{"id":1216,"date":"2008-04-22T16:25:41","date_gmt":"2008-04-22T14:25:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1216"},"modified":"2009-09-02T14:56:26","modified_gmt":"2009-09-02T12:56:26","slug":"wo-bleibt-der-mann-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1216","title":{"rendered":"Wo bleibt der Mann? &#8211; Teil II"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wo bleibt der Mann? &#8211; Teil II<br \/>\nSeine Abwertung durch Gender-Mainstreaming<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>7. Gezielte Sprachverwirrung der Gender-Ideologen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eUnser Volk, das ja nicht nur ein Volk der Dichter und Denker, sondern vor allem der Erfinder und Ingenieure ist, wird von der Muttersprache des Wissens abgeschnitten, die seit Luther eine wissenschaftlich-technische Revolution nach der anderen, eine hohe Innovationsf\u00e4higkeit hervorbrachte\u201c (Klaus D\u00e4\u00dfler). Warum wird nicht frank und frei ein deutscher Begriff gew\u00e4hlt? Man kann mit dem Stilkritiker Wolf Schneider mitf\u00fchlen, der sein neuestes Buch betitelt: \u201eSpeak German. Warum Deutsch manchmal besser ist\u201c. W\u00f6rtlich \u00fcbersetzt hei\u00dft Gender Mainstreaming etwa so: Hauptstrom im Sinne des sozialen Geschlechts. Um das unklare Wort richtig zu deuten, lautet die amtliche Definition: \u201eGender Mainstreaming besteht in der (Re-)Organisation, Verbesserung, Entwicklung und Evaluierung von Entscheidungsprozessen, so da\u00df von den Akteur\/Innen, die \u00fcblicherweise in Entscheidungsprozesse eingebunden sind, eine Perspektive der Gleichberechtigung der Geschlechter in allen Vorgehensweisen, auf allen Ebenen und in allen Phasen eingenommen wird\u201c (Council of Europe). Der besch\u00f6nigende Charakter kommt in dem Wort \u201cgut\u201d zum Vorschein. Am erschreckendsten ist der Absolutismus, der mit Demokratie nichts zu tun hat, n\u00e4mlich ausgedr\u00fcckt durch das dreifache Wort \u201eallen\u201c.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beispielhaft f\u00fcr die Freude an Fremdw\u00f6rtern ist der Versuch, den Diskursbegriff zu kl\u00e4ren: \u201eDiskurs ist das Netzwerk von Textzirkulationen, womit sowohl materielle, institutionelle Ereignisse als auch symbolische oder unsichtbare Effekte gemeint sind\u201c (Regina Frey). Bei GM gilt offenbar das Bonmot: \u201eEin Wort anzubieten bedeutet eine Welt anzubieten\u201c (Paula-Irene Villa). In der Tat bietet bereits erhebliche Schwierigkeiten, eine eindeutige \u00dcbersetzung von \u201eGender\u201c ins Deutsche zu finden. Nach dem Oxford-Duden von 1996\/97 wird Gender als grammatisches Geschlecht, als Genus bezeichnet. Das Paar Ideologie und Irritation hat sich als Strategie bew\u00e4hrt. Man denke etwa an den Nationalsozialismus oder den Kommunismus. Bezeichnend ist regelm\u00e4\u00dfig die Begr\u00fcndungsarmut. Hinzu kommen Bestrebungen, den \u201eGegner\u201c, also den Mann, zu diskriminieren sowie dessen Denk- und Handlungsweise ins L\u00e4cherliche zu ziehen. Ich habe mir \u00fcber diese Art des Vorgehens interdisziplin\u00e4r Gedanken gemacht und kam im Kontext mit dem ideologischen Erfolgsprinzip zu den \u201evier B\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>a) Bildungsarmut<\/strong>: Es mangelt an der \u00dcbersicht und Gesamtschau des selektiv vorgehenden Traditionskritikers,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>b) Beschimpfungen:<\/strong> Die hilflos wirkenden Glaubensgegner lenken mit Verbalinjurien und Verunglimpfungen zulasten des Gegen\u00fcbers von ihren Argumentationsdefiziten ab,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>c) Begr\u00fcndungslosigkeit<\/strong>: Man beschr\u00e4nkt sich im Wesentlichen auf reine Behauptungen und tut so, als ob es sich um Selbstverst\u00e4ndlichkeiten handelt, die zur Allgemeinbildung geh\u00f6ren,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>d) Beschr\u00e4nkungslust<\/strong>: Vom Gegner nicht erreichte Ziele werden hervorgekehrt, ohne da\u00df die erheblich gr\u00f6\u00dferen Eigendefizite einger\u00e4umt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auff\u00e4llig ist, da\u00df in anderen Staaten diese feministischen Errungenschaften nicht \u00fcbernommen wurden, selbst in dem progressiven D\u00e4nemark, in dem z. B. eine Bisch\u00f6fin mit \u201eFrau Bischof\u201c angeredet wird, ein m\u00e4nnlicher Krankenpfleger traditionell mit \u201eKrankenschwester\u201c. Selten ist in Zeitungen zu lesen, da\u00df etwa jemand \u201eunter die R\u00e4uber\/Innen gefallen\u201c ist. Begriffe wie \u201eTerrorist\/Innen\u201c oder \u201eDieb\/Innen\u201c kommen in den Medien bei Unkenntnis \u00fcber die Identit\u00e4t der Kriminellen nicht vor. Die Doppelungen