{"id":11763,"date":"2014-12-31T08:02:09","date_gmt":"2014-12-31T07:02:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11763"},"modified":"2015-01-05T16:38:31","modified_gmt":"2015-01-05T15:38:31","slug":"wir-kommen-alle-alle-in-den-himmel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11763","title":{"rendered":"Wir kommen alle, alle in den Himmel"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">es bewegt mich immer stark, wenn ich so eine Versammlung habe, in der der Name Jesus genannt werden soll, dass wir ganz gewiss sein d\u00fcrfen,\u00a0 dass dieser auferstandene Herr in unserer Mitte ist. Wissen Sie, wir sind Menschenworte so leid und wir m\u00fcssen ihn bitten, dass sie seine Hirtenstimme h\u00f6ren. Wir bleiben sitzen und beten: Herr Jesus, wir bitten dich, hilf dass wir am Ende nicht Menschenwort geh\u00f6rt haben sondern die Stimme des guten Hirten, die uns ruft. In all unserer Verwirrung, und Problematik und Not und Dunkelheit und Schuld. Amen<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Freunde, wir wollen heute Abend sprechen \u00fcber das Thema \u201eWir kommen alle, alle, alle in den Himmel.\u201c Also ich m\u00f6chte gleich sagen, ich glaub das nicht. Dieser Satz stammt aus einem Karnevalsschlager. Sagen Sie auch Karneval oder hei\u00dft es hier Fastnacht? Also Fassenacht. Was verstehen die W\u00fcrttemberger schon von Karneval. K\u00f6ln und Mainz, das ist so \u2013 nicht? Da werden so Schlager kreiert und da gibt es jedes Jahr so eins zwei, die hauen hin. Die werden gepfiffen und gesungen auf der Strasse und \u00fcberall. Und die interessieren mich deshalb immer, weil ich denke, wenn so\u2019n Schlager hinhaut, dann spricht er dass aus, was alle denken. Und so war vor ein paar Jahren schon dieser Karnevalsschlager, wo es hie\u00df: \u201eWir kommen alle, alle in den Himmel.\u201c Ich spreche ungern \u00fcbern Fastnachtslied. Ich muss das im Anfang ehrlichkeitshalber sagen. Ich habe ein richtiges Grauen vor der Fastnacht \u2013 ein richtiges Grauen. Ich muss Ihnen das kurz erkl\u00e4ren: Sehen Sie, es kommt jetzt die Passionszeit oder die Leidenszeit Jesu, die auf den H\u00f6hepunkt hingeht, auf den Karfreitag, wo die Christenheit an das gewaltige Sterben des Sohnes Gottes denkt. Das war in der alten Christenheit eine Fastenzeit und da wollte man sich \u2013 ehe man an das Leiden Jesu denkt \u2013 noch mal richtig loslassen. Man wollte gleichsam das tun, wof\u00fcr Jesus gestorben ist: s\u00fcndigen. Huren und saufen \u2013 s\u00fcndigen. Und darum h\u00e4ngt also Fastnacht unterirdisch mit dem Leiden Jesu zusammen, es ist die gr\u00f6\u00dfte Beleidigung des Leidens Jesu. Das man diese Passionszeit noch mal einleitet mit Leichtsinn. Die Welt ist leichtsinnig. Aber in dem Zusammenhang diese unterirdischen Wurzeln zum Leiden Jesu machen mir die Sache so unheimlich. Es sagte mir einer, es gibt auch \u2018nen anst\u00e4ndigen Karneval, \u2018ne anst\u00e4ndige Fastnacht. Da hab\u2019 ich ihm gesagt, es gibt keine anst\u00e4ndige Fastnacht und keine unanst\u00e4ndige Fastnacht \u2013 sondern nur eine l\u00e4sterliche Fastnacht. Nur eine l\u00e4sterliche. Ich muss Ihnen das sagen, mir graut immer vor dieser Zeit. Das ist, als wenn ich die Gerichtwolken Gottes am Horizont \u00a0aufziehen sehe \u00fcber einem Volke, das noch nicht begriffen hat, dass man die Zeit, wo die Erl\u00f6sung uns vor die Augen gestellt werden soll, nicht so einleiten kann. Aber trotzdem will ich also jetzt diesen Fastnachtsschlager besprechen. Und da m\u00f6chte ich Ihnen zun\u00e4chst mal diese merkw\u00fcrdige Beobachtung sagen, dass eigentlich \u00b4ne ganze Menge Fastnachtsschlager \u2013 also wenn ich Karneval sage, dann sage ich als Rheinl\u00e4nder, bei uns hei\u00dft\u2019s Karneval, da verstehen sie was gemeint ist, ihr Schwaben seid ja helle, namentlich von 40 aufw\u00e4rts \u2013 das ist mir so interessant, dass eine Unmenge von diesen Schlagern eigentlich jedes Jahr sich irgendwie mit den Dingen der Bibel besch\u00e4ftigen. Also, da gab\u2019s mal einen Schlager, der hie\u00df, der hat furchtbar hingehauen, am 30. Mai ist oder 31. Mai oder war\u2019s 1. Mai ist Weltuntergang. Mein schwaches Ged\u00e4chtnis \u2013 war\u2019s am 30. Mai, wei\u00dft du auch nicht? &#8211; Na ihr wisst es doch, ja am 30. Ja am 30. Mai ist Weltuntergang. Jetzt stelle ich mir vor, so \u2018ne gro\u00dfe,\u00a0 so \u2018ne gro\u00dfe Karnevalsveranstaltung in K\u00f6ln oder in Mainz, da sitzen sie mit ihren Narrenkappen halb besoffen und schunkeln \u201eam 30. Mai ist