{"id":13159,"date":"2016-01-27T17:20:09","date_gmt":"2016-01-27T16:20:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13159"},"modified":"2016-01-27T17:20:09","modified_gmt":"2016-01-27T16:20:09","slug":"auch-maenner-haben-eine-seele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13159","title":{"rendered":"Auch M\u00e4nner haben eine Seele!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein umfassendes Buch \u00fcber die seelische Gesundheit von M\u00e4nnern und Jungen mit L\u00f6sungsvorschl\u00e4gen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Psychotherapeutische Praxen und Kliniken sind so etwas wie gesellschaftliche Fr\u00fchwarnsensoren f\u00fcr die Haarrisse zwischen individuellem Leid und kollektiven Normierungsprozessen. Therapeutinnen und Therapeuten sp\u00fcren in der Vertraulichkeit ihrer Arbeit schon l\u00e4nger, dass auch M\u00e4nner unter den Anforderungen des immer noch wirkm\u00e4chtigen traditionellen m\u00e4nnlichen Rollenbildes leiden &#8211; und dass sie beginnen, sich im Gespr\u00e4ch zu \u00f6ffnen und sich in ihrer Bed\u00fcrftigkeit zu zeigen. Seit etwa zehn Jahren besteht auch in der \u00d6ffentlichkeit ein zunehmendes, wenn auch oft kontroverses Interesse an M\u00e4nnerthemen, an der M\u00e4nnerrolle und den mit ihr verbundenen Herausforderungen und Risiken.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-13163\" src=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/41DGUqtQBQL._SX298_BO1204203200_.jpg\" alt=\"41DGUqtQBQL._SX298_BO1,204,203,200_\" width=\"120\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/41DGUqtQBQL._SX298_BO1204203200_.jpg 300w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/41DGUqtQBQL._SX298_BO1204203200_-180x300.jpg 180w\" sizes=\"(max-width: 120px) 100vw, 120px\" \/>Dieser Trend ist inzwischen in eine breite gesellschaftliche Diskussion um den Mann und unsere M\u00e4nnerbilder \u00fcbergegangen. Und wie so oft, wenn es um Identit\u00e4tsfragen geht, werden in dieser Diskussion wissenschaftliche Fakten und Befunde nicht immer sofort wahrgenommen. Unser Buch greift deshalb das umstrittene M\u00e4nnerthema aus wissenschaftlicher Sicht auf. Es besch\u00e4ftigt sich mit der sozialen Konstruktion der M\u00e4nnerrolle und am Beispiel der seelischen Gesundheit von M\u00e4nnern und Jungen mit den erheblichen Risiken, die mit ihr verkn\u00fcpft sind. Denn: Auch M\u00e4nner haben eine Seele! Das ist kein larmoyanter Vorwurf an die feministische Adresse, sondern eine dringend notwendige Erinnerung, die sich an die M\u00e4nner richtet, die immer noch viel zu oft unter Verleugnung ihrer seelisch-emotionalen Bed\u00fcrfnisse mit rollenkonformer, schweigsamer H\u00e4rte gegen sich und andere so tun als ob alles in Ordnung w\u00e4re \u2013 obwohl es schon lange brennt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Peter Schneider analysiert in seinem einleitenden Beitrag zun\u00e4chst die Mechanismen der sozialen Konstruktion und Funktionalit\u00e4t psychopathologischer Kategorien von M\u00e4nnlichkeit am Beispiel der Homosexualit\u00e4t, die vor hundert Jahren noch als Devianz galt, mittlerweile den heterosexuellen Beziehungen weitgehend gleichgestellt ist. Soziale Konstruktionsprozesse sind nicht nur f\u00fcr die Definition von Krankheiten bedeutsam, sie definieren das, was als m\u00e4nnlich zu gelten hat. Walter Holstein beschreibt beispielsweise seit langem den in den letzten Jahrzehnten und sich abschw\u00e4chend bis heute stattfindenden Prozess der projektiven Devaluierung von M\u00e4nnlichkeit. Als gesellschaftliche Folgen benennt er \u2013 unter R\u00fcckgriff auf empirische Daten \u2013 Identit\u00e4tsst\u00f6rungen, Verhaltensauff\u00e4lligkeiten, depressive Symptome, die Zunahme m\u00e4nnlicher Suizide (bei gleichzeitiger Reduktion der weiblichen), Vandalismus, Gewalt oder die K\u00f6rperkrise von &#8211; vor allem &#8211; j\u00fcngeren M\u00e4nnern. Er stellt eindringlich die Frage nach einer \u201eRekonstruktion von M\u00e4nnlichkeit\u201c und was f\u00fcr unsere heutige Zeit M\u00e4nnlichkeit bedeutet und sein kann. Auch der M\u00e4nnergesundheitsbericht 2013 der