{"id":13062,"date":"2016-01-01T22:28:59","date_gmt":"2016-01-01T21:28:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13062"},"modified":"2016-01-01T22:32:46","modified_gmt":"2016-01-01T21:32:46","slug":"wunderwelt-bernstein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13062","title":{"rendered":"Wunderwelt Bernstein"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Bernstein stellt mehr Fragen als sich Antworten finden lassen. Man kann sich weder die gro\u00dfen Mengen erkl\u00e4ren, noch ist klar, wie es so h\u00e4ufig zum Einschluss von Lebewesen kommen konnte. Meist ist er honigfarben gelb, tritt aber auch in gelbweissem, orangefarbenem, rotem, gr\u00fcnlichem, braunem oder schwarzem Farbton auf \u2013 matt oder gl\u00e4nzend und teilweise transparent. Seine Brennbarkeit gab diesem verfestigten Baumsaft unbekannten Alters seinen Namen: Bernstein, abgeleitet vom mittelniederdeutschen B\u00f6rnsteen, \u201eBrennstein\u201c.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-13063\" src=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Bernstein-ist-brennbar.png\" alt=\"Bernstein ist brennbar\" width=\"268\" height=\"203\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Bernstein ist brennbar, sein Name leitet sich vom mittelniederdeutschen B\u00f6rnsteen (Brennstein).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Brennbarkeit ist das untr\u00fcgliche Kennzeichen seiner Echtheit. Wenn man \u201eB\u00f6rnsteen\u201c anz\u00fcndet, verbreitet sich ein harzig aromatischer Duft. Schonender ist die Identifizierung mittels der Fluoreszenz-Methode: Echter Bernstein leuchtet unter UV-Licht blauwei\u00df.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bernstein gibt mehr R\u00e4tsel auf, als er preisgibt. Das gr\u00f6\u00dfte R\u00e4tsel liegt bereits in der schier unglaublichen Menge, in der das Baumharz vorliegt. Weltweit existieren wahrscheinlich Millionen von Tonnen Bernstein, in China zum Beispiel eingebettet in Kohlenfl\u00f6ze. Es gibt ganze Erdschichten aus Bernstein, viele Meter dick. Wie entstanden diese gewaltigen Vorkommen von Baumharz, welches sich auf wundersame Weise in B\u00f6rnsteen verwandelt und zudem erhalten hat? Was m\u00fcssen das f\u00fcr B\u00e4ume gewesen sein und wie viele muss es davon gegeben haben? Der Harzfluss muss extrem gewesen sein. Man k\u00f6nnte annehmen, dass die Harzmenge sich eben \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume summiert hat. Wie aber kam es zur Kumulierung des Harzes an bestimmten Stellen? Wie konnte ein 68 Kilogramm schweres Bernsteinst\u00fcck entstehen? Dieser bisher gr\u00f6\u00dfte Fund wurde 1991 in Zentral Sarawak, Indonesien, entdeckt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Wissenschaft ist die Herkunft der gewaltigen Bernstein-Vorkommen ein einziges R\u00e4tsel. Noch mehr gilt das f\u00fcr die Frage, wie tausendfach Tiere unversehrt eingeschlossen werden konnten. Die Bernsteinvorkommen sind so gro\u00df, dass das f\u00fcr die Schmuckindustrie wertvolle verfestigte Baumharz sogar unter Tage abgebaut wird. Das Zentrum der wirtschaftlichen F\u00f6rderung von Bernstein ist Samland in der russischen Exklave K\u00f6nigsberg. Drei Viertel der Weltproduktion stammen von hier. Bernstein wird hier unter Tage gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hauptfundschicht ist die \u201eBlaue Erde\u201c, ein mehrere Meter dicker, gr\u00fcnlichgrauer Ton. Das Kaliningrader Bernsteinkombinat Jantarny f\u00f6rdert jedes Jahr 650 Tonnen, man sch\u00e4tzt, dass allein an dieser Fundst\u00e4tte noch 600 000 Tonnen in der Erde liegen. Auch in Bitterfeld, n\u00f6rdlich von Leipzig, wurde von 1974 bis 1993 Bernstein im Untertagebau in gro\u00dfen Mengen gewonnen. Der begehrte Stoff wird zur Herstellung von Schmuck und Ziergegenst\u00e4nden verwendet. Legend\u00e4r ist das als \u201eachtes Weltwunder\u201c ger\u00fchmte Bernsteinzimmer, ein vollst\u00e4ndig mit Bernstein verzierter Raum, urspr\u00fcnglich ein Geschenk des preu\u00dfischen K\u00f6nigs an den russischen Zaren. