{"id":12778,"date":"2015-10-16T23:49:14","date_gmt":"2015-10-16T21:49:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12778"},"modified":"2015-10-16T23:50:44","modified_gmt":"2015-10-16T21:50:44","slug":"goetzendienst-im-21-jahrhundert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12778","title":{"rendered":"G\u00f6tzendienst im 21. Jahrhundert"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\u201eKinder, h\u00fctet euch vor den G\u00f6tzen!\u201c So lesen wir es im 1. Johannesbrief 5,21. Ich m\u00f6chte \u00fcber sieben unterschiedliche G\u00f6tzen sprechen, \u00fcber einen siebenfachen G\u00f6tzendienst, und zwar G\u00f6tzendienst, der uns in unterschiedlicher Weise betrifft. Ich wei\u00df nicht, mit welcher Erwartung Sie diesen Vortrag h\u00f6ren. Vielleicht haben Sie gedacht, jetzt wird mal richtig abgeledert auf das, was die Landeskirche alles so falsch macht. Das wird Teil davon sein, auch was da an G\u00f6tzendienst l\u00e4uft. Aber es geht darum, dass wir alle betroffen sind von diesen Dingen, vielleicht nicht von allen Punkten, aber ich bin mir ganz sicher, dass Sie nicht nach Hause gehen und sagen, Na ja, da hab ich \u00fcberhaupt kein Problem mit \u2013 was hier genannt worden ist, das greift mich nicht an. Ich bitte euch einfach, darum schon zu Beginn dieses Vortrags, das, was ihr versteht f\u00fcr euer Leben, da wo ihr die gn\u00e4dige und gute Stimme unseres Herrn Jesus Christus h\u00f6rt, das was Gott euch sagt, das f\u00fcr euch passt, dass ihr dem nachgeht und dass ihr euch damit besch\u00e4ftigt, und dass ihr euch vor dem h\u00fctet, wo der Widersacher versucht, euch durch den G\u00f6tzendienst dieser Zeit anzugreifen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sieben Punkte:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Der G\u00f6tzendienst des Geldes<\/li>\n<li>Der G\u00f6tzendienst des Egos<\/li>\n<li>Der G\u00f6tzendienst des Okkulten<\/li>\n<li>Der G\u00f6tzendienst der Einheitsreligion<\/li>\n<li>Der G\u00f6tzendienst an der Gesundheit<\/li>\n<li>Der G\u00f6tzendienst an der Familie<\/li>\n<li>Der G\u00f6tzendienst des Fu\u00dfballs<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.\u00a0 G\u00f6tzendienst des Geldes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht dass Sie sich \u00fcberlegen, der Pastor Latzel ist so ein brillanter Analyst der Gesellschaftsstrukturen\u2026 Das Einzige, das ich mache auch als Theologe: Ich gucke in die Gesellschaft, ich gucke in die Bibel, und dann finde ich ganz viel, was \u00fcbereinstimmt. Und ganz vieles, was wir hier erleben in dieser Welt gerade auch an Angriffen durch den Widersacher, ist etwas, was schon immer bestanden hat. Der Mensch hat sich nicht ver\u00e4ndert seit dem S\u00fcndenfall. Und auch die Methoden, mit denen der Widersacher schie\u00dft, sind dieselben geblieben. Es gibt einen ganz, ganz starken G\u00f6tzen, mit dem der Widersacher arbeitet. Zu allen Zeiten, durch alle Kulturen k\u00e4mpft er immer wieder gegen das Volk Gottes mit einem erfolgreichen G\u00f6tzen, und das ist der Mammon, das ist das Geld. Ich lese eine Bibelstelle aus der Bergpredigt, Matth\u00e4us 6, da sagt Jesus: \u201e<em>Ihr<\/em> (da spricht er zu seinen Nachfolgern) <em>sollt euch nicht Sch\u00e4tze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Sch\u00e4tze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen.\u201c<\/em> Und jetzt kommt es: <em>\u201eDenn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz! Niemand kann zwei Herren dienen. Entweder er wird den einen hassen oder den anderen lieben. Er wird an dem einen h\u00e4ngen und den anderen verachten. Ihr k\u00f6nnt nicht Gott dienen und dem Mammon.\u201c (Matth\u00e4us 6, 19-21)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Soweit unser Herr Jesus Christus. Er spricht hier von dem Hauptg\u00f6tzen. Alles andere, was nachher kommt, ist nachg\u00e4ngig. Bitte glauben Sie mir das aus seelsorgerlicher Erfahrung. Das ist der Hauptg\u00f6tze.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich in mein Amt eingef\u00fchrt wurde, wurde ich von einem Superintendent eingef\u00fchrt. Ich wei\u00df gar nicht, ob er gl\u00e4ubig war oder nicht. Ich hab viele, viele Gefechte mit ihm gef\u00fchrt, hab auch\u00a0 manches Disziplinarverfahren von ihm bekommen. Aber eines hat er mir mitgegeben bei meiner Einf\u00fchrung. Da hat er gesagt:\u00a0 \u201eBruder Latzel, Sie Frommen legen immer so viel Wert auf die Sexualit\u00e4t.\u201c Damals war auch Homosexualit\u00e4t ein Thema. \u201eAber eine Sache, die beachten Sie bei Ihrem Dienst immer: Da wo der Teufel am st\u00e4rksten angreift, ist das Geld! Nehmen Sie mal die Stellen der Bibel, wo \u00fcber Geld gesprochen wird, den Reichtum, die Verf\u00fchrung, und dann halten Sie mal die Sexualit\u00e4t dagegen. Dann werden Sie wissen, wo das St\u00e4rkere ist.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann hat er den Finger in die wirkliche Wunde hineingelegt. Das ist ein ganz, ganz, ganz gro\u00dfes Problem. Das ist n\u00e4mlich deshalb so ein ganz gro\u00dfes Problem, weil die Kinder Gottes sich vor ganz vielen Dingen zu Recht f\u00fcrchten. Aber vor diesem G\u00f6tzen f\u00fcrchten sie sich nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich zitiere Spurgeon: <em>\u201eDas reichwerden ist eine gef\u00e4hrliche Sache. Von allen Versuchungen, denen die Kinder Gottes ausgesetzt sind, ist diese die Schlimmste, weil sie eine Versuchung ist, die sie nicht f\u00fcrchten. Deshalb ist sie umso gef\u00e4hrlicher.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist genau der Punkt. Das wissen wir alle. Wenn wir auf unsere Aktiendepots gucken und wenn die Kurve hoch geht, dann sind wir doch froh, dann ist der Tag gerettet. Und wenn das Bankkonto anw\u00e4chst, und wenn die Tante Erna gestorben ist und auf einmal kommt der Brief vom Notar\u2026 Dann stellt man fest, ich hab die zwar drei Jahre nicht mehr besucht, aber da hatte die doch noch ein dickes Sparbuch! Meine G\u00fcte, da kommt noch richtig was r\u00fcber! Und dann sind wir ja so dankbar! Sagen wir auch, aber weil ja jetzt so Dinge gesichert sind in der Zukunft, und dann malen wir uns aus\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was projizieren wir nicht alles ins Geld. Die Welt macht das sowieso. In dieser Welt gibt es nur eine Regel. F\u00fcr den der Jesus nicht hat gibt es nur Eines: Kohle, Kohle, Kohle. Geld. Haste was, biste was \u2013 Haste nichts, biste nichts. Das ist so. In dieser Welt z\u00e4hlt nur das Geld. Wenn du Jesus nicht hast, dann musst du nur zusehen, dass du viel Geld hast. Dann hast du alles: sch\u00f6ne Frauen, Macht\u2026 Dann stehst du sogar \u00fcber dem Gesetz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bernie Ecclestone, der Mann hat ein Verbrechen begangen, hat \u00a0mit jemandem von der Bayern LB Bestechungsgeschichten gemacht um Formel 1-Rechte. Der Mann der Bayern LB war ein normaler Angestellter von der Bank. Der hat nicht viele M\u00f6glichkeiten gehabt. Der ist f\u00fcr dieses Verbrechen f\u00fcr acht Jahre in den Knast gegangen. Bernie Ecclestone hat einen Deal gemacht mit der deutschen Justiz. Er hat 100 Millionen Dollar bezahlt. Der ist nicht in den Knast gekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bernie Ecclestone ist weit \u00fcber 80, der ist nur m\u00e4\u00dfig gro\u00df und ist das dritte Mal verheiratet mit einer Frau, die \u00fcber 40 Jahre j\u00fcnger ist als er. Die sieht aus, die kann man in jedem Magazin auftreten lassen. Warum heiratet so eine Frau diesen Mann? Weil das Geld da ist. Und da wird der nicht mehr belangt von der Justiz, da geht der straffrei aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn du Geld in dieser Welt hast, kannst du dir alles leisten. Das ist ein Problem, das nicht nur die Welt danach tickt, sondern wir lassen uns als Christen immer wieder verf\u00fchren. Das ist \u00fcbrigens ein ganz altes Lied. Als Mose die Zehn Gebote bekommt, wo sich das Volk nach ausrichten soll, da kommt der Teufel hin, geht zu Aaron, das ist auch ein Mann Gottes, und der macht dann den G\u00f6tzen, in Gold gegossen, das Stierbild. Und da tanzen wir herum und beten es an. Das ist der alte Kampf, schon immer gewesen. Wollen wir beim Wort Gottes bleiben, verlassen wir uns darauf? H\u00e4ngt daran mein Herz, n\u00e4mlich an dem, was Gottes Wort ist, Jesus Christus, oder am Gold und am Geld?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da sagen ganz viele: \u201eIch bin bei Jesus, aber meine Geldb\u00f6rse ist noch nicht bekehrt. Da ist der Heilige Geist noch nicht reingekommen.\u201c Da werden die ganzen Kompromisse gemacht. Man ist ja zu allem bereit. Man geht sonntags in den Gottesdienst. Mittwochs in die Bibelstunde. Man gibt auch Zeugnis im Beruf, in der Nachbarschaft, und, und, und\u2026 Aber mein Bankkonto, da bin ich der Herr. Und das ist etwas ganz, ganz Gef\u00e4hrliches!