{"id":13319,"date":"2016-03-16T10:43:02","date_gmt":"2016-03-16T09:43:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13319"},"modified":"2016-03-16T10:44:14","modified_gmt":"2016-03-16T09:44:14","slug":"wie-entstand-der-auferstehungsglaube","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13319","title":{"rendered":"Wie entstand der Auferstehungsglaube?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Diese Frage beantwortete der f\u00fcr Theologie verantwortliche Redakteur Eduard Kopp in der neuesten Ausgabe von \u201echrismon \u2013 Das evangelische Magazin\u201c (03.2016, Seite 26f). Von diesem Blatt, das jedes Jahr mit 4 Millionen Euro von der Evangelischen Kirche in Deutschland subventioniert und vielen gro\u00dfen Zeitungen beigelegt wird, darf man die Beantwortung dieser Frage wohl erwarten. Ich erhielt es als Beilage der FAZ und las im Untertitel: \u201eAm Anfang des Christentums steht kein grandioses Schauspiel um ein leeres Grab, aber sehr wohl eine aufr\u00fcttelnde Erfahrung.\u201c Neugierig las ich weiter und fand die Information: \u201eDie Auferstehung ist die entscheidende Erfahrung der fr\u00fchen Kirche. Sie ist eine dramatische Wende, die die v\u00f6llige Ern\u00fcchterung der J\u00fcnger nach dem Tod Jesu umkehrt in ein neues Aufbruchsgef\u00fchl.\u201c<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Auferstehungsberichte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da ist man gespannt zu erfahren, was die dramatische Wende bewirkte. Der Autor stellt die Frage und gibt seine Antwort: \u201eAber was gibt den Ausschlag daf\u00fcr? Alle Osterberichte beschreiben nicht die Auferstehung selbst, sondern das, was anschlie\u00dfend in den Menschen vor sich geht.\u201c Wie bitte? Alle Berichte sagen, dass der auferstandene Jesus den J\u00fcngerinnen und J\u00fcngern begegnete. Sie zweifelten. Er bewies sich ihnen handfest. Paulus schlie\u00dflich, der die Botschafter des auferstandenen Jesus zuerst entschlossen bek\u00e4mpfte, weil er sie f\u00fcr Betr\u00fcger und gef\u00e4hrliche Verf\u00fchrer hielt, begegnete vor Damaskus dem Auferstandenen und schrieb in einem Brief an die Korinther, dass \u201eChristus gestorben ist f\u00fcr unsere S\u00fcnden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas (das ist Petrus), danach von den Zw\u00f6lfen. Danach ist er gesehen worden von mehr als f\u00fcnfhundert Br\u00fcdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden.\u201c (1.Korinther 15,3-8)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Wende kam nicht zuerst durch das, was in den Menschen vor sich ging, sondern au\u00dferhalb von ihnen. Der auferstandene Jesus begegnete ihnen und setzte sich gegen ihre Zweifel durch. Er begegnete verschiedenen Menschen zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten. Das Grab war leer. Das war ein zus\u00e4tzliches Indiz. Aber entscheidend f\u00fcr die Entstehung des Osterglaubens war die Begegnung mit dem auferstandenen Jesus. So sagt es jedenfalls das Neue Testament eindeutig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Historisch-kritische Bibelauslegung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe in den Auseinandersetzungen der letzten Monate behauptet, dass die historisch-kritische Bibelauslegung der Grundschaden der evangelischen Kirchen sei. Das haben viele f\u00fcr unangemessene Polemik gehalten. Der chrismon-Artikel beweist leider deutlicher, als mir lieb war, wie aktuell diese ideologisch bestimmte Bibelkritik auch heute ist. Wer historisch sorgf\u00e4ltig die Bibeltexte liest, muss feststellen, dass sie eine unumkehrbare Begr\u00fcndungsfolge von Ostergeschehen \u2013 also Handeln Gottes mit Jesus \u2013 und dem Osterglauben der J\u00fcnger und ihrer Verk\u00fcndigung des auferstandenen Jesus Christus bezeugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da nach dem naturalistischen Weltbild Gott gar nicht handelt, sondern nur der Glaube der Menschen, dass Gott handele, und seine Auswirkungen im historischen Sinne tats\u00e4chlich seien, unterstellt man den Zeugen, dass sie ihre innere Betroffenheit \u2013 wodurch die auch immer ausgel\u00f6st worden sei \u2013 in mythologische Erz\u00e4hlungen kleideten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das leere Grab<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass die J\u00fcnger den Auferstandenen \u201egesehen\u201c h\u00e4tten, kann deshalb in \u201echrismon\u201c nur in Anf\u00fchrungszeichen geschrieben werden. Da lesen wir: \u201eOb das Grab leer war oder nicht, ist zweitrangig. Dass Jesus als Lebendiger erfahren wurde, ist entscheidend. Die Auferstehung ist kein historisch beschreibbares Ereignis, schrieb der T\u00fcbinger Theologe Hans K\u00fcng. \u201aZu fotografieren und registrieren gab es nichts.\u2018\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Genau dieser Mischmasch aus erbaulichem Jargon und Leugnung der Taten Gottes, wie sie die Bibel bezeugt, ist der Krebsschaden der evangelischen Kirchen. Nichts Neues. Aber wer behauptet, diese Art uralter Bultmannscher Bibelkritik sei l\u00e4ngst \u00fcberwunden, muss sich heute nicht nur durch \u201echrismon\u201c eines anderen belehren lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich gr\u00fc\u00dfe Sie mit dem Ostergru\u00df der Christenheit:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<strong>Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden<\/strong>.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pfarrer Ulrich Parzany<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Netzwerk Bibel und Bekenntnis (www.bibelundbekenntnis.de)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Frage beantwortete der f\u00fcr Theologie verantwortliche Redakteur Eduard Kopp in der neuesten Ausgabe von \u201echrismon \u2013 Das evangelische Magazin\u201c (03.2016, Seite 26f). Von diesem Blatt, das jedes Jahr mit 4 Millionen Euro von der Evangelischen Kirche in Deutschland subventioniert und vielen gro\u00dfen Zeitungen beigelegt wird, darf man die Beantwortung dieser Frage wohl erwarten. 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