Weltuntergang\u201c. Da frage ich mich, was ist denn das? Soll das Spott sein? Oder ist das die Angst, dass der Untergang ja kommt? Nicht? Man muss ja blind sein wenn man nicht sieht welchen Dingen wir entgegengehen. Ist das die Angst, die man mit der Narrenkappe auf dem Kopf und mit dem Alkohol im Sch\u00e4del vertreiben will? Oder ist das L\u00e4sterung, oder was ist das? Wissen sie selber nicht. Unheimlich ist das, unheimlich. Oder da gab\u2019s einen Schlager, der bei uns auch so sehr viel gesungen wurde und der jedes Jahr wiederkommt: von Wilhelm &#8211; der interessiert mich, weil mein Name vorkommt &#8211; : der Wilhelm kam zum Rheine, er war so schwerm\u00fctig, &#8211; das kapieren sie doch, dass der Mensch von Natur schwerm\u00fctig ist \u2013 er war also schwerm\u00fctig und da kommt er an Fastnacht nach K\u00f6ln, und da findet er fr\u00f6hliche Leute und Wein und \u00b4n h\u00fcbsches M\u00e4dchen, und da war er gar nicht mehr betr\u00fcbt. Namentlich das M\u00e4dchen das sorgte daf\u00fcr, und dann kommt auf einmal der zweite Teil &#8211; das ist sehr interessant \u2013 von diesem Schlager: Darf das denn der Wilhelm? Darf der das denn? Und dann geht also vielleicht 10 mal: der darf datt, der darf datt, der darf datt \u2013 also auf k\u00f6lnisch, der darf das, das darf der, das darf der.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun stelle ich mir so eine gro\u00dfe Versammlung vor, nicht wahr, mit den Narrenkappen und Schunkeln und Singen: er darf es, er darf huren, er darf saufen, er darf, er darf, er darf. Als wenn sie was niedersingen m\u00fcssten. M\u00fcssen sie auch. Das Gewissen. Und die Erinnerung an den lebendigen Gott. Und an Gericht Gottes. Das wird nun niedergesungen. Das ist unheimlich, nicht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oder nun unser Schlager: Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel. Stellen sie sich mal vor, so 2000 Menschen, wir kommen alle, alle, alle in den Himmel. Was ist denn so\u2019n Gesang dann? Will man \u2018ne Angst vertreiben, dass es auch anders sein k\u00f6nnte? Oder soll es L\u00e4sterung sein oder Spott? Das ist unheimlich. Verstehen Sie, dass\u00a0 mir vor dem Karneval graut? Merkw\u00fcrdig, dass diese Textdichter nicht loskommen \u2013 ich k\u00f6nnt\u2019 noch mehr Beispiele erz\u00e4hlen &#8211; nicht loskommen von den biblischen Wahrheiten. Ich hab\u2019 schon mal das Bild gebraucht, wissen Sie wenn man einen holen Zahn hat, kennen Sie doch, wenn man einen holen Zahn hat, die Plombe rausgefallen ist, da macht man immer mit der Zunge dran rum. Man denkt gar nicht, man macht immer dran rum. Und jetzt der Eindruck, der Mensch von heute macht immer an den christlichen Sachen rum. Es gibt keinen Gott, es gibt keinen Gott, nein. Warum schreist du denn so laut da dr\u00fcber? Wenn\u2019s keinen gibt ist, dann ruhig, dann ist doch die Sache erledigt, nicht? Und die Kirche taugt nichts. Nat\u00fcrlich, die Kirche taugt nichts, und die Pfarrer taugen nichts. Wei\u00df ich ja besser als alle anderen, weil ich selber einer bin, nicht? Aber warum reden wir soviel davon? Gibt ja auch sonst Berufe, wo wir nicht viel \u2026 da oben, nicht wahr? Man muss immer dran rum machen. Wie mit der Zunge an einem holen Zahn. Oh, verstehen Sie mich hinten? Oder muss ich lauter sprechen? Was haben Sie gesagt? Ja und nein. Ja, nat\u00fcrlich, ich spreche ein bisschen schnell. Das liegt teils am Temperament, teils am Rheinl\u00e4nder. Und teils am Stoff, der mich nat\u00fcrlich erregt, nicht? Nun sehen Sie, es ist doch merkw\u00fcrdig, dass so\u2019n Schlager nun eine Frage anschneidet, im Spott und L\u00e4sterung, ich wei\u00df es nicht, eine Frage, die uns ja doch besch\u00e4ftigen sollte: Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel. Auf einmal ist die Frage da, gibt\u2019s denn eigentlich so was wie den Himmel? Gibt\u2019s das denn? Und wer kommt denn dahin? Alle? Oder blo\u00df die Evangelischen? Oder blo\u00df die Katholiken? Oder blo\u00df die Baptisten? Die Zeugen Jehovas nat\u00fcrlich, nicht? Wer kommt denn nun eigentlich dahin? Nat\u00fcrlich sagen Sie. Verstehen Sie, auf einmal ist mit so einem Karnevalsschlager, so einem ganz d\u00e4mlichen Karnevalsschlager, Fastnachts-schlager eine Frage angeschnitten, die der Mensch ungern stellt. Wie ist das mit dem Himmel und wer kommt denn eigentlich hin. Und wir wollen jetzt diese Frage ernsthaft besprechen und lassen den Fastnachtsschlager jetzt hinter uns.