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht, dass man da ein Problem hat, ein paar M\u00e4use springen zu lassen f\u00fcr die Gemeinde. Darum geht es hier gar nicht. Die Frage ist, was sehe ich im Geld? Glauben Sie mir, wenn man Pastor ist, 20 Jahre Pfarrer, und Besuche macht bei \u00e4lteren Geschwistern, und die dann erz\u00e4hlen \u00fcber die Altersvorsorge, da bekommt man auch Einblicke darein, wie manche Leute Geld anlegen und was sie dort f\u00fcr Tricks haben. Man merkt eben auch was die da denken und was Geld mit ihnen machen kann. Was sie reinprojizieren. Und das ist Wahnsinn, wie Geld einen in Besitz nehmen kann. Und das k\u00f6nnen die meisten von uns auch sagen, ganz egal ob sie viel Geld haben oder wenig Geld haben. Die, die wenig Geld haben, denken so nach dem Motto, ach, wenn ich mal mehr h\u00e4tte, und dann, und dann, und\u00a0 mein Leben, was h\u00e4tte ich f\u00fcr M\u00f6glichkeiten, das w\u00e4re ganz toll\u2026 Was wird nicht alles angestellt daf\u00fcr? Frauen heiraten M\u00e4nner nur weil sie viel Kohle haben. Was wird nicht alles auf dem Altar des Geldes geopfert an Zeit, an Familie \u2013 Geld, dem Dienst am Geld. Und auch die, die viel Geld haben \u2026 \u00dcbrigens, da ist nie einer satt. Vom Geld wirst du nicht satt. Nie. Auch als Christ nicht, wenn du dich erst einmal dem Mammon hingegeben hast.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es hat ein furchtbares Ungl\u00fcck gegeben. 2009 ist das gewesen. Momentan schmiert die VW-Aktie ab wie sonst irgendwas. Es ist ein Wahnsinn, was da passiert ist. Das hat es vor sechs Jahren schon mal gegeben. Da ist\u00a0 sie nicht abgeschmiert, da ist sie nach oben geschossen. Und da war diese Geschichte, Porsche wollte VW \u00fcbernehmen.\u00a0 Und da war ein w\u00fcrttembergischer Christ, der Merckle, einer der reichsten M\u00e4nner Deutschlands. Dem hat Ratiopharm geh\u00f6rt, Heidelberg Zement, mehrfacher Milliard\u00e4r \u2013 unglaublich viel Geld. Der hatte dann darauf gesetzt, dass Porsche das schafft. Der ist daran kaputt gegangen. Da hat er dann mehrere Milliarden verloren. Der hatte noch genug. Der hatte noch mehr als ganz Rotenburg zusammen besitzt. Ein unglaublich Reicher, aber er hatte unglaublich viel verloren, ich glaube, das Verm\u00f6gen halbiert. Und er kannte Jesus. Das war ein gl\u00e4ubiger Christ. Der hat viel auch f\u00fcr die Kirche, f\u00fcr die evangelikale Bewegung getan. Aber das hat ihn so gegr\u00e4mt, dass er von seinem Gold verloren hat, das er nicht mitnehmen kann. Da ist er hingegangen und hat sich vor den Zug geschmissen, umgebracht. Das ist die Macht des Mammons.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und diese Macht des Mammons, die erleben wir in der Kirche und in der Gemeinde immer wieder. Ich bin jetzt in der dritten Landeskirche. Da muss ich dann immer zu allen m\u00f6glichen Kreissynoden, zu irgendwelchen Kirchentagen, sonst was hinlaufen. Da ging es noch immer, noch immer um die Kohle. Immer! Immer! Geld war immer Thema. Was noch nie Thema war: Wie k\u00f6nnen wir die Menschen mit dem Evangelium von Jesus Christus erreichen? Und wir haben eine unglaublich reiche evangelische Kirche in Deutschland. Ich fragte neulich mal, was denkt ihr denn, wie viel Menschen arbeiten bei katholischer und evangelischer Kirche in Deutschland? 800.000 Leute. Mit Diakonie, katholischer und evangelischer Kirche, 800.000 Leute stehen bei uns gegen Kohle drin. Nicht die Ehrenamtlichen, die sind noch extra. Das ist ein Wirtschaftsunternehmen, gerade die Diakonie. Das ist eine Firma geworden. Aber Vollmacht haben wir dadurch nicht. Wir k\u00f6nnen noch sagen, wenn 1 % der deutschen Bev\u00f6lkerung bei Kirchens hauptamtlich arbeitet, dann m\u00fcsste doch hier richtig Erweckung sein? Nein. Das ist alles nur Geld.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt eine tolle Geschichte von dem Bernhard von Clairvaux. Das ist ein Reformm\u00f6nch gewesen, der genau immer wieder gesagt hat: \u201eWir m\u00fcssen dem Evangelium gehorsam sein. Wir m\u00fcssen allein auf Jesus h\u00f6ren. Wir d\u00fcrfen uns nicht irgendwelchen Dingen hingeben.\u201c Der hat sich dann ganz abgeschieden in den Alpen wirklich nur der Nachfolge gewidmet. Und der hatte viele Bewunderer. Unter anderem einer von seinen Bewunderern wurde\u00a0 Papst, Papst Innozenz der Zweite. Das ist eine Geschichte, die schon tausend Jahre her ist. Papst Innozenz hat gesagt, den Bernhard, mein gro\u00dfes theologisches Vorbild, den hole ich jetzt mal nach Rom. Dann musste der Bernhard von Clairvaux antanzen bei dem Papst. Da haben die gerade die Lateran-Pal\u00e4ste fertiggestellt. Dann geht der Papst Innozenz der Zweite mit Bernhard, seinem theologischen Vorbild, durch diese G\u00e4rten, diese Kunstwerke. Und dann sagt der Papst: \u201eNun, Bernhard, um Gold und Silber brauchen wir uns nicht mehr zu sorgen.\u201c Er nimmt damit eine Anspielung auf eine Geschichte aus der Apostelgeschichte 3. Da gehen Petrus und Johannes in den Tempel. Da ist ein Bettler, der bettelt sie an, und dann sagt der Apostel: \u201eGold und Silber haben wir nicht, aber das was ich habe, das gebe ich dir. Im Namen Jesu \u2013 steh auf und geh!\u201c Und da sagt eben der Papst: \u201eNun, Bernhard, um Gold und Silber brauchen wir uns nicht mehr zu m\u00fchen.\u201c Und Bernhard von Clairvaux antwortet: \u201eJa. Aber wir haben als Kirche auch die Vollmacht verloren, zum Gel\u00e4hmten zu sagen \u201eSteh auf und geh!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist so. Wir m\u00fcssen uns entscheiden, folgen wir Mammon nach oder folgen wir Jesus Christus nach? Beides kriegen wir nicht zusammen.\u00a0 Die evangelische Kirche in Deutschland ist in weiten Teilen so knitterkaputt theologisch, aber reich, dass ihnen das Geld aus den Ohren kommt. Auch wenn viele Gemeinden geschlossen werden \u2013 die Kirchensteuereinnahmen waren nie so hoch wie heute. Das ist teuflisch. Wir verlieren jedes Jahr 1-2 % der Mitglieder, je nach Landeskirche. Und die Kirchensteuereinnahmen wachsen immer wieder. Das ist ein reziprokes Verh\u00e4ltnis, das kann ich mathematisch nicht erkl\u00e4ren. Geistlich verstehe ich das schon, was der Widersacher tut, wenn ich sage es geht um die Kohle, um die Kohle, um die Kohle\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist ganz wichtig, dass wir uns da vorsehen. Nicht nur bei der Kirche. Bitte passt auf! Das ist die Sache, wo der Widersacher immer arbeitet, auch heute, und auch in deinem Leben. Da musst du immer wieder gucken, wer ist dein Gott? Von wem lebst du? Wo h\u00e4ngt dein Herz wirklich dran? Konto? Von dem was du anfassen kannst?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">H\u00fctet euch vor den G\u00f6tzen. G\u00f6tze hei\u00dft \u201eEidolon\u201c im Griechischen. \u201eEidolon\u201c, das ist das, was ich sehen kann. Mein Bankkonto kann ich sehen. Meine Kohle im Portmonee kann ich anfassen. Das ist mein Gott. Oder der unsichtbare Gott, der mir durch sein Wort im Heiligen Geist begegnen kann. Das ist der erste G\u00f6tzendienst \u2013 der G\u00f6tzendienst des Mammons.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong style=\"line-height: 1.5;\">2. Der G\u00f6tzendienst des Egos<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sprechen erst mal nicht von Buddha und all den anderen Dingen, wir sprechen jetzt von unserem eigenen Ego. \u00dcbrigens, die M\u00f6nchsgel\u00fcbde, worin bestanden die? Armut \u2013 Geld musst du weggeben, wenn du Jesus wirklich nachfolgen willst, Ehelosigkeit und Gehorsam. Gehorsam: Ich z\u00e4hle nicht mehr. Ich verabschiede mich von meinem eigenen Ich. Da werdet ihr vielleicht sagen, was ist das denn heute f\u00fcr eine harte Predigt? Was ist das denn f\u00fcr ein Wort? D\u00fcrfen wir denn gar nichts mehr? Doch, wir d\u00fcrfen. Wir d\u00fcrfen genie\u00dfen, auch wenn du Geld hast. Nimm deine Kohle, gib es aus, hau richtig drauf! Aber h\u00e4ng dich nicht dran.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Paulus sagt in 1. Korinther 7: <em>\u201eDie Zeit ist kurz. <\/em>(Das gilt auch f\u00fcr unser Geld).<em>Fortan sollen auch die, die Frauen haben, sein als h\u00e4tten sie keine; und die weinen, als weinten sie nicht; und die sich freuen, als freuten sie sich nicht; und die kaufen, als behielten sie es nicht; und die diese Welt gebrauchen, als brauchten sie sie nicht. Denn das Wesen dieser Welt vergeht. Ich m\u00f6chte aber, dass ihr ohne Sorgen seid.\u201c<\/em> (1. Korinther 7, 29-32).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir d\u00fcrfen alles machen. Wir d\u00fcrfen uns um alles k\u00fcmmern. Und wir d\u00fcrfen Altersvorsorge machen, wir d\u00fcrfen Rente kleben, alles\u2026\u00a0 Aber wir sollen nicht daran h\u00e4ngen, dass wir denken, die Rente tr\u00e4gt unser Leben. Auch nicht meine Gesundheit, ich komme gleich noch dazu. Aber dazu ist der Mensch angelegt vom Teufel, dass er immer wieder nur seine Sachen sieht. Mein Urlaub. Mein Garten. Mein Auto. Meine Familie. Mein Job. Meine Gesundheit. Mein Geld. Meine Ehre. Mein Spa\u00df\u2026 Da dreht sich das ganze Universum drum.