{"id":12260,"date":"2015-05-23T09:00:43","date_gmt":"2015-05-23T07:00:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12260"},"modified":"2015-05-23T11:27:10","modified_gmt":"2015-05-23T09:27:10","slug":"die-dreifache-taetigkeit-des-heiligen-geistes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12260","title":{"rendered":"Die dreifache T\u00e4tigkeit des Heiligen Geistes"},"content":{"rendered":"<div class=\"level1\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eUnd wenn derselbige kommt, der wird die Welt strafen, um die S\u00fcnde um die Gerechtigkeit und um das Gericht. Um die S\u00fcnde, da\u00df sie nicht glauben an mich; um die Gerechtigkeit aber, da\u00df ich zum Vater gehe, und ihr mich hinfort nicht seht; um das Gericht, da\u00df der F\u00fcrst dieser Welt gerichtet ist.\u201c (Joh. 16.8-11)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Apostel hatten eine schwere Aufgabe vor sich. Sie sollten hingehen in alle Welt und das Evangelium aller Kreatur predigen, anfangend in Jerusalem. Erinnert euch, da\u00df sie zwei oder drei Jahre vorher einfache Fischer waren, die auf dem Galil\u00e4ischen Meere besch\u00e4ftigt waren &#8211; M\u00e4nner von wenig oder gar keiner Bildung, M\u00e4nner ohne Rang und Stand. Im besten Falle waren sie nur Juden, und somit Angeh\u00f6rige einer Nation, die \u00fcberall verachtet war, w\u00e4hrend diese ungebildeten Leute nicht einmal unter ihrem eignen Volke M\u00e4nner von Ansehen waren. Doch sollten sie den ganzen Erdkreis erregen. Ihr Herr hatte ihnen gesagt, da\u00df sie um seines Namens willen vor K\u00f6nige und F\u00fcrsten gebracht werden m\u00fc\u00dften, und da\u00df man sie verfolgen w\u00fcrde, wohin sie auch gingen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie sollten das Evangelium verk\u00fcnden angesichts der r\u00f6mischen Kaisermacht, der alten griechischen Weisheit und der furchtbaren Grausamkeiten barbarischer L\u00e4nder, und das Reich des Friedens und der Gerechtigkeit errichten. Zu derselben Zeit, wo sie ihren Auftrag erhielten, sollten sie auch die leibliche Gegenwart ihres gro\u00dfen F\u00fchrers verlieren. Solange Er bei ihnen war, hatten sie keine Furcht gef\u00fchlt. Wenn die Schriftgelehrten und Pharis\u00e4er sie in Verwirrung setzten, so fl\u00fcchteten sie sich zu Jesu und wurden aus ihrer Verlegenheit befreit. Nie hatte ein Mensch so geredet wie Er; nie hatte solche Weisheit und Klugheit in einem Geiste gewohnt, wie sie in dem Geiste Christi wohnte. Seine Gegenwart war ihr Schutz, der breite Schild, hinter dem sie sicher waren, was f\u00fcr Pfeile auch von ihren Gegnern auf sie geschossen wurden. Aber nun, da Er aus der Welt zum Vater ging, wurden sie ihrer Feste und ihrer Burg beraubt; sie sollten wie Kinder sein, die ihren Vater verloren, oder wenigstens wie Soldaten ohne General. Hier war ein trauriger Fall. Werk gegeben und Macht entzogen: eine Schlacht begann, und der siegreiche Anf\u00fchrer ging fort. Wie gut war es f\u00fcr diese J\u00fcnger, da\u00df unser Herr ihnen sagen konnte, sein Fortgehen w\u00fcrde ihnen eher Gewinn als Verlust bringen; denn wenn Er gegangen sein werde, so sollte der Geist Gottes kommen, um ein Anwalt f\u00fcr sie und mit ihnen zu sein, und durch seine Kraft sollten sie f\u00e4hig werden, alle. ihre Feinde zum Schweigen zu bringen und ihren Auftrag zu erf\u00fcllen. Der Heilige Geist sollte ihr Tr\u00f6ster sein, damit sie sich nicht f\u00fcrchteten, und ihr Anwalt, damit sie nicht zu zuschanden w\u00fcrden. Wenn sie spr\u00e4chen, sollte eine Macht in ihnen sein, die ihnen ihre Worte eing\u00e4be; eine Macht w\u00fcrde ihre Worte begleiten, die die H\u00f6rer \u00fcberzeugte, und eine Macht in ihren H\u00f6rern, die das gesprochene Wort ihren Herzen einpr\u00e4gte: diese Macht sollte g\u00f6ttlich sein, die Macht des Heiligen Geistes, der Ein Gott mit dem Vater und dem Sohne ist. Es ist ein Ding, wenn Menschen sprechen, und ein ganz andres, wenn Gott durch Menschen spricht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Werk der Verk\u00fcndigung des Evangeliums an die Welt war viel zu gro\u00df f\u00fcr die Zw\u00f6lfe; aber es war keineswegs zu gro\u00df f\u00fcr den Heiligen Geist. Wer kann seine Macht beschr\u00e4nken? Ist etwas zu schwer f\u00fcr den Herrn? Da der Heilige Geist ihr Helfer war, so waren diese schwachen M\u00e4nner der Aufgabe gewachsen, die Gott ihnen anvertraut hatte. Die Gegenwart des Heiligen Geistes war besser f\u00fcr sie, als die leibliche Gegenwart des Herrn Jesu. Der Herr Jesus h\u00e4tte mit seiner k\u00f6rperlichen Gegenwart nur an einem Ort sein k\u00f6nnen, aber der Heilige Geist konnte \u00fcberall sein; der Anblick Jesu h\u00e4tte nur auf die Sinne gewirkt, aber die Macht des Heiligen Geistes ber\u00fchrte das Herz und wirkte geistliches Leben und errettenden Glauben; so r\u00fcstete der Herr durch sein eignes Sich-zur\u00fcckziehen und das Senden des Geistes seine Knechte f\u00fcr den Kampf aus. Wir wollen heute betrachten, was der Heilige Geist als Anwalt tut. Die Stelle kann nicht v\u00f6llig verstanden werden, wenn wir sie nicht auf dreierlei Weise \u00fcbersetzen; und ich behaupte nicht, da\u00df wir selbst dann ans dieser auserlesenen Traube all den k\u00f6stlichen Wein ihrer Bedeutung herauspressen werden. Nach meiner Meinung ist sie ein Inbegriff des ganzen Werkes des Geistes Gottes. Durch unsere drei Lesarten werden wir vieles sehen: erstens, der Geist Gottes begleitet die Predigt des Evangeliums, um die Menschen zu strafen wegen der S\u00fcnde, und sie so in der Gegenwart des Predigers der Gerechtigkeit zu besch\u00e4men; zweitens (und dies ist ein viel gesegneteres Resultat), um die Menschen von der S\u00fcnde zu \u00fcberzeugen, und sie so zur \u201eBu\u00dfe zu Gott und dem Glauben an unsern Herrn Jesus Christus\u201c zu leiten; und drittens wird das endg\u00fcltige Ergebnis von dem Werk des Heiligen Geistes das sein, die Menschen zu \u00fcberf\u00fchren vor allen vernunftbegabten Wesen, da\u00df sie sich der gr\u00f6bsten S\u00fcnde schuldig gemacht, der vollkommensten Gerechtigkeit widersetzt und dem glorreichsten Gericht getrotzt haben. Wir wollen versuchen, die Bedeutung der Stelle durch diese drei Fenster zu sehen.<\/p>\n<\/div>\n<h5 id=\"i\" class=\"sectionedit2\" style=\"text-align: justify;\">I.