{"id":11600,"date":"2014-11-20T07:59:40","date_gmt":"2014-11-20T06:59:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11600"},"modified":"2014-11-20T08:00:50","modified_gmt":"2014-11-20T07:00:50","slug":"bestattungsformen-und-christlicher-auferstehungsglaube","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11600","title":{"rendered":"Bestattungsformen und christlicher Auferstehungsglaube"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">In dieser Betrachtung geht es nicht neutral um Bestattungsformen. Das k\u00f6nnte ein Bestatter viel besser ausf\u00fchren. Wir wollen die Frage vielmehr vor dem Hintergrund unseres christlichen Glaubens bedenken. Das ist ein Abenteuer, das uns in die letzten Fragen unserer Existenz hineinf\u00fchrt. Wir m\u00fcssen dar\u00fcber nachdenken, was die Bibel \u00fcber den Leib, \u00fcber unsere leibliche Existenz, \u00fcber den Tod und \u00fcber das Feuer sagt. Es ist erstaunlich, wie vielf\u00e4ltig und doch eindeutig das biblische Zeugnis in diesen Fragen ist. Es bleiben keine wesentlichen Fragen unbeantwortet und ungekl\u00e4rt. Wir bekommen eine zuverl\u00e4ssige Information durch das Wort Gottes. Auf dieser Grundlage k\u00f6nnen wir dann auch \u00fcber unsere ganz pers\u00f6nlichen Fragen nachdenken, wie wir es mit unserer eigenen Bestattung oder der Bestattung unserer N\u00e4chsten halten wollen.<!--more--><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><b><strong>Neue Bestattungsformen<\/strong><\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst besch\u00e4ftigen wir uns mit dem Siegeszug der Kremation. Wir sollten dazu einige Fakten kennen. Und dann wollen wir uns der Frage stellen, wie es um die Feuerbestattung im Lichte des biblischen Wortes steht. Andere Bestattungsformen erw\u00e4hne ich am Rande. Da ist z.B. die Promession. Das ist eine neue Form der Bestattung, kurz gesagt, eine Kompostierungsart. Die ist im Kommen, und sie soll deshalb auch nicht unerw\u00e4hnt bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Totenverbrennungen gibt es durch die ganze Kulturgeschichte und Religionsgeschichte der V\u00f6lker hindurch. Das kennen auch wir in Mitteleuropa. Als meine Frau und ich mit der Familie 1979 nach Norddeutschland zogen, war einer unserer ersten Spazierg\u00e4nge zu den Siebensteinh\u00e4usern, einer alten Begr\u00e4bnisst\u00e4tte. Dort habe ich jemanden kennengelernt, der sich mit arch\u00e4ologischen Fragen besch\u00e4ftigt hat, und er schenkte uns eine alte Urne. Ich wei\u00df bis heute nicht, wie alt sie eigentlich ist. Aber sie erinnert mich an meine Verg\u00e4nglichkeit. Das ist viel wert. Wir sollten jeden Tag an unser Sterben denken. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich mir nicht selber meinen Tod vor Augen stelle, manchmal mit Beklemmung, manchmal mit Freude. Sich ein\u00fcben in die Ewigkeit \u2013 das ist eine gute \u00dcbung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der hellenistischen und r\u00f6mischen Zeit hielten sich Erdbestattung und Feuerbestattung in etwa die Waage. Interessanterweise waren es damals die Beg\u00fcterten, die immer wieder die Feuerbestattung w\u00e4hlten. Ich wei\u00df nicht warum. Mit dem Aufkommen des Christentums in Europa im 4. und 5. Jahrhundert wurde dann konsequent die Ein\u00e4scherungssitte zur\u00fcckgedr\u00e4ngt. Zun\u00e4chst gab es keine Erlasse. Man hat das aus dem biblischen Zeugnis heraus getan, wo eindeutig die Erdbestattung praktiziert wurde. Dann kam Karl der Gro\u00dfe (747-814 n. Chr.). Er hat Vieles in Bewegung gesetzt, nicht nur Gutes. Man wei\u00df nicht genau, wie viele Sachsen damals hingeschlachtet worden sind, aber es waren wohl zwischen 1000 und 2000 Menschen, die sich der Zwangsmissionierung verweigerten. Aber er hat uns auch Gutes hinterlassen. Er hat versucht, die Bibel als Richtschnur f\u00fcr das staatliche Handeln ernst zu nehmen. So hat er im Jahre 786 die Ein\u00e4scherungssitte verboten. In den kaiserlichen Annalen kann man nachlesen, dass die Erdbestattung kurze Zeit sp\u00e4ter zur Pflicht erkl\u00e4rt wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ob diese kaiserlichen Ma\u00dfnahmen, die per Dekret durchgesetzt wurden, immer richtig waren, das sollen die Historiker entscheiden. Jedenfalls hatte das Verbot der Ein\u00e4scherung der Leichen eine gro\u00dfe Breiten- und Dauerwirkung. \u00dcber Jahrhunderte hat im christlichen Abendland keiner daran gedacht, die Feuerbestattung wieder einzuf\u00fchren oder f\u00fcr sich privat zu w\u00fcnschen. Das wurde erst im 19. Jahrhundert anders. Man kann einige geistesgeschichtliche und kulturgeschichtliche \u00dcberlegungen anstellen, welche Faktoren damals dazu f\u00fchrten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist ein Fakt, dass in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts eine Menge Menschen aus dem B\u00fcrgertum und der Arbeiterschaft \u00fcber Feuerbestattung nachzudenken begannen. \u00c4rzte mahnten hygienische Gr\u00fcnde an. Die Arbeiter taten es insbesondere aus finanziellen Gr\u00fcnden. Es gab auch eine starke Freidenker- und