{"id":12349,"date":"2015-06-16T10:19:37","date_gmt":"2015-06-16T08:19:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12349"},"modified":"2015-06-16T15:47:49","modified_gmt":"2015-06-16T13:47:49","slug":"jesus-bezeugen-zur-ehre-gottes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12349","title":{"rendered":"Jesus bezeugen zur Ehre Gottes"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jesus Christus spricht: Wer mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater. (Mt 10,32-33)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Bekenntnis im biblischen Verst\u00e4ndnis ist die individuelle \u00f6ffentliche Bezeugung eines Menschen, da\u00df er zu Jesus Christus geh\u00f6rt und an den Dreieinigen Gott glaubt, wie er in der Bibel, dem irrtumslosen und unfehlbaren Worte Gottes, bezeugt wird. Zu dieser \u00f6ffentlichen Bezeugung seines Namens und seines Wirkens l\u00e4dt uns der Heiland Jesus Christus hier in diesen zwei Versen aus dem Matth\u00e4usevangelium ein. <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allerdings ist dies keine folgenlose Aufforderung, wie etwa die unseres Nachbarn, der uns zu seiner Geburtstagsfeier einl\u00e4dt und wir ohne Konsequenzen diese annehmen oder ablehnen k\u00f6nnen. Nein, bei Jesus ist das anders. Der Heiland macht uns Christen hier eines ganz klar: wenn wir uns in dieser gefallenen Welt zu ihm bekennen, so ist ihm dieses wohlgef\u00e4llig. Er wird sich dann seinerseits zu uns bekennen, und zwar vor unserem himmlischen Vater. Sollten wir aber dieser Aufforderung zum Bezeugen des Namen Jesu in der \u00d6ffentlichkeit in unserem Umfeld, aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, verweigern und ihn verleugnen, so macht der Herr hier eines unmi\u00dfverst\u00e4ndlich deutlich: dann wird auch er uns verleugnen vor dem Vater. Deshalb ist es f\u00fcr uns Christen so wichtig, treu und fest in der \u00d6ffentlichkeit zum Glauben an Jesus zu stehen, auch wenn das oftmals von der Gesellschaft verlacht oder sogar bek\u00e4mpft wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr mich pers\u00f6nlich ist es immer wieder ermutigend und st\u00e4rkend zu sehen, wie Br\u00fcder und Schwestern in vergangenen Zeiten zum Herrn gestanden haben, Jesus nicht verleugnet haben und sie zu treuen Bekennern wurden. Ein besonderes Beispiel eines vorbildlichen Bekenners ist der greise Polykarp, der ehemalige Bischof von Smyrna. Er wurde im Jahre 155, im Alter von fast 90 Jahren, w\u00e4hrend einer \u00f6rtlichen Verfolgungswelle im damaligen r\u00f6mischen Staat gegen die Christen verhaftet und aufgefordert, seinem Glauben an Jesus abzuschw\u00f6ren. Polykarp h\u00e4tte einfach nur den christlichen Glauben verleugnen m\u00fcssen; er h\u00e4tte nicht zu dem Bekenntnis zu Jesus stehen brauchen, h\u00e4tte den Kaiser vom Rom angebetet und er w\u00e4re vom Tod verschont geblieben. Aber er machte bei seinem Glauben an Jesus keine Kompromisse, sondern stand zu seinem Herrn und bezeugte diesen. Als der \u00f6rtliche Proconsul\u00a0 ihn schlie\u00dflich final aufforderte, das Christentum zu verleugnen und den r\u00f6mischen Kaiser anzubeten, bot Polykarp diesem sogar noch einen Termin zur Unterweisung im christlichen Glauben an &#8211; falls er Interesse daran habe. Daraufhin wurde er zum Tode verurteilt und zur Volksbelustigung im Circus vorgef\u00fchrt. Der Proconsul weigerte sich, Polykarp von Tieren zerfleischen zu lassen, weil er f\u00fcrchtete, da\u00df die Tiere nicht mehr hungrig genug seien, weil diese schon einige Christen zerrissen hatten. Daher befahl er Polykarp zu verbrennen. Das Volk nahm dies umgehend in die Hand; inmitten einer johlenden Menge wurde der fast 90-j\u00e4hrige auf einem Scheiterhaufen verbrannt. Es wird berichtet, da\u00df die Flammen Polykarp nicht t\u00f6teten, sondern da\u00df er die Verbrennung \u00fcberlebte und er schlie\u00dflich noch erstochen wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Polykarp zahlte f\u00fcr sein Festhalten am Bekenntnis zu Jesus einen hohen Preis, so wie ihn viele Christen auch heute noch zu zahlen haben, wie wir in Syrien, im Irak und auch in Nordkorea gegenw\u00e4rtig erleben. Wir brauchen, Gott sei es gedankt, diese Verfolgungen hier in Mitteleuropa noch nicht zu bef\u00fcrchten. Noch k\u00f6nnen wir uns frei und unverfolgt in aller \u00d6ffentlichkeit zum Heiland bekennen. Und dazu m\u00f6chte ich Ihnen ganz pers\u00f6nlich mit dieser Andacht Mut machen: bezeugen Sie Jesus vor Ihren Mitmenschen. Tun Sie es Gott zur Ehre und den Menschen zum Zeugnis. Der Herr selber wird Ihnen Ihr Bekenntnis nicht unbelohnt lassen. Denn er sagt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wer mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater. (Mt 10,32-33)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00f6ge unser Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist, einen jeden segne, der diese Zeilen liest.<\/p>\n<p><em>Olaf Latzel, Pastor an St. Martini Bremen, Juni 2015<br \/>\n<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jesus Christus spricht: Wer mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater. 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