{"id":12625,"date":"2015-09-15T12:56:39","date_gmt":"2015-09-15T10:56:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12625"},"modified":"2015-09-15T16:52:39","modified_gmt":"2015-09-15T14:52:39","slug":"salzburger-erklaerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12625","title":{"rendered":"Salzburger Erkl\u00e4rung der IKBG\/ICN"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die heutige Bedrohung der menschlichen Gesch\u00f6pflichkeit und ihre \u00dcberwindung. Leben nach dem Sch\u00f6pferwillen Gottes.<\/strong> <strong>Eine theologische Wegweisung der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften <\/strong>(IKBG\/ICN)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die vorliegende Erkl\u00e4rung wurde am 6. September 2015 auf dem VI. \u00d6kumenischen Bekenntnis-Kongress der IKBG ohne Gegenstimme in Salzburg angenommen. Sie beruht auf einem Entwurf von Dozent Pfr. Dr. Werner Neuer, der durch erg\u00e4nzende Mitwirkung von Mitarbeitern der Theologischen Kommission u.a. in die Endfassung gebracht wurde.<!--more--> Inhaltsangabe:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Einf\u00fchrung:<\/strong> <strong>Die heutige Bedrohung der menschlichen Gesch\u00f6pflichkeit und die Notwendigkeit einer \u00f6kumenischen \u201e\u00d6kologie des Menschen<\/strong>\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Was uns zu dieser Erkl\u00e4rung veranlasst<\/em> [Nr. 1\u20135]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>I Das biblische Sch\u00f6pfungszeugnis vom Menschen als Fundament einer \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Was wir zu Gottes Lob bezeugen und bekennen! <\/em>[Nr. 6\u201312]<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li style=\"text-align: justify;\">Die Sch\u00f6pfung als Geschenk der Liebe Gottes und der Lobpreis des Menschen [Nr. 7\u20138]<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Das biblische Sch\u00f6pfungszeugnis vom Menschen [Nr. 9]<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Das biblische Sch\u00f6pfungszeugnis vom Menschen als f\u00fcr alle christliche Kirchen verbindliche und zugleich vern\u00fcnftige Offenbarungswahrheit [Nr. 10\u201312<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>II. Die gegenw\u00e4rtigen Angriffe auf den Menschen und seine Gesch\u00f6pflichkeit mit besonderer Ber\u00fccksichtigung der Gender-Ideologie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Was wir vor Gott und Menschen beklagen! <\/em> [Nr. 13\u201328]<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Die Bedrohung des menschlichen Lebens <em>vor<\/em> <em>der Geburt<\/em> [Nr. 13\u201314]<\/li>\n<li>Die Bedrohung des menschlichen Lebens <em>nach der Geburt<\/em> [Nr. 15]<\/li>\n<li>Die Bedrohung des Menschseins durch die <em>Gender-Ideologie<\/em> [Nr. 16\u201324]<\/li>\n<li>Die Konsequenzen der Gender-Ideologie f\u00fcr <em>Vaterschaft und Mutterschaft<\/em>, <em>Ehe und Familie<\/em>, <em>Sexualit\u00e4t und Fortpflanzung<\/em> [Nr. 25\u201328]<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>III. Die Notwendigkeit einer Neubesinnung auf das biblische Sch\u00f6pfungszeugnis vom Menschen als Voraussetzung einer \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c<\/strong><\/p>\n<p><em>Wozu wir vor Gott und Menschen aufrufen! <\/em>[Nr. 29\u201334]<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Das Fehlen einer \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c und die Folgen in der Gesellschaft [Nr. 29\u201330]<\/li>\n<li>Die Neubesinnung auf die biblische Offenbarung als Voraussetzung einer \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c [Nr. 31]<\/li>\n<li>Die Wiedergewinnung einer \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c [32\u201334]<\/li>\n<\/ol>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Einf\u00fchrung:<\/strong> <strong>Die heutige Bedrohung der menschlichen Gesch\u00f6pflichkeit und die Notwendigkeit einer \u00f6kumenischen \u201e\u00d6kologie des Menschen<\/strong>\u201c [Nr. 1\u20135]<\/p>\n<p><em>Was uns zu dieser Erkl\u00e4rung veranlasst.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1 <\/strong>Unsere Zeit ist seit der Entstehung der globalen \u00f6kologischen Bewegung in den 1970er Jahren durch eine gro\u00dfe Sensibilit\u00e4t f\u00fcr die Bewahrung der Sch\u00f6pfung gekennzeichnet. Die christlichen Kirchen haben die theologische Berechtigung dieses Anliegens l\u00e4ngst anerkannt und unterst\u00fctzen es. Papst Franziskus hat im Juni 2015 in seiner Enzyklika Laudato si die gro\u00dfe Bedeutung der \u00f6kologischen Anliegen im Lichte der Bibel und der gesamtkirchlichen (nicht nur r\u00f6misch-katholischen) christlichen Tradition eindrucksvoll bekr\u00e4ftigt und entfaltet.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn1\" name=\"_ednref1\">[i]<\/a> Denn aus der j\u00fcdisch-christlichen Sicht der Welt als Sch\u00f6pfung Gottes ergab sich von Anfang an die (leider oft nicht gen\u00fcgend beachtete) Konsequenz, der Sch\u00f6pfung als einem gro\u00dfartigen Werk der Liebe Gottes mit tiefem Respekt und Wertsch\u00e4tzung zu begegnen und sie im Sinne Gottes zu erhalten und zu pflegen (Gen 1,28; Gen 2,15). Papst Benedikt XVI. hat in seiner Bundestagsrede am 22. September 2011 das Aufkommen der \u00d6kologiebewegung mit den Worten gew\u00fcrdigt: \u201eJungen Menschen war bewusst geworden, dass irgendetwas in unserem Umgang mit der Natur nicht stimmt. Dass Materie nicht nur Material f\u00fcr unser Machen ist, sondern dass die Erde selbst ihre W\u00fcrde in sich tr\u00e4gt \u2026 Wir m\u00fcssen auf die Sprache der Natur h\u00f6ren und entsprechend antworten.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn2\" name=\"_ednref2\">[ii]<\/a> Der Papst beklagte in seiner Rede allerdings eine Tatsache, die seiner Ansicht nach noch immer \u201eweitgehend ausgeklammert wird: Es gibt auch eine <em>\u00d6kologie des Menschen. Auch der Mensch hat eine Natur, die er achten muss<\/em> und die er nicht beliebig manipulieren kann. Der Mensch ist nicht nur sich selbst machende Freiheit. Der Mensch macht sich nicht selbst!\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn3\" name=\"_ednref3\">[iii]<\/a> Er ist Gesch\u00f6pf und hat die Natur seines Menschseins zu beachten. <strong>\u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c<\/strong> heisst, dass der Mensch <em>seine eigene Natur angemessen behandelt<\/em> (nicht nur die ihn umgebende Natur!), <em>indem er die dem Menschen zu seinem Wohl gegebenen Sch\u00f6pfungsordnungen und Gebote Gottes beachtet<\/em>.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn4\" name=\"_ednref4\">[iv]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2 <\/strong>Mit der zitierten kritischen Feststellung vor dem Bundestag hat Papst Benedikt den Nagel auf den Kopf getroffen: Der erfreulich gro\u00dfen Sensibilit\u00e4t des heutigen Menschen f\u00fcr die ihn umgebende au\u00dfermenschliche Sch\u00f6pfung steht eine erschreckende Blindheit f\u00fcr den <strong>zerst\u00f6rerischen Umgang des Menschen mit sich selbst<\/strong> <strong>und der ihm eigenen Gesch\u00f6pflichkeit<\/strong> gegen\u00fcber! Der Anlass f\u00fcr diese Erkl\u00e4rung ist genau diese Tatsache. <em>Als Christen unterschiedlicher Kirchen m\u00fcssen wir heute feststellen, dass der Mensch als Sch\u00f6pfung Gottes sogar in Friedenszeiten in nie da gewesener Weise bedroht ist!<\/em> W\u00e4hrend die \u00d6kologie der menschlichen Umwelt inzwischen erfreulich reich entwickelt wurde, blieb ausgerechnet die <em>\u00d6kologie des Menschen und des Menschseins<\/em> (die sog. \u201eHuman\u00f6kologie\u201c) unterentwickelt. An ihre Stelle traten vernunftwidrige Ideologien, die den Menschen zutiefst gef\u00e4hrden, weil sie seiner Kreat\u00fcrlichkeit widersprechen. Dadurch ist eine \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrliche Situation entstanden: Es droht heute nichts Geringeres als das, was der bekannte anglikanische Schriftsteller C. S. Lewis 1943 in geradezu prophetischer Voraussicht die \u201eAbschaffung des Menschen\u201c durch den Menschen nannte!<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn5\" name=\"_ednref5\">[v]<\/a> <strong>Ziel dieser Salzburger Erkl\u00e4rung ist es, die bislang vernachl\u00e4ssigte \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c wenigstens in Umrissen aufzuzeigen und darzulegen, was ein Leben nach dem Sch\u00f6pferwillen Gottes in christlicher Sicht f\u00fcr die Bewahrung des Menschen und des Menschseins bedeutet.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3 <\/strong>Bei unvoreingenommener realistischer Betrachtung m\u00fcssen wir heute <strong>zwei schwerwiegende Gef\u00e4hrdungen des Menschen<\/strong> feststellen:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Zum einen droht dem heutigen Menschen mitten im Frieden eine so noch nicht da gewesene <strong>Vernichtung seiner Existenz<\/strong> durch Menschen: Vor allem am Anfang (vor der Geburt durch Abtreibung), aber auch gegen Endes ihres Lebens (durch die sog. aktive Sterbehilfe) sterben heute viele Menschen durch Menschenhand [s.u. Nr. 13\u201315].<\/li>\n<li>Zum anderen sind die <strong>kreat\u00fcrlichen Grundlagen des Menschseins<\/strong> (und damit die menschliche \u201eNatur\u201c) elementar bedroht [s.u. Nr. 16\u201324]. Bedroht sind durch emanzipatorische Ideologien (Feminismus, Genderismus u.a.) ganz konkret die von Gott geschaffene und gewollte <strong>Zweigeschlechtlichkeit<\/strong> als grundlegende Voraussetzung von Ehe und Familie und damit auch die <em>W\u00fcrde des Menschen als Mann und Frau<\/em> und als <em>Vater und Mutter<\/em> [Nr. 18\u201324]; und die <strong>Sch\u00f6pfungsordnungen<\/strong> von <em>Ehe<\/em> und <em>Familie<\/em> und die <em>Hinordnung der Sexualit\u00e4t auf die Weckung neuen Lebens<\/em> als unverzichtbare Voraussetzungen jeder menschenw\u00fcrdigen Gesellschaft und Zivilisation [Nr. 25\u201328].<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4 <\/strong>Als Folge dieser beiden Bedrohungen des Menschen und der menschlichen \u201eNatur\u201c sind zugleich die bisherigen <strong>\u00f6kumenischen Bem\u00fchungen<\/strong> und die angestrebte Einheit der christlichen Kirche in Wahrheit und Liebe bedroht, denn vor allem die protestantischen Kirchen reagieren sehr unterschiedlich auf die genannten Gef\u00e4hrdungen des Menschen. Es ist aber f\u00fcr die Glaubw\u00fcrdigkeit des \u00f6kumenischen Anliegens unabdingbar, dass die Christen unbeschadet ihrer konfessionellen Unterschiede im zentralen Anliegen einer \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c mit <em>einer<\/em> Stimme sprechen \u2013 und zwar mit einer Stimme, die auch f\u00fcr Nichtglaubende nachvollziehbar ist. Denn wenn es um die Bewahrung des Menschen und des Menschseins geht, sind Nichtchristen genauso betroffen wie Christen. Wir sehen uns daher nicht nur aus <em>sch\u00f6pfungstheologischen<\/em> und <em>\u00f6kumenischen<\/em>, sondern auch<em> aus<\/em> <em>humanen<\/em> Gr\u00fcnden veranlasst, diese Stellungnahme abzugeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5 <\/strong>Wir wollen unser Anliegen einer \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c in <strong>drei Teilen [I.\u2013III.] entfalten<\/strong>, indem wir<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>zun\u00e4chst das <strong>biblische Sch\u00f6pfungszeugnis <\/strong>in Erinnerung rufen, weil es in der christlich-j\u00fcdischen Tradition die Grundlage der \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c ist (<strong>Teil I.<\/strong>),<\/li>\n<li>dann den <strong>gegenw\u00e4rtigen Angriff auf den Menschen und seine Gesch\u00f6pflichkeit mit besonderer Ber\u00fccksichtigung der Gender-Ideologie schildern <\/strong>(<strong>Teil II.<\/strong>)<\/li>\n<li>und schlie\u00dflich die <strong>Notwendigkeit einer Neubesinnung auf das biblische Sch\u00f6pfungszeugnis vom Menschen<\/strong> <strong>als Voraussetzung einer \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c<\/strong> aufzeigen (<strong>Teil III.<\/strong>).<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><strong>TEIL I: Das biblische Sch\u00f6pfungszeugnis vom Menschen als Fundament einer \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c<\/strong><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Was wir zu Gottes Lob bezeugen und bekennen <\/em>[Nr. 6\u201312]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>6 <\/strong>Weil der Mensch und die kreat\u00fcrlichen Grundlagen des Menschseins heute wie nie zuvor bedroht sind (s.o. Einf\u00fchrung), sehen wir uns als Christen konfessionell unterschiedlicher Kirchen veranlasst, das f\u00fcr alle christlichen Kirchen verbindliche, heute aber h\u00f6chst umk\u00e4mpfte <strong>Sch\u00f6pfungszeugnis der Bibel \u00fcber den Menschen<\/strong> wieder neu in Erinnerung zu rufen. Denn das schon auf den ersten Seiten der Heiligen Schrift (in Gen 1\u20133) entfaltete Verst\u00e4ndnis des Menschen als Gesch\u00f6pf Gottes hat f\u00fcr die traditionelle christliche Theologie aller Konfessionen Offenbarungsqualit\u00e4t und daher auch Normativit\u00e4t. Dar\u00fcber hinaus hat es auch die Kultur, die Rechtsordnung und das Ethos vieler V\u00f6lker bis ins 20. Jh. hinein ma\u00dfgeblich gepr\u00e4gt und ganz erheblich zu ihrem Wohle beigetragen. Es ist auch im 21. Jahrhundert um der Menschlichkeit der Gesellschaft willen unverzichtbar.