{"id":1336,"date":"2007-03-10T18:04:29","date_gmt":"2007-03-10T16:04:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1336"},"modified":"2009-09-04T17:34:42","modified_gmt":"2009-09-04T15:34:42","slug":"welche-autoritat-hat-das-wort-gottes-in-der-evangelischen-kirche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1336","title":{"rendered":"Welche Autorit\u00e4t hat das Wort Gottes in der Evangelischen Kirche?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Welche Autorit\u00e4t hat das Wort Gottes in der<br \/>\nEvangelischen Kirche?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1 In der Grundordnung der EKD von 1948 hei\u00dft es: \u201eGrundlage der Evangelischen Kirche in Deutschland ist das Evangelium von Jesus Christus, wie es uns in der Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments gegeben ist. Indem sie diese Grundlage anerkennt, bekennt sich die Evangelische Kirche in Deutschland zu dem Einen Herrn der einen heiligen allgemeinen und apostolischen Kirche\u201c. In \u00e4hnlichen Formulierungen bekennen sich auch die einzelnen Gliedkirchen der EKD zur Heiligen Schrift als ihrer gemeinsamen Grundlage. In der Verfassung der Evang.-luth. Kirche Hannovers hei\u00dft es: \u201eGrundlage der Verk\u00fcndigung in der Landeskirche ist das in Jesus Christus offenbar gewordenen Wort Gottes, wie es in der Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments gegeben und in den Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche bezeugt ist\u201c.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die EKD erkl\u00e4rt \u201edas Evangelium von Jesus Christus\u201c zu ihrer Grundlage, die Hannoversche Landeskirche \u201edas in Jesus Christus offenbar gewordene Wort Gottes\u201c, und zwar \u201ewie es in der Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments gegeben ist\u201c. Beide Kirchen bekennen sich damit uneingeschr\u00e4nkt zur Autorit\u00e4t der Heiligen Schrift als des Wortes Gottes. Wie \u00e4u\u00dfert sich diese Autorit\u00e4t und wie gro\u00df ist sie im Leben und Handeln der Evangelischen Kirche in unserem Land? Wir gehen diesen Fragen nach, indem wir einige Knotenpunkte und Weichenstellungen seit dem Inkrafttreten der Grundordnung im Jahr 1948 in den Blick nehmen. Zun\u00e4chst jedoch m\u00fcssen wir uns theologisch Rechenschaft geben \u00fcber den Begriff des Wortes Gottes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.1 Der Begriff \u201eWort Gottes\u201c bezeichnet den Gott der biblischen Offenbarung als einen redenden Gott. Nach 1. Kor. 12,2 ist es ein Hauptkennzeichen aller heidnischen Religiosit\u00e4t, da\u00df sie stumme G\u00f6tzen verehrt. Nur der lebendige Gott des Alten und Neuen Testaments redet. Die Sch\u00f6pfung entstand und wird getragen durch sein Wort (1. Mose 1, Hebr. 1,3). Das Wort Gottes hat sch\u00f6pferische Kraft. \u201eWenn er spricht, so geschieht\u2019s\u201c (Ps. 33,9). \u201eGott ruft dem, was nicht ist, da\u00df es sei\u201c (R\u00f6m. 4,17). Der Glaubende erkennt die Sch\u00f6pferkraft des g\u00f6ttlichen Wortes, der Nichtglaubende kennt diese Kraft nicht (Hebr. 11,3).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.2 Weil Gott redet, ist sein Wort das Mittel, durch das er Kontakt mit den Menschen aufnimmt und Gemeinschaft mit ihnen pflegt. Wir Menschen k\u00f6nnen Gott nur durch sein Wort und in seinem Wort kennenlernen. Jesu vornehmlicher Dienst war die Predigt (Mk. 1,14). Unsere Beziehung zu Gott ist davon abh\u00e4ngig, ob und inwieweit wir auf den in seinem Wort redenden Gott h\u00f6ren. \u201eWer von Gott ist, der h\u00f6rt Gottes Worte\u201c (Joh. 8,47). \u201eHeute, wenn ihr seine Stimme h\u00f6ren werdet, so verstockt eure Herzen nicht\u201c (Hebr. 3,7f.).