{"id":13271,"date":"2016-03-04T11:10:25","date_gmt":"2016-03-04T10:10:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13271"},"modified":"2016-03-04T11:10:56","modified_gmt":"2016-03-04T10:10:56","slug":"sind-wir-noch-zu-retten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13271","title":{"rendered":"Sind wir noch zu retten?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Predigt \u00fcber R\u00f6mer 10,1-13<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im vergangenen Sommer waren meine Frau und ich mit unseren vier Kindern in Berlin. Wir wollten ihnen die Hauptstadt zeigen und ihnen spielerisch und als Urlaub getarnt eine kleine Einf\u00fchrung in Geschichte, Politik und Kultur unseres Landes geben. Dabei kamen wir im Ostteil der Stadt auch an einem Bauplatz vorbei, der mir gleich auffiel: \u201eThe House of One.\u201c Hier soll es also einmal stehen. Ein \u201eBethaus\u201c, in dem sich eine Synagoge, eine Moschee und eine Kirche befinden, die sich um einen zentralen von einer Kuppel gekr\u00f6nten Raum herum gruppieren.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Geb\u00e4ude ist m. E. Ausdruck einer Angst, die sich schleichend in unserer Gesellschaft ausbreitet. Es ist die Angst davor, dass der gesellschaftliche Konsens, den wir zur zurzeit noch haben, m\u00f6glicherweise nicht mehr lange halten wird. Wird das Konzept einer friedlichen Multi-Kulti-Gesellschaft aufgehen? Wird man das offensichtlich vorhandene Gewaltpotential des Islam b\u00e4ndigen k\u00f6nnen? Was kommt auf uns zu? M\u00fcssen wir Unruhe, Streit, Terror, Stra\u00dfenschlachten, Attentate bef\u00fcrchten? Ist der gesellschaftliche Frieden noch zu retten? Sind wir noch zu retten?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einer Arbeitshilfe der Evangelischen Kirche im Rheinland hei\u00dft es: \u201eEine strategische Islammission oder eine Begegnung mit Muslimen in Konversionsabsicht bedroht den innergesellschaftlichen Frieden und widerspricht dem Geist und Auftrag Jesu Christi und ist entschieden abzulehnen.\u201c Hier kommt die besagte Angst zum Ausdruck. Man bef\u00fcrchtet, dass es zu Unruhe und Gewaltausbr\u00fcchen kommt, wenn Muslimen die Frohe Botschaft von Jesus Christus verk\u00fcndigt wird. Also sollten Christen lieber schweigen und das Evangelium f\u00fcr sich behalten. Muslimen jedenfalls sollte man es nicht verk\u00fcndigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darum gibt es auch das \u201eHouse of One\u201c. Hier soll man sich nicht etwa \u201ein Konversionsabsicht\u201c begegnen, sondern es soll das friedliche Miteinander der Religionen einge\u00fcbt werden. Das evangelistische Gespr\u00e4ch ist dort ausdr\u00fccklich nicht gewollt, denn das k\u00f6nnte ja f\u00fcr Unruhe und Unfrieden sorgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An dieser Stelle wollen wir das Wort des Apostels Paulus aus dem R\u00f6merbrief 10,1-13 lesen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Liebe Br\u00fcder, meines Herzens Wunsch ist, und ich flehe auch zu Gott f\u00fcr sie, dass sie gerettet werden. 2 Denn ich bezeuge ihnen, dass sie Eifer f\u00fcr Gott haben, aber ohne Einsicht. 3 Denn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt, und suchen ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten und sind so der Gerechtigkeit Gottes nicht untertan. 4 Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht. 5 Mose n\u00e4mlich schreibt von der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt: \u00bbDer Mensch, der das tut, wird dadurch leben.\u00ab 6 Aber die Gerechtigkeit aus dem Glauben spricht so: \u00bbSprich nicht in deinem Herzen: Wer will hinauf gen Himmel fahren?\u00ab &#8211; n\u00e4mlich um Christus herabzuholen &#8211; 7 oder: \u00bbWer will hinab in die Tiefe fahren?\u00ab &#8211; n\u00e4mlich um Christus von den Toten heraufzuholen -, 8 sondern was sagt sie? \u00bbDas Wort ist dir nahe, in deinem Munde und in deinem Herzen.\u00ab Dies ist das Wort vom Glauben, das wir predigen. 9 Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. 10 Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet. 11 Denn die Schrift spricht: \u00bbWer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.\u00ab 12 Es ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist \u00fcber alle derselbe Herr, reich f\u00fcr alle, die ihn anrufen. 13 Denn \u00bbwer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden\u00ab.