang. Die nahmen ihn beim Wort, auch wenn es unm\u00f6glich klang. Die nahmen es w\u00f6rtlich, einfach so. Die sahen die Schlange an und wurden gerettet. Vers 9: \u00bbWer gebissen wurde und auf diese Schlange sah, blieb am Leben.\u00ab So wird das hier in der Bibel berichtet. Und jetzt gibt es vermutlich eine Gruppe unter euch, die sagt: \u00bbSo ein Bl\u00f6dsinn. Bisher hat er ja ganz nette Geschichten erz\u00e4hlt, aber heute geht der Theo entschieden zu weit. Das kann er vielleicht noch seinen Ossi-Omas in der Oberlausitz andrehen. Das sind doch M\u00e4rchen f\u00fcr bekloppte H\u00f6hlengeister, so was kann man doch als vern\u00fcnftiger Mensch wirklich nicht ernst nehmen.\u00ab Wirklich nicht? Jesus, der Sohn Gottes, der ja auch ein vern\u00fcnftiger Mensch gewesen ist, hat diese Geschichte sehr ernst genommen, blutig ernst. Er hat sie n\u00e4mlich auf sich bezogen und gesagt (Johannes 3,14): \u00bbSo, wie Mose in der W\u00fcste die Schlange erh\u00f6ht hat, so muss der Menschensohn erh\u00f6ht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.\u00ab Mit \u00bbMenschensohn\u00ab meint Jesus sich, mit \u00bberh\u00f6ht werden\u00ab meint er, dass er noch ans Kreuz geh\u00e4ngt werden muss. Warum er gekreuzigt werden musste, warum sich Gott nichts anderes ausgedacht hat, um uns zu retten, hat Jesus nicht erkl\u00e4rt. Es muss so sein, weil\u2019s Gott so beschlossen hat, basta. Und das Beste ist immer, dem Wort Gottes zu glauben, einfach so, wie es dasteht. Denn das Einzige, was Gott von dir verlangt, ist, dass du an ihn glaubst, ihn ansiehst, ihn als deinen Retter ansiehst. Also sieh ihn dir an, wie er am Kreuz h\u00e4ngt, zwischen Himmel und Erde, von Gott verlassen, von den Menschen verspottet, wie er verblutet und f\u00fcr seine M\u00f6rder betet: \u00bbVater, vergib ihnen.\u00ab Wir alle sind ohne Jesus verloren. Wir alle sind von der gleichen Schlange gebissen, von der gleichen S\u00fcnde infiziert, vom gleichen Gift verseucht, vom gleichen Tod bedroht. Und wir alle haben bei Jesus die gleiche Chance, \u00bbdass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.\u00ab Jesus m\u00f6chte, dass du lebst, verstehst du? Dass dein Leben gelingt, dass du das Leben hast. Nach so einem Abend kam mal ein junges M\u00e4dchen zu mir, und sagte: \u00bbIch t\u00e4te mich schon bekehren, aber ich bin doch noch so jung.\u00ab Die dachte, wenn sie Christ wird, ist der Spa\u00df am Leben vorbei. Dabei ist es genau umgedreht. Jesus hat gesagt (Johannes 10,10): \u00bbIch bin das Leben. Ich bin gekommen, dass ihr ein Leben habt, das euch voll gen\u00fcgt.\u00ab So ein Leben mit Jesus hei\u00dft nicht, dass er dir deine Probleme abnimmt. So hatten sich das die Israeliten gedacht, als sie von den Schlangen fertig gemacht wurden. Sie kamen zu Mose und sagten (V. 7): \u00bbBitte Gott, dass er die Schlangen von uns nimmt!\u00ab So h\u00e4tten wir\u2019s gern, dass Gott uns die Probleme aus dem Weg r\u00e4umt, wie in dem Kindergebet: \u00bbLieber Gott, mach doch bitte, dass die Vitamine nicht im Spinat, sondern im Pudding sind.\u00ab Oder wie das Morgengebet des alten Hektikers: \u00bbGib mir Geduld, aber bitte gleich!\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Beste Blamage statt Demontage<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott r\u00e4umt dir die Schlangen und Schwierigkeiten nicht aus dem Weg. Er gibt dir keine Garantie f\u00fcr ein Leben ohne Probleme. Er gibt dir Jesus, und der gibt dir die Kraft, deine Probleme anzupacken oder auszuhalten, und der vergibt dir, was du falsch gemacht hast \u2013 wenn du es bereust. Du brauchst nur zu glauben, dass das stimmt, was Jesus zuletzt am Kreuz gesagt hat: \u00bbEs ist vollbracht.\u00ab \u00bbDieser Satz\u00ab, so hat der ber\u00fchmte Prediger Spurgeon mal gesagt, \u00bbist das st\u00e4rkste Bollwerk gegen die Irrlehren der r\u00f6misch-katholischen Kirche, die von solchem unbiblischen Firlefanz wie Fegefeuer faselt, von Werken und Ablass, als ob es m\u00f6glich w\u00e4re, sich auf diese Art und Weise n\u00e4her an den Himmel ranarbeiten zu k\u00f6nnen.