<\/p>\n<p><b><strong>A. Die Sch\u00f6pfung als Geschenk der Liebe Gottes und der Lobpreis des Menschen <\/strong><\/b><strong>[Nr. 7\u20138]<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>7 <\/strong>Angesichts der gegenw\u00e4rtigen Gef\u00e4hrdung und Preisgabe des biblischen Menschenbildes sehen wir uns zun\u00e4chst zum <strong>Lobpreis<\/strong> <strong>und<\/strong> <strong>dankbaren Bekenntnis<\/strong> veranlasst, dass der dreieinige Gott uns Menschen durch seine Selbstoffenbarung in der Heiligen Schrift sowohl seine <strong>erl\u00f6sende Liebe<\/strong> in der Menschwerdung und im Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu Christi geoffenbart hat, als auch seine <strong>Sch\u00f6pferliebe<\/strong>, die sich in der Gutheit, Sch\u00f6nheit und Herrlichkeit der Sch\u00f6pfung und ihren Ordnungen und in seiner liebenden F\u00fcrsorge f\u00fcr die Menschen widerspiegelt. Als Christen k\u00f6nnen wir die \u201eSch\u00f6pfung \u2026 nur als ein Geschenk\u201c begreifen, \u201edas aus der offenen Hand des Vaters aller Dinge hervorgeht\u201c.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn6\" name=\"_ednref6\">[vi]<\/a> Dieses Geschenk ist uns Menschen g\u00e4nzlich unverdient als Ausdruck der freien g\u00f6ttlichen Liebe anvertraut und veranlasst uns zun\u00e4chst \u2013 noch vor allen ethischen Aufgaben! \u2013 zum staunenden Lobpreis angesichts der \u00fcberw\u00e4ltigenden Weisheit und Sch\u00f6nheit, die sich in der Sch\u00f6pfung kundtut und im Sch\u00f6pfungslob der Psalmen ihren reichen Niederschlag gefunden hat (vgl. Ps 104, 136, 146), aber auch durch die wissenschaftliche Forschung in immer neuen Variationen zutage tritt. F\u00fcr uns Christen ist \u2013 wie es Papst Franziskus treffend formuliert hat \u2013 die \u201eLiebe Gottes \u2026 der fundamentale \uf042eweggrund der gesamten Sch\u00f6pfung\u201c.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn7\" name=\"_ednref7\">[vii]<\/a> Umso beklagenswerter ist es, wenn der heutige Mensch aufgrund der \u201eNachtseite\u201c der Sch\u00f6pfung oft den Blick daf\u00fcr verliert und Gott den geb\u00fchrenden Lobpreis versagt. Jede \u00d6kologie des Menschen hat aber damit zu beginnen, dass das Wissen um die eigene Kreat\u00fcrlichkeit den Menschen zu Lob und Dank veranlasst und verpflichtet (R\u00f6m 1,20f). Die Kirche hat dieses doxologische Fundament jeder \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c immer wieder in ihren Gebeten und Hymnen zum Ausdruck gebracht (vgl. den Sonnengesang des Franziskus von Assisi). Martin Luther hat es in seinem Kleinen Katechismus in das Bekenntnis gefasst: \u201eIch glaube, dass mich Gott geschaffen hat samt allen Kreaturen, mir Leib und Seele, Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch erh\u00e4lt \u2026 mit allem, was nottut f\u00fcr Leib und Leben, mich reichlich und t\u00e4glich versorgt \u2026 und das alles aus lauter v\u00e4terlicher, g\u00f6ttlicher G\u00fcte und Barmherzigkeit, ohn all mein Verdienst und W\u00fcrdigkeit: f\u00fcr all das ich ihm zu danken und zu loben und daf\u00fcr zu dienen und gehorsam zu sein schuldig bin.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn8\" name=\"_ednref8\">[viii]<\/a> Wo der Mensch Gott den schuldigen Dank und Lobpreis versagt, ist auch der Keim gelegt f\u00fcr eine mangelnde Wertsch\u00e4tzung der Sch\u00f6pfung, die wiederum zu einer Misshandlung oder Ausbeutung der Sch\u00f6pfung f\u00fchren kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>8 <\/strong>Fundament einer christlichen \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c ist, den heute oft \u00fcbersehenen <em>Geschenkcharakter allen kreat\u00fcrlichen Lebens<\/em> in Erinnerung zu rufen: Bevor Gott dem Menschen etwas gebietet, beschenkt er ihn mit dem Leben und der F\u00e4higkeit des Wirkens. Die Wertsch\u00e4tzung und Dankbarkeit f\u00fcr die uns Menschen geschenkten und anvertrauten Sch\u00f6pfungsgaben ist die Voraussetzung aller \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c! Denn erst dann k\u00f6nnen die sich aus der Sch\u00f6pfung ergebenden <em>ethischen Aufgaben<\/em> angemessen entfaltet werden, um so eine wahrhafte Umkehr zu Gott dem Sch\u00f6pfer und den von ihm geschaffenen Ordnungen zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><b><strong>B. Das biblische Sch\u00f6pfungszeugnis vom Menschen <\/strong>[Nr. 9]<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9 <\/strong>Die biblische Offenbarung l\u00e4sst schon in ihren ersten Kapiteln (Gen 1\u20133) keinen Zweifel daran, dass Gott die Sch\u00f6pfung insgesamt und den Menschen als sein spezielles Gegen\u00fcber in <em>Freiheit<\/em> und <em>Liebe<\/em> geschaffen hat. Aus diesem biblischen Befund ergeben sich <strong>folgende zehn fundamentale Aussagen<\/strong> \u00fcber den Menschen als Gesch\u00f6pf Gottes, die heute immer mehr angezweifelt oder geleugnet werden:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Der <strong>Mensch<\/strong> ist als <em>Ebenbild Gottes<\/em> geschaffen (Gen 1, 26f.). Er hat damit die Berufung empfangen, Gottes wesenhafte und ewige Liebe widerzuspiegeln und an die Mitmenschen und die au\u00dfermenschliche Kreatur weiterzugeben. Aus seiner besonderen Stellung als <em>personales Gegen\u00fcber Gottes<\/em> ergibt sich gegen\u00fcber der au\u00dfermenschlichen Kreatur seine besondere Personw\u00fcrde als Mensch. Diese ihm geschenkte <em>Menschenw\u00fcrde<\/em> ist unverlierbar und unverdient. Sie ist Grundvoraussetzung jeder humanen Rechts- und Gesellschaftsordnung.<\/li>\n<li>Der Mensch ist nach dem biblischen Zeugnis <strong>als<\/strong> <strong>Mann und Frau<\/strong> Ebenbild Gottes (Gen 1,26f.). Es ist bemerkenswert, dass der biblische Text sowohl das Mannsein als auch das Frausein als unterschiedliche, aber reale Aspekte der Gottebenbildlichkeit bezeugt. In dieser Tatsache gr\u00fcndet die je eigene, unvertauschbare und unverlierbare <em>W\u00fcrde des Mannes<\/em> und<em> der Frau<\/em>: Mann und Frau d\u00fcrfen und sollen jeder f\u00fcr sich in der ihrem Wesen jeweils entsprechenden Weise und als liebende Gemeinschaft trotz aller menschlichen Gebrochenheit, S\u00fcndhaftigkeit und Vorl\u00e4ufigkeit das Geheimnis der urbildlichen selbstlosen und sich verschenkenden Liebe (Agape) von Vater, Sohn und Geist abbilden \u2013 insbesondere da, wo sie diese g\u00f6ttliche Liebe durch den Glauben an Christus empfangen haben und weitergeben (R\u00f6m 5,5; s.u. Nr. 31).<\/li>\n<li>Mann und Frau sind aufgrund ihrer leib-seelischen Verschiedenartigkeit (die sich nicht nur, aber auch in ihrer biologischen Bef\u00e4higung zur Fortpflanzung zeigt) in der <strong>Ehe<\/strong> zu einer sich einzigartig erg\u00e4nzenden und unverwechselbaren <strong>Gemeinschaft der vorbehaltlosen Liebe und Treue<\/strong> berufen (Gen 2,24), die ein Abbild von Gottes ewigem und unverbr\u00fcchlichen Liebesbund mit dem Menschen ist und daher von Gott als <em>lebenslanger Bund <\/em>gewollt ist (Mk 10,9; R\u00f6m 7,2; 1 Kor 7,39)<em>.<\/em> Die Ehe ist eine von Gott zum Wohl des Menschen gestiftete <em>Sch\u00f6pfungsordnung.<\/em><\/li>\n<li>Die Ehe von Mann und Frau beinhaltet als <strong>Geist, Seele und Leib umfassende Gemeinschaft<\/strong> der vorbehaltlosen Liebe und Treue einerseits die liebevolle <strong>Erg\u00e4nzung und gegenseitige Begl\u00fcckung<\/strong> der Geschlechter nach Geist, Seele und Leib und andererseits die <strong>sexuelle Fortpflanzung<\/strong> (Gen 1,28) durch selbstlose und zugleich verantwortliche Akte der Liebe. Die Ehe als intime (und insofern zun\u00e4chst <em>private<\/em>) Gemeinschaft von Mann und Frau darf daher nach biblischem Verst\u00e4ndnis nicht als \u201eEgoismus zu zweit\u201c missverstanden werden, sondern ist zugleich eine <em>\u00f6ffentliche<\/em> und <em>rechtliche<\/em> <em>Gemeinschaft, <\/em>weil von ihr die Zukunft und das Wohlergehen von <strong>Staat und Gesellschaft<\/strong> abh\u00e4ngen.<\/li>\n<li>Mann und Frau sind bef\u00e4higt und dazu berufen, in der Ehe durch die sexuelle Gemeinschaft <strong>Kindern<\/strong> das Leben zu schenken und so der Familie, dem Volk und der Menschheit eine menschenw\u00fcrdige Zukunft zu erm\u00f6glichen (Gen 1,28). Dies begr\u00fcndet die besondere <em>W\u00fcrde des Mannes als<\/em> <em>Vater<\/em> und <em>der Frau als<\/em> <em>Mutter<\/em>.<\/li>\n<li>Die <em>biologisch-leibliche Verschiedenartigkeit<\/em> von Mann und Frau erm\u00f6glicht nicht nur die Zeugung von Kindern, sondern auch die ganzheitliche Begleitung, F\u00f6rderung und Erziehung der Kinder durch <em>Vater<\/em> und <em>Mutter.<\/em> Diese sind daher auch berufen, ihre jeweilige <em>geistig-seelische Verschiedenheit<\/em> als Mann und Frau kreativ und konstruktiv in den famili\u00e4ren Erziehungsprozess einzubringen. <strong>Vaterschaft<\/strong> und <strong>Mutterschaft<\/strong> sind daher nicht nur biologische Voraussetzung f\u00fcr die <em>Entstehung<\/em> von Kindern, sondern aufgrund ihrer geistig-seelischen Unterschiedlichkeit zugleich eine wesentliche Voraussetzung f\u00fcr die <em>Identit\u00e4tsfindung<\/em>, <em>Erziehung<\/em> und <em>Sozialisation <\/em>der Heranwachsenden.<\/li>\n<li>Die aus der Ehe durch die Zeugung von Kindern entstehende <strong>Familie als Gemeinschaft von Eltern und Kindern <\/strong>ist in theologischer Sicht (ebenso wie die ihr zugrundeliegende Ehe, s.o. 3.) als <em>Sch\u00f6pfungsordnung<\/em> anzusehen und darf nach wie vor auch empirisch als die beste Voraussetzung f\u00fcr <em>Geborgenheit, Wohlergehen und Gl\u00fcck der nachwachsenden Generation <\/em>betrachtet werden.<\/li>\n<li><strong>Ehe und Familie<\/strong> beinhalten eine Jahre und Jahrzehnte lange <em>Ein\u00fcbung in soziale Verhaltensweisen<\/em> wie Respekt und R\u00fccksichtnahme, Gerechtigkeit und Liebe und sind insofern die optimale <em>Voraussetzung f\u00fcr ein<\/em> <em>gelingendes soziales Miteinander<\/em> von Mann und Frau, von Eltern und Kindern und daher auch f\u00fcr ein gedeihliches Miteinander der Generationen in <strong>Staat und Gesellschaft<\/strong>. Die biblische Offenbarung bekr\u00e4ftigt in den <em>Zehn Geboten<\/em> die fundamentale Bedeutung von Ehe und Familie dadurch, dass ihnen drei Gebote (das 4., 6. und 10.) gewidmet sind.<\/li>\n<li>Aus den genannten kreat\u00fcrlichen Gegebenheiten folgt, dass Ehe und Familie die nat\u00fcrlichen <strong>Keimzellen von Staat und Gesellschaft <\/strong>sind \u2013 eine Einsicht, die der christliche Glaube unbeschadet fundamentaler Unterschiedlichkeiten in religi\u00f6ser und dogmatischer Hinsicht sogar mit den meisten nichtchristlichen Religionen und Kulturen teilt.<\/li>\n<li>Das gelingende Miteinander von Mann und Frau, Eltern und Kindern in der Familie hat nicht nur Bedeutung f\u00fcr <em>Staat und Gesellschaft<\/em>, sondern damit auch f\u00fcr die ganze <strong>Menschheit<\/strong> und deren Zukunft. Denn die Familie ist eine unerl\u00e4ssliche Voraussetzung f\u00fcr die <strong>Erf\u00fcllung des Kulturauftrages<\/strong>, die Erde von Generation zu Generation im Sinn der Gebote Gottes zu gestalten (Gen 1,28) und eine an den Ma\u00dfst\u00e4ben von Gerechtigkeit und Liebe ausgerichtete Zivilisation aufzubauen, welche die Menschenw\u00fcrde und die W\u00fcrde als Mann und Frau, als Vater und Mutter achtet und sie vor Bedrohungen aller Art sch\u00fctzt.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>C. Das biblische Sch\u00f6pfungszeugnis vom Menschen als f\u00fcr alle christlichen Kirchen verbindliche und zugleich vern\u00fcnftige Offenbarungswahrheit [Nr. 10\u201312]<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>10 <\/strong>Wir sind uns bewusst, dass die dargelegten Aspekte des biblischen Sch\u00f6pfungszeugnisses in und au\u00dferhalb der Kirche stets umk\u00e4mpft und durch den menschlichen Egoismus bedroht waren und sind. Allzu oft wurde und wird Gottes guter Sch\u00f6pferwille auch von Christen durch Versagen und Scheitern verdunkelt oder gar mit F\u00fc\u00dfen getreten. Solches Scheitern ist nicht Anlass zu verurteilendem Moralismus, sondern zur barmherzigen zurechthelfenden Liebe (vgl. Lk 6,36). Aber alles Versagen \u00e4ndert nichts daran, dass sich der vor allem in den <em>Zehn Geboten<\/em> (Ex 20, Dtn 5) bekundete Sch\u00f6pferwille Gottes durch die Jahrtausende hindurch als eine das Wohl und Gl\u00fcck des Menschen f\u00f6rdernde und bewahrende ethische Wegweisung erwiesen hat, die sich auch <em>global<\/em> in der Lebenserfahrung vieler Menschen unterschiedlichster Kulturen und in zahlreichen empirischen Studien auf eindrucksvolle Weise als lebensdienlich und vern\u00fcnftig best\u00e4tigt hat.