{"id":12737,"date":"2015-10-02T13:28:32","date_gmt":"2015-10-02T11:28:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12737"},"modified":"2015-10-02T13:30:22","modified_gmt":"2015-10-02T11:30:22","slug":"unsere-erde-ein-aussergewoehnlicher-planet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12737","title":{"rendered":"Unsere Erde &#8211; ein au\u00dfergew\u00f6hnlicher Planet"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Im Angesicht moderner naturwissenschaftlicher Erkenntnisse tritt mit immer gr\u00f6\u00dferer Deutlichkeit hervor, welch geradezu einmalig g\u00fcnstige physikalische, chemische und astronomische Bedingungen auf unserem Heimatplanet Erde herrschen, um uns optimale Wohnbedingungen zu bieten. Anhand einiger ausgew\u00e4hlter Punkte soll dies hier herausgestellt werden:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Der richtige Abstand zur Sonne<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir bewegen uns mit einem Abstand von etwa 150 Millionen Kilometern um unser Zentralgestirn. Bei der gegebenen Licht- und W\u00e4rmestrahlung der Sonne f\u00fchrt das zu jenen Temperaturen, wie wir sie auf unserem Planeten vorfinden. W\u00e4re die Sonne hei\u00dfer, dann w\u00e4re der Abstand f\u00fcr geeignete Lebensbedingungen auf der Erde zu klein, w\u00e4re sie k\u00fchler, dann br\u00e4uchten wir f\u00fcr geeignete Lebensbedingungen eine gr\u00f6\u00dfere N\u00e4he zu unserem Energielieferanten, um gen\u00fcgend Energie zu erhalten. Erst die vorhandene Kombination beider Daten f\u00fchrt dazu, dass in den meisten Gebieten der Erde Temperaturen zwischen 0 und 40 \u02daC herrschen, was f\u00fcr die Erhaltung des Lebens optimal ist.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bahn der Erde um die Sonne verl\u00e4uft nahezu kreisf\u00f6rmig. Denkbar und mit den Keplerschen Gesetzen im Einklang stehend, sind auch lang gestreckte Ellipsen mit der Sonne in einem Brennpunkt. Dabei w\u00fcrde in Sonnenn\u00e4he eine au\u00dferordentliche Temperaturzunahme, in Sonnenferne eine entsprechende Abk\u00fchlung entstehen. J\u00e4hrlich w\u00fcrde man eine kurze hei\u00dfe\u00ad Periode von z. B. 300 \u02daC und eine lange kalte Periode beobachten. Leben auf einer Erde, die sich in lang gestreckter Ellipse um die Sonne bewegt, ist undenkbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Die richtige Umdrehungsgeschwindigkeit der Erde<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00fcrde die Erde wesentlich langsamer rotieren, dann w\u00fcrden sich extreme Unterschiede des Klimas zwischen Tag-und Nachtseite herausbilden. Auf der Tagseite entst\u00fcnden infolge der lang andauernden Einstrahlung unertr\u00e4glich hohe Temperaturen, die zudem eine Austrocknung der Erdoberfl\u00e4che bewirken w\u00fcrden. Die Nachtseite k\u00fchlte dagegen zu stark aus. Schon eine langsamere Umdrehung (z. B. einmal in 48 Stunden) w\u00fcrde bedingen, dass \u00fcberall auf der Erde sowohl im Sommer als auch im Winter mit Nachtfrost und sehr hohen Mittagstemperaturen zu rechnen w\u00e4re. Ein solch schroffer Wechsel der Temperatur w\u00e4re \u2013 wenn \u00fcberhaupt \u2013 nur f\u00fcr recht kurzlebige Organismen ertr\u00e4glich. Die relativ schnelle Rotation unserer Erde sorgt infolge des kurz aufeinanderfolgenden Wechsels von Tag und Nacht f\u00fcr einen weitgehenden Ausgleich der Temperaturen am gleichen Ort. Eine noch schnellere Erdumdrehung w\u00fcrde zu geringen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht f\u00fchren und damit