{"id":1295,"date":"2009-09-05T12:02:04","date_gmt":"2009-09-05T10:02:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1295"},"modified":"2009-09-05T14:11:42","modified_gmt":"2009-09-05T12:11:42","slug":"funf-grundlinien-der-biblischen-ehelehre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1295","title":{"rendered":"F\u00fcnf Grundlinien der biblischen Ehelehre"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>F\u00fcnf Grundlinien der biblischen Ehelehre<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eGott sprach: Lasset uns Menschen machen,<br \/>\nein Bild, das uns gleich sei\u201c (1. Mose 1,26)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sind Gesch\u00f6pfe des Dreieinigen Gottes, der sich als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart. Gott ist Liebe (1. Joh. 4, 16), und er lebt aus der Liebe.<!--more-->\u00a0Aus Liebe zeugt er sich vor der Sch\u00f6pfung seinen Sohn (Joh. 1,1). In Liebe wendet er sich ihm zu: Er \u00fcbergibt ihm sein Erbe, er erschafft die Welt durch ihn, er pr\u00e4gt ihm seinen g\u00f6ttlichen Charakter auf, und er best\u00e4tigt seine Vaterschaft ihm gegen\u00fcber immer wieder neu (Hebr. 1,1-5). Alles was der Dreieinige Gott erschafft, tr\u00e4gt kommunikative Z\u00fcge. Nichts existiert f\u00fcr sich selbst, alles hat dienende, helfende Funktion f\u00fcr das Ganze. Der Mensch als Krone der Sch\u00f6pfung ist berufen, Bild Gottes zu sein. Das bedeutet, da\u00df er das Wesen Gottes widerspiegeln und die Herrschaft \u00fcber die Erde wahrnehmen soll. Der gefallene Mensch scheitert an dieser Sinnbestimmung, weil er Gottes Liebe nicht wahrnimmt und nicht annimmt, sondern im Selbstbezug und gegen Gott lebt. Der durch Christus erl\u00f6ste Mensch empf\u00e4ngt die Liebe Gottes und wird dadurch zur Liebe und zu echter Kommunikation bef\u00e4higt. Ehe und Gemeinde sind Ein\u00fcbungsfelder f\u00fcr gelingende Kommunikation. In der Ewigkeit werden wir mit Christus, unserem Herrn, in wunderbarer Weise kommunizieren (1. Thess. 4,17).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>\u201eGott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe,<br \/>\nes war sehr gut\u201c (1. Mose 1,31)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am sechsten Sch\u00f6pfungstag, nach der Erschaffung des Menschen als Mann und Frau, bezeichnet Gott alles Geschaffene als in h\u00f6chstem Ma\u00df sch\u00f6n und zweckm\u00e4\u00dfig. Mann-sein und Frau-sein ist \u201esehr gut\u201c. Dieses Qualifikationsurteil Gottes \u00fcber die zweigeschlechtliche Beschaffenheit der Menschheit hilft zur Identifikation mit der eigenen Geschlechtlichkeit. Mann und Frau sind von Gott hervorragend konzipiert und ausgestattet hinsichtlich Leib, Seele (Wollen, Denken, F\u00fchlen) und Geist (Selbstbewu\u00dftsein und Ich-Zentrum). Der S\u00fcndenfall zentriert alle Veranlagungen auf den eigenen Egoismus. Die Erl\u00f6sung durch Christus befreit sie zum Dienst f\u00fcr Gott und den N\u00e4chsten. Das Qualifikationsurteil Gottes \u00fcber Mann und Frau berechtigt und verpflichtet dazu, die geschlechtsspezifischen Veranlagungen und Merkmale zu beobachten und zu beachten. Der Zugang zur Lebenswirklichkeit ist beim Mann wesentlich intellektuell, bei der Frau wesentlich emotional- empfindend. Der Mann ordnet die Lebensvielfalt nach Prinzipien und bew\u00e4ltigt die Lebensaufgaben linear und nacheinander, die Frau erfa\u00dft die Lebensvielfalt gleichzeitig und komplex. Die seelische Gesamt-Konstitution des Mannes ist der Frau zugeordnet, die Frau verf\u00fcgt dagegen \u00fcber eine gr\u00f6\u00dfere Eigenstabilit\u00e4t. St\u00e4rken des Mannes sind z.B. Sachbezug, sein Idealismus f\u00fcr eine Idee oder Sache und sein sch\u00f6pferischer Intellekt, St\u00e4rken der Frau sind ihr Personalbezug, ihre Hingabekraft f\u00fcr andere Menschen und ihre reproduktive, gestalterische F\u00e4higkeit. Aus der unterschiedlichen Veranlagung von Mann und Frau resultieren auch ihre geschlechtsspezifischen Schw\u00e4chen. Beim Mann ist es vor allem seine Selbstverliebtheit und sein Stolz gegen\u00fcber der Frau. Die fraulichen Hauptschw\u00e4chen sind ihr Dominanzstreben und ihre Ungeduld.