Stiftung M\u00e4nnergesundheit sieht Anzeichen daf\u00fcr, dass psychische Erkrankungen bei M\u00e4nnern ansteigen \u2013 mit deutlichen gesundheits\u00f6konomischen Folgen f\u00fcr\u00a0 Arbeitsunf\u00e4higkeit und betriebliche Fehltage. Angesichts der im Vergleich zu Frauen bei uns deutlich h\u00f6heren Vollerwerbsquote von M\u00e4nnern ist beruflicher Stress ein Thema besonders f\u00fcr die Gesundheit von M\u00e4nnern &#8211; wie Belastung durch Familienarbeit immer noch ein vorwiegend weiblich besetztes Thema ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den L\u00e4ndern der EU existiert ein bemerkenswert starker Zusammenhang zwischen dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) und der Vollerwerbsquote von Frauen: Je h\u00f6her das BIP pro Kopf, umso niedriger die Vollerwerbsquote der Frauen. Je \u00e4rmer ein Land, umso h\u00f6her die Vollerwerbsquote der Frauen. Im Mittel betr\u00e4gt die Vollerwerbsquote bei Frauen in Europa 68,4 %, in Deutschland 54,2 %. Das sieht f\u00fcr die M\u00e4nner noch anders aus. Gleichg\u00fcltig wie reich oder wie arm ein Land ist, die Quote f\u00fcr Vollzeitberufst\u00e4tigkeit betr\u00e4gt bei den M\u00e4nnern etwa 90 %. Das gilt auch und besonders f\u00fcr V\u00e4ter. Bei ihnen liegt die Vollerwerbsquote in Deutschland bei 95 Prozent, bei den M\u00fcttern etwa bei 30 Prozent<a href=\"https:\/\/newslettertool2.1und1.de\/subscriber-frontend\/link-tracking?target=http%3A%2F%2F%23_ftn1&amp;contactUuid=fe655fe9-021a-4aed-b00d-87c821f34ca1&amp;campaignUuid=67431e25-0bad-4786-98c5-5a85c873c746\">[1]<\/a>. Aus diesen arbeitsweltlichen Konstellationen k\u00f6nnen psychosomatische und psychische Belastungen auch f\u00fcr M\u00e4nner erwachsen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwei Beitr\u00e4ge dieses Buches beleuchten deshalb arbeitsweltliche Einfl\u00fcsse auf die Gesundheit und die psychische Beeintr\u00e4chtigung von M\u00e4nnern. Peter Angerer zeigt auf, dass die Empfindlichkeit gegen\u00fcber Stress bei M\u00e4nnern und Frauen unterschiedlich ausgepr\u00e4gt ist. M\u00e4nner reagieren z.B. unter experimentellen Bedingungen mit st\u00e4rkeren k\u00f6rperlichen Stressanzeichen, w\u00e4hrend Frauen st\u00e4rker emotional reagieren, etwa mit Angst oder Trauer. M\u00e4nner reagieren aber auch anders auf Arbeitsstress. Weitere Untersuchungen zeigen, dass f\u00fcr Frauen qualitative, wie beispielsweise emotionale und intellektuelle Aspekte der Arbeit wichtig sind, bei M\u00e4nnern hingegen scheinen quantitative Merkmale stressrelevanter zu sein. Andererseits erfolgt auch die Bewertung der Arbeit durch M\u00e4nner und Frauen nach unterschiedlichen Kriterien: W\u00e4hrend f\u00fcr Frauen Team, Kommunikation, Kooperation und Fairness wichtige Aspekte darstellen, tendieren M\u00e4nner dazu Bezahlung, Macht und Status h\u00f6her zu sch\u00e4tzen. Aufgrund dieser Beobachtungen folgert Angerer, dass Interventionen zur Verbesserung psychosozialer Arbeitsbedingungen und zur Pr\u00e4vention individueller Stressreaktionen auf geschlechtsspezifische Unterschiede eingehen sollten. Der Autor stellt beispielhaft ein Stressbew\u00e4ltungsprogramm vor, das sich ausschlie\u00dflich an M\u00e4nner richtet und zieht Schlussfolgerungen f\u00fcr eine spezifisch m\u00e4nnliche Stresspr\u00e4vention.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Johannes Siegrist beschreibt in seinem Beitrag die positiven und negativen Aspekte beruflicher Arbeit, von denen M\u00e4nner in modernen Gesellschaften, so auch in Deutschland, st\u00e4rker betroffen sind als Frauen (h\u00f6here Erwerbst\u00e4tigenquote, l\u00e4ngere Erwerbsbiographie, h\u00f6here Pr\u00e4valenz von Risikoberufen, Zentralit\u00e4t des Berufs f\u00fcr soziale Identit\u00e4t und Geschlechtsrolle). Er sieht vor dem Hintergrund zunehmend verk\u00fcrzter Innovationszyklen und der Globalisierung neben entlastenden positiven auch negative, Stress ausl\u00f6senden Auswirkungen beispielsweise aufgrund von Leistungsverdichtung und gesteigerter Instabilit\u00e4t und Diskontinuit\u00e4t von Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnissen. Epidemiologische