{"id":12038,"date":"2015-03-20T09:32:28","date_gmt":"2015-03-20T08:32:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12038"},"modified":"2015-03-20T09:33:39","modified_gmt":"2015-03-20T08:33:39","slug":"baden-wuerttembergisches-hauruckverfahren-fuer-bildungsplan-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12038","title":{"rendered":"Baden-w\u00fcrttembergisches Hauruckverfahren f\u00fcr Bildungsplan 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der hochumstrittene Bildungsplan 2015 soll unter der gr\u00fcn-roten Landesregierung offenbar noch vor Ende der Legislaturperiode durchgepeitscht werden \u2013 Auch gegen Kirchen werden Ma\u00dfnahmen vorgeschlagen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart (kath.net) \u201eWenn es nach der gr\u00fcn-roten Landesregierung geht, scheint in Baden-W\u00fcrttemberg der sexuelle Notstand ausgebrochen zu sein.\u201c Dies stellt die \u201ePetition zum Bildungsplan 2015\u201c auf ihrer Homepage fest und berichtet von einem \u201eLSBTTIQ-Aktionsplan\u201c, den die gr\u00fcn-rote Landesregierung gemeinsam mit einem \u201eBeirat aus LSBTTIQ-Vertretern\u201c erarbeitet hat. Dieser Aktionsplan \u201eumfasst sechs Eckpunkte und 200 Einzelma\u00dfnahmen, die bis Sommer der Landesregierung vorgelegt werden sollen, um diskriminierungsfreie Teilhabe in der Gesellschaft f\u00fcr Lesben, Schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, intersexuellen und queeren Menschen zu erm\u00f6glichen\u201c. Die baden-w\u00fcrttembergische Sozialministerin Katrin Altpeter hatte bereits im Januar 2015 erl\u00e4utert: \u201eMit dem Aktionsplan werden wir bestehende Benachteiligungen \u00fcberall dort bek\u00e4mpfen, wo Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung benachteiligt, angefeindet, schr\u00e4g angeschaut oder angegriffen werden.\u201c<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Einzelma\u00dfnahmen listet die \u201ePetition zum Bildungsplan 2015\u201c auf (Zitat):<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e- Einf\u00fchrung einer \u201edritten Elternschaft\u201c f\u00fcr \u201eRegenbogenfamilien\u201c<br \/>\n&#8211; Zusch\u00fcsse f\u00fcr Hochschulen sollen gek\u00fcrzt bzw. gestrichen werden, die ein veraltetes Menschenbild lehren<br \/>\n&#8211; Sanktionen f\u00fcr transphobe und homophobe Medieninhalte (Wort, Bild), aktive Medienbeobachtung<br \/>\n&#8211; Gleichstellung bei Blut-, Knochenmark- und Organspende f\u00fcr LSBTTIQ-Menschen<br \/>\n&#8211; \u201eLSBTTIQ-Quote bei S\u00fcdwestfunk, Rundfunkrat und ZDF\u201c und s\u00e4mtlichen gesellschaftlichen Bereichen durch die: \u201eQuotenregelung: LSBTTIQ-Menschen sollen in Gremien vertreten sein\u201c<br \/>\n&#8211; Legalisierung der Leihmutterschaft Gleichstellung bei k\u00fcnstlicher Insemination in Kinderwunschzentren\/Arztpraxen und Kosten\u00fcbernahme durch Krankenkassen<br \/>\n&#8211; Zulassung anderer Geschlechtsangaben im Personalausweis<br \/>\n&#8211; Kritische Betrachtung des Dudens<br \/>\n&#8211; Unterst\u00fctzung von Partys und Veranstaltungen der Community auch an konservativen Pl\u00e4tzen, Anerkennung von Szenelokalit\u00e4ten<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Au\u00dferdem informierte die \u201ePetition zum Bildungsplan 2015\u201c dar\u00fcber, dass auch kirchliche Themen angesprochen werden (Zitat):<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e- Erm\u00f6glichung von kirchlichen Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare<br \/>\n&#8211; Queere Gottesdienste<br \/>\n&#8211; Kirchen dazu aufrufen, keine Diskriminierungen gegen\u00fcber LSBTTIQ-Arbeitnehmer\/innen durchzuf\u00fchren<br \/>\n&#8211; Das Kirchenrecht soll unter das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) geordnet werden<br \/>\n&#8211; Offene Diskussion \u00fcber den Tendenzschutz von Kirchen und Sichtbarmachen von gl\u00e4ubigen LSBTTIQ-Menschen<br \/>\n&#8211; Runder Tisch (bzw. Diskussionsangebote) mit Kirchen (Antidiskriminierung \/ Gleichbehandlung)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als bisher erster und einziger Politiker hat sich Bernd Koemel, Mitglied des Europaparlaments und Landessprecher der AfD, dazu ge\u00e4u\u00dfert. Das Ziel sei klar, stellte er auf seiner Homepage fest: \u201eDie Etablierung und dauerhafte Finanzierung eines Netzwerkes von Gender-Gedankenpolizisten, die in Zukunft in alle sozialen und gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse hineinwirken sollen um deren Lebensentwurf staatlich zu propagieren. Wenn man bedenkt, dass der rot-gr\u00fcne Bildungsplan ja bereits Anfang des Jahres 2014 aufgrund massiver Proteste von B\u00fcrgern verschoben werden musste, so ist klar: Die Rotlinken und Gr\u00fcnlinken k\u00f6nnen es nicht lassen, den Menschen ihrer Ideologie gem\u00e4\u00df formen und umerziehen zu wollen.