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.3 Gott redet zu uns durch autorisierte Menschen, im A.T. vornehmlich durch Mose und die Propheten, im Neuen Testament durch Jesus und durch die von ihm berufenen Apostel. Nach Hebr. 1,2 redet er durch seinen Sohn abschlie\u00dfend zu den Menschen. Nach Luk. 10,16 \u201eWer euch h\u00f6rt, der h\u00f6rt mich\u201c ist die m\u00fcndliche und schriftliche Verk\u00fcndigung der Apostel Wort Gottes. Es gilt also, das, was diese von Gott autorisierten Menschen geredet und geschrieben haben, als Wort Gottes zu h\u00f6ren, so wie es die Thessalonicher taten (1. Thess. 2,13).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.4 Seit der Ausgie\u00dfung des Heiligen Geistes zu Pfingsten redet der erh\u00f6hte Herr durch den Heiligen Geist. \u201eEr wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er\u2019s nehmen und euch verk\u00fcndigen\u201c (Joh. 16,14). Die Heilige Schrift bezeugt uns also ein Reden des Dreieinigen Gottes. Gott redet abschlie\u00dfend durch seinen Sohn. Der Sohn redet durch den Geist, und der Geist redet durch die Heilige Schrift. Ein Zitat von Martin K\u00e4hler: \u201eDer wirkliche, d.h. der wirksame Christus, der durch die Geschichte der V\u00f6lker schreitet, mit dem die Millionen Verkehr gehalten haben in kindlichem Glauben, mit dem die gro\u00dfen Glaubenszeugen ringend, nehmend, siegend und weitergebend Verkehr gehalten \u2013 der wirkliche Christus ist der gepredigte Christus\u2026das ist aber eben der geglaubte; der Jesus, den wir mit Glaubensaugen ansehen\u2026; der Jesus, dessen Bild wir uns einpr\u00e4gen, weil wir darauf hin mit ihm umgehen wollen und umgehen, als mit dem erh\u00f6hten Lebendigen\u201c . Gott redet also seit Pfingsten zu den Menschen durch den erh\u00f6hten Herrn in der Weise, da\u00df der Heilige Geist die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments an ihnen wirksam werden l\u00e4\u00dft, indem er jemand, der darin liest oder das Wort Gottes h\u00f6rt, erleuchtet oder verstockt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Verh\u00e4ltnis von Wort Gottes und Heiliger Schrift ist also dergestalt zu bestimmen, da\u00df aufgrund der Wirksamkeit des Heiligen Geistes, der durch die Heilige Schrift zu den Menschen spricht, die Heilige Schrift Gottes Wort ist. Das sch\u00f6pferische Reden Gottes ist das gewaltigste Geschehen im Himmel und auf Erden. Dort wo Gott sein Reden uns Menschen vernehmbar macht, n\u00e4mlich in den Worten der Propheten, in den Worten Jesu Christi und der Apostel, ist unsere absolute H\u00f6rbereitschaft gefordert, denn daran entscheidet sich unser ewiges Schicksal. Aufgrund der dreifachen Tatsache, da\u00df Gott durch den erh\u00f6hten Herrn, dieser durch den Geist und der Geist durch die Heilige Schrift redet, ist die Heilige Schrift Wort Gottes und hat allerh\u00f6chste Autorit\u00e4t in der christlichen Gemeinde. Ein Zitat von Reinhard Slenczka: \u201eDie Heiligen Schriften Alten und Neuen Testaments sind das Wort des Dreieinigen Gottes, das er spricht, in dem er sich selbst zu erkennen gibt und durch das er wirkt; weil sie das Wort Gottes sind, sind sie die Heiligen Schriften der christlichen Gemeinde\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3 F\u00fcr die Reformatoren war es keine Frage, da\u00df die Heilige Schrift Gottes Wort ist. \u201eWeil wir selber halten, da\u00df die Heilige Schrift sei Gottes heilsames Wort, welches uns ewiglich kann selig machen, sollen wir darin so lesen und studieren, da\u00df wir Christus drin bezeugt finden\u201c (Martin Luther in einer Auslegung zu Joh. 5,39). Auch f\u00fcr die auf die Reformationszeit folgende Zeit der Orthodoxie war es klar, da\u00df die Heilige Schrift norma normans ist, also die dogmatische Grundlage f\u00fcr den Glauben und das Leben der Kirche darstellt. De iure h\u00e4lt die Evangelische Kirche bis heute an dieser Bewertung und Stellung der Heiligen Schrift fest, wie wir geh\u00f6rt haben, aber wir werden sehen, da\u00df sie sich de facto davon weit entfernt hat. F\u00fcr die Reformationszeit und die Zeit der Orthodoxie und des Pietismus galt also die Voraussetzung, da\u00df die Heilige Schrift Gottes Wort ist, da\u00df also der dreieinige Gott durch das Wort der Bibel unmittelbar zum Menschen spricht. Diese Voraussetzung stellte sowohl die Ausleger als auch die H\u00f6rer und Leser der Heiligen Schrift in ein direktes Verh\u00e4ltnis mit Gott.