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs gilt es als verschollen. Vor zehn Jahren wurde im Katharinenpalast nahe Sankt Petersburg zum 300. Geburtstag der Stadt eine originalgetreue Nachbildung eingeweiht. 1979 hatte die Sowjetunion mit dem Nachbau begonnen, bei dem sechs Tonnen des fossilen Harzes verarbeitet wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man kann annehmen, dass man nur einen Bruchteil der tats\u00e4chlich weltweit vorkommenden Fundst\u00e4tten kennt, da sie in Erdschichten sind, die tief unter dem Meer liegen. An den Str\u00e4nden der Ostsee wird Bernstein angeschwemmt, welcher sich an unbekanntem Ort am Meeresgrund aus einer unterseeischen Lagerst\u00e4tte l\u00f6st. Wegen seiner geringen Dichte \u2013 etwa ein Gramm pro Kubikzentimeter \u2013 schwimmt Bernstein in Salzwasser (nicht in S\u00fc\u00dfwasser). In den Weiten und Tiefen der Weltmeere wird es viele weitere und eventuell gr\u00f6\u00dfere Lagerst\u00e4tten von Bernstein geben. Was hier aber gel\u00f6st wird, hat in dem aggressiv salzigen Meerwasser keine lange Lebensdauer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Ostsee-Bernstein wird relativ kurz nach seiner Losl\u00f6sung an Land entdeckt. Der gr\u00f6\u00dfte Teil l\u00f6st sich im Wasser auf. Reichhaltige Fundst\u00e4tten sind die K\u00fcsten Mecklenburgs, Polens und Wei\u00dfrusslands. Die Frage ist aber nicht nur, wie solch gewaltige Mengen Baumharz entstehen und sich an bestimmten Orten und in bestimmten Erdschichten konzentrieren konnten. Noch erstaunlicher ist, dass es so viel Bernstein gibt, obwohl das Material in keiner Weise verwitterungsbest\u00e4ndig ist. Wie wahrscheinlich ist der Erhalt von Bernstein aber, da man heute nirgends in der Welt beobachten kann, dass sich Baumharz erh\u00e4lt, konserviert \u2013 und zudem Lebewesen einschlie\u00dft? Baumharz wird in k\u00fcrzester Zeit zersetzt, in Humus verwandelt. Dem Baltischen Bernstein, der in unseren Breiten prominent ist und seinen Namen seinem h\u00e4ufigen Vorkommen in der Ostsee verdankt, wird ein Alter von 50 Millionen Jahren zugeschrieben. Das ist ein sch\u00f6nes Alter f\u00fcr ein relativ weiches organisches Material (man kann es leicht mit dem Fingernagel ritzen), welches, einmal der Witterung und damit dem Licht und Luftsauerstoff ausgesetzt, schnell verblasst und verrottet. Auch im Wasser geht das schnell. Das gr\u00f6\u00dfte Geheimnis des Bernsteins liegt aber in seinen \u201eInklusionen\u201c, den h\u00e4ufig darin eingeschlossenen Insekten, Pflanzen und Kristallen. Man mag sich vorstellen (beobachten konnte man es noch nie), dass einmal ein Insekt von einem herabfallenden Tropfen Baumharz eingeschlossen wird. Das w\u00e4re sicher ein gewaltiger Zufall. Zuf\u00e4lle gibt es. Aber eine einzige Tonne Bitterfelder Bernstein enth\u00e4lt 4500 tierische Inklusien, Einschl\u00fcsse von Lebewesen. Das sind 4500 Zuf\u00e4lle pro Tonne. F\u00fcr jeden von ihnen ist die Wahrscheinlichkeit ungleich geringer wie f\u00fcr den sprichw\u00f6rtlichen Sechser im Lotto. Und dies f\u00fcr Millionen von Tonnen. Nirgends tropft Baumharz in solchen Mengen aus Baumwunden, wie man das f\u00fcr die Zeit der Entstehung von Bernstein annehmen m\u00fcsste. Wie wahrscheinlich ist es, dass ein Insekt stillh\u00e4lt, auf welches Harz tropft? Zumal es sich um fluchtschnelle, wuselige Tiere wie etwa M\u00fccken, Ameisen, Bienen, Spinnen oder Wespen handelt. Es ist anzunehmen, dass es