Studien zeigen f\u00fcr M\u00e4nner eine insgesamt hohe arbeitsbedingte Krankheitslast. Siegrist belegt dies anhand ausgew\u00e4hlter neuer Befunde zu gesundheitlichen Folgen von Arbeitslosigkeit und betrieblicher Restrukturierung sowie von psychosozialen Arbeitsbelastungen. Im Zentrum stehen dabei Depressionen und Herzkreislaufkrankheiten und Risiken krankheitsbedingter Fr\u00fchberentung. Aus diesen Erkenntnissen leitet der Autor spezifische praktische Folgerungen f\u00fcr die prim\u00e4re und sekund\u00e4re Pr\u00e4vention ab. Exemplarisch skizziert er Erfolg versprechende L\u00f6sungsans\u00e4tze. Angesichts der Notwendigkeit mit derartigen Ma\u00dfnahmen auch die soziale Ungleichheit von Krankheit und fr\u00fchem Tod in der m\u00e4nnlichen Erwerbsbev\u00f6lkerung zu reduzieren, fordert er eine St\u00e4rkung betrieblicher Gesundheitsf\u00f6rderung durch arbeits- und sozialpolitische Programme auf nationaler Ebene.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seelisches Leid bei M\u00e4nnern stellt aber immer noch ein Tabuthema dar. Daran k\u00f6nnten auch diagnostische Rituale und rollenverzerrte Wahrnehmungsroutinen der Medizin beteiligt sein, die zu einer Untersch\u00e4tzung der H\u00e4ufigkeit und Auspr\u00e4gung psychosozial bedingter Beschwerden bei M\u00e4nnern f\u00fchren k\u00f6nnen<a href=\"https:\/\/newslettertool2.1und1.de\/subscriber-frontend\/link-tracking?target=http%3A%2F%2F%23_ftn2&amp;contactUuid=fe655fe9-021a-4aed-b00d-87c821f34ca1&amp;campaignUuid=67431e25-0bad-4786-98c5-5a85c873c746\">[2]<\/a>. Laut einer aktuellen Erhebung des Robert-Koch Institutes sind Frauen von fast allen psychischen Erkrankungen deutlich h\u00e4ufiger betroffen als M\u00e4nner. Es gibt zwei Ausnahmen: die Alkoholerkrankung und den Suizid. Fast jeder 5. Mann hat dieser Studie zufolge Alkoholprobleme. Sie sind bei M\u00e4nnern viermal, Suizide schon bei Jungen und M\u00e4nnern etwa dreimal so h\u00e4ufig wie bei M\u00e4dchen und Frauen. Niemand wei\u00df wirklich warum das so ist. Wieso eigentlich nicht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man sich die geringeren H\u00e4ufigkeiten diagnostizierter Depressionen und Angsterkrankungen bei M\u00e4nnern vergegenw\u00e4rtigt<a href=\"https:\/\/newslettertool2.1und1.de\/subscriber-frontend\/link-tracking?target=http%3A%2F%2F%23_ftn3&amp;contactUuid=fe655fe9-021a-4aed-b00d-87c821f34ca1&amp;campaignUuid=67431e25-0bad-4786-98c5-5a85c873c746\">[3]<\/a>, k\u00f6nnte man allerdings auf den Gedanken kommen, dass sich nicht wenige M\u00e4nner mittels Alkohol vor der verunsichernden Wahrnehmung von Gef\u00fchlen wie Niedergeschlagenheit und Angst zu sch\u00fctzen versuchen. Andererseits sind Alkohol- und Drogenkonsum wesentliche Determinanten der Inszenierung und Konstruktion von traditioneller Maskulinit\u00e4t. Dies beschreibt Heino St\u00f6ver in seinem Beitrag. Denn der \u201eberauschte Mann\u201c drogiert nicht nur seine Belastungen und Gef\u00fchle, er stellt das Phantasma der M\u00e4nnlichkeit auch aktiv mittels der Droge her. \u201eDoing gender with drugs\u201c auch in der aktiven performativen Dimension zu verstehen, ist eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr geeignete Pr\u00e4ventions- und Therapiekonzepte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Normen traditioneller Maskulinit\u00e4t f\u00f6rdern die Abwehr der Wahrnehmung von Stress und psychischen Problemen, aber auch die Inanspruchnahme von therapeutischen Hilfen. Immer noch sind zwei Drittel der Klienten in Psychotherapie weiblich. Anne Maria M\u00f6ller-Lehmk\u00fchler beschreibt in ihrem Beitrag dabei die Bedeutung der m\u00e4nnlichen Rollenbilder nicht nur f\u00fcr die Wahrnehmung und den Umgang mit depressiven Symptomen, sondern auch die Konstruktion der Depression. Denn die Depression wird bei M\u00e4nnern oft unterdiagnostiziert und deshalb unterbehandelt, weil \u00c4rzte ihre m\u00e4nnlichen Patienten oft gar nicht nach depressiven Beschwerden fragen und Fragebogeninstrumente bestimmte Symptommuster wie \u00c4rgerattacken, Suchtmittelgebrauch und Irritabilit\u00e4t nicht angemessen abbilden. Der diagnostische