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn9\" name=\"_ednref9\">[ix]<\/a> Im \u00dcbrigen kann kein menschliches Versagen die durch Erfahrung und Vernunft reichlich best\u00e4tigte grundlegende Geltung der Offenbarung und der Gebote Gottes infrage stellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>11 <\/strong>Wir sehen daher in den genannten biblischen Grund\u00fcberzeugungen <strong>verbindliche<\/strong> <strong>Wahrheiten<\/strong>, die f\u00fcr die Kirche Jesu Christi nicht verhandelbar sind, weil sie in der biblischen Selbstoffenbarung des dreieinigen Gottes gr\u00fcnden und sich zudem in der geschichtlichen Erfahrung als dem Menschen zutiefst angemessen, hilfreich und vern\u00fcnftig bew\u00e4hrt haben: Gott hat sie den Menschen in der Bibel aus Liebe geoffenbart, damit sie mit der ihnen anvertrauten Gesch\u00f6pflichkeit angemessen, d.h. dem Sch\u00f6pferwillen Gottes gem\u00e4\u00df, umgehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir danken Gott f\u00fcr die Gutheit, Sch\u00f6nheit und Herrlichkeit seiner Sch\u00f6pfung und f\u00fcr die ihr eingestifteten guten, weil dem Leben dienlichen kreat\u00fcrlichen Ordnungen. Lobpreis und Zeugnis der Kirche werden nicht aufh\u00f6ren, den geoffenbarten Sch\u00f6pferwillen Gottes zu r\u00fchmen und auch und gerade dann zu bekennen, wenn dieses Zeugnis immer mehr auf Widerspruch von Menschen st\u00f6sst oder gar abgelehnt wird. Als Glieder der Kirche sehen wir uns zu diesem Lobpreis und Bekenntnis <strong>um Gottes und der Menschen willen<\/strong> verpflichtet, weil wir von der Wahrheit und bleibenden Geltung der biblischen Sicht der Gesch\u00f6pflichkeit \u00fcberzeugt sind und Menschsein, Menschenw\u00fcrde und Menschlichkeit daher bedroht sehen, wenn das biblische Menschenbild preisgegeben wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>12 <\/strong>Immerhin wurden die genannten biblischen Grund\u00fcberzeugungen von den christlichen Kirchen trotz ihrer unterschiedlichen katholischen, orthodoxen und protestantischen Konfessionalit\u00e4t bis weit in das 20. Jahrhundert hinein als <strong>fundamentale Gemeinsamkeit<\/strong> aller Christen (im Sinne eines <em>magnus consensus<\/em>) festgehalten, zumal sie sogar in der vor- und au\u00dferchristlichen Naturrechtstradition in wesentlichen Punkten Best\u00e4tigung fanden!<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn10\" name=\"_ednref10\">[x]<\/a> <em>Dieses gemeinsame biblische Zeugnis ist heute in einer Weise wie nie zuvor bedroht,<\/em> weil einflussreiche Gruppen vor allem im Protestantismus unter dem Einfluss des Zeitgeistes diese Gemeinsamkeit christlicher Kirchen aufk\u00fcndigen und damit die vorhandenen Spaltungen in den Kirchen vertiefen. Dadurch ist nicht nur das <strong>\u00f6kumenische Bem\u00fchen<\/strong> um ein <em>Einswerden der Kirchen<\/em> im Kern gef\u00e4hrdet, sondern auch die <em>Einheit in den einzelnen Kirchen<\/em>. In Bezug auf das biblische Sch\u00f6pfungszeugnis vom Menschen geht l\u00e4ngst ein schmerzlicher Riss durch die Kirchen Europas und Nordamerikas, der ein gemeinsames Zeugnis der Christen und der christlichen Kirchen gegen\u00fcber den s\u00e4kularen Gesellschaften und Weltanschauungen und den nichtchristlichen Religionen immer weniger m\u00f6glich macht. Dies soll der folgende <strong>Teil (II.)<\/strong> verdeutlichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><strong>TEIL II:<\/strong> <strong>Die gegenw\u00e4rtigen Angriffe auf den Menschen und seine Gesch\u00f6pflichkeit mit besonderer Ber\u00fccksichtigung der Gender-Ideologie <\/strong><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Was wir vor Gott und Menschen beklagen: <\/em>[Nr. 13\u201328]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die im I. Teil herausgearbeiteten Grundaspekte der biblischen Sicht der menschlichen Gesch\u00f6pflichkeit werden heute vielfach radikal in Frage gestellt oder gar heftig bestritten. Wir wollen im folgenden zun\u00e4chst die besonders gravierenden <strong>t\u00f6dlichen<\/strong> <strong>Bedrohungen des Menschen als Gesch\u00f6pf Gottes<\/strong> hervorheben [13\u201314.] und dann auf die <strong>Bedrohungen der menschlichen Gesch\u00f6pflichkeit<\/strong> eingehen [14.ff.]<\/p>\n<p><strong>A. Die Bedrohung des menschlichen Lebens <em>vor<\/em> der Geburt <\/strong>[Nr. 13\u201314]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>13 <\/strong>Der Mensch wird heute vielfach nicht mehr in seiner von Gott gegebenen Sonderstellung als verantwortliches Gegen\u00fcber Gottes gesehen, dem das strikte Gebot <em>\u201eDu sollst nicht t\u00f6ten!\u201c <\/em>(Ex 20,13) gegeben ist, dessen Leben nach biblischem Verst\u00e4ndnis schon vor der Geburt unter der F\u00fcrsorge und dem besonderen Schutz Gottes steht (vgl. Ps 139, 13ff.; Jer 1,5; Lk 1,44) und deshalb absolut unverf\u00fcgbar ist. Stattdessen wird der Mensch h\u00e4ufig in falsch verstandener Autonomie als ein <strong>zur schrankenlosen Selbstbestimmung berufenes Wesen verstanden<\/strong>. Diesem Ideal der Selbstbestimmung oder Selbstverwirklichung wird heute in Europa und Nordamerika erschreckend h\u00e4ufig nicht nur die W\u00fcrde, sondern sogar das Leben und Lebensrecht des Menschen vor und nach der Geburt geopfert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>14 <\/strong>Trotz der lobenswerten Bem\u00fchungen um Bewahrung der au\u00dfermenschlichen Sch\u00f6pfung (Tier-, Pflanzen-, Umwelt- und Klimaschutz) und trotz der theoretischen Hochsch\u00e4tzung der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit ist das <strong>menschliche Leben vor der Geburt<\/strong> auf mannigfache Weise bedroht:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. So gilt beispielsweise vielen Menschen die <em>Abtreibung<\/em> ungeborener Kinder als legitimer Ausdruck der propagierten und beanspruchten Selbstbestimmung der Frau. Wir beklagen, dass inmitten fast aller demokratisch verfassten Industriel\u00e4nder trotz ihres Anspruchs auf Rechtstaatlichkeit nun schon seit Jahrzehnten die Massenabtreibung Ungeborener geduldet, schweigend hingenommen oder sogar als \u201eRecht\u201c beansprucht wird. J\u00e4hrlich fallen laut Statistiken weltweit \u00fcber 40 Millionen Kinder dieser massenhaften T\u00f6tung zum Opfer. Die Abtreibung ist in der Sterbestatistik l\u00e4ngst weltweit zur Haupttodesursache (vor Hunger, Krankheiten, Unf\u00e4llen oder Selbstt\u00f6tungen) geworden.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn11\" name=\"_ednref11\">[xi]<\/a> Als Christen k\u00f6nnen wir uns mit dieser Situation nicht abfinden. <strong>Wir beklagen die ungez\u00e4hlten Kinder, die bereits Opfer dieser Massent\u00f6tung geworden sind und fordern mit allem Nachdruck ein Ende aller gesetzlich legitimierten oder geduldeten T\u00f6tungen!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Besonders beklagenswert ist die heute herrschende Praxis, <em>kranke und behinderte Kinder<\/em> durch pr\u00e4natale Diagnostik systematisch \u201eaufzusp\u00fcren\u201c und abzutreiben. Auch wenn wir die mit schweren Behinderungen einhergehende Last der Angeh\u00f6rigen nicht bagatellisieren wollen, m\u00fcssen wir ganz klar feststellen: <strong>Eine Gesellschaft, die das Lebensrecht von kranken und behinderten Kindern vor der Geburt infrage stellt, untergr\u00e4bt ihre ethischen und rechtsstaatlichen Fundamente!<\/strong> Wo das Lebensrecht der ungeborenen Kranken und Behinderten mit F\u00fc\u00dfen getreten wird, kann es auch f\u00fcr geborene Behinderte nicht mehr plausibel gemacht werden. Eine solche Gesellschaft \u2013 wie hoch ihr technologischer Standard auch sein mag \u2013 befindet sich auf dem Weg der Verrohung und Barbarei!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3. Zu den genannten Beispielen kommen <em>weitere Formen der vorgeburtlichen T\u00f6tung<\/em>, die in unserer Gesellschaft inzwischen weitgehend akzeptiert sind. Dazu geh\u00f6rt z.B. der Gebrauch von sog. Verh\u00fctungsmitteln (wie die \u201ePille danach\u201c oder die \u201eSpirale\u201c), die in Wirklichkeit nicht die Empf\u00e4ngnis, sondern die Einnistung des bereits befruchteten Eies in die Geb\u00e4rmutter verhindert.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn12\" name=\"_ednref12\">[xii]<\/a> Da das Menschsein mit der Befruchtung beginnt, handelt es sich bei einer solchen <strong>Nidationshemmung<\/strong> um eine <em>T\u00f6tung im Fr\u00fchstadium menschlichen Lebens<\/em>. <strong>Wir beklagen, dass solche Formen des T\u00f6tens vor der Nidation heute vielfach \u00fcberhaupt nicht mehr als T\u00f6tungen von <em>Menschen<\/em> wahrgenommen oder verworfen werden, weil der biologisch eindeutige Beginn menschlichen Lebens mit der Vereinigung von Ei- und Samenzelle bei der Befruchtung von vielen heute ignoriert oder nicht mehr anerkannt wird. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4. Eine ethisch verwerflicher <em>leichtfertiger<\/em> und <em>verantwortungsloser Umgang mit ungeborenem Leben<\/em> erfolgt ferner durch die Technik der <strong>Reagenzglasbefruchtung<\/strong><em>.<\/em> Denn sie beruht darauf, dass zahlreiche Embryonen gezeugt werden, obwohl sie entweder kaum eine \u00dcberlebenschance haben (weil nur ein kleiner Bruchteil der gezeugten Embryonen bis zur Geburt \u00fcberlebt) oder (in manchen L\u00e4ndern) durch das PID-Verfahren vor der Einpflanzung in die Geb\u00e4rmutter bewusst get\u00f6tet werden, wenn sie nicht bestimmte \u201eQualit\u00e4tsmerkmale\u201c aufweisen.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn13\" name=\"_ednref13\">[xiii] <\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> B.<\/strong> <strong>Die Bedrohung des menschlichen Lebens <em>nach<\/em> der Geburt <\/strong>[Nr. 15]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>15 <\/strong>Auch<strong> das menschliche Leben<\/strong> <strong>nach der Geburt<\/strong> ist heute in den Industriel\u00e4ndern in hohem und leider wachsendem Ma\u00dfe <strong>bedroht: <\/strong>Nachdem die <em>sog. aktive Sterbehilfe<\/em> (Euthanasie) in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg bereits legalisiert ist, gibt es weitere Bestrebungen, sie <em>europaweit<\/em> und schlie\u00dflich <em>weltweit<\/em> einzuf\u00fchren. Damit w\u00e4re nach dem in Europa weitgehend verlorenen Rechtsschutz f\u00fcr die ungeborenen Menschen ein weiterer Dammbruch erfolgt und die \u201eKultur des Todes\u201c (Johannes Paul II.) weiter vorangeschritten.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn14\" name=\"_ednref14\">[xiv]<\/a> So wie es dem Menschen verwehrt ist, am Beginn menschlichen Lebens t\u00f6tend einzugreifen, so ist es ihm auch untersagt, dies am Ende des Lebens zu tun! Durch all diese T\u00f6tungen ma\u00dft sich der Mensch an, an die Stelle Gottes des Sch\u00f6pfers zu treten, des alleinigen Herrn \u00fcber Leben und Tod. Im Falle der Euthanasie ist ein solcher Eingriff besonders verwerflich, weil die M\u00f6glichkeiten der modernen sog. <em>Palliativmedizin<\/em>, die sich auf unheilbar kranke und sterbende Menschen spezialisiert, in den letzten Jahrzehnten enorm fortgeschritten sind (z.B. in Bezug auf Schmerzbek\u00e4mpfung). Die internationale Hospizbewegung, in der auch viele Christen mitarbeiten, versucht diese Erkenntnisse in bemerkenswerter Weise als Alternative zur Euthanasie zu verwirklichen. Die christlichen Kirchen stehen also auch in der s\u00e4kularen Gesellschaft keineswegs allein, wenn sie sich f\u00fcr eine menschenw\u00fcrdige Sterbebegleitung anstelle einer bewussten aktiven Beendigung des Lebens durch die sog. \u201eaktive Sterbehilfe\u201c einsetzen. Noch ist es nicht soweit, dass sich die Forderung nach Euthanasie europa- oder weltweit durchgesetzt h\u00e4tte! <strong>Wir rufen daher alle christlichen Kirchen dazu auf, sich einem solchen weiteren Dammbruch entschlossen zu verweigern und zu versuchen, ihn zu verhindern! <\/strong>Zugleich gilt es, die enorme Herausforderung anzunehmen, als Christen der immer gr\u00f6\u00dferen Schar von hilfsbed\u00fcrftigen Sterbenden und unheilbar Kranken in unserer Gesellschaft beiseite zu stehen, ihnen die Hoffnung des Glaubens zu bezeugen und die n\u00f6tige <strong>Hilfe f\u00fcr ein menschenw\u00fcrdiges Sterben<\/strong> nach Geist, Seele und Leib zukommen zu lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><strong>C. Die Bedrohung des Menschseins durch die Gender-Ideologie <\/strong>[Nr. 16\u201324]<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>16 <\/strong>Au\u00dfer den genannten, die Existenz vernichtenden t\u00f6dlichen Bedrohungen des Menschen als Gesch\u00f6pf Gottes haben sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten jene <strong>Bedrohungen des Menschseins und der menschlichen Gesch\u00f6pflichkeit<\/strong> verst\u00e4rkt, die den Menschen zwar nicht mit dem physischen Tod bedrohen, aber ihn in seinem von Gott gewollten kreat\u00fcrlichen Wesen zu pervertieren suchen, so dass man geradezu von dem Versuch einer <em>Abschaffung des Menschen<\/em> sprechen muss. Die oben in zehn Punkten zusammengefassten <strong>Merkmale der menschlichen Kreat\u00fcrlichkeit<\/strong> [I. 1\u201310] sind\u2013 wie die folgenden Ausf\u00fchrungen zeigen \u2013 heute z.T. in nie dagewesener Weise bedroht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>17 <\/strong>In den letzten 20 Jahren war und ist es vor allem die Ideologie des <strong>Genderismus, <\/strong>die in Fortsetzung und Radikalisierung der \u00dcberzeugungen des <em>Feminismus<\/em> und der <em>Homosexuellenbewegung<\/em> die Axt an das j\u00fcdisch-christliche Menschenbild gelegt hat, indem sie die f\u00fcr die Bibel fundamentale Zweigeschlechtlichkeit des Menschen und damit die Polarit\u00e4t von Mann und Frau bestreitet und diese Verneinung der Geschlechtlichkeit nun in Form der sog. \u201eGender-Mainstreaming\u201c- Programmatik in einer geradezu totalit\u00e4ren Weise weltweit durchzusetzen sucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>18 <\/strong>Der folgende Exkurs soll die <strong>tragenden \u00dcberzeugungen des Genderismus<\/strong> wenigstens skizzenhaft darlegen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1.