{"id":12374,"date":"2015-06-24T15:51:26","date_gmt":"2015-06-24T13:51:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12374"},"modified":"2015-06-24T21:42:09","modified_gmt":"2015-06-24T19:42:09","slug":"die-freude-gottes-predigt-ueber-das-gleichnis-vom-verlorenen-sohn-luk-1511-32","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12374","title":{"rendered":"Die Freude Gottes (Predigt \u00fcber das Gleichnis vom verlorenen Sohn; Luk 15,11-32)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir dem Gleichnis vom verlorenen Sohn auf die Spur kommen wollen, m\u00fcssen wir den Zusammenhang beachten. Vor diesem Gleichnis stehen zwei ganz \u00e4hnliche, vom verirrten Schaf und vom verlorenen Silbergroschen. In allen drei Gleichnissen geht etwas verloren, ein Schaf verirrt sich, eine Frau verliert ein Geldst\u00fcck , ein Mensch verirrt sich in seiner falschen Lebensplanung, und jedes Mal bricht beim Finder eine gro\u00dfe Freude aus, wenn das Verlorene wieder da ist. Und jedes Mal werden unter gro\u00dfem Aufwand andere aufgefordert sich mitzufreuen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In keinem dieser drei Gleichnisse wird Gott direkt genannt, und doch ist es ganz klar, dass es letztlich um ihn geht und um seine Freude als Finder. Er freut sich von Herzen \u00fcber jeden Verirrten, der den Weg zu ihm findet. Und er freut sich noch mehr, wenn sich m\u00f6glichst viele mitfreuen. Wir lernen hier Gott von einer ganz neuen Seite kennen. Er kann sich unb\u00e4ndig freuen. \u201eUnd sie fingen an, fr\u00f6hlich zu sein\u201c (V. 24). \u00dcber diese Freude Gottes wollen wir ein wenig nachdenken.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><b><strong>Wor\u00fcber freut sich Gott?<\/strong><\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dreimal ist in der Bibel ausdr\u00fccklich von der Freude Gottes die Rede. Wor\u00fcber freut er sich eigentlich? Drei Antworten werden uns gegeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die erste haben wir hier im 15. Kapitel des Lukasevangeliums. Gott freut sich, wenn ein Mensch zu ihm umkehrt. \u201eUmkehren\u201c hei\u00dft im griechischen Neuen Testament \u201eneu denken\u201c. Das wird schon am Wortlaut des Gleichnisses ganz klar. \u201eDa ging er in sich und sprach: Wie viele Tagel\u00f6hner hat mein Vater, die Brot in F\u00fclle haben, und ich verderbe hier im Hunger. Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen\u201c. So hatte er bisher nicht gedacht. Das ist ein Neudenken, ein Umdenken. Wenn ein Mensch in seinem Elend nicht mehr um sich schl\u00e4gt, sondern in sich, und Gott um Hilfe bittet, dann denkt er neu, dann kehrt er um zu Gott. Und dar\u00fcber freut sich Gott unendlich. \u201eSo wird auch Freude sein im Himmel \u00fcber einen S\u00fcnder, der umkehrt\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wor\u00fcber freut sich Gott? Die zweite Antwort finde ich in den Abschiedsreden Jesu im Johannesevangelium. Dort spricht Jesus davon, wie sehr er sich dar\u00fcber freut, wenn seine Nachfolger immer mehr in die wahre, g\u00f6ttliche Freude hineinwachsen, die er selber hat. \u201eDas sage ich euch, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude vollkommen werde\u201c (Joh 15,11). Erstaunlich. Kurz vor seinem Tod spricht der Sohn Gottes von seiner Freude, und er w\u00fcnscht sich, dass alle, die ihm vertrauen und glauben, diese g\u00f6ttliche Freude f\u00fcr Zeit und Ewigkeit empfangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine dritte Antwort gibt der Sch\u00f6pfungspsalm 104. Nachdem dieser Psalm die Sch\u00f6pfungswerke Gottes bestaunt und gepriesen hat, hei\u00dft es \u201eDie Herrlichkeit des Herrn bleibe ewiglich, der Herr freue sich seiner Werke!