\u00a0 Und das ist auch so gut, wenn man noch Christ ist, dann hat man ein zus\u00e4tzliches Plus. Wenn es dann n\u00e4mlich mit der Gesundheit nicht l\u00e4uft, wenn ich nicht die Frau f\u00fcrs Leben finde, oder wenn das Geld nicht so sprudelt, dann setzt ich mich hin und sage<em>: \u201eGib mir doch, Gott, bitte lieber Gott, gib mir, gib mir, gib, gib, gib\u2026\u201c<\/em> \u2013 das ist eine Grunds\u00fcnde. Die nennt Luther so. Das ist das \u201cincurvatus in se ipsum\u201c, das in sich selbst verkr\u00fcmmt sein, ich sehe nur noch mich. Das ist ein ganz, ganz gro\u00dfes Problem. Das eigene Ego, Ich bin der Mittelpunkt der Welt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe drei Predigtvorbilder. Das eine ist Spurgeon, das andere Wilhelm Busch, das dritte Bezzel. Die ersten beiden kennen die Frommen. Hermann Bezzel kennen viele nicht. Super, lesen Sie von dem Predigten. Er ist Bischof der Bayerischen Kirche gewesen, schon 100 Jahre tot. Bezzel hat gesagt: <em>\u201eDer Unglaube\u201c,<\/em> man k\u00f6nnte auch sagen, der G\u00f6tzendienst, <em>\u201eder Unglaube dieser Welt ist die Reduzierung des Menschen auf sich selber.\u201c<\/em> Noch mal: <em>\u201eDer Unglaube dieser Welt\u201c,<\/em> man k\u00f6nnte auch sagen, der G\u00f6tzendienst dieser Welt, <em>\u201eist die Reduzierung des Menschen auf sich selber.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist eine d\u00e4monische Selbstt\u00e4uschung, liebe Geschwister, wenn man selber meint, der Mittelpunkt der Dinge zu sein. Das ist eine teuflische Verf\u00fchrung, wenn mein Ich immer im Zentrum steht. Aber so denken die meisten Menschen dieser Welt, 7,8 Milliarden Menschen, die wir momentan auf dieser Erde haben. Und leider wir auch immer: Es geht um mich, um mich, um mich\u2026 Und das m\u00fcssen wir loslassen. Ihr d\u00fcrft alles genie\u00dfen, euren Gatten, euren Urlaub, aber h\u00e4ngt euch nicht dran. Auch nicht an eure Familie. Wenn das zum Mittelpunkt wird, oder in der Summe alles, es gibt ja auch polytheistische G\u00f6tzenbilder, wo ganz viele G\u00f6tter sind. Das ist bei dem Ego so, da holt man ganz viele Sachen rein, was ich alles brauche f\u00fcr mein Leben. Da geht es nur um mich. Und wir lassen uns von unserem Kurs nicht abbringen. Und dann dringt das Wort Gottes auch nicht zu uns. Das sind dann so diese Dinge, wo es hei\u00dft: \u201eDu wirst keine Probleme haben. Du wirst so und so. Du bist was durch dein Geld\u2026. Das Gott uns da zu einer Kurskorrektur aufruft, das ist Bu\u00dfe. Nicht nur, es geht um mich, sondern es geht um Jesus Christus in meinem Leben. Das kommt da h\u00e4ufig nicht an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">G\u00f6tzendienst am Ego, an meinem, meinem, meinem. Mein Urlaub. Mein Haus. Mein Garten. All diese Dinge\u2026 Das sind ganz schlimme G\u00f6tzen. Der Teufel redet: \u201eDu kommst doch sonst zu kurz. Du wirst nicht genug geliebt. Du hast nicht genug. Du musst da noch mehr haben.\u201c Und schon sind wir weg von Gott. Wir leben nicht, weil wir irgendwas machen. Wir leben nicht, weil wir irgendwas finanziell richtig entscheiden. Wir leben nicht, weil ein Arzt, den wir haben, so viel drauf hat. Wir leben nur, weil unser Herr und Gott es sagt. Gott bestimmt den ersten Tag meines Lebens und auch den letzten. Da kannst du gar nichts dran \u00e4ndern. Auch kein Arzt. Auch nicht deine wirtschaftliche \u00dcberlegenheit. Niemand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir k\u00f6nnen loslassen. Wir k\u00f6nnen dieses Leben lieben \u2013 haben, als h\u00e4tten wir nichts. Das ist die Zusammenfassung: Haben, als h\u00e4tten wir nichts. Heute genie\u00dfen, aber nicht daran festh\u00e4ngen. Denn wenn wir uns an irgendetwas irdischem verg\u00e4nglichen festhalten, daran klammern, ist der Widersacher schon sofort dabei. Und dann macht er uns Sorgen. Gott sagt:<em> \u201eIch m\u00f6chte, dass ihr ohne Sorgen seid.\u201c <\/em>Das ist wichtig. Sorgen ist verboten. Wo immer du Sorgen hast in deinem Leben, um deine Gesundheit, um deine Kinder, um deine Arbeitsstelle, um das was \u00fcbermorgen ist, da ist der Widersacher da, dann hat er dich schon in den F\u00e4ngen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott sagt immer wieder:\u00a0 F\u00fcrchte dich nicht. F\u00fcrchte dich nicht. K\u00fcmmert euch um alles, was euch vor die F\u00fc\u00dfe f\u00e4llt. K\u00fcmmert euch um eure Gesundheit. K\u00fcmmert euch um eure Kinder. K\u00fcmmert euch um euren Gatten. K\u00fcmmert euch um das, was ihr im Urlaub machen werdet. Aber macht euch keine Sorgen. Sorgen sind verboten. Sorge ist Unglaube. Sorge ist ein Kennzeichen des G\u00f6tzendienstes. Wo du Sorge tr\u00e4gst, hast du irgendwas im Keller, was nicht von Jesus Christus ist. Da ist es mal ganz interessant, in die Seelsorge zu gehen und zu gucken, wo da die Verbindung ist. Aber es kommt in letzter Konsequenz immer vom Teufel und hat fast immer damit zu tun, dass wir uns um unser eigenes Ego drehen und unsere Welt so wichtig ist, mein Leben so wichtig ist, dass mich der Teufel da gefangen nehmen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist wichtig, dass wir uns daraus raus rufen lassen. \u00dcbrigens auch aus unserer eigenen Ehre. Es gibt ja Menschen, die haben kein Problem mit dem Geld, auch nicht mit dem Garten, das haben die alles abgegeben. Aber die eigene Ehre, das ist ganz wichtig. Wehe da kommt einer und beleidigt mich in meiner Ehre. Aber dann knallt es, auch gerade in Gemeinden. Ganz viele Streitigkeiten in der Gemeinde. Ich komme h\u00e4ufig dazu, dass Leute sagen, wir kommen nicht mehr weiter. Wo k\u00f6nnen wir denn Hilfe holen? Da f\u00e4llt uns dann nichts Schlechteres ein als der Latzel. Da kommt man dann rein und stellt fest, hier geht es nicht um theologische Streitigkeiten. Da ist dann das eine Ego so gro\u00df, das andere noch ein St\u00fcckchen gr\u00f6\u00dfer, da haben sich dann die Gruppen in der Gemeinde drum geschart, und dann knallt es. Der Widersacher freut sich wer wei\u00df wie. Das haben wir abzugeben an Jesus Christus. Das eigene Ego ist ein ganz, ganz , ganz gef\u00e4hrlicher G\u00f6tze.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich m\u00f6chte Ihnen eine kurze Geschichte vorlesen, ein Protokoll eines Funkverkehrs, wie es am Atlantik an der K\u00fcste zwischen Kanada und Amerika stattgefunden hat. Ich werde euch dann gleich erkl\u00e4ren, warum ich euch diese kurze Geschichte vorlese.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Protokoll des Funkverkehres zwischen dem Kapit\u00e4n eines amerikanischen Kriegsschiffes und der kanadischen K\u00fcstenwache. Es beginnt die US Navy. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die US Navy meldet \u00fcber Funk: \u201eW\u00fcrden Sie bitte den Kurs um 15\u00b0 \u00e4ndern um eine Kollision zu vermeiden? Over.\u201c <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die K\u00fcstenwache: \u201eW\u00fcrden Sie vielmehr Ihren Kurs um 15\u00b0nach S\u00fcden \u00e4ndern, um eine Kollision zu vermeiden? Over.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die US Navy: \u201eHier spricht der Kapit\u00e4n eines Kriegsschiffes der amerikanischen Navy. Ich wiederhole: \u00c4ndern Sie Ihren Kurs. Over.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die K\u00fcstenwache: \u201eNein, \u00e4ndern Sie bitte Ihren Kurs. Ich ersuche Sie darum. Over.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Das amerikanische Kriegsschiff: \u201eHier spricht der Flugzeugtr\u00e4ger USS Abraham Lincoln der Flotte der Vereinigten Staaten von Amerika. Wir werden von drei Zerst\u00f6rern, von drei Kreuzern und weiteren Begleitschiffen eskortiert. Ich ersuche, Ihren Kurs um 15\u00b0 nach Norden zu \u00e4ndern, oder wir m\u00fcssen Zwangsma\u00dfnahmen zur Sicherung unseres Verbandes ergreifen. Over.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die kanadische K\u00fcstenwache: \u201eHier spricht ein Leuchtturm. Over.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Mann von diesem amerikanischen Schlachtschiff war auch nur von sich, von seinem Weg, \u00fcberzeugt. Und er hat nicht einmal gesehen, was sonst um ihn herum passiert. So sind viele Menschen im eigenen Ego gefangen. Nur meins, mir, mich\u2026 \u00dcbrigens, da gehen auch viele Ehen dran kaputt. Der Egoismus, der G\u00f6tzendienst am eigenen Ego, der h\u00f6rt nicht in der Gemeinde auf oder am Arbeitsplatz, wo ich meinen Kollegen \u00fcber das Ohr haue, sondern ganz viele Ehen gehen darunter kaputt, dass man sagt, ich diene nicht meiner Frau oder meinem Mann, sondern ich bediene mich. Und ich bin derjenige, und alles muss sich nach mir richten. Und ganz schnell sind die Ehen in der Schieflage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong style=\"line-height: 1.5;\">3. Der G\u00f6tzendienst des Okkulten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch dazu sagt die Bibel was, und ich sage auch ein bisschen was dazu, was da heute passiert. Da lesen wir in 5. Mose 18: <em>\u201eWenn du in das Land kommst, das dir der Herr, dein Gott, geben wird, so sollst du nicht lernen, die Gr\u00e4uel dieser V\u00f6lker zu tun, dass nicht jemand unter dir gefunden werde, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen l\u00e4sst oder Wahrsagerei, Hellseherei, geheime K\u00fcnste oder Zauberei treibt oder Bannungen oder Geisterbeschw\u00f6rungen oder Zeichendeuterei vornimmt oder die Toten befragt. Denn wer das tut, der ist dem Herrn ein Gr\u00e4uel.