<strong> Kern\u00fcberzeugung des Genderismus <\/strong>ist die Auffassung, da\u00df das \u201eGeschlecht\u201c des Menschen <em>keine biologische<\/em>, d.h. nat\u00fcrliche, sch\u00f6pfungsm\u00e4\u00dfige Gegebenheit ist (was im Englischen mit dem Begriff <em>sex <\/em>ausgedr\u00fcckt wird), sondern letztlich eine <em>soziologische<\/em>, d.h. vom Menschen beliebig konstruierbare und w\u00e4hlbare Identit\u00e4t (was im Englischen mit dem Begriff <em>gender <\/em>ausgedr\u00fcckt wird). Nach dieser Auffassung gibt es daher nicht eine nat\u00fcrliche Vorgegebenheit von Mannsein und Frausein, also zwei in ihrem Wesen und Erscheinungsbild unterschiedlichen Geschlechtern, sondern eine \u2013 je nach Option der jeweiligen Person \u2013 grunds\u00e4tzlich nicht festlegbare Vielzahl von geschlechtlichen Identit\u00e4ten, zumal nach der Genderideologie die <em>jeweilige sexuelle Orientierung<\/em> Teil der geschlechtlichen Identit\u00e4t ist, was ma\u00dfgeblich zu deren Pluralisierung beitr\u00e4gt: Die haupts\u00e4chlich gemeinten sexuellen Orientierungen werden in den Formeln LGBT (d.h. Lesbian, Gay, Bisexual und Trans [-gender bzw. -sexual]) oder LSBTTIQ (d.h. <em>lesbische<\/em>, <em>schwule<\/em>, <em>bisexuelle<\/em>, <em>transsexuelle<\/em>, <em>transgender<\/em>, <em>intersexuelle<\/em> und <em>queere<\/em> Auspr\u00e4gungen von Sexualit\u00e4t) zusammengefasst.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn15\" name=\"_ednref15\">[xv]<\/a> Alle diese sexuellen Ausrichtungen werden im Genderismus als <strong>gleichwertige Alternativen zur Heterosexualit\u00e4t<\/strong> angesehen, die in der traditionellen <em>Ehe<\/em> und <em>Familie<\/em> ihre nat\u00fcrliche Konkretisierung findet. Die neue Auffassung des Geschlechtlichen als eine die Dualit\u00e4t von Mann und Frau sprengende Vielheit von selbst bestimmten Auspr\u00e4gungen beinhaltet zugleich also eine prinzipielle Vielheit sexueller Lebensformen, die als ebenso gleichwertig angesehen werden sollen wie die traditionelle Ehe und Familie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Geistige Urheberin dieser Ideologie ist die amerikanische Professorin f\u00fcr Rhetorik und Philosophie <em>Judith Butler<\/em>, deren 1990 publiziertes Buch <em>Gender Trouble \u2013 Feminism and the Subversion of Identity<\/em> f\u00fcr die geistige Fundierung des Genderismus grundlegend war.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn16\" name=\"_ednref16\">[xvi]<\/a> Durch Aufhebung des Inzestverbotes und Ausmerzung aller \u201eheterosexistischen Signaturen\u201c in allen Bereichen will Butler die Normalit\u00e4t von Geschlechterpolarit\u00e4t (d.h. von Mannsein und Frausein, Vaterschaft und Mutterschaft), von Heterosexualit\u00e4t, von Ehe und Familie aufheben und deren angebliche Nat\u00fcrlichkeit als Fiktion bzw. als rein sprachliches Konstrukt entlarven.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn17\" name=\"_ednref17\">[xvii]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3. Die<strong> geistige Wirkung <\/strong>von Butlers Genderismus auf die Industriegesellschaften des Westens war und ist enorm: Binnen weniger Jahre entstanden unter starker Einflussnahme gr\u00fcner und linker Parteien, Bewegungen und Gruppen (in den deutschsprachigen L\u00e4ndern v.a. seit 2000) zahlreiche Lehrst\u00fchle und Forschungszentren f\u00fcr sog. <em>Gender Studies<\/em> (in Deutschland inzwischen \u00fcber 200!). Der im Namen sog. \u201eWissenschaft\u201c seither ausge\u00fcbte Einfluss auf Kultur, Gesellschaft (v.a. auf Erziehung und Ausbildung der Heranwachsenden) und Politik ist betr\u00e4chtlich, obwohl der wissenschaftliche Anspruch h\u00f6chst zweifelhaft und keineswegs allgemein anerkannt ist.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn18\" name=\"_ednref18\">[xviii]<\/a> Die Beeinflussung der Denkweisen und Mentalit\u00e4ten von v.a. jungen Menschen kann schon jetzt kaum \u00fcbersch\u00e4tzt werden, obwohl diese Beeinflussung auch auf Widerstand im Namen des \u201egesunden Menschenverstandes\u201c st\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4. Die geistige Wirkung des Genderismus wird verst\u00e4rkt durch eine gezielt eingesetzte <strong>Manipulation der \u00fcberlieferten Sprache <\/strong>im Sinne einer<strong> sog. geschlechtsneutralen Sprache, <\/strong>die zun\u00e4chst alle vermeintlich m\u00e4nnlichen Begriffe und Spracheigent\u00fcmlichkeiten im Sinne einer \u201efeministischen Linguistik\u201c ausmerzt, um schlie\u00dflich dann eine Sprache zu konzipieren, die im Sinne eines \u201eGenderspeaks\u201c vermeintlich \u201egeschlechtsneutral\u201c ist.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn19\" name=\"_ednref19\">[xix]<\/a> Dadurch k\u00f6nnen z.B. Begriffe wie \u201eVater\u201c oder \u201eMutter\u201c, die durch die traditionelle Gechlechterpolarit\u00e4t bestimmt sind durch den geschlechtsneutralen Begriff \u201eElter\u201c ersetzt werden. Die beschriebene Sprachmanipulation ist durchaus normativ gemeint und erhebt (z.T. bereits mit Erfolg) den Anspruch, die Sprachgestalt von Gesetzen und administrativen Verordnungen immer mehr zu bestimmen und sich zu einer <em>verordneten Sprache<\/em> zu entwickeln, die dem B\u00fcrger mehr und mehr die Freiheit zum gewohnten eigenen Sprachgebrauch nimmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5. Die ideologische Beeinflussung der Menschen durch den Genderismus ist vor allen Dingen dort von ganz erheblicher Bedeutung, wo sie die <strong>Sexualerziehung von Kindern<\/strong> betrifft. Geradezu emp\u00f6rend ist das Konzept der sog. \u201eSexualp\u00e4dagogik der Vielfalt\u201c (das teilweise bereits in die Standards der Weltgesundheitsorganisation WHO eingegangen ist), bei dem bereits Kleinkinder zu sexuellen Stimulationen angeregt werden, die Kinder allgemein zur sog. \u201esexuellen Selbstbestimmung\u201c angeleitet werden und vielf\u00e4ltige Formen von Sexualverhalten als gleichwertig akzeptieren sollen.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn20\" name=\"_ednref20\">[xx]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6. Die von vielen noch immer untersch\u00e4tzte <strong>politisch-gesellschaftliche Wirkung<\/strong> des Genderismus ist \u2013 obwohl keineswegs demokratisch legitimiert! \u2013 au\u00dferordentlich gro\u00df: Sie erfolgt auf der UN-Ebene,<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn21\" name=\"_ednref21\">[xxi]<\/a> auf der EU-Ebene<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn22\" name=\"_ednref22\">[xxii]<\/a> und auf nationaler Ebene<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn23\" name=\"_ednref23\">[xxiii]<\/a> und bestimmt die gegenw\u00e4rtige Politik v.a. in Europa und der westlichen Welt schon jetzt auf umfassende Weise: Die f\u00fcr den Genderismus grundlegende Bestreitung der Zweigeschlechtlichkeit des Menschen hat die geradezu kulturrevolution\u00e4re gesellschaftspolitische Konsequenz, in den Erziehungseinrichtungen des Staates <em>alle nicht-heterosexuellen<\/em> <em>Sexual- und Lebensformen<\/em> normativ der Heterosexualit\u00e4t gleichzustellen und den <em>besonderen Rang von Ehe <\/em>(als exklusiver Gemeinschaft von Mann und Frau) und<em> Familie<\/em> (als exklusiver Gemeinschaft von Eltern und Kindern) als Fundament eines menschenw\u00fcrdigen und zukunftsf\u00e4higen Staatswesens aufzuheben. Die radikalen Auswirkungen der Gender-Ideologie auf die Staatenwelt zeigen sich z.B. in der Tatsache, dass bis zum Jahr 2015 innerhalb von nur 14 Jahren die Institution der <em>Ehe <\/em>in ca. 20 Staaten juristisch f\u00fcr homosexuelle Lebensformen ge\u00f6ffnet wurde,<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn24\" name=\"_ednref24\">[xxiv]<\/a> obwohl sie in der gesamten bisherigen Menschheitsgeschichte als exklusive Gemeinschaft von Mann und Frau verstanden wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>19 <\/strong>Die Genderideologie bietet durch ihre radikale Infragestellung von Mannsein und Frausein, Mutterschaft und Vaterschaft, Ehe und Familie nicht nur in theologischer Sicht mannigfache Angriffsfl\u00e4chen (s.u. Nr. 20; 25\u201327), sondern auch in nichtreligi\u00f6ser (z.B. <em>naturwissenschaftlich-empirischer<\/em><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn25\" name=\"_ednref25\">[xxv]<\/a> oder <em>philosophischer<\/em> Hinsicht<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn26\" name=\"_ednref26\">[xxvi]<\/a>). Auch ihre individual- oder sozialethischen Konsequenzen sind (ganz unabh\u00e4ngig von speziell christlichen \u00dcberzeugungen) zutiefst problematisch. <strong>Als verantwortungsvolle Staatsb\u00fcrger protestieren wir energisch gegen den geradezu totalit\u00e4ren, demokratisch in keiner Weise legitimierten Versuch, die Genderagenda vom Kleinkindalter an in Europa und der Welt durchzusetzen. Wir verwahren uns entschieden gegen das von der Genderideologie geplante Programm einer Umerziehung des Menschen und den damit verbundenen Eingriff in Freiheit, Demokratie und Rechtstaatlichkeit. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>20<\/strong> So sehr wir als Christen f\u00fcr die zahlreichen nicht spezifisch christlichen, aber vern\u00fcnftigen Einw\u00e4nde gegen den Genderismus von Seiten der Naturwissenschaft, Philosophie oder Ethik offen und dankbar sind, liegt der <em>Schwerpunkt<\/em> unserer Kritik als Christen darin, dass die <strong>Anthropologie<\/strong> <strong>der Genderideologie v\u00f6llig unvereinbar ist mit dem Menschenbild der biblischen Offenbarung<\/strong>. Nach dem <strong>biblischen Menschenbild<\/strong> ist die Zweigeschlechtlichkeit des Menschen f\u00fcr sein Menschsein konstitutiv (s.o. Nr. 9.2). Nicht nur die expliziten biblischen Aussagen \u00fcber den von Gott in Liebe geschaffenen Menschen, sondern die gesamte Heilige Schrift vom ersten bis zum letzten Kapitel setzen die Polarit\u00e4t der Geschlechter voraus. <em>Mannsein<\/em> und <em>Frausein<\/em>, <em>Vaterschaft<\/em> und <em>Mutterschaft<\/em>, <em>Sexualit\u00e4t<\/em> und <em>Fruchtbarkeit<\/em>, <em>Ehe<\/em> und <em>Familie<\/em> als von Gott gestiftete Sch\u00f6pfungsordnungen zum Wohle des Menschen sind nach biblischem Verst\u00e4ndnis unverzichtbare <em>Grunddaten der Anthropologie und Sch\u00f6pfungstheologie<\/em>, die im Wesentlichen nicht nur von den Christen und christlichen Kirchen, sondern auch vom Judentum (und dar\u00fcber hinaus von vielen Menschen mit anderen religi\u00f6sen \u00dcberzeugungen!) geteilt werden. Wir Christen sehen in diesen gesch\u00f6pflichen Vorgaben der biblischen Offenbarung daher das <em>Fundament einer \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c<\/em>, von dessen Anerkennung und Entfaltung eine wahrhaft menschliche, d.h. dem Menschen gem\u00e4\u00dfe Zukunft abh\u00e4ngig ist. Eine Infragestellung oder gar Zerst\u00f6rung dieses Fundamentes aber f\u00fchrt zur <em>Abschaffung des Menschen<\/em> in dem von Gott gewollten und geschaffenen Sinn. Die Dualit\u00e4t des Menschen als Mann und Frau ist n\u00e4mlich nicht eine blo\u00df der Fortpflanzung dienende und insofern rein funktionale Eigenschaft des Menschen, sondern \u2013 viel mehr! \u2013 ein <strong>Abbild des liebenden Wesens des dreieinigen Gottes<\/strong>, der den Menschen als sein Ebenbild zur Liebe berufen hat: Diese Liebe soll als geschenkte Liebe (R\u00f6m 5,5) nicht nur, aber in besonderer Weise im Miteinander von Mann und Frau, d.h. z.B. konkret in der <strong>Ehe<\/strong> als einer Gemeinschaft der Liebe, und im Miteinander von Eltern und Kindern, d.h. in der <strong>Familie<\/strong> als eine um Kinder \u201eerweiterte\u201c Gemeinschaft der Liebe Gestalt annehmen.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn27\" name=\"_ednref27\">[xxvii]<\/a> Die Zweigeschlechtlichkeit von Mann und Frau verdeutlicht also in besonderer Weise die <em>Berufung des Menschen zum liebenden Miteinander und F\u00fcreinander<\/em>! Diese kann nur verwirklicht werden, wenn Mann und Frau einander jene unbedingte Liebe und Treue erweisen, die in einzigartiger Weise in der <em>Ehe<\/em> Gestalt annimmt und in der sexuellen Gemeinschaft in besonderer Weise die <em>Entstehung neuen Lebens<\/em> als eine besonders sch\u00f6ne und nachhaltige Frucht der Liebesgemeinschaft er\u00f6ffnet und Mann und Frau mit der W\u00fcrde der <em>Vaterschaft<\/em> und <em>Mutterschaft<\/em> beschenkt. Durch den Lebenszusammenhang von ehelicher Liebe und Fortpflanzung erf\u00fcllen Mann und Frau in besonderer Weise ihre Berufung zur Liebe \u2013 zu einer Liebe, die sich durch die Entstehung von Kindern als eine wahrhaft sch\u00f6pferische Potenz erweist, indem sie an der Erschaffung neuen Lebens mitwirkt: Die Erweiterung der Ehe zur Liebesgemeinschaft von Eltern und Kindern in der <em>Familie<\/em>, macht deutlich, wie sehr die Zweigeschlechtlichkeit des Menschen die unabdingbare Grundlage f\u00fcr die Realisierung von Liebe in Ehe und Familie als Grundlage einer menschenw\u00fcrdigen Zukunft der Menschheitsfamilie ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>21 <\/strong>Die Verleugnung der Geschlechterdualit\u00e4t im Genderismus mit der ihr folgenden Relativierung von Ehe und Familie zeigt, wie sehr in der Gender-Ideologie der Gedanke der personalen Freiheit den der Liebe verdr\u00e4ngt hat: Der die Vorgaben seines Sch\u00f6pfers ignorierende libertin\u00e4re Selbstentwurf des Menschen, der seine sog. \u201egeschlechtliche Identit\u00e4t\u201c eigenm\u00e4chtig w\u00e4hlt, tritt an die Stelle der von Gott gewollten liebenden Beziehung von Mann und Frau und verfehlt dadurch die Liebe als Ursprung und Ziel jeder christlichen und zugleich wahrhaft humanen \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c! Gleichzeitig ignoriert sie die Liebe Gottes als Ursprung und Ziel der menschlichen Existenz. Mit der <strong>Trennung von Freiheit und Liebe<\/strong> verfehlt der Mensch jenes unaufl\u00f6sliche Miteinander von Liebe und Freiheit, die f\u00fcr das Wesen des dreieinigen Gottes charakteristisch ist. Hier gilt die Warnung von Papst Benedikt XVI.: \u201eWo die Freiheit des Machens zur Freiheit des Sich-selbst-Machens wird, wird notwendigerweise der Sch\u00f6pfer selbst geleugnet und damit am Ende auch der Mensch als g\u00f6ttliche Sch\u00f6pfung, als Ebenbild Gottes im Eigentlichen seines Seins entw\u00fcrdigt.