{"id":13178,"date":"2016-02-03T15:37:35","date_gmt":"2016-02-03T14:37:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13178"},"modified":"2016-02-03T19:34:50","modified_gmt":"2016-02-03T18:34:50","slug":"sind-wir-alle-kinder-gottes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13178","title":{"rendered":"Sind wir alle Kinder Gottes? Zum Gebetsvideo des Papstes"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Von Januar 2016 an ver\u00f6ffentlicht der Papst monatlich eine Videobotschaft (\u201eDas Video vom Papst\u201c), in welcher er Gebetsanliegen f\u00fcr den jeweiligen Monat vorstellt. Das erste Video wurde Anfang Januar auf der Internetseite des Gebetsapostolats ver\u00f6ffentlicht, einer weltweiten Initiative zum Gebet. Das Gebetsapostolat ist ein Arbeitszweig des Jesuitenordens. Das Thema dieser ersten in 11 Sprachen verbreiteten \u201eGebetsmeinung des Papstes\u201c ist der interreligi\u00f6se Dialog. Die Aussagen des Papstes sowie die durch Wort und Bild vermittelte Botschaft des Videos haben eine synkretistische also religionsvermischende Sto\u00dfrichtung.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. \u00a0 \u00a0 \u00a0 Sind wir alle Kinder Gottes?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Papst Franziskus meint, dass es in der Vielfalt der unterschiedlichen Religionen eine einzige Gewissheit gibt: \u201ewir sind alle Kinder Gottes!\u201c Mit diesem \u201ewir\u201c meint Franziskus die Anh\u00e4nger aller Weltreligionen. Diese Aussage des Papstes ist falsch. Richtig ist, dass alle Menschen wertvolle Gesch\u00f6pfe und Ebenbilder Gottes sind. Seine Gottebenbildlichkeit verleiht jedem Menschen eine W\u00fcrde, die ihm keiner nehmen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Gesch\u00f6pf Gottes ist jedoch nicht zugleich und Kraft seiner Ebenbildlichkeit ein Kind Gottes. Die Bibel unterscheidet deutlich zwischen den Kindern Gottes und den Kindern des Teufels (1 Joh 3,10). Im Johannesevangelium spricht Jesus den j\u00fcdischen Theologen seiner Zeit die Gotteskindschaft ab und bezeichnet sie als Kinder des Teufels, weil sie ihn ablehnten: \u201eW\u00e4re Gott euer Vater, so liebtet ihr mich; denn ich bin von Gott ausgegangen und komme von ihm; denn ich bin nicht von selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt. Warum versteht ihr denn meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht h\u00f6ren k\u00f6nnt! Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Gel\u00fcste wollt ihr tun. Der ist ein M\u00f6rder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er L\u00fcgen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein L\u00fcgner und der Vater der L\u00fcge. Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht (Joh 8,42-45).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Botschaft der Bibel ist klar: Jeder Mensch ist ein Gesch\u00f6pf Gottes, aber durch die S\u00fcnde von Gott getrennt und damit kein Kind Gottes. Von Natur aus folgt der Mensch dem \u201eVater der L\u00fcge\u201c. Erst durch den Glauben an Jesus Christus, seinen stellvertretenden S\u00fchnetod und die Auferstehung von den Toten wird aus einem S\u00fcnder ein Gotteskind. So hei\u00dft es im Johannesevangelium: \u201eWie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind\u201c (Joh 1,12). Juden, Buddhisten und Muslime sind wertvolle Gesch\u00f6pfe Gottes, jedoch keine Kinder Gottes. Sie werden Kinder Gottes, wenn Sie ihr ganzes Leben Jesus Christus anvertrauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. \u00a0 \u00a0 \u00a0 Glauben wir alle an die Liebe?