Freimaurerbewegung. Man kann durchaus auch von einer atheistischen Str\u00f6mung sprechen. Menschen traten aus einer atheistischen Gesinnung f\u00fcr die Feuerbestattung ein, um ihren Glauben an die Totalaufl\u00f6sung des Menschen nach seinem Tod zu dokumentieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann dauerte es nicht mehr lange, bis die ersten Krematorien gebaut wurden. Das erste wurde 1876 in Mailand gebaut. Zwei Jahre sp\u00e4ter erstand das erste deutsche Krematorium in Gotha. Ein Herr Siemens, dessen Name uns nicht unbekannt ist, hat dazu den ersten Ofen entworfen und gebaut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einem Zeitungsbericht von 1928 habe ich einen geschichtlichen R\u00fcckblick entdeckt zum 50j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um des Gothaer Krematoriums. Der Journalist hat alte Akten angesehen und den Verein analysiert, der damals dieses Krematorium vorangebracht hat. Er fand in der Satzung den folgenden Satz: <em>\u201eDie Wissenschaft der Gesundheitspflege hat in dem Bestreben, die Toten unsch\u00e4dlich zu machen f\u00fcr die Lebenden, den Gedanken angeregt, die Beerdigung der Leichen durch die Verbrennung zu erbringen.\u201c<\/em> So haben die Menschen dieses Vereins in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts gedacht. Sie wollten tats\u00e4chlich die Erdbestattung komplett abl\u00f6sen durch die Verbrennung, und zwar, um die Toten unsch\u00e4dlich zu machen f\u00fcr die Lebenden. Man w\u00fcnschte sich, sie h\u00e4tten diesen Satz n\u00e4her erl\u00e4utert. Inwiefern waren die Toten sch\u00e4dlich f\u00fcr die Lebenden?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich war f\u00fcnf Jahre Pfarrer in der bayrischen Landeskirche. Ich war unter anderem auch im Krematorium Hof. Dort hat mich immer ein Spruch im Innenraum merkw\u00fcrdig ber\u00fchrt und aufgeregt <em>\u201eDurch die reine Flamme zur\u00fcck zum All\u201c.<\/em> Er ist eine Art Glaubensbekenntnis vieler, die damals die Feuerbestattung in Deutschland vorangetrieben haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war die erste Zeit meines pfarramtlichen Dienstes, in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Ich habe mir damals nicht allzu viele Gedanken gemacht \u00fcber Bestattungsformen. Wenn jemand eine Ein\u00e4scherung wollte, dann war das f\u00fcr mich kein Thema. Trotzdem habe ich damals schon einen \u00e4lteren Pfarrer mit Interesse beobachtet, der immer wieder sagte: <em>\u201eIch verweigere mich jeder Bitte um eine Feuerbestattung aus Glaubens- und biblischen Gr\u00fcnden.\u201c<\/em> Solche Pfarrer gab es damals, und es gibt sie auch heute noch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDurch die reine Flamme zur\u00fcck zum All\u201c. 1929, als das Krematorium in Hof gebaut wurde, hat man noch nichts von Esoterik im Sinne einer gesellschaftlichen Bewegung gewusst. Aber mit diesem Spruch sind wir unmittelbar im New-Age-Denken drin. Interessant, wie lange sich \u00dcberzeugungen halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Feuerbestattung hat sich langsam und stetig in Europa etabliert. Dabei gibt es ein richtiges Gef\u00e4lle. Ich hab keine neueren gesamteurop\u00e4ischen Statistiken entdecken k\u00f6nnen, aber seit etwa 25 Jahren sind die Briten, D\u00e4nen und die Schweden in punkto Akzeptanz der Kremation die Spitzenreiter. In Deutschland halten sich derzeit Kremation und Erdbestattung noch in etwa die Waage, mit einem leichten \u00dcberhang der Feuerbestattung. Eine neuere Statistik spricht von 55 Prozent. In den eher katholisch gepr\u00e4gten L\u00e4ndern Europas konnte die Feuerbestattung noch nicht richtig Fu\u00df fassen. Der Anteil der Feuerbestattungen betr\u00e4gt in Gro\u00dfbritannien 75 %, in Italien nur 4 %.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schweiz hat interessanterweise in der Kremation einen Spitzenplatz. Dort werden etwa 90 Prozent der Verstorbenen verbrannt. Es gibt dort \u00fcbrigens auch keinen gesetzlichen Friedhofszwang. In einem Gespr\u00e4ch, das ich vor kurzem hatte, wurde mir berichtet, dass jemand aus unserer weiteren Verwandtschaft die Idee hatte, die Urne eines j\u00fcngst Verstorbenen im Wohnzimmer zu platzieren. Das ist wahrscheinlich in anderen Kulturen kein Thema mehr, aber in unserem Kulturkreis ist der Gedanke gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Diese Person, so wurde mir gesagt, habe nun durch Mithilfe eines Schweizer Beerdigungsunternehmens die freie Verf\u00fcgung \u00fcber diese Urne erhalten. Ich kenne diesen Brauch aus Japan. Der dortige religi\u00f6se Hintergrund \u2013 Shintoismus, Buddhismus \u2013 ist offen f\u00fcr die Totenverbrennung und f\u00fcr die freie Verf\u00fcgung \u00fcber die Urnen. \u00c4hnlich sieht es in Indien aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch innerhalb Deutschlands gibt es ein interessantes Gef\u00e4lle zwischen den alten und den neuen Bundesl\u00e4ndern. 