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn28\" name=\"_ednref28\">[xxviii]<\/a> Das v\u00f6llige Fehlen der Dimension der Liebe in der Gender-Ideologie unterstreicht auf schmerzliche Weise, wie weit diese vom christlichen Denken entfernt ist, dessen innere Mitte \u2013 auch dort, wo es um die Sch\u00f6pfung geht! \u2013 stets die in Christus offenbare Liebe ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>22 <\/strong>Die genannten Andeutungen m\u00f6gen gen\u00fcgen, um zu zeigen, da\u00df der Genderismus das biblische Verst\u00e4ndnis des Menschen als ein zur Gemeinschaft und Liebe berufenes Gesch\u00f6pf v\u00f6llig verfehlt! Mit der Gender-Ideologie geht eine <strong>Zerst\u00f6rung des biblischen Verst\u00e4ndnisses von menschlicher Gesch\u00f6pflichkeit und Liebe<\/strong> einher, die sowohl den Charakter der christlichen Ethik als <em>Sch\u00f6pfungsethik<\/em> als auch deren Merkmal als <em>Liebesethik<\/em> die Grundlage entzieht. Die christliche Kirche kann daher, wenn sie der Heiligen Schrift und ihrem Bekenntnis treu bleiben will, den Genderismus nur in aller Deutlichkeit zur\u00fcckweisen! Das Ziel einer \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c und die Gender-Ideologie schlie\u00dfen einander aus!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>23 <\/strong>Am eklatantesten und offensichtlichsten verfehlt der Genderismus die menschliche Kreat\u00fcrlichkeit durch seine weitgehende <strong>Ignoranz gegen\u00fcber der offenkundig geschlechtlich strukturierten Leiblichkeit des Menschen<\/strong>, die \u2013 von seltenen Fehlentwicklungen abgesehen \u2013 weltweit in entweder m\u00e4nnlicher oder weiblicher Gestalt vorliegt. Das biblische Zeugnis von der Zweigeschlechtlichkeit des Menschen ist ja kein unanschaulich bleibender, \u201eblind\u201c zu akzeptierender Glaubenssatz, sondern beruht auf einer <em>sinnenf\u00e4lligen Tats\u00e4chlichkeit<\/em>, die jeder sehf\u00e4hige Mensch t\u00e4glich vor Augen hat und deren biologische Evidenz vom Augenschein bis zur mikrobiologischen Stufe der K\u00f6rperzelle mit vern\u00fcnftigen Argumenten nicht bestritten werden kann.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn29\" name=\"_ednref29\">[xxix]<\/a> Dass aufgrund des Leib-Seele-Zusammenhangs damit auch ein signifikanter <em>geistig-seelischer Unterschied<\/em> zwischen den Geschlechtern besteht, ist kein blo\u00dfes Postulat, sondern aufgrund einer F\u00fclle von empirischen Studien gesichert.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn30\" name=\"_ednref30\">[xxx]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>24 Angesichts der angef\u00fchrten Befunde und angesichts der mit starkem politischem Druck forcierten Gender-Mainstreaming-Agenda ist die Christenheit zum entschiedenen Widerstand gerufen!<\/strong> Zugleich sollte sie durch Aufdeckung der Irrt\u00fcmer der Gender-Ideologie (v.a. ihrer Sch\u00f6pfungswidrigkeit) zur <strong>\u00dcberwindung dieser Ideologie<\/strong> beitragen, die nicht nur dem j\u00fcdisch-christlichen Menschenbild, sondern in vieler Hinsicht auch einem verbreiteten <em>sensus communis<\/em> widerspricht. Wir begr\u00fc\u00dfen daher die <strong>eindeutigen Stellungnahmen<\/strong> von Papst Franziskus<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn31\" name=\"_ednref31\">[xxxi]<\/a> und seinem Vorg\u00e4nger Benedikt XVI.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn32\" name=\"_ednref32\">[xxxii]<\/a> gegen den Genderismus ebenso wie die klaren Hirtenbriefe der Bischofskonferenzen der Slowakei,<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn33\" name=\"_ednref33\">[xxxiii]<\/a> Polens,<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn34\" name=\"_ednref34\">[xxxiv]<\/a> Portugals<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn35\" name=\"_ednref35\">[xxxv]<\/a>, Ungarns, Kroatiens und Norditaliens<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn36\" name=\"_ednref36\">[xxxvi]<\/a> sowie des Bischofs Huonder vom Bistum Chur (Schweiz).<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn37\" name=\"_ednref37\">[xxxvii]<\/a> Dar\u00fcber hinaus verweisen wir auf die von Christen unterschiedlicher Konfessionen getragene bekenntnis\u00f6kumenische Erkl\u00e4rung \u201eWidersteht der Gender-Ideologie\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn38\" name=\"_ednref38\">[xxxviii]<\/a> und andere kritische Gender-Stellungnahmen christlicher Gruppen und Autoren.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn39\" name=\"_ednref39\">[xxxix]<\/a> Umso mehr bedauern wir, dass in der evangelischen Theologie<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn40\" name=\"_ednref40\">[xl]<\/a> und in der EKD teilweise eine Bejahung der Gender-Ideologie festzustellen ist, die durch die Er\u00f6ffnung eines Studienzentrums f\u00fcr Genderfragen in Hannover im April 2014 sogar institutionell verankert wurde.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn41\" name=\"_ednref41\">[xli]<\/a> Denn diese Tatsache verunm\u00f6glicht \u2013 jedenfalls zur Zeit \u2013 jene dringend zu w\u00fcnschende und eigentlich notwendige gemeinsame \u00f6kumenische Sicht und Stellungnahme gegen\u00fcber der Gender-Ideologie, die die Kirche den heutigen Menschen schuldet.<\/p>\n<p><b><strong>D. Die Konsequenzen der Gender-Ideologie f\u00fcr Vaterschaft und Mutterschaft, Ehe und Familie, Sexualit\u00e4t und Fortpflanzung <\/strong>[Nr. 25\u201328]<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>25 <\/strong>Mindestens so beklagenswert und bedenklich wie die Gender-Ideologie als solche sind die daraus folgenden Konsequenzen f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis von <em>Vaterschaft und Mutterschaft<\/em>, <em>Ehe und Familie<\/em>, <em>Sexualit\u00e4t und Fortpflanzung, <\/em>deren rechtes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr eine \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c von gr\u00f6\u00dfter Tragweite ist:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>26 <\/strong>Da die Gender-Ideologie Mannsein und Frausein als Grundaspekte des Menschseins verneint, haben auch <strong>Vaterschaft<\/strong> und <strong>Mutterschaft<\/strong> ihre Bedeutung f\u00fcr das Menschenbild verloren. \u201eVaterschaft\u201c und \u201eMutterschaft\u201c h\u00f6ren auf, das Menschsein fundamental bestimmende Gr\u00f6\u00dfen zu sein und werden reduziert auf die biologische Verursachung von neuem Leben. Nach biblischem Verst\u00e4ndnis aber sind Vaterschaft und Mutterschaft weit mehr als ein blo\u00dfes Beteiligtsein am biologischen Vorgang der Zeugung. Sie sind vielmehr Gaben Gottes, die das Sein der Eltern f\u00fcr immer bestimmen und diesen eine bleibende W\u00fcrde (mit Rechten und Pflichten) verleiht: Sie berechtigt und verpflichtet sie vor allen anderen Menschen und vor allen Institutionen von Staat und Gesellschaft zur Erziehung der Kinder und zu einer lebenslangen F\u00fcrsorge und Mit-Verantwortung f\u00fcr deren Leben, die auch dann nicht einfach aufh\u00f6rt, wenn die Kinder erwachsen sind und selbst einen Partner oder Kinder haben. Es ist leider zu beobachten, dass diese nat\u00fcrliche und daher vorstaatliche Verantwortung der Eltern heute oft missachtet wird, indem Staat und Gesellschaft den Anspruch erheben, Entwicklung und Sozialisation der Kinder m\u00f6glichst total von der Geburt an (z.B.im Sinne der Gender-Ideologie oder anderer Weltanschauungen) zu \u00fcbernehmen. Ein solcher Anspruch widerspricht diametral der biblischen Anthropologie, die der Vaterschaft und der Mutterschaft (und damit indirekt auch der Gro\u00dfelternschaft) einen denkbar hohen Rang einr\u00e4umt. Dies wird nicht zuletzt daran sichtbar, dass die zweite Tafel des Dekaloges mit dem Gebot beginnt: \u201eDu sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!\u201c (Ex 20,12a). Der Nachsatz \u201eauf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, gibt\u201c (Ex 20,12b) unterstreicht den fundamentalen Stellenwert, den gerade dieses Gebot f\u00fcr die biblische Sch\u00f6pfungsethik besitzt. Demgegen\u00fcber ist heute ein Verlust der Wertsch\u00e4tzung und hohen Bedeutung von Vaterschaft und Mutterschaft zu beklagen, der ganz erheblich dazu beitr\u00e4gt, dass \u00fcberhaupt das respektvolle Miteinander der Menschen (insbesondere gegen\u00fcber \u00c4lteren) vielfach im Abnehmen begriffen ist. Besonders schmerzlich ist in unseren Gesellschaften die <em>mangelnde Wertsch\u00e4tzung der Mutterschaft <\/em>und ihre bedenklichen Folgen f\u00fcr die Entwicklung und das Wohl der Kinder:<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn42\" name=\"_ednref42\">[xlii]<\/a> Sie zeigt sich z.B. darin, dass der zeitweilige oder grunds\u00e4tzliche Verzicht von M\u00fcttern auf eine au\u00dferh\u00e4usliche Erwerbsarbeit um der Kinder und Familie willen immer mehr auf gesellschaftliche Ablehnung und schwerwiegende \u00f6konomische Benachteiligung (v.a. im Hinblick auf die Altersversorgung) st\u00f6sst. <strong>Zur \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c geh\u00f6rt jedenfalls eine neue Wertsch\u00e4tzung von Vaterschaft und Mutterschaft und ihrer Bedeutung f\u00fcr die Gesellschaft. <\/strong>Dazu k\u00f6nnten und sollten die christlichen Kirchen einen wichtigen Beitrag leisten!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>27 <\/strong>Mit dem Verlust der Wertsch\u00e4tzung von Vaterschaft und Mutterschaft geht die mangelnde Wertsch\u00e4tzung einher, den die Institutionen von <strong>Ehe und Familie<\/strong> in unseren Gesellschaften erfahren \u2013 eine Entwicklung, die schon vor der Entwicklung der Genderideologie eingesetzt hat, aber durch den Genderismus verst\u00e4rkt wurde: Obwohl Ehe und Familie in der Bibel als von Gott zum Wohle des Menschen gestiftete <strong>Sch\u00f6pfungsordnungen <\/strong>einen denkbar hohen Rang einnehmen, erfahren sie in der Gesellschaft einen Bedeutungsverlust, der inzwischen einen geradezu Existenz bedrohenden Charakter angenommen hat: <em>Alle konstitutiven Merkmale der traditionellen <strong>Ehe<\/strong><\/em> (ihre Unaufl\u00f6slichkeit, ihre Exklusivit\u00e4t als legitimer Ort sexueller Gemeinschaft, ihre Offenheit f\u00fcr Kinder und ihre Zweigeschlechtlichkeit) <em>sind heute h\u00f6chst umstritten<\/em>: Gerade der Genderismus, aber auch die Homosexuellen- und Lesbenbewegung wollen die seit Jahrtausenden bislang \u00fcberall in der Menschheit unumstrittene Zweigeschlechtlichkeit der Ehe preisgeben und diese f\u00fcr nicht-heterosexuelle Lebensformen \u00f6ffnen. Die Gegner einer solchen Umdefinierung der Ehe werden mit dem Vorwurf der \u201eHomophobie\u201c oder Diskriminierung von Homosexualit\u00e4t konfrontiert, obwohl sie nicht nur das bisherige christliche und j\u00fcdische, sondern zugleich das Jahrtausende alte menschheitliche Verst\u00e4ndnis von Ehe vertreten. Auch der \u00fcberlieferte Begriff der <strong>Familie<\/strong> als eine aus der Ehe entstehende <em>naturgegebene Gemeinschaft von Eltern und Kindern<\/em> wird mehr und mehr aufgel\u00f6st, indem alle m\u00f6glichen Formen von Erziehungsgemeinschaften (mit ein, zwei oder mehreren Erziehern unterschiedlichen oder gleichen Geschlechts bzw. verschiedener \u201egeschlechtlicher Identit\u00e4ten\u201c mit eigenen, adoptierten oder in Pflege genommenen Kindern) als <em>prinzipiell gleichwertige Modelle<\/em> des Zusammenlebens betrachtet werden. <strong>Die Kirche hat angesichts dessen mehr denn je die Aufgabe, die Un\u00fcberbietbarkeit von Ehe und Familie als gute Sch\u00f6pfungsordnungen neu zu betonen.<\/strong> Denn sie haben sich \u00fcber Jahrtausende als dem Wohl des Menschen dienliche und trotz aller Angefochtenheit bemerkenswert stabile Lebensformen bew\u00e4hrt. Es ist beklagenswert, dass sie heute h\u00e4ufig angefeindet, mindestens aber in ihrer Normativit\u00e4t und in ihrem Leitbildcharakter bestritten werden, obwohl beide nicht nur im deutschen Grundgesetz, sondern in vielen Verfassungen unter dem \u201ebesonderen Schutze der staatlichen Ordnung\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn43\" name=\"_ednref43\">[xliii]<\/a> stehen und obwohl sich bis heute kein anderes Modell des Zusammenlebens von Eltern und Kindern gezeigt hat, das im Hinblick auf Stabilit\u00e4t und Lebensentfaltung ebenb\u00fcrtig ist. Stattdessen muss festgestellt werden, dass heute sowohl die traditionelle Ehe als auch die traditionelle Familie in ihrer rechtlichen und sozialen Sonderstellung und damit in ihrer Existenz als gesellschaftlich besonders wichtige, weil fundamentale Gemeinschaften bedroht sind: Es gibt starke politische Bestrebungen, <em>gleichgeschlechtliche Partnerschaften<\/em> der Ehe mindestens rechtlich und sozial gleichzustellen oder sogar die Begriffe \u201eEhe\u201c und \u201eFamilie\u201c f\u00fcr solche Lebensformen zu erweitern. <strong>Die christlichen Kirchen k\u00f6nnen aufgrund ihrer Bekenntnisbindung eine solche rechtliche, soziale oder sogar begriffliche Gleichstellung von Ehe und homosexuellen Partnerschaften nicht akzeptieren!