{"id":12042,"date":"2015-03-24T10:39:26","date_gmt":"2015-03-24T09:39:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12042"},"modified":"2015-03-24T10:46:29","modified_gmt":"2015-03-24T09:46:29","slug":"die-gemeinde-in-der-zerreissprobe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12042","title":{"rendered":"&#8222;Die Gemeinde in der Zerrei\u00dfprobe&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kongresse des Gemeindehilfsbundes:<br \/>\n&#8222;Die Gemeinde in der Zerrei\u00dfprobe<br \/>\nzwischen Nachfolge und Verweltlichung&#8220;<br \/>\n<\/strong><br \/>\n\u201eDa nun der Teufel sah, dass Gott eine solche heilige Kirche baute, feierte er nicht und baute seine Kapelle dabei, gr\u00f6\u00dfer denn Gottes Kirche ist\u201c. Mit diesen markanten Worten beschrieb Martin Luther im Jahr 1539 das Nebeneinander von wahrer und falscher Kirche. Damals wie heute stehen Christen vor der Herausforderung, die eine Kirche von der anderen zu unterscheiden. Vor diesem Hintergrund kamen vom 20.-22.3. \u00fcber 200 evangelische Christen zu einem Kongress des Gemeindehilfsbundes im Geistlichen R\u00fcstzentrum Krelingen zusammen. <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Tagung stand unter dem Motto: \u201eDie Gemeinde in der Zerrei\u00dfprobe zwischen Nachfolge und Verweltlichung.\u201c In seinem Er\u00f6ffnungsvortrag zeigte Pastor Dr. Joachim Cochlovius (Walsrode) biblisch-reformatorische Ma\u00dfst\u00e4be zur Beurteilung der kirchlichen Lage auf. Um die falsche Kirche \u00fcberhaupt erkennen zu k\u00f6nnen, m\u00fcsse zun\u00e4chst die wahre Kirche erkannt werden. Mit Blick auf das Nic\u00e4no-Konstantinopolitanum von 381 n. Chr. entfaltete der Leiter des Gemeindehilfsbundes die Kriterien \u201eEinheit, Heiligkeit, Allgemeinheit und die Apostolizit\u00e4t\u201c der Kirche. Wo Kirchenleitungen durch ihre Verlautbarungen gegen diese Kriterien verstie\u00dfen, in dem sie z. B. das Selbstbestimmungsrecht der schwangeren Frau zur letzten Instanz in der Entscheidung \u00fcber Leben und Tod des ungeborenen Menschen machten oder in Fragen der Sexualethik die apostolischen Ordnungen au\u00dfer Kraft setzten, w\u00fcrden sie den Boden der wahren Kirche verlassen und f\u00fcr die falsche Kirche sprechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Prof. Rainer Mayer (Stuttgart) zeigte in seinem Vortrag Parallelen auf zwischen der kirchlichen Situation in den Jahren 1933-1945 und heute. Von Dietrich Bonhoeffer k\u00f6nne man u. a. lernen, h\u00e4retische Entwicklungen klar zu benennen und auszuschlie\u00dfen, also die Grenzen der Kirche aufzuzeigen. Die Kirche d\u00fcrfe sich nicht der jeweils herrschenden Weltanschauung unterwerfen, sondern sie sei bis hinein in ihre Ordnungen bekenntnisgebunden. Auch im heutigen Bekenntniskampf gehe es nicht darum, uns Christen viel zuzutrauen, sondern Gottes Wort zu vertrauen, dass es Gottes Wort sei und ausrichtet, was es sagt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den parallelen Seminaren am Samstagnachmittag sprachen Lutz Scheufler (Waldenburg) \u00fcber den evangelistischen Auftrag der Kirche, Prof. Rainer Mayer \u00fcber die Ausbreitung der Gender-Ideologie in der Kirche und die Folgen f\u00fcr die Seelsorge, Pastor Uwe Holmer (Serrahn) \u00fcber die Gemeinde in der sozialistischen Diktatur der DDR, Pfarrer Falk Klemm (Plauen) \u00fcber die theologische Arbeit und die Ziele der S\u00e4chsischen Bekenntnis-Initiative und Pastor Jens Motschmann (Bremen) \u00fcber den Zeitgeist in der Evangelischen Kirche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein besonderer H\u00f6hepunkt des Kongresses waren die Beitr\u00e4ge von Bischof Roland Gustafsson und Pastor Jakob Okkels aus der sogenannten Missionsprovinz in Schweden. Diese wurde im Jahr 2003 wegen der dramatischen Verweltlichung der Schwedischen evangelisch-lutherischen