\u201c<\/em> (5. Mose 18, 9-12).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist die absolut sch\u00e4rfste Verurteilung, die es in der Bibel gibt, wenn irgendetwas dem Herrn ein Gr\u00e4uel ist. Und hier ist das Volk Israel auf dem Weg in das gelobte Land. Die sind jetzt befreit. Die sind aus \u00c4gypten gekommen. Wir k\u00f6nnen diese Geschichte eins zu eins \u00fcbertragen auf uns Christen. Wenn wir Christen frei geworden sind, wenn wir zu Jesus Christus geh\u00f6ren, ist alles, was hier aufgef\u00fchrt ist, G\u00f6tzendienst. Und davor sollen wir uns h\u00fcten. Und dieser G\u00f6tzendienst, der war nicht nur damals verbreitet unter den kanaanitischen V\u00f6lkern, die in dem Land lebten, das Gott Israel verhei\u00dfen hat, sondern es lief schon zu allen Zeiten so, und es l\u00e4uft auch heute so. Es ist ein Wahnsinn, was uns heutzutage so alles angeboten wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein guter Freund von mir, wirtschaftlich sehr erfolgreich, sehr sportlich, den traf ich vor einigen Jahren. Mit dem habe ich zusammen Abitur gemacht. Da hatte der eine Kette um. Der war im Himalaya gewesen, Bergsteigen, und da ist er auf einen Siebentausender gekommen. Der hatte einen eigenen Bergf\u00fchrer, und da hat der an seiner Kette Steine gehabt. Der hat mir erkl\u00e4rt: <em>\u201eDas ist ein Ziehstein. Dieser Stein ist voll Magie und Mystik. Und wenn du den hast, bekommst du gute Entlohnung. Dann kriegst du W\u00fcrde in deinem Leben. Und der sch\u00fctzt gegen Ungl\u00fcck, Krankheiten, und bringt mir Gl\u00fcck und Wohlstand.\u201c<\/em> So hat er mir das erkl\u00e4rt. Und ich hab ihm gesagt: \u201eDas kann wohl so sein. Aber wenn du dich daran festh\u00e4ltst, dann kommt das ganz gro\u00dfe Ungl\u00fcck am Ende der Tage, wenn der Herr Jesus dir die Rechnung pr\u00e4sentiert.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Horoskope\u2026 In Bremen leben eine ganze Menge Leute davon, dass sie anderen Horoskope erstellen. Da kann man sagen, was sind denn das f\u00fcr Idioten, dass sie da hingehen\u2026 Mitterand, der Pr\u00e4sident Frankreichs \u2013 Jetzt feiern wir 25 Jahre Deutsche Einheit, das ist ja einer, der auch dabei war \u2013 der hat nicht geh\u00f6rt auf seine Kabinettskollegen. Der hatte eine Wahrsagerin. Alle Entscheidungen, die Mitterand getroffen hat, traf er immer, dass er jemanden gefragt hat, der die Sterne befragt. Aktuelle Umfrage von Emnid: Demnach glauben \u00be der Deutschen, dass die Macht der Sterne ihr Leben beeinflusst, und suchen da Antworten. Den Beweis daf\u00fcr k\u00f6nnen Sie sehen in fast jeder Illustrierten, da haben sie \u00fcberall ein Horoskop. Das machen sie rein, nicht weil die nichts Besseres zu tun haben, sondern das wird gelesen. Das sind Dinge, da richten Leute ihr Leben nach aus. Die Esoterik boomt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bibel TV haben wir angesprochen. Und wer Bibel TV empf\u00e4ngt, der empf\u00e4ngt auch vieles andere. Da k\u00f6nnen Sie durchzappen. Es gibt auch noch den ERF, das sind zwei christliche Sender. Und dann geht das ganz los. Stern TV, Wahrsagerei im Fernsehen. Das kostet einen Haufen Geld. Da fragt man sich, wie bezahlen die das? Das l\u00e4uft! Da k\u00f6nnen Sie gut mit bezahlen. Ich sag Ihnen ganz ehrlich, wenn ich nicht gl\u00e4ubig w\u00e4re, ganz ehrlich, wenn ich Jesus Christus nicht h\u00e4tte, wenn der nicht da w\u00e4re, dann w\u00fcrde ich in der Branche mitmachen. Wenn man da ein bisschen was drauf hat, dann kann man die Leute richtig abzocken. Wenn man ein bisschen davon macht, gar kein Thema. Aber die Leute wissen nicht, dass es nicht nur ein finanzielles Ding ist, sondern dass da Kr\u00e4fte im Hintergrund stehen, Kr\u00e4fte, die die gar nicht steuern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und das sieht man dann auch h\u00e4ufig in der Seelsorge. Ich hab das mal gehabt mit jemandem, promovierter Psychologe, der sich dem allen hingegeben hat. Der hat gepr\u00fcft, der hat gemacht, der hat sich auf was eingelassen. Der wurde irgendwann die D\u00e4monen wie bei Goethe, die er gerufen hatte, nicht mehr los wurde. Wir haben das versucht, alles gemacht, und er wusste, dass Jesus der St\u00e4rkste ist. Aber der kam da nicht mehr raus. Der hat sich schlie\u00dflich das Leben genommen, obwohl wir wirklich dutzende Male zusammen gesessen, gesprochen, Seelsorge gehabt haben. Das war so stark, die Macht, die ihn gepackt hat, da kam er nicht mehr raus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leute, die sich auf solche Sachen eingelassen haben, auf diesen Okkultismus \u2013 das geht ja fr\u00fch los, auch schon in den Schulen mit den kleinen Kindern. Bibi Blocksberg, die Hexe \u2013 was haben wir f\u00fcr einen Hexenkult! Das wird ja alles so verharmlost, Hexensabbath gemacht auf der Party\u2026 Da denken viele, das ist ja nur Spa\u00df. Aber das ist kein Spa\u00df, sondern blutiger Ernst. Das sind Dimensionen. Da kommen wir in Bereiche rein, das ist unglaublich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin in Namibia zur Jagd gewesen. Da war ich ein paar Tage in Swakopmund, habe da so einen wundervollen Laden gefunden. Der hatte ganz tolle Karten aus der Kolonialzeit. Wirklich fantastisch. Ich hab da alles M\u00f6gliche zusammengepackt, war da mehrere Stunden drin, und dann wollte ich bezahlen, und da steht oben \u00fcber der Kasse dr\u00fcber \u201eProtected by Witchcraft\u201c, gesch\u00fctzt durch Hexenkraft. Das war ein Deutscher dort, den hab ich gefragt: \u201eWas ist das denn?\u201c Er meinte: <em>\u201eGlauben Sie es oder glauben Sie es nicht, aber die Eingeborenen, die klauen hier ja alle wie verr\u00fcckt. Aber seit ich alle 6 Wochen einen Voodoo-Meister kommen lasse und der seine Spr\u00fcche aufsagt, habe ich nicht eine Sache mehr verloren. Ich brauche nicht mehr abzuschlie\u00dfen. Es wird nicht mehr geklaut.\u201c<\/em> Da hab ich alles hingelegt und gesagt: \u201eTsch\u00fc\u00df und Auf Wiedersehen, da m\u00f6chte ich nichts mit zu tun haben.\u201c Der hat wirklich geglaubt, das ist, um die Schwarzen abzuschrecken. Der wusste gar nicht, dass er tats\u00e4chlich etwas reinholt in sein Leben, etwas D\u00e4monisches. Das ist weit verbreitet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich erlebe das leider auch in der Gemeinde. Da bekommt man eine Anfrage: <em>\u201eDas Kind ist so krank, ich hab da so einen Kontakt bekommen nach S\u00fcddeutschland, da soll ich von meinem Kind eine Haarlocke und ein Kleid hinschicken, dann w\u00fcrde die Frau dort wei\u00dfe Magie machen. Die w\u00fcrde auch Jesus kennen.\u201c<\/em> Von genau diesen Dingen immer die Finger lassen! Leute, wir holen da Kraft in unser Leben rein. Da haben die Leute teilweise gar keine Ahnung davon, und die, die Ahnung haben, die sind zum Teil knitterkaputt davon.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hab eben von diesem Kriegsschiff erz\u00e4hlt. Stellen wir uns mal vor, dieser Flugzeugtr\u00e4ger mit all dieser Bewaffnung, diese USS Abraham Lincoln, die w\u00fcrde in Hamburg im Hafen liegen und man w\u00fcrde da Kinder aus dem Kindergarten rein schicken auf die Kommandobr\u00fccke, wo alle Waffensysteme scharf gestellt w\u00e4ren, und die k\u00f6nnten die da so abfeuern, Marschflugk\u00f6rper und alles. Die Kinder w\u00fcrden hingehen und einfach mal so gucken, wie Kinder so sind, und die w\u00fcrden auf alle diese Kn\u00f6pfe dr\u00fccken. Dann w\u00fcrden da sonst was f\u00fcr Explosionen passieren und halb Hamburg w\u00fcrde in Schutt und Asche gelegt werden. Genauso ist das, wenn man mit diesen okkulten Dingen Umgang hat. Da holt man sich Sachen rein, die kann man gar nicht kontrollieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcbrigens, das funktioniert. Fangen Sie gar nicht erst an mit jemandem dar\u00fcber zu diskutieren, der sagt, ich hab da etwas. Das mit dem Besprechen, mit den Globulis, das funktioniert, auch Reiki. Nat\u00fcrlich funktioniert das. Der Widersacher hat Macht in dieser Welt. Das ist der F\u00fcrst dieser Welt. Der hat M\u00f6glichkeiten. Der kann einen reich machen. Der kann einen gesund machen. Das ist gar kein Thema. Der ist aber nicht der Gegengott, der ist ja zerst\u00f6rt. Am Ende der Zeiten wird der in die ewige Verdammnis geworfen. Der Teufel ist kein Gegengott. Nicht wie bei Yin und Yang, sondern ein gefallener Engel. Er ist ein Gesch\u00f6pf Gottes, den Gott richten wird. Aber in der Zeit, wo er noch kann, tut er ganz vieles, z.B. mit der Irrlehre die Kirche zu zerst\u00f6ren, aber auch um durch diese d\u00e4monischen Dinge zu wirken. Da m\u00fcssen wir immer uns vor h\u00fcten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn ich in ein Restaurant gehe, und da steht eine Buddha-Statue, dann drehe ich mich um und gehe raus. Nicht weil ich Angst davor habe, aber ich schleppe mein Geld nicht zu Leuten, die eine G\u00f6tzenstatue aufstellen. Das hab ich nicht n\u00f6tig, tut mir leid. Das kommuniziere ich den Leuten auch und sage, Ich nicht. Und ich wei\u00df nicht, wenn ich in ein Restaurant komme und einer schon so eine Buddha-Statue dort stehen hat, was da im Hintergrund alles gelaufen ist. Da will ich nichts essen, tut mir leid.