{"id":12244,"date":"2015-05-16T12:27:52","date_gmt":"2015-05-16T10:27:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12244"},"modified":"2015-05-16T12:27:52","modified_gmt":"2015-05-16T10:27:52","slug":"ermutigungen-predigt-ueber-ag-181-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12244","title":{"rendered":"&#8218;Ermutigungen&#8216; &#8211; Predigt \u00fcber Ag 18,1-11"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/act.php?text_ref=44018001&amp;PHPSESSID=b03fdad398363a1a6a66d47435419455\">1<\/a>\u00a0Danach verlie\u00df Paulus Athen und kam nach Korinth <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/act.php?text_ref=44018002&amp;PHPSESSID=b03fdad398363a1a6a66d47435419455\">2<\/a>\u00a0und fand einen Juden mit Namen Aquila, aus Pontus geb\u00fcrtig; der war mit seiner Frau Priszilla k\u00fcrzlich aus Italien gekommen, weil Kaiser Klaudius allen Juden geboten hatte, Rom zu verlassen. Zu denen ging Paulus. <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/act.php?text_ref=44018003&amp;PHPSESSID=b03fdad398363a1a6a66d47435419455\">3<\/a>\u00a0Und weil er das gleiche Handwerk hatte, blieb er bei ihnen und arbeitete mit ihnen; sie waren n\u00e4mlich von Beruf Zeltmacher. <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/act.php?text_ref=44018004&amp;PHPSESSID=b03fdad398363a1a6a66d47435419455\">4<\/a>\u00a0Und er lehrte in der Synagoge an allen Sabbaten und \u00fcberzeugte Juden und Griechen. <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/act.php?text_ref=44018005&amp;PHPSESSID=b03fdad398363a1a6a66d47435419455\">5<\/a>\u00a0Als aber Silas und Timotheus aus Mazedonien kamen, richtete sich Paulus ganz auf die Verk\u00fcndigung des Wortes und bezeugte den Juden, dass Jesus der Christus ist. <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/act.php?text_ref=44018006&amp;PHPSESSID=b03fdad398363a1a6a66d47435419455\">6<\/a>\u00a0Als sie aber widerstrebten und l\u00e4sterten, sch\u00fcttelte er die Kleider aus und sprach zu ihnen: Euer Blut komme \u00fcber euer Haupt; ohne Schuld gehe ich von nun an zu den Heiden. <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/act.php?text_ref=44018007&amp;PHPSESSID=b03fdad398363a1a6a66d47435419455\">7<\/a>\u00a0Und er machte sich auf von dort und kam in das Haus eines Mannes mit Namen Titius Justus, eines Gottesf\u00fcrchtigen; dessen Haus war neben der Synagoge. <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/act.php?text_ref=44018008&amp;PHPSESSID=b03fdad398363a1a6a66d47435419455\">8<\/a>\u00a0Krispus aber, der Vorsteher der Synagoge, kam zum Glauben an den Herrn mit seinem ganzen Hause, und auch viele Korinther, die zuh\u00f6rten, wurden gl\u00e4ubig und lie\u00dfen sich taufen. <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/act.php?text_ref=44018009&amp;PHPSESSID=b03fdad398363a1a6a66d47435419455\">9<\/a>\u00a0Es sprach aber der Herr durch eine Erscheinung in der Nacht zu Paulus: F\u00fcrchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht! <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/act.php?text_ref=44018010&amp;PHPSESSID=b03fdad398363a1a6a66d47435419455\">10<\/a>\u00a0Denn ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden; denn ich habe ein gro\u00dfes Volk in dieser Stadt. <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/act.php?text_ref=44018011&amp;PHPSESSID=b03fdad398363a1a6a66d47435419455\">11<\/a>\u00a0Er blieb aber dort ein Jahr und sechs Monate und lehrte unter ihnen das Wort Gottes.<!