1999 gab es 38% Ein\u00e4scherungen auf dem Gebiet der alten Bundesl\u00e4nder gegen\u00fcber 75% in den neuen Bundesl\u00e4ndern. Hier spiegeln sich Mentalit\u00e4ten und weltanschauliche Grundeinstellungen zwischen Ost und West wider. Wie schon ausgef\u00fchrt, sind aktuell \u00fcber 50% aller Bestattungen in ganz Deutschland Feuerbestattungen. Vor einigen Jahren waren es noch 42%. Auch die Zahl der Krematorien hat sich diesem Trend angepasst. Wir haben mittlerweile 125 Krematorien in 100 St\u00e4dten. 1987 waren es erst 77 Krematorien. Ein Krematorium, das nach den neuesten Richtlinien gebaut wird, ist eine sehr kostspielige Angelegenheit. Aber viele St\u00e4dte k\u00f6nnen sich das heute leisten, weil die Nachfrage danach gewachsen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seebestattungen sind in Deutschland mit 2,5% noch relativ selten. Die Ballonbestattung ist in einigen L\u00e4ndern Europas mittlerweile sehr gefragt. Da wird die Asche im Hei\u00dfluftballon \u00fcber bestimmten Wiesen und Waldgrundst\u00fccken ausgestreut. In Deutschland ist das gesetzlich noch nicht erlaubt. Daf\u00fcr ist bei uns die Baumbestattung bzw. die sogenannte Naturbestattung sehr im Kommen, wo die Urne in das Wurzelwerk von B\u00e4umen eingebracht wird. \u201eFriedwald\u201c, um ein Beispiel zu nennen, ist mittlerweile eine GmbH, die schon \u00fcber 50 gr\u00f6\u00dfere Waldst\u00fccke in Deutschland anbietet. Im Internet st\u00f6\u00dft man auf einen professionell gemachten Werbefilm, der den Betrachter durchaus f\u00fcr diese Bestattungsform einnehmen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sollten auch einen kurzen Blick au\u00dferhalb unseres Kultur- und Glaubenskreises werfen. Im Shintoismus und Hinduismus ist die Feuerbestattung wie gesagt kein Problem. In Japan begann man damit bereits im Jahre 700. Interessant ist, dass die Leichenverbrennungen in Japan etwas anders gehandhabt werden als in den anderen Erdteilen. Dort wird bewusst mit niedrigen Temperaturen gearbeitet, so dass der K\u00f6rper nicht vollst\u00e4ndig zu Asche wird, sondern bestimmte Reste \u00fcbrig bleiben, die man sich bei der Ein\u00e4scherungsfeier gegenseitig weitergibt und in die Urne legt. In Japan werden im sog. U-Bong-Fest, jeweils im August, die Ahnengeister willkommen gehei\u00dfen. Die Japaner sind technisch hoch gebildet, aber \u00fcber ihren Ahnenglauben kann man sich als Christ nur wundern. Sie arbeiten tags\u00fcber am Computer und am Abend werden im Garten oder vor dem Haus Kerzen angez\u00fcndet, damit die Ahnengeister den Weg finden in die Wohnung, und dort werden sie dann willkommen gehei\u00dfen. Da ist ein kleiner Schrein vorbereitet mit Reis und anderen Dingen, damit die Ahnengeister wohlgestimmt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Buddhismus werden bei Ein\u00e4scherungsfeiern mit Vorliebe Reden Buddhas zitiert. Die Hinterbliebenen m\u00fcssen mit guten Gedanken an den Verstorbenen denken, weil nach buddhistischem Glauben Gedanken M\u00e4chte sind, die den weiteren Weg des Verstorbenen beeinflussen k\u00f6nnen. Wehe demjenigen, der dann schlecht \u00fcber den Verstorbenen oder die Verstorbene denkt! Wom\u00f6glich kann das dann die Ursache sein, dass der oder die im n\u00e4chsten Leben als Regenwurm oder K\u00e4fer erscheinen muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz im Gegensatz dazu gibt es im Judentum und im Islam keine Ein\u00e4scherung. Das sollten gerade wir Christen zur Kenntnis nehmen, weil ja viele unserer weltanschaulichen \u00dcberzeugungen auf dem Judentum aufbauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist nicht ganz einfach, verbindliche Aussagen zu finden, warum im Judentum und im Islam Kremationen nicht erlaubt sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Rabbiner aus Australien gibt auf seiner Internetseite folgende interessante Begr\u00fcndungen: Bei einer Kremation wird der K\u00f6rper zu Asche, bei einer Beerdigung zu Staub, der sich wieder mit der Erde vereinigen kann. Erde ist fruchtbar, Asche nicht. Die Erde erm\u00f6glicht weiteres Leben. Asche aber ist unfruchtbar und leblos. Der allm\u00e4hliche Prozess des Wiederkehrens zu Erde entspricht dem nat\u00fcrlichen Kreislauf. Das Verschwinden der einen Generation erm\u00f6glicht das Aufbl\u00fchen der n\u00e4chsten. Die jetzige Generation wird vom Verm\u00e4chtnis der vorherigen belebt und inspiriert. Unsere Vorfahren sind der Boden, aus dem wir wuchsen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Christen w\u00fcrden wir das nicht so formulieren. Aber es sind Wahrheitsf\u00fcnkchen darin. Selbst nach ihrem Ableben bleiben die Menschen eine Quelle der Inspiration. Aber \u201eQuelle des Lebens\u201c w\u00fcrden wir als Christen nicht sagen. Wir wissen, wer die Quelle des Lebens ist. Aber die enge Verbundenheit mit den Vorfahren ist eine Besonderheit des Judentums.