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich war neulich in einer Apotheke, da hatte ich eine Mandelentz\u00fcndung. Der Arzt hat Antibiotika verschrieben. Es ist so, ich spreche relativ viel, und wenn das nicht funktioniert ist das schwierig. Da komme ich hin, da sagt die Apothekerin: <em>\u201eDas brauchen Sie nicht nehmen. Ich hab hier etwas, das hilft Ihnen auch.\u201c<\/em> Ich sage: <em>\u201eWas ist das?\u201c<\/em> \u2013 <em>\u201eJa, so Globuli. Hilft 100%ig.\u201c<\/em> Ich sag: <em>\u201eWie haben Sie das hergestellt, mit Besprechen, ohne Besprechen?\u201c<\/em> Da ist sie herausger\u00fcckt: <em>\u201eMit Besprechen.\u201c<\/em> Das kriegen die Patienten normal gar nicht mit. H\u00fctet euch vor diesen Dingen. Auch Hom\u00f6opathie, das ist immer so eine Geschichte. Wenn man fragt, wie funktioniert das, wirken die Dinger? Was ist der Hintergrund? \u201eJa\u201c, sagen die Wissenschaftler, \u201edas ist gar kein Thema.\u201c Fragt, wie die hergestellt werden!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt ganz viel Seelsorge bei uns in der Gemeinde mit russlanddeutschen Geschwistern. In Russland gab es kaum \u00c4rzte in Kasachstan und Sibirien, wo viele von den Russlanddeutschen waren, aber da gab es die Babuschkas, die Besprecherinnen. Und dann erz\u00e4hlen die Leute, wie sie D\u00e4monen sehen. Da kommen Leute, die haben studiert, die haben promoviert, die sagen: <em>\u201eIch sehe jede Nacht einen D\u00e4mon. Was ist denn das?\u201c<\/em> Da guckt man dann: <em>\u201eWas ist denn los gewesen, wo warst du denn?\u201c<\/em> Und denn erz\u00e4hlt der von der Babuschka, sagt<em>: \u201eIch bin da immer gewesen, gehe heute noch hin. Hat auch geholfen. Herr Latzel, ich hatte eine G\u00fcrtelrose, in zwei Tagen war die weg.\u201c<\/em> Dann sage ich: <em>\u201eDas glaube ich Ihnen auf Wort, aber ich wei\u00df auch, wie die weg gekommen ist. Da sind M\u00e4chte am Werk, die sind nicht normal.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">H\u00fctet euch vor diesen Dingen! Sagt nicht, wir k\u00f6nnen mal so ein bisschen Okkultismus, wir k\u00f6nnen mal so ein bisschen Horoskop\u2026 Ich les noch mal vor aus dem Text: <em>\u201eWahrsagerei, Hellseherei, geheime K\u00fcnste oder Zauberei treiben oder Bannungen oder Geisterbeschw\u00f6rungen, Zeichendeuterei oder die Toten befragen, wer das tut, ist dem Herrn ein Gr\u00e4uel.\u201c<\/em> Da k\u00f6nnen wir nicht sagen nach dem Motto, 99 % vertraue ich dem Herrn Jesus, aber ab und zu muss das auch mal sein. Das hat K\u00f6nig Saul gemacht. Der K\u00f6nig Saul hat alle Zeichendeuterinnen aus seinem Reich herausgeschmissen. Aber als es dann nicht mehr richtig lief, als er in Not war, da sagte er: <em>\u201eGibt es denn irgendwo eine?\u201c<\/em> Wenn der Herr momentan nicht so richtig spricht, dann geht er zu der Hexe von En Dor. Dann kommt das ganz gro\u00dfe Elend \u00fcber sein Leben. H\u00fctet euch vor diesen Dingen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong style=\"line-height: 1.5;\">4. Der G\u00f6tzendienst der Einheitsreligion<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da denken wir dann gleich: \u201eOh, die EKD, was die alles veranstalten.\u201c Gar keine Frage, das ist ganz schlimm. Da rege ich mich fast t\u00e4glich dr\u00fcber auf und sehe auch dort eine Aufgabe, einen Dienst, dar\u00fcber aufzukl\u00e4ren. Aber auch dieser Kampf ist uralt. Nichts anderes hat Luther erlebt. Der hat eine Kirche erlebt, damals die katholische Kirche, die war knitterkaputt. Da herrschte nur der Mammon, nur die Kohle. Aber schon viel fr\u00fcher ist es immer so gewesen, dass mit der Einheitsreligion alles verdorben wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In 1. K\u00f6nige 11 hei\u00dft es von K\u00f6nig Salomo: <em>\u201eAls er nun alt war, neigten seine Frauen sein Herz fremden G\u00f6ttern zu, so dass sein Herz nicht ungeteilt bei dem Herrn, seinem Gott war wie das Herz seines Vaters David. So diente Salomo der Astarte, der G\u00f6ttin derer von Sidon, und dem Milkom, dem gr\u00e4ulichen G\u00f6tzen der Ammoniter. Und Salomo tat, was dem Herrn missfiel, und folgte nicht v\u00f6llig dem Herrn wie sein Vater David. Damals baute Salomo eine H\u00f6he dem Kemosch, dem gr\u00e4ulichen G\u00f6tzen der Moabiter, auf dem Berge, der vor Jerusalem liegt, und dem Milkom, dem gr\u00e4ulichen G\u00f6tzen der Ammoniter. Ebenso tat Salomo f\u00fcr alle seine ausl\u00e4ndischen Frauen, die ihren G\u00f6ttern r\u00e4ucherten und opferten. Der Herr aber wurde zornig \u00fcber Salomo, dass er sein Herz von dem Herrn, dem Gott Israels, abgewandt hatte.\u201c<\/em> (1. K\u00f6nige 11, 4-9)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Salomo war ein super Humanist. Wie nett der zu seinen Sklavinnen, seinen Haremsfrauen war! Der hat ja mehrere Hundert Frauen gehabt. Da hat er die nicht gezwungen. Die kamen ja fremd in sein Land. Der hat eine kluge Politik betrieben. Wenn die Vertr\u00e4ge abgeschlossen wurden war es h\u00e4ufig so, dass dann gesagt wurde: <em>\u201eNicht nur, dass wir jetzt festgelegt haben, wie viel Silber und Gold du jetzt bekommen musst, du bekommst auch meine Tochter. Dann kannst du mit der noch ein paar S\u00f6hne zeugen. Dann haben wir eine Verbindung, die auch verwandtschaftlich ist. Dann werden wir schon nicht wieder Krieg f\u00fchren.\u201c<\/em> Der hat einen ganzen Harem voller Frauen gehabt. Die kamen aus verschiedenen Kulturen. <em>\u201eJetzt darf man denen doch nichts aufzwingen! Jetzt m\u00fcssen wir doch hingehen und die sich entfalten lassen bei uns hier in Israel. Da bauen wir hier mal einen Tempel f\u00fcr den G\u00f6tzen und dort mal einen Tempel f\u00fcr jenen G\u00f6tzen. Also, ich bleib ja beim Herrn irgendwo, aber wenn die ihre rituellen Feierlichkeiten haben, dann gehe ich auch mit hin. Also, wenn der Tempel eingeweiht wird von dem Kemosch oder der Tempel von diesem Milkom, oder wenn dieser von der Astarte eingeweiht wird, gehe ich eben mal mit hin. Mehr will ich ja nicht machen. Mal so ein bisschen unterst\u00fctzen, so Anschubfinanzierung, und dann bleibe ich eigentlich bei Jahwe, aber ansonsten nicht\u2026\u201c <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also wisst ihr, dieses Lied wird 3.000 Jahre sp\u00e4ter immer noch so gespielt. Wir haben es eben angesprochen. Unser EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm ist jetzt diesem Islam-Verein in M\u00fcnchen beigetreten, diesem Kulturverein. Da wird eine Moschee gebaut f\u00fcr \u00fcber 30 Millionen. Im Kuratorium ist er mit drin, um den richtigen Islam in Deutschland zu f\u00f6rdern. Willkommenskultur auf protestantische Kirche! Das ist ein Treppenwitz, Leute, das versteht jeder in der Sonntagsschule, im Kindergottesdienst, jedes 8j\u00e4hrige Kind, dass das nicht in Ordnung sein kann. Aber die gebildeten Theologen aus Hannover, die checken das nicht. Die sind verf\u00fchrt. Das ist ein G\u00f6tzendienst. Und da d\u00fcrfen wir nicht mitmachen. Da k\u00f6nnen wir nicht sagen, der Bedford-Strohm geht voran, das wird schon richtig sein. Das ist doch der Ratsvorsitzende. Das ist doch der Bischof von M\u00fcnchen. Da m\u00fcssen wir sagen: NEIN! Wir haben die Schrift, die sagt ganz klar Nein. Und da versteht der Herr \u00fcberhaupt keinen Spa\u00df. Da wird dieser Herr zornig \u00fcber Salomo. Da zerschl\u00e4gt er auch das Reich. Zornig! Das erste Gebot: \u201eIch bin der Herr dein Gott. Du sollst keine anderen G\u00f6tter haben neben mir!\u201c Das ist das Erste. Das will der \u00fcberhaupt nicht. Das ist ganz wichtig, dass wir da ganz klar sind. Nicht nur beim Geld, sondern auch hierbei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und leider ist das die Katastrophe der Kirche im 21. Jahrhundert, dass die nicht nur dem Geld dienen, dem eigenen Ego dienen, sondern eben auch anderen G\u00f6ttern hinterherlaufen. Ich h\u00e4tte tats\u00e4chlich diese ganze Stunde heute f\u00fcllen k\u00f6nnen nur mit Geschichten und Beispielen dar\u00fcber, was alles so in unserer EKD so l\u00e4uft. Da h\u00e4tten Sie bei mancher Geschichte gesagt, das glaube ich jetzt nicht. Also z. B. die Nachbargemeinde bei uns in Bremen, da werden Trauungen im Namen Allahs vollzogen. Da liegt auf dem Altar neben der Bibel der Koran. Da erkl\u00e4ren die im letzten Gemeindebrief Juni-Juli, dass das alles Eins ist, alle Religionen, und weil das so ist, k\u00f6nnen die auch Pastor Latzel ertragen. Wenn sowieso alles Eins ist, Islam, Buddhismus, Judentum, und Pastor Latzel nehmen wir auch noch mit. Irgendwie ist das zwar alles eine Spielart, aber mit dem sind wir auch tolerant. Das wird dort gelehrt, das wird den Konfirmanden auch beigebracht. Alles dasselbe, Einheitsreligion. Wir machen alles gemeinsam. Ist doch alles derselbe Gott!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das h\u00f6rt ihr auch immer wieder, wenn ihr bei euch missionarisch unterwegs seid. <em>\u201eIch glaube ja auch an Gott!