--more-->Das ist immer wieder beeindruckend, wenn man von den ersten Christen h\u00f6rt, da war Leben da. Da ist es passiert, dass an einem Tag 3000 Menschen zum Glauben kamen. Da sind die Gemeinden gewachsen, da ist die Missionsbewegung hat sich ausgebreitet. F\u00fcr uns immer wieder begeisternd, wie die ersten Christen das auch erlebt haben. Da war Sieg an Sieg. Aber die Bibel ist ein tolles n\u00fcchternes Buch. Da liest man auf der anderen Seite auch ganz offen von Krisen, von Mutlosigkeit, von Schw\u00e4che, von Misserfolg, von Entt\u00e4uschung, ja sogar von Streit und Spaltung in der Gemeinde, von massiver S\u00fcnde. Ja gut. Das gibt bei uns immer ein Missverst\u00e4ndnis, dass wir sagen dann ist das nicht so schlimm, dann kann das ja auch bei uns, ist ja auch so manches nicht in Ordnung. Hat das nicht so gedacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist gut, dass das Wort Gottes uns da trifft, wo wir sind, mit unseren Fragen werden wir angesprochen. Und dann d\u00fcrfen wir sagen: \u201cHerr, jetzt tu es doch noch einmal. Du bist doch der gleiche Herr. Was du damals unter den ersten Christen gewirkt hast, wirk\u2019s auch heute noch einmal.\u201d Mir f\u00e4llt zun\u00e4chst auf, dass es damals auch schwere Stunden gab. Schwere Stunden. Traurige Stunden. Schwermutsstunden. Paulus hat nicht blo\u00df gro\u00dfe Erfolge erlebt, er ist auch durch ganz tiefe Traurigkeit und Anfechtung gegangen. Er hat in Athen, dieser Stadt der Philosophen eine geniale Rede gehalten, geschm\u00fcckt mit Zitaten der heimischen Dichter. Er hat erz\u00e4hlt, angekn\u00fcpft an den Tempel des unbekannten Gottes, den er gesehen hat in der Stadt. Paulus hat in dieser Predigt auch nichts von der Sch\u00e4rfe des Evangeliums irgendwie stumpf gemacht. So eine geniale Predigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und was kam heraus? Misserfolg. K\u00f6nnen Sie sich hinein denken, wie\u2019s dem Paulus zumute war? Als die nur spotteten und lachten. Das ist ja lieb von ihnen, wenn sie\u2019s jetzt nicht so machen. Das ist ja vernichtend. Und wie Paulus weiter zog, dachte er: \u201cSicher hab ich alles falsch gemacht\u201c Er hat\u2019s ja oft geh\u00f6rt. Paulus wurde ja sehr heftig kritisiert von den Gemeindegliedern, der Gemeinden, die er gegr\u00fcndet hat. Grad von den Korinthern. Und dann ist man nieder dann niedergeschlagen, da ist man entt\u00e4uscht, da ist man mutlos. Ich find das so gro\u00df, dass das drin steht von der ersten Christenheit. Es gibt mutlose Stunden. Bei uns ist das manchmal so, dass vielleicht einige sagen: \u201cIch will\u2019s gar niemand sagen\u201c, da muss man immer den Erfolgreichen blo\u00df markieren. Oder wenn einer anf\u00e4ngt und sagt: \u201cIch m\u00f6chte mal \u00fcber meine N\u00f6te, \u00fcber meine Traurigkeit sprechen.\u201d Da sagt der Andere: \u201cOch, du musst blo\u00df richtig beten, dann ist alles weg.\u201d Stimmt ja nicht. Es gibt bei gl\u00e4ubigen Leuten schwere Stunden, die auch ein Apostel wie der Paulus durchleiden muss. Und da ist man verzagt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich m\u00f6chte Ihnen heute sagen, dass das Gottes F\u00fchrung ist. Wie gut, dass uns Gott nicht nur Erfolge erleben l\u00e4sst, sondern dass Gott uns auch in die Tiefen f\u00fchrt. Dass wir auf dem Boden bleiben. Der Christenstand hat immer etwas n\u00fcchternes. Bleibt auf dem Boden stehen. Und da sieht man auch sehr klar seine Begrenzung, sein Unverm\u00f6gen, seine Schw\u00e4chen. Und wie mit diesen mauen Gef\u00fchlen der Paulus durch Korinth geht, durch die Gassen, sieht er pl\u00f6tzlich ein Schaufenster. Dann denkt er: Das ist gute Handwerkerarbeit. Das Zeltmachen interessiert ihn. Das hat er ja