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die vier Vertreter der Weltreligionen erkl\u00e4ren in der Videobotschaft: \u201eIch glaube an die Liebe\u201c. Es wird der Eindruck vermittelt, als ob die Vertreter aller Weltreligionen durch das einigende Band g\u00f6ttlicher Liebe miteinander verbunden seien. Die eine Liebe Gottes habe demnach in den verschiedenen Weltreligionen nur unterschiedliche Auspr\u00e4gungen erhalten. Der interreligi\u00f6se Dialog solle helfen, die Botschaft der Liebe in den anderen Religionen zu entdecken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Papst ersetzt in seiner Botschaft die in Jesus Christus geoffenbarte Liebe Gottes durch einen humanistisch verflachten Liebesbegriff. Die Liebe, die der Papst m\u00f6glicherweise im Blick hat, gleicht der in Friedrich Schillers \u201eOde an die Freude\u201c: \u201eSeid umschlungen, Millionen! Diesen Kuss der ganzen Welt! Br\u00fcder \u2013 \u00fcberm Sternenzelt muss ein lieber Vater wohnen.\u201c Das jedoch ist eine ganz andere Liebe als die des himmlischen Vaters, der seinen Sohn unter Schmerzen in den Tod gibt, damit verlorene Menschen durch das Schuldopfer des Gottessohnes mit Gott vers\u00f6hnt werden: \u201eDenn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben\u201c (Joh 3,16). Im ersten Johannesbrief hei\u00dft es: \u201eDarin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen. Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Vers\u00f6hnung f\u00fcr unsre S\u00fcnden.\u201c (1 Joh 4,9.10).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Judentum, Buddhismus und Islam gibt es keinen Zugang zu dieser Liebe Gottes, denn sie lehnen das stellvertretende Opfer des Gottessohnes ab. Der Zugang zur Liebe Gottes ist nur bei dem zu finden, der zu seinen J\u00fcngern sagte: \u201eNiemand hat gr\u00f6\u00dfere Liebe, als die, dass er sein Leben gibt f\u00fcr seine Freunde\u201c (Joh 15,13). Es w\u00e4re die Pflicht des Papstes, die Anh\u00e4nger der Weltreligionen auf die am Kreuz von Golgatha geoffenbarte Liebe Gottes hinzuweisen und daf\u00fcr zu beten, dass sie in Jesus Christus Gottes Liebe finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. \u00a0 \u00a0 \u00a0 Gibt es viele Wege zum Heil?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sowohl die Er\u00f6ffnungs- als auch die Schlu\u00dfszene folgen dem modernen Dogma des Pluralismus. Das \u201eich setze mein Vertrauen in Buddha\u201c steht gleichwertig neben den Aussagen der drei anderen Mitwirkenden \u201eIch glaube an Gott\u201c, \u201eIch glaube an Jesus Christus\u201c, \u201eIch glaube an Allah.\u201c In der Schlussszene bilden die Symbole der Weltreligionen einen Kreis. Diese Botschaft in den Worten und Bildern kommt r\u00fcber: Die gro\u00dfen Religionen der Welt sind zwar verschiedenartige jedoch gleichwertige Wege zu dem einen Gott. Keine Religion d\u00fcrfe f\u00fcr sich in Anspruch nehmen, der einzige Weg zu Gott zu sein. Der Papst sagt nicht nur, dass die Anh\u00e4nger Gott in ihren Religionen suchen, sondern eben auch finden: \u201eViele denken anders, f\u00fchlen anders, sie suchen und finden Gott auf unterschiedliche Weise.\u201c Damit gesteht der Papst den anderen Religionen zu, legitime Wege zu Gott zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit widerspricht der Bischof auf dem \u201ePetrusstuhl\u201c dem Apostelf\u00fcrsten Petrus, der vor dem Hohen Rat in Jerusalem sagte: \u201eUnd in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.\u201c (Apg 4,12). Jesus Christus selbst lehrte seinen J\u00fcngern: \u201eIch bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich\u201c (Joh 14,6). Die Botschaft des Herrn der Kirche und seiner Apostel ist eindeutig: Alle Religionen f\u00fchren in die Irre. Allein in Jesus Christus werden wir Kinder des lebendigen Gottes, allein in Jesus Christus finden wir die wahre Liebe Gottes, allein in Jesus Christus finden wir das ewige Heil.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Johann Hesse, Walsrode, den 3.2.2016<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Januar 2016 an ver\u00f6ffentlicht der Papst monatlich eine Videobotschaft (\u201eDas Video vom Papst\u201c), in welcher er Gebetsanliegen f\u00fcr den jeweiligen Monat vorstellt. Das erste Video wurde Anfang Januar auf der Internetseite des Gebetsapostolats ver\u00f6ffentlicht, einer weltweiten Initiative zum Gebet. Das Gebetsapostolat ist ein Arbeitszweig des Jesuitenordens. 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