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im 18. und 19. Jahrhundert kam es in Europa zu einem tiefgreifenden Paradigmenwechsel im Denken. Der neuzeitliche Mensch begreift sich mehr und mehr als ein geschichtliches Wesen, und er beginnt, seine Wertsysteme, ja sein ganzes Bewu\u00dftsein geschichtlich zu interpretieren. \u00dcberkommene Werte werden auf ihren geschichtlichen Ursprung hin untersucht und aus ihren vermuteten Entstehungsbedingungen heraus erkl\u00e4rt und relativiert. So konnte es nicht ausbleiben, da\u00df auch die Bibel unter der Vorgabe des geschichtlichen Denkens betrachtet und durch diese Sichtweise zu einem rein geschichtlichen Buch wurde. Der Ausleger, H\u00f6rer und Leser der Heiligen Schrift stand nun nicht mehr unmittelbar vor Gott, sondern vor einem geschichtlichen Dokument. Im Raster des geschichtlichen Denkens wurde die Bibel ein Buch aus einer vergangenen Epoche der Menschheit mit mehr oder weniger glaubw\u00fcrdigen Berichten, deren Autorit\u00e4t nicht mehr selbstverst\u00e4ndlich war. So mu\u00dfte es zu der ber\u00fchmten Schlu\u00dffolgerung Lessings kommen, da\u00df zuf\u00e4llige Geschichtswahrheiten kein Beweis notwendiger Vernunftwahrheiten sein k\u00f6nnen, und zu seiner resignierten Feststellung, da\u00df er vor einem garstigen Graben stehe, wenn er in den alten biblischen Berichten eine f\u00fcr ihn g\u00fcltige Wahrheit suche. Da\u00df es sein eigenes geschichtliches Denken war, das ihm den Zugang zu Gottes Wort verschlo\u00df, darauf kam er leider nicht. Im Laufe des 19. Jahrhunderts griff das geschichtliche Denken so sehr um sich, da\u00df daraus eine eigene Weltanschauung, der Historismus wurde. Der Philosoph des Historismus wurde Ernst Troeltsch (1865-1923). Ein Zitat: \u201eHistorismus bedeutet\u2026die Historisierung unseres ganzen Wissens und Empfindens der geistigen Welt\u201c. Er ist \u201edie eigent\u00fcmlich moderne Denkform\u201c. Troeltsch empfiehlt in seinem Aufsatz \u201e\u00dcber historische und dogmatische Methode in der Theologie\u201c (1898) der Theologie die konsequente Anwendung der von ihm so genannten historischen Methode, und zwar mit dem dreifachen Instrumentarium der Kritik, der Analogie und der Korrelation, und er spricht dabei ausdr\u00fccklich von der \u201eAllmacht der Analogie\u201c, welche die \u201eGleichartigkeit alles historischen Geschehens\u201c einschlie\u00dfe. Man mu\u00df hier wirklich von einem grunds\u00e4tzlichen Paradigmenwechsel des Denkens sprechen. Das gesamte Sein und Bewu\u00dftsein des Menschen wird unter die Oberherrschaft des geschichtlichen Denkens gestellt. Alles hat einen Ursprung und ein Ende, alles ist bedingt durch seine Entstehungszeit und seinen Entstehungsort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es liegt auf der Hand, da\u00df eine so geartete historische Methode, wenn man sie auf die Bibel anwendet, den Menschen nicht zu Gottes Wort, sondern zu einem erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftigen geschichtlichen Dokument f\u00fchrt. Wer gelehrt wird, da\u00df man der Bibel grunds\u00e4tzlich kritisch gegen\u00fcber treten m\u00fcsse, da\u00df man nach dem Prinzip der Analogie nur solche biblischen Berichte anerkennen d\u00fcrfe, die auch sonst in der Geschichte belegbar sind und da\u00df es nur korrelatives Geschehen ohne g\u00f6ttliche Einwirkung gebe, der wird am Selbstanspruch der Bibel vorbeigef\u00fchrt, welcher nicht anders lautet als \u201eSo spricht der Herr\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4 In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die \u00dcbernahme der historischen Methode in die evangelische Theologie durch Rudolf Bultmann und Gerhard Ebeling besiegelt. Bultmann