selber gelernt, das kann er beurteilen. Und dann geht er in den Laden hinein, die Klingel l\u00e4utet, die Gesch\u00e4ftsfrau kommt, er spricht ein paar Worte und merkt, das sind ja Juden, das sind ja Volksgenossen. Es kommt zu einem herzlichen Austausch und jetzt merken Sie, was Gemeinde ist. Das sind Leute, die sich treffen und begegnen, wo man selber geschlagen wurde. Das ist der Grund, warum wir auch von Gott solche Wege gef\u00fchrt werden. Warum wir nicht blo\u00df von Sonnenschein singen und von Jubel und von Begeisterung. So warum man in einer Christengemeinde manchmal auch sagen muss: \u201cIch hab in der letzten Woche Schweres erlebt.\u201d Daran hab ich noch sehr zu tragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das hat dem Paulus es leicht gemacht auf Aquilla und Priszilla zuzugehen. Das war ein Schicksal, wie das der Kosovofl\u00fcchtlinge. In wenigen Stunden haben Sie alles r\u00e4umen m\u00fcssen, haben alles verloren, was sie in Rom hatten und haben sich jetzt m\u00fchsam in Korinth wieder eine neue Existenz aufgebaut. War nicht leicht. Erst recht nicht leicht f\u00fcr Juden. Und Paulus geht zu ihnen und dieses miteinander Tragen. Das ist heut das Thema, haben wir doch Ermutigung. Das ist schon ganz wunderbar. Es ist n\u00e4mlich nicht blo\u00df ein Firlefanz, wenn wir sagen: \u201cK\u00fcmmern Sie sich doch beim Hinausgehen und geben Sie noch eine Hand nach rechts und links.\u201d Gehen Sie doch auf Leute zu und h\u00f6ren Sie. Wie geht\u2019s Ihnen heute? Das ist was Sch\u00f6nes, wenn Sie anderen von Ihren Lasten erz\u00e4hlen k\u00f6nnen und wenn Sie andere aufrichten d\u00fcrfen, Mut machen k\u00f6nnen. Gemeinde, auch Urchristengemeinde ist nicht blo\u00df die siegreich triumphierende Gemeinde, ist eine Schar von Leuten, die geschlagen sind. Es gibt F\u00fchrungen Gottes. Das stimmt biblisch nicht, dass man immer, immer Erfolg hat. Es gibt Anfechtung und N\u00f6te, es gibt Versagen und Untreue und Fehler, die man gemacht hat und das ist herrlich, wenn wir eine Schar sind, wo man miteinander das tragen kann. Keine Schar von Perfekten. Sondern Leuten mit Fehlern. Das sind die Boten, die Gott berufen hat. Leute, die schwere Stunden erleben. Und was ist aus dieser Begegnung geworden? Aquilla und Priszilla wurden St\u00fctzen der urchristlichen Gemeinde. Wir wissen es nicht genau. Ich vermute, kann mir schon ausdenken. Paulus war ein guter Zuh\u00f6rer. Die beste Seelsorge ist, wenn man viel zuh\u00f6ren kann und Leute ihr Herz aussch\u00fctten. Und dann hat er ihnen von Jesus erz\u00e4hlt. Was w\u00fcrden denn Christen anderes erz\u00e4hlen, welchen Trost wollen wir sonst sagen, als dass Jesus auch ein wirres Leben f\u00fchren kann und segnen. Und dass er der Herr ist. Auch in einer Welt, in der so ma\u00dfloses Unrecht geschieht. St\u00fctzen der Gemeinden wurden sie. Wir finden sie nachher in Ephesus. Wir finden sie wieder in Rom.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An den Gr\u00fc\u00dfen kennt man sie. Einmal sagt Paulus, sie haben f\u00fcr das Evangelium ihren Hals her gehalten. Sie haben ihr Leben riskiert. Wissen Sie, so geschieht Evangelisation. Die meisten Leute, die zum Glauben gekommen sind, sind gar nicht in Gro\u00dfveranstaltungen gewesen. Die meisten Leute, die zum Glauben gekommen sind inklusive ihr Leben, durchs pers\u00f6nliche Gespr\u00e4ch gekommen, durch eigene Not, wo man mit Anderen gesprochen hat und dar\u00fcber Jesus gefunden hat. Soll man dran denken. Das wertet nicht die Gro\u00dfveranstaltungen ab, aber wir sollten die Gelegenheiten nutzen und wie war das in der Werkstatt \u00fcber der H\u00e4nde Arbeit. Das ist in der Bibel auf auffallend, dass man in den ganz allt\u00e4glichen Aufgaben, wo man steht, wo man arbeitet, wo die Menschen sich treffen, dass man da nicht gro\u00dfe Spr\u00fcche macht, sondern dass man da ein Gef\u00fchl hat was dr\u00fcckt den Anderen? Dass man hin h\u00f6ren kann auf seine Not. Und dass man ihm dann auch von der gro\u00dfen Freude und der Hoffnung des Glaubens sagen kann. Da steht: &#8222;Er fand einen Juden.