\u00ab Du hast nichts zu deiner Erl\u00f6sung beizutragen und du kannst nichts dazu beitragen. Du brauchst dich nur an das Wort zu halten: \u00bbEs ist vollbracht.\u00ab Deine Erl\u00f6sung ist vollbracht. Da fehlt nichts mehr. Nun kommt das \u00fcbliche Gegenargument: \u00bbWieso soll ich an einen glauben, der vor 2.000 Jahren an einem Kreuz gestorben ist? Wieso kann der mir meine S\u00fcnden vergeben? So was ist doch primitiv!\u00ab Und tats\u00e4chlich hat doch Professor Bultmann, dieser ber\u00fchmte Vertreter der modernen, rationalistischen Theologie geschrieben: \u00bbWelche primitive Theologie, dass ein Mensch gewordenes Gotteswesen durch sein Blut die S\u00fcnden der Menschheit s\u00fchnt.\u00ab Damit hat Bultmann die Mitte der heiligen Schrift verlassen, das Zentrum der Reformation verleugnet, das Kreuz als primitiv verspottet und das ausgesprochen, was viele denken, n\u00e4mlich: Der Glaube an den Gekreuzigten ist Unsinn. An dieser Stelle muss ich euch mal eine Geschichte vom Kaiser Napoleon erz\u00e4hlen. Dem wurde gesagt, man k\u00f6nne mit der Dampfmaschine m\u00e4chtige Kriegsschiffe antreiben. Und da Napoleon st\u00e4ndig Krieg f\u00fchrte und die ganze Welt erobern wollte, erkl\u00e4rte man ihm, die Dampfmaschine k\u00f6nne ihn diesem Ziel n\u00e4her bringen. Da guckte Napoleon zum Salonfenster raus und sah, wie drau\u00dfen einer vorbeiging, der eine Zigarre rauchte. Und da hat er sp\u00f6ttisch gefragt: \u00bbDas bisschen Dampf soll ein Kriegsschiff antreiben?\u00ab Damit war f\u00fcr ihn der Vorschlag erledigt. Er hielt sich f\u00fcr den Gr\u00f6\u00dften und merkte nicht mal, dass er unf\u00e4hig war, Qualm von Dampf zu unterscheiden. Aber weil er stolz und m\u00e4chtig war, verhinderten sein Stolz und seine Macht, verbunden mit seiner Dummheit, dass die Erkenntnis von der Kraft der Dampfmaschine ins damalige franz\u00f6sische Heer eingef\u00fchrt wurde. Dieser Fehler hat sp\u00e4ter \u2013 unter anderem \u2013 sein Schicksal mit entschieden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist unsere Situation. Wir lehnen Gottes Rettungsmittel \u2013 das Kreuz \u2013 als primitiv ab. Dabei entscheidet sich unser Schicksal gerade daran, was wir von dem gekreuzigten Jesus halten. Ob wir in ihm eine Kraft Gottes erkennen, die unser Leben verwandelt, oder ob wir ihn verkennen, weil er am Kreuz einen sch\u00e4bigen Eindruck macht. Denn als er am Kreuz hing, da hing er nicht zwischen zwei feierlichen Altarkerzen, sondern zwischen zwei fiesen Anarchisten, hat nach Schwei\u00df gestunken, nach Gott geschrien \u2013 das war kein elegantes Sterben, im Gegenteil, das war die gr\u00f6\u00dfte Blamage, die Gott sich je geleistet hat. Da gibt es welche unter euch, die zu uns sagen: \u00bbDas ist doch eine Blamage f\u00fcr euch. Ihr bietet hier jeden Abend euren Jesus an wie sauer Bier, aber tagelang hat kein Mensch Lust, bei euch mitzumachen.\u00ab Ja, das ist eine Blamage. Nicht f\u00fcr Wolfgang Tost und mich, wir sind doch blo\u00df Knechte von Jesus, aber f\u00fcr ihn ist es eine. Der war schon immer bereit, sich zu blamieren, buchst\u00e4blich bis auf die Knochen zu blamieren, Hauptsache, er kommt dir dadurch nahe, und n\u00e4her als im Tod kann uns niemand kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Kr\u00f6nung ohne Verw\u00f6hnaroma<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Blamage hin, Blamage her \u2013 dieser Mann, der blutig am Kreuz h\u00e4ngt, ist die L\u00f6sung: die Erl\u00f6sung, die Gott uns anbietet. Ob primitiv oder nicht \u2013 dieser Mann ist Gottes letztes Angebot. Dieser Mann ist Gottes letztes Wort. Dieser Mann ist Gottes Weisheit letzter Schluss. Etwas anderes ist dem gro\u00dfen Gott, der sich das Universum ausgedacht hat und lenkt, etwas anderes ist ihm zur Erl\u00f6sung der Menschheit nicht eingefallen. Und da stellst du dich mit deinem Stolz und deiner Beschr\u00e4nktheit hin und hast noch die Frechheit, Gottes Weisheit als \u00bbUnsinn\u00ab abzustempeln. Wir halten unsere Dummheit f\u00fcr der Weisheit letzten Schluss und Gottes Weisheit und L\u00f6sung f\u00fcr Dummheit. Aber das hat schon der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief (1,18) geschrieben: \u00bbEs kann gar nicht anders sein: F\u00fcr die, die verloren gehen, muss die Botschaft vom Kreuzestod als primitiver Unsinn erscheinen. Wir aber, die wir gerettet werden, erfahren darin Gottes Kraft.