das Wettergeschehen betr\u00e4chtlich einschr\u00e4nken. Wegen des Anstiegs der Zentrifugalkr\u00e4fte w\u00e4re au\u00dferdem mit einem Gasverlust in den Weltraum zu rechnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Die richtige L\u00e4nge des Jahres<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die L\u00e4nge eines Jahres ist gut abgestimmt auf unsere Lebenszyklen. Die Jahreszeiten haben eine ausgewogene L\u00e4nge, sodass es zwischen Saat und Ernte eine gen\u00fcgende Wachstumszeit gibt. Andere Beispiele in unserem Planetensystem zeigen uns in diesem Sinne f\u00fcr das Leben unm\u00f6gliche Zyklen. K\u00f6nnten Sie sich ein Erdjahr von 84 Jahren wie auf dem Uranus oder von 88 Tagen wie auf dem Merkur vorstellen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4. Die richtige Neigung der Erdachse<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die Neigung der Rotationsachse zur Ebene der Erdbahn um die Sonne ist von Bedeutung. Wissenschaftliche Berechnungen dar\u00fcber, bei welchem Neigungsgrad ein Maximum der Erdoberfl\u00e4che lebensfreundliche Bedingungen erh\u00e4lt, f\u00fchrten zu dem Ergebnis, dass dies in dem schmalen Intervall von 23\u00b0 bis 24\u00b0 der Fall ist. Ist es nicht bemerkenswert, dass die tats\u00e4chliche Neigung gerade 23 \u00bd Grad betr\u00e4gt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">St\u00fcnde die Erdachse senkrecht auf der Ebene der Umlaufbahn, dann herrschten an einem bestimmten Breitengrad jahraus, jahrein dieselben klimatischen Verh\u00e4ltnisse. Folglich w\u00e4re ein gro\u00dfer Teil der Erdoberfl\u00e4che um den \u00c4quator zu hei\u00df f\u00fcr geeignete Lebensbedingungen. Der Bereich der unbewohnten K\u00e4ltezonen um die Pole w\u00e4re erheblich gr\u00f6sser als der jetzige.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">L\u00e4ge die Rotationsachse der Erde in der Ebene der Erdumlaufbahn, dann w\u00e4re auf einem gro\u00dfen Teil der Erdoberfl\u00e4che ein halbes Jahr lang Tag und auf der entsprechend anderen Seite eine ebenso lange Nacht. Bei dieser Achslage w\u00fcrden sich auf der Tagseite unertr\u00e4glich hei\u00dfe und auf der Nachtseite lebensfeindlich kalte Temperaturen einstellen. Nur in \u00c4quatorn\u00e4he g\u00e4be es einen Wechsel von Tag und Nacht, aber unter extremen Bedingungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Uranus und Pluto finden sich solche extremen Achslagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5. Die richtige Masse und Gr\u00f6sse der Erde<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese beiden Werte sind so aufeinander abgestimmt, dass an der Oberfl\u00e4che eine Anziehungskraft herrscht, die ausreicht, um eine Atmosph\u00e4re festzuhalten. Die Schwerkraft des Mondes z. B. reicht nicht aus, um eine Atmosph\u00e4re zu binden. Mit einem spezifischen Gewicht von 5,517 g\/cm<sup>3<\/sup> besitzt die Erde die dichteste Materie aller Planeten. W\u00e4re sie 20\u2009% kleiner im Durchmesser, so h\u00e4tte sie bei gleicher mittlerer Dichte nur die halbe Masse. Durch die dadurch erheblich geringere Gravitationskraft w\u00fcrde der gr\u00f6\u00dfte Teil der Atmosph\u00e4re in den Weltraum entweichen, und nur die schwereren Gase wie CO<sub>2<\/sub> und Argon w\u00fcrden zur\u00fcckbleiben. Bei 25\u2009% vergr\u00f6\u00dfertem Durchmesser w\u00fcrde sich die Erdmasse verdoppeln, der Luftdruck ansteigen und unser Eigengewicht w\u00e4re bei gleichem K\u00f6rperbau um 25\u2009% h\u00f6her.