mit \u201einnen\u201c sind nach den Forderungen des Feminismus und der daraus zumindest teilweise abgeleiteten \u201ePolitical Correctness\u201c nur mit positiver Ausrichtung zu verwenden. Das wird auch in der \u201eBibel in korrekter Sprache\u201c deutlich, wo zwar immer wieder von der G\u00f6ttin die Rede ist, nicht aber von einer Teufelin oder Satanin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcberhaupt wird das Problem der M\u00e4nner immer akuter. Sie gelten in wissenschaftlichen Kreisen immer mehr als das schw\u00e4chere Geschlecht. Die Gespr\u00e4chsbereitschaft l\u00e4sst nach, M\u00e4nner antworten zu selten oder nur ausweichend (Wiek, Hurrelmann, Simmank). Dabei k\u00f6nnen M\u00e4nner doch so positiv auf die Gesellschaft einwirken. Der Leiter der &#8222;Promise Keepers&#8220;, Pastor J. Metzger, dr\u00fcckt das so aus: &#8222;Der politische Wandel beginnt mit dem einzelnen Menschen. Wenn Sie einen Mann verwandeln, dann verwandeln Sie die Familie. Wenn Sie die Familie verwandeln, dann verwandeln Sie die Stadt. Wenn Sie die Stadt verwandeln, dann verwandeln Sie die Nation.&#8220; M\u00e4nnliche und weibliche Gehirne unterscheiden sich in etwa einem Dutzend anatomischer Merkmale. Das m\u00e4nnliche ist gr\u00f6\u00dfer, und zwar um durchschnittlich etwa 10 %. Allerdings arbeitet es vergleichsweise asymmetrisch: Wenn M\u00e4nner sprechen, dann ist vor allem die linke Gehirnh\u00e4lfte aktiv. Bei Frauen hingegen arbeiten die rechte und die linke Gehirnh\u00e4lfte zusammen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute m\u00fcssen die weniger sprachbegabten M\u00e4nner z. T. Schweres durchmachen: Man denke etwa an die Vorw\u00e4nde in Sorgerechtsprozessen, mit welchen es Frauen immer wieder schaffen, den V\u00e4tern das Recht, mit ihren Kindern zu verkehren, vorzuenthalten. Frauen konnten im tiefsten Mittelalter erstaunliche Positionen erreichen im Wirtschaftsgef\u00fcge von St\u00e4dten; der soziale Status der Frau war mitnichten nur schlicht, aber man kann auch nicht generell von Emanzipation sprechen.&#8220; Die Frau war eigentlich seit eh und je die &#8222;graue Eminenz&#8220;. H\u00f6ren wir eine echt emanzipierte Frau: Es war so, &#8222;da\u00df Frauen zu allen Zeiten, zu allen gesellschaftlichen Stellungen, unabh\u00e4ngig von Religion oder Weltanschauung, mehr oder minder aus dem Verborgenen Einfluss ge\u00fcbt haben. Meine Auslegung des h\u00e4ufig negativ zitierten biblischen Untert\u00e4nigkeitsgebots (Epheser 5) lautet: W\u00e4hrend wir uns unserer W\u00fcrde und unseres Wertes bewusst bleiben, st\u00e4rken wir unsere Umwelt (Partner, Kind, Eltern) und bauen sie auf&#8220; (Dagmar Schmidt). Best\u00e4tigt wird dies durch \u00c4u\u00dferungen der italienischen Schriftstellerin Susanna Tamaro, deren Erfolgroman &#8222;Anima mundi&#8220; gerade ins Deutsche \u00fcbersetzt worden ist: &#8222;Frauen sind M\u00e4nnern \u00fcberlegen, davon bin ich \u00fcberzeugt. Das ist die Trag\u00f6die der Frauen&#8220; (Spiegel Interview). Das hei\u00dft im Klartext, da\u00df die Forderung der Frau, dem Mann untertan zu sein, das Verlangen zum verantwortungsbewu\u00dften St\u00e4rken des schwachen Partners bedeutet. Diese Untersuchungen zeigen, da\u00df die M\u00e4nner gar nicht die \u00dcberlegenen sind, auch wenn sie bei einem sportlichen Vergleich in vielen Disziplinen Sieger sein werden, so sind sie im seelischen Bereich regelm\u00e4\u00dfig schw\u00e4cher.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei hat die Wissenschaft l\u00e4ngst erkannt: V\u00e4ter sind durch nichts zu ersetzen. Darauf hat der Ethiker Thomas Schirrmacher in seinem Buch \u201eModerne V\u00e4ter \u2013 weder Waschlappen noch Despoten\u201c aufmerksam gemacht. Es hei\u00dft darin u. a.: \u201eDie psychologische oder physische Abwesenheit der V\u00e4ter von Familien ist eine der gr\u00f6\u00dften untersch\u00e4tzten Trag\u00f6dien unserer Zeit\u201c. Ein Drittel der Kinder w\u00fcrden unter den Folgen einer m\u00e4nnerlosen Erziehung leiden. Es komme \u00fcberdurchschnittlich zu Schulversagen, Drogensucht und sozialen Auff\u00e4lligkeiten. M\u00e4dchen mit einer fehlenden oder gest\u00f6rten Vaterbindung w\u00fcrden h\u00e4ufiger Opfer von Mi\u00dfbrauch und \u00f6fter als Teenager schwanger. Es bleibt dabei: Frauen und M\u00e4nner sind bei ihrer Unterschiedlichkeit gleichwertig und k\u00f6nnen einander in wunderbarer Weise erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>8. Verantwortungslose Finanzierung gesetzwidriger Praktiken<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gender-Ideologie will nicht nur die Lage der Menschen \u00e4ndern, sondern die Menschen selbst. Das allein bedeutet schon einen unerme\u00dflichen Aufwand, um die Umwandlung zu finanzieren. Wichtig f\u00fcr die Propagandisten ist der Einflu\u00df auf die Kinder. So sollen sie m\u00f6glichst fr\u00fch sexualisiert werden. Daf\u00fcr sorgt die Bundeszentrale f\u00fcr gesundheitliche Aufkl\u00e4rung (BZgA). In dem Heft \u201eM\u00e4dchensache(n)\u201c findet man Folgendes: \u201eSo wie die meisten Menschen beim Thema Sex neugierig sind, fragen sich viele auch, was lesbische Frauen im Bett (oder sonst wo\u2026) machen. Bei M\u00e4dchen, die mit M\u00e4dchen zusammen sind ist es nicht anders, als bei anderen Paaren auch: Sie machen alles, worauf sie Lust haben. Das kann K\u00fcssen oder Streicheln sein, mit dem Mund, der Zunge oder den Fingern.