\u201c Wie hat Gott eigentlich den siebenten Sch\u00f6pfungstag verbracht? Er hat gefeiert und sich \u00fcber seine gelungenen Sch\u00f6pfertaten gefreut. \u201eSiehe, es war sehr gut\u201c. Auch das ist eine Freude Gottes. Und auch diese Freude k\u00f6nnen wir erleben. Ps 111,2 hei\u00dft es \u201eGro\u00df sind die Werke des Herrn, wer sie erforscht, der hat Freude daran\u201c.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><b><strong>Die Lebenswende des Sohnes<\/strong><\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst geht es in unserem Gleichnis ganz sachlich zu. Der Vater teilt seinen beiden S\u00f6hnen ihr Erbe zu. Der \u00c4ltere bekommt zwei Drittel, der J\u00fcngere ein Drittel. Das war damals die Sitte. Kurze Zeit sp\u00e4ter zieht der j\u00fcngere Sohn ins Ausland. Das war der \u00fcbliche Gang der Dinge. Etwa im Alter von 60 Jahren teilte z. Zt. des Neuen Testaments der Hofeigent\u00fcmer seinen Kindern ihr Erbe zu. Im Allgemeinen konnte eine Hofstelle nicht alle Kinder ern\u00e4hren, und so zogen einige in der Regel fort. Von Freude ist hier noch nicht die Rede, sie w\u00e4re h\u00f6chstens bei dem Sohn zu vermuten, der sich sein Erbteil auszahlen lie\u00df. Wer ein Erbe antreten kann, freut sich im Allgemeinen, zumindest solange, bis er von der H\u00f6he der Erbschaftssteuer erf\u00e4hrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann wird die Geschichte pl\u00f6tzlich dramatisch. Der Sohn im Ausland baut sich keine eigene Existenz auf, sondern \u00fcbt sich im Geldausgeben. Eines Tages ist alles aufgebraucht. Zum selbstverschuldeten Ungl\u00fcck kommt noch ein weiteres: eine Inflation macht die Leute arm. Der Mann lernt, wohl zum ersten Mal in seinem Leben, echten Hunger kennen. Es bleibt ihm nichts anderes \u00fcbrig, als einen Billigjob anzunehmen, er wird Schweinehirt, f\u00fcr einen Juden alles andere als erstrebenswert. Vor lauter Hunger will er Schweinefutter haben, aber niemand gibt es ihm. Es ergeht ihm schlechter als den Schweinen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt wird es ergreifend. Der Mann wird ehrlich vor sich selber und gesteht sich ein, dass seine bisherige Lebensplanung und Lebensf\u00fchrung falsch war. Er beschlie\u00dft, wieder nach Hause zu gehen und auf dem v\u00e4terlichen Hof zu arbeiten. Er will seinem Vater sagen, dass er sein Leben falsch gelebt hat, dass er in Schuld gefallen ist vor Gott und vor ihm, und dass er sich nicht mehr seinen Sohn nennen will, sondern k\u00fcnftig als Tagel\u00f6hner arbeiten m\u00f6chte.