<\/h5>\n<div class=\"level5\" style=\"text-align: justify;\">\n<p>Zuerst: Wir glauben, hier ist den Dienern Christi eine Verhei\u00dfung gegeben, da\u00df, wenn sie ausgehen, das Evangelium zu predigen, der Heilige Geist mit ihnen sein wird, um die Menschen zu strafen. Hierunter wird nicht so sehr verstanden, um sie zu erretten, sondern um sie zum Stillschweigen zu bringen, Wenn der Prediger Christi auftritt, um seines Herrn Sache zu f\u00fchren, so erscheint ein andrer Anwalt zugleich mit ihm, dessen Vertretung es den Menschen schwer macht, der Wahrheit zu widerstehen. Beachtet, wie die S\u00fcnde gestraft wird. Am Pfingsttage sprachen die J\u00fcnger in verschiedenen Zungen, \u201enachdem der Geist ihnen gab auszusprechen.\u201c Menschen von allen L\u00e4ndern unter dem Himmel h\u00f6rten, wie die Apostel sie in ihrer eignen Sprache anredeten. Dies war ein gro\u00dfes Wunder und erscholl in ganz Jerusalem; und als Petrus aufstand, der versammelten Menge predigte und den Juden sagte, da\u00df sie den Heiligen und Gerechten gekreuzigt h\u00e4tten, da waren die Zeichen und Wunder, die der Geist im Namen Jesu wirkte, ein Zeugnis, das sie nicht widerlegen konnten. Schon die Tatsache, da\u00df der Geist Gottes diesen ungelehrten M\u00e4nnern die Gabe der Sprache gegeben hatte, war ein Beweis, da\u00df Jesus von Nazareth, von dem sie redeten, kein Betr\u00fcger sei. Es war in dem alten j\u00fcdischen Gesetz vorgeschrieben, da\u00df, wenn ein Mann weissagte und seine Weissagungen nicht erf\u00fcllt wurden, er als falscher Prophet verdammt werden sollte; wenn aber das, was er sagte, geschah, so war er ein wahrer Prophet. Nun hatte der Herr Jesus Christus die Ausgie\u00dfung des Heiligen Geistes verhei\u00dfen, die auch mit bezug auf den Messias von dem Propheten Joel vorhergesagt war; als deshalb dieses Zeichen des wahren Messias Jesu von Nazareth aufgedr\u00fcckt wurde durch das Kommen des Heiligen Geistes und die Wunder, die geschahen, da wurden die Menschen gestraft, da\u00df sie sich geweigert hatten, an Jesus zu glauben. Der Beweis wurde ihnen gef\u00fchrt, da\u00df sie mit gottlosen H\u00e4nden den Herrn der Herrlichkeit kreuzigten, und so standen sie gestraft da. Alle folgenden Wunder dienten zum Beweise der gleichen Sache; denn wenn die Apostel Wunder wirkten, so wurde die Welt wegen der S\u00fcnde gestraft, da\u00df sie nicht an Christus geglaubt hatte. Nicht ein paar J\u00fcnger waren es, welche von der S\u00fcnde des Menschengeschlechts zeugten, sondern der Heilige Geist selbst machte die Menschen zittern, als er durch seine gewaltigen Taten Zeugnis- f\u00fcr den Herrn Jesus ablegte, und es klar machte, da\u00df die Welt, indem sie Ihn kreuzigte, den menschgewordenen Sohn Gottes get\u00f6tet hatte.<\/p>\n<p>Seht ihr nicht die furchtbare Macht, mit welcher die ersten J\u00fcnger dadurch bewaffnet waren? Dies war f\u00fcr sie mehr als der Stab in Moses Hand, durch den er Pharao mit Plagen schlug. Der ganze Eigenwille dieses halsstarrigen Geschlechts geh\u00f6rte dazu, dem Heiligen Geist zu widerstehen und sich zu weigern, vor Ihm sich zu beugen, den sie durchbohrt hatten; sie waren voll Bosheit und Hartn\u00e4ckigkeit, aber in ihrem innersten Herzen f\u00fchlten sie den Stachel und wu\u00dften, da\u00df sie gegen Gott stritten. Seht ihr nicht auch, lieben Freunde, wie das Wirken des Heiligen Geistes mit den Aposteln und ihren unmittelbaren Nachfolgern ein wunderbares Strafen der Welt um die Gerechtigkeit war? Jesus war gegangen, und sein g\u00f6ttliches Beispiel stand nicht l\u00e4nger da wie ein klares Licht, das ihre Finsternis strafte, aber der Heilige Geist bezeugte diese Gerechtigkeit und zwang sie, zu f\u00fchlen, da\u00df Jesus der Heilige sei und seine Sache gerecht. Die durch den Heiligen Geist versiegelte Lehre der Apostel lie\u00df die Welt sehen, was Gerechtigkeit sei, wie sie es nie zuvor gesehen hatte. Ein neuer Ma\u00dfstab der Sittlichkeit wurde der Welt gegeben, und ist nie zur\u00fcckgenommen worden, er ist da, um zu strafen, wenn nicht zu bessern. Die Welt war damals in die \u00e4u\u00dferste Tiefe der Laster versunken, sogar ihre guten M\u00e4nner waren ekelhaft; aber jetzt wurde eine Art von Gerechtigkeit in der Lehre des Herrn Jesu verk\u00fcndet, und der Geist kam, um das Siegel des g\u00f6ttlichen Beifalls darauf zu dr\u00fccken, so da\u00df, wenn die Menschen fortfuhren zu s\u00fcndigen, sie gegen Licht und Erkenntnis handelten, denn sie wu\u00dften jetzt, was Gerechtigkeit war, und konnten in diesem Punkte nicht l\u00e4nger irren. Gott war mit den Predigern der neuen Gerechtigkeit, und beglaubigte die Sache des Evangeliums durch mannigfache Zeichen und Wunder.<\/p>\n<p>Nun, Br\u00fcder, auch wir freuen uns dessen, da das Zeugnis der Wahrheit f\u00fcr alle Zeiten ist und wir sicher wissen, da\u00df das Reich, welches unser Herr Jesus unter den Menschen aufgerichtet hat, g\u00f6ttlich best\u00e4tigt ist als das Reich der Gerechtigkeit, welches am Ende die M\u00e4chte des B\u00f6sen zermalmen soll. Wir sind die Diener eines Herrn, dessen Gerechtigkeit durch das pers\u00f6nliche Zeugnis Gottes des Heiligen Geistes den Menschen verk\u00fcndet wurde. Seid ihr nicht froh, zu einem solchen Dienst angeworben zu sein? O Welt, bist du nicht gestraft, weil du solchem Reich widerstanden hast? Diese zw\u00f6lf Fischer h\u00e4tten nicht aus sich selbst heraus einen neuen Ma\u00dfstab der Gerechtigkeit bei den Menschen anlegen k\u00f6nnen; sie h\u00e4tten nicht auf eigne Hand vor allen V\u00f6lkern ein h\u00f6heres Ideal sittlicher Trefflichkeit aufstellen k\u00f6nnen; aber als die ewige Macht und Majest\u00e4t der Gottheit f\u00fcr die Gerechtigkeit des Herrn Jesus Gew\u00e4hr leistete, da wurde die Laufbahn der apostolischen Kirche wie die der Sonne am Himmel. \u201eIhre Schnur geht aus in alle Lande und ihre Rede an der Welt Ende.