hat in einem 1941 gehaltenen Referat die drei Prinzipien der historischen Methode, wie sie Troeltsch formuliert hatte, konsequent auf die Interpretation des Neuen Testaments \u00fcbertragen. Alle Berichte, die analogieloses Geschehen beschreiben, also vor allem die Pr\u00e4existenz Jesu, die Wunder Jesu, seinen stellvertretenden S\u00fchnetod, seine leibhafte Auferstehung, die Himmelfahrt, die Wiederkunft, die Entr\u00fcckung der Gemeinde, erkl\u00e4rt Bultmann f\u00fcr Ausdrucksformen eines antiken mythischen Weltbildes, die entmythologisiert und dem modernen Menschen existenzial interpretiert werden m\u00fc\u00dften. Der moderne Mensch, so \u00e4u\u00dfert sich Bultmann \u00fcber die Auferstehung Jesu, k\u00f6nne \u201eein solches mirakul\u00f6ses Naturereignis wie die Lebendigmachung eines Toten &#8211; ganz abgesehen von seiner Unglaubw\u00fcrdigkeit \u00fcberhaupt &#8211; \u2026nicht als ein ihn betreffendes Handeln Gottes verstehen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man sieht an dieser Radikalkritik, wohin die historische Methode zwangsl\u00e4ufig f\u00fchrt. Das gesamte \u00fcbernat\u00fcrliche Geschehen der Heiligen Schrift ist \u201eerledigt\u201c, wie Bultmann sich ausdr\u00fcckt. Sein Versuch, eine entmythologisierte Fassung der paulinischen Christologie als Kern der Botschaft des Neuen Testaments festzuhalten und durch die existenziale Interpretation als Ruf zum Glauben f\u00fcr den modernen Menschen glaubbar zu machen, mu\u00df heute als gescheitert angesehen werden. Die historische Methode bzw. die historisch-kritische Methode hat sich als unbrauchbar erwiesen, dem modernen Menschen Jesus Christus nahezubringen. Da\u00df in der Predigt von einem Jesus, der mit seinen Idealen und mit seinem Gottvertrauen am Kreuz gescheitert ist, Gottes Ruf zu h\u00f6ren sei, ist eine irrige Hoffnung der historisch-kritischen und existenzialen Theologie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerhard Ebeling hat in seinem 1950 ver\u00f6ffentlichten Aufsatz \u201eDie Bedeutung der historisch-kritischen Methode f\u00fcr die protestantische Theologie und Kirche\u201c die historisch-kritische Methode ebenso wie Bultmann als unausweichliche Aufgabe evangelischer Theologie bezeichnet und den Versuch unternommen, sie als eine moderne Form der reformatorischen Rechtfertigungslehre darzustellen. Die historisch-kritische Methode sei aus \u201edem Geist der Neuzeit\u201c entstanden und stelle eine \u201evon neuen Denkvoraussetzungen herkommende kritische Auseinandersetzung mit der \u00dcberlieferung\u201c dar. Deswegen sei sie \u201ewesenhaft verbunden mit Sachkritik\u201c. Erst durch die Anwendung dieser Methode werde der Abstand der historischen Quelle zum Betrachter deutlich, wodurch es erst zu einer reinen Begegnung mit dem Text komme. Der Protestantismus sei berufen, \u201ein der kritischen \u00dcberpr\u00fcfung der Grundlagen\u201c voranzugehen und brennen zu lassen, was brennt, denn \u201edie Begegnung mit der geschichtlichen Offenbarung\u201c ereigne sich \u201eallein im H\u00f6ren auf das Wort\u201c, ohne historische Sicherungen. Das \u201eJa zur Ungesichertheit\u201c sei nur die \u201eKehrseite der Heilsgewi\u00dfheit sola fide\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch bei Ebeling \u00fcbernimmt das geschichtliche Denken die Regie \u00fcber die Auslegung der Heiligen Schrift. Die Bibel wird wie bei Bultmann nicht mehr als das Mittel verstanden, durch das Gott zum Menschen direkt redet, sondern als ein geschichtliches Buch wie jedes andere, das der Kritik ausgeliefert werden mu\u00df, und bei Ebeling kommt noch die Behauptung hinzu, da\u00df diese Auslieferung ganz im Sinn des reformatorischen Glaubens sei, weil sie die unn\u00f6tige und gef\u00e4hrliche historische Absicherung des Glaubens zerst\u00f6re. Dazu ist zu sagen, da\u00df der Glaube, so wie ihn die Reformation entdeckt und beschreiben hat, in der Heiligen Schrift Gottes Wort h\u00f6rt und sich nicht kritisch \u00fcber dieses Wort, sondern sich dem\u00fctig unter dieses Wort stellt. Diese Haltung schlie\u00dft historische und philologische Arbeit an der Heiligen Schrift ein, aber in der Begegnung mit der Heiligen Schrift l\u00e4\u00dft sich der reformatorische Glaube nicht vom \u201eGeist der Neuzeit\u201c leiten, sondern vom Heiligen Geist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5 Wie hat die Evangelische Kirche auf den Einbruch des geschichtlichen Denkens in die Bibelauslegung reagiert? 