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><b><strong>Die Freude des Vaters<\/strong><\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Offensichtlich war der Vater gut informiert \u00fcber das Ergehen seines Sohnes. Jedenfalls sieht er ihn schon von weitem kommen. Seine gro\u00dfe Freude dr\u00fcckt er in siebenfach aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1.) Er hat Mitleid. Keine Vorwurfsgedanken, keine innere Genugtuung dar\u00fcber, dass der Sohn seine Lebenspleite endlich eingesehen hat. 2.) Der Vater l\u00e4uft seinem Sohn entgegen. Das macht man nur, wenn man sich unb\u00e4ndig freut. Man kann erahnen, wie oft der Vater an den Sohn gedacht hat. 3.) Er f\u00e4llt seinem Sohn um den Hals und k\u00fcsst ihn. Pers\u00f6nlicher kann man seine Freude nicht \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun bekennt der Sohn, dass er vor Gott und vor seinem Vater falsch gehandelt hat und verzichtet auf seine Sohnesrechte. Der Vater h\u00f6rt das, aber N\u00e4heres will er \u00fcberhaupt nicht h\u00f6ren. Kein Vorwurf, keine Bitte um Erl\u00e4uterungen, \u00fcberhaupt keine verbale Antwort. Stattdessen l\u00e4sst er drei Geschenke kommen, durch die er die Sohnesrechte erneuert, Nr. 4 bis 6 seiner Freudenerweise.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4.) Die standesgem\u00e4\u00dfe Kleidung, 5.) den Siegelring, mit dem der Sohn volle Rechtsgesch\u00e4fte im Namen des Vaters t\u00e4tigen kann, 6.) die Schuhe, die ihn als freien Mann kennzeichnen im Unterscheid zu den Sklaven, die barfu\u00df gehen mussten. 7.) Und schlie\u00dflich: Ein Festessen wird arrangiert als st\u00e4rkster Ausdruck der Vaterfreude. Wieder zeigt sich der Vater gut informiert \u00fcber das bisherige Leben des Sohns. Er stellt fest, dass er tot und verloren war, d.h. verirrt in der eigenen falschen Lebensplanung, ohne Sohnesvorrechte. Nun aber erkl\u00e4rt er ihn f\u00fcr lebendig und f\u00fcr gefunden, d.h. sein Leben ist wieder lebenswert geworden, die Sohnesrechte hat er wied<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Freude Gottes \u00fcber die Umkehr eines Menschen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gleichnisse der Bibel wollen gedeutet, verstanden und im eigenen Leben angewendet werden, sonst bleiben sie blo\u00dfe Lebensweisheiten, wie man sie in jedem Abrei\u00dfkalender findet. Wir k\u00f6nnen hier nicht alle Z\u00fcge unseres Gleichnisses deuten. Aber die siebenfache Freude des Vaters, die sollten wir verstehen. Denn sie \u00f6ffnet uns einen weithin unbekannten Blick auf die Freude unseres himmlischen Vaters. Sehen wir uns die sieben Reaktionen des Vaters auf die Heimkehr seines Sohnes noch einmal n\u00e4her an, als Blick\u00f6ffner f\u00fcr Gott und sein Wesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1.) \u201eEs jammerte ihn\u201c. Wie schnell messen wir unseren himmlischen Vater an den Erfahrungen, die wir mit unseren irdischen V\u00e4tern gemacht haben. Ich kannte einen Vater, der nach einer innerfamili\u00e4ren Entt\u00e4uschung einmal zu seinem Sohn gesagt hat \u201aDu bist nicht mehr mein Sohn\u2019. So etwas sollten wir als Eltern nie denken und schon gar nicht aussprechen. An diesem Gleichnis sehen wir: Ein Mensch kann sich in schwere und schwerste Verfehlungen verstrickt haben \u2013 wenn er ehrlichen Herzens sein Leben mit Gott ins Reine bringen will, dann wird er einen barmherzigen Gott finden, der sich freut \u00fcber jeden, der kommt. Ja, hier kann man Vatersein lernen. Eine kleine Frage: Sind wir schon einmal als V\u00e4ter auf die Idee gekommen, unsere Kinder um Entschuldigung zu bitten f\u00fcr unsere Erziehungsfehler?