\u201c Die Publizistin und Mutter von drei Kindern Gabriele Kuby denkt dar\u00fcber sehr kritisch: \u201eDies ist die Familienpolitik eines Staates, der von der demografischen Krise in seiner Existenz bedroht ist. Weil Gender Mainstreaming die globale und nationale Agenda mit oberster Priorit\u00e4t ist, kann das Problem des Familienzusammenbruchs, der massenhaften T\u00f6tung ungeborener Kinder und der sinkenden Geburtenrate nicht gel\u00f6st werden. Die von Staat und Medien betriebene moralische Zerr\u00fcttung des Volkes ist die Wurzel des \u00dcbels\u201c (Pro Conscientia).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein \u201eRatgeber f\u00fcr Eltern zur kindlichen Sexualerziehung vom ersten bis zum dritten Lebensjahr\u201c fordert Eltern auf, das Kind beim Saubermachen zu kitzeln und an verschiedenen Stellen zu k\u00fcssen. Die Stadt Berlin, die f\u00fcr sich mit \u201eam aber sexy\u201c wirbt, offeriert eine Anleitung zur Homosexualisierung der Sch\u00fcler, u. a. in den F\u00e4chern Deutsch und Ethik; die \u201eHandreichung f\u00fcr weiterf\u00fchrende Schulen\u201c mit einem Umfang von 198 Seiten hat der Senat zum Thema \u201elesbische und schwule Lebensweisen\u201c herausgegeben. Der Staat finanziert eine Vielzahl von Lehrst\u00fchlen an deutschen Universit\u00e4ten f\u00fcr \u201eGender Studies\u201c. Die familienfeindliche Lehre wird vom Staat in einer Weise unterst\u00fctzt, welche im Laufe der Geschichte wohl einmalig ist. Das gipfelt im \u201eGenderKompetenzZentrum\u201c an der Berliner Humboldt-Universit\u00e4t. Das Bundesfamilienministerium ist Sponsor. Die kritische Publizistin Kuby spricht von der \u201eKaderschmiede\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr das bereits erw\u00e4hnte Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz wurde eine Antidiskriminierungsstelle geschaffen mit einem Etat von j\u00e4hrlich wenigstens 5 Millionen \u20ac. Es soll die vermeintlich diskriminierten Personen bei ihren Kontrollen \u00fcber die Meinungsfreiheit unterst\u00fctzen. Letztlich werden damit \u2013 wie im Dritten Reich \u2013 Bestrebungen, andere Menschen zu denunzieren, unterst\u00fctzt. H\u00e4lt man sich vor Augen, mit welchen Sch\u00e4den die Wirtschaft im Zusammenhang mit dem Antidiskriminierungsgesetz rechnet, so geht es um zig Milliarden j\u00e4hrlich. \u201eDer Spiegel\u201c z\u00e4hlt noch weitere kostspielige Gender-Projekte auf: In jedem Berliner Bezirksamt h\u00e4ngt am Schwarzen Brett inzwischen ein Fortschrittsbericht der \u201eGender-Gesch\u00e4ftsstelle\u201c. Das Verkehrsministerium zahlte 324000 \u20ac f\u00fcr das Papier \u201eGender Mainstreaming im St\u00e4dte-Bau\u201c. 180000 \u20ac hat das Bundesumweltministerium f\u00fcr die Studie \u201eGender Greenstreaming\u201c zur Verf\u00fcgung gestellt; es sei geschlechterpolitisch sinnvoll, wenn es auch \u201eMotors\u00e4genkurse f\u00fcr Frauen\u201c g\u00e4be.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun sollen Milliarden f\u00fcr den Krippenausbau ausgegeben werden, und zwar nicht nur f\u00fcr eine Notma\u00dfnahme, z. B. zugunsten alleinerziehender M\u00fctter. Es handelt sich hier auch um einen Ausfluss des GM: Geld wird f\u00fcr etwas ausgegeben, das nicht nachgewiesen konstruktiv ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Bezug auf den finanziellen Aufwand allein schon ist es opportun, in Bezug auf GM \u201ezur\u00fcckzurudern\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9. Gender Mainstreaming ist antichristlich<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Anlehnung an den Marxismus indiziert bereits das Antichristliche \u2013 auch wenn es mit der Ideologie so manche naive Verantwortliche gut meinen. Die Entlehnung au\u00dferchristlicher Elemente, insbesondere in der EU, bewirkt, da\u00df eine Ideologie, die nicht mit der christlich-abendl\u00e4ndischen Kultur konform geht, eingef\u00fchrt worden ist. Dabei hat sich das Christentum in Europa und Deutschland bew\u00e4hrt; der positive Einfluss kann nicht dadurch wegdiskutiert werden, da\u00df es zu Ausf\u00e4llen gekommen ist, welche auf bibelwidriges Handeln zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Man denke etwa an die Kreuzz\u00fcge, Inquisitionen oder Hexenverbrennungen. Die Vorz\u00fcge christlich orientierter Lebens- und Handlungsweisen \u00fcberwiegen bei Weitem.