1947 schrieb der damalige Vorsitzende des Rates der EKD, der w\u00fcrttembergische Landesbischof Theophil Wurm an Karl Barth und bat ihn um eine Stellungnahme zur Theologie Bultmanns. Er stellte fest, da\u00df die Kirche in der theologischen Ausbildung neue Wege suchen m\u00fcsse, wenn Bultmann nicht in der Lage sei, seinem theologischen Anliegen eine Form zu geben, die mit den Glaubensbekenntnissen der Kirche \u00fcbereinstimmt. Barth antwortete beschwichtigend, ein \u201eHecht im Karpfenteich\u201c wie Bultmann k\u00f6nne der Kirche \u201enicht wenig heilsam\u201c sein. 1950 erkl\u00e4rte der badische Landesbischof Bender vor seiner Landessynode: \u201eDie Kirche ehrt die theologische Wissenschaft, solange und sofern sie Gottes Wort und seine gottseligen Geheimnisse ehrt und nicht Sklavin eines diesseitigen Wissenschaftsbegriffes wird\u2026, aber sie kann und darf sich nicht einer Theologie ausliefern, die einrei\u00dft statt zu bauen\u201c. 1951 richtete der Nachfolger Wurms, Landesbischof Martin Haug, einen Hirtenbrief an die w\u00fcrttembergischen Pfarrer: \u201eWiderstehen Sie dem Versuch einer Deutung des Evangeliums mit dem Mythusbegriff und einer dementsprechend verk\u00fcrzenden \u00dcbertragung in eine vermeintlich mythenfreie Seinsdeutung. Niemand wird Sie rechtfertigen k\u00f6nnen, wenn Sie Ihrer Gemeinde die Christuswahrheit in solcher Verk\u00fcrzung darbieten wollen\u201c. 1952 erkl\u00e4rte die Generalsynode der VELKD in Flensburg, da\u00df sie in gro\u00dfer Sorge die Gefahr sehe, \u201eda\u00df die Heilstaten Gottes in Lehre und Verk\u00fcndigung zur\u00fcckgedr\u00e4ngt, verfl\u00fcchtigt und zuletzt preisgegeben werden\u201c. \u00c4hnlich erkl\u00e4rte sich die VELKD-Bischofskonferenz im selben Jahr. Das waren die letzten offiziellen kritischen Stimmen aus der EKD zur historisch-kritischen Auslegungsmethode. Zwei Jahrzehnte sp\u00e4ter bat die VELKD-Bischofskonferenz Rudolf Bultmann offiziell um Entschuldigung und versicherte ihn ihrer Verehrung und Hochachtung. Der \u201eGeist der Neuzeit\u201c (Ebeling) und die \u201eAllmacht der Analogie\u201c (Troeltsch) hatten endg\u00fcltig die Kirchenleitungen erobert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis heute h\u00e4lt der Siegeszug der historisch-kritischen Methode auf der Leitungsebene der EKD an. Manfred Kock hat als Ratsvorsitzender 2003 vor der EKD-Synode ein Referat \u00fcber \u201eDie Bibel als Quelle und Richtschnur des Glaubens\u201c gehalten. Darin bekennt er sich ohne Vorbehalte zu dieser Auslegung und nennt sie sogar \u201ebefreiend\u201c. \u201eDie Bibel ist Gotteswort im Menschenwort. Dieser Charakter der Bibel macht es ebenso m\u00f6glich wie notwendig, sie historisch-kritisch zu betrachten und zu erforschen. Denn die Bibel ist n\u00fcchtern betrachtet und wissenschaftlich studiert ein Buch wie jedes andere\u201c. Die Bibel selber sieht das anders. In 2. Tim. 3,15 schreibt Paulus an Timotheus: \u201eDie Heiligen Schriften k\u00f6nnen dich unterweisen zur Errettung durch den Glauben an Jesus Christus\u201c. Da das andere B\u00fccher nicht k\u00f6nnen, ist die Bibel nicht ein Buch wie jedes andere. Auch der jetzige Pr\u00e4sident des Kirchenamts der EKD, Hermann Barth, hat sich immer wieder zur historisch-kritischen Auslegung bekannt. In seiner Predigt anl\u00e4\u00dflich seiner Einf\u00fchrung im M\u00e4rz 2006 erkl\u00e4rte er: \u201eWir verehren die Bibel, weil uns hier im