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.) \u201eEr lief\u201c. Manchmal stellen sich die Menschen die Umkehr zu Gott als ein problematisches und schwieriges Unterfangen vor. Muss ich jetzt alles beichten? Muss ich jetzt immer artig und lieb sein? Muss ich ab sofort auf meine Hobbies und Leidenschaften verzichten? Muss ich meine bisherigen Freunde aufgeben? Zu Wilhelm Busch, dem Jugendevangelisten kam einmal ein junger Mann, und sagte: Herr Pastor Busch, ich will erst noch etwas von meinem Leben haben, bevor ich mich bekehre. Darauf Pastor Busch: Warum bist du so bescheiden und willst nur etwas vom Leben haben? Jesus gibt dir das Leben schlechthin, in F\u00fclle. Deine \u00c4ngste sind unn\u00f6tig. Die Umkehr zu Gott f\u00fchrt nicht in neue Zwanghaftigkeiten. Gott selber kommt uns entgegen und hilft uns, unser Leben neu zu ordnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3.) \u201eEr fiel ihm um den Hals und k\u00fcsste ihn\u201c. So sehr freut sich Gott \u00fcber die Umkehr eines Menschen, dass er ihm seine Liebe unverwechselbar und pers\u00f6nlich zeigt. Wir sp\u00fcren es, wie sein Frieden \u00fcber uns kommt, wie sich festgefahrene Verh\u00e4ltnisse lockern, wie Freude und Zuversicht uns erfrischen und erneuern. Eine wunderbare Erfahrung, die K\u00fcsse Gottes! Ich hoffe, darf ich das einmal ganz pers\u00f6nlich so sagen, dass du heute schon einen Kuss Gottes gesp\u00fcrt hast.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4.) \u201eBringt schnell das beste Gewand her\u201c. Die standesgem\u00e4\u00dfe Kleidung vor Gott ist ein wei\u00dfes Gewand, bildlich gesprochen. Der Schmutz unserer Vergangenheit ist abgewaschen. Unsere Vergangenheit ist wirklich \u201evergangen\u201c. Christen sind im Grunde die einzigen Menschen, deren Vergangenheit voll und ganz \u201evergangen\u201c ist. Welch eine Wohltat, das zu wissen! Eines der gr\u00f6\u00dften Probleme unserer s\u00e4kularisierten Gesellschaft ist die Last der Schuld. Ich meine hier die Last der unvergebenen Schuld. Sie steht zwischen Ehepartnern, Eltern und Kindern, Geschwistern, ehemaligen Freunden, Arbeitskollegen. Sie vergiftet Verh\u00e4ltnisse, sie macht krank an Leib und Seele. Wer jedoch umkehrt zu Gott, kriegt seine Vergangenheit los. Welch ein Geschenk!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5.) \u201eGebt ihm einen Ring an seine Hand\u201c. Es geht um den Siegelring, um die Einsetzung in die vollen Sohnesrechte. Wir d\u00fcrfen nun als Kinder Gottes im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes beten und handeln. Und das Sch\u00f6nste: wir sind mit der Sohnschaft auch in die Erbschaft Gottes eingesetzt. Wir werden einen unverg\u00e4nglichen Herrlichkeitsleib erben, wenn unser Herr Jesus Christus als Richter und K\u00f6nig wiederkommt. Und in diesem neuen Leib wird keine Krankheit mehr sein, kein Tod wird ihm etwas anhaben k\u00f6nnen, und es wird keine S\u00fcnde mehr in ihm wohnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6.)