<\/strong> <strong>Denn die Sch\u00f6pfungsordnungen von Ehe und Familie sind nach dem Zeugnis der biblischen Offenbarung keine menschlichen Erfindungen, sondern <em>von Gott gegebene<\/em> (und damit Staat und Gesellschaft <em>vor<\/em>gegebene!) Stiftungen und Institutionen, die der Mensch nicht beliebig umdefinieren oder manipulieren darf.<\/strong><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn44\" name=\"_ednref44\">[xliv]<\/a> <strong>Was nach Gottes Willen verschieden ist, darf vom Menschen nicht als gleich angesehen oder behandelt werden!<\/strong> Abgesehen von der in den letzten 25 Jahren international erfolgten Beseitigung der Sonderstellung der Ehe durch die Einf\u00fchrung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften (seit 1989) bzw. sog. gleichgeschlechtlicher \u201eEhen\u201c (seit 2001) ist auch die rechtliche, soziale und finanzielle Situation der <strong>Familie<\/strong> im Vergleich zu der (nicht juristisch, aber) faktisch privilegierten Stellung kinderloser Partnerschaften schon seit Jahrzehnten (also l\u00e4ngst vor dem Aufkommen des Genderismus) beklagenswert, weil in Deutschland, aber auch in anderen L\u00e4ndern der erheblich gr\u00f6\u00dfere Finanzbedarf insbesondere von kinderreichen Familien weder steuerlich noch in Bezug auf die Altersversorgung angemessen ber\u00fccksichtigt wird. Leider haben die politischen Verantwortungstr\u00e4ger in Deutschland trotz mehrfacher Mahnungen des Bundesverfassungsgerichtes keine wesentliche Verbesserung der gesellschaftlichen und \u00f6konomischen Situation der Familie herbeigef\u00fchrt. Es ist kaum \u00fcbertrieben, wenn der fr\u00fchere K\u00f6lner Erzbischof Kardinal Meisner die Situation mit dem Wort zusammengefasst hat: \u201eKeine g\u00f6ttliche Stiftung ist in unserer Gesellschaft so unbeachtet, ja sogar so verachtet wie die Familie, angefangen von den h\u00f6chsten Repr\u00e4sentanten unseres Staates bis in die Gesetzgebung unsrer Gerichte.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn45\" name=\"_ednref45\">[xlv]<\/a> Wenn man bedenkt, dass Ehe und Familie das Fundament von Staat und Gesellschaft sind und sie eine grundlegende Rolle f\u00fcr eine menschenw\u00fcrdige Zukunft haben, kann diese Entwicklung nur beklagt werden. An dieser Stelle begegnen sich christliche Einsicht und au\u00dferchristliche menschliche Weisheit: Wenn Martin Luther feststellt, dass die \u201eFamilie \u2026 die Quelle des Segens und Unsegens der V\u00f6lker\u201c ist, und Konfuzius als ein Vertreter \u00f6stlicher Weisheit sagt: \u201eWenn die Familie in Ordnung ist, wird der Staat in Ordnung sein; wenn der Staat in Ordnung ist, wird die gro\u00dfe Gemeinschaft der Menschen in Frieden leben\u201c, dann zeigt sich im Zusammenklang von sonst religi\u00f6s so unterschiedlichen Personen, wie sehr unsere Gesellschaft weithin die Grundlagen preisgegeben hat, die f\u00fcr eine \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c unerl\u00e4sslich sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>28 <\/strong>\u00c4hnliches ist zu sagen von dem gegenw\u00e4rtigen Trend, <strong>Sexualit\u00e4t und Fortpflanzung<\/strong> prinzipiell zu trennen. Eine tief eingreifende Folge dieser schon seit den 1960er Jahren zu beobachtenden, durch die Gender-Ideologie verst\u00e4rkte Tendenz ist die <em>demographische Entwicklung in Deutschland und Europa<\/em>, die fast \u00fcberall zu einer in Friedenszeiten historisch nie da gewesenen Halbierung der Geburtenzahlen und zu einem erheblichen \u00dcbergewicht der Sterberaten gegen\u00fcber den Geburtenraten f\u00fchrte.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn46\" name=\"_ednref46\">[xlvi]<\/a> Diese schon heute in Bezug auf die Altersversorgung und die Erhaltung der sozialen, \u00f6konomischen und humanit\u00e4ren Standards h\u00f6chst bedenkliche Entwicklung hatte auch die anfangs kaum beachtete Folge, dass der prinzipielle Unterschied zwischen <em>Heterosexualit\u00e4t<\/em> und <em>Homosexualit\u00e4t <\/em>weithin ignoriert wurde: Die durch die Zweigeschlechtlichkeit vorgegebene <em>Heterosexualit\u00e4t<\/em> er\u00f6ffnet kraft des Sch\u00f6pferwillens Gottes neues Leben und menschliche Zukunft, w\u00e4hrend <em>Homosexualit\u00e4t<\/em> eine zur Fortpflanzung und Er\u00f6ffnung einer Zukunft des Menschen grunds\u00e4tzlich unf\u00e4hige Gestalt von Sexualit\u00e4t ist. Dass in der christlich-j\u00fcdischen Tradition <em>diese<\/em> offenkundige Tatsache f\u00fcr die Normativit\u00e4t der Heterosexualit\u00e4t ma\u00dfgeblich war und nicht die oft unterstellte Diskriminierung homosexuell empfindender Menschen, wurde und wird weithin \u00fcbersehen. Wer die Entstehung neuen menschlichen Lebens und die mit Kindern verbundene einzigartige Lebensqualit\u00e4t als f\u00fcr die Existenz, das Wohlergehen und die Zukunft einer Gesellschaft unerheblich ansieht, hat den \u201eMehrwert\u201c, die Besonderheit und Exklusivit\u00e4t der heterosexuellen Liebe nicht begriffen. Es hat wahrlich nichts mit \u201eHomophobie\u201c zu tun, die Tatsache zur Kenntnis zu nehmen, dass alle (auch die homosexuell empfindenden) Menschen ihr Leben der grundlegenden Tatsache verdanken, dass Gott die Sexualit\u00e4t von Mann und Frau mit dieser einzigartigen prokreativen Potenz ausgestattet hat, neues menschliches Leben durch einen Akt der Liebe hervorzubringen. Sollte diese Tatsache nicht alle, auch die zur Homosexualit\u00e4t neigenden Menschen, dazu bewegen, die Sexualit\u00e4t von Mann und Frau <em>besonders<\/em> wert zu sch\u00e4tzen? Dass die Sch\u00f6pfungsordnungen von Ehe und Familie nicht zuletzt aus diesem Grund Anspruch auf Wertsch\u00e4tzung und auf \u201eSchutz durch Gesellschaft und Staat\u201c haben, ist offensichtlich und wurde 1948 in der <em>Allgemeinen Erkl\u00e4rung der Menschenrechte<\/em> unumwunden anerkannt. <strong>F\u00fcr eine \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c wird jedenfalls die biblisch und sch\u00f6pfungstheologisch offenkundige <em>Hinordnung der menschlichen Sexualit\u00e4t auf die Weckung neuen Lebens<\/em> auch in Zukunft ein unverzichtbarer Grundpfeiler bleiben m\u00fcssen. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><strong>Teil III: Die Notwendigkeit einer Neubesinnung auf das biblische\u00a0\u00a0 Sch\u00f6pfungszeugnis vom Menschen als Voraussetzung einer \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c<\/strong><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wozu wir vor Gott und Menschen aufrufen:<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><strong>A. Das Fehlen einer \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c und die Folgen<\/strong><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>29 <\/strong>Unsere Analyse im II. Teil hat die gravierenden Folgen einer fehlenden \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c f\u00fcr Gesellschaft und Staat aufgezeigt, die von Papst Benedikt XVI. vor dem deutschen Bundestag im Jahr 2011 angemahnt wurde [s.o. Nr. 13\u201328]. Der erfreulich hohe Stellenwert, den die Bewahrung der au\u00dfermenschlichen Kreatur bei den meisten politischen, gesellschaftlichen und kirchlichen Gruppen genie\u00dft, steht in beklagenswertem Kontrast zu der alarmierenden massenhaften <em>Bedrohung des menschlichen Lebens vor und nach der Geburt<\/em>, die in den westlichen Demokratien nun schon seit Jahrzehnten nicht nur juristisch, sondern auch faktisch \u00fcblich geworden ist [s.o. Nr. 13\u201315]. Die schon vor 20 Jahren (1995) erfolgte leidenschaftliche Warnung von Papst Johannes Paul II. vor einer \u201eKultur der Todes\u201c in seiner Enzyklika Evangelium Vitae hat sich seither l\u00e4ngst nicht erledigt. Die Situation ist sogar in mancher Hinsicht schlimmer geworden: Der mit fast zwei Dritteln der Stimmen (405:239) erfolgte Beschluss des europ\u00e4ischen Parlamentes f\u00fcr ein sog. \u201eMenschenrecht auf Abtreibung\u201c (am 10. M\u00e4rz 2015) gab das elementarste aller Menschenrechte, das <strong>Grundrecht auf Leben<\/strong>, preis und propagierte damit ein Europa, das sich von Rechtsstaatlichkeit und Humanit\u00e4t \u2013 und damit seinen eigenen Prinzipien \u2013 v\u00f6llig verabschiedet hat!<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn47\" name=\"_ednref47\">[xlvii]<\/a> <strong>Als bekennende Christen unterschiedlicher Konfessionalit\u00e4t protestieren wir in aller Entschiedenheit gegen diesen Beschluss, der f\u00fcr die Zukunft Europas im w\u00f6rtlichen und \u00fcbertragenen Sinn t\u00f6dlich ist und deshalb unbedingt zur\u00fcckgenommen werden muss!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>30<\/strong> Unsere Analyse hat gleichfalls deutlich gemacht, da\u00df die <strong>nat\u00fcrlichen Grundlagen des Menschseins durch die Gender-Ideologie<\/strong> und ihre Konsequenzen zutiefst bedroht sind [s.o. Nr. 16\u201324]. Der mit der antiken H\u00e4resie der Gnosis in mancher Hinsicht vergleichbare Genderismus leugnet die f\u00fcr die j\u00fcdisch-christliche Anthropologie grundlegende <em>Zweigeschlechtlichkeit<\/em> des Menschen als Sch\u00f6pfungsvorgabe Gottes und damit die Gabe von Mannsein und Frausein, von V\u00e4terlichkeit und M\u00fctterlichkeit. Dadurch wird die Besonderheit der Sexualit\u00e4t von Mann und Frau als \u201eNormalgestalt\u201c der Sexualit\u00e4t fraglich und andere (schwule, lesbische, bisexuelle, transsexuelle etc.) Formen der Sexualit\u00e4t werden zu vermeintlich \u201egleichwertigen\u201c Alternativen. Besonders best\u00fcrzend ist der Versuch des Genderismus, durch eine sog. \u201eSexualp\u00e4dagogik der Vielfalt\u201c Kinder bereits im Vorschulalter zu sexuellen Handlungen unterschiedlicher Art zu stimulieren und eine Fr\u00fchsexualisierung zu f\u00f6rdern, die nat\u00fcrlich noch in keiner Weise beziehungsorientiert sein kann, sondern die (blo\u00df k\u00f6rperliche) Lustgewinnung in den Vordergrund stellt [s.o. Nr. 18.5]. Eine weitere in ihrer Tragweite kaum zu \u00fcbersch\u00e4tzende Folge des Genderismus ist die Tatsache, dass die von Gott als <strong>Sch\u00f6pfungsordnungen<\/strong> zum Wohle des Menschen gestifteten Institutionen der<strong> Ehe<\/strong> von Mann und Frau und der aus ihr entstehenden <strong>Familie<\/strong> ihren normativen Leitbildcharakter verlieren [s.o. Nr. 26\u201327]. Damit werden ausgerechnet jene fundamentalen Gemeinschaften relativiert, die f\u00fcr das Wohlergehen der Kinder, des Staates, der Gesellschaft und der ganzen Menschheit von wesentlicher und daher unverzichtbarer Bedeutung sind und deren Schutz und F\u00f6rderung zu Recht nicht nur im deutschen Grundgesetz, sondern auch in der UN-Verfassung<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn48\" name=\"_ednref48\">[xlviii]<\/a> und international in vielen Verfassungen betont wird. Durch die Infragestellung von Zweigeschlechtlichkeit, von M\u00e4nnlichkeit und Weiblichkeit, von V\u00e4terlichkeit und M\u00fctterlichkeit, die zugleich mit der Relativierung von Heterosexualit\u00e4t, von Ehe und Familie als Sch\u00f6pfungsordnungen Gottes zum Wohle des Menschen einhergeht, werden die kreat\u00fcrlichen Grundlagen des Menschseins und damit auch die Basis wahrer Humanit\u00e4t infrage gestellt. Die zerst\u00f6rerischen Folgen in Bezug auf Staat und Gesellschaft sind langfristig verheerend. Auch die mit der Gender-Ideologie einhergehende Relativierung der <strong>prokreativen Sexualit\u00e4t von Mann und Frau<\/strong> zugunsten anderer Formen sexueller Ausrichtung, denen die Potenz der Fruchtbarkeit \u2013 und damit der Zukunftsf\u00e4higkeit \u2013 fehlt, ist angesichts der ohnehin bereits drastischen demographischen Entwicklung \u00e4u\u00dferst bedenklich. Denn langfristig wird durch die schon seit Jahrzehnten andauernde Geburtenarmut der soziale und humanit\u00e4re Standard der Wohlstandsgesellschaft und die Stellung der alten, kranken, armen und sozial schwachen Menschen gef\u00e4hrdet. Angesichts der schon jetzt eingetretenen Verluste an humanit\u00e4rer Qualit\u00e4t (vgl. z.B. die kaum noch bezahlbare Gesundheitsversorgung und den drohenden Pflegenotstand) verfolgen wir diese Entwicklung als Christen und verantwortungsbewusste Staatsb\u00fcrger mit gro\u00dfer Sorge. Sie unterstreicht die Dringlichkeit einer \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c. <strong>Gleichzeitig m\u00fcssen wir als Christen entschieden Nein sagen zu den vielf\u00e4ltigen alternativen Lebensformen, mit denen sich der vermeintlich \u201eautonome\u201c Mensch <em>gegen ein Leben nach den vorgegebenen Sch\u00f6pfungsordnungen Gottes<\/em> auflehnt oder diese zu umgehen sucht.