Menschenwort Gotteswort begegnet, aber wir haben die Freiheit, ja die Aufgabe, von der sachlichen Mitte der Bibel her Kritik an ihren menschlich-allzumenschlichen Z\u00fcgen zu \u00fcben\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man kann sagen, da\u00df seit \u00fcber einem halben Jahrhundert die historisch-kritische Methode der Bibelauslegung die im Raum der EKD anerkannte Auslegungsmethode ist. Da\u00df diese Methode dem Selbstanspruch der Heiligen Schrift, Gottes Wort zu sein, nicht gerecht wird, da\u00df sie die Heilige Schrift dem Urteil des zeitgeistabh\u00e4ngigen kritischen Denkens unterwirft, da\u00df sie die Heilige Schrift durch das geschichtliche Denken zu einem blo\u00dfen Geschichtsbuch degradiert, da\u00df sie den reformatorischen Grundsatz des sola scriptura aufl\u00f6st \u2013 das scheint man entweder gar nicht zu sehen oder sogar zu akzeptieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6 Die kirchliche Anerkennung der historischen Methode ist aber nicht nur die Anerkennung einer bestimmten Auslegungsmethode, vielmehr stellt sie einen grunds\u00e4tzlichen Paradigmenwechsel im Umgang mit der Heiligen Schrift dar. Wo diese Methode in Geltung steht, beurteilt nicht mehr Gott den Menschen, sondern der Mensch Gott. Der Mensch entscheidet, was ihm an der Bibel glaubw\u00fcrdig erscheint und was nicht. Der Mensch entscheidet zwischen geschichtsbedingten und bleibend wichtigen Aussagen. So wird die Heilige Schrift zur Verf\u00fcgungsmasse. Die Folgen sind verheerend: Desinteresse am Heilshandeln Gottes in Raum und Zeit. Menschliche Zeugnisse und Gotteserfahrungen treten an die Stelle des Wortes Gottes. Der \u201eGeist der Neuzeit\u201c mit all seinen Variationen wird zum eigentlichen Inspirator und Regisseur der Auslegung, ja noch mehr, er wird zum beherrschenden Dogma! Neuzeitliche Ideen, Ideologien und gesellschaftliche Trends setzen nun biblische Weisungen au\u00dfer Kraft. Die zweite H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts ist voller Beispiele f\u00fcr diese Fremdbestimmung der Auslegung. Einige seien genannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6.1 Die Idee der Gleichberechtigung von Mann und Frau erweist sich in den innerkirchlichen Diskussionen um die Einf\u00fchrung der Frauenordination in den 60er Jahren als st\u00e4rker als die beiden apostolischen Verbote der \u00f6ffentlichen Gemeindelehre durch die Frau in 1. Kor. 14,33b-38 und 1. Tim. 2,8-15. Noch 30 Jahre sp\u00e4ter begr\u00fcndet ein Landesbischof die Einf\u00fchrung der Frauenordination damit, da\u00df die kirchliche Situation Teil der \u201ekulturellen und gesellschaftlichen Transformation\u201c sein, welche \u201edie vollst\u00e4ndige Gleichberechtigung und Gleichbehandlung von Frauen und M\u00e4nnern\u201c zum Ziel habe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Berufung auf die beiden genannten Bibelstellen hat die \u201eKammer der Evangelischen Kirche in Deutschland f\u00fcr Theologie\u201c 1992 f\u00fcr unzul\u00e4ssig erkl\u00e4rt. In ihrem Text \u201eFrauenordination und Bischofsamt\u201c hei\u00dft es: \u201eDa\u00df es keine Gr\u00fcnde aus der Heiligen Schrift und dem Bekenntnis gibt, Frauen von der Ordination zum Pfarramt und also auch von der Berufung in kirchliche Leitungs\u00e4mter auszuschlie\u00dfen, mu\u00df die evangelische Kirche gerade auch aus \u00f6kumenischer Verpflichtung lehren und in ihrer Ordnung praktizieren\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6.2 Die Idee der Selbstbestimmung erweist sich anfangs der 90er Jahre in der innerkirchlichen Diskussion um die Abtreibung als st\u00e4rker als das klare biblische Verbot des T\u00f6tens. Im April 1991 erkl\u00e4rte die Landessynode der Ev.