{"id":13019,"date":"2015-12-20T11:49:22","date_gmt":"2015-12-20T10:49:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13019"},"modified":"2015-12-20T11:53:22","modified_gmt":"2015-12-20T10:53:22","slug":"wie-gott-menschen-zubereitet-predigt-ueber-1-mose-2519-34","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=13019","title":{"rendered":"&#8222;Wie Gott Menschen zubereitet&#8220; (Predigt \u00fcber 1 Mose 25,19-34)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Das ist\u00a0ein Markenzeichen Gottes, dass er der Gott Jakobs sein will. Nicht der Gott Goliaths, und nicht der Gott Esaus, und nicht der Gott von Herodes und Augustus, sondern Gott Jakobs, und das hat seine biblische Bedeutung.\u00a0Es gibt viele N\u00f6te, die in der Stille erlitten werden, \u00fcber die man nicht viel spricht, und zu dieser schlimmen Not geh\u00f6rt bis heute die Traurigkeit von Menschen, denen Kinder versagt bleiben. Es ist gut, dass die Bibel auch solche Dinge anspricht. Nicht, weil sie das Heimliche aufdecken will, sondern, weil Gott Traurigkeiten kennt, auch die, \u00fcber die man mit niemandem spricht. Und es f\u00e4llt auf, wie oft das in der Bibel vorkommt! <!--more-->Und da liegt unsere Zeit eben doch v\u00f6llig falsch, wo schon viele junge Leute meinen, das Wichtigste sei, wie man sich der Fruchtbarkeit erwehren sollte; wo manche sich sogar in den Wahn hineinsteigern, sie k\u00f6nnten Kinder selber machen. Der Anfang eines Menschenlebens ruht ganz allein in der Hand Gottes. Und, dass Gott uns so viel mitgegeben hat, an Sch\u00f6pfungsgaben, das bleibt ein R\u00e4tsel und ein Geheimnis. Schon bei der Geburt Isaaks war es so, dass viele Jahrzehnte Abraham und Sara warten, bis sie schlie\u00dflich sagen \u201ees hat keinen Wert\u201c. Aber das Schlimme ist doch, dass es um die Segenslinie ging. Abraham war doch zugesagt worden, dass er zum gro\u00dfen Volk werden soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und jetzt merken Sie auf einmal, dass all das eine geistliche Bedeutung f\u00fcr uns hat, was da erz\u00e4hlt ist. Wenn Gott handelt, dann ging das zu allen Zeiten so, dass man es nicht versteht. Dass man sich daran bricht, oder den Kopf anst\u00f6\u00dft, dass man sagt: \u201eGott, ich wei\u00df nicht, was du willst\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bitte murren Sie nie gegen die Wege Gottes! Es ist in der Bibel auch ganz klar festgehalten, dass es keinerlei Bedeutung hat, f\u00fcr den Wert eines Menschen, ob er Kinder hat, oder nicht! Auch eine Ehe ist vollwertig, auch ohne Kinder! Aber das lindert den Schmerz nicht. Und Isaak hat offenbar so viel mitbekommen aus den Erz\u00e4hlungen seines Vaters und seiner Mutter. Bei Gott ist kein Ding unm\u00f6glich. Er hat zu Gott geschrieen, er hat mit Gott gek\u00e4mpft, wie man im Gebet k\u00e4mpfen darf! 20 Jahre lang, es muss eine furchtbare Anfechtung gewesen sein: \u201eWie soll ich den Segen meiner Eltern weiter tragen?\u201c!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der einst dieses gesprochen hat: \u201eIch will dich zum gro\u00dfen Volk machen\u201c und dann, als gar keine Hoffnung mehr war, erf\u00fcllte das Gott!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcbrigens: das war auch nicht anders, bei der Geburt von Johannes, dem T\u00e4ufer, bei der Geburt von Samuel. Es war nicht anders bei der Geburt Simsons. Sie kennen ja all die Geschichten. Zuerst ist f\u00fcr uns einmal wichtig: Mein Leben ist kein Zufallsprodukt. Es ist heute sicher die schwierigste Frage, wenn man so in Krisen nachdenkt: \u201ewas ist mein Leben?