Blick unterliegt einer genderspezifischen Verblindung, da\u00a0 Gef\u00fchlskrankheiten weiblich ausgedeutet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die gesellschaftliche und gesundheitspolitische Wahrnehmung von partnerschaftlicher (h\u00e4uslicher) Gewalt unterliegt einer genderspezifischen Fehlwahrnehmung. Andr\u00e9 Karger zeigt in seinem Beitrag, dass trotz entsprechender empirischer Befunde immer noch der \u201eMann als ewiger Gewaltt\u00e4ter\u201c gilt und\u00a0 m\u00e4nnliche\u00a0 Gewaltopfererfahrung\u00a0 als relevantes Problem kaum gesellschaftlich ernst genommen wird. Solche T\u00e4ter-Opfer-Dichotomien verstellen den Blick auf die komplexe Dynamik von gewaltsamen Beziehungen im sozialen Nahraum und verunm\u00f6glichen einen angemessenen Umgang mit Gewaltph\u00e4nomenen innerhalb der Gesellschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Psychotherapie entwickelt sich seit etwa zwei Jahrzehnten eine erh\u00f6hte Sensibilit\u00e4t f\u00fcr die seelischen Beeintr\u00e4chtigungen und Bed\u00fcrfnisse von M\u00e4nnern und Jungen. M\u00e4nnlichkeitsleitbilder, Geschlechterarrangements oder die M\u00f6glichkeiten und Grenzen freundschaftlicher Verh\u00e4ltnisse zwischen M\u00e4nnern, beeinflussten in der Vergangenheit nicht blo\u00df deren seelische Gesundheit, sondern bestimmten auch was als psychisch gesund und was als m\u00e4nnlich galt sowie was nicht. Dies belegt Christoph Schwamm anhand qualitativer historischer Untersuchungen und ersch\u00fctternder Fallbeispiele. Auf der Grundlage von Behandlungsberichten aus der Psychiatrischen Universit\u00e4tsklinik Heidelberg und dem sp\u00e4teren Zentralinstitut f\u00fcr Seelische Gesundheit in Mannheim, verdeutlicht der Autor den heute erschreckend wirkenden Umgang mit psychisch kranken M\u00e4nnern noch in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Er zeigt wie die seelische Gesundheit von M\u00e4nnern und die Therapie von psychischen St\u00f6rungen von den historischen Ver\u00e4nderungen seit dem zweiten Weltkrieg gepr\u00e4gt waren. Neben den ver\u00e4nderten Anforderungen an M\u00e4nner, geht er auch auf den Wandel in Therapie und Krankheitskonzeptionen ein- sowie auf das Fortbestehen des \u201eRollenk\u00e4figs&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heutige Zugangsm\u00f6glichkeiten zu einer m\u00e4nnerspezifischen Psychotherapie er\u00f6ffnet der Beitrag von Bj\u00f6rn S\u00fcfke und Wolfgang Neumann. Denn M\u00e4nner sind in einer Psychotherapie mit einem Dilemma konfrontiert. Effekt m\u00e4nnlicher Sozialisiation ist gerade, dass M\u00e4nner innere Konflikte im Au\u00dfen, d.h. durch Externalisierung versuchen zu l\u00f6sen. In einer Psychotherapie sollen sie nun L\u00f6sungen in ihrem Inneren erarbeiten, einem Zugang, der ihnen bisher erschwert war. M\u00e4nner ben\u00f6tigen daher ein sowohl konfrontatives wie solidarisches Setting, oft auf dem Hintergrund entsprechender Identifikationsangebote ihre gleichgeschlechtlichen Therapeuten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn gleich immer noch etwa doppelt soviele Frauen psychotherapeutisch behandelt werden wie M\u00e4nner, haben doch viele psychotherapeutisch t\u00e4tige Kolleginnen und Kollegen den Eindruck, dass sich M\u00e4nner zunehmend \u00f6ffnen und \u00fcber sich, ihre Belastungen und \u00c4ngste reden wollen anstatt sich als s\u00fcchtige Selbstversorger zu bet\u00e4uben. Aktuelle Telefonumfragen zeigen zwar, dass die Nachfrage nach Psychotherapie besonders bei j\u00fcngeren M\u00e4nnern und M\u00e4nnern im mittleren Lebensalter immer noch geringer ist als bei Frauen<a href=\"https:\/\/newslettertool2.1und1.de\/subscriber-frontend\/link-tracking?target=http%3A%2F%2F%23_ftn4&amp;contactUuid=fe655fe9-021a-4aed-b00d-87c821f34ca1&amp;campaignUuid=67431e25-0bad-4786-98c5-5a85c873c746\">[4]<\/a>. Allerdings konnte anhand der Daten der Mannheimer Kohortenstudie zur Epidemiologie psychogener Erkrankungen schon vor vielen Jahren nachgewiesen werden, dass M\u00e4nner genauso h\u00e4ufig wie Frauen ein Psychotherapieangebot annehmen, wenn es ihnen aktiv und selbstwertprotektiv offeriert