\u201d So hei\u00dft\u2019s in Vers\u00a0 2. Paulus fand einen Juden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist Gottes F\u00fchrung, dass er den fand. Wir k\u00f6nnen ja tausend Menschen treffen. Herr lass mich heute den Einen finden, den ich finden. So musst du beten. Herr lass mich den Einen finden. Das ist wunderbar, wenn man das so erlebt. Da werde ich zu einem Menschen gesandt. Da war ein Herr, ich will einen jetzt finden. Und so entsteht Gemeinschaft, Ermutigungen. Jetzt wird noch etwas anderes erz\u00e4hlt von der Gemeinschaft. Da steht im Vers 5, dass Silas und Timotheus in Korinth wieder den Paulus treffen. Wo waren die denn? Die beiden hat der Paulus zur\u00fcck gelassen im n\u00f6rdlichen Griechenland, da waren sie in der Gemeindearbeit. Paulus war in der Zwischenzeit in Athen. Ach so. Die Schwermut ist immer eine Folge unseres Einsamseins. Einsamkeit ist nicht gut. Gott will keine Einsamkeit. Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. In der Einsamkeit kommen schwere Gedanken. Wir hier in Europa leiden schrecklich unter der Vereinzelung. Wie viele leben allein? Nicht blo\u00df in der Wohnung, sondern auch, da fehlt der Bezug zu Anderen und viele sind so scheu. Die wagen\u2019s auch in der Gemeinde nicht. Die sagen dann vorwurfsvoll: \u201cNiemand hat sich um mich gek\u00fcmmert.\u201d<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber dass man selber auch schauen muss, wie man in die Gemeinschaft hinein kommt. Da sind doch Hausgruppen, da kann man anrufen: \u201cDarf ich kommen?\u201d Da sind Gebetsgruppen, wo man seine Not erz\u00e4hlen darf und die Anderen beten dann mit einem. Da muss man doch um die Gemeinschaft sich m\u00fchen. Selbst ein Paulus braucht die Gemeinschaft von Silas und Timotheus. Da hei\u00dft es: \u201cWie die kamen, da wacht bei dem Paulus das Feuer wieder auf.\u201d Vorher, da hei\u00dft\u2019s n\u00e4mlich in Vers 4: \u201cEr \u00fcberzeugte\u201d im Altluther hie\u00df es \u201cEr \u00fcberredete\u201d \u201cJuden und Griechen.\u201d Das war so ein Diskutieren mit den Leuten in der Synagoge. Als aber Silas und Timotheus kamen, da hat Paulus wieder mit ganzer neuer Freude sich auf die Verk\u00fcndigung des Wortes gerichtet und hat den Juden bezeugt, dass Jesus der Messias ist, der Christus. Da war pl\u00f6tzlich wieder Feuer da, da war wieder Hingabe da. Da konnte der Paulus pl\u00f6tzlich wieder mit Freude reden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt ja so einen Spruch: Ein Christ ist eine Vogelscheuche, zwei Christen sind eine Revolution. Weil zwei miteinander, die k\u00f6nnen sich richtig im Glauben ermutigen und st\u00e4rken und aufrichten und aufbauen. Das ist doch klar, wenn ein Apostel Paulus, der uns doch immer als gro\u00dfer Held vor uns steht, so ein schwacher Mann war, dass er Br\u00fcder an seiner Seite gebrauchte. War froh, dass wir heute morgen so ein Kreis waren, vor dem Gottesdienst gebetet haben, in die H\u00e4nde Gottes gelegt haben. Ist nicht unsere Sache jetzt. Der Paulus hat Br\u00fcder gebraucht. Schwestern hat er gebraucht, die ihn gest\u00e4rkt und aufgerichtet