\u201c In der Krankheit, in der Berufskrise; was ist mein Leben? Warum lebe ich heute und hier? Warum muss ich mit diesen Schwierigkeiten k\u00e4mpfen? Und jetzt ist es ganz wichtig, dass wir das erkennen aus dieser Jakobsgeschichte: \u201eGott hat mich gemacht! Nicht durch Zufall steh\u2019 ich da! Gott hat mich gemacht! Gott hat mich geschaffen! Als ich vorhin gelesen habe, aus dem Psalm 139: \u201aDu hast mich bereitet im Mutterleib\u2018. Das kommt auch noch mal so sch\u00f6n beim Hiob: \u201eDu hast mich gekannt, bevor ich \u00fcberhaupt wurde. Wir sagen unsern Kindern gern: \u201efr\u00fcher, wo du noch Wolken geschoben hast\u201c. Wo war ein Mensch? Vor hundert Jahren?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Herr, du kennst mich durch und durch. Du kennst mich besser, als mich die \u00c4rzte kennen. Du kennst mich mit all meinen Regungen und so hast du mich gemacht; mit meinen Schw\u00e4chen und mit meinen Begrenzungen und auf einmal erwartet die Rebekka, diese pr\u00e4chtige Frau, Zwillinge. Und diese Zwillinge k\u00e4mpfen miteinander im Mutterleibe, eine Geschichte, wie sie sich sonst nie mehr zugetragen hat. Die Mutter verzweifelt \u00fcber diesen heftigen St\u00f6\u00dfen und Schl\u00e4gen dieser beiden Kinder. Und das, was da bei uns im deutschen so brav \u00fcbersetzt ist, wo die Mutter sagt: \u201ewas soll das alles\u201c, das ist im Grunde der Verzweiflungsschrei einer Mutter: Warum? Ich will gar nimmer leben, das gibt ein Ungl\u00fcck, diese Kinder! Und sie verzweifelt, und wieder geht\u2019s durch die Anfechtung. Ich habe Ihnen vorhin gesagt: \u201eAlle Wege Gottes \u2013 auch bei Ihnen \u2013 f\u00fchren h\u00e4ufig durch die Anfechtung: \u201eWarum?\u201c Warum macht das Gott jetzt so? Warum geht es so kompliziert? Wenn\u2019s Gott will, k\u00f6nnt er mir doch die Wege ebnen? Und dann sagt Gott ihr, dass das ganz verschiedene Naturen und Charaktere sind, die da geboren werden. Man macht ja bei uns immer so, wie wenn alle Menschen gleich w\u00e4ren, ja gleichwertig! Sie sollen die gleichen Rechte haben! Aber Menschen sind grundverschieden! Auch in einer Familie, auch in einer Ehe. Und da herrscht oft ein furchtbarer Konkurrenzkampf. Und das, was \u00fcber den beiden, die da geboren werden, Jakob und Esau, schon ausgesprochen wird, ist ja eine Sache, die heute die Diplomaten der UNO zur Verzweiflung treibt. Die haben es immer noch nicht begriffen, dass sie die beiden nicht zusammen kriegen. Es gibt keine Auss\u00f6hnung zwischen den Edomitern und den Israeliten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht, dass wir deshalb sagen wollen: \u201edas hat alles keinen Wert\u201c; aber, da herrscht eine \u201eunvers\u00f6hnliche Freundschaft\u201c, wie hat es bei Ismael schon gehei\u00dfen \u2013 dem Vater der Araber -: er wird wohnen, seinen Br\u00fcdern zum Trotz. Und das kann man durch die Jahrhunderte hindurch sehen: in einer ganz furchtbaren Sache: was ist das, was tragen wir denn da mit? An Eigenschaften, vielleicht k\u00f6nnen Sie es von Ihren Kindern sehr klar sagen: \u201eDer ist ein Trotzkopf, und der ist ein Rechthaber und so.