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>6. Die einmalige Zusammensetzung der irdischen Atmosph\u00e4re<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit 21\u2009% besitzt die Erde im Vergleich zu anderen Planeten einen hohen Sauerstoffanteil in der Atmosph\u00e4re, der aber eine grundlegende Voraussetzung f\u00fcr h\u00f6here Lebensformen ist. Bei noch h\u00f6herem Sauerstoffgehalt (\u00fcber 50\u2009%) k\u00e4me es beim Menschen zur O<sub>2<\/sub>-Vergiftung (Sch\u00e4digung der Lunge, verringerte Herzleistung durch verringertes Herzzeitvolumen, Gehirn- und Nierendurchblutung w\u00fcrden eingeschr\u00e4nkt, Ver\u00e4nderungen an der Netzhaut des Auges), und bei zu geringem Anteil w\u00fcrden die Zellen unzureichend mit Sauerstoff versorgt. Das Gehirn ist besonders empfindlich gegen O<sub>2<\/sub>-Mangel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben dem Sauerstoff enth\u00e4lt die Luft 78\u2009% Stickstoff, und nur 1\u2009% entf\u00e4llt auf alle restlichen atmosph\u00e4rischen Gase. Betrachtet man die Atmosph\u00e4ren von Venus und Mars, bestehen diese zur Hauptsache (96,4 bzw. 95\u2009%) aus Kohlendioxid. Das ist eine f\u00fcr die Lebewesen \u2013 in gr\u00f6sseren Mengen genossen \u2013 t\u00f6dliche Substanz. Hingegen enth\u00e4lt die Erdatmosph\u00e4re lediglich 0,03\u2009%. Die Lebensbasis Sauerstoff kommt in den Atmosph\u00e4ren von Venus und Mars nur in Spuren vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der vorhandene Stickstoffgehalt ist f\u00fcr die biologischen Prozesse von entscheidender Bedeutung. Er sorgt f\u00fcr eine gen\u00fcgende Strahlungsabsorption, die richtige Verd\u00fcnnung des Sauerstoffs und f\u00fcr die erforderliche M\u00e4chtigkeit der Atmosph\u00e4re. Die Lufth\u00fclle ist hingegen nicht zu m\u00e4chtig, um die f\u00fcr die Photosynthese in der gr\u00fcnen Pflanze notwendige Sonnenbestrahlung wesentlich zu schw\u00e4chen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>7. Die richtige Dichte der Erdatmosph\u00e4re<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei einer zu geringen Dichte w\u00e4re der Schutz gegen eine t\u00f6dlich starke Einwirkung von Ultraviolett- und R\u00f6ntgenstrahlen sowie gegen das st\u00e4ndige Bombardement von merklich gro\u00dfen Meteoriten ungen\u00fcgend. Die Dichte der Atmosph\u00e4re h\u00e4ngt von der Masse der Erde und der Temperatur auf der Oberfl\u00e4che ab. H\u00e4tte die Erde eine geringere Masse, so w\u00e4re dadurch die Anziehungskraft geringer, und die erforderliche Menge Luft und Wasser k\u00f6nnte nicht festgehalten werden. Die Anziehungskraft der Erde ist aber gerade so bemessen, dass sie Sauerstoff, Stickstoff und Kohlen\u00addioxid in der Dichte festhalten kann, wie sie gerade gebraucht wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausserdem schirmt die Atmosph\u00e4re gegen Gamma- und R\u00f6ntgenstrahlung ab. Die Atmosph\u00e4re als Ganzes wirkt ausgleichend in Bezug auf sich ausbildende Temperaturgegens\u00e4tze und ist notwendig f\u00fcr das Wettergeschehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>8. Die richtige Gr\u00f6sse des Mondes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Mond bewirkt Ebbe und Flut. Somit bereichern die wechselnd \u00fcberfluteten Gezeitenbecken die Lebensvielfalt in erheblichem Ma\u00dfe. Ein zu kleiner Mond h\u00e4tte zu geringe Auswirkungen und ein zu gro\u00dfer w\u00fcrde zu st\u00e4ndigen katastrophalen \u00dcberschwemmungen f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9. Die Erde ist bemerkenswert