{"id":12166,"date":"2015-04-20T11:08:43","date_gmt":"2015-04-20T09:08:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12166"},"modified":"2015-04-20T11:12:51","modified_gmt":"2015-04-20T09:12:51","slug":"gender-eine-ideologie-draengt-auf-vorherrschaft-stichworte-zum-verstaendnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12166","title":{"rendered":"GENDER \u2013 eine Ideologie dr\u00e4ngt auf Vorherrschaft. Stichworte zum Verst\u00e4ndnis"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.)<\/strong> <strong>Gender \u2013 eine radikal-feministische Bewegung befindet sich seit der Vierten UN-<\/strong><strong>Weltfrauen-Konferenz in Peking 1995 auf dem Vormarsch<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gender\u00a0<\/strong>\u2013 der Begriff bezieht sich irgendwie auf das Geschlechtliche. Der vom lateinischen Ausdruck \u203aGenus\u2039 abgeleitete und ins Englische \u203aGender\u2039 \u00fcbertragene Begriff bezeichnet dabei jedoch ausschlie\u00dflich das grammatische Geschlecht, \u203aSexus\u2039 meint das biologische Geschlecht, \u203aorigo\u2039 das soziale Herkunfts-Geschlecht. Was also meint \u203aGender\u2039? Handelt es sich dabei mittlerweile um einen Sammelbegriff f\u00fcr geschlechtlich Diffuses?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gender<\/strong>\u00a0 \u2013 Jeder Mensch sei zun\u00e4chst \u203ageschlechtsneutral\u2039, m\u00fcsse sich sein Geschlecht selbst w\u00e4hlen, k\u00f6nne sein soziales Geschlecht innerhalb seines Lebens (mehrfach) wechseln. Um das jeweilige Geschlecht zu inszenieren, dazu seien Anatomie und Genitalien bedeutungslos. Nichts sei angelegt, alles sei w\u00e4hlbar, alles sei wandelbar, nichts sei festgelegt, alles sei anerzogen (das Geschlecht gilt also als \u00bbsoziales Konstrukt\u00ab). Es gibt demnach weit mehr als nur zwei Geschlechtsidentit\u00e4ten, unendlich viele?<!--more--><b><strong><\/p>\n<p>2.) Gender \u2013 als Programm \u2013 bedeutet \/ beinhaltet \/ bewirkt:<\/strong><\/b><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>\u203aGleichberechtigung\u2039 \/ \u203aEmanzipation\u2039 \/ \u203agleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit\u2039, dies alles auch, dar\u00fcber hinaus aber zugleich: ganz Anderes!<\/li>\n<li>die Aufl\u00f6sung der Geschlechter-Polarit\u00e4t, die Aufhebung der Geschlechterrollen, die Dekonstruktion der Geschlechterordnung von m\u00e4nnlich und weiblich, also die freie Selbsterfindung, Selbstbestimmung und Selbstinszenierung zur Wahl ob als Mann oder Frau oder etwas Anderem im Sinne von eigener Autonomie und von \u00bbGeschlechtergerechtigkeit\u00ab (als Schl\u00fcsselbegriff), von \u00bbGleichheit\u00ab und Gleichwertigkeit aller Geschlechter: ein totales Umerziehungsprogramm.<\/li>\n<li>die Leugnung biologischer, anatomischer, hormoneller, psychischer Unterschiede.<\/li>\n<li>die uneingeschr\u00e4nkte \u00bbAkzeptanz sexueller Vielfalt\u00ab, also volle Zustimmung. Damit ist wesentlich mehr bzw. anderes vorausgesetzt als blo\u00dfer Respekt etwa oder als gelebte Toleranz. Gibt es (Tabu-) Grenzen sexueller Vielfalt und Praxis?<\/li>\n<li>eine Vielzahl von Geschlechtern, von Geschlechtsidentit\u00e4ten. Was folgt daraus f\u00fcr das Melderegister, f\u00fcr das Passwesen bzw. f\u00fcr den Personalausweis?<\/li>\n<li>eine grunds\u00e4tzliche Offenheit f\u00fcr verschiedenste sexuelle Identit\u00e4ten und Orientierungen als mit der heterosexuellen gleich(wertig)e Lebensformen, die kritiklos \u203aunvoreingenommen anzuerkennen und zu unterst\u00fctzen sind\u2039.<\/li>\n<li>die Zustimmung zu Simone de Beauvoirs Behauptung: \u00bbMan wird nicht als Frau geboren, sondern man wird zur Frau gemacht\u00ab. Die Frage ist: \u203aWie konstruiere ich mich als Frau \/ wie werde ich aus der Sklaverei von Ehe und Mutterschaft befreit?