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sehen Sie es von sich an? Oder haben Sie bei sich die gro\u00dfe Nachsicht? Und das Schlimme ist ja, dass wir gar nicht raus kommen aus unseren Naturgegebenheiten. Das sind ja auch ganz wunderbare Sch\u00f6pfungseigenarten! Die Vielfalt der Menschen, so grundverschieden, wie sie sind! Aber schlimm, dass das immer ein Konkurrenzkampf ist gegen den anderen. Wo man den andern auf die Seite dr\u00fcckt und den andern besiegen und \u00fcberwinden will. Unsere Naturen kommen ja erst zu ihrer vollen Entfaltung, wo der Heilige Geist zum Herrscher wird. Da wird ja nicht das einfach aufgehoben, abgehoben, dass der Esau so ein naturverbundener Bursche war und der andere mehr h\u00e4uslich ist, aber es kommt zur Entfaltung, das man Gott damit dienen kann, und der Reichtum wird erst sichtbar! War wird das einmal sein, wenn in der V\u00f6lkerwelt, wenn alle V\u00f6lker dem Herrn dienen! Aber wenn man die Heilsgeschichte Gottes nicht kennt, dann bleibt nur das unvers\u00f6hnliche Miteinander und der Kampf aller gegen alle. Ja, das ist sicher ganz wichtig: wir werden sicher noch darauf kommen, im Laufe dieser ganzen Predigtreihe, wie die Neugeburt, die Gott schenkt, auch nicht unseren Charakter ver\u00e4ndert, und doch eine pl\u00f6tzliche Sache ist, wo eine entscheidende Sache ver\u00e4ndert wird, dass ich mich mit Schw\u00e4chen und mit St\u00e4rken annehmen kann und Gott zur Ehre leben und nicht mehr f\u00fcr mein \u201eICH\u201c lebe. Gott hat mich wunderbar gemacht! Ich bin kein Zufallsprodukt! Gott kennt mich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber es kommt noch was hinzu; etwas Zweites! Gott greift ein in die Berufung dieser Kinder. Schon bevor sie geboren wurden. Also, \u00fcber kaum ein Thema haben Leute so viel gegr\u00fcbelt, wie \u00fcber dieses Thema! Was ist denn das f\u00fcr ein Geheimnis der Erw\u00e4hlung? Warum hat denn Gott den Jakob herausgegriffen, und nicht den Esau? Haben Sie auch schon gegr\u00fcbelt? Es gibt R\u00e4tsel, geheimnisvolle, dunkle Stellen, die wir gar nicht ergr\u00fcnden brauchen! Nur, wir wollen nicht so tun, als ob wir die Gedanken Gottes verstehen k\u00f6nnten. Aber eins wollen wir beachten: Die meisten Stellen, wo in der Bibel von Erw\u00e4hlung steht, ist nicht die Erw\u00e4hlung gemeint, \u201ezur Verdammnis\u201c und \u201ezur Errettung\u201c. Das ist missverstanden. \u201eNicht Ihr habt mich erw\u00e4hlt, sondern ich habe Euch erw\u00e4hlt und gesetzt, dass Ihr hingeht und Frucht bringt.\u201c Das ist eine Frage des Dienstes: Erw\u00e4hlung zum Dienst. Warum hat Gott die Juden erw\u00e4hlt? Weil Gott will, dass durch das Judenvolk das Heil den Weltv\u00f6lkern verk\u00fcndigt wird. Warum hat Gott uns erw\u00e4hlt? Warum hat er uns so viele Gaben gegeben? Damit wir seine Boten sind und seine Zeugen! Erw\u00e4hlung \u2026 nicht bin ich in die H\u00f6lle verdammt oder errettet. Es ist eine Erw\u00e4hlung zum Dienst! Und genau um die geht\u2019s hier beim Jakob! Eine Erw\u00e4hlung zum Dienst! Und wenn es hier hei\u00dft, der \u00c4ltere soll dem J\u00fcngeren dienen, da muss man wissen, dass im Hebr\u00e4ischen hinter diesem \u201e\u00c4lteren\u201c noch viel mehr mitschwingt. Der St\u00e4rkere, der Gr\u00f6\u00dfere, der Begabtere. Dass Gott in dem Esau Gaben verworfen hat! Nicht, dass der Esau nicht auch Gott dienen sollte! Aber, dass Gott, schon bevor die Kinder geboren werden, feststellt, durch die Schw\u00e4che und durch den s\u00fcndigen Charakter eines Jakobs will ich mein Heil aufrichten. Sie k\u00f6nnen ja beim Bibel-Lesen manchmal \u2013 da sieht man\u2019s ja bei der Geschichte besser und sagt, was war das f\u00fcr ein trickreicher, schwieriger Mensch, der Jakob. Aber Sie sehen\u2019s doch hoffentlich besser, wer sich dahinter verbirgt! Dass da immer wieder unser Bild heraus leuchtet und dass Gott sich an solchen Typen, wie an diesen Jakob bindet! Kein Wunder! Ich hab Ihnen vorher gesagt, dass Isaak, der Vater, der sagt: \u201eDas ist mein Bub, mein Kerl, der Esau!