wird<a href=\"https:\/\/newslettertool2.1und1.de\/subscriber-frontend\/link-tracking?target=http%3A%2F%2F%23_ftn5&amp;contactUuid=fe655fe9-021a-4aed-b00d-87c821f34ca1&amp;campaignUuid=67431e25-0bad-4786-98c5-5a85c873c746\">[5]<\/a>. Entscheidend war, ob es gelang, eine Gespr\u00e4chsatmosph\u00e4re zu schaffen, in der es M\u00e4nnern m\u00f6glich war, nicht nur \u00fcber Beschwerden sondern auch offen \u00fcber sich und ihre Beziehungsprobleme zu sprechen. Vertrauen da zu schaffen, wo zwischenmenschliche Offenheit als negativ verinnerlicht wurde, erfordert aber bei den Profis die F\u00e4higkeit zur metakommunikativen Erfassung des rollentypisch verzerrten Symptomcodes und des \u00dcbertragungsgeschehens in der Beziehung zum Patienten. Genau diese anspruchsvolle diagnostische Leistung wird in unserem Gesundheitssystem f\u00fcr die M\u00e4nner offensichtlich noch zu selten erbracht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Psychodiagnostische Professionalisierung und F\u00f6rderung auch der interaktionellen Kompetenz w\u00e4ren deshalb besonders im prim\u00e4r\u00e4rztlichen Bereich, in der Arbeitsmedizin aber vielleicht auch in der Urologie gefordert, um die Weichen f\u00fcr die M\u00e4nner in Richtung Psychotherapieakzeptanz zu stellen. Aber auch die Psychosomatische Medizin ist aufgefordert, spezifische Psychotherapieangebote zu entwickeln, die den Bed\u00fcrfnissen von Jungen und M\u00e4nner besser gerecht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das leider immer noch weit verbreitete Vorurteil von der angeblichen Gef\u00fchlsblindheit von M\u00e4nnern spricht jedenfalls nicht gegen eine St\u00e4rkung der psychotherapeutischen Behandlungsangebote auch f\u00fcr M\u00e4nner. In einer gro\u00dfen Bev\u00f6lkerungsstudie konnten wir zeigen, dass Schwierigkeiten im Erleben und in der Wahrnehmung von Gef\u00fchlen bei M\u00e4nnern nicht wirklich h\u00e4ufiger sind als bei Frauen. Der Anteil der Personen mit entsprechenden emotionalen Einschr\u00e4nkungen betr\u00e4gt bei beiden Geschlechtern jedenfalls in Deutschland etwa 10 Prozent<a href=\"https:\/\/newslettertool2.1und1.de\/subscriber-frontend\/link-tracking?target=http%3A%2F%2F%23_ftn6&amp;contactUuid=fe655fe9-021a-4aed-b00d-87c821f34ca1&amp;campaignUuid=67431e25-0bad-4786-98c5-5a85c873c746\">[6]<\/a>. Nicht das Erleben sondern das offene Zeigen von Gef\u00fchlen ist m\u00f6glicherweise etwas, was durch den m\u00e4nnlichen Rollenk\u00e4fig erschwert wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heribert Blass und Matthias Franz beleuchten aus psychoanalytischer Sicht m\u00f6gliche\u00a0 Ursachen, die hier von Bedeutung sein k\u00f6nnen. Ihre Beitr\u00e4ge machen verst\u00e4ndlich, welche entwicklungspsychologischen und psychohistorischen Prozesse die seelische Gesundheit und Identit\u00e4tsentwicklung von Jungen und M\u00e4nnern beeintr\u00e4chtigen und es ihnen bis heute schwer machen, den krankmachenden Rollenk\u00e4fig zu verlassen. In dem Beitrag von Heribert Blass werden die seelischen Konflikte beschrieben, die f\u00fcr die m\u00e4nnliche Entwicklung vom Kindes- bis ins sp\u00e4te Erwachsenenalter hinein besonders typisch sind. Ein erster, \u00fcber vorsprachliche Empfindungen vermittelter Konfliktbereich betrifft den Bezug des kleinen Jungen zu seinem eigenen K\u00f6rper. W\u00e4hrend der Schwangerschaft sowie bei der Geburt und beim Stillen hat er zwar einen ebenso engen K\u00f6rperkontakt zur Mutter wie das M\u00e4dchen, aber im Gegensatz zum M\u00e4dchen unterscheidet er sich anatomisch und geschlechtlich von der Mutter. Diese Tatsache kann auf Seiten der Mutter zu unterschiedlichen Gef\u00fchlen, wie z.B. Fremdheit oder besonderer Anziehung, f\u00fchren. Mit der eigenen Wahrnehmung von Penis und Hoden ab der zweiten H\u00e4lfte des ersten Lebensjahres kann es auf Seiten des Jungen ebenfalls zu verschiedenen Reaktionen kommen: er kann seine eigene k\u00f6rperliche Andersartigkeit im Vergleich zur Mutter verzichtend betrauern, aber auch mit Betonung von Stolz bis hin zur Abwertung des Weiblichen beantworten. Hier spielt der Einfluss eines emotional pr\u00e4senten und