\u2039<\/li>\n<li>die Fr\u00fch- und Pan-Sexualisierung der Gesellschaft, angefangen in Kindertagesst\u00e4tten, fortgesetzt in Grundschulen bis hinein in Gymnasien und berufliche Schulen. Was folgt daraus im Blick auf das Kindeswohl, was im Blick auf die seelische Gesundheit, was im Blick auf die Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung?<\/li>\n<li>\u203amultisexuelle Vielfalt\u2039 als Leitprinzip \/ als Leitlinie im Bildungsplan f\u00fcr alle Unterrichtsf\u00e4cher in allen Schulen.<\/li>\n<li>Weniger Kindererziehung durch Eltern zuhause, stattdessen mehr verstaatlicht in den Schulen (Ganztagesbetreuung), gerade auch Sexualerziehung (Anleitung zu Sex-\u00dcbungen). M\u00f6glichst fr\u00fchzeitiger Lustgewinn durch Sex-Praktiken, Abbau der Schamgef\u00fchle. Man bedenke: Die Beschneidung der Elternrechte gegen\u00fcber ihren Kindern steht im Widerspruch zu Art. 6 GG.<\/li>\n<li>Homosexualit\u00e4t als normale Option, Kinder sollen damit fr\u00fchzeitig vertraut gemacht werden.<\/li>\n<li>die Diffamierung der traditionellen Mutter(rolle\/schaft), die Entmutterung der Frau, die Abschaffung der Vollzeit-Mutter, die volle und m\u00f6glichst fr\u00fchzeitige Integration der Frauen ins Erwerbsleben, in den Arbeitsmarkt.<\/li>\n<li>die Aufl\u00f6sung tradierter Begriffe bzw. die \u00dcberwindung von antiquierten Erblast-Begriffen wie Vater, Mutter, Ehe, Eltern, Familie (die klassische Familie als \u203aAuslaufmodell\u2039) \u2013 in heterogene neue Patchwork-Formen und polyamore Beziehungen hinein. Der Anspruch lautet: \u00bbFamilie neu denken und neu definieren\u00ab.<\/li>\n<li>die Bezeichnung von \u203aElter 1\u2039 bzw. \u203aElter 2\u2039 (so der Europarat im Dokument 12267 vom Okt. 2010). Was hei\u00dft dies im Blick auf die Gro\u00dfeltern? Gilt nun \u203a1.1 und 1.2 sowie 2.1 und 2.2\u2039?<\/li>\n<li>die Umdeutung sprachlich und juristisch gepr\u00e4gter Begriffe, ihre Neu-Definition mit neuen Inhalten.<\/li>\n<li>die seelische Desorientierung im jeweils betroffenen Menschen, die Zerst\u00f6rung seiner personalen Identit\u00e4t.<\/li>\n<li>den Abschied vom biblischen Menschenbild, wonach GOTT den Mann als Mann und die Frau als Frau erschaffen hat (Gen. 1,27.28), einander wechselseitig als \u00bbGehilfen zur Freude\u00ab.<\/li>\n<li>die Abkehr von der vermeintlichen \u203aSklavenmoral des Christentums\u2039.<\/li>\n<li>den Abstand von biblischen Geboten (\u203aVater und Mutter ehren\u2039, \u203anicht ehebrechen\u2039).<\/li>\n<li>die Ausgrenzung Andersdenkender.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><strong>3.) Gender \u2013 in Aktion<\/strong><\/b><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>stellt die Geschlechtlichkeit eines Menschen in dessen eigene Disposition.<\/li>\n<li>betreibt die Umerziehung der bisherigen Werte-Gesellschaft mit ihrer bipolaren Geschlechterordnung, die \u00fcberwunden werden m\u00fcsse.<\/li>\n<li>zielt auf die Abkehr von christlich-b\u00fcrgerlichen Werten und Verhaltensweisen, damit auf eine ganz neue Gesellschaft, auf die Durchsetzung einer sozial-philosophischen Ideologie.<\/li>\n<li>setzt die Anliegen der LSBTTIQ-Lobbygruppen um (von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen, Transgender, Intersexuellen und Queer).<\/li>\n<li>behauptet \u00bbdas Recht auf Kinder\u00ab f\u00fcr Homosexuelle.<\/li>\n<li>negiert die Unterschiede zwischen Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft, zwischen Schwiegereltern und Partnereltern, zwischen kirchlicher Trauung und der Segnung Homosexueller (die sich biblisch jedoch nicht begr\u00fcnden l\u00e4sst).<\/li>\n<li>fordert das \u203aMenschenrecht auf Abtreibung\u2039 (vom EU-Parlament in Stra\u00dfburg am 10. M\u00e4rz 2015 bereits beschlossen \u2013 allerdings: die einzelnen Mitgliedsstaaten m\u00fcssten jeweils f\u00fcr sich selbst noch zustimmen).<\/li>\n<li>erwartet offene Schranken f\u00fcr Leihmutterschaft, zum anderen auch f\u00fcr Inzest, gar f\u00fcr P\u00e4dophilie, gar f\u00fcr Zoophilie?<\/li>\n<li>ignoriert naturwissenschaftliche Ergebnisse (etwa in der Hirnforschung).