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da m\u00fcssen wir erstmal fragen, wer kann uns denn eigentlich Auskunft geben auf die Frage, gibt\u2019s denn den Himmel? Und wer kommt denn da hin? Und wie steht\u2019s denn damit? Und was kommt \u00fcberhaupt nach dem Sterben? Sehr unheimliche Sache, nicht? In 100 Jahren sind wir alle tot. Ich schon fr\u00fcher. Aber der J\u00fcngste, in 100 Jahren sind wir nicht mehr da. Wenn der Saal noch steht, sitzen ganz andere Leute hier. Wo sind Sie dann? Da sagt mir einer, ach, Pfarrer Busch, mit dem Tod ist alles aus. Ach, sage ich, interessant, wissen Sie das ganz hundertprozentig? &#8211; \u00a0Ja, sagt der, bestimmt kann niemand was wissen. &#8211; Oh, ich m\u00fcsste aber bestimmt was wissen, unbedingt bestimmt etwas wissen. Sagte mir neulich ein junger Theologe, sprechen Sie doch mit den Leuten nicht vom Tod, wir leben doch, wir leben in der Gegenwart, wir haben Gegenwartsprobleme. Da sag\u2019 ich, h\u00fcbsch. Aber mein Leben ist so furchtbar schnell vor\u00fcber gegangen. Und da kommt es auf einen zu, und was kommt denn dann? Was kommt denn dann, wenn so ein Herzinfarkt kommt und auf einmal ist es aus. Ist dann \u2026 Wer kann mir denn Auskunft geben? Das muss zuerst gekl\u00e4rt werden. Lassen Sie mich es ganz primitiv sagen, wie es schon tausend mal gesagt habe: Wenn ich ein Paar Schuhe besohlt haben will, dann geh\u2019 ich nicht zum Metzgermeister sondern zum Schuhmacher, zum Fachmann. Und wenn ich eine Wurst kaufen will, dann geh\u2019 ich nicht zum Schuhmacher sondern zum Metzger. Und wenn meine Wasserleitung geplatzt ist, dann geh \u2018ich zum Flaschner, so hei\u00dft es auf schw\u00e4bisch, nicht? Jawohl, zum Klempner, hei\u00dft es bei uns. Das hei\u00dft, ich geht\u2019 zum Fachmann. Wenn mein Auto kaputt ist, dann fahre ich nicht damit zum n\u00e4chsten Pfarramt, und sage, \u201ek\u00f6nnen Sie mir helfen, mein Auto ist kaputt.\u201c Der Pfarrer ist ein gro\u00dfartiger Mann, aber Autoreparatur, da ist die Werkstatt zust\u00e4ndig. Das hei\u00dft, wir gehen \u00fcberall zum Fachmann. Und wenn ich wissen will, was denn nun mit dem Tod ist und nachher, dann muss ich einen Fachmann fragen. Gibt es denn unter den Millionen Menschen einen Fachmann? Nein, nein, wir Pfarrer sind auch keine Fachm\u00e4nner! Wir wissen so wenig wie Sie. Und sehen Sie, es gibt nur einen einzigen, der wirklich mit Gewissheit und Bestimmtheit reden konnte von den ewigen Dingen. Von dem, was mit dem Tod anf\u00e4ngt. Und dieser eine ist der, der selber gestorben und auferstanden ist. Und der aus der ewigen Welt kam, der Sohn Gottes, der Herr Jesus. Ich bin der \u00dcberzeugung, dass Jesus der einzige ist, der Fachmann ist. Wenn mir also ein Professor oder ein junger Mann sagt, Pastor Busch, ich glaube mit dem Tod ist alles aus, sage ich: In allen Ehren, aber ihr wisst dar\u00fcber nichts, ihr ward n\u00e4mlich noch nicht tot. Ihr k\u00f6nnt euch nur was aus dem F\u00fcllfederhalter saugen. Oder aus dem Daumen lutschen. Ich m\u00f6chte mich lieber an den einzigen Fachmann halten, den es gibt und das ist Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Und was sagt denn der? Der sagt in aller Deutlichkeit, es gibt einen Himmel und es gibt H\u00f6lle. Meine Freunde, die W\u00fcrttemberger sind so T\u00fcftler,\u00a0 und jeder W\u00fcrttemberger k\u00f6nnte eigentlich ein Buch von 500 Seiten schreiben \u00fcber die zuk\u00fcnftigen Dinge. Komm nachher keiner mehr mit allen m\u00f6glichen Fragen, ich m\u00f6chte ihnen die einfachen Dinge sagen, die in der Bibel stehen. Ich wei\u00df auch, dass es eine Auferstehung der Toten gibt und ein Gericht, aber lassen Sie mich das einfach sagen, wie Jesus es sagt. Jesus sagt: Es gibt einen Himmel und eine H\u00f6lle. Gehet ein durch die enge Pforte, denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis f\u00fchrt und viele sind, die darauf wandeln. Da laufen die groben S\u00fcnder und die Atheisten und unbekehrte Christenleute und anst\u00e4ndige moralische B\u00fcrger, der Weg ist sehr breit, da gibt es viele Fahrbahnen,\u00a0 der in die \u2013 ich sage wie Jesus sagt \u2013 Verdammnis f\u00fchrt und viele sind darauf wandelnd. Und die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben f\u00fchrt und weniger sind derer, die ihn finden. Das sagt Jesus. Jesus sagt, mit dem Tod f\u00e4ngt es erst an. Sagt mir einer, ich glaube das nicht. Da sage ich, dass macht gar nichts. Wir k\u00f6nnen es ja abwarten, ob Sie,\u00a0 Herr Meier Recht haben, oder Fr\u00e4ulein Schulze, oder der einzige Fachmann, der Sohn des lebendigen Gottes. In 100 Jahren sp\u00e4testens wissen wir alle, wer Recht hatte. Warten wir das ab. Mich packt es jedes Mal mit Gewalt, dieses Wort Jesu, man kann verloren gehen und man kann selig werden. Ich krieg\u2019 jeden Tag zu h\u00f6ren, \u201ePastor Busch, davon spricht man nicht, das interessiert niemanden.