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wir sind zu retten, aber nicht aus eigener Kraft<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eifer ohne Einsicht<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Baron von M\u00fcnchhausen meinte bekanntlich, sich selbst am eigenen Schopf aus dem Sumpf herausgezogen zu haben. Paulus sagt uns hier, dass das in Bezug auf Gott nicht m\u00f6glich ist. Das ewige Heil k\u00f6nnen wir uns nicht durch das Tun und Halten von Geboten erarbeiten:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDenn ich bezeuge ihnen (den Juden), dass sie Eifer f\u00fcr Gott haben, aber ohne Einsicht. Denn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt, und suchen ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten und sind so der Gerechtigkeit Gottes nicht untertan.\u201c (10,2.3)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Paulus sieht zwar den Eifer, den Einsatz, die Werke, die Fr\u00f6mmigkeit, das intensive Studium der Thora, die vielen Gebete, das Geben von Almosen, doch er sagt mit aller Deutlichkeit: Das ist der Versuch, eine eigene Gerechtigkeit aufzurichten. Es ist Eifer ohne Einsicht. Es ist Eifer, der nicht rettet. Das Heil k\u00f6nnen wir uns nicht erarbeiten. Wir k\u00f6nnen uns nicht am eigenen Schopf aus dem Sumpf der S\u00fcnde, des Todes und der ewigen Verdammnis herausziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Gesetz ist unhaltbar<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eMose n\u00e4mlich schreibt von der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt: Der Mensch, der das tut, wird dadurch leben.\u201c (10,5) Wenn ein Jude das ganze Gesetz Gottes hielte, dann k\u00e4me er in den Himmel. Die Pharis\u00e4er haben das versucht und sind daran gescheitert. Paulus hat das versucht und ist daran gescheitert. Der Mensch ist nicht in der Lage, das Gesetz Gottes zu halten. Das hat Paulus im ganzen R\u00f6merbrief immer wieder deutlich gemacht:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eSie sind allesamt S\u00fcnder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten\u201c. \u201eSo halten wir nun daf\u00fcr, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke\u201c (R\u00f6m 3,23.28).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Galaterbrief schreibt er: \u201eDenn die aus den Werken des Gesetzes leben, die sind unter dem Fluch. Denn es steht geschrieben (5 Mose 27,26): \u201eVerflucht sei jeder, der nicht bleibt bei alledem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes\u201c (Gal 3,10).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Versuch, das Gesetz zu halten, ist zum Scheitern verurteilt. Wir k\u00f6nnen uns nicht am eigenen Schopf aus dem Sumpf der S\u00fcnde, des Todes und der ewigen Verdammnis herausziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der M\u00fcnchhausen-Tempel zu Berlin<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese eindeutige Lehre des Apostels Paulus, dass der Mensch sich nicht an den eigenen Haaren aus dem Sumpf der S\u00fcnde und der ewigen Verdammnis herausziehen kann, darf im \u201eHouse of One\u201c in Berlin nicht gelehrt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn was wird in der Synagoge gelehrt? Genau das, was Paulus hier verwirft. Bis heute wird in der Synagoge vertreten, dass der Mensch durch das Einhalten der Thora und damit aus eigener Kraft gerettet wird. Es ist Eifer, der nicht retten kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und was wird in der Moschee gelehrt? Halte die F\u00fcnf S\u00e4ulen des Islam (Bekenntnis, Gebet, Fasten, Almosen und Hadj), dann wirst du gerettet. Auch hier ist Eifer ohne Einsicht. Niemand wird gerettet, weil er betet, fastet oder Almosen gibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und was wird in der Evangelischen Kirche gelehrt? Mit den Worten von Nikolaus Schneider auf dem Kirchentag in Dresden 2011: \u201eDie Religionen m\u00fcssen sich von dem Gedanken verabschieden, die Wahrheit allein zu besitzen. Gott ist immer gr\u00f6\u00dfer als unsere Wahrheitserkenntnis.\u201d Weder die Synagoge, noch die Moschee, noch die Kirche sei demnach im Besitz der Wahrheit. Nein, um die Wahrheit zu erkennen, m\u00fcsse der religi\u00f6se Mensch etwas tun. Er soll in den interreligi\u00f6sen Dialog eintreten und sich so der Wahrheit ann\u00e4hern und Gott zusammen mit den Gl\u00e4ubigen anderer Religionen n\u00e4herkommen. Doch der interreligi\u00f6se Dialog ist kein Weg zur Gotteserkenntnis. Er rettet nicht. Auch hier gilt: Es ist Eifer ohne Einsicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das \u201eHouse of One\u201c kann weder Gotteshaus noch Bethaus sein. Es wird ein M\u00fcnchhausen-Tempel sein. Hier herrscht der L\u00fcgenbaron, der immer noch meint, man k\u00f6nne sich selbst beim eigenen Schopfe aus dem Sumpf herausziehen. Wir k\u00f6nnen uns aber nicht selbst aus dem Sumpf der S\u00fcnde und der ewigen Verdammnis herausziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wir sind zu retten, weil unser Retter kommt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wer will Christus aus dem Himmel holen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eAber die Gerechtigkeit aus dem Glauben spricht so: \u00bbSprich nicht in deinem Herzen: Wer will hinauf gen Himmel fahren?