Verwischungen, Besch\u00e4digungen, Zerst\u00f6rungen, Kampfspuren g\u00e4be. Aber die Insekten scheinen artig stillgehalten zu haben, bis das z\u00e4hfl\u00fcssige Harz sie umschlossen hat. Das Harz muss zudem in Sekunden ausgeh\u00e4rtet sein. Auch f\u00fcr dieses Aush\u00e4rten m\u00fcssen besondere Bedingungen geherrscht haben, andere, als wir sie heute vorfinden. Tropfendes Harz wird nicht hart. Es wird trockener, z\u00e4her, dann verwittert es. Nicht selten sind verschiedene Lebewesen in Bernstein mitten in einer Aktion wie erstarrt, gleichsam schockgefrostet. Es gibt k\u00e4mpfende Insekten wie etwa die Erzwespe, die eine Zuckm\u00fccke attackiert mit dem Ziel, in ihr ein Ei abzulegen (siehe Abbildung). Nicht selten finden sich Lebewesen mitten in einer Aktion erstarrt in Bernstein eingeschlossen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-13064\" src=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Bernstein-Einschluss.png\" alt=\"Bernstein-Einschluss\" width=\"257\" height=\"190\" srcset=\"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Bernstein-Einschluss.png 536w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Bernstein-Einschluss-300x222.png 300w\" sizes=\"(max-width: 257px) 100vw, 257px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie ist das m\u00f6glich? Auch sind in den gl\u00e4nzend, oft goldgelb schimmernden Bernsteinen manchmal gleich mehrere oder gar viele Insekten zugleich eingeschlossen. Es gibt Unmengen von Bernstein, in dem man eine ganze Anzahl von K\u00f6cherfliegen erkennt \u2013 unverletzt und in sch\u00f6nster Klarheit. Die unz\u00e4hligen der verschiedensten in Bernstein eingeschlossenen Insekten stellen so etwas wie eine sekundengenaue Momentaufnahme dar, eine \u201ephysikalisch-biologisch-chemische Fotografie\u201c. Daf\u00fcr eine plausible Erkl\u00e4rung zu pr\u00e4sentieren, ist nicht einfach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bislang ist das unm\u00f6glich. Zumal man noch nie beobachten konnte, wie ein Insekt von Baumharz eingeschlossen und unbesch\u00e4digt konserviert wurde. Nicht nur die Wissenschaft ist mit einer Erkl\u00e4rung dieses Geschehens \u00fcberfordert. Auch die menschliche Fantasie reicht offenbar nicht hin, sich ein solches Szenario vorzustellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Antwort auf all diese Fragen muss spekulativ bleiben. Der Biologe Harald Binder von der evolutionskritischen \u201eStudiengemeinschaft Wort und Wissen\u201c, der sich intensiv mit Bernstein befasst hat, gibt zu bedenken, dass gewaltige Mengen Bernstein in kurzer Zeit entstanden sein m\u00fcssen. Die Umweltbedingungen m\u00fcssen offenbar g\u00e4nzlich andere gewesen sein als diejenigen, die heute bestehen. Er h\u00e4lt ein katastrophisches Geschehen f\u00fcr denkbar. R\u00e4tselhaft ist, dass in manchen Bernsteinen Lebewesen verschiedenster Biotope gemeinsam eingeschlossen sind: solche aus dem Meer, aus W\u00e4ldern und solche, die fliegen k\u00f6nnen. 80 verschiedene Tiere und Pflanzen konnten schon in einem einzigen Bernstein identifiziert werden! Auch das schlie\u00dft ein gem\u00e4chliches Einschlie\u00dfen der Insekten aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass Lebewesen v\u00f6llig verschiedener und voneinander entfernter Lebensr\u00e4ume in einem Stein eingeschlossen sind, ist ein starkes, eigentlich ein eindeutiges Indiz daf\u00fcr, dass Bernstein auf einen Schlag, im Zuge einer Katastrophe entstanden ist. Die weltweiten Vorkommen solcher Bernsteine sprechen daf\u00fcr, dass es sich um eine Katastrophe handelte, von der die ganze Erde erfasst war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Entstehung des Bernsteins bei einem katastrophischen Geschehen spricht auch eine Entdeckung, \u00fcber die