\u201c<\/em> Ihr habt keine Probleme, wenn ihr beim Geburtstag von Tante Erna seid und erz\u00e4hlt vom lieben Gott, der euch geholfen hat. Da fangen die anderen auch an zu erz\u00e4hlen. Das ist alles ganz gem\u00fctlich. Aber fangt mal an, von Jesus zu reden. Dann wird es auf einmal knallhart anders. Beim lieben Gott l\u00e4dt euch jeder wieder ein, denn da kann man ja alles drunter fassen und es ist ja auch derselbe Gott\u2026 Es ist nicht derselbe Gott!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf meine Predigt, die ich am 18. Januar gehalten hab, haben mir einige Muslime geschrieben. Da hab ich mich gefragt, oh, was wird das denn geben? Da haben die gesagt<em>: \u201eWissen Sie was, Herr Latzel, wir sind Ihnen so dankbar f\u00fcr die Klarstellung, die Sie gebracht haben. Unser Gott ist nicht der Gott, an den Sie glauben. Da ist eine absolute Trennung.\u201c<\/em> Die Leute in der Landeskirche, die haben mir dann erz\u00e4hlt, wir haben einige Gespr\u00e4che gehabt, da er\u00f6ffnet einer der Theologen der Bremischen Evangelischen Landeskirche damit: <em>\u201eHerr Latzel, was denken Sie sich \u00fcberhaupt, was sollen unsere\u2026\u201c,<\/em> jetzt zitiere ich, \u201emuslimischen Glaubensgeschwister davon denken?\u201c Da wissen Sie, wo Sie stehen. Einheitsreligion, alles zusammen! Auf dem Kirchentag wird der Dalai Lama eingeladen, der f\u00fcr sich in Anspruch nimmt, Gott zu sein. Der wird auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag eingeladen. Katastrophe. Gucken Sie mal, Zen-Meditation, gehen Sie zur Evangelischen Kirche. Dann brauchen Sie nicht so viel Geld daf\u00fcr zu bezahlen. Das macht garantiert eine der evangelischen Kirchen in Ihrer Umgebung. Gar kein Thema. Das l\u00e4uft alles. Es ist ein Wahnsinn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich sage ja, das ist ein altes Programm. Das ist auch schon vor Salomo gelaufen. Als das Volk Israel die Landnahme abgeschlossen hat, da l\u00e4sst Josua sie alle antanzen, Josua 24, Landtag zu Sichem. Der wei\u00df genau, wo die Reise hingeht. Er sagt: <em>\u201eJetzt habt ihr euch alle das Kulturland angesehen und ihr habt Kontakt bekommen mit den G\u00f6ttern dieser Menschen.\u201c<\/em> Und dann sagen sie: <em>\u201eJa, unser Jahwe in der W\u00fcste, der hat uns allen geholfen. Aber jetzt kommen wir ins Kulturland, jetzt wollen wir da das Land beackern. Hat der Jahwe da noch genug drauf f\u00fcr diese neue Zeit, wenn wir das umgraben m\u00fcssen? M\u00fcssen wir jetzt nicht unsere Religion erneuern? M\u00fcssen wir nicht auch so ein bisschen Baal und Astarte dazu nehmen, die kennen sich so gut aus mit der Vegetation und mit der Ernte?\u201c<\/em> Und dann sagt Josua folgendes: <em>\u201eIhr k\u00f6nnt ja machen was ihr wollt. Ich aber und mein Haus, wir werden dem Herrn dienen!\u201c<\/em> Er macht das ganz klar, es geht nicht zusammen. Entweder, oder. Das Andere ist G\u00f6tzendienst. Wir k\u00f6nnen nicht sagen, wir sind die Kirche Jesu Christi, aber alle anderen Religionen ziehen wir auch noch hier mit rein. Das funktioniert nicht. Das ist G\u00f6tzendienst. Da m\u00fcssen wir ein Nein haben bis dahin, dass wir eventuell sagen, ich kann in dieser Kirche nicht mehr bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das hat es \u00fcbrigens auch in unserem Volk gegeben. 1933 kamen die Deutschen Christen auf. Die haben auch gesagt: \u201eWir haben auch noch einen neuen Gott! Geschichtsoffenbarung von unserem Volk \u2013 unser Volk die Deutschen mit unserem F\u00fchrer Adolf Hitler. Da hat man gesagt, dann m\u00fcssen wir eben das Alte Testament Entjudaisieren. Das war Programm der Deutschen Christen. Das m\u00fcsst ihr euch mal vorstellen. Jesus Christus war dann auch nicht der Sohn Gottes, sondern er war der Sohn eines r\u00f6mischen Legion\u00e4rs, der nat\u00fcrlich aus Germanien kam. So kranke Sachen wurden da von gebildeten Theologen gelehrt, in Schulen den Kindern weitergegeben. Das war zwar nun keine herk\u00f6mmliche Religion, aber es war eine neue Ideologie. Die wurde als Religion verkauft. Da sollte sich die Theologie dem Zeitgeist anpassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir m\u00fcssen immer aufpassen. Dieser Gott ist und war immer derselbe. Das Wort Gottes ver\u00e4ndert sich nicht, niemals. Und eines m\u00f6chte dieser Gott nicht, eine Ver\u00e4nderung zu einem anderen Gott, zu einer Ideologie. Das ist G\u00f6tzendienst, und da versucht man in der neuen Zeit so einen Einheitsbrei daraus zu machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt hab ich eure Zustimmung sicher an diesem Punkt, das hab ich mal so eingesch\u00e4tzt, beim Gemeindehilfsbund, da kommt ja nun niemand der zuhause eine Buddha-Statue hat. Aber ihr sollt euch ja auch h\u00fcten. Und wenn ihr bei dem letzten Punkt vielleicht keine Probleme habt \u2013 jetzt kommen wir wieder zu einem Punkt, da wird es unangenehmer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong style=\"line-height: 1.5;\">5. Der G\u00f6tzendienst an der Gesundheit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Bergpredigt sagt Jesus sagt: <em>\u201eDarum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben viel mehr als Nahrung und Kleidung? Seht die V\u00f6gel unter dem Himmel an: Sie s\u00e4en nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ern\u00e4hrt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie? Wer ist unter euch, der seines Lebens L\u00e4nge eine Spanne zusetzen k\u00f6nnte, wie sehr er sich auch darum sorgte?\u201c<\/em> (Matth\u00e4us 6, 25-27)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um das mal ganz klar zu sagen: Jesus Christus hat dir das Leben gegeben, und Jesus Christus ruft dein Leben ab. Und das ist alles schon geschrieben ins Buch des Lebens, Psalm 139, \u201ejeder Tag der noch werden sollte.\u201c Du darfst dich um deine Gesundheit k\u00fcmmern. Putz dir die Z\u00e4hne. Nimm deine Vitamine. Treib ein bisschen Sport. Iss nicht zu fett. Aber h\u00f6r blo\u00df auf mit diesem Gesundheitskult, mit diesem Ego \u201eMeine Gesundheit\u201c. \u00dcbrigens, die Bibel ist da ja sehr schlau. Die Bibel schreibt schon vor 3000 Jahren, dass das Leben auf 100 Jahre begrenzt ist. Vor 3.000 Jahren haben die Leute gesagt, das ist ja undenkbar. Heute wissen wir, die aller\u00e4ltesten werden so 110, aber dar\u00fcber geht beinahe nicht mehr. Und wir gehen alle auf den Tod zu. Die durchschnittliche Lebenserwartung \u2013 so das Statistische Bundesamt f\u00fcr das Jahr 2014, liegt bei ca. 80 Jahre. Unser Leben w\u00e4hret 70, wenn es hoch kommt 80, sagt die Bibel in Psalm 90. Und dann ist Schluss. Wir gehen auf den Tod zu, und Gott bestimmt den Tag deines Todes. Aber wir tun h\u00e4ufig so, da m\u00fcssen wir zu dem Arzt laufen, das tun, jenes noch machen. Das tut die Welt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Welt, die auf den Tod keine Antwort kennt, wo der Tod das Letzte ist, da wird die Gesundheit zum h\u00f6chsten Gut. Und da wird dann alles daf\u00fcr getan. Wie oft hab ich diesen Spruch schon gesehen, wenn ich in irgendwelche Wohnzimmer oder Schlafzimmer kam: \u201eAlle W\u00fcnsche werden klein gegen den, gesund zu sein.\u201c Das Allerh\u00f6chste und Wichtigste, Hauptsache Gesundheit! Wie oft wird das gesagt. Gesundheit, Gesundheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leute, wir sind sterblich! Das ist ein kranker K\u00f6rper! Die meisten von euch sind ja \u00e4lter. Die k\u00f6nnen davon berichten wie das war mit 20, und dass das heute nicht mehr so geht, dass man vier Kisten auf einmal in den Keller tragen kann. Heute schafft man nicht mal eine Kiste mehr. Da ist man froh, wenn man zwei Flaschen tragen kann. Der K\u00f6rper geht kaputt, langsam dem Ende entgegen. Wir gehen in den Tod hinein. Psalm 90, 12: \u201eLehre uns bedenken, dass wir sterben m\u00fcssen, auf dass wir klug werden.\u201c Und wisst ihr, was die frohe Botschaft des Evangeliums ist? Sterben ist unser Gewinn!