Kirche und der zunehmenden Ausgrenzung bibel- und bekenntnisgebundener Pfarrer gegr\u00fcndet. Die Missionsprovinz ordiniert Pfarrer und betreut Kirchengemeinden, welche die Autorit\u00e4t der Schwedischen Kirche nicht mehr anerkennen. Die beiden Geistlichen ermutigten die Teilnehmer, die Autorit\u00e4t des Wortes Gottes voll und ganz anzuerkennen und den gekreuzigten, auferstandenen und wiederkommenden Christus mutig zu bezeugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pastor Uwe Holmer nannte in seinem Vortrag die liberale Theologie eine Theologie der leeren Kirchen. Die zentralen Fragen von Leben und Tod, Vergebung und S\u00fcnde, Heil und Unheil, von Himmel und H\u00f6lle verschw\u00e4nden im psychologischen und gesellschaftspolitischen Nebel. Die liberale Theologie habe die Bibel den Gesetzen des Rationalismus unterworfen. M\u00f6glich sei bei ihr nur, was innerweltlich erkl\u00e4rbar und von der Vernunft verstanden werde. Doch Gott stehe als Sch\u00f6pfer des Himmels und der Erde \u00fcber dieser Sch\u00f6pfung und sei nicht an die von ihm geschaffenen Naturgesetze gebunden. Selbstverst\u00e4ndlich seien also auch Wunder oder die Auferstehung Jesu von den Toten f\u00fcr Gott kein Problem. Die evangelische Kirche sei krank und viele ihrer Leiter seien Mietlinge. Christen sollten in dieser Situation ihren Glauben bekennen und daf\u00fcr beten, dass Gott zeige, ob und wann der Tag f\u00fcr eine Bekenntnissynode und die Entstehung einer neuen Bekennenden Kirche gekommen sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Abschlussgottesdienst sprach der s\u00e4chsische evangelisch-lutherische Evangelist Lutz Scheufler (Waldenburg). Er forderte dazu auf, Jesus Christus konsequent nachzufolgen. Jesus suche Leute, die seine Worte h\u00f6ren und bewahren, aber sich nicht in den \u201efrommen Kuschelclub\u201c zur\u00fcckziehen. Vielmehr seien die Christen aufgerufen, in der Welt das Evangelium zu bezeugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf dem Kongress wurde ein von Pastor Dr. Joachim Cochlovius und Pastor Uwe Holmer verfasstes \u201ePers\u00f6nliches Bekenntnis zur vollen Geltung der biblischen Glaubensaussagen\u201c vorgestellt und von vielen Teilnehmern unterzeichnet. Das Bekenntniswort kann in der Gesch\u00e4ftsstelle des Gemeindehilfsbundes, M\u00fchlenstr. 42, 29664 Walsrode (info@gemeindehilfsbund.de) bestellt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der j\u00e4hrliche veranstaltete Kongress des Gemeindehilfsbundes ist als Doppelkongress angelegt. Vom 27.-29.3. findet die Tagung unter demselben Motto in Bad Teinach-Zavelstein\/Nordschwarzwald statt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Johann Hesse, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Gemeindehilfsbundes<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Von den Vortr\u00e4gen der beiden Kongresse ist eine Dokumentation in Vorbereitung (5,00 Euro zuz\u00fcgl. Versandkosten), die vorbestellt werden kann.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Kongressplenum.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-12053\" src=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Kongressplenum.jpg\" alt=\"Kongressplenum\" width=\"640\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Kongressplenum.jpg 640w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Kongressplenum-300x82.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Foto: Wolfgang Wilke<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kongresse des Gemeindehilfsbundes: &#8222;Die Gemeinde in der Zerrei\u00dfprobe zwischen Nachfolge und Verweltlichung&#8220; \u201eDa nun der Teufel sah, dass Gott eine solche heilige Kirche baute, feierte er nicht und baute seine Kapelle dabei, gr\u00f6\u00dfer denn Gottes Kirche ist\u201c. 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