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Leugnung der christlichen Errungenschaften \u2013 etwa in der EU \u2013 wirkt als historische L\u00fcge, zumal es in Europa kaum einen etwas gr\u00f6\u00dferen Ort gibt, ohne da\u00df mindestens eine Kirche herausragt. Kaum ein Komponist, Maler oder Dichter von Weltrang ist in seiner Kunst ohne die christliche Grundlage zu erfassen. Stellvertretend wird der norddeutsche Schriftsteller und Nobelpreistr\u00e4ger Thomas Mann zitiert: Es werde \u201eauf der kulturellen Christlichkeit abendl\u00e4ndischen Menschentums mit aller Freiheit und Festigkeit bestanden werden m\u00fcssen\u201c. Nach Auffassung des Literaten seien wieder herzustellen \u201edie Gebote des Christentums, aus ihnen mu\u00df das Grundgesetz f\u00fcr das zuk\u00fcnftige Zusammenleben der V\u00f6lker abgeleitet werden, vor dem alle sich werden beugen m\u00fcssen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man denke etwa auch an bekennende Nichtchristen wie Sonja Zekri und ihren Artikel \u201eLob der Gottlosigkeit\u201c aus der Kulturabteilung der \u201eS\u00fcddeutschen Zeitung\u201c. Sie beginnt mit den Worten \u201eHalleluja! Pl\u00f6tzlich wollen alle wieder glauben\u201c, und beschreibt in bewegenden Formulierungen die Verunsicherung der Atheisten im Blick auf die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse: \u201eStudien belegen, da\u00df fromme Menschen ges\u00fcnder und gl\u00fccklicher leben und besser wirtschaften, womit Gottlosigkeit nicht nur zum Gesundheitsrisiko, sondern auch zum Armutsfaktor wird\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gender Mainstreaming findet in der Heiligen Schrift keine Grundlage. Gott schuf den Menschen als \u201eeinen Mann und eine Frau\u201c (Genesis 1, 27). So hei\u00dft es, da\u00df die Frau \u201edes Mannes Ehre\u201c sei (1. Korinther 11, 7). Ein Anla\u00df f\u00fcr GM k\u00f6nnte der \u00c4rger \u00fcber Verse sein wie das Gebot, da\u00df die Frau in der Gemeinde schweigen soll, um daheim ihren Mann zu fragen (1. Korinther 14, 35) oder \u201edie Frauen seien untertan ihren M\u00e4nnern\u201c (Epheser 5, 22). Die Emp\u00f6rung von Frauen, auch M\u00e4nnern, kann man verstehen. Die historisch-kritische Forschung hat viel versucht, um diese Passagen zu eliminieren. Sp\u00f6ttisch k\u00f6nnte man den Bibelkritikern unterstellen, da\u00df die Worte \u201ein der Gemeinde\u201c hinzugef\u00fcgt seien, also eigentlich Frauen immer schweigen sollten. Nach den Gesetzen der Logik l\u00e4\u00dft sich aber folgende Auffassung vertreten: Der Apostel hatte diese Verse, die Frauen zu diskriminieren scheinen, in weiser Vorausschau gew\u00e4hlt, letztlich um GM zu verhindern! Dabei mag tr\u00f6stlich sein, da\u00df nach Paulus die Menschen einander untertan sein sollen, also auch der Mann der Frau (Epheser 5, 21).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute wird in vielen Bereichen nach Vorbildern gesucht. Tatkraft ist etwas, das dem heutigen Mann dringend zu empfehlen ist. Vom Apostel Paulus kann man wirklich nicht sagen, da\u00df er etwa im negativen Sinne \u201eweich\u201c gewesen sei. Mut und Tatkraft haben ihn ausgezeichnet. Eine zentrale Vorschrift bei ihm ist: \u201eWachet, steht im Glauben, seid m\u00e4nnlich und seid stark!\u201c (1. Korinther 16, 13). Das hat nichts mit autorit\u00e4rem Gehabe zu tun, zumal es im folgenden Vers hei\u00dft: \u201eAlle eure Dinge lasset in der Liebe geschehen\u201c. Patriarchalische Exzesse schlie\u00dfen den Gedanken der Liebe bereits aus logischen Gr\u00fcnden aus. Mit einer liebevollen Gesinnung kann ein Mann auch ohne weiteres \u201eFamilienoberhaupt\u201c sein, auch wenn es mancher Frau nicht gef\u00e4llt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der vollkommene Mann ist weder Macho noch Weichei (Paulus spricht von \u201eWeichlingen\u201c im 1. Korinther 6, 9), aber er ist ein Streiter f\u00fcr das Gute. \u201eDie Kampfbereitschaft eines Mannes zeigt sich nicht im Kampf um die eigene Ehre, sondern darin, da\u00df er f\u00fcr die Wahrheit eintritt mit allem, was ihm zur Verf\u00fcgung steht\u201c (so der Chemiker Dr. Daniel Meinzer). Das bedeutet, da\u00df man auch zur Wahrheit steht, selbst am Arbeitsplatz, auch wenn es unbequem und mit Nachteilen verbunden ist. Man mu\u00df sich nur vor Augen halten, was eine Vielzahl von gro\u00dfen Denkern best\u00e4tigt: \u201eDer Mensch ist unheilbar religi\u00f6s\u201c. Die Gender-Anh\u00e4nger m\u00fcssen sich ehrlich sagen, da\u00df ihre Perspektive letztlich auch religi\u00f6sen Charakter hat. Sie scheuen aber den \u00f6ffentlichen Disput.