\u00ab Bei dieser gegens\u00e4tzlichen Beurteilung ist es bis heute geblieben. Peter Maffay, der dieses Lied geschrieben hat \u00bbLieber Gott, wenn es dich gibt\u00ab, der hat gesagt: \u00bbIch betrachte Jesus mehr als eine historische Gestalt und weniger als eine Person, die f\u00fcr mich gekreuzigt worden sein soll.\u00ab Der hat also \u00fcberhaupt nicht begriffen, wer Jesus ist. Und Bob Dylan, der gr\u00f6\u00dfte Liedermacher unserer Zeit, der singt nach seiner Bekehrung in einem seiner Lieder: \u00bbDa ist ein Mann am Kreuz, und er ist f\u00fcr dich gekreuzigt. Glaube an seine Kraft, sie reicht aus, um bestehen zu k\u00f6nnen.\u00ab Und dazwischen gibt es Menschen, die sagen: \u00bbIst ja alles sch\u00f6n und gut, aber f\u00fcr mich gibt es keine Rettung mehr. Meine Schuld ist zu gro\u00df. Ich kann mich bei Gott nicht mehr blicken lassen. F\u00fcr mich gibt\u2019s keine Vergebung. Ich habe zuviel falsch gemacht.\u00ab Mensch, was hat denn das damit zu tun? Jesus ist f\u00fcr alle S\u00fcnden gestorben! Wenn er Vergebung f\u00fcr seine eigenen M\u00f6rder erbeten hat, vergibt er auch dir, auch dann, selbst wenn du einen Mord wie eine Abtreibung hinter dir hast. K\u00fcmmere dich doch nicht darum, ob du viele S\u00fcnden hast oder wenige, gro\u00dfe oder kleine. Alles, was du zu tun hast, ist: Sieh auf Jesus! Glaub an ihn! Das hei\u00dft: Trau ihm zu, dass er dein Leben in Ordnung bringt und dir vergibt. Ich sage dir: Es ist niemand anders als der Teufel, der dir jetzt einreden will, das k\u00e4me f\u00fcr dich alles nicht in Frage, weil du hier neu bist oder zu alt oder zu jung. Ich will mal ein Wort zu den Alten sagen. Es ist schon f\u00fcr einen jungen Menschen nicht leicht, sich zu bekehren. Und deshalb ist es f\u00fcr einen \u00e4lteren Menschen gleich gar nicht leicht, wenn du zugeben musst, dass du 30 oder 50 oder 70 Jahre verkehrt gelebt hast. Aber Bekehrung hat doch mit dem Alter nichts zu tun! Das w\u00e4re doch die Kr\u00f6nung deines langen Menschenlebens, wenn du heute reinen Tisch machst, dir von Jesus deine S\u00fcnden vergeben l\u00e4sst und dann aufrecht in den Himmel gehen kannst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wer tickt oder was tickt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und ich will mal ein Wort zu den Jungen sagen. Ihr braucht gar nicht zu denken \u00bbJa, der Pfarrer soll mal den Alten einheizen, wir haben ja noch Zeit.\u00ab So? Wie viel Zeit habt ihr denn noch? 20 Jahre? Oder zwei? Oder zwei Stunden? Ich bin ja als Jazzfan eifriger Leser der deutschen Jazzzeitschrift. Da war mal ein Interview drin mit dem Michael Petrucciani, einem der gr\u00f6\u00dften Jazzpianisten. Der hat da erz\u00e4hlt, was er alles in seinem Leben noch machen will, welche CDs und mit wem, was er noch komponieren will usw. Da hat ihn die Reporterin gefragt: \u00bbHerr Petrucciani, wann wollen Sie denn das alles machen?\u00ab Da hat er geantwortet: \u00bbIch bin doch noch jung. Ich hab doch noch Zeit.\u00ab Als ich diese S\u00e4tze las, lag Petrucciani schon ein paar Wochen unter der Erde. Er hatte gedacht, dass er noch viel Zeit hat, und ahnte nicht, dass seine Uhr schon abgelaufen war. Nicht alle Stars leben so naiv dahin. Melanie Thornton hatte in Leipzig vor 40.000 Besuchern ein Konzert gegeben, danach ein Interview. In diesem Interview hat sie gesagt: \u00bbWir wissen alle nicht, ob wir morgen noch leben. Ich lebe jeden Tag so, als ob es mein letzter w\u00e4re.