glatt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz der h\u00f6chsten Gebirge und der tiefsten Tiefseegr\u00e4ben erscheint die Erde bemerkenswert glatt. Wenn die Erde eine Kugel von einem Meter Durchmesser w\u00e4re, w\u00fcrden die Unebenheiten nur einen Millimeter zu beiden Seiten des Meeresspiegels ausmachen. Dadurch ist es m\u00f6glich, dass weite Teile der Erde bewohnbar sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>10. Das Magnetfeld der Erde<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Magnetfeld der Erde betr\u00e4gt an der Oberfl\u00e4che etwa 0,35 Gau\u00df (der Jupiter hat mit 4,2 Gau\u00df das st\u00e4rkste Magnetfeld aller Planeten). Dieses ist nicht nur hilfreich f\u00fcr die Navigation; es lenkt insbesondere jene sch\u00e4dliche Strahlung, die als Sonnenwind bezeichnet wird, von der Erde weg. Wie ein Schutzschild stellt sich das Magnetfeld dem Sonnenwind entgegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>11. Die notwendige Ozonschicht der Erde<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die nicht sichtbare kurzwellige ultraviolette Strahlung (= UV-Strahlung) von der Sonne erreicht dank einer besonderen Eigenschaft der Atmosph\u00e4re zu einem geringen Anteil die Erdoberfl\u00e4che. In der gesamten Stratosph\u00e4re, also in der H\u00f6he von 10 bis 50 km, kommt der dreiatomige Sauerstoff O<sub>3<\/sub> (Ozon) in au\u00dferordentlich geringer Dichte vor. Dieser Ozonschleier aber ist f\u00fcr die Existenz des irdischen Lebens unentbehrlich, da er insbesondere die gesundheitssch\u00e4digende ultraviolette Strahlung fast ganz absorbiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>12. Die Erde &#8211; ein nasser Planet<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wasser bildet die entscheidende Grundlage f\u00fcr jede Art des Lebens. Wir finden es nicht nur in den Ozeanen und Meeren, sondern \u00fcberall. Im Vergleich zu den weiten Ebenen des Mars, den Steinw\u00fcsten des Mondes oder den Kratern des Merkur ist selbst noch die Sahara ein nasser Schwamm. Die Wolken bringen das Wasser bald hier-, bald dorthin. Mal regnet es, mal schneit es; und wo es lange nicht regnet, da bringt der Tau der Nacht das Wasser sogar in die W\u00fcsten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ozeane bedecken 71 Prozent der Erdoberfl\u00e4che. Dass dieses Wasser in fl\u00fcssiger Form vorliegt, kann nicht genug betont werden. Denn die meiste Materie im Universum liegt entweder in Form von hei\u00dfen Gasen (in den Sternen) oder in tiefgefrorenem Zustand (z. B. \u00e4u\u00dfere Planeten) vor. Die Ozeane wirken als gigantischer W\u00e4rmespeicher (Gesamtvolumen: 1370 Millionen km<sup>3<\/sup>). Sie haben einen wichtigen moderierenden Effekt auf das Klima. An Orten gleicher Breite (62\u00b0) haben Inseln im Golfstrom ein mildes ozeanisches Klima, w\u00e4hrend in Sibirien kontinentales Klima herrscht. Weniger Wasser auf der Erde h\u00e4tte erheblich gr\u00f6\u00dfere Temperaturschwankungen zur Folge. Die Ozeane bilden au\u00dferdem eine wichtige und unverzichtbare Nahrungsquelle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der Erde befinden sich insgesamt 1,4 Milliarden km<sup>3<\/sup> Wasser in einem unaufh\u00f6rlichen Kreislauf, dessen Hauptbestandteile die Ozeane, Seen, Fl\u00fcsse, Eis in Gletschern und an den Polen und das Grundwasser sind. Der Anteil des Wassers in der Atmosph\u00e4re betr\u00e4gt weniger als ein Hunderttausendstel des gesamten Wasservorrats, ist aber f\u00fcr das Klima