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Islam kennt \u00e4hnliche \u00dcberlegungen, wenn auch mit ganz anderen Begr\u00fcndungen. So hei\u00dft es auf einer islamischen Internet-Lehrseite: \u201eDa der Gesandte (Mohammed) derjenige war, der uns die Regeln unseres Herrn \u00fcbermittelt hat, lehrte er uns, was Allah bez\u00fcglich den Toten vorgeschrieben hat. Allah hat uns vorgeschrieben, dass wenn ein Muslim stirbt, wir ihn waschen und reinigen, ihn mit einem wei\u00dfen Stofftuch umh\u00fcllen, das Totengebet beten und f\u00fcr Barmherzigkeit und Vergebung beten sollen. Hiernach sollen wir ihn begraben und mit Erde bedecken, sowie die anderen Gr\u00e4ber besuchen und f\u00fcr die muslimischen Verstorbenen beten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist \u00fcbrigens in einigen Bundesl\u00e4ndern zu einem echten Streitpunkt geworden, weil die Muslime ihre eigenen Felder in den Friedh\u00f6fen beanspruchen und teilweise auch bekommen, aber keine Sargbestattung wollen. Sie wollen in den Leinent\u00fcchern direkt in die Erde versenkt werden. Berlin hat das mittlerweile erlaubt. Andere Bundesl\u00e4nder werden vermutlich nachziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiter hei\u00dft es auf der islamischen Internetseite: <em>\u201eEs ist im Islam nicht vorgeschrieben, die Verstorbenen zu verbrennen oder einzu\u00e4schern. Vielmehr ist das ein Akt von Nichtachtung und Unehre. Der Islam verbietet es uns, auf das Grab des Verschiedenen zu treten, dar\u00fcber zu gehen, uns darauf zu setzen. Wie k\u00f6nnten wir ihn dann verbrennen.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt im Islam ebenso wie im Judentum also eine schroffe Ablehnung der Kremation, die im \u00dcbrigen mittlerweile auch schon die hohe Politik erreicht hat. Im letzten Jahr hat die Stadt Waiblingen eine verstorbene Muslimin, die angegeben hatte, konfessionslos zu sein, verbrennen lassen. Darauf hat sich der t\u00fcrkische Generalkonsul beschwert: \u201eWie konntet ihr eine muslimische Frau ein\u00e4schern? Das ist strikt gegen islamische Grundvorstellungen.\u201c Daraus entstand eine ausgewachsene diplomatische Kontroverse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun noch ein paar Worte zur Bestattungsmethode \u201ePromession\u201c, die im Kommen zu sein scheint. Im schwedischen Parlament wird das mittlerweile diskutiert. Demn\u00e4chst wird wohl auch ein Gesetz dort verabschiedet. Das Verfahren der Promession basiert einfach ausgedr\u00fcckt auf Gefriertrocknung. Dem Leichnam wird durch ein fl\u00fcssiges Stickstoffbad das Wasser entzogen. Durch daran anschlie\u00dfende Ersch\u00fctterungen mechanischer Art zerfallen die k\u00f6rperlichen \u00dcberreste und werden zu einem Granulat verkleinert, das mit bestimmten chemischen Zus\u00e4tzen versehen in einem Minisarg beerdigt wird und ziemlich schnell, in ein paar Monaten, zu Kompost wird. Die menschlichen \u00dcberreste sind dann Humus. Nach dem nieders\u00e4chsischen Bestattungsgesetz w\u00e4re das \u00fcbrigens jetzt schon erlaubt.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><b><strong>Der christliche Auferstehungsglaube und die Frage der Bestattungsform<\/strong><\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hat eigentlich der christliche Glaube und die Art der Bestattung irgendetwas miteinander zu tun? Manche Christen sehen hier keine Verbindung. Wir bekommen einen neuen Leib (R\u00f6mer 8). Warum sollen wir uns mit dem alten Leib noch so beschweren? Sollen wir uns Kopfzerbrechen und vielleicht noch einen innerfamili\u00e4ren Streit zumuten? Ich vermute, dass nicht wenige so denken. Wir sollten dazu die Bibel befragen, genauer gesagt den Inbegriff unserer christlichen Hoffnung, die leibhafte Auferstehung in einem Herrlichkeitsleib f\u00fcr alle, die den Heiligen Geist haben. Die d\u00fcrfen sich darauf freuen, dass diese unwahrscheinliche und unvergleichliche Verwandlung mit ihnen vor sich gehen wird, wenn Christus wiederkommt. Hat diese unsere Hoffnung irgendetwas zu tun mit unserer Bestattung?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im ersten Teil haben wir vielleicht dar\u00fcber gestaunt, wie schnell der Einfluss und die Verbreitung der Ein\u00e4scherung in Europa gewachsen sind. Man kann hier durchaus von einer Bestattungs- und Kulturrevolution reden. Im zweiten Teil wollen wir uns vor dem Hintergrund unseres christlichen Glaubens mit den Bestattungsformen auseinandersetzen und dabei insbesondere die Frage der Feuerbestattung n\u00e4her behandeln. Ich werde zum Thema Kremation keine absoluten Aussagen machen, aber wer das Gesamtzeugnis der Heiligen Schrift ernst nimmt, wird schnell merken, dass die Feuerbestattung in der Bibel nicht vorgesehen ist und zu grundlegenden biblischen Aussagen \u00fcber den Leib, den Tod und das Feuer im Widerspruch steht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sehen wir uns einmal kurz grunds\u00e4tzliche Aussagen der Bibel \u00fcber das Feuer, den Tod und den Leib an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wenn wir uns mit dem Stichwort \u201eFeuer\u201c befassen, stellen wir schnell fest, dass dieses Element im biblischen Kontext fast immer ein Synonym f\u00fcr \u201eGericht\u201c und \u201eStrafe\u201c ist. Wenn Menschen durch Feuer umkommen oder wenn in besonders schweren F\u00e4llen eine Steinigung mit anschlie\u00dfender Verbrennung erfolgt, dann muss etwas ganz Gravierendes