\u201c Sag ich, \u201edas macht nichts.\u201c Und, da bete ich wie meine V\u00e4ter: \u201evom Reiche Gottes kommen viele nicht hinein, lass mich unter wenig sein.\u201c Hier wird nicht abgestimmt, ob man daf\u00fcr ist oder dagegen. Hier handelt es sich um Wirklichkeiten, die der lebendige Gott gesetzt hat. Meine lieben Freunde, sooft ich im Privatgespr\u00e4ch an diese Stelle komme, da f\u00e4hrt so ein junger Mann dann &#8211; ich habe es meist mit jungen M\u00e4nnern zu tun &#8211;\u00a0 f\u00e4hrt auf, \u201eH\u00f6lle, sagen Sie, glauben Sie wenigstens, dass es eine H\u00f6lle gibt? Ernsthaft? Im 20. Jahrhundert?\u201c Ich muss also jetzt als n\u00e4chstes \u00fcber die H\u00f6lle sprechen, nicht? Und da muss ich Ihnen eine Geschichte erz\u00e4hlen, das ist jetzt vielleicht 5 Jahre her. Da lebte in Norwegen ein ber\u00fchmter Professor Halesby, ich habe ihn noch kennengelernt, ein wundervoller Mann. Und der hielt eine Woche lang Andachten im Radio. Er war so ein richtiger, gewichtiger, ernster Norweger. Ich kann mir f\u00f6rmlich vorstellen, wie er vor dem Mikrofon steht und sagt: \u201eEs kann sein, dass Sie heute Abend friedlich ins Bett gehen und morgen fr\u00fch in der H\u00f6lle aufwachen. Ich m\u00f6chte Sie warnen.\u201c\u00a0 Das gab einen furchtbaren Sturm, denn die Norweger geh\u00f6ren auch zur Rubrik der modernen Menschen und die spielen ja heute eine phantastische Rolle, der moderne Mensch, nicht wahr? Da war so ein Journalist, ein Zeitungs-schreiber von der gr\u00f6\u00dften Osloer Zeitung, der schrieb also einen Leitartikel: \u201eWir sind doch nicht im Mittelalter, das geht ja nun wenig an, dass ein modernes Ger\u00e4t wie der Rundfunk gebraucht wird, um solchen Unsinn zu verzapfen.\u201c Und wenn so eine gro\u00dfe Zeitung das bringt, sagen wir die S\u00fcddeutsche, dann kl\u00e4ffen all\u2019die kleinen mit, nicht? Und durch den ganzen Bl\u00e4tterwald rauschte es, \u201ewir sind doch nicht im Mittelalter, wie kann ein Professor von H\u00f6lle reden.\u201c Und da hat der Rundfunk in Oslo den Professor Halesby gebeten, er solle die Sache noch mal richtig stellen. Und da ist der Professor Halesby vor das Mikrofon getreten \u2013 ich kann ihn f\u00f6rmlich vor mir sehen &#8211; und sagt; \u201e Ich soll diese Sache kl\u00e4ren, ich will es tun. Es kann sein, dass Sie heute Abend fr\u00f6hlich ins Bett gehen und morgen fr\u00fch in der H\u00f6lle aufwachen. Ich m\u00f6chte Sie warnen.\u201c Na, nun tanzten alle Puppen. S\u00e4mtliche Bisch\u00f6fe in Norwegen wurden gefragt, ja oder nein, gibt es eine H\u00f6lle oder nicht? Der Bischoff Smemo schrieb \u201eja\u201c, manche machten einen Eiertanz, nicht, so ein bisschen, man w\u00fcsste nicht, jawohl, und H\u00f6lle w\u00e4re mehr so ein inwendigen.., da ist es sowieso, da ist es sowieso hier drin. Aber es handelt sich um Strau\u00dfenenergie.. Sogar der Spiegel, nicht wahr, nahm die Sache auf und brachte einen gro\u00dfen Artikel \u00fcber den H\u00f6llenstreit in Norwegen. Und was der Spiegel bringt, ist ja nun mond\u00e4n, nicht wahr? Es war vielleicht ein dreiviertel Jahr nach diesem Knall, da hatte ich Vortr\u00e4ge bei Studenten in Oslo. Und dann Abends noch ein paar \u00f6ffentliche Vortr\u00e4ge und es begann mit einer Pressebesprechung, wie sie leider hier nicht zustande gekommen ist, aber in Norwegen geht so was. Da waren in einem Hotel die Vertreter aller Zeitungen versammelt und ehe man so ein Fr\u00fchst\u00fcck einnahm, sa\u00df man im Kreis rum, und da passierte das Wunderliche, dass ich rechts von mir den Journalisten hatte, der den Krach damals angefangen hatte und links von mir Professor Halesby, als Vertreter der evangelischen Presse. So hatte ich die beiden Kontrahenten rechts und links von mir. Nun, und erst ging die Pressebesprechung so wie es \u00fcblich ist, sind Sie geboren, ja, und geimpft und so. Und dann also, wie das offizielle vorbei war, da gab es so ein kleines Fr\u00fchst\u00fcck, und da ging es nat\u00fcrlich sofort los. Der von rechts, der fuhr auf mich rein, \u201ePfarrer Busch, ich habe einen Streit mit Professor Halesby, sagen Sie, was meinen Sie, gibt es eine H\u00f6lle?\u201c Er kitzelte mich noch richtig, \u201esind doch ein moderner Mann, nicht?\u201c Sag ich, \u201eja das bin ich hoffentlich, nicht? Ich fahre Auto, ich fliege, selbstverst\u00e4ndlich, nicht? Rasier mich elektrisch.