haben. F\u00fcr mich ist das so ein Erleben, immer wieder wo wir zusammen kommen, wo man Gebetsgemeinschaft hat, wo man miteinander das Wort liest, wo man sich st\u00e4rkt. So wie wir heute zusammen kommen. Man kann nicht so Christ sein. Das geht nicht. Wir werden in kurzer Zeit werden wir ausgebrannt sein. Und Paulus f\u00e4ngt an in der Synagoge pl\u00f6tzlich zu reden. Und dann m\u00fcssen sie das ja wissen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht erst in unseren Tagen, also erst nach dem Holocaust war das eine Schwierigkeit Juden von Jesus zu sagen. Das ist seit 2000 Jahren so. Dass wir Deutsche besondere Schwierigkeiten haben, deshalb mach ich pers\u00f6nlich auch keine Judenmission, aber ich freu mich dass es Juden gibt. Judenchristen, die Mission unter Juden machen. Um das geht der Streit im Moment. Lassen Sie sich von dem Spektakel in der Schleyerhalle nicht durcheinander bringen. Das war schon zur Zeit des Paulus unertr\u00e4glich. Es hat noch nie \u00fcberhaupt wo es eine Synagoge gegeben hat nur einer ertragen k\u00f6nnen, dass in der Synagoge der Satz gesagt wird: Jesus ist der Messias, das hei\u00dft ja Christus. Jesus ist der Messias. Wenn dieser Satz f\u00e4llt, ist es aus. Geht nicht. Trotzdem haben ihn die Apostel immer wieder gesagt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin der \u00dcberzeugung, dass es bei uns und in unserer Gesellschaft gar nicht anders ist. Vielleicht reden wir immer so langweilig und tranig, dass die Leute das gar nicht kapieren. Wenn wir wirklich \u00fcberzeugt sind. Jesus ist der einzige Retter. Ohne ihn sind wir verloren. Wenn wir das anderen Menschen weiter sagen, da geht die Unruhe los. Das ist das Evangelium. Das hat Jesus so gesagt. Er ist der einzige Retter. Es gibt kein anderes Heil. Es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, darin wir gerettet werden. Und dann geht die Unruhe los und die Feindschaft und Spannung. \u00dcbrigens, nur langweilige Predigten sind schlimm. Dass es Unruhen, \u00c4rger, Feindschaft gibt, das soll Sie nie durcheinander bringen. Das Zeichen des Lebens. Wo wir das Evangelium verk\u00fcnden, ist es immer ein Ringen mit den M\u00e4chten dieser Welt. Ich kann anders nicht Mission treiben, anders nicht Evangelisation treiben, sollte uns blo\u00df stutzig machen, dass es so ruhig ist bei uns und dass niemand widerspricht. Wenn ich von Jesus rede, dann gibt\u2019s Spannung, dann gibt\u2019s Auseinandersetzung. Sch\u00f6n, Silas und Timotheus haben den Paulus wieder dorthin gef\u00fchrt, wo er im Kampfe stand. Und wir brauchen Gemeinschaft, weil wir die wieder st\u00fctzen m\u00fcssen, die dort stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da sagt mir einer von der Stuttgarter Missionars, das ist eine Gruppe, vor ein paar Tagen: \u201cWenn wir mit unserer Jugendgruppe auf die K\u00f6nigsstra\u00dfe gehen und missionieren, dann wollen pl\u00f6tzlich keine mehr mit.\u201d Ja nat\u00fcrlich keine mehr mit. Wenn\u2019s um die Sache geht, um die Wurst, dann will keiner mehr mit. Wird\u2019s schwierig. Aber Christenstand ist das Bekenntnis zu Jesus. Jesus hat gesagt, wir sollen uns seiner nicht sch\u00e4men, sonst wird er sich an uns sch\u00e4men am J\u00fcngsten Tage. Und wir brauchen wieder heute dieses klare Jesusbekenntnis, an dem sich die Geister scheiden, weil Jesus der Retter ist. Und wir wollen es mit der ganzen Konsequenz sagen und leben. Wir k\u00f6nnen\u2019s doch nur sagen, wenn wir\u2019s auch mit dieser ganzen Konsequenz der gehorsamen Nachfolge auch leben und dann gab\u2019s wirklich nicht blo\u00df das, dass sie hinaus getrieben wurden aus der Synagoge, es kommt zur Gemeindegr\u00fcndung, es kommt in dem Haus des Justus Krispus, Justitius Justus, kommt der Krispus, der Gemeindevorsteher sogar der Synagoge zum Glauben an Jesus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anders sind noch nie Menschen zum Glauben gekommen, als dass sie sich durch den Kampf durchgerissen haben und gesagt: \u201cIch m\u00f6chte Jesus geh\u00f6ren.