geschehen sein. Beispiele finden wir im Vergehen der S\u00f6hne Aarons (3. Mose 10) oder im Diebstahl Achans (Josua 7). Das sind keine einfachen Stellen. Uns erstaunt die H\u00e4rte des g\u00f6ttlichen Urteils. Dabei m\u00fcssen nat\u00fcrlich solche Stellen unbedingt im Zusammenhang gelesen werden. Wir alle kennen auch Gottes Gericht \u00fcber Sodom und Gomorrha, ein Feuergericht, durch das diese St\u00e4dte mitsamt ihren Einwohnern untergingen. \u201eFeuer\u201c steht also f\u00fcr g\u00f6ttliche Straf- und Gerichtsakte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Amos im zweiten Kapitel \u00fcbt der Prophet im Auftrag Gottes Kritik an den Moabitern, weil sie Gebeine eines K\u00f6nigs von Edom verbrannt haben. Ohne diese Stelle (Amos 2,1ff.) \u00fcberinterpretieren zu wollen, wird jedenfalls die Verbrennung von Toten als ein heidnischer Brauch dargestellt, der die Missbilligung des Gottes Israels findet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im 2. Petrusbrief im 3. Kapitel steht, dass die Himmel einst, wenn Christus zum Gericht wiederkommt, durch Feuer vergehen werden. Obwohl ich diese Stelle schon etliche Male gelesen habe, ist mir jetzt ein Einzelzug besonders aufgefallen. Es ist die Rede von den Himmeln (Mehrzahl), aber nicht von der Erde. Das best\u00e4tigt die Auffassung, dass die Erde in der Bibel als ein bevorzugtes Sch\u00f6pfungsobjekt Gottes angesehen wird, das, wenn Christus wiederkommt zum Gericht, nicht einer totalen Vernichtung preisgegeben sondern erneuert werden wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zusammenfassend kann man sagen, dass Feuer im alttestamentlichen Kontext ein Gerichtsgeschehen meint.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sehen wir uns das Stichwort \u201eTod\u201c im biblischen Kontext an. Hier kann es nat\u00fcrlich keine ausf\u00fchrliche Darstellung geben, aber wir sollten einige wichtige Grundaussagen bedenken. Wir kennen die Aussage aus 1 Mose 3,19, dass der Mensch wieder zu Erde werden soll. Was seit einigen Jahrzehnten in den kirchlichen Begr\u00e4bnis-Agenden steht, die Formel \u201eAsche zu Asche\u201c, ist im biblischen Kontext nicht zu finden. Ich bin \u00fcbrigens durch jahrelange Besch\u00e4ftigung mit dem biblischen Auferstehungszeugnis und anderen eschatologischen Fragen zur \u00dcberzeugung gekommen, dass ich keine Ein\u00e4scherungshandlung mehr vornehme. Ich spreche dann nat\u00fcrlich auch nur die Formel \u201eErde zu Erde\u201c und nicht mehr \u201eAsche zu Asche\u201c, wenn ich eine Beerdigung zu halten habe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein pers\u00f6nliches Beispiel: Eine gute Bekannte von uns hat vor einigen Jahren ihren Mann verloren. Da wir sein Leiden in den letzten Lebensjahren mit verfolgt und ein St\u00fcck weit mitgelitten hatten, war es nicht erstaunlich, dass sie anrief und fragte, ob ich die Beerdigung \u00fcbernehmen k\u00f6nnte. Ich habe nat\u00fcrlich sofort zugesagt, dann aber auch gleich nachgefragt, wie die Beerdigung verlaufen solle. Die Witwe hatte sich f\u00fcr eine Ein\u00e4scherung entschieden. Ich holte tief Luft und war einen Moment lang in einem inneren Zwiespalt zwischen meiner Glaubens\u00fcberzeugung und meinem Willen, hier zu Diensten zu stehen. Dann habe mich durchgerungen zu sagen: \u201eIch kann eine Ein\u00e4scherungshandlung aus meiner inneren Glaubens\u00fcberzeugung nicht ausrichten. Da musst du dir jemand anderen suchen, so leid mir das tut.\u201c Unsere bekannte war sehr \u00fcberrascht, sagte mir aber, dass sie sich das bis zum n\u00e4chsten Tag noch \u00fcberlegen wolle. Schon am Vormittag des n\u00e4chsten Tages rief sie an und sagte mir, dass sie aufgrund meiner biblischen Bedenken nun auch offen sei f\u00fcr eine Beerdigung. Viele Menschen sind sich pers\u00f6nlich unsicher, wenn es um die Form der Bestattung geht. Wer eine Feuerbestattung in Erw\u00e4gung zieht, tut es meist aus grabpflegerischen oder finanziellen Gr\u00fcnden. Die Frage, ob eine Kremation auch vor der Bibel Bestand hat, stellen sich nur wenige. Da tut Aufkl\u00e4rung not. Ich denke, dass viele ihre Haltung \u00fcberdenken w\u00fcrden, wenn man ihnen die biblischen Hintergrundinformationen zum Feuer, zum Tod und zum Leib gibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Tod ist kein nat\u00fcrliches Geschehen. Das wollen wir uns als Christen auch von erkl\u00e4rten Evolutionisten niemals zur Gewissheit machen lassen, dass das Todesgeschehen nat\u00fcrlich oder sogar notwendig sei, um Organismen in der H\u00f6herentwicklung aller Lebewesen eine Stufe weiter zu bringen. Das ist keine biblische, das ist keine christliche Auffassung. Der Tod ist eindeutig Strafgeschehen Gottes. Das steht nicht nur im R\u00f6merbrief Kap. 6,23. Diese Sicht zieht sich durch die ganze Bibel hindurch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine interessante Bibelstelle ist die Anordnung der Erdbestattung Abrahams durch Gott pers\u00f6nlich (1 Mose 15,15). Im Gespr\u00e4ch mit Abraham legt Gott die Form der Bestattung Abrahams fest. Es soll ein Erdbegr\u00e4bnis