\u201c &#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eSind doch ein moderner Mann, sagen Sie, gibt es eine H\u00f6lle?\u201c \u2013 \u201eJa\u201c, sage ich \u201enat\u00fcrlich gibt es eine H\u00f6lle, selbstverst\u00e4ndlich.\u201c \u2013 \u201eDas kann ich nicht verstehen, dass Sie das sagen.\u201c Sage ich, \u201eich bin gern bereit, Ihnen das zu erkl\u00e4ren.\u201c Nun h\u00f6ren Sie gut zu, was ich ihm erkl\u00e4rt habe. Ich habe gesagt, \u201eSehen Sie, es gibt einen lebendigen Gott, und der l\u00e4uft uns geradezu nach, und bietet sich uns an, er sendet seinen Sohn. Aber er zwingt niemand. Wer also leben will, ohne mit ihm zu reden im Gebet, wer seinen Frieden nicht will, wer nicht umkehrt und sein Eigentum wird, der braucht nicht. Sie d\u00fcrfen fern von ihm bleiben. Sie d\u00fcrfen seine Gebote mit F\u00fc\u00dfen treten, es gibt hier keinen Zwang. Nur machen Sie sich klar, Sie d\u00fcrfen das dann in alle Ewigkeit, und das ist die H\u00f6lle. Ich habe Menschen sterben sehen, die keinen Frieden mit Gott hatten. Die nie bestritten hatten, dass Gott lebt,\u00a0 aber die keinen Frieden mit Gott hatten. Und es lag eine Verzweiflung \u00fcber diesem Sterben und sie gingen dorthin, wo Gott sie nicht mehr ruft. Wo man vielleicht mal beten m\u00f6chte und es dringt nicht mehr zu seinem Thron. Man m\u00f6chte mal einen Choral h\u00f6ren &#8211;\u00a0 sie h\u00f6ren nur Schlager. In der H\u00f6lle wird gehetzt, aber nicht Chor\u00e4le gesungen. Da schreit das Herz, das friedlose, vielleicht eines Tages nach Frieden, aber findet ihn nicht mehr. Wissen Sie, lassen Sie alle kindlichen Vorstellungen von H\u00f6lle mal weg, so von Teufelchen und Pech und so, was wei\u00df ich, H\u00f6lle ist, dass ich Gott losgeworden bin und ihn losgeworden sein muss. H\u00f6lle ist der Ort, wo es keine Umkehr mehr f\u00fcr den verlorenen Sohn gibt. Das ist H\u00f6lle.\u201c Ich sagte dem Journalisten, \u201eist doch logisch, Gott bietet sich uns an, wer ihn nicht will, dem zwingt er sich nicht auf. Der darf ohne ihn bleiben. Ja, er muss es bleiben. Sie w\u00e4hlen hier, was Sie wollen. Wem Gott l\u00e4stig war, der darf dann in der Ewigkeit in der H\u00f6lle ihn los sein, Gott wird ihn nicht mehr rufen.\u201c Bitte versehen Sie mich recht. Und da sagte ich dem Journalisten, \u201ezweitens glaube ich das, weil Jesus es gesagt hat. Ich traue dem Worte Jesu unbedingt. Ich glaube, dass der mehr wusste als alle klugen Leute. Und es gibt ein Wort Jesu, was mich schrecklich beeindruckt hat, f\u00fcrchtet Euch nicht vor denen, die Euch totschlagen. Mein Gott, wir haben doch Angst vor der Atombombe. Och, sagt Jesus, das sind kleine Fische, davor f\u00fcrchtet Euch nicht. Aber f\u00fcrchtet Euch vor dem Gott, der Leib und Seele verderben kann in die H\u00f6lle. Und als wenn ihn selber der Schrecken packt sagt der Sohn Gottes: \u201eJa, vor dem f\u00fcrchtet Euch.\u201c Bitte, sagt mir jemand: \u201eSollte Gott so kleinlich sein und unsere S\u00fcnden bestrafen?\u201c Sage ich, nein, die H\u00f6lle ist nicht Strafe, unsere Strafe liegt auf Jesus. Das steht in der Bibel, die Strafe liegt auf ihm, auf das wir Frieden h\u00e4tten. Nein, er bot uns geradezu eine Ehe an, der lebendige Gott, durch Jesus. Wir wollten nicht. Dann d\u00fcrfen wir das w\u00e4hlen in Ewigkeit, das ist H\u00f6lle. Oft habe ich den Satz geh\u00f6rt, wie schrecklich, ein Gott der Menschen in die H\u00f6lle wirft. Und da kann ich nur antworten: Er wirft niemanden in die H\u00f6lle, dahin gehen wir. Den Weg w\u00e4hlen wir uns selber.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich muss jetzt ein ganz pers\u00f6nliches Wort sagen. Wenn ich doch so reden k\u00f6nnte, dass es Ihnen durch Mark und Bein geht. Sie haben nur ein einziges Leben und das kann man verspielen. Es kann sein, dass diese Rede Sie gar nicht trifft, aber ich muss sie halten, denn hier war der Anfang meines Lebens mit Gott, dass im Krieg neben mir einer fiel und ich pl\u00f6tzlich fragte, wo ist der? Und mir ganz klar war, er hat v\u00f6llig ohne Gott gelebt, wie ich. Und nun ist er da, wo Gott nicht ist, in der H\u00f6lle. Und da packte mich ein ungeheurer Schrecken. Gewiss hatte er alle Gebote Gottes mit F\u00fc\u00dfen getreten. Ich war so gottlos wie nur irgendwas. Aber das entscheidende war, ich war fern von ihm. Und mich packte ein Schrecken, wenn ich jetzt einen Schuss kriege. Ich kann nur sagen, dass ist etwas unheimliches, wenn die Schrecken Gottes \u00fcber einen Menschen fallen. Wenn man zum ersten Mal wei\u00df, Gott ist ja wirklich und\u00a0 Gott ist schrecklich. Ich bin rumgelaufen zu Milit\u00e4rpfarrern und allen m\u00f6glichen Leuten und keiner konnte mir helfen. Bis mir Gott in wunderbarer Weise ein Testament in die Hand spielte und ich den Satz finde, \u201eJesus Christus ist gekommen in die Welt, die S\u00fcnder zu erretten.