\u201c Niemand konnte gegen sie standhalten; denn wie die Finsternis flieht und die Flederm\u00e4use und Nachteulen davoneilen, wenn der Morgen anbricht, so floh Heuchelei und Selbstruhm der Menschen, als die Boten der Gnade die Gerechtigkeit Gottes verk\u00fcndeten. Auch mu\u00dften sie f\u00fchlen, da\u00df ein Gericht gekommen war; da\u00df irgendwie das Leben und der Tod Jesu von Nazareth eine Krise in der Weltgeschichte veranla\u00dft und die Wege und Sitten der Ung\u00f6ttlichen verdammt hatte. Alle Geschichtsschreiber m\u00fcssen bekennen, da\u00df der Wendepunkt unseres Geschlechts das Kreuz Christi ist. Es w\u00fcrde unm\u00f6glich sein, irgend eine andre Angel, um welche die Geschichte sich dreht, aufzufinden. Von diesem Augenblick an empfing die Macht des B\u00f6sen ihre t\u00f6dliche Wunde. Es stirbt schwer, aber von der Stunde an war es verurteilt. Mit dem Tode unsres Herrn verstummten die heidnischen Orakel. Es waren in der ganzen Welt Orakel gewesen, entweder das Erzeugnis b\u00f6ser Geister oder schlauer Priester; aber nach der christlichen \u00c4ra h\u00f6rte die Welt auf, an diese Stimmen zu glauben, und sie wurden nicht mehr geh\u00f6rt. Falsche G\u00f6tterlehren, so fest in Vorurteil und Sitte gewurzelt, da\u00df es unm\u00f6glich schien, sie jemals zu st\u00fcrzen, wurden von dem Hauch des Herrn mit den Wurzeln ausgerissen. Die Apostel h\u00e4tten zu all diesen L\u00fcgensystemen sagen k\u00f6nnen: \u201eWie eine h\u00e4ngende Wand und eine zerrissene Mauer sollt ihr sein.\u201c Die Menschen konnten nicht umhin, zu bemerken, da\u00df der F\u00fcrst der Finsternis seine ungeteilte Macht verloren hatte und hinfort mit verhaltenem Odem sprach. Der Weibessame war der alten Schlange gegen\u00fcber getreten und hatte in dem Zweikampf einen solchen Sieg davon getragen, da\u00df die Sache des B\u00f6sen hinfort hoffnungslos war.<\/p>\n<p>\u00dcberdies durchzuckte der Gedanke klarer als je zuvor die Menschheit, da\u00df ein Tag des Gerichts kommen w\u00fcrde. Die Menschen h\u00f6rten und f\u00fchlten die Wahrheit der Warnung, da\u00df Gott am letzten Ende die Welt durch den Menschen- Jesus Christus richten w\u00fcrde. Die blassen Gestalten des Rhadamanthus auf einem wolkigen Richterstuhl und von der Versammlung vor seinem Throne und der Menge, die je nach ihrem Leben hienieden geschieden wurde, begannen jetzt eine andre und weit bestimmtere Form anzunehmen. Es wurde auf das Herz der Menschheit geschrieben, da\u00df es ein kr\u00e4ftiges Gericht gibt! Die Menschen werden wiederum auferstehen; sie sollen vor dem Richterstuhl Christi stehen, um Rechenschaft abzulegen von dem, was sie bei Leibesleben getan, es sei gut oder b\u00f6se. Die Welt h\u00f6rte diese Botschaft, und sie ist niemals vergessen worden. Der Heilige Geist hat die Menschen gestraft durch den Hinblick auf das Gericht. Der Heilige Geist zeugte f\u00fcr das Leben Christi, f\u00fcr die Lehre der Apostel und all die gro\u00dfen Wahrheiten, die darin enthalten waren, durch die Wunder, die Er tat, und dadurch, da\u00df Er die menschlichen Herzen erleuchtete, erweckte und unterwarf.<\/p>\n<p>Fortan wird der Mensch von dem gro\u00dfen Anwalt angeklagt und gestraft; und alle, die im Widerstand gegen den Herrn Jesus verharren, trotzen damit den klarsten Beweisen f\u00fcr seine Sendung. Der, welcher menschliches Zeugnis verwirft, wenn es wahr ist, ist t\u00f6richt; aber der, welcher das Zeugnis des Heiligen Geistes verachtet, ist profan, denn er beschuldigt den Geist der Wahrheit der L\u00fcge. M\u00f6ge er sich h\u00fcten, da\u00df er nicht so gegen den Heiligen Geist s\u00fcndigt, da\u00df er unter den schrecklichsten der Fl\u00fcche kommt, denn es steht geschrieben von dem, der wider den Heiligen Geist redet, da\u00df ihm nie vergeben werden k\u00f6nne. Br\u00fcder, versetzt dies die Apostel nicht in eine ganz andre Lage als die, in der sie zu sein schienen? Wenn wir nach den f\u00fcnf Sinnen und der fleischlichen Vernunft urteilen, so war ihr Unternehmen abenteuerlich, ihr Erfolg unm\u00f6glich. Jedermann w\u00fcrde ihnen gesagt haben: \u201eGeht zu euren Netzen und zu euren Booten zur\u00fcck. Was k\u00f6nnt ihr gegen das vom Staat anerkannte System des Judaismus in eurem eignen Lande ausrichten? Und wenn das euch zu schwer ist, was werdet ihr in andren L\u00e4ndern ausrichten k\u00f6nnen? Es gibt V\u00f6lker, die seit Jahrtausenden in ihrer eignen Gelehrsamkeit unterrichtet werden, und die in allen K\u00fcnsten und Wissenschaften wohl erfahren sind; sie haben alle Reize der Poesie, der Musik und Bildhauerkunst gebraucht, um ihre abg\u00f6ttischen Systeme zu unterst\u00fctzen: ihr seid Toren, zu w\u00e4hnen, da\u00df ihr ungelehrten und unwissenden M\u00e4nner je imstande sein werdet, dies alles umzust\u00fcrzen.\u201c H\u00e4tte nicht die Klugheit hiermit \u00fcbereingestimmt?<\/p>\n<p>Ja, aber wenn Gott in diesen M\u00e4nnern ist, wenn Er, der in dem Busch zu Horeb wohnte und ihn brennen machte, ohne da\u00df er verzehrt wurde, in ihnen wohnen will, und jeder von ihnen mit einer feurigen Zunge begabt wird, dann ist es eine ganz andre Sache. Gewi\u00df, Er, der die Welt machte, konnte sie von neuem machen. Er, der sprach: \u201eEs werde Licht, und es wurde Licht,\u201c konnte dem Licht gebieten, in die sittliche und geistliche Nacht zu scheinen. So viel \u00fcber die erste Lesart des Textes. La\u00dft uns zu dem \u00fcbergehen, was euch mehr interessieren wird.<\/p>\n<\/div>\n<h5 id=\"ii\" class=\"sectionedit3\" style=\"text-align: justify;\">II.<\/h5>\n<div class=\"level5\" style=\"text-align: justify;\">\n<p>Der Heilige Geist sollte die Predigt des Wortes begleiten, um die Menschen zu \u00fcberzeugen von drei Hauptwahrheiten. Dies sollte ein rettendes Wort sein; sie sollten so \u00fcberzeugt werden, da\u00df sie Bu\u00dfe t\u00e4ten f\u00fcr die S\u00fcnde, da\u00df sie die Gerechtigkeit ann\u00e4hmen und sich dem Gericht des Herrn \u00fcberg\u00e4ben. Hier sehen wir, wie auf einer Karte, das Werk des Geistes an den Herzen derer, die zum ewigen Leben verordnet sind, gezeichnet. Diese drei Wirkungen sind alle notwendig, und jede ist im h\u00f6chsten Grade wichtig f\u00fcr wahre Bekehrung. Zuerst: Der Heilige Geist ist gekommen, um die Menschen von der S\u00fcnde zu \u00fcberzeugen. Es ist schlechthin notwendig, da\u00df die Menschen von der S\u00fcnde \u00fcberzeugt werden. Die moderne Theologie sagt: \u201e\u00dcberzeugt die Menschen von der G\u00fcte Gottes; zeigt ihnen die allgemeine Vaterschaft Gottes und versichert sie unbeschr\u00e4nkter Barmherzigkeit. Gewinnt sie durch die Liebe Gottes, aber erw\u00e4hnt nie seinen Zorn gegen die S\u00fcnde, oder die Notwendigkeit einer Vers\u00f6hnung, oder die M\u00f6glichkeit, da\u00df es einen Ort der Strafe gibt. Tadelt nicht arme Gesch\u00f6pfe f\u00fcr ihre M\u00e4ngel. Richtet und verurteilt nicht. Erforscht nicht das Herz und bringt nicht die Leute dahin, niedergeschlagen und traurig zu sein. Tr\u00f6stet und ermutigt, aber klagt niemanden an und droht nie.