{"id":13134,"date":"2016-01-17T10:22:17","date_gmt":"2016-01-17T09:22:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13134"},"modified":"2016-01-17T10:22:17","modified_gmt":"2016-01-17T09:22:17","slug":"der-vernuenftige-gottesdienst-predigt-ueber-roem-121-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13134","title":{"rendered":"Der vern\u00fcnftige Gottesdienst. Predigt \u00fcber R\u00f6m 12,1-8."},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Warum sind Sie zum Gottesdienst gekommen? Die Konfirmanden m\u00fcssen. Das haben sie mit dem Pfarrer gemeinsam. Aber all die anderen? Konnten Sie nicht mehr schlafen? Oder schl\u00e4ft es sich hier besser? Und Sie sind doch auch nicht alle Paul-Gerhardt-Fans. Oder besondere Liebhaber der F\u00fcnfzigerjahre-Architektur. Nein. Sie sind hier, weil es Ihnen was bringt. Oder weil Sie zumindest hoffen, dass Ihnen dieser Gottesdienst was bringt. Im Predigttext ist heute auch vom Gottesdienst die Rede. Sogar vom vern\u00fcnftigen Gottesdienst. Aber was ein vern\u00fcnftiger Gottesdienst ist, dar\u00fcber gehen hier die Meinungen sicher auseinander.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vern\u00fcnftig w\u00e4re statt der Orgel eine Thrash-metal-Band. Oder vielleicht doch lieber was Richtung Florian Silbereisen? Die Predigt auf jeden Fall unter f\u00fcnf Minuten. Und, wie w\u00e4r\u2019s, danach K\u00e4sew\u00fcrstchen statt Kirchenkaffee?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Paulus versteht unter einem vern\u00fcnftigen Gottesdienst nat\u00fcrlich etwas ganz anderes. Unser Gottesdienst soll in erster Linie nicht uns was bringen. Umgekehrt: Wir sollen Gott was bringen. Und nicht nur was. Sondern alles. Uns selbst. Ich ermahne euch, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgef\u00e4llig ist. Das sei euer vern\u00fcnftiger Gottesdienst!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gottesdienst, vern\u00fcnftiger Gottesdienst, das hei\u00dft, dass wir uns f\u00fcr Gott hingeben. Als Opfer. Sie kennen den Unterschied zwischen einer Gabe und einem Opfer? Wenn die Kuh einen Liter Milch gibt, ist es eine Gabe. Aber wenn das Schwein ein Eisbein beisteuert, ist das ein Opfer. Die zwei Euro am Ausgang sind eine milde Gabe. Ein Opfer ist es, wenn wir uns selbst dem Herrn Jesus zur Verf\u00fcgung stellen. Als lebendiges, heiliges und Gott wohlgef\u00e4lliges Opfer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lebendiges Opfer. Das ist klar. Im Alten Bund hat Gott in der Regel totes Viehzeug als Opfer bekommen. Das hatte auch seinen Sinn. Es sollte die Menschen immer daran erinnern, dass Schuld kostet. Dass der Lohn f\u00fcr unsere S\u00fcnde der Tod ist. Aber das braucht es bekanntlich l\u00e4ngst nicht mehr. Seit Jesus Christus am Kreuz mit seinem eigenen Leben f\u00fcr uns bezahlt hat. Seit der Herr Jesus unsere Schuld auf sich genommen hat, braucht es keinen anderen S\u00fcndenbock mehr. Seit Golgatha braucht es keine blutigen Opfer mehr. Es ist alles bezahlt. Ein- f\u00fcr allemal.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt will Gott lebendige Opfer. Uns alle, dich und mich. Am St\u00fcck, mit Haut und Haaren. Mit allen unseren Gaben und Talenten. Wir sollen ihm geh\u00f6ren. Als heiliges Opfer, schreibt Paulus hier. Heilig ist bekanntlich kein Qualit\u00e4tsbegriff. Heilig bezeichnet ein Besitzverh\u00e4ltnis. Heilig ist, was Gott geh\u00f6rt. Heilig ist alles, was Gott dient. Heilig ist das goldene Gef\u00e4\u00df, das in Jerusalem im Tempel gebraucht wurde. Heilig ist die Heilige Schrift, die Bibel, aus der wir Gottes Wort h\u00f6ren. Heilige sind die Menschen, die Gott geh\u00f6ren und ihm dienen: Paulus und Luther, Mutter Theresa und Bodelschwingh und Bonhoeffer, du und ich. Alle, die dem Herrn Jesus ihr Leben zur Verf\u00fcgung gestellt haben. So, wie es Paulus uns hier nahelegt: Ich ermahne euch, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgef\u00e4llig ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hingabe. Nicht nur unser Herz soll Jesus geh\u00f6ren. Auch unser Leib. Will hei\u00dfen: Christsein ist keine blo\u00df spirituelle Aktion. Alles soll Jesus geh\u00f6ren. Auch unsere H\u00e4nde. Unsere F\u00fc\u00dfe. Unsere Stimmb\u00e4nder. Unsere kleinen grauen Zellen. Unsere Autos und H\u00e4user. Unsere Geldbeutel und Bankkonten. Unsere Kraft uns unsere Zeit. Unsere Fantasie und unsere Beziehungen. Unsere Gaben und Talente Mit einem Wort: Alles.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So ein Opfer ist Gott wohlgef\u00e4llig. So ein Opfer ist f\u00fcr Gott akzeptabel. Nat\u00fcrlich nicht, weil wir so toll w\u00e4ren. Sondern weil Christus uns f\u00fcr Gott annehmbar gemacht hat. Und dann? Wenn wir unser Leben Christus gegeben haben? Und wenn der dieses Opfer angenommen hat? Was wird er dann mit uns tun? nat\u00fcrlich wird er dann noch ein bisschen an uns arbeiten. Christus hat uns f\u00fcr Gott annehmbar gemacht, hatte ich gesagt. Aber der Heilige Geist macht uns immer noch ein bisschen brauchbarer f\u00fcr Gott. Paulus deutet das hier an: Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern \u00e4ndert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr pr\u00fcfen k\u00f6nnt, was Gottes Wille ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00c4ndert euch durch Erneuerung eures Sinnes! Das klingt nach einer Menge Arbeit. Aber das ist hier im griechischen Originaltext ein Satz, der im Passiv steht. Werdet ver\u00e4ndert! Oder auch: Lasst euch ver\u00e4ndern! Passiv bedeutet in der Bibel ganz oft: Hier ist Gott am Werk! Die Erneuerung unseres Sinnes, das ist das Werk des Heiligen Geistes. Er ver\u00e4ndert uns. Er macht uns brauchbar f\u00fcr Gott. Das nennt man Heiligung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann gliedert er uns ein in seine Gemeinde. Gerade Paulus beschreibt die christliche Gemeinde nicht als Organisation, sondern als Organismus. Als den Leib Christi. Leib Christi. Will hei\u00dfen: Der Herr Jesus ist der Kopf. Und wir sind seine Glieder. H\u00f6ren wir Paulus im Original: Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, so sind wir viele ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des anderen Glied. Und wir haben verschiedene Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Manche erleben Gemeinde als etwas, das mit allen H\u00e4nden nach einem greift: Du machst die Jungschar so toll, da k\u00f6nntest du dich sicher auch gut im Kirchenvorstand einbringen. Und Leute, die den Gemeindebrief austragen, suchen wir auch noch. Wer anf\u00e4ngt, sich so in der Gemeinde zu engagieren, dem droht der Burn-out. Aber hier l\u00e4uft etwas gewaltig schief. Wir haben es geh\u00f6rt, Jesus sucht lebendige Opfer. Und keine potentiellen Herzinfarktopfer. Jedes Glied am Leib Christi hat bestimmte Gaben. Und dann entsprechende Aufgaben. N\u00e4mlich im Normalfall genau die, f\u00fcr die er begabt ist. Und nicht alle m\u00f6glichen anderen. Und schon gar nicht die Aufgaben, f\u00fcr die jemand anderes die Gaben hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist beim Leib Christi wie bei jedem anderen K\u00f6rper auch. Die F\u00fc\u00dfe sind zum Laufen da. Und die Nase ist zum Riechen da. Bei manchen Leuten l\u00e4uft stattdessen die Nase. Und die F\u00fc\u00dfe riechen. Doch das ist kein gutes Zeichen. Hier stimmt was nicht. Die