und damit f\u00fcr das Leben von grundlegender Bedeutung. Jene 13 000 km<sup>3<\/sup> Wasser in der Atmosph\u00e4re sind als Wasserdampf vorhanden und w\u00fcrden \u2013 auf die 510 Millionen km<sup>2<\/sup> Erdoberfl\u00e4che verteilt \u2013 eine Wasserh\u00f6he von 25 Millimetern ergeben. Da die mittlere j\u00e4hrliche Niederschlagsmenge bei 970 Millimetern liegt, bedeutet dies, dass das atmosph\u00e4rische Wasser, das jedoch st\u00e4ndig ausgetauscht wird, j\u00e4hrlich fast vierzigmal umgeschlagen wird. In den gem\u00e4\u00dfigten und polnahen Breiten gibt es \u00fcberdurchschnittlich starke Niederschl\u00e4ge. Dies macht einen betr\u00e4chtlichen Anteil des globalen W\u00e4rmetransports aus. Das Gleiche gilt f\u00fcr die m\u00e4chtigen Meeresstr\u00f6me, die wie der Golfstrom warmes und der Humboldtstrom kaltes Wasser durch die Weltmeere transportieren. Ebenso wichtig wie der W\u00e4rmetransport ist die Bef\u00f6rderung des Wassers selbst. G\u00e4be es nicht die unabl\u00e4ssige Verdunstung \u00fcber den Meeren und die kr\u00e4ftigen, best\u00e4ndig wehenden Winde \u00fcber Tausende von Kilometern, so w\u00e4ren binnen kurzer Zeit die Kontinente vollst\u00e4ndig ausgetrocknet. Die Zirkulation des Wassers wirkt f\u00fcr die Organismen auf unserem Planeten lebenserhaltend und w\u00e4re \u00abohne Wetter\u00bb nicht zu realisieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die derzeitige Abstimmung von Land- und Wasserfl\u00e4che auf der Erde ist auch keine zuf\u00e4llige Kombination. (Vor der Sintflut herrschte eine andere Konstellation, aber mit anderen Nebenbedingungen.) Bei dem vorhandenen Profil der Erdoberfl\u00e4che w\u00fcrde schon eine Zunahme der Wassermenge um 10\u2009% einen Anstieg des Meeresspiegels um 300 Meter bewirken und damit zu einer fast vollst\u00e4ndigen \u00dcberflutung der Kontinente f\u00fchren. Umgekehrt w\u00fcrde sich die entsprechende Verringerung der Wassermenge auf eine starke Vergr\u00f6\u00dferung der Kontinente auswirken. Dies aber w\u00fcrde eine unheilvolle Klimaverschlechterung mit sich bringen und die W\u00fcstengebiete anwachsen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer mit dem Flugzeug unterwegs ist, erh\u00e4lt durch den Piloten die Angaben \u00fcber Kurs, Flugh\u00f6he und Au\u00dfentemperatur. In 10\u2009000 Metern H\u00f6he wird stets die Au\u00dfentemperatur von \u201350 \u00b0C genannt. Haben Sie dabei einmal bedacht, dass diese extreme K\u00e4lte im Bereich von 5 bis 20 km H\u00f6he f\u00fcr uns lebensnotwendig ist? In dieser H\u00f6he gefriert der Wasserdampf zu Eiskristallen, die zun\u00e4chst anwachsen und dann infolge der Schwerkraft absinken. Auf diese Weise wird die Abdampfung von Wasser in den Weltraum geradezu blockadeartig verhindert. Auch \u00fcber Jahrtausende hinweg kann es nicht zur Austrocknung der Erde kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schliesslich verf\u00fcgt Wasser \u00fcber eine spezielle Eigenschaft, n\u00e4mlich seine Anomalie: Bei 4 \u00b0C erreicht es mit 1,0 g\/ cm<sup>3<\/sup> die h\u00f6chste Dichte; sowohl mit zunehmender als auch mit abnehmender Temperatur nimmt die Dichte ab. Eis von 0 \u00b0C hat eine Dichte von 0,917 g\/ cm<sup>3<\/sup>. Es ist leichter als fl\u00fcssiges Wasser und schwimmt darum. Diese au\u00dfergew\u00f6hnlichen Eigenschaften sind erforderlich, damit Leben in den Gew\u00e4ssern (Seen, Fl\u00fcsse, Teiche) auch im kalten Winter m\u00f6glich ist. Wenn ein Gew\u00e4sser zufriert, bleibt das leichtere Eis oben. Unten