\u201c<\/p>\n<p>Ja, das ist die Weise der Menschen; aber die Weise des Geistes Gottes ist eine ganz andre. Er kommt zu dem Zwecke, die Menschen von der S\u00fcnde zu \u00fcberzeugen, sie f\u00fchlen zu lassen, da\u00df sie schuldig sind, sehr schuldig &#8211; so schuldig, da\u00df sie verloren, dem Untergang und dem Verderben verfallen sind. Er kommt, um sie nicht allein an Gottes Liebensw\u00fcrdigkeit, sondern auch an ihre eigne Unliebensw\u00fcrdigkeit, an ihre Feindschaft und an ihren Ha\u00df gegen diesen Gott und folglich auch an ihre furchtbare S\u00fcnde zu erinnern, der sie sich schuldig machen, indem sie den unendlich G\u00fctigen so schlecht behandeln. Der Heilige Geist kommt nicht, um S\u00fcnder behaglich in ihren S\u00fcnden zu machen, sondern um ihnen ihre S\u00fcnden leidzumachen. Er hilft ihnen nicht, ihre S\u00fcnden zu vergessen, oder sie gering zu sch\u00e4tzen, sondern Er kommt, um sie von der furchtbaren Gr\u00f6\u00dfe ihrer Missetat zu \u00fcberzeugen. Es ist nicht die Aufgabe des Heiligen Geistes, zu pfeifen, w\u00e4hrend die Menschen tanzen; Er bringt nicht Fl\u00f6te, Harfe, Geige und alle Art von Musikinstrumenten herbei, um die Ungl\u00e4ubigen in eine gute Meinung von sich selber hinein zu zaubern; sondern Er kommt, damit die S\u00fcnde als S\u00fcnde erscheine, und wir ihre f\u00fcrchterlichen Folgen wahrnehmen. Er kommt, so zu verwunden, da\u00df kein menschlicher Balsam heilen kann; so zu t\u00f6ten, da\u00df keine irdische Macht uns lebendig machen kann. Die Blumen schm\u00fccken die Wiesen, wenn das Gras gr\u00fcn ist; aber siehe, ein sengender Wind kommt von der W\u00fcste, und das Gras vertrocknet und die Blume f\u00e4llt ab. Was ist es, das die Sch\u00f6nheit und Trefflichkeit der menschlichen Gerechtigkeit verdorren macht wie das gr\u00fcne Gras? Jesaja sagt: \u201eDenn des Herrn Geist bl\u00e4st darein\u201c (40, 7). Es gibt ein versengendes Werk des Geistes, das wir erfahren m\u00fcssen, sonst werden wir niemals seine belebende und wiederherstellende Macht kennen. Dies Verdorren ist eine sehr n\u00f6tige Erfahrung, und gerade jetzt ist es sehr n\u00f6tig, darauf zu bestehen. Heutzutage haben wir so viele, die aufgebaut sind, und nie herunter gerissen waren; so viele gef\u00fcllt, die nie geleert waren; so viele erh\u00f6ht, die nie gedem\u00fctigt waren; da\u00df ich euch um so ernstlicher daran erinnere, da\u00df der Heilige Geist uns von der S\u00fcnde \u00fcberzeugen mu\u00df, sonst k\u00f6nnen wir nicht errettet werden.<\/p>\n<p>Dieses Werk ist sehr notwendig, weil man ohne dasselbe die Menschen nicht dahin bringen kann, das Evangelium von der Gnade Gottes anzunehmen. Wir k\u00f6nnen mit einigen Leuten nicht vorw\u00e4rts kommen, weil sie sehr schnell zu glauben bekennen, aber von nichts \u00fcberzeugt sind. \u201eO ja, wir sind S\u00fcnder, ohne Zweifel, und Christus starb f\u00fcr S\u00fcnder.\u201c Das ist die leichte, oberfl\u00e4chliche Art, mit der sie die himmlischen Geheimnisse behandeln, als wenn es sinnlose Fibelverse oder Ammenm\u00e4rchen w\u00e4ren. Dies ist alles Spott, und wir sind dessen m\u00fcde. Aber kommt einem wirklichen S\u00fcnder nahe, so habt ihr einen Mann gefunden, mit dem ihr verhandeln k\u00f6nnt: ich meine den Mann, der ein S\u00fcnder ist, und sich nicht dar\u00fcber t\u00e4uscht, und in seiner innersten Seele trauert, da\u00df er es ist. In solchem Mann findet ihr einen, der das Evangelium, die Gnade und einen Heiland willkommen hei\u00dft. F\u00fcr ihn wird die Botschaft von der Vergebung wie Wasser f\u00fcr eine durstige Seele sein, und die Gnadenlehre wie Honig, der aus der Scheibe tr\u00f6pfelt.<\/p>\n<p>\u201eEin S\u00fcnder,\u201c sagt einer unsrer Dichter, \u201eist etwas Heiliges; der Heilige Geist hat ihn dazu gemacht.\u201c Ein Scheins\u00fcnder ist ein schreckliches Gesch\u00f6pf; aber ein Mensch, der durch den Geist Gottes wahrhaft von der S\u00fcnde \u00fcberzeugt ist, ist ein Wesen, nach dem man suchen mu\u00df, wie nach einem Kleinod, das die Krone des Erl\u00f6sers zieren wird. Beachtet hier, da\u00df der Geist Gottes kommt, um die Menschen von der S\u00fcnde zu \u00fcberzeugen, weil sie niemals ohne seine g\u00f6ttliche Anwaltschaft davon \u00fcberzeugt werden. Das Gewissen, welches der Mensch von Natur hat, mag, wenn es vom Geiste Gottes ber\u00fchrt wird, viel tun, ihm seine Fehler zu zeigen; es kann ihn unruhig machen, und kann eine Besserung des Lebens veranlassen; aber nur der Geist Gottes kann den Menschen v\u00f6llig von der S\u00fcnde \u00fcberzeugen, und Bu\u00dfe, Verzweifeln am eignen Selbst, und Glauben an Jesus hervorbringen. Denn was ist die S\u00fcnde, deren ihr und ich schuldig sind? Ah, Br\u00fcder, es w\u00e4re nicht leicht zu sagen; aber dies wei\u00df ich, da\u00df wir die Ausdehnung der S\u00fcnde niemals kennen, bis der Heilige Geist uns die geheimen Kammern der Greuel im Herzen offenbart. Wir tun tausend Dinge, ohne zu wissen, da\u00df sie S\u00fcnde sind, bis der Geist Gottes uns erleuchtet, und ein Verlangen nach Heiligkeit in uns weckt. Welcher nat\u00fcrliche Mensch klagt z. B. je \u00fcber schlechte Gedanken oder W\u00fcnsche oder \u00fcber Vorstellungen, die seine Seele durchkreuzen? Doch sind dies S\u00fcnden, und S\u00fcnden, die einem begnadigten Herzen den gr\u00f6\u00dften Kummer verursachen. Wenn wir nie tats\u00e4chlich B\u00f6ses begingen, aber w\u00fcnschten es zu tun, so h\u00e4tten wir schon ges\u00fcndigt; und wenn wir Vergn\u00fcgen bei dem Gedanken an B\u00f6ses empfinden, so haben wir ges\u00fcndigt. Dieses Gift ist in unsrer Natur und zeigt sich in tausend Weisen.