Aufgabe richtet sich im Normalfall nach der Gabe. Wer gut zu Fu\u00df ist und obendrein kontaktfreudig, tr\u00e4gt die Gemeindebriefe aus. Wer viel Koffein vertr\u00e4gt und lieb ist, auch wenn er zum zehnten Mal dieselbe Geschichte anh\u00f6ren muss, macht Geburtstagsbesuche. Wer schwindelfrei ist, streicht das Zifferblatt der Kirchturmuhr. Und so weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und keiner muss alles machen. Auch die Pfarrer nicht. Die haben zuallererst die Aufgabe, Gottes Wort unter die Leute zu bringen. Ansonsten haben auch die Pfarrer ganz verschiedene Gaben. Deshalb gibt es ja alle paar Jahre neue. Damit frischer Wind in die Gemeinden kommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir diese Dinge beachten, bleibt der Leib Christi gesund. Und er wird nicht fitter dadurch, dass sich einzelne Haupt- und Ehrenamtliche noch mehr ins Zeug legen. Im Gegenteil: Das ist ein Krankheitssymptom, wenn sich einige Glieder kaputtarbeiten. Und der gro\u00dfe Rest gef\u00e4llt sich in der Rolle, als Speckr\u00f6llchen am Leib Christi zu dienen. Zu nichts n\u00fctze und eigentlich \u00fcberall im Weg. Und die Therapie besteht darin, dass noch viele hier auf den Apostel Paulus h\u00f6ren: Ich ermahne euch, dass ihr eure Leiber hingebt als lebendiges Opfer. Dass wir uns mit unseren Gaben dem Herrn Jesus zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Paulus wird hier im Folgenden ziemlich konkret: Ist jemand prophetische Rede gegeben, so \u00fcbe er sie dem Glauben gem\u00e4\u00df. Prophetisch reden, Wahrheiten, auch unangenehme Wahrheiten zu sagen, ist eine Gabe Gottes. Wer das kann, soll es tun. Aber eben dem Glauben gem\u00e4\u00df. Also in genauer \u00dcbereinstimmung mit der Bibel und dem Glaubensbekenntnis. Propheten, die mit eigenen, neuen Ideen die Mitchristen verwirrt haben, gab es schon mehr als genug. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er. Ist jemand Ermahnung gegeben, so ermahne er. Klar. Aber wenn jemandem ein Amt gegeben ist, soll er nicht amtieren, sondern dienen. Unsere Gaben sollen nicht uns selbst gro\u00df rausbringen, sondern anderen weiterhelfen. Gibt jemand, so gebe er mit lauterem Sinn. Nicht jeder hat die Gaben daf\u00fcr, als Missionsarzt in einen Slum in Manila zu ziehen, oder als Pastor in die Sahelzone. Aber einige haben das Geld, die Arbeit der anderen zu finanzieren. Das sollen sie dann auch gro\u00dfz\u00fcgig tun. Leider gilt aber auch unter Christen oft der Spruch: Wer zahlt, schafft an. Darum ermahnt Paulus hier, mit lauterem Sinn zu spenden. Ohne irgendwelche egoistischen Hintergedanken. Steht jemand der Gemeinde vor, so sei er sorgf\u00e4ltig. Und das hei\u00dft nicht nur, dass man die Kollekte sorgf\u00e4ltig z\u00e4hlen soll. Sondern auch, dass man keinen Menschen \u00fcbersieht. Schlie\u00dflich: \u00dcbt jemand Barmherzigkeit, so tue er es gern. Denn was wir Anderen Gutes tun, soll nicht aus Pflichtbewusstsein geschehen, sondern aus Liebe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fassen wir zusammen: Uns zur Verf\u00fcgung stellen. Mitarbeiten. Lehren. Geben. Barmherzigkeit \u00fcben. Und uns nicht der Welt gleichstellen. Also nicht allen Bl\u00f6dsinn mitmachen, den alle tun. Das ist vern\u00fcnftiger Gottesdienst. So sagt es Paulus. Und sein Kollege Jakobus sagt im Grunde genau das Gleiche: Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott dem Vater ist der: Die Waisen und Witwen in ihrer Tr\u00fcbsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten. (Jakobus 1,27) Auch hier also: Gottesdienst hei\u00dft: Im Namen Gottes f\u00fcr die \u00c4rmsten und Schw\u00e4chsten da sein. Und ebenfalls nicht jeden Unfug