sein. Das finden wir sonst nirgends in der Bibel, dass eine unmittelbare Anrede Gottes an einen Menschen so weit geht, dass sogar die Bestattungsfrage gekl\u00e4rt wird. Wenn wir die Bedeutung Abrahams f\u00fcr die ganze Bibel, f\u00fcr das Judentum, f\u00fcr uns Christen im Hintergrund sehen R\u00f6mer 4 mit einbeziehen, wo Abraham uns als unser Glaubensvater nahegebracht wird, dann gibt die Tatsache zu denken, dass Gott bei ihm ausdr\u00fccklich die Erdbestattung angeordnet hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was geschieht im Tod? Im Tod trennt sich der Leib vom Geist und der Seele; man kann auch sagen, vom Pers\u00f6nlichkeitskern, vom Ich. Es gibt eine Scheidung. Der Leib f\u00e4llt bei der Erdbestattung dem Prozess der Verwesung anheim. Bei einer Feuerbestattung wird der Leib zu toter Asche. Die Scheidung von Leib und Geistseele im Tod wird biblisch oft bezeugt. Der sterbende Stephanus ruft \u201eHerr Jesus, nimm meinen Geist auf!\u201c (Ag 7,59). Jesus hat seinen Geist ausdr\u00fccklich in die H\u00e4nde Gottes befohlen: \u201eVater, ich befehle meinen Geist in deine H\u00e4nde!\u201c (Luk 23,46).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein anderer Aspekt des Todes wird uns in Johannes 11 gezeigt, wo die Auferweckung des Lazarus berichtet wird. Jesus nennt den J\u00fcngern gegen\u00fcber den Tod des Lazarus \u201eSchlaf\u201c. \u201eEr schl\u00e4ft\u201c, sagt Jesus zu den J\u00fcngern (Joh 11,11). Das ist kein Euphemismus, der irgendwie beruhigen soll, der die Furchtbarkeit des Todes mildern soll. Das ist eine Aussage h\u00f6chster theologischer Bedeutung. Was geschieht denn im Schlaf? Der Mensch bleibt mit sich selbst identisch. Aber er kann nicht mehr \u00fcber sich verf\u00fcgen. Er beh\u00e4lt seine Seele, sein Bewusstsein, sein Denken, seine Sinne, die zwar im Moment weitgehend lahmgelegt aber doch v\u00f6llig intakt sind. Mir ist das ein ganz wertvoller Hinweis aus Jesu Mund, um die Existenzweise der Toten einordnen und verstehen zu k\u00f6nnen. Der Tod zerst\u00f6rt die Pers\u00f6nlichkeit in keiner Weise. Er tobt sich am Leib aus, aber an die Seele und Geist kommt er nicht heran.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie k\u00f6nnen wir uns den Todeszustand bzw. die Existenzweise der Toten vorstellen? Jesus erz\u00e4hlt dazu die spannende Geschichte von dem reichen Mann und dem armen Lazarus (Luk 16). Der reiche Mann verf\u00fcgt im Totenreich \u00fcber alle seine Sinne. Er kann f\u00fchlen. Er kann leiden. Er kann nachdenken. Er kann an seine Verwandten denken. Er kann reden. Wer diese Geschichte ernst nimmt, der kann nicht mehr davon ausgehen, dass die Toten ihre Seele, ihren Geist und ihre Identit\u00e4t verlieren. Nein, der Tote hat eine neue Existenzform im Totenreich, und er hat auch einen Totenleib. Biblisch-hebr\u00e4isch gedacht kann die Seele niemals ohne einen Leib und ein Leib niemals ohne die Seele gedacht werden. Beim letzten Gericht, von dem wir Offenbarung 20 lesen, erscheinen die Toten vor dem gro\u00dfen wei\u00dfen Thron, auf dem der Weltenrichter Christus Platz genommen hat. Und dann hei\u00dft es ausdr\u00fccklich, dass die Toten vor dem Thron stehen. Eine Seele, eine formlose, k\u00f6rperlose und leiblose Seele kann nicht stehen. Die Toten haben also einen Totenleib.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sollten unsere Vorstellungen vom Tod und vom Totenreich \u00fcberpr\u00fcfen, ob sie biblisch sind. Das ist nicht unwichtig f\u00fcr die Frage nach den Bestattungsformen. Wenn die Toten in einer neuen Dimension leibhaft weiter existieren, dann hat das Konsequenzen f\u00fcr unseren Umgang mit dem Leib, mit unserem Leib hier und jetzt, und mit dem Leib der Verstorbenen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Damit sind wir beim dritten Aspekt, denn wir betrachten wollen, beim Leib. Wir brauchen ein leibhaftes Denken. Gott ist ein leibhafter Gott. <em>\u201eLicht ist dein Kleid, das du anhast\u201c<\/em>, so hei\u00dft es in Ps 104,2. Dieser Gott hat Arme. Dieser Gott kann reden. Dieser Gott kann handeln, denn er hat H\u00e4nde. Das wissen wir alle. Das alles sind leibhafte Funktionen. Nat\u00fcrlich ist das nicht ein Leib in unserem Sinn, aber es ist ein Leib, der Gottes Pers\u00f6nlichkeit umschlie\u00dft und durch den er handelt. Weil Gott leibhaft ist, ist Christus leibhaft auferstanden. Wir Menschen sind mit einem hervorragenden, genialen Leib begabt. Gott sagt am Ende des 6. Sch\u00f6pfungstages \u201eSehr gut\u201c zum Menschsein, also auch zur Leibhaftigkeit des Menschen. Dieses \u201eSehr gut\u201c hat im Hebr\u00e4ischen die Doppelbedeutung \u201esch\u00f6n\u201c und \u201ezweckm\u00e4\u00dfig\u201c in Vollendung. \u201eSehr gut\u201c sagt Gott damit auch zur gesamten leib- und k\u00f6rperhaften Sch\u00f6pfung, \u00fcber die er sich dann am 7. Tag freut. Wer w\u00e4ren wir, dass wir das, was Gott \u201esehr gut\u201c nennt, missachten?