\u201c Dass Leute \u2013 h\u00f6rst du das? \u2013 dass solche Leute, die in der Heiligung stehen, Diener Gottes, so blind sein k\u00f6nnen, dass ist die Torheit von glaubenden Menschen, dass sie immer wieder meinen, Gott sei auf Geld, auf Macht, auf Namen, auf Fleisch angewiesen! Nein, Gott will das nicht! Gott hat seine Heilsgeschichte immer gebaut durch den Schwachen. Wie wir neulich in der Bibelstunde von dem Mose das lasen, da hab ich wieder gedacht, Mensch, da juckt\u2019s mich heute noch, dass ich denke: Kronprinz und vom Hofe Pharaos, mit dem kann man das Israel erl\u00f6sen. Gott sagt nein, unbrauchbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mose war unbrauchbar als Kronprinz. Erst, wie er barfuss, W\u00fcstenhirte war, konnte er Bote Gottes werden. Gott muss uns manchmal ganz tief f\u00fchren. Und herunter holen vom Stolz, bis er sein Heil bauen kann. Gott hat durch Saul den Gro\u00dfen, &#8211; muss eine sch\u00f6ne Person gewesen sein \u2013 gr\u00f6\u00dfer als alles andere Volk \u2013Israel nicht retten k\u00f6nnen! Er hat den H\u00fctejungen David geholt. Und Sie k\u00f6nnen das durch die Tage verfolgen. In unseren Tagen handelt Gott nicht anders. Er sucht Menschen, wo seine Gnade Raum bekommt. Und darum hat er Sie gerufen! Nicht, weil er denkt, Ihre Gaben w\u00e4ren so genial, sondern, weil Gott sagt: \u201eHoffentlich bist du da in deiner Schw\u00e4che bereit, meine St\u00e4rke wirken zu lassen. Lass mich doch durch dein Leben; meine Kraft vollendet sich in deiner Schw\u00e4che; in deiner Hilflosigkeit, in deiner Ohnmacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt noch ein letzter Punkt: Was ist uns wichtig? Wir sehen noch, wie der Esau m\u00fcde vom Feld kommt, und er hat gejagt, er war durch die Gegend gestreift.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sch\u00f6n ist, m\u00fcde zu sein, sich auf einen Stuhl zu knallen, und die F\u00fc\u00dfe auszustrecken, so, wie Sie, wenn Sie von der Wanderung heim kommen; und dann sagt er: \u201eMensch, hab ich einen Hunger!\u201c Und der Jakob steht am Herd; das war offenbar ein Platz, den er geliebt hat, und hat gek\u00f6chelt. Und er k\u00f6chelt und \u2013 jetzt spinnen wir ein wenig \u2013 ich wei\u00df nicht, ob er genau gesehen hat, was er kocht, ich meine; immer, wenn es eine Nudelsuppe gewesen w\u00e4re, h\u00e4tte ich es noch verstanden, aber so ein Linsengericht; &#8211; aber das ist schw\u00e4bisch jetzt \u2013 also, was ist das? \u201eHe, das Rote\u201c \u2013 so steht es im hebr\u00e4ischen da. He, das Rote, die Gr\u00fctze da. Manche Ausleger meinen, das sei vielleicht sogar eine Blutsuppe gewesen, die ihn besonders gelockt hat, und die kostbar gewesen sein muss. Er hat erst, nachdem er gegessen hat, gemerkt, dass es nicht das war, was er vielleicht begehrt hat. Selbst das ist noch m\u00f6glich, wir sehen in dem Esau einen Menschen, nat\u00fcrlich, echt, realistisch; aber der mit seinen Gef\u00fchlen und mit seiner Begierde lebt. Wer von uns ist nicht so ein Mensch, der sagt, was er will, was er braucht? Und Jakob, h\u00fcten wir uns, es gibt manche dumme Ausleger, die meinen, sie k\u00f6nnten gro\u00dfe Glaubenszeugnisse und \u2013zeugen moralisch werten. \u2013 Das wollen nicht tun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil ein Jakob uns immer noch Tausendfach \u00fcberlegen ist. Aber fies war es doch. Bevor er \u00fcberhaupt den Deckel runter nimmt, von seiner Sch\u00fcssel, sagt er: \u201ehe, he, ich will dein Erstgeburtsrecht\u201c. Und er r\u00fcckt seine Sch\u00fcssel noch nicht raus, bevor er seinen Schwur hat; und der Schwur hei\u00dft: \u201eBeim Lebendigen Gott, ich will meine Erstgeburt nicht mehr haben!