\u00ab &#8211; n\u00e4mlich um Christus herabzuholen &#8211; oder: \u00bbWer will hinab in die Tiefe fahren?\u00ab &#8211; n\u00e4mlich um Christus von den Toten heraufzuholen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der rettende Glaube wei\u00df, dass der Mensch sich nicht selbst retten kann. Du sagst ja auch nicht: \u201eWie kann ich in den Himmel fahren, um mir Christus, den Retter herabzuholen\u201c. Du wei\u00dft, dass das nicht geht. Und genauso wei\u00dft Du auch, dass Du Dich nicht durch gute Taten und eigenes Bem\u00fchen selbst retten kannst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Du sagst ja auch nicht: \u201eWer will in die Tiefe fahren, um Christus von den Toten heraufzuholen\u201c. Du wei\u00dft, dass Du Christus nicht von den Toten auferwecken kannst. Und genauso wei\u00dft Du auch, dass Du nichts dazutun kannst zu deinem Heil. Dein eigenes Abm\u00fchen ist nicht gefragt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Paulus sagt mit diesem Zitat aus dem 5. Buch Mose: Der Glaube erkennt, dass der Mensch aus eigener Kraft sein Heil nicht bewirken kann. Der Glaube erkennt, dass ich mich nicht am eigenen Schopf aus dem Sumpf der S\u00fcnde, des Todes und der ewigen Verdammnis herausziehen kann. Ich kann Christus nicht aus dem Himmel holen, ich kann ihn nicht von den Toten auferwecken und ich kann mich selbst nicht retten durch das Tun des Gesetzes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Christus, der Retter ist gekommen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Glaube wei\u00df, dass der Retter gekommen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eGott sandte seinen Sohn in der Gestalt des s\u00fcndigen Fleisches und um der S\u00fcnde willen und verdammte die S\u00fcnde im Fleisch, damit die Gerechtigkeit, vom Gesetz gefordert, in uns erf\u00fcllt w\u00fcrde\u201c. (R\u00f6mer 8,3).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt. (R\u00f6mer 8,34).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Glaube wei\u00df, dass wir einen Retter brauchen, und dass dieser Retter gekommen ist. Er ist gekommen f\u00fcr unsere S\u00fcnde und hat den Fluch f\u00fcr unsere S\u00fcnde getragen, damit wir die Gerechtigkeit erlangen, die Gottes Gesetz von uns fordert. Er ging in den Tod f\u00fcr uns. Aber er blieb dort nicht. Gott hat ihn auferweckt und Christus zu sich geholt. Dort sitzt er und vertritt uns.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nein, wir m\u00fcssen uns nicht selbst aus dem Sumpf der S\u00fcnde und des Todes und der ewigen Verdammnis herausziehen. Das macht Jesus Christus, unser Herr und Retter. Sind wir noch zu retten? Ja, weil Christus gekommen ist!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Christus der Retter kommt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbDas Wort ist dir nahe, in deinem Munde und in deinem Herzen.\u00ab Dies ist das Wort vom Glauben, das wir predigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch dieser Retter kommt nicht nur auf diese Erde, sondern er kommt uns noch n\u00e4her. Das sagt uns Paulus in Vers 7. Indem wir verk\u00fcndigen, dass Jesus aus dem Himmel zu uns gekommen ist, dass er unsere S\u00fcnde getragen hat und dass er von den Toten auferstanden ist, kommt er zu uns und in unser Leben. Der Retter zieht durch das Wort von Kreuz und Auferstehung in unser Herz ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch ich war ein gottloser Mensch und lebte in S\u00fcnde. Mein Leben drehte sich nur um mich. Doch dann kam Christus zu mir. Durch sein Wort kam er zu mir. Ich las das Evangelium, und Jesus zeigte mir meine S\u00fcnde und Verlorenheit und zeigte mir, dass er mich liebt, mir vergibt und mein Retter ist. Ich las dieses Wort und konnte glauben: \u201eUnd ich will den Vater bitten und er wird euch einen anderen Tr\u00f6ster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit. Den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht\u201c (Joh 14,16). Als ich dieses Wort verstand und glauben konnte, kam Christus in mein Herz, zog sein Geist in mir ein und ich erkannte: \u201eJesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch ihn\u201c. (Joh 14,6).