\u201c Da stand das Wort, \u201eerretten\u201c. S\u00fcnder, das war ich. Errettet werden wollte ich, wenn Jesus S\u00fcnder errettet, muss ich Jesus finden. Gott will nicht, dass wir verloren gehen, Gott will nicht, dass wir in die H\u00f6lle laufen, Gott will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Und darum hat er Jesus geschickt. Jesus, die einzige Chance f\u00fcr uns. In ihm werden wir errettet. Jesus Christus ist gekommen, die Welt, die S\u00fcnder zu erretten. Ich muss einen Moment dabei stehen bleiben. Es geht wirklich um Errettung. Ich habe heute bei dem allgemeinen Christentum den Eindruck, dass ist so eine Art Verzierung, eine religi\u00f6se Verzierung f\u00fcrs Leben und die meisten Leute verzichten darauf und da rennt die Kirche hinterher um zu bitten, sei doch lieb und nimmt noch ein bisschen christliches Odeur mit. Darum geht es gar nicht! Es geht darum, dass sie zur H\u00f6lle fahren, solange sie Jesus nicht haben. Das man verloren geht. Ich habe damals, wie ich das las, eine Ersch\u00fctterung erlebt, die kann ich gar nicht beschreiben. Jesus, gekommen, S\u00fcnder zu erretten. Da muss ich Jesus finden. Auf einmal habe ich gemerkt, denn muss ich gar nicht suchen. Der ist ja da. Ich vergesse nicht die Stunde, wo ich niederkniete und sagte, Herr Jesus, ich gebe mein Leben dir. Ich kann dir nichts versprechen, ich habe einen ziemlich labilen Charakter, aber ich gebe mein Leben jetzt dir. Du sollst mein Herr sein. Da trat ich den Schritt von der Verlorenheit zum Leben. Meine Freunde, verstehen Sie? Es geht um Errettung und der Erretter hei\u00dft Jesus. Und so muss ich also jetzt von Jesus reden und ich sagte gestern schon: Wenn ich davon rede bin ich auf meinem Thema. Ich rede nicht von einem Jesus als einer vergangenen Pers\u00f6nlichkeit. Ich rede von dem Jesus, der aus dem Grabe herauskam und von den Toten auferstanden ist. Es ist heute so unklar, dass man gar nicht wei\u00df, was Auferstehung eigentlich sein soll.\u00a0 Es war am Ostermorgen, als sein Grab leer war und er stand lebendig inmitten seiner J\u00fcnger und sagte \u201eFriede sei mit Euch.\u201c Und von diesem Jesus rede ich. Der lebendig dasteht. Darum kriegt die Welt keine Ruhe. Darum m\u00fcssen sich die Karnevalisten immer mit auseinandersetzen, wie mit dem holen Zahn, verstehen Sie? Weil er da ist und sie ber\u00fchrt und daf\u00fcr sorgt, dass es keine Ruhe gibt. Von diesem Jesus rede ich. Der errettet vom ewigen Verderben. Und zwar darum, weil er am Kreuz f\u00fcr uns gestorben ist. Und das ist mir nun das Wichtigste. Und was ich in jedem Vortrag tun m\u00f6chte, ich m\u00f6chte Ihnen das Bild des gekreuzigten Sohnes Gottes vor die Augen malen. Gehen Sie mit mir vor die Tore Jerusalems auf den H\u00fcgel Golgatha. Da steht die Volksmenge schimpfend, fluchend, l\u00e4sternd, und da ragen die drei Kreuze, rechts und links die Sch\u00e4cher, die Soldaten passen auf, eine weinende Mutter &#8211; wir wollen die alle nicht beachten, sondern den Mann in der Mitte. Da h\u00e4ngt er am Kreuz, es ist grauenvoll. Als ich heute noch mal dar\u00fcber nachdachte, hat es mich ganz \u00fcbernommen, wie grauenvoll eine Kreuzigung ist. Und das war noch das Geringste, dass \u00fcber diesem Jesus ein Grauen der Verzweiflung liegt, dass er schreit, \u201emein Gott, warum hast du mich verlassen?\u201c Er war wirklich verlassen. Er war wirklich verlassen. Meine lieben Freunde, das ist die H\u00f6lle, sagte ich eben: von Gott verlassen sein. Und da war Jesus in der H\u00f6lle. Er, der Sohn, der S\u00fcndlose. Und die Bibel erkl\u00e4rt es dir, uns: an unserer Statt, auf dass wir Frieden h\u00e4tten. Unsere S\u00fcnde liegt auf ihm, auf dass wir Frieden h\u00e4tten. Unsere Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden h\u00e4tten. Also, meine lieben Freunde, dass muss Ihnen der heilige Geist \u00f6ffnen, und ich kann Ihnen empfehlen, lesen Sie den R\u00f6merbrief. Denn Ihre Errettung h\u00e4ngt da dran, dass Sie das begreifen, und dass kann ich in f\u00fcnf Minuten jetzt nicht erkl\u00e4ren. Aber ich m\u00f6chte Ihnen sagen, hier dieser Gekreuzigte, das ist der Erretter. Erretter von der H\u00f6lle. Ich m\u00f6chte im letzten Augenblick meines Lebens dies Kreuz vor mir sehen und es glauben k\u00f6nnen, er hat mich S\u00fcnder erkauft f\u00fcr den Himmel. Er hat meine S\u00fcnde weggetragen, als er am Kreuze hing. Sein Blut ist eine Quelle, in der ich mich waschen darf. Er ist die T\u00fcr zum ewigen Leben. Es sind lauter biblische Bilder. Ich hatte gestern ein Gespr\u00e4ch mit einem jungen Mann, der mir sagte, dass er mit dem Christentum fertig sei. Und da habe ich gesagt, \u201edas glaube ich nie, das kann man nicht sagen. Jesus ist mit Ihnen noch lange nicht fertig.