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man darf auch nicht \u00fcbersehen, da\u00df aus christlicher Perspektive die Verf\u00fchrung eine erhebliche Rolle in unserer Gesellschaft spielt. Die Demagogie hat besonders bei den gro\u00dfen vernichtenden Ideologien des 20sten Jahrhunderts ma\u00dfgeblichen Einflu\u00df gehabt. Paulus ist bewu\u00dft, da\u00df sich Gottes Gegenspieler durchaus als \u201eEngel des Lichts\u201c verstellt (2. Korinther 11, 14). Nach dem Gesagten trifft dies zumindest teilweise f\u00fcr GM zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun ist es durchaus nachvollziehbar, da\u00df derartige Ausf\u00fchrungen Gender-Ideologen st\u00f6ren. Allein schon die biblischen \u00c4u\u00dferungen \u00fcber die verantwortungsschwere Stellung des Mannes wirken als Sakrileg. Das gilt auch f\u00fcr die pers\u00f6nliche Beziehung des Menschen mit Jesus Christus, weil diese in gewisser Hinsicht auch die Subordination des Menschen beinhaltet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>10. Unvereinbarkeit von Gender Mainstreaming<br \/>\nmit kirchlichem Bildungsauftrag<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gender-Ideologie ist bei aller Nettigkeit der Kirchen nicht w\u00fcrdig. Die katholische h\u00e4lt sich zur\u00fcck und f\u00e4hrt damit gut; die evangelische hat sich dem neuen Diktat teilweise unterworfen. Die Nordelbische Kirche hat selbst verf\u00fcgt, da\u00df die Menschen bef\u00e4higt werden sollen, in ihrem Glauben kritikf\u00e4hig gegen\u00fcber menschlichen Ideologien zu werden (NEK Synode online, Februar 2008). Diese Organisation erweckt den Eindruck, als ob sie einfache Regelungen wie die des Grundgesetzes \u00fcber die Gleichberechtigung geistig nicht erfa\u00dft hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Grundlage ist eine Synodalentscheidungvon 2004. Es wird die Gender-Ideologie im vollen Umfang \u00fcbernommen, ohne Anhaltspunkte daf\u00fcr, da\u00df sich die Entscheidungstr\u00e4ger wissenschaftlich und kritisch damit auseinandergesetzt haben. Die Synode beschlie\u00dft das Konzept zur Umsetzung des Gender-Mainstreaming-Verfahrens und bittet die Kirchengemeinden, Kirchenkreise sowie die Dienste, Werke und Einrichtungen, dieses \u201ebis zum Jahre 2010 zu implementieren\u201c. Die EU-F\u00f6rderprogramme, insbesondere der EU-Strukturfonds \u2013 sind an die Erf\u00fcllung des Gender-Mainstreaming-Prinzips gebunden. Insbesondere die Diakonischen Werke, die F\u00f6rdermittel beantragen, m\u00fcssen bereits jetzt das Prinzip anwenden. \u201eStellungnahmen, Positionsbestimmungen und Forderungen zu wichtigen gesellschaftlichen und kirchlichen Themen werden k\u00fcnftig nur mit der Gender-Perspektive vollst\u00e4ndig, angemessen und zureichend erscheinen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun ist die NEK seitdem wirklich aktiv gewesen. Sie hat die Umsetzung bereits in die Wege geleitet. Dem Juristen fallen besonders zwei Handlungsbereiche auf. Zun\u00e4chst irritiert der \u201eKirchliche Arbeitnehmerinnen Tarifvertrag (KAT) vom 01.12.2006\u201c. Auff\u00e4llig ist, da\u00df es hier nicht nur um das bisherige feministische \u201eI\u201c geht, sondern um die rein weibliche Formulierung. Der Begriff \u201eArbeitnehmerin\u201c ist in dem Gesetz Standard. Die M\u00e4nner kommen allenfalls nebenbei vor, und zwar im zweiten Absatz von \u00a7 1: \u201eDie im Tarifvertrag verwendete Bezeichnung Arbeitnehmerin umfa\u00dft weibliche und m\u00e4nnliche Arbeitnehmer\u201c. Der Leser denkt hier unvermittelt an Satire.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Entsprechendes gilt auch f\u00fcr die \u201eBibel in gerechter Sprache\u201c, die zu einem gro\u00dfen Teil von der L\u00fcbecker Bisch\u00f6fin Frau Wartenberg-Potter verantwortet wird. In der Pr\u00e4ambel der \u201eVerfassung der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche\u201c hei\u00dft es u. a.: Sie ist verpflichtet, \u201eVerf\u00e4lschungen abzuwehren\u201c. Die \u201eBibel in gerechter Sprache\u201c weist ehrlich auf die \u201eMitwirkenden\u201c hin. Die Bisch\u00f6fin ist auf S. 2400 aufgef\u00fchrt im \u201eBeirat zur F\u00f6rderung, Unterst\u00fctzung und Begleitung des Projektes\u201c. Anstatt die \u00dcberwachungspflicht zu erf\u00fcllen, hat sie selbst die kirchliche Verfassung mit F\u00fc\u00dfen getreten. Das ergibt sich aus dem Gutachten des Theologieprofessors und Altbischofs Ulrich Wilckens. Die Fassung sei von einer \u201etiefen H\u00e4resie\u201c, also von Irrlehre durchzogen. Er wirft seiner sp\u00e4teren Nachfolgerin auf dem Bischofsstuhl Vers\u00e4umnisse ihres geistlichen W\u00e4chteramtes vor. Der Begriff \u201eVater\u201c