<\/li>\n<li>leistet der Begriffsverwirrung Vorschub, verwendet doppeldeutige Begriffe.<\/li>\n<li>ver\u00e4ndert die Sprache, um nichts und niemanden zu \u203adiskriminieren\u2039: aus der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone wird die Flanierzone, aus Studenten werden Studierende, aus Lehrerinnen und Lehrern werden Lehrpersonen \u2013 was wird aus den Stiefm\u00fctterchen, was aus der Muttersprache, was aus dem Vaterunser-Gebet? \u2013 Gibt es zuk\u00fcnftig dann nur noch Schwerverbrecherinnen und Sexualstraft\u00e4terinnen? Und den \u203aElter-1-Tag\u2039? Wird aus dem Papagei eine \u203aMamagei\u2039?<\/li>\n<li>vermittelt ein eigenes, interesse-geleitetes, radikal-individualistisches Verst\u00e4ndnis von \u203aToleranz\u2039 (in urspr\u00fcnglicher Bedeutung hei\u00dft dies: \u203aich muss die \u00dcberzeugung eines anderen ertragen, auch wenn sie mir zutiefst widerspricht\u2039) \u2013 oder von \u203aDiskriminierung\u2039 (das lateinische Verbum \u203adiscriminare\u2039 meint: unterscheiden, trennen, eben nicht: verurteilen).<\/li>\n<li>begr\u00fc\u00dft die \u00bbBibel in gerechter Sprache\u00ab (2006)(das Werk von 42 Frauen und 10 M\u00e4nnern) ebenso wie das EKD-Institut f\u00fcr Genderfragen in Hannover (2014 er\u00f6ffnet).<\/li>\n<li>Wurden bisher Damen- und Herrentoiletten voneinander getrennt, so hei\u00dft es nun: \u00bbEine T\u00fcr ist genug\u00ab.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><strong>4.) Gender \u2013 im politischen Werdegang<\/strong><\/b><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Die Beschl\u00fcsse der Pekinger Aktionsplattform vom 15. Sept. 1995 wurden am 8. Dez. 1995 durch die UN-Vollversammlung angenommen, jedoch nur, weil sie als \u203aunverbindliche Empfehlung\u2039 deklariert worden waren.<\/li>\n<li>Mit dem Amsterdamer Vertrag vom Mai 1999 wurde das Gender-Mainstreaming-Programm f\u00fcr alle EU-Mitgliedsstaaten als verbindliche Richtlinie zum Ziel der EU-Politik besiegelt.<\/li>\n<li>Die rot-gr\u00fcne Bundesregierung erkl\u00e4rte das Gender-Programm per Kabinettsbeschluss am 23. Juni 1999 zum durchg\u00e4ngigen Leitprinzip im Rechts- und Bildungssystem \u2013 ohne dass ein eigener Parlamentsbeschluss herbeigef\u00fchrt wurde.<\/li>\n<li>Das EU-Parlament in Stra\u00dfburg beschloss am 10. M\u00e4rz 2015 \u203adas Menschenrecht auf Abtreibung\u2039. Die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten m\u00fcssen nun jeweils selbst entscheiden, ob sie diesem Beispiel folgen oder eben nicht.<\/li>\n<li>An den Universit\u00e4ten in Leipzig und in Potsdam gibt es gem\u00e4\u00df geschlechtergerechter Sprachregelung nach Senatsbeschluss in den Gesch\u00e4ftsordnungen nur noch Professorinnen. Anrede: \u00bbHerr Professorin\u00ab.<\/li>\n<li>Seminar- und Examensarbeiten an den Universit\u00e4ten m\u00fcssen in gender-gerechter Sprache verfasst sein, ansonsten laufen sie Gefahr, zur Korrektur zur\u00fcckgewiesen oder gar abgelehnt zu werden.<\/li>\n<li>am Beispiel Norwegen: der Irrweg wurde 2012 erkannt, die staatlichen F\u00f6rdermittel wurden gestrichen, das \u203aKartenhaus\u2039 fiel in sich zusammen.<\/li>\n<li>am Beispiel Bundesrepublik Deutschland: im Jahre 2011 gab es bereits 173 Gender-Professuren an deutschen Universit\u00e4ten und Fachhochschulen (die Lehrst\u00fchle sind \u00fcberwiegend von Frauen besetzt) \u2013 derzeit bestehen rund 250 Lehrst\u00fchle und Zentren f\u00fcr \u00bbGender-Studies\u00ab.<\/li>\n<li>Wer die Gender-Richtlinien in seiner Institution nicht umsetzt, muss mit der K\u00fcrzung oder Streichung staatlicher Zuweisungsmittel rechnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Zusammenstellung:\u00a0Dr. Hans-Gerd Krabbe 8. <\/em><em>April 2015<br \/>\n<\/em><em>Quelle: http:\/\/ekiachern.de\/gemeinde\/zur-diskussion<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.) 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