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist so j\u00e4mmerlich mitzuerleben, wie gestandene Christen anfangen zu flennen mit 85, wenn sie da liegen und wollen ein bisschen Lebensverl\u00e4ngerung. Ich sage das mal mit aller Deutlichkeit. Nein, das was auf uns wartet in der Herrlichkeit, in der Ewigkeit, im himmlischen Jerusalem, das so viel besser ist, als ich es mit meinen kleinen Worten beschreiben kann\u2026 Das ist die Freude, wenn du mit dem Heiligen Geist erf\u00fcllt bist, da freust du dich auf den Tod! Sterben ist unser Gewinn! Wenn du das verstanden hast im Heiligen Geist, dann nimmst du gerne die paar Tage hier noch mit, aber dann wei\u00dft du: Das Beste kommt noch! Das ist so, Halleluja! Wenn wir sterben, dann geht es erst richtig los. Das sch\u00f6nste Leben, das du dir in dieser Welt vorstellen kannst, wo alles klappt, viel Geld, Gesundheit, das ist ein Wassertropfen. Aber was in der Ewigkeit kommt, das ist wie alles Wasser in den Ozeanen dieser Welt, und noch st\u00e4rker. So ist das. Aber wir kleben an diesen Dingen. Und wir sind auch so: Dieses Leben, meine Gesundheit&#8230; Und was wird da nicht alles gemacht! Da wird sich ern\u00e4hrt und getan, dann darfst du nicht mehr rauchen, dann darfst du dies nicht, dann darfst du das nicht\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Gesundheitswahn, das ist eine Religion geworden. Wir sprechen nicht umsonst von den G\u00f6ttern in Wei\u00df. Nicht dass ich hier missverstanden werde. Bitte k\u00fcmmert euch um eure Gesundheit. Lebt vern\u00fcnftig. Ihr sollt auch mit dem Tempel vern\u00fcnftig umgehen. Aber das wird zum Selbstzweck, wenn du selber sagst, das ist das Allerh\u00f6chste, und ich klebe daran, und ich muss alles f\u00fcr meine Gesundheit tun. Und ich hab \u00fcberhaupt nicht mehr den Tod vor Augen. Der kommt eh. Ich sag das einfach mal, in 50 Jahren sind wir alle tot. Da kr\u00e4ht kein Hahn mehr nach uns. Da sind wir alle zerfallen. Das ist so. Deshalb, dieses Klammern, dieses Festhalten wollen, was wir nicht festhalten k\u00f6nnen, das ist G\u00f6tzendienst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leute, akzeptiert, dass ihr sterblich seid, und freut euch dar\u00fcber, dass das, wenn wir Christen sind, nur f\u00fcr die Zeit auf Erden gilt, dass wir, wenn wir hier abberufen werden, in der Ewigkeit sofort bei unserem Heiland Jesus Christus sind. Macht nicht diesen Ganzen Tam Tam mit, denn sonst ist das eine Sache, da kommt der Teufel wieder und dann macht ihr euch Sorgen, Sorgen, und dann geht ihr mit bangem Herzen zum Arzt und dann kommt es, dass es da hei\u00dft, Ich habe Ihre Blutwerte gesehen\u2026 Oder wenn das MRT-Ergebnis kommt, und dann wackeln wir genauso furchtsam mit den Knien wie die ganze Welt. Ich sag das ganz deutlich, auch richtig provozierend: Der Herr ist erstanden, Halleluja, und wenn du ihm geh\u00f6rst, hast du Anteil daran. Aber der Widersacher versucht es immer wieder, versucht uns festzuhalten nach dem Motto: \u201eDein Leben, deine Gesundheit, und wie wichtig\u2026 du brauchst noch ein paar J\u00e4hrchen auf der Erde\u2026\u201c H\u00fctet euch davor!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong style=\"line-height: 1.5;\">6. Der G\u00f6tzendienst an der Familie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Familie ist auch etwas Wichtiges, aber Familie kann zum G\u00f6tzen werden wie auch Gesundheit zum G\u00f6tzen werden kann. Ihr versteht das richtig. Auch Geld ist an und f\u00fcr sich nichts Schlechtes, aber es kann zum G\u00f6tzen werden. Luther sagt das im Katechismus, \u201eWoran du dein Herz h\u00e4ngst, das ist in Wahrheit dein Gott.\u201c Das gibt es leider auch bei uns in christlichen Kreisen. Das ist eben nicht nur Geld. Ihr kennt die Geschichte vom reichen J\u00fcngling. Gegen das Geld konnte Jesus nicht antreten. Aber bei manchen ist es auch so, dass gegen die Familie der Herr Jesus mit seinem Ruf nicht ankommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lukas 14: <em>\u201eJesus sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein gro\u00dfes Abendmahl und lud viele dazu ein. Und er sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, den Geladenen zu sagen: Kommt, denn es ist alles bereit! Und sie fingen an, alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss hinausgehen und ihn besehen. Ich bitte dich, entschuldige mich.\u201c <\/em>Das ist dann das Geld, das Malochen. Ich muss arbeiten. Ich bin beruflich gebunden!<em> \u201eUnd der zweite sprach: Ich habe f\u00fcnf Gespanne Ochsen gekauft und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen. Ich bitte dich, entschuldige mich.\u201c <\/em>Ich sage mal, das sind die Autos der damaligen Zeit. Der hat sein Hobby wichtiger genommen.<em> \u201eUnd der dritte sprach: Ich habe eine Frau genommen, darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam zur\u00fcck und sagte das seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Stra\u00dfen und Gassen der Stadt und f\u00fchre die Armen, Verkr\u00fcppelten, Blinden und Lahmen herein. Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast. Es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Landstra\u00dfen und an die Z\u00e4une und n\u00f6tige sie hereinzukommen, dass mein Haus voll werde. Denn ich sage euch, dass keiner der M\u00e4nner, die eingeladen waren, mein Abendmahl schmecken wird.\u201c<\/em> (Lukas 14, 14-24)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch nicht der, der sagt, wegen der tollen Frau, die ich mir genommen habe, da darf ich leider nicht. Dann war es das. Wenn du meinst, deine Frau ist wichtiger, dann war es das. Jesus duldet neben sich niemanden. In Lukas 9 ruft Jesus einen in die Nachfolge: <em>\u201eIch komme ja gerne mit, aber zuerst muss ich noch meinen Vater beerdigen.\u201c<\/em> Und da sagt Jesus: <em>\u201eLass die Toten die Toten beerdigen, du aber folge mir nach.\u201c<\/em> Das ist bewusst so, dass die Bibel hier so hart ist. Jesus sagt jetzt nicht, beerdigt eure V\u00e4ter nicht. Ganz im Gegenteil. Wir sollen Vater und Mutter ehren. Aber falls das zum Problem wird und wenn du dich entscheiden musst, hier ist mein Elternhaus und hier ist die Nachfolge Jesu Christi, dann aber bittesch\u00f6n f\u00fcr Jesus Christus. Das musst du nun mal einsehen. Und wenn du da ein Problem hast, dann ist die Familie dein G\u00f6tze geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Bergpredigt hei\u00dft es, wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. Und da kann man gucken. Und gerade, wenn man in der Gefahr steht und hat so eine ganz tolle Ehefrau, alles ist super, dann wird das klammheimlich zum Lebensinhalt. Den lieben Gott kannst du dann gut gebrauchen, weil wenn die Abiturpr\u00fcfung der Tochter so ein bisschen auf der Kippe steht, oder wenn die Frau eine schwere Operation hat, dann wird der auch missbraucht f\u00fcrs eigene Gl\u00fcck: Bitte, lieber Gott, hilf mir doch\u2026 Aber in Wirklichkeit ist das der Altar an dem ich opfere. Und dann kann man auch nicht mehr jeden Sonntag in den Gottesdienst gehen, weil die Kinder doch da sind. Die waren so weit weg. Jetzt muss man doch mal den Kindern Vorrang geben. Man kann sich da in der Gemeinde nicht engagieren, weil die Dinge dann wichtiger geworden sind. Weil die Frau doch jedes Zipperlein hat, weil man sich solange nicht mehr gesehen hat in der Familie \u2013 diese ganzen Ausreden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da muss man sich dann selber fragen, wie sieht es denn tats\u00e4chlich aus. Ist Jesus Christus wirklich die Nummer Eins oder verf\u00fchrt mich der Wiedersacher? Glaubt mir, der ist so listig, der ist so pervers, dass er selbst gute Dinge umdrehen kann. Als der den Herrn Jesus versuchte, da kam er nicht mit den furchtbaren D\u00e4monen. Der kam mit dem Wort Gottes. Der pervertiert etwas ganz Hervorragendes. \u201eSt\u00fcrz dich runter. Es steht doch geschrieben\u2026 Psalm 91\u2026 Er hat doch seinen Engeln befohlen, die retten dich!\u201c Der arbeitet mit dem Wort Gottes. Und so arbeitet der auch mit guten Dingen. Geld ist an und f\u00fcr sich nicht schlecht. Gesundheit ist auch etwas Gutes. Familie nat\u00fcrlich auch. Aber wir m\u00fcssen aufpassen, dass die Hauptsache \u2013 so hat das Busch gesagt \u2013 dass die Hauptsache die Hauptsache bleibt. Und die Hauptsache ist Jesus Christus. Lasst uns nicht Geld, lasst uns nicht Gesundheit, lasst uns nicht unsere Familie oder andere Menschen zur Hauptsache werden. Dann k\u00f6nnen die auch vergottet werden. Das muss ich leider auch immer wieder erleben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch in christlichen Kreisen, wenn du Leute begleitest, oder wenn der Ehepartner gestorben ist\u2026 Solange der lebte war alles gut. Der Sch\u00f6nwettergott war ordentlich, aber wenn der auch Leid zul\u00e4sst? Jetzt geht die Frau vielleicht nach 50 oder 60 Jahren, und dann kommen die auf einmal nicht mehr zurecht, weil in Wirklichkeit nicht Jesus der Mittelpunkt ist, sondern der liebe Mensch, an den man sich geklammert hat. Und dann ist der Widersacher auch ganz schnell zur Stelle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Jesus der Mittelpunkt ist, dann hast du vielleicht auch Trauer, wenn deine Frau geht, aber dann hast du Trost und Halt. Aber wenn deine Frau, dein Mann oder deine Familie der Mittelpunkt ist, dann schl\u00e4gt es sp\u00e4testens bei der Katastrophe ein. Dann reibt der Widersacher sich die F\u00e4uste. Dann stellt er dein Gottesbild in Frage, und das zerschl\u00e4gt sich auch. Dann ist auf einmal nichts da. Also h\u00fctet euch davor, dass die Familie zum Mittelpunkt eures Lebens wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong style=\"line-height: 1.5;\">7. Der G\u00f6tzendienst des Fu\u00dfballs<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die anderen Punkte habt ihr verstanden. Aber ich m\u00f6chte euch etwas ganz Interessantes aufzeigen, n\u00e4mlich wie der Fu\u00dfball eine L\u00fccke f\u00fcllt, die durch die Entkirchlichung passiert. Wie Menschen auch vergottet werden. Auch das ist nichts Neues. Paulus und Barnabas erleben das. Da hei\u00dft es n\u00e4mlich in Apostelgeschichte 14: <em>\u201eAls aber das Volk sah, was Paulus getan hatte, erhoben sie ihre Stimme und riefen auf Lykaonisch: Die G\u00f6tter sind den Menschen gleich geworden und zu uns herabgekommen. Und sie nannten Barnabas Zeus und Paulus Hermes, weil er das Wort f\u00fchrte. Und der Priester des Zeus aus dem Tempel vor ihrer Stadt brachte Stiere und Kr\u00e4nze vor das Tor und wollte opfern samt dem Volk. Als das die Apostel Barnabas und Paulus h\u00f6rten, zerrissen sie ihre Kleiderund sprangen unter das Volk und schrien: Ihr M\u00e4nner, was macht ihr da? Wir sind auch sterbliche Menschen wie ihr!