\u201d Ermutigungen, Ermutigungen durch die Gemeinschaft, durch Schwestern und Br\u00fcder, die uns im Glauben st\u00e4rken. Aber die sch\u00f6nste Ermutigung und das ist jetzt der Schluss, kommt durch den Herrn selber, durch Jesus. Ich bin ja froh, dass wir keine Erscheinungen mehr brauchen. In der Bibel k\u00f6nnen wir\u2019s noch viel klarer lesen. Paulus war ja in einer gro\u00dfen Krise, die sicher seinen Auftrag ber\u00fchrt hat: Bin ich nur der richtige Apostel? Und in der Nacht, da kommen die bohrenden Fragen erst. Es gibt manche, die die, leiden Sie auch unter Schlaflosigkeit? Wir hatten da fr\u00fcher so eine Dame in der Gemeinde, eine feine Dame, die sagte immer: \u201cWenn ich ab zwei nicht mehr schlafen kann, dann knips ich mein Licht an und les in der Bibel.\u201d War wie beim Paulus. Da kriegt man Mut zugesprochen. Da weichen die dunklen Geister. Da ist die Schwermut weggeblasen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann sagt Jesus selber diesem angefochtenen Boten: \u201cIch bin bei dir.\u201d Ich will\u2019s Ihnen so sagen. Das Wort Jesu f\u00fcr Sie: \u201cIch bin bei dir.\u201d Er bindet sich an Sie. Sie d\u00fcrfen kein falsches Bild der Urchristenheit haben. Das sind schwache Leute, angefochtene Leute und versagende Leute mit Misserfolgen. Ich bin bei dir. Niemand kann sich unterstehen mir zu schaden. Es kann niemand dir etwas tun. Du bist nicht schutzlos. Und dann wird\u2019s ganz unglaublich: Ich habe ein gro\u00dfes Volk in dieser Stadt. Wo denn? Ich sehe nichts. Dass wir f\u00fcr den Herrn arbeiten, Zeugnis geben, in seinem Dienst stehen, hat doch nur den einen Grund: Dass er der Herr uns gerufen hat und dass er ein gro\u00dfes Volk hat. Bitte passe dich nie der Zeitmode an. Du brauchst auch die Sache Jesu nicht verf\u00e4lschen, damit sie besser ankommt bei den Leuten. Es liegt gar nicht an deinen Gaben, oder an deinem Tritt. Lebe du treu deine Gemeinschaft mit Jesus. Geh in seinem Namen und ich m\u00f6chte jedem von Ihnen Mut machen, wo Sie in aussichtsloser Lage stehen, bleiben Sie dran. Bleiben Sie dran und seien Sie der Zeuge Jesu. Und jetzt besuchen Sie die Kranken. Jetzt schauen Sie nach denen, die schwerm\u00fctig sind. Jetzt kucken Sie nach den jungen Leuten, die keine Hoffnung zum Leben haben. Und erz\u00e4hlen Sie denen von Jesus. Und lassen Sie Andere das Wunder der Gemeinschaft erleben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ermutigungen. Ja es gibt Ermutigungen, die uns richtig wieder auf die F\u00fc\u00dfe stellen, wenn wir wissen: Jesus ist da. Und er h\u00e4lt uns. Und er ist mit seinem Schutz da. Niemand kann sich unterstehen dir zu schaden.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p><em>Quelle: www.sermon-online.de<\/em><br \/>\n<em>6. Juni 1999 Ludwig-Hofacker-Gemeinde Stuttgart<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1\u00a0Danach verlie\u00df Paulus Athen und kam nach Korinth 2\u00a0und fand einen Juden mit Namen Aquila, aus Pontus geb\u00fcrtig; der war mit seiner Frau Priszilla k\u00fcrzlich aus Italien gekommen, weil Kaiser Klaudius allen Juden geboten hatte, Rom zu verlassen. 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