<\/p>\n<p>Die Tatsache, da\u00df wir nicht nur s\u00fcndigen, sondern von Natur s\u00fcndig sind, ist eine, wogegen unser Stolz sich b\u00e4umt, und wir werden sie nicht lernen, bis der Geist Gottes sie uns lehrt. Ebensowenig kennt ein Mensch die \u00fcberaus gro\u00dfe S\u00fcndigkeit der S\u00fcnde, bis der Heilige Geist Licht auf die dunkle Masse fallen l\u00e4\u00dft. Jede S\u00fcnde ist sozusagen ein Angriff auf den Thron, die Ehre und das Leben Gottes. Die S\u00fcnde w\u00fcrde den H\u00f6chsten entthronen und Ihn vernichten, wenn sie k\u00f6nnte; aber die Menschen sehen dies nicht. Sie reden sehr leicht von der S\u00fcnde, und wissen nicht, da\u00df sie Feuerbr\u00e4nde und Tod verbreitet. Ich sage euch, wenn der Geist Gottes einen Menschen die S\u00fcnde sehen l\u00e4\u00dft in ihrer nackten Mi\u00dfgestalt, so entsetzt er sich. Als ich die Gr\u00e4\u00dflichkeit der S\u00fcnde sah oder zu sehen meinte, da war sie unertr\u00e4glich, und ich hatte keine Ruhe in meinem Geiste. Einen \u00e4hnlichen Anblick m\u00fcssen wir alle haben, sonst werden wir uns nie an den Herrn Jesus wenden, da\u00df Er unsre S\u00fcnden wegnimmt. Es ist nicht wahrscheinlich, da\u00df andre, als die, deren Wunden schmerzen, um den himmlischen Balsam bitten werden. Der Heilige Geist verweilt bei einem Punkte besonders: \u201eum die S\u00fcnde, da\u00df sie nicht glauben an mich.\u201c Niemand sieht die S\u00fcnde des Unglaubens, ausgenommen bei seinem Lichte. Denn ein Mensch denkt: \u201eNun, wenn ich nicht an Christum geglaubt habe, so ist das vielleicht zu bedauern; aber ich war doch nie ein Dieb, oder ein L\u00fcgner, oder ein Trunkenbold, oder ein Unkeuscher.<\/p>\n<p>\u201eDer Unglaube ist etwas, was nicht viel zu bedeuten hat, ich kann das jederzeit in Ordnung bringen.\u201c Aber der Heilige Geist zeigt dem Menschen, da\u00df er eine schwere, verdammende S\u00fcnde ist, denn wer nicht glaubt, der macht Gott zu einem L\u00fcgner; und was kann abscheulicher sein, als das? Wer nicht an Christus glaubt, der hat Gottes Barmherzigkeit verworfen, und der gr\u00f6\u00dften Erweisung der Liebe Gottes Trotz geboten; er hat Gottes unaussprechliche Gabe verachtet und das Blut Christi mit F\u00fc\u00dfen getreten. Hierin hat er Gottes Ehre an einem sehr zarten Punkt verletzt; hat Ihn in seinem eingeborenen Sohn beschimpft. Wie w\u00fcnsche ich, da\u00df der Geist Gottes auf die Ungl\u00e4ubigen hier kommen m\u00f6ge und sie sehen lasse, wer sie sind, und wo sie sind in bezug auf den einzigen und alleinigen Heiland. \u201eWie wollen sie entfliehen, so sie eine solche Seligkeit nicht achten?\u201c Es wird nichts ausmachen, wie schwach ich auch heute morgen rede, wenn der Geist Gottes nur durch die Wahrheit wirken will, so werdet ihr die Gr\u00f6\u00dfe eures Verbrechens wahrnehmen und nimmer ruhen, bis ihr an den Herrn Jesum geglaubt und Vergebung f\u00fcr eure gro\u00dfe S\u00fcnde gegen das blutende Lamm gefunden habt. So weit denn \u00fcber das erste Werk des Heiligen Geistes.<\/p>\n<p>Sein n\u00e4chstes ist, die Menschen von der Gerechtigkeit zu \u00fcberzeugen; das hei\u00dft mit evangelischen Worten: ihnen zu zeigen, da\u00df sie keine eigne Gerechtigkeit haben, und keine Mittel, gerecht zu werden, und da\u00df sie verdammt sein w\u00fcrden ohne die Gnade Gottes. So f\u00fchrt Er sie dahin, die Gerechtigkeit Gottes zu sch\u00e4tzen, die allen zuteil wird, die da glauben, eine Gerechtigkeit, welche ihre S\u00fcnde bedeckt und sie vor Gott angenehm macht. Leiht mir euer Ohr einen Augenblick, w\u00e4hrend ich eure Aufmerksamkeit auf ein gro\u00dfes Wunder lenke. Bei den Menschen ist, wenn jemand eines Unrechts \u00fcberf\u00fchrt ist, der n\u00e4chste Schritt das Gericht. Ein junger Mann z.B. hat im Dienste seines Prinzipals Geld veruntreut: er ist vor Gericht des Diebstahls \u00fcberf\u00fchrt und schuldig gefunden. Was folgt nun? Das Urteil wird gesprochen, und er mu\u00df Strafe leiden. Aber beachtet, wie unser gn\u00e4diger Gott ein anderes Verfahren einschl\u00e4gt. Wahrlich, seine Wege sind nicht unsre Wege! \u201eEr wird \u00fcberzeugen von der S\u00fcnde.\u201c Der n\u00e4chste Schritt w\u00fcrde das Gericht sein; aber nein, der Herr schiebt einen bis dahin unbekannten Ausdruck ein, und \u00fcberzeugt von der \u201eGerechtigkeit\u201c. Staunt hier\u00fcber. Der Herr nimmt einen Menschen, selbst wenn er s\u00fcndig und sich dieser S\u00fcnde bewu\u00dft ist, und macht ihn auf der Stelle gerecht, indem er seine S\u00fcnde hinwegtut, und ihn durch die Gerechtigkeit des Glaubens rechtfertigt, eine Gerechtigkeit, die ihm durch die W\u00fcrdigkeit eines andern, der sie f\u00fcr ihn erworben hat, zuteil wird. Kann das sein?<\/p>\n<p>Br\u00fcder, dies scheint etwas so Unm\u00f6gliches, da\u00df es des Geistes Gottes bedarf, um die Menschen davon zu \u00fcberzeugen. Jetzt kann ich euch den gro\u00dfen Plan darstellen, wodurch der Herr Jesus uns von Gott zur Gerechtigkeit gemacht ist; ich k\u00f6nnte euch zeigen, wie der Sohn Gottes Mensch wurde, damit Er vollst\u00e4ndig f\u00fcr uns das Gesetz Gottes erf\u00fcllte, und da\u00df Er, nachdem Er dieses getan und seinen leidenden Gehorsam mit seinem t\u00e4tigen Dienst verbunden hatte, seinem Vater eine vollst\u00e4ndige Genugtuung f\u00fcr die Verletzung des Gesetzes darbrachte, so da\u00df jeder, der an Ihn glaubt, von der Verdammnis befreit und \u201eangenehm in dem Geliebten\u201c gemacht werden soll. Ich k\u00f6nnte euch auch sagen, wie die Gerechtigkeit Christi auf unsre Rechnung gesetzt wird, so da\u00df der Glaube uns zur Gerechtigkeit gerechnet wird, eben wie es bei dem gl\u00e4ubigen Abraham der Fall war. Dennoch wird all meine Arbeit vergeblich sein, bis der Geist es deutlich macht. Viele h\u00f6ren die frohe Botschaft; aber sie nehmen die Wahrheit nicht an, denn sie sind nicht davon \u00fcberzeugt. Sie m\u00fcssen \u00fcberredet werden, ehe sie dieselbe aufnehmen, und diese \u00dcberredung steht nicht in meiner Macht. H\u00f6rte ich jemand bemerken: \u201eIch kann diesen Weg der Gerechtigkeit nicht sehen?\u201c Ich antworte: \u201eNein, und du wirst es nie, bis der Geist Gottes dich davon \u00fcberzeugt.\u201c Beachtet wohl den wichtigen Punkt in der Beweisf\u00fchrung des Geistes: \u201eUm die Gerechtigkeit aber, da\u00df ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht sehet.\u201c Unser Herr war in die Welt gesandt, um eine Gerechtigkeit zu erwerben, und hier sagt Er: \u201eIch gehe;\u201c aber Er ging, nicht ehe Er sein Werk getan hatte. Er sagt auch: \u201eIch gehe zum Vater;\u201c aber Er ging nicht zur\u00fcck zum Vater, ehe Er seine Bundesverpflichtungen erf\u00fcllt. \u201eIch gehe zum Vater;\u201c das hei\u00dft, ich gehe, einen Lohn zu erhalten und auf meines Vaters Thron zu sitzen. Er h\u00e4tte nicht diese Herrlichkeit empfangen k\u00f6nnen, wenn Er nicht das Ihm zugewiesene Werk vollendet h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Seht also, Christus hat eine Gerechtigkeit vollendet, die allen Gl\u00e4ubigen freigegeben wird, und alle die, welche Christo vertrauen, werden um seinetwillen als gerecht vor Gott betrachtet und sind in der Tat gerecht, so da\u00df Paulus sagt: \u201eWer will verdammen?