\u201c <\/em>(Apostelgeschichte 14, 5-11)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass man Menschen vergottet, das passiert auch in unserem Volk. Am 13.7.2014 sind WIR Weltmeister geworden. Sp\u00e4ter sind die Jungs dann her\u00fcbergeflogen von Rio. Was war das f\u00fcr ein Empfang: Zugejubelt, verehrt, Heroen\u2026 Manuel Neuer, Fu\u00dfballgott! Als das 1954 bei Toni Turek gesagt wurde, da wurde der Reporter vom Rundfunkrat abgemahnt. Heute ist das tats\u00e4chlich so. die sind vergottet. Bei den Jugendlichen in den Zimmern h\u00e4ngen die Fu\u00dfballspieler. Und wenn Sie Jungs fragen, was m\u00f6chtest du denn werden, dann sagen manche, ich m\u00f6chte gerne Polizist werden oder so, und wenn du fragst, oder m\u00f6chtest du Fu\u00dfballspieler werden, dann sagen die, ja, w\u00fcrde ich gerne, aber ich bin nicht stark genug. Das sind ja \u00dcbermenschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fu\u00dfballprofi, das ist der Beruf! Da hast du Ansehen. Die jubeln dir zu. Zehntausende in den Stadien. Millionen \u00fcber die Bildschirme. Und Geld verdienst du wie Heu. Du hast ein Renomm\u00e9, nur weil du ein bisschen gegen den Ball treten kannst. Fu\u00dfball gibt vielen Menschen Sinn und Inhalt ihres Lebens. Und dieses Lied \u201eFu\u00dfball ist unser Leben\u201c ist zu einer bitteren Wahrheit in unserer Gesellschaft geworden. Heute werden so gut wie keine Kirchen und Kathedralen mehr in Deutschland gebaut. Aber Fu\u00dfballstadien, und die werden immer gr\u00f6\u00dfer. Das sind die neuen Dome der neuen Zeit. Und da werden die Gottesdienste abgehalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn ich jetzt sage \u201eGottesdienste\u201c, dann meine ich Gottesdienste. Wer schon mal bei einem Bundesligaspiel war, der wei\u00df, da ist es nicht so, dass da nur angepfiffen wird, sondern da gibt es vorher die Fan-Ges\u00e4nge, die Liturgien. Und dann kommen die herein, und dann wird gesagt: Und hier haben wir Philipp Lahm\u2026 Und dann schreien die und jubeln dem zu. Wenn fr\u00fcher gefragt wurde: \u201eBist du katholisch oder bist du evangelisch? Bist du reformiert?\u201c, dann wussten die Leute bekenntnism\u00e4\u00dfig sich zuzuordnen. Das kann kaum mehr einer heute. Aber was sie alle wissen ist, bist du BVB oder bist du Schalke? Bist du Bayern oder bist du Werder? Und dann ziehen sie sich ihre Farben an, und dann tragen sie ihre Farben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und ihr ganzes Jahr ist dadurch geregelt. W\u00e4hrend fr\u00fcher der liturgische Kalender der Kirche mit Ostern, mit Weihnachten, mit dem Erntedankfest das Leben der Menschen gepr\u00e4gt hat, dann spielt das heute \u00fcberhaupt keine Rolle mehr. Heute wird \u00fcber Ostern weggefahren, da wird sonst etwas gemacht. Am Ostersonntag bin ich \u00fcber die A1 gefahren, da war die voll wie immer. Kein Unterschied zu sonst am Ostersonntag. Aber ich fuhr dort auch am 13.7., n\u00e4mlich als das Fu\u00dfball-WM-Endspiel war. Da war die A1 leer. Bestes Wetter, doch da war nichts los. Da kam mal ein Auto daher gefahren, das ist es gewesen. Da haben alle gehuldigt diesem Fu\u00dfballgott.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist so, dass ganz viele Menschen auch ihr ganzes Leben danach ausrichten. Und der Fu\u00dfball bedient das. Freitag, Samstag, Sonntag Bundesliga. Montag 2. Liga. Dienstag\/Mittwoch Champions League, Donnerstag Europa League, und dann geht es von vorne los. Und du kannst mit jedem \u00fcber Fu\u00dfball sprechen. Da kann ich zu jedem hingehen und fragen, wie ist es denn gelaufen bei der Europameisterschaftsqualifikation. Die meisten wissen was passiert ist. 1:0 Niederlage. Freud und Leid, was sonst in der Kirche gewesen ist, wo ein Mensch auch eine Sehnsucht nach hat, das wird auf den Fu\u00dfball projiziert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fu\u00dfball an und f\u00fcr sich ist nicht schlecht. Das ist erst einmal nur ein Sport. Aber das, was in unserer Gesellschaft daraus gemacht wird, auch wie die \u00fcberh\u00f6ht werden \u2013 der Marco Reus, der seinen F\u00fchrerschein nicht hatte\u2026 Ja, was ist der angegangen worden. \u201eDu hast eine Vorbildfunktion!\u201c Das waren fr\u00fcher die Pastoren. Die sollten etwas vorleben und Werte vermitteln. Heute vermitteln das Fu\u00dfballspieler. Und die werden belangt, weil sie ihrem Verein Unehre getan haben. Die m\u00fcssen Codices unterschreiben, nicht nur, wie sie sich zu ern\u00e4hren haben, sondern die bekommen Verhaltens-Codices von ihren Vereinen an die Hand gegeben, wie sie in der \u00d6ffentlichkeit aufzutreten haben, wann sie ins Bett zu gehen haben, wann sie drau\u00dfen zu sein haben. Nicht weil es ein schlechtes Bild macht. Die sind sich beim DFB ihrer Vorbildfunktion f\u00fcr die Jugend bewusst. Und wenn es an die Probleme der heutigen Zeit geht, Integration und so alles, dann wird nicht mehr die Kirche gefragt. Da sind die Politiker schlau genug, dass sie sagen, da muss uns der DFB helfen. Die kommen an die Leute ran. Die k\u00f6nnen multiplizieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist so eine schleichende Geschichte. Der Mensch hat eine Sehnsucht nach Antworten. Der hat eine Sehnsucht zum Teilen von Freud und Leid, was im Fu\u00dfball \u00fcbrigens gut zu tun ist. Hast du verloren? Oh wie furchtbar! Da leiden dann alle kollektiv. Hast du gewonnen? Wie wunderbar!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das hat fr\u00fcher der christliche Glauben abgedeckt. Da hast du dich gefreut \u00fcber das, was Ostern passiert ist. Da bist du mit Leuten mitgegangen, wenn die beerdigt wurden. Das ist heute in Gro\u00dfst\u00e4dten eine Katastrophe. Da wo die Fu\u00dfballstadien ganz gro\u00df sind, da nehmen die Leute nicht mehr an Beerdigungen teil. Wenn ich in Bremen eine Beerdigung habe und da sind mehr als 20 Leute, dann ist das eine gro\u00dfe Beerdigung. Das ist ein Wahnsinn. Das ist ein Irrsinn. Die Leute teilen das nicht mehr miteinander.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich will das jetzt nicht alles auf G\u00f6tzendienst Fu\u00dfball schieben, aber das ist so eine Sache, die kollektiv auch \u00fcber die ganze Welt mittlerweile l\u00e4uft. Das ist ein Sport, der sich durchgesetzt hat, wo man versucht auch wieder die Einheit und die Regeln zu akzeptieren. Deswegen ist das auch so ein Skandal, dass jetzt die Kirchenf\u00fcrsten, nein die Fifa-F\u00fcrsten so in Ungnade gefallen sind, weil man dabei feststellt, das sind ja ganz normale Menschen. Der Fu\u00dfball ist doch heil, der ist doch ehrlich in diesen Dingen\u2026 Diese Werte, die da vermittelt werden, die eigentlich der Glaube zu transportieren hat, das wird da hinein interpretiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hab das bewusst zum Letzten Punkt gemacht. Das ist sicherlich nicht das Wichtigste. Aber auch da m\u00fcssen wir aufpassen, dass wir da nicht Dinge mitmachen, Leute heroisieren, zu den Helden machen, zu den G\u00f6ttern machen, wie das tats\u00e4chlich zum Teil in unserem Vaterland passiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hab einen Kollegen gehabt, der war auf Schalke Pastor. Und auf Schalke k\u00f6nnen Sie sich mittlerweile auch im Stadion beerdigen lassen. Da kommen Sie dort in das Stadion hinein. Sie k\u00f6nnen sich auf Schalke trauen lassen. Sie k\u00f6nnen dort taufen. Alles gepackt in die Kirche hinein, weil in die Kirchen kommen die Leute dort nicht mehr hinein, aber wenn du das in das Stadion packst, dann nehmen die Leute das wahr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sieben unterschiedliche Punkte des G\u00f6tzendienstes. Der G\u00f6tzendienst des Geldes, der G\u00f6tzendienst des Egos, der G\u00f6tzendienst des Okkulten, der G\u00f6tzendienst der Einheitsreligion, der G\u00f6tzendienst der Gesundheit, der G\u00f6tzendienst an der Familie, der G\u00f6tzendienst des Fu\u00dfballs. Und das sage ich euch als Botschaft! Kinder, also ihr, die ihr zu Jesus geh\u00f6rt, denn Kinder sind ja nur die, die den Heiligen Geist haben, Gesch\u00f6pfe sind alle Menschen, Kinder Gottes sind nur die durch den Heiligen Geist. Hier seid ihr angeredet: <em>Kinder, h\u00fctet euch vor den G\u00f6tzen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pastor Olaf Latzel, Vortrag beim Regionaltreffen des Gemeindehilfsbundes in Rotenburg\/W\u00fcmme, 10.10.2015<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eKinder, h\u00fctet euch vor den G\u00f6tzen!\u201c So lesen wir es im 1. Johannesbrief 5,21. Ich m\u00f6chte \u00fcber sieben unterschiedliche G\u00f6tzen sprechen, \u00fcber einen siebenfachen G\u00f6tzendienst, und zwar G\u00f6tzendienst, der uns in unterschiedlicher Weise betrifft. Ich wei\u00df nicht, mit welcher Erwartung Sie diesen Vortrag h\u00f6ren. 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