\u201c Der Aktionsplan solle, so Koemel, \u201enoch vor der Sommerpause 2015 zur Abstimmung gestellt werden und in beinahe jeden Lebensbereich der Menschen in Baden-W\u00fcrttemberg eingreifen\u201c. Deshalb rufe er \u201ealle freiheitlich gesinnten Blogger, Medienvertreter, Journalisten, Multiplikatoren, Vereine, Vereinigungen, Kirchen, religi\u00f6sen und ethische Vereinigungen, Angeh\u00f6rigen der verschiedenen Glaubensrichtungen und Religionen auf, sich diesen in seinem Ansatz totalit\u00e4ren Aktionsplan entgegenzustellen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiter Reaktionen aus den b\u00fcrgerlichen Parteien oder den kirchlichen Vertretern im Land Baden-W\u00fcrttemberg sind bisher noch nicht bekannt geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der baden-w\u00fcrttembergische Bildungsplan hatte f\u00fcr erheblichen Streit unter bundesweiter Beachtung gesorgt. Im M\u00e4rz 2014 hatte beispielsweise Peter Hauk, damals Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, in einer Rede die einseitige Betonung der sexuellen Vielfalt im Bildungsplan als Beispiel der \u201eBevormundungspolitik\u201c der gr\u00fcn-roten Landesregierung kritisiert. Die Delegierten des Landesparteitags der CDU Baden-W\u00fcrttemberg hatten die gr\u00fcn-rote Landesregierung dazu aufgefordert, beim Bildungsplan verfassungsgem\u00e4\u00dfe Grundlagen zu beachten, <a href=\"http:\/\/kath.net\/news\/45388\">kath.net hat berichtet<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die beiden katholischen Bist\u00fcmer Rottenburg-Stuttgart und Freiburg sowie die beiden evangelischen Landeskirchen W\u00fcrttemberg und Baden forderten im Januar 2014 deutliche \u00c4nderungen am Bildungsplan. Die neuen Leitprinzipien f\u00fcr den Unterricht an baden-w\u00fcrttembergischen Schulen m\u00fcssten auf der Grundlage jenes Menschenbildes erarbeitet werden, das der Landesverfassung und den Schulgesetzen zugrunde liegt, stellten die Kirchen in einer gemeinsamen stellungnahme fest, <a href=\"http:\/\/kath.net\/news\/44444\">kath.net hat berichtet<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch der SPD-Politiker Wolfgang Thierse, langj\u00e4hriger Bundestagspr\u00e4sident und \u2013vizepr\u00e4sident, hatte mehr Toleranz in Debatte um Homosexualit\u00e4t gefordert, <a href=\"http:\/\/kath.net\/news\/44837\">kath.net hat berichtet<\/a>. Es m\u00fcsse legitim sein, so Thierse, auch die vertraute Form von Ehe und Familie zu verteidigen. Jemandem, der dies tue, Homophobie zu unterstellen, sei nicht hilfreich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Baden-W\u00fcrttemberg stehen f\u00fcr das Fr\u00fchjahr 2016 Landtagswahlen an. Eine Wiederwahl der bisherigen gr\u00fcn-roten Regierung erscheint derzeit keineswegs als sicher.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.kath.net\">www.kath.net (16.3.2015)<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der hochumstrittene Bildungsplan 2015 soll unter der gr\u00fcn-roten Landesregierung offenbar noch vor Ende der Legislaturperiode durchgepeitscht werden \u2013 Auch gegen Kirchen werden Ma\u00dfnahmen vorgeschlagen Stuttgart (kath.net) \u201eWenn es nach der gr\u00fcn-roten Landesregierung geht, scheint in Baden-W\u00fcrttemberg der sexuelle Notstand ausgebrochen zu sein.\u201c Dies stellt die \u201ePetition zum Bildungsplan 2015\u201c auf ihrer Homepage fest und berichtet [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":56,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12038"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/56"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12038"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12038\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12041,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12038\/revisions\/12041"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12038"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12038"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12038"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}