verf\u00fcgbaren Vaters f\u00fcr den Jungen eine wesentliche Rolle. Je nach seiner Anwesenheit und in Abh\u00e4ngigkeit vom emotionalen Verst\u00e4ndnis der Eltern untereinander wird die weitere Einstellung des Jungen bez\u00fcglich M\u00e4nnlichkeit und Weiblichkeit annehmend oder ablehnend gepr\u00e4gt. Vor dem beschriebenen Hintergrund bleiben M\u00e4nner in Bezug auf ihre M\u00e4nnlichkeit aber meist unsicherer als M\u00e4dchen und Frauen in Bezug auf ihre Weiblichkeit. Auch im erwachsenen Lebensalter und Alter kreisen die seelischen Konflikte vieler M\u00e4nner um das passende Verh\u00e4ltnis von \u201eh\u00e4rterer\u201c Selbstbehauptung und \u201eweicherem\u201c Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen. Ungel\u00f6ste innere Konflikte, die um das Verh\u00e4ltnis von k\u00f6rperlich-seelischer Aktivit\u00e4t und Passivit\u00e4t kreisen, k\u00f6nnen sich in Angst oder Flucht vor Bindung und Vaterschaft oder in Sexualst\u00f6rungen ausdr\u00fccken. Die Angst vor dem Verlust bisher gef\u00fchlter St\u00e4rke und das Annehmen schwindender Kraft wird im Alter f\u00fcr M\u00e4nner oft konflikthafter als f\u00fcr Frauen. Der Autor schildert beispielhaft seine Erfahrungen aus psychoanalytisch-psychotherapeutischen Behandlungen dieser m\u00e4nnlichen Konfliktbereiche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Matthias Franz besch\u00e4ftigt sich in seinem Beitrag mit der Frage, was den m\u00e4nnlichen Rollenk\u00e4fig immer noch so stabil erscheinen l\u00e4sst. Er benennt besonders drei wichtige Einflussfaktoren, die zu einer strukturellen Schw\u00e4chung der m\u00e4nnlichen Identit\u00e4t beitragen: Zum einen die psychohistorische Jahrhundertgenealogie heute dramatisch dysfunktional wirkender metallischer M\u00e4nner- und devaluierter V\u00e4terbilder bis hin zu den zunehmend deutlicher werdenden Auswirkungen der im Rahmen von elterlichen Trennungskonflikten entstehenden heutigen Vaterlosigkeit. Die transgenerational wirksamen Einpr\u00e4gungen dysfunktionaler und abwesender V\u00e4ter zusammen mit\u00a0 den h\u00e4ufig assoziierten verinnerlichten Bildern einer depressiv-bed\u00fcrftigen Mutter liefern jeweils eigene Beitr\u00e4ge zur Entwicklung einer m\u00e4nnlichen\u00a0 Scheinautonomie, eines\u00a0 instabilen m\u00e4nnlichen\u00a0 Selbstwertgef\u00fchls mit reflexhafter Abwehr von Abh\u00e4ngigkeit und Emotionalit\u00e4t sowie zunehmender famili\u00e4rer Bindungs\u00e4ngste vieler M\u00e4nner. Weiter sieht der Autor die komplexere und darum gerade unter der Bedingung v\u00e4terlicher Abwesenheit st\u00f6rungsanf\u00e4lligere psychosexuelle Entwicklung des Jungen als bedeutsam f\u00fcr eine beeintr\u00e4chtigte Identit\u00e4tsentwicklung. Schlie\u00dflich bringt er auch die weithin untersch\u00e4tzte m\u00e4nnliche Kastrationsangst in Zusammenhang mit m\u00e4nnlicher Verunsicherung und kompensatorischen Reaktionsbildungen im Sinne der traditionellen M\u00e4nnerrolle. Abschlie\u00dfend untersucht er anhand von Fallbeispielen die subtilen weiblichen Beitr\u00e4ge zur Stabilisierung des m\u00e4nnlichen Rollenk\u00e4figs. Eine wertsch\u00e4tzende Haltung und m\u00e4nnersensitive Wahrnehmungsbereitschaft jenseits rollentypischer Festlegungen und Idealisierungen k\u00f6nnte nach Ansicht des Autors auch in psychotherapeutischen Behandlungen die Suche nach m\u00e4nnlicher Identit\u00e4t unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Beitr\u00e4ge von Manfred Endres, Bernhard Stier und Marianne Leuzinger-Bohleber beleuchten die psychosomatischen Beeintr\u00e4chtigungen und Verhaltensprobleme von Jungen und den therapeutischen Umgang mit ihnen an klinischen Beispielen und stellen innovative Behandlungsm\u00f6glichkeiten vor. Manfred Endres widmet sich den Herausforderungen der destruktiven Impulsivit\u00e4t von m\u00e4nnlichen Jugendlichen, mit der nicht nur Therapeuten sondern auch Eltern, Lehrer und soziales Umfeld zunehmend konfrontiert sind. Der Autor arbeitet auf der Basis eines entwicklungspsychologischen Modells heraus, worin die Ursachen f\u00fcr destruktives Verhalten in der Adoleszenz liegen. Er zeichnet die Entwicklung der