f\u00fcr Gott wird vermieden. Damit wird das Wesen des biblischen Gottes mutwillig ver\u00e4ndert. Jesus erscheint nicht als Sohn Gottes und Erl\u00f6ser, sondern als \u201evorbildlicher Mensch\u201c, der den Menschen die weiblichen Z\u00fcge seiner Gotteserfahrung nahe bringt. Die gutachterliche Stellungnahme unterstreicht, da\u00df es sich hier im juristischen Sinne um eine \u201eUrkundenf\u00e4lschung\u201c nach \u00a7 267 StGB handelt. Danach mu\u00df mit einer Freiheitsstrafe bis zu f\u00fcnf Jahren derjenige (f\u00fcr die Betreffenden auch: \u201ediejenige\u201c) rechnen, der (die) zur T\u00e4uschung im Rechtsverkehr eine echte Urkunde verf\u00e4lscht. Als solche l\u00e4\u00dft sich der Urtext der Heiligen Schrift ansehen. Man mu\u00df bei dem Produkt wohl von \u201eselbstgerechter Bibel\u201c reden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Ratsmitglied der EKD Peter Hahne schrieb in den \u201eL\u00fcbecker Nachrichten\u201c: \u201eSchade um die sch\u00f6nen Regenw\u00e4lder, denn diese private Pseudo-Bibel ist die Druckerinnen- und Druckerschw\u00e4rze nicht wert. Da wollen Spie\u00dfer eine gro\u00dfe, alte Kultur in ihre kleine, ideologische Welt zwingen.\u201c Der \u201eSpiegel\u201c spottet \u00fcber die \u201eFrauenpower-Bibel\u201c und stellt sie als \u201enicht seri\u00f6s\u201c hin. Die \u00dcbersetzer \u00fcbersehen aber, da\u00df sie sich letztlich auf eine Stufe mit den Nazis gestellt haben. Im Dritten Reich wurde auch \u201ezeitgerecht\u201c an theologischen Lehrst\u00fchlen verk\u00fcndet, da\u00df Jesaja 53 erst um 800 nach Christi Geburt von den Juden erfunden worden sei, um den arischen V\u00f6lkern einen Schuldkomplex zu suggerieren, damit sie besser ausgebeutet werden konnten (Meskemper in \u201eErneuerung und Abwehr\u201c). Die Feministen wollen offensichtlich mit ihrer neuen Bibel den \u201ePatriarchen\u201c einbl\u00e4uen, da\u00df sie aufgrund ihrer Schuldgef\u00fchle gegen\u00fcber Frauen und Juden angeblich Zukunftsweisendes bejahen und f\u00f6rdern sollen. Wie war das doch damals bei den Nationalsozialisten mit den Bem\u00fchungen um eine \u201ev\u00f6lkische Evangelienharmonie\u201c? Haben die Feministinnen von den Nazis gelernt, wie man Zensur aus\u00fcbt? Immerhin hat die Kirchliche Sammlung den R\u00fccktritt von Bisch\u00f6fin Wartenberg-Potter gefordert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich sehe hier intellektuelle Probleme der NEK. Aufgefallen ist mir, der ich einige Jahrzehnte in S\u00fcddeutschland gelebt habe, da\u00df es in der Nordelbischen Kirche weder eine Akademie (wie in Bad Boll oder in Tutzing) gibt, ferner es an einer Autobahnkirche fehlt und schlie\u00dflich der epd-Wochenspiegel nicht Regionalseiten f\u00fcr die Nordelbische Kirche bietet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Synode im Februar 2008 wurde \u00fcber die erfolgte Umsetzung berichtet, vorgesehen war, da\u00df bis zum Jahr 2010 das Gleichstellungskonzept vollst\u00e4ndig umgesetzt werden sollte. Bedauert wurde, da\u00df der Gender-Gedanke sich in der Kirche nur langsam durchsetze, etwa die geschlechterspezifische Besetzung von Aussch\u00fcssen zu wenig beachtet werde. So wurde in Bezug auf die Problematik \u201eh\u00e4usliche Gewalt\u201c das Vorurteil verfestigt, M\u00e4nner seien immer die T\u00e4ter und Frauen ausschlie\u00dflich die Opfer. Die Bem\u00fchungen des nordelbischen M\u00e4nnerbeauftragten Thomas Schollas, eine gewisse Ausgewogenheit zu erreichen, waren vergeblich. Zwar berichtet die Synode begeistert von der \u201egro\u00dfen Resonanz\u201c (einer Tagung mit den Ministerien Schleswig-Holsteins), sie r\u00e4umt aber ein, da\u00df Gender Mainstreaming \u201eeiner breiteren \u00d6ffentlichkeit\u201c noch nicht bekannt und sichtbar sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gemeindeglied wird hellh\u00f6rig, wenn dann die Rede von den \u201eInformationen \u00fcber wissenschaftliche Erkenntnisse der Geschlechterforschung\u201c ist. Zumindest l\u00e4\u00dft sich nicht so ohne weiteres in den kirchlichen Beschl\u00fcssen die Wissenschaftlichkeit erkennen, man mu\u00df den Verantwortlichen viel glauben! Vor allem gibt es keine Hinweise daf\u00fcr, da\u00df insoweit Forschung getrieben wird mit der Ma\u00dfgabe, da\u00df sie ergebnisoffen ist. Den Alleinerziehenden wird bereits rein optisch mehr als doppelt so viel Raum einger\u00e4umt wie der Ehe. Der Familienbegriff wird ausgeweitet. Die Synode spricht von \u201eEin-Elternteil-Familien\u201c. Es hei\u00dft dann \u2013 entgegen allen wissenschaftlichen Erkenntnissen \u2013, \u201eda\u00df homosexuelle Orientierung zur Individualit\u00e4t und Identit\u00e4t zahlreicher Menschen unabl\u00f6sbar hinzugeh\u00f6rt. Daher mu\u00df eine entsprechende