<\/strong><\/p>\n<p><b><strong>B. Die Neubesinnung auf die biblische Offenbarung als Voraussetzung einer \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c<\/strong><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>31 <\/strong>Angesichts der beschriebenen Entwicklung bed\u00fcrfen wir \u2013 Christen wie Nichtchristen \u2013 dringend einer <strong>Neubesinnung auf die biblische Offenbarung<\/strong> als verl\u00e4ssliches Fundament einer \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c. Auch nichtglaubende oder nach dem Glauben suchende Menschen m\u00f6chten wir dazu ermutigen, die biblische Offenbarung als Grundlage einer \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c ernst zu nehmen. Denn sie dient nicht nur dem Wohlergehen der Glaubenden, sondern ganz allgemein dem Wohl der Menschen. Eine biblisch begr\u00fcndete \u201c\u00d6kologie des Menschen\u201c (d.h. ein Leben nach den guten Ordnungen Gottes des Sch\u00f6pfers) ist eine f\u00fcr <em>alle <\/em>hilfreiche und insofern auch vern\u00fcnftige Wegweisung! F\u00fcr uns Christen ist ein solches Leben daher nicht in erster Linie \u201ePflicht\u201c oder gar Last, sondern vielmehr eine freundliche Einladung Gottes an uns Menschen, uns auf ein solches Leben konsequent und fr\u00f6hlich einzulassen, auch wenn es anspruchsvoll ist und Widerspruch erf\u00e4hrt. Dabei hilft uns die Gewissheit, dass wir in unserem Tun auf den barmherzigen, g\u00fctigen, allm\u00e4chtigen und stets hilfsbereiten Sch\u00f6pfer des Universums rechnen d\u00fcrfen, der Menschen, die wirklich seinen Willen tun wollen, gerne mit der dazu n\u00f6tigen Kraft und Weisheit ausstattet (Spr 2,7). Wir sind uns bewusst, dass eine blo\u00dfe \u201eNeubesinnung\u201c auf die biblische Offenbarung unzureichend w\u00e4re, wenn wir als Menschen nur auf unsere eigenen, menschlichen M\u00f6glichkeiten angewiesen w\u00e4ren. Wir sind Gott daher dankbar, dass wir als Christen auch mit den Kr\u00e4ften der von Christus vollbrachten Erl\u00f6sung rechnen d\u00fcrfen. Denn Gott stattet die Glaubenden durch den Heiligen Geist mit der ihm eigenen g\u00f6ttlichen Liebe (Agape) aus (R\u00f6m 5,5), die der Apostel Paulus auf un\u00fcbertreffliche, aber treffende Weise im \u201eHohelied der Liebe\u201c (1 Kor 13) charakterisiert hat: <em>\u201eDie Liebe ist langm\u00fctig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen sie bl\u00e4ht sich nicht auf, sie verh\u00e4lt sich nicht ungeh\u00f6rig, sie sucht nicht das Ihre, sie l\u00e4sst sich nicht erbittern, sie rechnet das B\u00f6se nicht zu, sie freut sich nicht \u00fcber die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit, sie ertr\u00e4gt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles\u201c <\/em>(V. 4\u20137). Diese Liebe zielt trotz der Bruchst\u00fcckhaftigkeit, Unvollkommenheit und Vorl\u00e4ufigkeit unseres Tuns darauf, alles kreat\u00fcrliche Leben nicht nur zu bewahren, sondern zur Entfaltung und zum Aufleuchten zu bringen. Die der menschlichen Wesensnatur entsprechende \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c beruht n\u00e4mlich nicht nur auf der Beachtung von mit dem Menschsein gegebenen \u201e\u00e4u\u00dferen\u201c Sch\u00f6pfungsordnungen, sondern zutiefst auf der von Gott geschenkten Liebe als einer die Personmitte (und damit das \u201eInnerste\u201c) des Menschen motivierenden und bewegenden Potenz. Denn nur diese vermag sowohl der innersten Struktur des Gesch\u00f6pflichen als auch dem Wesen des dreieinigen Gottes gerecht zu werden und die \u00dcbereinstimmung von g\u00f6ttlichem Urbild und menschlich-gesch\u00f6pflichem Abbild herzustellen. Diese Liebe ist es auch, die es uns Menschen erm\u00f6glicht, ein Leben nach den Sch\u00f6pfungsordnungen sogar unter den Bedingungen der menschlichen S\u00fcndhaftigkeit zu verwirklichen: Gerade da, wo das Leben nach Gottes Sch\u00f6pfungsordnungen aufgrund unserer S\u00fcnde zur harten Probe werden kann oder zur \u201eUnm\u00f6glichkeit\u201c zu werden droht, weil die entschlossene Orientierung an den anspruchsvollen Ma\u00dfst\u00e4ben Gottes (z.B. im Blick auf die Unaufl\u00f6slichkeit der Ehe) mit unserer menschlichen \u201eHerzens H\u00e4rte\u201c kollidiert (Mt 19,8), d\u00fcrfen wir mit Gottes Hilfe rechnen. Denn Gottes Liebe bew\u00e4hrt sich auch und gerade dann, \u201ewenn es weh tut\u201c (Mutter Teresa) oder wenn sie schmerzhafte Opfer fordern muss. Ein Leben nach dem Sch\u00f6pferwillen Gottes wird angesichts der menschlichen S\u00fcnde nie frei sein von Entsagung, Leiden und Opfer. Auch eine \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c kann die durch den S\u00fcndenfall gesch\u00e4digte Wirklichkeit nicht einfach aufheben, die Jesus in Mt. 6 mit dem Hinweis auf die t\u00e4gliche \u201ePlage\u201c des menschlichen Lebens andeutet (V. 34). Und doch gibt es bei aller Vorl\u00e4ufigkeit und Bruchst\u00fcckhaftigkeit unserer irdischen Existenz aufgrund der Erl\u00f6sung und \u201aAuferstehung Christi schon jetzt die Realit\u00e4t einer gnadenhaften \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c, eines von Gott er\u00f6ffneten und erm\u00f6glichten Lebens nach den in der Bibel bezeugten Sch\u00f6pfungsordnungen, zu dem wir als Christen unterschiedlicher Konfessionalit\u00e4t gemeinsam ermutigen und ermahnen wollen.<\/p>\n<p><b><strong>C. Die Wiedergewinnung einer \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c<\/strong><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>32 <\/strong>F\u00fcr eine glaubw\u00fcrdige Wiedergewinnung der notwendigen \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c bed\u00fcrfen wir Christen der <strong>Einheit im Glauben und Leben<\/strong>, <strong>in Wahrheit und Liebe<\/strong>. Die Gemeinsamkeit des Zeugnisses der r\u00f6misch-katholischen, orthodoxen, anglikanischen und reformatorischen \u00dcberzeugungen (die oft und in wachsendem Ma\u00dfe zu den Konzepten des heutigen Neuprotestantismus in Gegensatz stehen) ist in den Grundfragen der Sch\u00f6pfungsethik hinreichend gro\u00df, um die Gutheit und Sch\u00f6nheit der Sch\u00f6pfungsordnungen sichtbar zu machen und ihre Lebbarkeit auch vor der nichtglaubenden Welt zu bezeugen. Diese beruht freilich nicht auf den uns s\u00fcndigen Menschen noch verbliebenen sittlichen M\u00f6glichkeiten, sondern auf der Realit\u00e4t der Vergebung Gottes und der empfangenen Liebe des Vaters, der seinen Kindern \u2013 trotz allen Scheiterns und Versagens \u2013 ein Leben der Gnade erm\u00f6glicht (s.o. Nr. 31).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>33 <\/strong>Ein solches gemeinsames Zeugnis bedarf in der gegenw\u00e4rtigen Situation allerdings einer \u00dcberwindung jener schwerwiegenden Spaltungen und Spannungen, die v.a. innerhalb eines Teils der protestantischen Kirchen in der Frage alternativer Lebensformen zu Ehe und Familie oder sch\u00f6pfungswidriger Ideologien (wie dem Genderismus) entstanden sind. Wo diese Spaltungen im Moment nicht \u00fcberwindbar sind, d\u00fcrfen die bekennenden Christen in den einzelnen Kirchen nicht z\u00f6gern, mit Christen anderer Kirchen zu einem <strong>gemeinsamen \u00f6ffentlichen Bekenntnis der apostolischen Wahrheit<\/strong> zu finden und das Einssein in der Lehre der \u201e<em>einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche<\/em>\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_edn49\" name=\"_ednref49\">[xlix]<\/a> \u00f6ffentlich zu bekunden. Dies ist umso wichtiger, weil die von uns genannten sch\u00f6pfungswidrigen Ideologien h\u00e4ufig mit einem massiven politischen Druck arbeiten, der jede demokratische Transparenz, Fairness oder Toleranz vermissen l\u00e4sst (s.o. Nr. 18.4\u20136; Nr.20). Diesen Ideologien muss nicht nur um der <em>Wahrheit<\/em> willen entschieden widersprochen werden, sondern auch um der durch sie bedrohten <em>Freiheit<\/em> willen. Vor allem aber muss ihnen auch <em>um Gottes willen<\/em> entgegengetreten werden, weil die unermessliche Weisheit, Herrlichkeit und Sch\u00f6nheit der Sch\u00f6pfung Gottes durch sie verdunkelt wird, die zu loben und zu preisen unsere lebenslange und ewige Aufgabe ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>34 <\/strong>Wir m\u00f6chten diese Erkl\u00e4rung daher schlie\u00dfen mit <strong>Psalm 8<\/strong>, jener gro\u00dfartigen, drei Jahrtausende alten hymnischen Offenbarung der Herrlichkeit Gottes am Menschen als \u201eKrone der Sch\u00f6pfung\u201c, die man geradezu als Magna Charta einer biblischen \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c bezeichnen kann:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen,<\/em><br \/>\n<em>der du zeigst deine Hoheit am Himmel!<\/em><br \/>\n<em>Aus dem Munde der jungen Kinder und S\u00e4uglinge hast du eine Macht zugerichtet<br \/>\num deiner Feinde willen, dass du vertilgest den Feind und den Rachgierigen.<\/em><br \/>\n<em>Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk,<\/em><br \/>\n<em>den Mond und die Sterne, die du bereitet hast:<br \/>\n<\/em> <em>was ist der Mensch, da\u00df du seiner gedenkst,<\/em><br \/>\n<em>und des Menschen Kind, da\u00df du dich seiner annimmst?<\/em><br \/>\n<em>Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott,<\/em><br \/>\n<em>mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekr\u00f6nt.<\/em><br \/>\n<em>Du hast ihn zum Herrn gemacht \u00fcber deiner H\u00e4nde Werk,<br \/>\n<\/em> <em>alles hast du unter seine F\u00fc\u00dfe getan:<br \/>\nSchafe und Rinder allzumal,<\/em><br \/>\n<em>dazu auch die wilden Tiere,<\/em><br \/>\n<em>die V\u00f6gel unter dem Himmel und die Fische im Meer<\/em><br \/>\n<em>und alles, was die Meere durchzieht.<br \/>\n<\/em> <em>Herr, unser Herrscher,<\/em> <em>wie herrlich ist dein Name in allen Landen!<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Ehre sei dem Vater und dem Sohn<br \/>\nund dem Heiligen Geist,<br \/>\nwie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit<br \/>\nund in Ewigkeit.<br \/>\nAMEN.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Salzburg, am 14. Sonntag nach Trinitatis, den 6. September 2015 <strong>Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften<\/strong> Pastor<strong> Ulrich R\u00fc\u00df <\/strong>(Pr\u00e4sident) <strong>Andreas Sp\u00e4th<\/strong> (Vizepr\u00e4sident) Prof. Dr.<strong> Peter Beyerhaus <\/strong>DD (Ehrenpr\u00e4sident) Dozent Pfr. Dr. <strong>Werner Neuer<\/strong> (Vorsitzender der Theologischen Kommission)<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anmerkungen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref1\" name=\"_edn1\">[i]<\/a> Papst Franziskus: Die Enzyklika Laudato si. \u00dcber die Sorge f\u00fcr das gemeinsame Haus, Freiburg\/Basel\/Wien 2015.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref2\" name=\"_edn2\">[ii]<\/a> Ansprache von Papst Benedikt XVI. im Deutschen Bundestag S. 36f., zit. nach: Apostolische Reise Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. nach Berlin, Erfurt und Freiburg 22.\u201325. September 2011, Bonn 2011, 30\u201338. Vgl. zur \u201eSprache der Natur\u201c R\u00f6m 1,26f.; 2,14f.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref3\" name=\"_edn3\">[iii]<\/a> Ebd. 37 (Hervorhebung IKBG).<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref4\" name=\"_edn4\">[iv]<\/a> In diesem Sinne ist der f\u00fcr viele ungewohnte, aber treffende Begriff \u201e\u00d6kologie des Menschen\u201c in dieser Erkl\u00e4rung zu verstehen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref5\" name=\"_edn5\">[v]<\/a> C.S. Lewis, Die Abschaffung des Menschen, Einsiedeln <sup>4<\/sup>1993.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref6\" name=\"_edn6\">[vi]<\/a> Enzyklika Laudato si (Nr. 76)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref7\" name=\"_edn7\">[vii]<\/a> Ebd (Nr. 77)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref8\" name=\"_edn8\">[viii]<\/a> Kleiner Katechismus, Auslegung des 1. Glaubensartikels (zit. nach: Unser Glaube. Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. Ausgabe f\u00fcr die Gemeinde, <sup>6<\/sup>2013, 470)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref9\" name=\"_edn9\">[ix]<\/a> Vgl. die Zusammenfassung zahlreicher internationaler Studien zu Ehe und Familie; die die biblische Sicht in vieler Hinsicht best\u00e4tigen bei T. Schirrmacher: Der Segen von Ehe und Familie. Interessante Erkenntnisse aus Forschung und Statistik , idea-Dokumentation, Wetzlar 2006.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref10\" name=\"_edn10\">[x]<\/a> Vgl. z.B. die klare und pr\u00e4gnante Naturrechtsdefinition der Ehe beim r\u00f6mischen Juristen Modestinus (Anfang 3. Jh.): \u201eEhe ist die Verbindung von Mann und Frau und eine Vereinigung f\u00fcr das ganze Leben, eine Gemeinschaft g\u00f6ttlichen und menschlichen Rechts\u201c (zit. nach W. Waldstein: Ins Herz geschrieben. Das Naturrecht als Fundament einer menschlichen Gesellschaft, Augsburg 2010, 106.). Waldstein zeigt, wie sehr das Verst\u00e4ndnis von Ehe und Familie im Naturrecht mit dem biblischen bzw. christlichen Verst\u00e4ndnis in \u00dcbereinstimmung steht (ebd 105\u2013121). Dies ist eine eindrucksvolle Best\u00e4tigung der Aussage des Apostels Paulus, dass sich der universelle Sch\u00f6pferwille Gottes auch der V\u00f6lkerwelt bezeugt (R\u00f6m 2,14f)).<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref11\" name=\"_edn11\">[xi]<\/a> Zu den Zahlen vgl. H. Steeb: ist die Kultur des Todes unaufhaltsam? Zwischenruf, in: Lebendige Gemeinde [hg. von der Ludwig-Hofacker-Vereinigung] (4\/2006) 15.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref12\" name=\"_edn12\">[xii]<\/a> Leider gilt dies auch f\u00fcr die ovulationshemmende sog. Antibabypille, deren Wirkweise z.T. auf der Verhinderung der Einnistung des befruchteten Eis beruht: Vgl. dazu Ehmann, Die lebenszerst\u00f6rende Wirkung der Antibabypille, 40\u201349, in: idea-DOKUMENTATION 2010\/2 Verf\u00fcgungsmasse Mensch 39\u201360.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref13\" name=\"_edn13\">[xiii]<\/a> Vgl. zur ethischen Problematik der Reagenzglasbefruchtung R. Graf, Ethik in der medizinischen Forschung rund um den Beginn des menschlichen Lebens, Darmstadt 1999 und die Instruktion der Glaubenskongregation <em>DIGNITAS PERSONAE.<\/em>\u00dcber einige Fragen der Bioethik, Rom 2008, Nr. 14\u201322. <a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref14\" name=\"_edn14\">[xiv]<\/a> Vgl. seine Enzyklika Evangelium vitae.