\u201c Sein Grund, weshalb Er die Frage tut, ist derselbe, den der Geist in meinem Texte gebraucht. Er sagt: \u201eChristus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferwecket ist, welcher ist zur Rechten Gottes und vertritt uns.\u201c Er f\u00fchrt, wie der Heilige Geist es tut, die Auferstehung, die Himmelfahrt und das Sitzen zur Rechten Gottes als einen bestimmten Beweis daf\u00fcr an, da\u00df eine vollkommene Gerechtigkeit f\u00fcr alle gl\u00e4ubigen S\u00fcnder da ist. Ich wei\u00df, da\u00df viele sagen werden: \u201eDies hei\u00dft Leute gerecht machen, die nicht gerecht sind,\u201c und deshalb werden sie viele Einw\u00fcrfe erheben. Gerade so! Das ist der Ruhm Gottes, da\u00df Er die Gottlosen gerecht macht und die S\u00fcnder durch Christus errettet. \u201eWohl dem Menschen, dem der Herr die Missetat nicht zurechnet.\u201c \u201eIch sehe das nicht ein,\u201c ruft einer. Und unsre Antwort ist: \u201eWir wissen, da\u00df du das nicht tust: wir sind nicht im geringsten \u00fcberrascht, da\u00df du unser Zeugnis verwirfst, wir erwarteten nie, da\u00df du es annehmen w\u00fcrdest, bis der Arm des Herrn offenbar w\u00fcrde und der Heilige Geist dich von der Gerechtigkeit \u00fcberzeugte.\u201c Niemand kommt zu Christus, der nicht von dem Vater gezogen und von dem Heiligen Geist erleuchtet wird; aber wenn der Heilige Geist dich \u00fcberzeugt, so werden wir dich bald singen h\u00f6ren:<\/p>\n<p>\u201eChristi Blut und Gerechtigkeit,<br \/>\nDas ist mein Schmuck und Ehrenkleid,<br \/>\nDamit will ich vor Gott bestehn,<br \/>\nWenn ich zum Himmel werd&#8216; eingeh&#8217;n.\u201c<\/p>\n<p>Liebe Kinder Gottes, betet recht sehr, da\u00df der Heilige Geist jetzt sofort Ungl\u00e4ubige \u00fcberzeuge, da\u00df die einzige wahre Gerechtigkeit f\u00fcr sterbliche Menschen diejenige ist, die nicht aus den Werken des Gesetzes kommt, sondern durch die Predigt vom Glauben.<\/p>\n<p>Aber dann kommt ein dritter Punkt: Der Geist Gottes soll die Menschen vom Gericht \u00fcberzeugen. Wem ist das Gericht \u00fcbergeben? \u201eDer Vater hat alles Gericht dem Sohne \u00fcbergeben.\u201c Der wahrhaft Bu\u00dffertige f\u00fchlt, da\u00df es ihm nichts n\u00fctzen w\u00fcrde, wenn ihm auch alle seine S\u00fcnden vergeben w\u00e4ren, solange er sich noch in der S\u00fcnde w\u00e4lzt. Er f\u00fchlt, da\u00df der gro\u00dfe Feind seiner Seele entthront sein mu\u00df, sonst wird die Vergebung selber ihm keine Ruhe des Herzens bringen. Er mu\u00df sowohl von der Macht der S\u00fcnde, als von ihrer Schuld errettet werden, sonst bleibt er in der Knechtschaft. Er mu\u00df sehen, wie die Macht des B\u00f6sen vor dem Herrn zerst\u00f6rt wird, wie Samuel vorzeiten den Agag in St\u00fccke hieb. H\u00f6re zu, du Beunruhigter! Du sollst in Freiheit gesetzt werden, denn \u201eder F\u00fcrst dieser Welt ist gerichtet.\u201c Jesus kam, die Werke des Teufels zu zerst\u00f6ren; und am Kreuze richtete unser Erl\u00f6ser den Satan, \u00fcberwand ihn und warf ihn nieder. Er ist jetzt ein verurteilter Verbrecher, ein besiegter Emp\u00f6rer. Seine Herrschaft \u00fcber alle Gl\u00e4ubigen ist gebrochen. Er hat gro\u00dfen Zorn, weil er wei\u00df, da\u00df er wenig Zeit hat, aber dieser Zorn wird in Schranken gehalten durch seinen \u00dcberwinder. In seinem Leiden k\u00e4mpfte unser Herr mit dem Satan Mann gegen Mann, und \u00fcberwand ihn, und hat ausgezogen die F\u00fcrstent\u00fcmer und die Gewaltigen und sie \u00f6ffentlich zur Schau getragen, und einen Triumph aus ihnen gemacht durch sich selbst.\u201c<\/p>\n<p>Glaubst du dies? M\u00f6ge der Geist Gottes dich davon \u00fcberzeugen! O gepr\u00fcfter Gl\u00e4ubiger, der Herr Jesus besiegte den Teufel f\u00fcr dich. Er zermalmte die Macht der Finsternis f\u00fcr dich; und wenn du an Ihn glaubst, wirst du die Macht des B\u00f6sen in dir entthront finden und alle Kr\u00e4fte der S\u00fcnde aus ihren hohen Stellungen gesto\u00dfen sehen. Du sollst \u00fcberwinden durch das Blut des Lammes. Wiederum frage ich, glaubst du dies? Christus ist uns von Gott zur Heiligung gemacht; Er errettet sein Volk von ihren S\u00fcnden; Er macht sie heilig und zermalmt so ihren Feind. Obgleich es dich manchen Kampf kosten und der perlige Schwei\u00df in der Stunde der Versuchung auf deiner Stirne stehen mag, wenn du f\u00fcrchtest, da\u00df du von der Heiligkeit abfallen k\u00f6nntest, doch wird der Herr den Satan unter deine F\u00fc\u00dfe zertreten in kurzem, denn Er hat ihn .schon unter seine eignen F\u00fc\u00dfe f\u00fcr dich getreten. Der Geist Gottes ist n\u00f6tig, um unsre ungl\u00e4ubigen Herzen zu \u00fcberzeugen, da\u00df es so ist. Die meisten w\u00e4hnen, da\u00df sie die S\u00fcnde durch ihre eigne Kraft \u00fcberwinden m\u00fcssen. Ach, der starke Gewappnete behauptet immer noch das Haus gegen unsre Schw\u00e4che. Du hast ein sch\u00f6nes St\u00fcck Arbeit vor dir, wenn du in eigner Kraft diesen Kampf wagst. Ich kann den Teufel eben jetzt \u00fcber dich lachen h\u00f6ren. Dieser Leviathan kann nicht durch dich gez\u00e4hmt werden. Hiob w\u00fcrde sagen: \u201eKannst du mit ihm spielen wie mit einem Vogel?\u201c Meinst du, der Teufel sei so leicht zu lenken, wie eine Frau ihren Lieblingsvogel auf dem Finger tr\u00e4gt und ihn an ihre Lippen bringt, um ein Samenkorn aufzupicken? Kannst du den Leviathan ziehen mit dem Hamen? Meinst du, da\u00df er einen Bund mit dir machen werde, da\u00df du ihn immer zum Knechte habest? Deine Pfeile werden ihn nicht verjagen, dein Schwert nicht verwunden. \u201eWenn du deine Hand an ihn legst, so gedenke, da\u00df ein Streit sei, den du nicht ausf\u00fchren wirst.\u201c Eine g\u00f6ttliche Macht ist n\u00f6tig, und diese Macht ist bereit, sich zu bet\u00e4tigen, wenn sie dem\u00fctig gesucht wird. Viele, die von der Gerechtigkeit Christi \u00fcberzeugt sind, sind noch nicht v\u00f6llig \u00fcberzeugt, da\u00df das B\u00f6se gerichtet, verurteilt und niedergeworfen ist. Sie werden von der Furcht verfolgt, da\u00df sie doch noch umkommen werden von der Hand des Feindes.