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>\u201eUnd Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, da\u00df der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die um ihn sei\u201c (1. Mose 2, 18)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe braucht ein Gegen\u00fcber, um zu lieben. Da der Mensch zur Ebenbildlichkeit, also zur Liebe berufen ist, stellt Gott dem Mann die Frau zur Seite. Die Frau wird nicht wie der Mann aus den Elementen der Erde geschaffen, sondern aus der K\u00f6rperlichkeit des Mannes gestaltet. Damit werden von Gott dem Mann und der Frau elementare Voraussetzungen f\u00fcr die Ehe einprogrammiert. Dem Mann wird ein Teil seines Wesens genommen, so da\u00df er fortan in eine tiefe Bewegung zur Frau hin zur Erg\u00e4nzung seines Wesens versetzt wird. Die Frau empf\u00e4ngt durch ihre spezifische Erschaffung die seelische und leibliche Bef\u00e4higung, den Mann zu verstehen und ihm zu helfen. Mit der Erschaffung eines Mannes und einer Frau ist das Konzept der Einehe als die von Gott gewollte Form der Ehe begr\u00fcndet. Mit der Berufung der Frau zum Hilfe-sein f\u00fcr ihren Mann ist die Ehe als lebenslange Treuegemeinschaft konstituiert. \u201eHilfe\u201c zu sein ist ein anspruchsvolles Lebensprogramm. Die Frau ben\u00f6tigt dazu die Weisheit Gottes. Mit Gottes Hilfe soll sie ihrem Mann ein Gegen\u00fcber sein, das ihm hilft, ein verantwortungsf\u00e4higer Mann zu werden. Sie soll ihn tr\u00f6sten, aufbauen, ermahnen und korrigieren und in allem ihm Freude, Unterst\u00fctzung und Anerkennung vermitteln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eDarum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden eins sein\u201c<br \/>\n(1. Mose 2, 24)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil die Frau aus der Leiblichkeit und damit auch aus dem Wesen des Mannes genommen ist, ist der Mann in einer tiefgr\u00fcndigen Bewegung hin zur Frau. Unter den Bedingungen des S\u00fcndenfalls, der alle Menschen zu Egoisten macht, h\u00e4tte die Ehe ohne diese tief in den Mann hineingelegte Sehnsucht nach Erg\u00e4nzung keine Chance. Der Satz nennt zwei Bedingungen und eine Verhei\u00dfung f\u00fcr die Ehe. Die erste Bedingung f\u00fcr eine gl\u00fcckende eheliche Beziehung ist die innere und \u00e4u\u00dfere Abnabelung von den Eltern und die Freigabe durch die Eltern. Die eingepr\u00e4gten Bilder von Ehe, Mann- und Frau-sein m\u00fcssen am Wesen und am Wort Gottes gemessen und korrigiert werden. Eltern und Kinder als wichtigster Lebensbezug treten zur\u00fcck hinter dem Ehepartner. Die zweite Bedingung ist das t\u00e4gliche gegenseitige \u201eAnhangen\u201c der beiden Eheleute. Sie versichern sich ihrer Liebe und Treue in Wort und Tat. Wenn in einer Ehe diese beiden Voraussetzungen stimmen, erf\u00fcllt sich in ihr die Verhei\u00dfung des \u201eEins-seins\u201c. Dieses meint nicht die Angleichung der Meinungen und Charaktere, sondern die beiderseitige begl\u00fcckende Erfahrung, wie wichtig und wertvoll der eine Ehepartner f\u00fcr den anderen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eIhr Frauen, ordnet euch euren M\u00e4nnern so unter wie (die Gemeinde) dem Herrn&#8230; Ihr M\u00e4nner, liebt eure Frauen so wie Christus die Gemeinde liebt und sich f\u00fcr sie dahingegeben hat\u201c (Eph. 5,22 und 25)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Frau wird in ihrem Dominanzstreben ermahnt, sich nicht \u00fcber den Mann zu erheben, sondern sich ihm helfend und liebend unterzuordnen. Dabei soll sie sich vor Augen stellen, da\u00df ihr Mann in Gottes Augen ihr Haupt ist und als solches die Verantwortung zu F\u00fcrsorge und Schutz tr\u00e4gt f\u00fcr sie und die Kinder, entsprechend der Verantwortung, die Christus f\u00fcr die Gemeinde wahrnimmt. Dieser Glaubensblick hilft ihr, ihre eheliche Aufgabe anzunehmen und mit Leben zu erf\u00fcllen. Der Mann wird in seinem Egoismus ermahnt, nicht nach seinen eigenen Pl\u00e4nen und W\u00fcnschen zu leben, sondern bei Christus Hingabe und Verantwortung zu lernen. Er soll sich klarmachen, da\u00df er vor Gott mit seiner Frau so unaufl\u00f6slich verbunden ist wie ein Kopf mit seinem Leib und da\u00df er sich um seine Frau so k\u00fcmmern soll wie dies ein Kopf mit seinem Leib tut. Der Mann tr\u00e4gt vor Gott die Verantwortung daf\u00fcr, da\u00df es seiner Frau in leiblicher, materieller, emotionaler, geistiger und geistlicher Hinsicht gut geht. Durch seine t\u00e4tige, f\u00fcrsorgliche Liebe erleichtert er es seiner Frau, sich ihm gern unterzuordnen und ihn zu ehren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der Text ist als Faltblatt erh\u00e4ltlich<br \/>\nBezug: Gesch\u00e4ftsstelle des Gemeindehilfsbundes, Lerchenweg 3, 29664 Walsrode<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcnf Grundlinien der biblischen Ehelehre \u201eGott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei\u201c (1. Mose 1,26) Wir sind Gesch\u00f6pfe des Dreieinigen Gottes, der sich als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart. Gott ist Liebe (1. 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