\u201c Trickreich, fies, ach, wenn Sie die Geschichte angucken, der Glaubenszeugen. Die haben immer gemeint, sie m\u00fcssten die Sache Gottes mit menschlichen Mitteln retten. Sie br\u00e4uchten irdischen Beistand, und vielleicht faule Kompromisse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das braucht Gott gar nie! Das ist der Fehler von uns, dass wir meinen, wir m\u00fcssen nachhelfen! Abraham hat ja gemeint, er m\u00fcsste, als ihm der Sohn versagt blieb, mit der Magd nachhelfen, dass die schwanger wird. Es gibt bei uns auch so viele faule Kompromisse im Glaubensleben. Wir wollen sie dem Jakob gar nicht vorhalten. Aber da ist uns vorgezeichnet \u2013 uns zur Lehre \u2013 dass das der Unsinn war beim Jakob. Er hat\u2019s doch gar nicht n\u00f6tig gehabt, wie lange hat das gedauert, bis er sagte: \u201eHerr, ich lasse dich nicht, du segnest mich denn\u201c? Gott hat\u2019s doch eh versprochen gehabt, dass der Jakob den Segen kriegt. Meint er denn, er m\u00fcsste mit falschen, ungeeigneten Mitteln das erst noch schaffen? Das haben Christen immer gemeint, sie w\u00fcrden mit ihren Gaben, mit ihrem K\u00f6nnen, und das, was Gott nicht k\u00f6nnte, k\u00f6nnten sie machen; und sie k\u00f6nnen das Evangelium besser vertreten, und weil sie so clever sind. . .<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mich hat da dieses Buch von Stefan Holthaus so ersch\u00fcttert mit den \u201eTrends 2000\u201c, wo er sagt, die Christen liegen schon voll in der Anbiederung an die Zeit. Machen alles, blo\u00df dieser Zeit-Mode nach. Mit \u201ek\u00f6nnen\u201c und \u201eprofessionell\u201c und alles muss kopiert sein, von dieser Welt, statt, dass sie mit dem Lebendigen Gott rechnen. Mit der Wirklichkeit des Lebendigen Gottes und dessen, was er zugesagt hat, und was er erf\u00fcllt. Jakob hat gewusst, was \u201eSegen Gottes\u201c ist Und darum ist er so gro\u00df. Wissen Sie es auch? Sie brauchen nicht fragen, ob Gott Sie segnen will! Das hat er in Jesus so klar gemach. Er hat Sie geschaffen und er will jetzt Sie segnen. Er will seine Herrlichkeit in Ihrem Leben offenbaren. Er will Gro\u00dfes durch Sie wirken, aber durch seine Gnade! ER will Sie reich beschenken! Sie brauchen sich nur \u00f6ffnen; Sie brauchen keine Tricks und nichts anderes. Deshalb brauchen wir auch keine Methoden und \u2013 Vorsicht! \u2013 das steckt auch so tief drin, wie bei Esau! Was bedeutet mir der \u201eSegen Gottes\u201c? Was ist das schon? Ich habe Heiden Kohldampf, ich will was fressen, ich will was zwischen die Z\u00e4hne. Ich glaube blo\u00df das, was man fassen kann! Realistische Naturmenschen, kurzsichtige Leute, die nichts ahnen von der Segenslinie. Was ist mein Leben?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur, wenn Sie das erkennen: \u201eGott hat mich geschaffen, Gott hat meinem Leben eine ewige Bedeutung gegeben! Ich will es Ihnen heute noch mal einh\u00e4mmern \u2013 \u00fcber den Jakob!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er hat sich den Spitznamen geben lassen, &#8211; wenn Sie so wollen \u2013 er ist der Gott Jakobs. Ausgerechnet dieser trickreiche Fersenhalter. So will er sich von Ihnen finden lassen. Rein nur aus Erbarmen! Sie d\u00fcrfen seinen Segen erfahren und d\u00fcrfen sich ihm anvertrauen. Er will sich an Sie binden. Amen.<\/p>\n<p><em>Predigt am 24.1.1999<br \/>\n<\/em><em>Quelle: www.sermononline.de<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist\u00a0ein Markenzeichen Gottes, dass er der Gott Jakobs sein will. 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