<\/p>\n<p>O, mein Bruder, sieh&#8216;, wie notwendig der Heilige Geist ist, um in deinem Herzen die Sache Gottes und der Wahrheit zu vertreten, und dir den Glauben zu geben, da\u00df der Herr Jesus die h\u00f6chste Gewalt \u00fcber jeden Feind hat. Ich treffe zuweilen einen christlichen Bruder an, der mir sagt, da\u00df die Welt ganz schlecht, das Evangelium vollst\u00e4ndig \u00fcberwunden wurde, und Christus in die Flucht geschlagen werde; der Teufel, sagt er, schwenkt die schwarze Fahne und ruft: Sieg! Ich wei\u00df, wie schrecklich der Kampf ist, aber ich glaube, da\u00df mein Herr Jesus das ganze Reich des B\u00f6sen gerichtet hat, und darum sehe ich Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen. Unser Herr mu\u00df herrschen. Seine Feinde m\u00fcssen den Staub lecken. Wir sollen die gefallenen Engel an dem letzten gro\u00dfen Tage richten, und mittlerweile ist ein gl\u00e4ubiges Leben, ein Leben des Triumphs \u00fcber den Erzfeind. In der Kraft des Geistes wird es sich erweisen, da\u00df Wahrheit m\u00e4chtiger ist als Irrtum, Liebe st\u00e4rker als Ha\u00df, und Heiligkeit erhabener als S\u00fcnde; denn Er siegt mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm. Seht jetzt, wie der gen Himmel gefahrene Heiland das Gef\u00e4ngnis gefangen f\u00fchrt. Seht, wie Er von Edom kommt mit r\u00f6tlichen Kleidern von Bazra, denn Er hat S\u00fcnde und H\u00f6lle in der Kelter getreten, und nun tritt Er einher in seiner gro\u00dfen Kraft, lehrt Gerechtigkeit und ist ein Meister zu helfen. Nach einer Predigt \u00fcber die S\u00fcnde ruft das arme Gotteskind aus: \u201eIch wage nicht zu glauben. Ich f\u00fcrchte, ich werde am Ende doch verloren gehen.\u201c Dieser Unglaube ist eine andre S\u00fcnde. Sonderbare Weise, der S\u00fcnde zu entfliehen, indem man sich in sie hinein st\u00fcrzt! An dem Herrn zweifeln, hei\u00dft S\u00fcnde zu S\u00fcnde hinzuf\u00fcgen. Keine S\u00fcnde ist verderblicher, als die S\u00fcnde des Nichtglaubens. Jedesmal, wenn unser Herz dem Herrn mi\u00dftraut, betr\u00fcben wir seinen Geist; deshalb haben wir stets den Heiligen Geist n\u00f6tig, um uns von dieser b\u00f6sen und bitteren Sache zu. \u00fcberzeugen, und uns dahin zu bringen, da\u00df wir Ihm in kindlicher Weise vertrauen. Jedes Mi\u00dftrauen in die Verhei\u00dfung Gottes, jede Furcht, da\u00df Gott uns im Stiche lasse, jeder Gedanke an Untreue von seiner Seite ist ein Verbrechen gegen die Ehre der g\u00f6ttlichen Majest\u00e4t. O, \u00fcberzeugender Geist, wohne in mir von Tag zu Tag, \u00fcberzeuge mich von der S\u00fcnde und la\u00df mich besonders f\u00fchlen, da\u00df das schlimmste aller \u00dcbel das ist, an meinem treuen Freunde zu zweifeln.<\/p>\n<p>M\u00f6chte auch immer der Geist Gottes in euch wohnen und euch von der Gerechtigkeit \u00fcberzeugen. M\u00f6gen diejenigen von euch, die in der Tat Gl\u00e4ubige sind, es nie in Frage stellen, da\u00df sie vor Gott gerecht sind. Wir, die wir glauben, sind zur Gerechtigkeit Gottes in Christo Jesu gemacht; sind wir dessen gewi\u00df? Wenn das, so denkt und redet nicht, als wenn ihr immer noch unter dem Fluch des Gesetzes w\u00e4ret, denn ihr seid nicht mehr in dieser Lage. \u201eNun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesum Christum.\u201c \u201eSo ist nun nichts Verdammliches- an denen, die in Christo Jesu sind.\u201c O, m\u00f6ge der Geist Gottes euch jeden Tag davon \u00fcberzeugen; und euch aus dem Grunde davon \u00fcberzeugen, da\u00df Jesus droben zu seines Vaters Rechten herrscht. Der Anteil jedes Gl\u00e4ubigen an seinem Herrn ist klar und sicher. Wenn Jesus da ist, bin ich da. Wenn der Vater Ihn angenommen hat, so hat Er mich angenommen. Versteht ihr diese Logik? Ihr seid in Christo, ihr seid eins mit Ihm; wie Er ist, so seid ihr in Ihm. Haltet die Tatsache fest, da\u00df ihr nicht verdammt seid. Wie k\u00f6nnt ihr es sein? Ihr seid zur Rechten Gottes in Christo. Ihr verdammt? Wie? Ihr seid \u201eangenommen in dem Geliebten,\u201c denn euer Vertreter ist von Gott angenommen und sitzt auf seinem Throne. Jesus ist erh\u00f6ht, nicht f\u00fcr sich selbst allein, sondern f\u00fcr alle die, welche an Ihn glauben. M\u00f6ge der Heilige Geist euch v\u00f6llig von dieser gro\u00dfen Wahrheit \u00fcberzeugen. Und danach, m\u00f6ge Er euch vom Gericht \u00fcberzeugen &#8211; n\u00e4mlich, da\u00df ihr gerichtet worden seid, und euer Feind gerichtet und verurteilt ist. Der Tag des Gerichts ist nicht etwas, was ein Gl\u00e4ubiger f\u00fcrchten sollte. Wir haben unser Verh\u00f6r \u00fcberstanden und sind freigesprochen. Unser Stellvertreter hat die Strafe der S\u00fcnde getragen. Unsere Strafe ist vor\u00fcber, denn Jesus hat sie getragen: Er wurde unter die \u00dcbelt\u00e4ter gerechnet. Es gibt jetzt keinen Fluch f\u00fcr uns; es kann keinen geben; Himmel, Erde, H\u00f6lle k\u00f6nnen keinen Fluch f\u00fcr die finden, welche Gott gesegnet hat, da der Herr Jesus \u201ef\u00fcr uns zum Fluch gemacht war.\u201c M\u00f6ge der Geist Gottes von neuem auf euch kommen, meine Lieben, und euch zuversichtlich und freudig in Ihm machen, welcher \u201eder Herr unsrer Gerechtigkeit\u201c ist, durch den das B\u00f6se ein f\u00fcr allemal gerichtet worden ist.<\/p>\n<\/div>\n<h5 id=\"iii\" class=\"sectionedit4\" style=\"text-align: justify;\">III.<\/h5>\n<div class=\"level5\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Zuletzt la\u00dft uns unsern Text lesen, indem wir ihn mit \u201e\u00fcberf\u00fchren\u201c wiedergeben. \u201eDer Geist Gottes wird die Welt \u00fcberf\u00fchren von der S\u00fcnde, von der Gerechtigkeit und von dem Gericht\u201c. Hier ist die Welt, sie steht als Gefangene vor den Schranken des Gerichts, und die Anklage lautet, da\u00df sie voller S\u00fcnde ist und gewesen ist. Vor Gericht werdet ihr oft \u00fcberrascht von dem, was heraus kommt. Ihr blickt auf den Gefangenen, und er scheint ein ruhiger, respektabler Mann, und ihr sagt: \u201eIch kann kaum glauben, da\u00df der schuldig ist.\u201c Aber der Anwalt, der die Sache der Gerechtigkeit zu f\u00fchren hat, steht auf und f\u00fchrt die Anklagepunkte der Reihe nach an; und ihr \u00e4ndert rasch eure Ansicht, bis ihr zuletzt beim weiteren Fortgang der Rede zu euch sagt: \u201eDas ist ein Schurke, wenn es je einen gab.