-luth. Landeskirche in Bayern in der sog. \u201eRosenheimer Erkl\u00e4rung zum Schutz des ungeborenen Lebens und zu Fragen des Schwangerschaftsabbruchs\u201c: \u201eIn Konfliktf\u00e4llen kann die letzte Entscheidung der betroffenen Frau von niemandem abgenommen werden; sie mu\u00df sie in ihrer Verantwortung vor Gott treffen\u201c. Die letzte Entscheidung \u00fcber Leben und Tod eines ungeborenen Menschen trifft also nach dieser synodalen Erkl\u00e4rung nicht das Wort Gottes, sondern der Mensch. Bis heute ist \u00fcbrigens die bayrische Landessynode nicht bereit, diesen Passus aus der Rosenheimer Erkl\u00e4rung zur\u00fcckzunehmen oder zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der neue Pr\u00e4sident des Diakonischen Werks, Klaus-Dieter Kottnik, hat im Februar 2007 in einem idea-Interview zur Frage des Abtreibungsrechts dem Lebensschutz zwar pers\u00f6nlich Priorit\u00e4t einger\u00e4umt, aber gleichzeitig an der Selbstbestimmung festgehalten: \u201eIch m\u00f6chte auch nicht in das Selbstbestimmungsrecht von Menschen eingreifen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6.3 Ebenfalls in den 90er Jahren hat sich die Evangelische Kirche gegen das ausdr\u00fcckliche apostolische Verbot in R\u00f6m. 1,26f. und 1. Kor. 6,9 dem gesellschaftlichen Trend der Anerkennung der homosexuellen Lebensweise angeschlossen. 1991 erkl\u00e4rte die Evang. Kirche in Berlin-Brandenburg: \u201eHomosexualit\u00e4t ist \u2013 wie wir heute wissen \u2013 weder s\u00fcndhaft noch krankhaft, sondern ein anderer Ausdruck menschlicher Sexualit\u00e4t\u201c. 1996 gab der Rat der EKD eine sog. Orientierungshilfe unter dem Titel \u201eMit Spannungen leben\u201c heraus. Darin hei\u00dft es, da\u00df \u201edie homosexuelle Lebensweise ethisch verantwortlich gestaltet\u201c werden k\u00f6nne und da\u00df in diesem Fall das Pfarramt f\u00fcr \u201ehomosexuell lebende Menschen\u201c ge\u00f6ffnet werden k\u00f6nne. Mittlerweile haben etliche Landessynoden Segnungsgottesdienste f\u00fcr gleichgeschlechtliche Partnerschaften erlaubt. 2004 hat die Bischofskonferenz der VELKD das homosexuelle Zusammenleben im Pfarrhaus f\u00fcr zul\u00e4ssig erkl\u00e4rt, wenn \u201ediese Form akzeptiert wird\u201c. Im selben Jahr hat die Ev. Kirche in Hessen und Nassau eine Frau, die mit ihrer Lebensgef\u00e4hrtin in einer sog. eingetragenen Partnerschaft lebt, zur Stellvertreterin des Kirchenpr\u00e4sidenten ernannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6.4 In der sog. \u201eBibel in gerechter Sprache\u201c \u00fcbernimmt der Feminismus nicht nur die Deutungshoheit \u00fcber die Auslegung der Bibel, sondern auch die Vollmacht f\u00fcr eigenm\u00e4chtige Textver\u00e4nderungen. Das Vaterunser beginnt in dieser verf\u00e4lschenden \u00dcbertragung \u201eDu, Gott, bist uns Vater und Mutter im Himmel\u201c. Der Missions- und Taufbefehl Jesu in Mt. 28,17-20 wird verf\u00e4lscht in \u201eTaucht sie ein in den Namen Gottes, Vater und Mutter f\u00fcr alle, des Sohnes und der heiligen Geistkraft\u201c. Die Selbstoffenbarung Gottes als Vater wird durch diese feministische Bibel\u00fcbertragung vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt. Ebenso wird die Gottessohnschaft Jesu Christi zerst\u00f6rt. Ps. 2,4 hei\u00dft in der \u201eBibel in gerechter Sprache\u201c: \u201eDieses ist mein geliebtes Kind, ihm geh\u00f6rt meine Zuneigung\u201c. Die exklusive Gottessohnschaft Jesu Christi wird eingeebnet zur Gotteskindschaft, die alle Christen kennzeichnet. Der Begriff \u201eGeistkraft\u201c schlie\u00dflich zerst\u00f6rt die Personalit\u00e4t des Heiligen Geistes. Gottes Selbstoffenbarung als Dreieiniger Gott ist damit aufgegeben, mit allen Konsequenzen f\u00fcr den Glauben, die Taufe und die gottesdienstliche Liturgie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die \u201eBibel in gerechter Sprache\u201c ist zwar kein Auftragswerk der EKD, aber sie wird von kirchenleitenden Gremien aus acht Landeskirchen unterst\u00fctzt (W\u00fcrttemberg, Baden, Pfalz, Hessen-Nassau, Rheinland, Hannover, Bremen, Nordelbien). Die gro\u00dfe Anzahl von landeskirchlichen Frauenwerken und Kirchengemeinden, die auf der F\u00f6rdererliste vermerkt