m\u00e4nnlichen Identit\u00e4t von Geburt an nach und geht hierbei besonders auf m\u00f6gliche Br\u00fcche in der Identit\u00e4tsentwicklung ein. F\u00fcr die Entstehung destruktiven Verhaltens spielen insbesondere traumatische Erfahrungen in Folge von Krankheit, Tod oder psychischen Beeintr\u00e4chtigungen der Elternoder aber Migrationserfahrungen, die mit dem Verlust von Heimat, Gleichaltrigengruppe etc. einhergehen, eine besondere Rolle. An Fallbeispielen aus der therapeutischen Praxis verdeutlicht Endres diese Zusammenh\u00e4nge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kaum eine St\u00f6rung des Kinder- und Jugendalters wird medial so heftig diskutiert wie das Hyperkinetische Syndrom (HKS), bzw. das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADHS), dass zudem die h\u00e4ufigste psychische St\u00f6rung des Kindes- und Jugendalters ist. Die 12-Monats-Pr\u00e4valenz betr\u00e4gt in Europa ca. 5%. Bernhard Stier beleuchtet in seinem Beitrag kritisch, dass aber Jungen nicht per se von ADHS mehr betroffen sind als M\u00e4dchen. Ihr nat\u00fcrlicher Bewegungsdrang sollte nicht pathologisiert und unreflektiert in die Schublade \u201eHyperaktivit\u00e4t\u201c\u00a0 gepackt werden. Jungen brauchen naturgegeben mehr Bewegung zum Denken als M\u00e4dchen. Der gegen\u00fcber dem weiblichen Geschlecht verst\u00e4rkte Bewegungsdrang ist der Entwicklung des integrierenden Denkens\u00a0 absolut f\u00f6rderlich. Stier fordert, dieses jungenspezifische Entwicklungsmuster nicht p\u00e4dagogisch einzuschr\u00e4nken oder mit Methylphenidat zu hemmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Marianne Leuzinger-Bohleber und ihre Mitautorinnen Katrin Luise L\u00e4zer, Inka Tischer und Birgit G\u00e4rtner setzen sich ausgehend von den unterschiedlichen Entwicklungsbed\u00fcrfnissen von Jungen und M\u00e4dchen und anhand eindrucksvoller Fallbeispiele kritisch mit der zunehmend h\u00e4ufiger diagnostizierten ADHS-Problematik auseinander. Die Autorinnen stellen die ermutigenden Befunde ihrer naturalistischen Studie zur Wirksamkeit auch psychoanalytischer Behandlungen von Kindern mit der Diagnose ADHS und\/oder St\u00f6rung des Sozialverhaltens (Frankfurter ADHS Wirksamkeitsstudie) vor. Die Ergebnisse st\u00fctzen die Annahme, dass Kinder, die psychoanalytisch behandelt werden, mindestens im vergleichbaren Ma\u00dfe von dieser Therapie profitieren und eine vergleichbare Symptomreduktion der Hyperaktivit\u00e4t, der Unaufmerksamkeit und der St\u00f6rung des Sozialverhaltens erreichen wie Kinder, die verhaltenstherapeutisch\/ medikament\u00f6s behandelt wurden.\u00a0 Die Autorinnen pl\u00e4dieren deshalb \u2013 unter Ber\u00fccksichtigung methodenkritischer Aspekte &#8211; f\u00fcr eine Erweiterung der Behandlungsangebote um psychoanalytisch orientierte Verfahren, zumal die so erreichbaren Effekte ohne die chronische Einnahme von Psychostimulantien zustande kamen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vieles deutet darauf hin, dass seelisch bedingtes Leiden und Sterben bei Jungen und M\u00e4nnern heute noch untersch\u00e4tzt und zuweilen sogar \u00fcbergangen wird. Dies liegt nicht nur an den M\u00e4nnern, sondern auch an kollektiven Abwehr- und Wahrnehmungsbed\u00fcrfnissen. Wie sieht es also aus mit seelischen Belastungen bei Jungen und M\u00e4nnern? Wie machen sich diese Belastungen an den Themen Arbeit, Sucht, Depression und Gewalt fest? Wieso ist der krankmachende Rollenk\u00e4fig auch heute noch so stabil? Wie k\u00f6nnten psychotherapeutische und pr\u00e4ventive Angebote f\u00fcr M\u00e4nner und Jungen aussehen? Und was macht die Auseinandersetzung um diese Themen mit uns selber? All diesen Fragen gehen die Autorinnen und Autoren dieses Buches nach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Von Matthias Franz und Andr\u00e9 Karger<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Aufsatz des Monats, 1\/2016, Institut f\u00fcr Demographie, Allgemeinwohl und Familie (www.i-daf.org)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Literaturhinweis: Matthias Franz und Andr\u00e9 Karger (Hsg.), Angstbei\u00dfer, Trauerklo\u00df, Zappelphilipp? Seelische