{"id":12016,"date":"2015-03-15T22:20:29","date_gmt":"2015-03-15T21:20:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12016"},"modified":"2015-03-15T22:43:20","modified_gmt":"2015-03-15T21:43:20","slug":"ja-zum-leben-hilfen-zum-leben-gegen-ein-verbrieftes-recht-auf-toetung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=12016","title":{"rendered":"Ja zum Leben \u2013 Hilfen zum Leben \u2013 gegen ein verbrieftes Recht auf T\u00f6tung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Am Dienstag den 10. M\u00e4rz 2015 hat das EU-Parlament den sogenannten \u201eTarabellabericht\u201c mehrheitlich zustimmend zur Kenntnis genommen, in dem unter anderem ein Recht von Frauen auf sexuelle und reproduktive Gesundheit einschlie\u00dflich Abtreibung festgeschrieben wird. Es soll der zunehmend einfachere Zugang zu Ma\u00dfnahmen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit gest\u00e4rkt und \u00fcber solche \u201eDienstleistungen\u201c m\u00f6glichst breit informiert und sie angeboten werden. Die \u201eLebendige Gemeinde\u201c wendet sich mit allem Ernst gegen diese hochbedenkliche Entwicklung. Sie setzt sich anstelle dessen daf\u00fcr ein, dass Gesellschaft und Kirchen mit allen zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln Hilfen zum Leben sowie Akzeptanz und Schutz des ungeborenen Lebens unterst\u00fctzt. Sie ruft besonders Kirche und Kirchenleitung dazu auf, sich mit aller Entschlossenheit daf\u00fcr einzusetzen. Diese k\u00f6nnten nach Einsch\u00e4tzung der \u201eLebendigen Gemeinde\u201c konkret u.a. sein:<!--more--><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Beratungszusch\u00fcsse. Wir stehen als Evang. Kirche, anders als unser \u00f6kum. Partner Kath. Kirche, zur Beratung \u201emit Schein\u201c. Gerade auf diesem Hintergrund wollen wir voranbringen, dass die Ausstellung des Beratungsscheins nicht zugleich auch konstitutiv ist f\u00fcr den Erhalt \u00f6ffentlicher Mittel f\u00fcr die Beratung. Dies w\u00e4re ein wichtiges Zeichen f\u00fcr gewolltes Leben \u2013 und ein hilfreiches \u00f6kumenisches Zeichen!<\/li>\n<li>Ehrenamtliche Beratung und Begleitung \u2013 materielle Hilfen. Es wird viel von der Notwendigkeit und Wertsch\u00e4tzung des Ehrenamtes geredet. Aber ehrenamtliche Vereine und auch solche, die hauptamtlich ohne die Ausgabe von Beratungsscheinen arbeiten, haben kein Antragsrecht auf Mittel aus der \u201eBundesstiftung f\u00fcr Mutter und Kind\u201c. Dabei leisten diese Vereine einen wichtigen engagierten Beitrag, in Not geratene Frauen zu begleiten. Schwangere bekommen dort oft nicht nur guten Rat, sondern aktiven \u2013 auch materiellen &#8211; Beistand. Dies muss finanziell gest\u00fctzt werden.<\/li>\n<li>Mutterschutz f\u00fcr Schwangere. Ein Vorschlag ist schon lange, dass der Mutterschutz ausgeweitet wird. Sechs Wochen vor der Entbindung ist eine zu enge Frist, zumal ja sehr viele Kinder dann fr\u00fcher zur Welt kommen. K\u00f6nnte man nicht daf\u00fcr werben, dass Schwangere nach Feststellung der Schwangerschaft den Beginn des Mutterschutzes selbst bestimmen? Der wirtschaftliche Aufwand w\u00e4re \u00fcberschaubar. Ab dem Beginn des Mutterschutzes gibt es dann Planungssicherheit. Und es w\u00e4re ein Zeichen f\u00fcr \u201eVorfahrt f\u00fcr das Kind\u201c.