Lebensgestaltung m\u00f6glich sein\u201c. Die Synodalen haben nicht einmal gemerkt, da\u00df es nach dem Stand der Forschung keine homosexuelle \u201eIdentit\u00e4t\u201c gibt. Sie handelten bereits im Vorgriff auf Gender Mainstreaming, die Ideologie, die ja bekanntlich dem Menschen suggeriert, seine Befindlichkeiten seien Grundlage f\u00fcr seine Selbstidentifikation. Der geistige Austausch ist nicht gew\u00fcnscht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es handelt sich hier um ein allgemeines gesellschaftliches Problem, wobei zutiefst zu bedauern ist, da\u00df sich die profilierte Evangelische Kirche, die bald ein halbes Jahrtausend lang die geistige Entwicklung in Deutschland bestimmt hat, nunmehr an den Zeitgeist verkauft hat. Gesetz und Rechtsprechung kennen den Begriff \u201eKartell\u201c. Gedacht ist an Verhinderung, Einschr\u00e4nkung und Verf\u00e4lschung des Wettbewerbs in der Wirtschaft. Auch hier gibt es Parallelen zur NEK. Es sind in theologischer und gesellschaftlicher Hinsicht Monopole gebildet worden, wobei es am geistigen Wettbewerb fehlt (z. B. hat die historisch-kritische Forschung die Deutungshoheit inne und tr\u00e4gt zur \u201akumulativen Marktabschottungswirkung\u2019 bei. Wenn \u00fcberhaupt, dann m\u00fc\u00dfte doch bei Beschl\u00fcssen, die eindeutig gegen den Wortlaut der Bibel versto\u00dfen, wenigstens Einstimmigkeit gefordert sein. Das synodale Verhalten in Bezug auf GM berechtigt zu der in der Christenheit immer wieder auftauchenden Frage, wieweit gesetzestreue Gemeindeglieder den Beschl\u00fcssen Folge leisten sollen. Auch wenn es sich rein formal um Empfehlungen handelt \u2013 etwa vergleichbar mit den \u201eRichtlinien der EU\u201c \u2013, wird von Bisch\u00f6fen, Pr\u00f6psten, Pastoren und Kirchenvorstandsmitgliedern letztlich doch erwartet, sich jenen zu unterwerfen. Wenn etwas gegen den \u201ereformatorischen Ordre Public\u201c verst\u00f6\u00dft, so mu\u00df, wie im Grundgesetz vorgesehen, den Gemeinden ein Widerstandsrecht zuerkannt werden. Die Bibel kennt ja das Postulat, Gott mehr als den Menschen zu gehorchen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bibel ist sehr streng mit den Pastoren, die ja \u2013 \u00fcbersetzt \u2013 Hirten sein sollen. Jesus spricht von sich indirekt als dem guten Hirten, der sein Leben f\u00fcr die Schafe l\u00e4\u00dft. \u201eDer Mietling aber, der nicht Hirte ist, des die Schafe nicht eigen sind, sieht den Wolf kommen und verl\u00e4\u00dft die Schafe und flieht; und der Wolf erhascht und zerstreut die Schafe\u201c (Johannes 10, 12). Es erhebt sich die Frage, wieweit es korrekt ist, diejenigen, die den \u201eWolf im Schafspelz\u201c, das nett erscheinende GM, haben kommen sehen und die Herde verlassen, als Mietlinge anzusehen sind. Die Kirche, der die Gesellschaft das N\u00e4chstenliebegebot zu verdanken hat, m\u00fc\u00dfte gerade danach lechzen, die M\u00e4nnerverh\u00f6hnungen zu unterbinden. Die Bezeichnung als \u201eVolltrottel\u201c k\u00f6nnte man vielleicht noch scherzhaft hinnehmen, wenn aber die FDP-Politikerin Cornelia Pieper den Mann als \u201ehalbes Wesen\u201c bezeichnet, als einen Unfertigen, der \u201evon der Evolution und dem weiblichen Geschlecht \u00fcberholt\u201c worden sei, dann wird es h\u00f6chst kritisch. Radikalfeministinnen wie Andrea Dworkins sprechen unverbl\u00fcmt \u00fcber die Erforderlichkeit der M\u00e4nnervernichtung \u2013 das erinnert an die Eingangsworte von Sartre. Die Kirche k\u00f6nnte fordern: Geist statt Feminismus! In beeindruckender Weise engagiert sich die bekehrte Sozialistin, n\u00e4mlich die Soziologin und Publizistin Gabriele Kuby, selbst Mutter von drei Kindern. Sie fragt: \u201eWarum verschlie\u00dft sich die Bundesrepublik den wissenschaftlichen Erkenntnissen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn es der NEK schwer f\u00e4llt, sich von einer Frau belehren zu lassen, bietet sich ein wissenschaftliches Institut an, an welchem Frauen und M\u00e4nner arbeiten. Es handelt sich sogar um eine christliche Organisation mit dem Namen \u201eDeutsches Institut f\u00fcr Jugend und Gesellschaft\u201c in Reichelsheim\/Odenwald. Dieses gibt regelm\u00e4\u00dfig Bulletins heraus, die gerade Gender-Mainstreaming betreffende Probleme behandeln. Echte Forschung ist anstrengend. Es gibt in der Bibel ein gutes Beispiel: Paulus ist stolz darauf, \u201eviel mehr gearbeitet\u201c zu haben, als alle anderen (2. Korinther 11, 239. In diesem Kontext verweist er aber auch darauf, da\u00df das alles Gnade gewesen sei. Hier wird der Gedanke der Bipolarit\u00e4t und Kontrastharmonie sehr deutlich: M\u00e4nner d\u00fcrfen stolz sein auf das Geleistete, geben aber Gott die Ehre. Gegens\u00e4tzlich Erscheinendes pa\u00dft gut zusammen, wenn es in kluger Weise