Forscher aus China, Europa und den USA in der Fachzeitschrift \u201eCurrent Biology\u201c 2014 berichteten. Bei der Untersuchung von Bernstein aus Ostchina stellten sie mit gro\u00dfer \u00dcberraschung fest, dass \u201eneben asiatischen Formen oft dieselben Insekten Gattungen wie im baltischen Bernstein\u201c vertreten sind, wie der Pal\u00e4ontologe Prof. Jes Rust von der Uni Bonn berichtete. Im Osten Asiens, im chinesischen Fushun, lebten demzufolge ganz \u00e4hnliche Insekten wie in Nordeuropa, 10 000 Kilometer vom Baltikum entfernt. In den 3000 Harzbrocken, an deren Untersuchung noch gearbeitet wird, entdeckten die Wissenschaftler bereits Gliederf\u00fc\u00dfer aus mehr als 80 verschiedenen Familien. In einer Pressemitteilung der Universit\u00e4t Bonn wird das als \u201eeinzigartiger Schnappschuss der damaligen Insektenwelt Ostasiens\u201c bezeichnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den g\u00e4ngigen Annahmen \u00fcber die Erdgeschichte zufolge waren Europa und Asien auch in der angenommenen Zeit der Entstehung des baltischen wie des ostchinesischen Bernsteins durch eine gro\u00dfe Entfernung voneinander getrennt. Viele Forscher gingen bislang davon aus, dass solche Entfernungen Artenwanderungen verhinderten oder zumindest stark erschwerten. \u201eDie gro\u00dfe \u00c4hnlichkeit der eingeschlossenen Insekten hat uns daher sehr \u00fcberrascht\u201c, sagt Prof. Rust, \u201ewir wissen nicht, wie das zusammenpasst.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Offenbar ist Bernstein nicht das Ergebnis einer langen und langsamen Entstehung. Aus biblischer Sicht ist das weniger \u00fcberraschend. Die Landmasse der Erde war nicht immer zerteilt in verschiedene Kontinente, lehrt die Bibel, das geschah erst nach der Sintflut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Zeit des Peleg wurde die Erde \u201egeteilt\u201c, trennte sich die eine Landmasse in der Kontinentaldrift in verschiedene Kontinente auf. \u201eUnd Heber wurden zwei S\u00f6hne geboren; der Name des einen war Peleg, denn in seinen Tagen wurde die Erde geteilt; und der Name seines Bruders war Joktan\u201c (1. Mose 10, 25). Auch in 1. Chronik 1, 19 wird das berichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die wissenschaftliche Theorie von der Kontinentalverschiebung ist viel j\u00fcnger als die biblischen Berichte davon. Alfred Wegener entdeckte diesen Sachverhalt erst im Jahre 1912. Er \u00fcbernahm diese Theorie allerdings von seinem Vater, einem evangelischen Prediger, der als bibelkundiger Mann wie selbstverst\u00e4ndlich davon ausging, dass das so gewesen sein musste. Die wissenschaftliche \u201eEntdeckung\u201c der Kontinentaldrift geb\u00fchrt also eigentlich nicht der modernen Wissenschaft und Alfred Wegener, sondern der Bibel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kontinentaldrift war ein globales Ereignis. Wenn sie sehr schnell geschah, wof\u00fcr vieles spricht, vor allem die Bibel, dann war das sicher auch ein Geschehen mit extremen tektonischen, vulkanischen Prozessen und klimatischen Begleiterscheinungen. Bildeten sich hier, in einem globalen katastrophischen Geschehen an bestimmten Orten Bernstein? Wurden hier innert Sekunden Insekten so schnell in fl\u00fcssigem Harz eingeschlossen und dieses ebenso schnell geh\u00e4rtet, dass diese verletzlichen Lebewesen nicht besch\u00e4digt, sondern perfekt \u2013 sogar inmitten einer Aktion \u2013 erhalten wurden? Das l\u00e4sst sich nicht beweisen. Aber es ist eine Theorie f\u00fcr das Entstehen von Bernstein, die eine gewisse Plausibilit\u00e4t beanspruchen kann. Die Wissenschaft kann keine schl\u00fcssige Theorie f\u00fcr die Entstehung von Bernstein anbieten. Es ist ihr ein so gro\u00dfes R\u00e4tsel, dass sie nicht einmal die