\u00a0\u00a0&#8222;Gebt ihm\u00a0ihm Schuhe an seine F\u00fc\u00dfe\u201c. Das ist das Zeichen der Freiheit. Ich sagte schon, dass es im Leben als Christ nicht um neue Zwanghaftigkeiten geht. Christus hat uns zur Freiheit befreit, sagt Paulus. Wer zum himmlischen Vater umkehrt, bekommt als wichtigste Gabe Christus, und Christus bringt den Heiligen Geist mit, und der Heilige Geist hilft uns, im Glauben und in der Liebe zu leben. Das m\u00fcssen wir nicht aus eigener Kraft tun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">7.) \u201eLasst uns essen und fr\u00f6hlich sein\u201c. Das ist das Bild f\u00fcr die dauerhafte frohe Gemeinschaft, die uns Gott mit sich selbst schenkt. Im Johannesevangelium sagt uns Jesus, dass er und der Vater dauerhaft Wohnung bei uns nehmen werden (Joh 14,23). Etwas Besseres gibt es nicht.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><b><strong>\u201eDu solltest aber fr\u00f6hlich und guten Mutes sein\u201c<\/strong><\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da wird also fr\u00f6hlich gefeiert, und pl\u00f6tzlich kommt der \u00e4ltere Sohn von seiner Feldarbeit zur\u00fcck und h\u00f6rt, dass sein Bruder heimgekommen ist und dass der Vater ein gro\u00dfes Festmahl arrangiert hat. Er kann sich nicht mitfreuen und wird zornig auf seinen Vater. Wir k\u00f6nnen uns jetzt nicht ausf\u00fchrlich mit diesem Sohn besch\u00e4ftigen. Mir f\u00e4llt aber ein Spruch ein, der hier passt \u201eZufriedenheit liegt nicht darin, zu bekommen, was man will, sondern zu wollen, was man hat\u201c. Dieser Mann war der Haupterbe. Ihm geh\u00f6rten schon zwei Drittel des gesamten Besitzes. Es ging ihm gut. Er hatte t\u00e4glich Gemeinschaft mit seinem Vater. Die ganze siebenfache Freude des Vaters, wie sie sich in seiner siebenfachen Reaktion zeigte, galt selbstverst\u00e4ndlich auch ihm. Aber zufrieden war er nicht. Wie arm sind wir dran, wenn wir nicht das wollen, was wir als Christen haben!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber unser Thema ist die Freude Gottes. So wie der Vater im Gleichnis sich seine Festfreude von seinem unzufriedenen Sohn nicht tr\u00fcben l\u00e4sst und ihn herzlich zum Festmahl einl\u00e4dt, so l\u00e4sst sich auch Gott seine Freude \u00fcber die Umkehr eines Menschen von seinen unzufriedenen Christen nicht nehmen. Im Gegenteil: Er kommt auf uns zu und l\u00e4dt uns zur Mitfreude ein. \u201eDu solltest aber fr\u00f6hlich und guten Mutes sein\u201c. Steigen wir also aus aus aller Unzufriedenheit Gott gegen\u00fcber. Denken wir an seine siebenfache Freude, die er ja auch mit uns t\u00e4glich teilt, und lasst uns fr\u00f6hlich sein mit ihm. Wilhelm Busch, der oft \u00fcber dieses Gleichnis gepredigt hat, weist einmal besonders auf den Wortlaut von V. 24 hin \u201eUnd sie fingen an, fr\u00f6hlich zu sein\u201c. Er stellt fest, dass hier zwar von einem Anfang, nicht aber von einem Ende die Rede ist. Dieser Hinweis gef\u00e4llt mir. Ja, die Freude Gottes hat kein Ende, und unsere Freude hat ebenso kein Ende, wenn sie aus Gott ist. Gott schenke uns einen gro\u00dfen Anteil an seiner Freude!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Predigt im ERF-Fernsehgottesdienst vom 21. Juni 2015, der aus der Evang.-luth. St. Jakobi-Gemeinde in Itzehoe \u00fcbertragen wurde. Der Gottesdienst kann\u00a0auf der Website \u00a0des Gemeindehilfsbundes unter www.gemeindehilfsbund.de angeh\u00f6rt werden.\u00a0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn wir dem Gleichnis vom verlorenen Sohn auf die Spur kommen wollen, m\u00fcssen wir den Zusammenhang beachten. Vor diesem Gleichnis stehen zwei ganz \u00e4hnliche, vom verirrten Schaf und vom verlorenen Silbergroschen. 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