\u00ab Ein paar Stunden sp\u00e4ter war sie tot, als ihr Flugzeug beim Landeanflug auf Z\u00fcrich zerschellte. Und wie ist nun deine Einstellung zum Leben und zum Sterben? Ich rufe dich zu Jesus, egal, ob du hier neu, alt oder jung bist. Genau du bist gefragt, egal, wie verwundet du bist, verwundet durch deine eigene Dummheit oder durch die Bosheit anderer Menschen. Ich rufe dich zu Jesus und berufe mich dabei auf seine eigenen Worte, \u00bbdass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.\u00ab Alle! Nicht: Alle, die 18 sind, Abitur haben, anst\u00e4ndig angezogen sind usw. Nein: Alle. Das hei\u00dft: Keiner ist ausgeschlossen. Du auch nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und selbst wenn du behauptest, du k\u00f6nntest nicht glauben, dann behaupte ich: Du k\u00f6nntest ja wenigstens wie der zweifelnde Vater sagen: \u00bbHerr, ich m\u00f6chte glauben, hilf meinem Unglauben.\u00ab Das langt! Du brauchst doch nur wie der sinkende Petrus deine Hand auszustrecken und zu sagen: \u00bbHerr, ich versinke.\u00ab Das ist genug! Du brauchst nur wie der Z\u00f6llner zu sagen: \u00bbGott sei mir S\u00fcnder gn\u00e4dig.\u00ab Das reicht! F\u00fcrchte dich doch nicht, es mit Jesus zu versuchen, auch wenn du das mit dem Kreuz noch nicht richtig verstehst, auch wenn du das alles verr\u00fcckt findest. Na klar, das Kreuz ist genauso verr\u00fcckt wie die Metallschlange. Dass der Sohn Gottes f\u00fcr uns stirbt, ist doch das Verr\u00fcckteste, was jemals auf der Welt passiert ist und das alle unsere Ma\u00dfst\u00e4be verr\u00fcckt. Kein Mensch kann das Kreuz begreifen, kein Mensch kann das Kreuz erkl\u00e4ren. Aber jeder Mensch kann daran glauben und jeder kann dadurch gerettet werden. Und die einzige Erkl\u00e4rung f\u00fcr diese Verr\u00fccktheit \u2013 die Schlange auf der Stange und der Sohn Gottes am Kreuz \u2013 die einzige Erkl\u00e4rung f\u00fcr diese Verr\u00fccktheit ist, dass Gott verr\u00fcckt ist vor Liebe, vor Liebe nach einer verlorenen Welt, die sich ihm gegen\u00fcber in Rebellion befindet. \u00bbDenn\u00ab, so sagt die Bibel (Johannes 3,16), \u00bbso sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pfarrer Dr. Theo Lehmann<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Theo Lehmann, Gott will alle &#8211; sieben evangelistische Vortr\u00e4ge, 2. Auflage 2014 (Brosch\u00fcre des Gemeindehilfsbundes).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die Brosch\u00fcre kann f\u00fcr 2,00 \u20ac zzgl. Versand in der Gesch\u00e4ftsstelle des Gemeindehilfsbundes, M\u00fchlenstr. 42, 29664 Walsrode (info@gemeindehilfsbund.de, Tel.: 05161\/911330) bestellt werden. Au\u00dferdem ist eine DVD mit allen 7 evangelistischen Vortr\u00e4gen, die f\u00fcr den Fernsehsender Bibel TV aufgezeichnet wurden, in der Gesch\u00e4ftsstelle erh\u00e4ltlich (20,00 \u20ac zzgl. Versand).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt \u00fcber 4. Mose 21,4\u20139 Wenn mein vierj\u00e4hriger Enkel zu mir sagt: \u00bbOpa, im Garten liegt \u2018ne d\u00fcnne Schlange\u00ab, dann ist das harmlos, denn er meint ja nichts weiter als einen Regenwurm. Wenn meine Mutter uns erz\u00e4hlte, wie sie von einer richtigen Schlange angefallen wurde, waren wir atemlos. Ihr m\u00fcsst wissen: Meine Eltern waren Missionare [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":100,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[12],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13393"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/100"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13393"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13393\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13397,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13393\/revisions\/13397"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13393"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13393"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13393"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}