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wir sind zu retten, wenn wir glauben und bekennen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Not aller Menschen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr alle Menschen gilt eine Wahrheit, ob sie nun Atheisten, Agnostiker, Juden, Christen oder Muslime, Hindus oder Buddhisten sind:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDenn Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart \u00fcber alles gottlose Wesen und alle Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten.\u201c (R\u00f6m 1,18)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDu aber mit deinem verstockten und unbu\u00dffertigen Herzen h\u00e4ufst dir selbst Zorn an auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes.\u201c (R\u00f6m 2,5)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schrecklich ist\u2019s in die H\u00e4nde des lebendigen Gottes zu fallen. (Hebr 10,31)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Not aller Menschen ist: Wir sind S\u00fcnder und gehen in unseren S\u00fcnden f\u00fcr alle Ewigkeit verloren. Der S\u00fcnder kommt in das Gericht und seine S\u00fcnde bringt ihn in ewige Verdammnis:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus sagt: \u201eGeht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln.\u201c (Mt 25,41)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Was sollen wir tun?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Paulus und Barnabas im Gef\u00e4ngnis von Philippi waren, st\u00fcrzte der Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter vor ihnen nieder, und es brannte eine Frage auf seinen Lippen: \u201eWas muss ich tun, dass ich gerettet werde? Die Antwort des Paulus: \u201eGlaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus gerettet\u201c (Apg 16,30). Was m\u00fcssen wir tun, um gerettet zu werden?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDenn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. 10 Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet.\u201c (R\u00f6mer 10,9.10)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das sollst du tun: Bekenne: Jesus ist Herr!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, so wirst du gerettet.\u201c Dieses Bekenntnis war ein Bekenntnis zur Gottessohnschaft Christi. Der griechische Begriff \u201ekurios\u201c \u00fcbersetzte in der griechischen Ausgabe des Alten Testaments (LXX) das hebr\u00e4ische \u201eJahwe\u201c. Das Bekenntnis zu Jesus als dem Kurios war also das Bekenntnis, dass Jesus der Sohn des Gottes Israels und damit der verhei\u00dfene Messias und Retter ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWer mich bekennt vor den Menschen, den wird auch der Menschensohn bekennen vor den Engeln Gottes. 9 Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes.\u201c (Lk 12,8.9)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das sollst du tun: Glaube, dass er f\u00fcr dich gestorben und auferstanden ist<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDenn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer glaubt, dass Jesus gestorben ist f\u00fcr uns und unsere S\u00fcnde, und dass er nicht nur gestorben ist, sondern dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, der wird gerettet. In einer neuen EKD-Schrift (\u201eF\u00fcr uns gestorben\u201c) hei\u00dft es: \u201eF\u00fcr die Auferstehungshoffnung ist es nicht konstitutiv zu wissen, ob das Grab voll oder leer war\u201c. Das ist erneut M\u00fcnchhausen-Theologie. Nat\u00fcrlich ist es konstitutiv zu wissen, dass das Grab leer war. Nur ein leeres Grab bedeutet Auferstehungshoffnung. Darum bezeugt der Apostel Paulus: \u201eNun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. Denn wie durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung\u201c (1 Kor 15,20.21). Denn \u201ehoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendsten unter allen Menschen (1 Kor 15,19).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das sollst du tun: Bekennen und Glauben!