<\/li>\n<li>Kindergeld f\u00fcr Ungeborene. Diesen Vorschlag hatte ja auch vor vielen Jahren die w\u00fcrttembergische Landessynode schon einmal aufgenommen und als Resolution verabschiedet. Leider ist bisher nichts daraus geworden. Auch hier w\u00e4ren die Kosten \u00fcberschaubar. Bei durchschnittlich 25 Jahren zu zahlendes Kindergeld spielen 6-9 Monate nicht die entscheidende Rolle \u2013 schon die ohnehin leider zur\u00fcckgehende Zahl von Kindern gleicht die Kostenmehrbelastung aus. Wohl aber w\u00e4ren solche finanziellen Hilfen dazu geeignet, den Schwangeren bei Feststellung der Schwangerschaft zwei positive Erfahrungen zu vermitteln: mehr Zeit und mehr Geld! &#8211; \u2026 der \u00d6ffentlichkeit ein starkes Zeichen zu geben, dass sich hier ein Mensch entwickelt, das Zeit und materielle Hilfe sowie F\u00fcrsorge ben\u00f6tigt &#8211; \u2026 dass die M\u00f6glichkeiten des Drucks durch Angeh\u00f6rige abnimmt, weil die Schwangere als erstes den Weg gehen kann, Mutterschutz und Kindergeld zu beantragen und so besser abgesichert ist.<\/li>\n<li>St\u00e4rkung der Eigenverantwortung des Mannes bei angegebener sozialer Indikation. Unter diesem Stichwort sollten wir die Abtreibungsfinanzierung teil-beenden. Es kann doch nicht richtig sein, dass bei einer ungewollten Schwangerschaft der eine Mann sagt: \u201eDas stehen wir miteinander durch! Ich stehe hinter dir\u201c und dann 25 Jahre lang Unterhalt bezahlt; der andere aber \u201eNein\u201c sagt, f\u00fcr die T\u00f6tung des ungeborenen Kindes sorgt, evtl. sogar mit Drohungen, und dann auch noch materiell ungeschoren davon kommt. Warum kann man in diesem Fall dem Mann nicht wenigstens die Finanzierung der Abtreibung auferlegen?<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Bericht &#8211; in seiner im EU-Parlament ge\u00e4nderten Fassung &#8211; enth\u00e4lt wenigstens die Feststellung, dass Fragen zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit ausschlie\u00dflich in die Zust\u00e4ndigkeit der einzelnen Mitgliedsstaaten fallen. Die Einhaltung des Subsidiarit\u00e4tsprinzips muss hier unbedingt weiter gelten. Dies ruft uns aber umso entschiedener dazu auf, hier im Blick auf Haltungen und Gesetze und Finanzierungen in unserem Land und vor Ort entschieden f\u00fcr das werdende Leben einzutreten. Dies umso mehr, als in unserem (reichen!) Land immer noch jedes achte Kind nicht leben darf, sondern abgetrieben wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Stuttgart, 13. M\u00e4rz 2015<br \/>\n<\/em><em>Ralf Albrecht, Rainer Holweger<br \/>\nwww.lebendige-gemeinde.de<br \/>\n<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Dienstag den 10. M\u00e4rz 2015 hat das EU-Parlament den sogenannten \u201eTarabellabericht\u201c mehrheitlich zustimmend zur Kenntnis genommen, in dem unter anderem ein Recht von Frauen auf sexuelle und reproduktive Gesundheit einschlie\u00dflich Abtreibung festgeschrieben wird. Es soll der zunehmend einfachere Zugang zu Ma\u00dfnahmen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit gest\u00e4rkt und \u00fcber solche \u201eDienstleistungen\u201c m\u00f6glichst breit informiert [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":496,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[14,11,10,8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12016"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/496"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12016"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12016\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12020,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12016\/revisions\/12020"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12016"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12016"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12016"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}