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref15\" name=\"_edn15\">[xv]<\/a> Man rechnet im Genderismus mit \u201etausenden unterschiedlichen Geschlechtervarianten bei uns Menschen\u201c (so die Pastorin Annette Behnken im ARD-\u201eWort zum Sonntag\u201c vom 27.6.2015)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref16\" name=\"_edn16\">[xvi]<\/a> Dt. \u00dcbers. Das Unbehagen der Geschlechter, Frankfurt a.M. 1991.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref17\" name=\"_edn17\">[xvii]<\/a> Vgl. die Kurzinformation der Soziologin G. Kuby: Gender. Eine neue Ideologie zerst\u00f6rt die Familie, Kisslegg 2014 und deren umfangreiche Studie: Die globale sexuelle Revolution. Zerst\u00f6rung der Freiheit im Namen der Freiheit. Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Robert Spaemann, Kissleg 2012. Eine bestens recherchierte und analysierte Kurz-Information \u00fcber den Genderismus bietet auch die 40seitige Brosch\u00fcre der Arbeitsgruppe \u201eJugend und Familie\u201c [Hg.]: Die Gender-Ideologie: Pseudowissenschaft mit verh\u00e4ngnisvollen Folgen f\u00fcr die Gesellschaft!, Z\u00fcrich 2014.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref18\" name=\"_edn18\">[xviii]<\/a> Vgl. zum unwissenschaftlichen Charakter des Genderismus vgl. \u201eJugend und Familie\u201c, aaO 9\u201320 und den Biowissenschaftler H.P. Klein, der in der Integration der Genderideologie in \u201eUnterrichts- und Ausbildungskonzepte \u2026 einen v\u00f6llig inakzeptablen Eingriff in die Freiheit von Forschung und Lehre\u201c sieht (Heldenhafte Spermien und wachgek\u00fcsste Eizellen [FAZ 21.5.2015]).<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref19\" name=\"_edn19\">[xix]<\/a> Vgl. zur Manipulation der Sprache Kuby (2012) 174\u2013192 (s.o. Anm.17).<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref20\" name=\"_edn20\">[xx]<\/a> Vgl. dazu Zukunft \u2013 Verantwortung \u2013 Lernen e.V.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref21\" name=\"_edn21\">[xxi]<\/a> Der Begriff englische Begriff <em>gender<\/em> wurde auf der UN-Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking anstelle des bisherigen biologischen Begriffs <em>sex<\/em> durchgesetzt, um die \u201enormative Zwangsheterosexualit\u00e4t\u201c zu \u00fcberwinden und den Genderismus durchzusetzen (vgl. Kuby [2012] 100f). Seit 2011 ist durch die UN-Resolution 17\/19 (17.6.2011) der Genderismus auf UN-Ebene legitimiert und die daraus resultierende politische Programmatik des Gender-Mainstreaming auf der multilateralen Tagesordnung der UN (vgl. dazu \u201eJugend und Familie\u201c 22\u201326). Vgl. auch den Beschlu\u00df des <em>Economic and Social Council der UN<\/em> (v. 24.7. 2013): \u201cDie Gender Perspektive soll in alle Politiken und Programme durch einen systemweiten Handlungsplan gemainstreamt werden.\u201d Zit. nach Kuby (2014) 19.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref22\" name=\"_edn22\">[xxii]<\/a> In der EU ist sp\u00e4testens seit dem mit Mehrheit beschlossenen \u201eEU-Fahrplan zur Bek\u00e4mpfung von Homophobie und Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentit\u00e4t\u201c (dem sog. Lunacek-Bericht) Leitlinie der Politik (vgl. \u201eJugend und Familie\u201c 26\u201328 und Kuby [2014] 20\u201323).<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref23\" name=\"_edn23\">[xxiii]<\/a> Die Bundesregierung hat bereits 1999 Gender Mainstreaming zum \u201eLeitprinzip und zur Querschnittsaufgabe\u201c der deutschen Politik gemacht (Kuby [2014]) 22.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref24\" name=\"_edn24\">[xxiv]<\/a> Vgl. den Wikipedia -Art. \u201eEhe\u201c mit den neuesten Zahlen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref25\" name=\"_edn25\">[xxv]<\/a> Vgl. z.B. die Studien von Manfred Spreng (s.u. Anm. 39).<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref26\" name=\"_edn26\">[xxvi]<\/a> Vgl. die Studien der Philosophen Harald Seubert (s.u. Anm. 39) und Hanna-Barbara Gerl-Falkowitz (v.a. Frau \u2013 M\u00e4nnin \u2013 Menschin: Zwischen Feminismus und Gender, Kevelaer 2009). <a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref27\" name=\"_edn27\">[xxvii]<\/a> Insofern in der Familie die Liebe die blo\u00df duale Konkretion zwischen den Ehepartnern \u00fcberschreitet, indem sie die Kinder als Frucht und zugleich dritten Adressaten der Liebe einbezieht, kann man in ihr theologisch in gewisser Weise ein Gleichnis der Dreieinigkeit sehen, solange man das radikal Unvergleichliche dieser Analogie stets im Auge beh\u00e4lt (das Unvergleichliche der Gott eigenen Liebe gegen\u00fcber allen menschlichen Verwirklichungen von Liebe und die personale Dreiheit in der Trinit\u00e4t angesichts der nicht auf die Dreiheit der Personen beschr\u00e4nkten personalen Vielfalt der Familie).<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref28\" name=\"_edn28\">[xxviii]<\/a> Ansprache v. 21.12.2015.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref29\" name=\"_edn29\">[xxix]<\/a> Dieses Faktum \u2013 neben vielen anderen \u2013 zeigt die Unvern\u00fcnftigkeit, ja Absurdit\u00e4t der Genderideologie! Vgl. dazu das Interview mit Mathias von Gersdorff \u201eGender \u2013 eine absurde Ideologie\u201c, in: Kirche heute (2015\/8-9) 6\u20138.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref30\" name=\"_edn30\">[xxx]<\/a> Vgl. die zahlreiche Forschungen zusammenfassende Darstellung der geistig-seelischen Unterschiede von D. Bischof-K\u00f6hler: Von Natur aus anders. Die Psychologie der Geschlechtsunterschiede, Stuttgart 2002.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref31\" name=\"_edn31\">[xxxi]<\/a> Vgl. z.B. seine Generalaudienz am 15.4.2015, wo er die im Genderismus zu beobachtende \u201eAusl\u00f6schung der sexuellen Differenz\u201c beklagt [vgl. Die Presse.com v. 15.4.2015]. Vgl. auch seine scharfe \u00c4u\u00dferung, dass die Genderideologie \u201ed\u00e4monisch sei\u201c [kath.net 11.3.2014].<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref32\" name=\"_edn32\">[xxxii]<\/a> Benedikt XVI. sprach am 21. Dezember 2012 von der \u201etiefen Unwahrheit dieser Theorie [des Genderismus] und der in ihr liegenden anthropologischen Revolution\u201c.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref33\" name=\"_edn33\">[xxxiii]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.stjosef.at\/dokumente\/Hirtenbrief%20SK_2013_12_01_A4.pdf\">Hirtenbrief der slowakischen Bischofskonferenz zum ersten Adventssonntag 2013<\/a>, www.stjosef.at\/dokumente\/Hirtenbrief%20SK_2013_12_01_A4.pdf<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref34\" name=\"_edn34\">[xxxiv]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.kath.net\/news\/44419\">Polnische Bischofskonferenz: Hirtenbrief gegen die Gender-Ideologie<\/a>, 9. Januar 2014, <a href=\"http:\/\/www.kath.net\/news\">www.kath.net\/news<\/a> 44419.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref35\" name=\"_edn35\">[xxxv]<\/a> Medrum. Christliches Informationsforum, 7.1.2014.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref36\" name=\"_edn36\">[xxxvi]<\/a> Herder Korrespondenz 69 (3\/2015): \u201eDer Begriff \u201aGender\u2018 als Anathema\u201c (Rebeka Anic). <a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref37\" name=\"_edn37\">[xxxvii]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.kathpedia.com\/index.php?title=Vitus_Huonder\">Vitus Huonder<\/a>: <a href=\"http:\/\/www.kath.net\/news\/44051\">Hirtenwort zum Genderismus<\/a>, 17. Dezember 2013, <a href=\"http:\/\/www.kath.net\/news\">www.kath.net\/news<\/a> 44051.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref38\" name=\"_edn38\">[xxxviii]<\/a> Widersteht der Gender-Ideologie! Gemeinsamer Aufruf von Christen aus den drei Hauptkonfessionen, 10.12.2014, <a href=\"http:\/\/www.bekenntnisbruderschaft.de\/dokumentationen.html\">http:\/\/www.bekenntnisbruderschaft.de\/dokumentationen.html<\/a>. Als PDF-Datei downloadbar.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref39\" name=\"_edn39\">[xxxix]<\/a> Vgl. au\u00dfer den bereits genannten Publikationen von G. Kuby (2012+2014) und \u201eJugend und Familie\u201c [s.o. Anm. 17] M. v. Gersdorff: Gender \u2013 Was steckt dahinter?, Illertissen 2015; D. Klenk: Gender Mainstreaming: Das Ende von Mann und Frau? Gie\u00dfen 2009; I.M. Th\u00fcrkauf: Gender Mainstreaming. Multikultur und die Neue Weltordnung, Flaach 2013. \u2013 Kirche in Not: Gender-Ideologie \u2013 Ein Leitfaden. M\u00fcnchen 2013; C. Raedel: <em>Gender Mainstreaming. Aufl\u00f6sung der Geschlechter? Reihe kurz &amp; b\u00fcndig, Holzgerlingen 2014; <\/em><em>ders., Gender-Dekonstruktivismus und Gender-Mainstreaming als Herausforderungen an Theologie und Kirche, in: C. Herrmann (Hg.): Leben zur Ehre Gottes. Themenbuch zur Christlichen Ethik, Bd. 2: Konkretionen, Witten 2010, 85\u2013114; <\/em><em>A. Sp\u00e4th<\/em> (Hg.): <em>Vergewaltigung der menschlichen Identit\u00e4t. \u00dcber die Irrt\u00fcmer der Gender- Ideologie, Ansbach 2012 (mit Beitr\u00e4gen v. H. Seubert u. <\/em>M. Spreng)<em>; <\/em> M. Spreng: Es trifft Frauen und Kinder zuerst. Wie der Genderismus krank machen kann!, Ansbach 2015.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref40\" name=\"_edn40\">[xl]<\/a> Vgl. I. Karle: \u201eDa ist nicht mehr Mann noch Frau \u2026\u201c. Theologie jenseits der Geschlechterdifferenz, G\u00fctersloh 2006.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref41\" name=\"_edn41\">[xli]<\/a> Vgl. zur Er\u00f6ffnung des EKD-Studienzentrums f\u00fcr Genderfragen in Hannover am 7.4.2014 das Pressestatement von Pr\u00e4ses Nikolaus Schneider, nach dem das Zentrum \u201eden Genderansatz zugrunde legen\u201c wird, um \u201eGenderperspektiven m\u00f6glichst systematisch in die Entscheidungsabl\u00e4ufe und das kirchliche Handeln zu integrieren.\u201c Zit. nach http:\/\/www.ekd.de\/chancengerechtigkeit\/vortraege\/20140407_pressestatement_st<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref42\" name=\"_edn42\">[xlii]<\/a> Vgl. dazu M. Spreng (2015)[s.o. Anm.39] 7\u201313.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref43\" name=\"_edn43\">[xliii]<\/a> So die Formulierung im deutschen Grundgesetz Art. 6 Absatz 1. Es kann, wie der Zivilrechtler und Rechtstheoretiker Bernd R\u00fcthers gezeigt hat (FAZ 168 [23.7.2015] 5) kein Zweifel bestehen, dass das Grundgesetz schon aufgrund seiner Entstehungsgeschichte unter Ehe eine \u201eauf Dauer angelegte Lebensgemeinschaft <em>eines Mannes mit einer Frau<\/em>\u201c versteht und eine m\u00f6gliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften in keiner Weise im Blick hat.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref44\" name=\"_edn44\">[xliv]<\/a> F\u00fcr Luther geh\u00f6rte \u201eder Lobpreis des Ehestandes als einer Gott wohlgef\u00e4lligen Sch\u00f6pfung und Ordnung\u201c sogar zu den Kennzeichen der Kirche (<em>notae ecclesiae<\/em>), durch die sie sich als wahre Kirche Christi erweist! Vgl. dazu CL 4,333f.)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref45\" name=\"_edn45\">[xlv]<\/a> Zit. nach PUR-Magazin (2014\/2) S. 5. Vgl. dazu die Analyse des ehemaligen Ministerpr\u00e4sidenten von Sachsen-Anhalt Prof. Werner M\u00fcnch: Wie Politik und Rechtsprechung den besonderen Schutz von Ehe und Familie aufgek\u00fcndigt haben. In: Institut f\u00fcr Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V. (IDAF)), Aufsatz des Monats 7\/2015.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref46\" name=\"_edn46\">[xlvi]<\/a> Vgl. fast prophetische Prognose des franz\u00f6sischen Historikers P .Chaunu, der die Entwicklung bereits 1980 klarer vorausgesehen hat als die meisten Politiker, in: Die verh\u00fctete Zukunft, 1980.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref47\" name=\"_edn47\">[xlvii]<\/a> Vgl. pro. Christliches Medienmagazin, 10.3.2015.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref48\" name=\"_edn48\">[xlviii]<\/a> Vgl. die Allgemeine Erkl\u00e4rung der Menschenrechte (1948) Art. 16, Abschnitt 3. Vgl. auch den Internationalen Pakt \u00fcber b\u00fcrgerliche und politische Rechte der UN (1966) Art. 23.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/post-new.php#_ednref49\" name=\"_edn49\">[xlix]<\/a> Die hier genannten vier Wesenseigenschaften der Kirche Jesu Christi finden sich im Glaubensbekenntnis von Niz\u00e4a-Konstantinopel (dem sog. Niz\u00e4num), das zu den gemeinsamen Bekenntnissen der katholischen und der orthodoxen Kirchen, der lutherischen und der anglikanischen Kirchen geh\u00f6rt. Der Begriff <em>\u201ekatholisch\u201c<\/em> ist in diesem Bekenntnis noch <em>vor<\/em>konfessionell (da es noch keine Kirchenspaltung gab). Er ist daher nicht auf die r\u00f6misch-katholische Kirche beschr\u00e4nkt, sondern bezieht sich auf die <em>ganze<\/em> (jede spezielle Konfession \u00fcbergreifende) Kirche.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die heutige Bedrohung der menschlichen Gesch\u00f6pflichkeit und ihre \u00dcberwindung. Leben nach dem Sch\u00f6pferwillen Gottes. Eine theologische Wegweisung der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG\/ICN) Die vorliegende Erkl\u00e4rung wurde am 6. September 2015 auf dem VI. \u00d6kumenischen Bekenntnis-Kongress der IKBG ohne Gegenstimme in Salzburg angenommen. Sie beruht auf einem Entwurf von Dozent Pfr. 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