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Martin Luther hat es einmal sehr gut auf den Punkt gebracht, was der Mensch tun muss, um mit seiner S\u00fcnde nicht auf ewig verloren zu gehen. Er schrieb:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie S\u00fcnde hat nur zwei Orte, wo sie ist. Entweder ist sie bei dir, dass sie dir auf dem Halse liegt, oder sie liegt auf Christus, dem Lamm Gottes. Wenn sie nun dir auf dem R\u00fccken liegt, so bist du verloren; wenn sie aber auf Christus ruhet, so bist du frei und wirst selig. Nun greife zu, welches du willst\u2026\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bekenne, dass Jesus der Sohn Gottes ist und glaube, dass deine S\u00fcnde auf seinem Halse liegt. Wenn du das glaubst und bekennst, dass er f\u00fcr dich und deine S\u00fcnde in den Tod ging und von den Toten auferstanden ist, dann wirst du gerettet. Nun greife zu! Mach das zu deinem Bekenntnis und zu deinem Glauben. Z\u00f6gere nicht. Denn nur dieser Glaube rettet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wir sind zu retten, das lasst uns weitersagen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die multi-kulturelle Gesellschaft und unser Auftrag<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die Einheit der Gesellschaft zu f\u00f6rdern, will man die Mission unter Muslimen verhindern und St\u00e4tten des interreligi\u00f6sen Dialogs schaffen. Man meint, so den gesellschaftlichen Frieden und Zusammenhalt retten zu k\u00f6nnen. Wir sollen voneinander lernen und aufeinander h\u00f6ren und uns so einem Gott n\u00e4hern, von dem jede Religion nur eine Teilwahrheit hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Weg ist eine L\u00fcge. Dieser Weg ist ein Irrweg. Millionen von Muslime sind in unserem Land und es werden immer mehr. Die Kirchen werden immer leerer. Wir haben also immer mehr Agnostiker, Atheisten und Muslime in unserer Gesellschaft. Was sind wir diesen vielen Menschen schuldig? Was sollen wir tun?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEs ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist \u00fcber alle derselbe Herr, reich f\u00fcr alle, die ihn anrufen. Denn \u00bbwer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden\u00ab.\u201c<\/p>\n<p>Doch wie sollen die Menschen den Herrn anrufen, wenn sie von Jesus Christus nichts geh\u00f6rt haben? Wie sollen sie ihn anrufen, wenn keine Prediger zu ihnen kommen? Wie sollen sie ihn anrufen, wenn ihnen niemand den Glauben vorlebt und das Evangelium bezeugt in Wort und Tat? Wie? Diese Fragen stellt Paulus in den nachfolgenden Versen! Unser Auftrag ist es, ihnen Jesus Christus als ihren Herrn und Heiland und Retter zu bezeugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Beten und bezeugen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lassen Sie uns hier von Paulus lernen: \u201eLiebe Br\u00fcder, meines Herzens Wunsch ist, und ich flehe auch zu Gott f\u00fcr sie, dass sie gerettet werden.\u201c (R\u00f6m 10,1) Flehen wir zu Gott f\u00fcr Juden, Muslime und alle anderen auch, dass sie Jesus Christus erkennen und gerettet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lasst uns hier von Paulus lernen: \u201eIch sch\u00e4me mich des Evangeliums nicht, denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht (rettet), alle die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen (R\u00f6m 1,16) \u2013 also alle: die Muslime, die Atheisten, die Buddhisten, die Esoteriker, deinen Nachbarn, deinen Arbeitskollegen, deinen Mitsch\u00fcler. Sch\u00e4men wir uns nicht und bezeugen den vielen Menschen um uns herum und auch den vielen Fl\u00fcchtlingen Christus als ihren Herrn und Heiland, damit noch viele den Herrn anrufen und gerettet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Johann Hesse, Predigt in der Elia-Kirche Hannover-Langenhagen am 1.11.2015<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt \u00fcber R\u00f6mer 10,1-13 Im vergangenen Sommer waren meine Frau und ich mit unseren vier Kindern in Berlin. Wir wollten ihnen die Hauptstadt zeigen und ihnen spielerisch und als Urlaub getarnt eine kleine Einf\u00fchrung in Geschichte, Politik und Kultur unseres Landes geben. Dabei kamen wir im Ostteil der Stadt auch an einem Bauplatz vorbei, der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10,13,12],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13271"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13271"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13271\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13294,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13271\/revisions\/13294"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13271"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13271"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13271"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}