\u201c Und da winkte er ab. Und da habe ich gesagt, \u201eh\u00f6ren Sie eben, dreimal steht in der Bibel, wer den Namen Jesus anruft soll errettet werden. Sie kommen in Ihrem Leben an eine Stelle, wo der Abgrund beginnt. Vielleicht eine gro\u00dfe Verzweiflung. Und das Ihr Gewissen aufwacht, wo Sie sp\u00fcren, die H\u00f6lle. Und dann sollen Sie wissen, damals hat Pastor Busch mir das gesagt, dreimal steht in der Bibel, wer den Namen Jesus anruft soll errettet werden.\u201c Und da sagt der, \u201eich gehe jetzt\u201c. Ich sage, \u201eMoment mal. Ich m\u00f6chte es Ihnen gern einh\u00e4mmern, Sie brauchen es eines Tages. Wer den Namen Jesus, nicht wer Religion hat, wer christlich ist, wer Kirche ist, wessen Gro\u00dfmutter den Superintendenten gekannt hat, davon ist nicht die Rede, sondern wer den Namen Jesus anruft\u00a0 soll selig werden, soll \u2013 w\u00f6rtlich hei\u00dft es \u2013 errettet werden. Sehen Sie, weil Jesus Vergebung der S\u00fcnden schenkt, darum tut er den Himmel auf. Und jetzt muss ich Ihnen zum Schluss sagen, es gibt also tats\u00e4chlich auch einen Himmel. Wenn Sie mich fragen, wo der ist, dann sage ich, in einer anderen Dimension, das wei\u00df ich nicht. Nicht 77 Meilen \u00fcber uns, das ist ja alles sichtbare Welt. Aber ich wei\u00df, dass ich in dem Augenblick, wo ich meine Augen hier schlie\u00dfe, sie aufschlage, ich geh\u00f6re Jesus, am Angesicht Jesus, ich will satt werden, wenn ich erwache, an Deinem Bilde. Also da gibt es gro\u00dfe Diskussionen, ob man da erst noch jahrzehntelang tot ist oder so was \u2013 nach meiner Schrifterkenntnis ist mir v\u00f6llig klar, dass, wenn ich hier die leiblichen Augen schlie\u00dfe, ich ihn sehen will. Es gibt einen Himmel, und da m\u00f6chte ich hinkommen. Ich muss Ihnen eine nette kleine Geschichte erz\u00e4hlen, es war auf dem Kirchen\u2026.. \u2013 oh, verstehen Sie mich? Rufen Sie dazwischen, wenn ich zu weit vom Mikrofon weg gehe, rufen Sie ruhig dazwischen \u2013 es war auf dem Kirchentag in Leipzig. Und da war so ein Empfang im Rathaus, Spitzen der Beh\u00f6rden, atheistischer Beh\u00f6rden, nicht? War eine komische Sache eigentlich, und Spitzen der Kirche, wissen Sie, Tische bogen sich mit Sekt und Kaviar, es war schon so eine phantastische Aufmachung. Und da wurden nun Reden gehalten, m\u00f6glichst unverbindlich, damit man anderen nicht so auf die H\u00fchneraugen trat, nicht? Und da sollte Heinrich Giesen, der war damals Generalsekret\u00e4r vom Kirchentag, Schluss machen. Und ich vergesse das nicht, wie der Heinrich Giesen aufsteht und sagt, \u201eAch Sie fragen uns, meine Herren, was wir f\u00fcr Leute sind. Ich m\u00f6chte es Ihnen mit einem Satz sagen: Wir sind Leute, die beten, lieber Gott, mach\u00b4 mich fromm, dass ich in den Himmel komm\u2019. Und dann setzt er sich hin. Und es war unheimlich \u2013 also neben mir sa\u00df ein gro\u00dfer Mann mit einem Leninorden, es war unheimlich, wie diese Leute auf einmal ersch\u00fcttert waren. Gibt es den Himmel? \u2013 Ja. Es gibt doch keinen. Wissen Sie es bestimmt? Wir beten, lieber Gott, mach\u00b4 mich fromm, dass ich in den Himmel komm\u2019. Ich m\u00f6chte gern selig werden. Ich m\u00f6chte in den Himmel kommen. Sie k\u00f6nnen es halten wie Sie wollen, ich ringe darum, dass ich, dass ich ein paar wegbringe vom Weg des Verderbens. Dass ich sie hinf\u00fchre zu Jesus. Es gibt einen Himmel. Jetzt fragen Sie mich, \u201esagen Sie, wie sieht denn der Himmel aus?\u201c Wie ich Auto fahren lernte, habe ich immer gesagt, \u00e4rgerlich, dass immer so ein dummer Kerl vor einem ist. Und da sagte meine Frau, \u201eDu stellst Dir wohl den Himmel vor wie eine gro\u00dfe Autobahn, die Dir allein geh\u00f6rt.\u201c\u00a0 Und da habe ich gesagt, \u201enein, nein, so stelle ich mir den Himmel nicht vor.\u201c Ich stelle mir den Himmel sogar ohne Benzingestank vor. Aber wir wissen es nicht. Die Bibel sagt zwei Dinge \u00fcber den Himmel, zwei Dinge: das erste ist, wir werden Jesus sehen wie er ist. Da brauche ich nicht mehr zu ringen, Ihnen zu erkl\u00e4ren, wer Jesus ist. Da wird man ihn sehen. Ich freue mich drauf. Wie gesagt, ich will satt werden, hei\u00dft es in den Psalmen, wenn ich erwache an deinem Bilde.