Gesundheit bei M\u00e4nnern und Jungen. Das Buch ist erschienen im Verlag\u00a0 Vandenhoeck &amp; Ruprecht, hat 271 Seiten mit 9 Abb. und 9 Tabellen. Es kostet\u00a0 \u20ac 24,99 und ist auch als eBook zum Preis von \u20ac 19,99 erh\u00e4ltlich<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/newslettertool2.1und1.de\/subscriber-frontend\/link-tracking?target=http%3A%2F%2F%23_ftnref1&amp;contactUuid=fe655fe9-021a-4aed-b00d-87c821f34ca1&amp;campaignUuid=67431e25-0bad-4786-98c5-5a85c873c746\">[1]<\/a>Keller, M, Haustein, T (2012): Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ergebnisse des Mikrozensus 2010. Wirtschaft und Statistik 1: 30-50.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/newslettertool2.1und1.de\/subscriber-frontend\/link-tracking?target=http%3A%2F%2F%23_ftnref2&amp;contactUuid=fe655fe9-021a-4aed-b00d-87c821f34ca1&amp;campaignUuid=67431e25-0bad-4786-98c5-5a85c873c746\">[2]<\/a> Sieverding, M., Kendel, F. (2012):Geschlechter(rollen)aspekte in der Arzt-Patient-Interaktion. Bundesgesundheitsblatt, 55(9): 1118-1124.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/newslettertool2.1und1.de\/subscriber-frontend\/link-tracking?target=http%3A%2F%2F%23_ftnref3&amp;contactUuid=fe655fe9-021a-4aed-b00d-87c821f34ca1&amp;campaignUuid=67431e25-0bad-4786-98c5-5a85c873c746\">[3]<\/a> Wittchen, H.U., Jacobi, F. (2012): Was sind die h\u00e4ufigsten psychischen St\u00f6rungen in Deutschland?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zugriff am 13.2.2015 unter http:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/Gesundheitsmonitoring\/Studien\/Degs\/degs_w1\/Symposium\/degs_psychische_stoerungen.pdf?__blob=publicationFile<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/newslettertool2.1und1.de\/subscriber-frontend\/link-tracking?target=http%3A%2F%2F%23_ftnref4&amp;contactUuid=fe655fe9-021a-4aed-b00d-87c821f34ca1&amp;campaignUuid=67431e25-0bad-4786-98c5-5a85c873c746\">[4]<\/a> Versichertenbefragung der Kassen\u00e4rztlichen Bundesvereinigung (2014): Ergebnisse einer repr\u00e4sentativen Bev\u00f6lkerungsumfrage.Forschungsgruppe Wahlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/newslettertool2.1und1.de\/subscriber-frontend\/link-tracking?target=http%3A%2F%2F%23_ftnref5&amp;contactUuid=fe655fe9-021a-4aed-b00d-87c821f34ca1&amp;campaignUuid=67431e25-0bad-4786-98c5-5a85c873c746\">[5]<\/a> Franz, M. (1997): Der Weg in die psychotherapeutische Beziehung. Vandenhoeck und Ruprecht, G\u00f6ttingen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/newslettertool2.1und1.de\/subscriber-frontend\/link-tracking?target=http%3A%2F%2F%23_ftnref6&amp;contactUuid=fe655fe9-021a-4aed-b00d-87c821f34ca1&amp;campaignUuid=67431e25-0bad-4786-98c5-5a85c873c746\">[6]<\/a>Franz, M., Popp, K., Schaefer, R., Sitte, W., Schneider, C., Hardt. J., Decker, O., Braehler, E. (2008): Alexithymia in the German general population. Soc Psychiatry Psych Epidem, 43(1): 54-62.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein umfassendes Buch \u00fcber die seelische Gesundheit von M\u00e4nnern und Jungen mit L\u00f6sungsvorschl\u00e4gen Psychotherapeutische Praxen und Kliniken sind so etwas wie gesellschaftliche Fr\u00fchwarnsensoren f\u00fcr die Haarrisse zwischen individuellem Leid und kollektiven Normierungsprozessen. Therapeutinnen und Therapeuten sp\u00fcren in der Vertraulichkeit ihrer Arbeit schon l\u00e4nger, dass auch M\u00e4nner unter den Anforderungen des immer noch wirkm\u00e4chtigen traditionellen m\u00e4nnlichen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[15,14,10],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13159"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13159"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13159\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13165,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13159\/revisions\/13165"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13159"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13159"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13159"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}