\u201c Nun h\u00f6rt den Geist Gottes. Der Geist kam in die Welt, damit alle Menschen wissen m\u00f6chten, da\u00df Jesus der Christ ist, und Er bezeugte dies durch Wunder, die nicht bezweifelt werden konnten, Wunder ohne Zahl; Er hat au\u00dferdem die Wahrheit des Evangeliums durch die Bekehrung von Myriaden bezeugt, deren gl\u00fcckliches und heiliges Leben ein Beweis gewesen ist, da\u00df Jesus Christus in Wahrheit von Gott gesandt war. Aber was tat diese gottlose Welt mit Christus? Sie gab Ihm den Tod eines Verbrechers: sie nagelte Ihn ans Kreuz. Hierdurch ist die Welt verurteilt! Wir brauchen keinen ferneren Beweis.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Welt ist \u00fcberf\u00fchrt, selbst-verurteilt durch das T\u00f6ten Dessen, der die menschgewordene G\u00fcte und grenzenlose Liebe war. Die Welt ist schlecht genug, um zu w\u00fcnschen, da\u00df sie ihren Gott t\u00f6ten k\u00f6nnte, selbst wenn Er mit einer Botschaft der Liebe kommt. F\u00fchrt die Angeklagten hinweg! Die Schuld der Welt ist zweifellos bewiesen. Der Zorn Gottes bleibt \u00fcber ihr. Was folgt hierauf? Die Sache wird von einem andern Gesichtspunkt angesehen. Die Welt hat erkl\u00e4rt, da\u00df das Evangelium nicht gerecht ist, da\u00df die Lehre, die unser Herr gebracht, nicht wahr ist. Bis auf diesen Tag erhebt die Welt best\u00e4ndig Einw\u00fcrfe, versucht die Gl\u00e4ubigen in Verwirrung zu bringen, und wom\u00f6glich, unsrer heiligen Sache eine Niederlage zu bereiten. Aber der Geist Gottes beweist durch seine Lehren, da\u00df das Evangelium voll Gerechtigkeit ist; und alle seine Wirkungen durch das Wort beweisen, da\u00df das Evangelium heilig, gerecht und gut ist, und darauf abzielt, die Menschen rein, gottesf\u00fcrchtig, friedlich und heilig zu machen. Indem Er die Menschen durch das Evangelium heiligt, so da\u00df sie ein frommes Leben f\u00fchren, beweist der Heilige Geist, da\u00df das Evangelium gerecht ist. Dieser Beweis wird immer vollst\u00e4ndiger im Verlauf der Zeit. W\u00e4re die Welt nicht ungerecht, so w\u00fcrde sie schon lange der heiligen Botschaft und ihrem heiligen Boten Geh\u00f6r gegeben haben. Aber sie wird eines Tages die Wahrheit anerkennen m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Heilige Geist l\u00e4\u00dft die Welt wissen, da\u00df Christus gerecht ist, indem Er ihr die Wahrheit ins Angesicht blitzen l\u00e4\u00dft, da\u00df Jesus gegangen ist &#8211; in die Herrlichkeit hinauf, zur Rechten Gottes &#8211; und dies h\u00e4tte Er nicht k\u00f6nnen, w\u00e4re Er nicht der Gerechte gewesen. Wenn die Welt am letzten Ende Jesus auf dem Thron erblicken, und die ganze Menschheit den Menschensohn in den Wolken des Himmels kommen sehen wird, welche \u00dcberzeugung wird sich jeder Seele bem\u00e4chtigen! Da werden dann keine Agnostiker sein! Kein Skeptiker wird an jenem Tage gefunden werden! Christus zur Rechten des Vaters gesehen \u201edas wird allem Unglauben ein Ende machen! Und dann wird der Geist Gottes die Menschen das Gericht sehen lassen. Ehe der Tag wirklich kommt, werden sie wahrnehmen, da\u00df Christus, da Er den Teufel gerichtet, ihn von seinem hohem Platze heruntergeworfen, und seine Macht \u00fcber die Welt schon gebrochen hat, sicherlich alle schlagen wird, die im Reiche des Satans sind, und nicht einem gestatten, zu entrinnen. Die Sache des B\u00f6sen ist gerichtet und ist hoffnungslos. O, wie wird der Geist Gottes die Menschen am j\u00fcngsten Tage \u00fcberf\u00fchren, wenn sie den Richter sagen h\u00f6ren: \u201eKommt her, ihr Gesegneten meines Vaters,\u201c oder: \u201eGehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer.\u201c M\u00e4nner und Br\u00fcder, wollt ihr jetzt von dem Heiligen Geist \u00fcberzeugt werden, oder wollt ihr warten bis dahin? Soll es die \u00dcberzeugung der Gnade oder die \u00dcberzeugung des Zornes sein? Der Geist zeugt stets noch mit uns, die wir das Evangelium predigen, und wollt ihr diesem Evangelium Geh\u00f6r geben und es jetzt glauben? oder wollt ihr warten bis zu den Flammen des letzten furchtbaren Tages? Was soll es sein? Mir ist, ich h\u00f6re euch sagen: \u201eDas Evangelium ist wahr.\u201c Warum glaubt ihr es denn nicht? Wenn ihr \u201edie S\u00fcnde\u201c bekennt, warum la\u00dft ihr euch denn nicht davon waschen? Wenn es \u201eGerechtigkeit\u201c gibt, warum sucht ihr sie nicht? Wenn es ein \u201eGericht\u201c gibt, warum sucht ihr nicht so gereinigt zu werden, da\u00df ihr euch nicht davor zu f\u00fcrchten braucht? O, die meisten Menschen handeln, als wenn sie geborene Narren w\u00e4ren. Wenn sie krank w\u00e4ren, und wir eine sichere Arznei f\u00fcr sie h\u00e4tten, so w\u00fcrden sie sich zu uns dr\u00e4ngen. Wenn sie arm w\u00e4ren und wir ihnen Geld br\u00e4chten, so w\u00fcrden sie uns niedertreten in ihrer Hast, den Reichtum zu ergreifen. Aber wenn Christus, das g\u00f6ttliche Heilmittel f\u00fcr die S\u00fcnde, zu haben ist, Christus als die vollkommene Gerechtigkeit, Christus, in dem sie an dem letzten furchtbaren Tage gesichert sein werden, dann wenden sie dem himmlischen Gut den R\u00fccken zu. O Geist Gottes, gewinne diese Wahnwitzigen; bringe diese Narren zur\u00fcck, und mache sie vern\u00fcnftig und weise, um Christi Jesu willen. Amen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: www.glaubensstimme.de<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eUnd wenn derselbige kommt, der wird die Welt strafen, um die S\u00fcnde um die Gerechtigkeit und um das Gericht. Um die S\u00fcnde, da\u00df sie nicht glauben an mich; um die Gerechtigkeit aber, da\u00df ich zum Vater gehe, und ihr mich hinfort nicht seht; um das Gericht, da\u00df der F\u00fcrst dieser Welt gerichtet ist.\u201c (Joh. 16.8-11) [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":300,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[12,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12260"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/300"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12260"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12260\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12268,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12260\/revisions\/12268"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12260"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12260"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12260"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}