mitmachen, den alle Welt macht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gottesdienst. Das hei\u00dft, sich wie ein Christ zu benehmen und f\u00fcr andere da zu sein. Gottesdienst hei\u00dft: Ein neues, anderes Leben zu f\u00fchren. Ein Leben, in dem Christus das Sagen hat. Doch, Moment mal! Wenn dem so ist, dann ist Gottesdienst ja nicht nur die Stunde am Sonntagmorgen. Dann sind ja auch die anderen 167 Stunden in der Woche Gottesdienst. Genauso ist es. Unser vern\u00fcnftiger Gottesdienst beginnt nicht mit Glocken, Orgelvorspiel und Begr\u00fc\u00dfung. Und er endet nicht mit dem Segen. Ganz im Gegenteil. Unser Gottesdienst beginnt, wenn wir die Kirche verlassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser Gottesdienst beginnt, wenn unsere Gaben gefragt sind. Wenn wir Menschen begegnen, die unsere Liebe brauchen. Wenn wir herausgefordert sind, unseren Glauben an Jesus Christus zu bezeugen. Und wenn es drum geht, Versuchungen zu widerstehen. Gottesdienst ist in der Schule und am Arbeitsplatz. In der Familie und im Ehrenamt. Am Steuer und im Schlafzimmer. Gottesdienst ist \u00fcberall dort, wo wir gefordert sind, als Christen zu handeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber, wenn das so ist, wozu brauchen wir dann noch die Stunde gleichen Namens am Sonntagvormittag? Und diese Frage scheinen sich Viele zu stellen. Mehr als 96 Prozent der Protestanten bleiben den Gottesdiensten fern. Sie brauchen die Kirche nicht, um als Christen zu leben. Sagen sie. Denn die meisten von denen, die heute Morgen nicht hier sind, sind ja jetzt gerade nicht unterwegs, um Waisen und Witwen Gutes zu tun. Sie brunchen oder schlafen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Frage vom Anfang: Warum gehen Sie in den Gottesdienst? Dumme Frage eigentlich. Warum halten wir uns auf langen Autofahrten immer wieder mit Tanken auf? Warum hocken wir uns w\u00e4hrend einer sch\u00f6nen Bergwanderung in eine H\u00fctte und zischen einen Almdudler? Warum h\u00e4lt sich die Formel 1 mit Boxenstopps auf? Das ist uns klar. Ohne Tanken w\u00fcrden wir liegenbleiben, auf der Autobahn. Ohne Nachschub an Wasser und Mineralstoffen w\u00fcrden wir, noch bevor der Gipfel erreicht ist, aus den Bergstiefeln kippen. Das versteht jeder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und genau so klar sollte uns das Andere sein: Wir sollten immer wieder mal unseren Gottesdienst unterbrechen und stattdessen ein St\u00fcndchen in die Kirche gehen. Sonst bleiben wir mit unserem Christsein auf der Strecke. Hier kriegen wir alles, was wir brauchen: Kraft, Wegweisung, Hoffnung. Wir kriegen die Liebe Gottes zugesagt, damit wir Liebe f\u00fcr andere haben. Wir kriegen hier Gottes Vergebung zugesagt, Lasten abgenommen und den Weg gezeigt. Wir k\u00f6nnen unsere Sorgen und Anliegen bei Gott abgeben. Und unsere Tanks neu auff\u00fcllen lassen. Aus Gottes Wort. Und, in der evangelischen Kirche leider viel zu selten, durch das Abendmahl. Hier will uns Gott dienen. Damit wir in der kommenden Woche ihm vern\u00fcnftig dienen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pfr. Thomas Hilsberg, Radolfzell, hielt die vorstehende Predigt am 10.1.2016 in Rielasingen<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum sind Sie zum Gottesdienst gekommen? Die Konfirmanden m\u00fcssen. Das haben sie mit dem Pfarrer gemeinsam. Aber all die anderen? Konnten Sie nicht mehr schlafen? Oder schl\u00e4ft es sich hier besser? Und Sie sind doch auch nicht alle Paul-Gerhardt-Fans. Oder besondere Liebhaber der F\u00fcnfzigerjahre-Architektur. Nein. Sie sind hier, weil es Ihnen was bringt. 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