sind, l\u00e4\u00dft vermuten, da\u00df die \u201eBibel in gerechter Sprache\u201c bald in die Liturgie der gemeindlichen Gottesdienste einziehen wird. Die Ev. Kirche im Rheinland hat bereits eine Handreichung \u201eBeim Wort genommen\u201c mit Gebetsvorschl\u00e4gen herausgegeben. Dort hei\u00dft es z.B. in einem Gebet zum Sonntag Trinitatis: \u201eDreieine. Tragender Urgrund im Schatten. Verborgene Mutter und Sch\u00f6pferin\u201c. Reinhard Slenczka kommt in seiner dogmatischen Beurteilung der \u201eBibel in gerechter Sprache\u201c unter dem Titel \u201eDie Anbetung der Weiblichkeit Gottes und das Bilderverbot\u201c v\u00f6llig zutreffend zu dem Schlu\u00df: \u201eKirchenleitungen, die dieses Projekt unterst\u00fctzt haben und weiterhin f\u00f6rdern, m\u00fcssen sich vorwerfen lassen, da\u00df sie damit die Kirche und den christlichen Glauben zerst\u00f6ren\u201c. Diesem Vorwurf ist nichts hinzuzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">7 Wir kehren zur\u00fcck zur Ausgangsfrage. Welche Autorit\u00e4t hat das Wort Gottes in der Evangelischen Kirche? Was k\u00f6nnen unsere \u00dcberlegungen zur Antwort beisteuern?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die biblische Besinnung \u00fcber das Wesen des Wortes Gottes hat gezeigt, da\u00df die Autorit\u00e4t des Wortes Gottes in Ewigkeit unersch\u00fctterlich fest steht. Keine Theologie und keine Kirche kann diese Autorit\u00e4t untergraben. \u201eHimmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen\u201c (Mt. 24,35). Daraus ergibt sich die Gewi\u00dfheit: Gott erschafft sich und erh\u00e4lt seine Kirche durch sein Wort zu jeder Zeit. Das gilt selbstverst\u00e4ndlich auch f\u00fcr uns. Gerade auch nach Zeiten geistlicher D\u00fcrre wie der unseren kann er in seiner sch\u00f6pferischen Weise eine geistliche Erweckung schenken, so wie er es z.B. in der ersten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts bei uns getan hat. Darauf gilt es zu hoffen und daf\u00fcr gilt es zu beten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Blick auf die Entstehung und den Durchbruch des geschichtlichen Denkens und der historischen Methode in der Theologie hat gezeigt, wie gef\u00e4hrlich es ist, dem Geist der Zeit die Herrschaft \u00fcber die Heilige Schrift zu \u00fcbertragen. Der Heiligen Schrift selbst wird dadurch nicht geschadet, denn sie ist unzerst\u00f6rbar, weil der lebendige Gott durch sie redet. Aber der Gemeinde wird geschadet. Die seit einem halben Jahrhundert in der Evangelischen Kirche in Geltung stehende historisch-kritische Auslegungsmethode f\u00fchrt die Gemeinde nicht zum Wort Gottes hin, sondern an ihm vorbei. Anstatt der Gemeinde die Wohltaten des Reiches und der Herrschaft Gottes zu bezeugen, liefert diese Methode die Gemeinde der Herrschaft gesellschaftspolitischer Ideen, Ideologien und Trends aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist an der Zeit, da\u00df die Evangelische Kirche ankn\u00fcpft an den geistlichen Durchblick und Mut der Nachkriegsbisch\u00f6fe Wurm, Bender und Haug und die Gemeinde befreit von einer Auslegungsmethode, die sich \u00fcber statt unter das Wort Gottes stellt. Wenn die Autorit\u00e4t des Wortes Gottes neu erkannt und ernstgenommen wird, wird dieses Wort Menschen zum Glauben f\u00fchren, geistlich tr\u00e4ge gewordene Christen erwecken und die Gemeinde festigen im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe. Dann wird die Evangelische Kirche wieder geistlich aufbl\u00fchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Walsrode, 10.3.2007<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche Autorit\u00e4t hat das Wort Gottes in der Evangelischen Kirche? 1 In der Grundordnung der EKD von 1948 hei\u00dft es: \u201eGrundlage der Evangelischen Kirche in Deutschland ist das Evangelium von Jesus Christus, wie es uns in der Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments gegeben ist. 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