\u00a0 Und das zweite, das ist noch gro\u00dfartiger, wir werden ihm gleich sein. Junge, wie ist man heute anders als Jesus, nicht? Man hat jeden Tag mit sich selber zu tun. Und ich habe den Eindruck, es gibt schrecklich viele Menschen, denen ich auf die Nerven falle. Und man macht alles verkehrt. Und mal dahin kommen, wo wir verwandelt werden in sein Bild. Wir werden ihm gleich sein wie er ist. Wir haben in Essen eine gro\u00dfe Konferenz, da wird am Schluss immer das Lied gesungen, Wenn nach der Erde Leid, Arbeit und Pein, ich in die goldenen Gassen zieh\u2019 ein, wird nur das Schau\u2019n meines Heilands allein, Grund meiner Freude und Anbetung sein. Das wird allein, Herrlichkeit sein, wenn frei von Weh\u2019 ich sein Angesicht seh\u2019. Lassen Sie mich mit einem kleinen Erlebnis schlie\u00dfen. Gerade in der Woche ehe ich abfuhr und hierher fuhr bekam ich einen ersch\u00fctternden Brief. Wie ich ihn gelesen hatte ging ich in die K\u00fcche zu meiner Frau, die gerade Sp\u00e4tzle machte \u2013 die ist norddeutsch aber hat mir zuliebe Sp\u00e4tzle gelernt, so richtig &#8211; \u00a0und \u00a0sage, Frau hier habe ich den ersch\u00fctternsten Brief, den ich je bekommen habe. Ich habe im vorigen Jahr eine Evangelisation f\u00fcr Kurg\u00e4ste in \u2013 nein im Jahr davor, 1964 \u2013 eine Evangelisation f\u00fcr Kurg\u00e4ste in Obersdorf im Allg\u00e4u gehabt. Und da begr\u00fc\u00dfte mich so eine nette Familie aus dem Siegerland. Hatten so einen netten dreizehnj\u00e4hrigen Boy, so einen richtigen Jungen, wissen Sie? Ich sagte, \u201eist Dir nicht langweilig geworden?\u201c \u2013 \u201eNein, nein\u201c\u00a0 sagte er, \u201eist mir nicht langweilig geworden.\u201c \u00a0Er war geradezu ein bisschen\u00a0 gekr\u00e4nkt, dass ich das fragte. Und ich hatte sie aus dem Ged\u00e4chtnis verloren. Und nun schreibt die Frau, \u201aIhre Vortr\u00e4ge haben diesem dreizehnj\u00e4hrigen Jungen einen merkw\u00fcrdigen Eindruck gemacht. Ich wei\u00df nicht, ob er alles verstanden hat, aber das hat er verstanden, Jesus errettet. Hier schon. Und wir merkten an dem Jungen\u2019 schreibt sie, \u201aeine merkw\u00fcrdige Ver\u00e4nderung. Er hatte auf einmal ein Testament, das las er. Er sprach nicht dar\u00fcber, aber man merkte eine Ver\u00e4nderung bei ihm. Und denken Sie, ein halbes Jahr sp\u00e4ter ist er gestorben. An Krebs. Ich hatte bis dahin gar nicht gewusst, dass dreizehnj\u00e4hrige Jungens Krebs haben k\u00f6nnen. Das gibt es, und das ist sehr grausam, nicht? Ein Arzt sagte mir, das ist ein schreckliches Sterben. Und nun schrieb die Mutter, der Junge erinnere sich daran, er h\u00e4tte sich immer daran erinnert, wie ich gesagt h\u00e4tte, wir sind wie Wanderer im Regen, die nach Hause gehen. Und es w\u00e4re ersch\u00fctternd\u00a0 gewesen, wie dieser dreizehnj\u00e4hrige Junge immer wieder davon gesprochen hat, \u201aich gehe nach Hause zu Jesus.\u2019 Es w\u00e4re ein so wunderbares, herrliches und getrostes und sieghaftes, seliges Sterben gewesen. Ihr Mann w\u00e4re nicht dar\u00fcber hinweggekommen und nach einem halben Jahr w\u00e4re er auch gestorben, sie w\u00e4re nun ganz allein. Und da hat es mich gepackt. Sehen Sie, ehe ich solch einen Vortrag anfange, denke ich, Mensch, das ist doch, das will doch heute gar niemand h\u00f6ren, das ist doch ganz unmodern und das ist doch \u2013 jede Fachkonferenz kann ihnen sagen, so kann man doch nicht reden. Und wenn es mir keiner abnimmt, wenn ich so einem dreizehnj\u00e4hrigen Jungen dazu verhelfen kann, dass er durch Jesus gerettet wird und in den Himmel kommt, dann bin ich dankbar und gl\u00fccklich. Aber vielleicht ist der eine oder andere auch hier, der sich anschickt, mit Eifer Jesus zu suchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ansprache vom 8.2.1966<br \/>\nWilhelm Busch wurde am 20.6.1966 in L\u00fcbeck heimgerufen<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: www.sermon-online.de<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>es bewegt mich immer stark, wenn ich so eine Versammlung habe, in der der Name Jesus genannt werden soll, dass wir ganz gewiss sein d\u00fcrfen,\u00a0 dass dieser auferstandene Herr in unserer Mitte ist. Wissen Sie, wir sind Menschenworte so leid und wir m\u00fcssen ihn bitten, dass sie seine Hirtenstimme h\u00f6ren. 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