miteinander verbunden wird. F\u00fcr die NEK bedeutet dies: Selbstverst\u00e4ndlich sich optimal f\u00fcr die Geschlechtergerechtigkeit einsetzen, aber Abstand nehmen von der tiefen Verbeugung vor der christentumsfeindlichen GM-Ideologie. Das grunds\u00e4tzlich begr\u00fc\u00dfenswerte Anliegen der Kirche l\u00e4\u00dft sich viel besser statt durch die Modestr\u00f6mung durch solide biblische Grundlagen in die Tat umsetzen. Die staatliche und die Nordelbische Kirchenverfassung brauchen das Surrogat nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Nordelbische Kirche soll sich auch von ihren denkenden Mitgliedern gelegentlich etwas sagen lassen: \u201eWas wir erleben, ist eine Reform eher von oben\u201c(Professor Hans-J\u00fcrgen Benedict). Wo bleibt das viel ger\u00fchmte allgemeine Priestertum? Wo sp\u00fcrt man noch Luthers Geisteskraft: \u201eDer Kaiser mu\u00df kein Christ sein, es gen\u00fcgt, da\u00df er Vernunft besitzt\u201c? Protestanten sind ersch\u00fcttert, wenn sie vom katholischen weltbekannten Journalisten Peter Scholl-Latour h\u00f6ren m\u00fcssen, da\u00df der Protestantismus sich nicht mehr im Siechtum befinde, sondern bereits gestorben sei. Es ist schon auffallend, da\u00df die Schwesternkirche um ein Vielfaches \u00f6fter in den Medien vorkommt als die Evangelischen \u2013 Mitte April 2008 wieder der Papst im Zusammenhang mit seiner US-Reise, mit welcher er gerade die Protestanten stark beeindruckt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Ergebnis l\u00e4\u00dft sich festhalten, da\u00df der deutsche Mann sich offensichtlich im Gender-Gewirr verlaufen hat. Es wird h\u00f6chste Zeit, da\u00df er sein Mannsein wieder findet. Dazu geh\u00f6rt nicht nur scharfe Kritik gegen die Ideologie des Gender Mainstreaming, sondern auch aktives Handeln. Es w\u00e4re eine sch\u00f6ne Aufgabe der M\u00e4nner, nunmehr mit Geist, Scharfsinn, Witz und auch emotionaler Intelligenz Staat und Kirche auf deren Verantwortungslosigkeit in Bezug auf GM hinzuweisen. Dabei soll durchaus in bipolarer Weise auf den gutmenschlichen Charakter der Ideen aufmerksam gemacht werden. So sch\u00f6n das neue Gemeinschaftsdenken auch ist \u2013 einen \u201eZwangskonsens\u201c hatten wir bereits in den Gro\u00dfideologien des vergangenen Jahrhunderts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gender Mainstreaming ist kein einfach zu behandelndes Thema. Man mu\u00df nicht alles in diesem Beitrag verstanden haben. Hilfreich ist vielleicht folgende \u00dcberlegung: Marxisten und Sozialisten leiden immer noch sehr darunter, da\u00df ihre Ideologie im Ostblock gescheitert ist. Mit Hilfe des Gedankenguts aus der 68er Kulturrevolution haben sie sich gesagt, da\u00df sie retten m\u00fcssten, was zu retten ist. Entstanden ist die Ideologie der \u201ePolitischen Korrektheit\u201c mit dem freundlichen Grundgedanken, Minderheiten zu sch\u00fctzen, sowie GM mit der Idee, \u00fcber die Aufhebung der Geschlechtsunterschiede die Gleichberechtigung der Frau durch \u00dcberzeichnung zu erreichen. Es ist nicht meine Art, andere blo\u00dfzustellen. Die GM-Aktivisten sollten aber nicht vergessen, da\u00df ein Verbrecher wie Reichs-Propagandaminister Joseph Goebbels die Umfunktionierung von traditionell Bew\u00e4hrtem \u00fcber eine Bewu\u00dftseinsrevolution realisieren wollten. Zumindest die Gebildeten unter den jetzigen Revolution\u00e4ren sollten die Sorgen ihrer geistigen Kontrahenten respektieren. Sie m\u00fcssen auch verstehen, da\u00df, wenn sie mit Aggressivit\u00e4t und autorit\u00e4rem Gehabe vorgehen, die Mittel begrenzt sind, ihnen nur mit \u201eEngelszungen\u201c zu begegnen. Das Handeln der arrogant und indoktrin\u00e4r wirkenden Entscheidungstr\u00e4ger mu\u00df bei aller Achtung vor ihrer Person bek\u00e4mpft werden. Da\u00df sich manch unfreundliches Wort nicht vermeiden l\u00e4\u00dft, liegt auf der Hand. Pers\u00f6nlich ist das nie gemeint \u2013 in Anlehnung an Jesus, der Menschen, die ein Gedankengeb\u00e4ude errichten, welches auf Unredlichkeit fu\u00dft, als \u201eSchlangenbrut\u201c oder \u201eOtterngez\u00fccht\u201c bezeichnet. Daher kann man mit den 68ern sagen: \u201eDie Hierarchie ist wie ein Regal, je h\u00f6her, desto nutzloser\u201c. Selbst Ironie ist zul\u00e4ssig, wie der bekannte Theaterregisseur Peymann im ZDF forderte. Da\u00df dieser Beitrag f\u00fcr einige Zuh\u00f6rer anstrengend gewesen sein mag, nehme ich in Kauf. Ich w\u00fcnsche allen Interessierten Zivilcourage und Gottes Segen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>M\u00e4nnertreff Andreaskirche 24.04.2008<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wo bleibt der Mann? &#8211; Teil II Seine Abwertung durch Gender-Mainstreaming 7. 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