Frage nach der Entstehung stellt. Sie vertr\u00e4gt sich in keinster Weise mit dem Paradigma der unendlich langen Zeitr\u00e4ume, das wie eine K\u00e4seglocke \u00fcber den Vorstellungen zur Erdgeschichte h\u00e4ngt. Die Existenz von Bernstein ist ein weiteres Indiz f\u00fcr die Infragestellung des Paradigmas von den (unendlich langen) \u201egeologischen Zeitr\u00e4umen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-13065\" src=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Harz-am-Baum.png\" alt=\"Harz am Baum\" width=\"269\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Harz-am-Baum.png 440w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Harz-am-Baum-219x300.png 219w\" sizes=\"(max-width: 269px) 100vw, 269px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Harz flie\u00dft aus einer Baumwunde. Harz ist nicht sehr haltbar, es zersetzt sich sehr schnell.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das sch\u00f6ne Aussehen von Bernstein und die r\u00e4tselhaften biologischen Einschl\u00fcsse haben die Menschen schon immer fasziniert. Bereits im sechsten vorchristlichen Jahrhundert soll Thales von Milet mit Bernstein experimentiert und dabei eine geheimnisvolle Kraft entdeckt haben. Die alten Griechen nannten den Bernstein Elektron. Er l\u00e4dt sich bei Reibung elektrostatisch auf. In der Antike entfernte man so mit gro\u00dfen Bernsteinbrocken Flusen von der Kleidung. Die Kraft, die man am Bernstein beobachtete, h\u00e4ngt mit dem zusammen, was wir heute elektrischen Strom nennen. Bernstein ist damit Namensgeber f\u00fcr Elektrizit\u00e4t und das Ladungsteilchen Elektron.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Sch\u00f6nheit von Bernstein haften viele Geheimnisse an. Vom Erscheinungsbild ein Stein, h\u00e4ufig ein sehr sch\u00f6ner, leuchtender, transparenter Stein in warmen Farbt\u00f6nen, enth\u00e4lt Bernstein doch auch organisches Material und sehr h\u00e4ufig wie in einer Momentaufnahme Lebewesen. Bernstein ist somit ein Blick in eine vergangene, untergegangene Welt und ein Zeuge ihres Lebens und ihrer Sch\u00f6nheit. Die Entstehung von Bernstein bleibt ein wissenschaftliches R\u00e4tsel. Wenn jemand zur L\u00f6sung dieses R\u00e4tsels beitragen kann, dann sind das sch\u00f6pfungsgl\u00e4ubige Wissenschaftler, die \u2013 wie der Entdecker der Kontinentaldrift Alfred Wegener \u2013 zu ihren Erkenntnissen durch die Bibel inspiriert werden. Die gr\u00f6\u00dften Entdeckungen machen Wissenschaftler, die ernst nehmen, was in der Bibel steht, und nach der Best\u00e4tigung dessen mit wissenschaftlichen Methoden suchen. Das ist die Erfahrung, die Alfred Wegener gemacht hat, der der biblischen Lehre seines Vaters nachforschte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Menschen werden auch in Zukunft von \u201eB\u00f6rnsteen\u201c fasziniert sein. Das liegt an seiner r\u00e4tselhaften Entstehung, den Lebewesen, die er birgt \u2013 und an seiner Sch\u00f6nheit. Und auch diese Sch\u00f6nheit ist ein Hinweis auf den Sch\u00f6pfer von Himmel und Erde, den die Bibel bezeugt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Philipp Wiens\/Thomas Lachenmaier<br \/>\nQuelle: Factum 9\/2015<\/em><br \/>\n<em>Ver\u00f6ffentlicht mit Erlaubnis der redaktion<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bernstein stellt mehr Fragen als sich Antworten finden lassen. Man kann sich weder die gro\u00dfen Mengen erkl\u00e4ren, noch ist klar, wie es so h\u00e4ufig zum Einschluss von Lebewesen kommen konnte. Meist ist er honigfarben gelb, tritt aber auch in gelbweissem, orangefarbenem, rotem, gr\u00fcnlichem, braunem oder schwarzem Farbton auf \u2013 matt oder gl\u00e4nzend und teilweise transparent. 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