sammelt sich das spezifisch schwerste Wasser von 4 \u00b0C, in dem die Fische \u00fcberleben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alles in allem k\u00f6nnte man sagen: Die Erde ist ein wohltemperierter, lebensfreundlicher Wasserplanet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeder der oben genannten Punkte \u2013 wobei nur die wichtigsten genannt wurden \u2013 l\u00e4sst unsere Erde als einzigartig erscheinen. S\u00e4mtliche Voraussetzungen, damit Leben \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist, finden wir ausgerechnet auf unserem Planeten. Hingegen sind die Zust\u00e4nde, Bedingungen und Formen der Materie auf allen anderen Planeten oder Monden des gesamten Sonnensystems f\u00fcr das Leben v\u00f6llig ungeeignet. Anschauliche Gegenbeispiele wie kosmische Feuerh\u00f6llen, kosmische Eisw\u00fcsten, kosmische Giftk\u00fcchen und kosmische Leeren beweisen das.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dr\u00e4ngt sich hier dem unvoreingenommenen Beobachter nicht der Schlussauf, dass alles in genialer Weise f\u00fcr das Leben vorbereitet und konzipiert wurde? Diese Vielzahl von genau aufeinander abgestimmten Parametern l\u00e4sst nur den einen Schluss zu, den auch R\u00f6mer 1,20\u201321 benennt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00abDenn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Sch\u00f6pfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, sodass sie keine Entschuldigung haben. Denn obwohl sie von Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt.\u00bb<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Erforschung unseres Planeten Erde bringt es immer mehr an den Tag:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00abHerr, &#8230; du hast deine Werke alle weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner G\u00fcter\u00bb (Psalm 104,24). <\/em>Gott stellte Hiob einige Fragen, um ihn auf die fein abgestimmte Konzeption aller Parameter der Erde aufmerksam zu machen: <em>\u00abWo<\/em> <em>warst du, da ich die Erde gr\u00fcndete? Sage an, bist du so klug! Wei\u00dft du, wer ihr das Ma\u00df gesetzt hat, oder wer \u00fcber sie eine Richtschnur gezogen hat?\u00bb (Hiob 38,4\u20135).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu denen, die in ihrer \u00abKlugheit\u00bb glauben, alles sei zuf\u00e4lligen Prozessen der Evolution zuzuschreiben, sagt Gottes Wort: <em>\u00abDa sie sich f\u00fcr weise hielten, sind<\/em> <em>sie zu Narren geworden\u00bb (R\u00f6mer 1,22).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Rahmen der Evolutionslehre glaubt man, dass das Leben eine Entwicklung durch Anpassung durchgemacht habe. Bei den astronomischen und geophysikalischen Parametern hingegen ist keine Anpassung m\u00f6glich. Diese m\u00fcssen von Anfang an so und nicht anders gewesen sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Prof. Dr.-Ing. Werner Gitt<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Ethos, 8\/2015<\/em> (<a href=\"http:\/\/www.ethos.ch\"><em>www.ethos.ch<\/em><\/a>)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Angesicht moderner naturwissenschaftlicher Erkenntnisse tritt mit immer gr\u00f6\u00dferer Deutlichkeit hervor, welch geradezu einmalig g\u00fcnstige physikalische, chemische und astronomische Bedingungen auf unserem Heimatplanet Erde herrschen, um uns optimale Wohnbedingungen zu bieten. Anhand einiger ausgew\u00e4hlter Punkte soll dies hier herausgestellt werden: 1. 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