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich wei\u00df ich, dass die leiblichen Einschr\u00e4nkungen im Lauf des Alters zunehmen. Wenn man wie ich \u00fcber die 70 Jahre ist, dann merkt man das. Aber das \u00e4ndert doch nichts an der Tatsache, dass die leiblichen und seelischen Funktionen, das Denken, Wollen und F\u00fchlen von Gott meisterhaft in den Menschen einprogrammiert worden sind. Dieses \u201eSehr gut\u201c wollen wir uns niemals und von niemand nehmen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Neue Testament geht in der Betrachtung des Leibes noch einen Schritt weiter. Da wird der Leib sogar gew\u00fcrdigt, Tempel des Heiligen Geistes zu sein. Und es wird gleich hinzugef\u00fcgt, dass er nicht uns geh\u00f6rt. Mein Leib geh\u00f6rt mir nicht. Er geh\u00f6rt zun\u00e4chst einmal Gott. <em>\u201eDer Leib geh\u00f6rt dem Herrn\u201c<\/em> (1 Kor 6,13). <em>\u201eWi\u00dft ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst geh\u00f6rt?\u201c<\/em> (1 Kor 6,19).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Frau und ich halten seit vielen Jahren Eheseminare. Da kommen wir auch immer auf dieses Thema zu sprechen, wem wir eigentlich geh\u00f6ren. In der Ehe geh\u00f6ren wir dem anderen, einschlie\u00dflich unserer Sexualit\u00e4t. Meine geschlechtlichen Organe geh\u00f6ren meiner Frau, nicht mir, und umgedreht. Gott denkt kommunikativ. Was er mir gibt, gibt er mir, damit ich es weitergebe. Und er gibt anderen etwas, damit sie es mir weitergeben. Wir m\u00fcssen lernen, leibhaft und kommunikativ zu denken, und unser ganzes Leben kommt in eine neue Beleuchtung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Leib darf ein Tempel des Heiligen Geistes sein. Dieser arme, elende, s\u00fcndhafte Mensch, um mit Luther zu reden, darf Tempel des Heiligen Geistes sein, sofern er sein Leben im Glaubensgeheimnis mit Jesus Christus lebt. Das ist eine unerh\u00f6rte Aussage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In 1 Korinther 6 ist von den leiblichen S\u00fcnden der Unzucht die Rede, und wer an diesen S\u00fcnden konsequent festh\u00e4lt, der verpasst den Anschluss zum Reich Gottes. Und es steht im 1. Korintherbrief auch, dass Christus leibhaft auferstanden ist, und dass wir eine leibhafte Auferweckung erwarten und glauben d\u00fcrfen (1 Kor 15). Gerade der 1 Korintherbrief ist in seinem leibhaften Denken so glaubensst\u00e4rkend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch ein Blick in das Johannesevangelium und in den R\u00f6merbrief. Da ist von zweierlei Auferstehungen die Rede. Ganz zentrale Aussagen in Johannes 5 sind die \u201eAuferstehung zum Gericht\u201c und die \u201eAuferstehung zum Leben\u201c (w\u00f6rtlich \u201eAuferstehung des Lebens\u201c). Wir haben hier schon das Leben, n\u00e4mlich das ewige Leben, und dieses Leben darf einer Auferstehung entgegen gehen. Paulus sagt das gleiche in R\u00f6mer 8: wir d\u00fcrfen der \u201eErl\u00f6sung des Leibes\u201c entgegen gehen. Unser Leib ist jetzt noch nicht erl\u00f6st, aber er wird erl\u00f6st, verwandelt, ver\u00e4ndert. Er wird ein Herrlichkeitsleib, wenn Christus kommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das sind drei biblische Komplexe, die wir beherzigen sollten, wenn wir \u00fcber die Fragen der Bestattung nachdenken. Wie sollen wir unsere Toten bestatten? Welche Vorsorge wollen wir f\u00fcr unseren eigenen Tod treffen? Das ist die Frage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor einigen Tagen schickte mir ein Freund die Abbildung einer Skulptur. Sie ist 1878 entstanden. Sie hei\u00dft \u201eDas erste Begr\u00e4bnis\u201c und ist von einem franz\u00f6sischen Bildhauer geschaffen, Louis-Ernest Barrias. Ich habe dar\u00fcber mit meiner Frau gesprochen. Eine interessante Frage: wann fand das erste Begr\u00e4bnis statt? Der erste Tote der Menschheit war der erschlagene Abel. Die Skulptur zeigt, wie Adam seinen ermordeten Sohn zu Grabe tr\u00e4gt, und wie ihn auf diesem letzten Weg herzt. Ein ersch\u00fctterndes Bildnis. Wie bestatten? Vielleicht hat sich Adam auf diesem schweren Weg das auch gefragt. Diese Frage wollen wir jetzt beantworten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Todesanzeigen sind Zeugnisse daf\u00fcr, was den Menschen einf\u00e4llt anl\u00e4sslich des Todes und der Beerdigung. Diese Spr\u00fcche sind interessant. Ganz selten findet sich in unseren Tageszeitungen auch ein Bibelvers. Meistens wird einfach nur die Trauer zum Ausdruck gebracht. Es gibt Sinnspr\u00fcche, an denen man sich ein St\u00fcck anlehnt. \u201eWenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, lebe ich in euch weiter.\u201c \u201eIch glaube, dass wenn der Tod unsere Augen schlie\u00dft, wir in einem Lichte stehen, von welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist.\u201c Das soll z.B. der erkl\u00e4rte Atheist Schopenhauer gesagt haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele meinen heute, dass Nahtoderlebnisse, wo Menschen an der Schwelle des Todes standen und zur\u00fcck kamen, bestimmte Lichterscheinungen und angenehme Gef\u00fchle hatten, die Angst vor dem Sterben ein wenig mildern k\u00f6nnen. Das hat schon Elisabeth K\u00fcbler-Ross vor einigen Jahrzehnten verk\u00fcndet, auch in evangelischen Kiurchen. \u201eDas kirchliche Gerede vom Gericht k\u00f6nnen wir uns abgew\u00f6hnen\u201c, sagte sie. \u201eIch habe an so vielen Sterbebetten gesessen und habe mit Menschen gesprochen, die diese Nahtoderlebnisse hatten. Nein, es wird ganz anders sein. Wir treten in einen Lichtraum unermesslicher F\u00fclle und unermesslichen Glanzes hinein. Es ist so, als wenn wir einen Wintermantel ablegen und ein Fr\u00fchlingskleid geschenkt bekommen.\u201c So hat Elisabeth K\u00fcbler-Ross damals schon vielen Christen die Angst vor dem Gericht nehmen wollen. Ich kann dazu nur sagen, das ist eine verf\u00fchrerische Rede.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEs ist den Menschen gesetzt, einmal zu sterben. Danach aber \u2013 der gro\u00dfe Lichtglanz?\u201c Nein. \u201eDanach aber das Gericht!\u201c Das wird heute nur noch selten gepredigt und selten geglaubt. Und dann kommen die Lebensweisheiten zustande, die in unseren Zeitungen stehen: <em>\u201eDie gro\u00dfen Spazierg\u00e4nge, auf denen wir nicht ins Leere greifen; immer geht die Hand des anderen mit.\u201c <\/em>&#8211; Stimmt das denn eigentlich? Geht die Hand meines Vaters, meiner Mutter, meines Ehepartners denn wirklich mit mir mit? Stimmt denn das, was uns hier weisgemacht werden soll? <em>\u201eUnd wenn du dich getr\u00f6stet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein Freund sein. Du wirst dich daran erinnern, wie gerne du mit mir gelacht hast.\u201c<\/em> Wenn das alles ist, was von einem Menschen \u00fcbrig bleibt! <em>\u201eIch w\u00e4r so gerne noch geblieben, mit euch vereint, ihr meine Lieben. Nur meine Krankheit, die war so schwer. F\u00fcr mich gab\u2019s keine Rettung mehr.\u201c <\/em>Welch eine Trostlosigkeit. Keine Rettung. Der Apostel Paulus spricht in R\u00f6mer 8 von Rettung, auch f\u00fcr den Leib, von Erl\u00f6sung. Blicken wir ruhig \u00f6fters mal in die Zeitung mit ihren Todesanzeigen. Sie sind wirklich ein Eins-zu-Eins-Abbild des Glaubens oder des Aberglaubens oder des Nicht-mehr-glauben-K\u00f6nnens unserer Gesellschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun kommen wir zur Auferstehung, zum Inbegriff unseres Glaubens. Was hei\u00dft eigentlich Auferstehungsglaube? Das muss doch in die Frage der Bestattung einflie\u00dfen! Die Antwort:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Mit Christus ewig verbunden sein! <em>\u201eWenn wir mit ihm verbunden und gleich geworden sind mit seinem Tod, dann werden wir doch auch mit seiner Auferstehung gleich sein\u201c <\/em>(R\u00f6mer 6,5). Wir sind mit ihm verschwei\u00dft, zusammengeklebt. Keine Macht der Welt kann uns wieder l\u00f6sen, wenn wir uns im Glauben mit diesem Christus verbinden und verbunden haben und t\u00e4glich neu verbinden, wenn wir ihn als Herrn und Heiland anrufen und anbeten und ihm unsere S\u00fcnde bekennen und mit ihm den Tageslauf besprechen. Keine Macht der Welt kann uns aus seiner Hand rei\u00dfen. Das ist Auferstehungsglaube. Ich bin mit seinem Tod verbunden. Ich bin mit seiner Auferstehung verbunden. <em>\u201eJesus, er, mein Heiland lebt. Ich werd auch das Leben schauen, sein, wo mein Erl\u00f6ser schwebt. Warum sollte mir denn grauen? L\u00e4sset auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht?\u201c<\/em> Ein sch\u00f6nes altes Lied. Haupt und Glieder h\u00e4ngen zusammen. Undenkbar, dass Christus die Seinen im Stich l\u00e4sst. Nein, er ist mit uns verbunden und wir mit ihm durch dieses feste Band des Glaubens. Darum zieht er uns in sein Auferstehungsleben hinein und wird das genauso auch mit unserem Leib tun.<\/li>\n<li>Mit Christus ewig verbunden, unterwegs zur Himmelsb\u00fcrgerschaft. Auch das wollen wir wieder neu annehmen und erkennen, dass wir ein doppeltes B\u00fcrgerrecht haben, hier auf dieser Erde und im Himmel (Philipper 3,20-21). \u201e<em>Unser B\u00fcrgerrecht ist im Himmel (d.h. unsere endg\u00fcltige Staatsb\u00fcrgerschaft ist gekl\u00e4rt), woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus, der unseren nichtigen Leib, diesen verweslichen Leib, verwandeln wird, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leib nach der<\/em> <em>Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann\u201c.<\/em> Wunderbar, dass wir das glauben d\u00fcrfen. Dieser Christus spricht uns das zu: <em>\u201eIch war tot. Ich habe die H\u00f6lle, ich habe den Teufel \u00fcberwunden. Und wenn du zu mir geh\u00f6rst und ich zu dir, dann hast du in mir und durch mich auch das alles \u00fcberwunden.\u201c<\/em> Das ist uns sicher.<\/li>\n<li>Und wie verleben wir die Ewigkeit? In einem Leib der Herrlichkeit. Den kann sich keiner vorstellen. Aber er ist uns gewiss. <em>\u201eSind wir Kinder, dann sind wir auch Erben, n\u00e4mlich Gottes Erben und Miterben Christi\u201c.<\/em> Was erben wir denn? Wir erben einen neuen Leib, einen Herrlichkeitsleib. Wer R\u00f6mer 8 genau liest, der st\u00f6\u00dft unweigerlich darauf. Ebenso in 1 Petrus 1, wo wir von einem unverg\u00e4nglichen und unverwelklichen Erbe h\u00f6ren \u2013 was ist das denn? Es ist der Herrlichkeitsleib. Wir bekommen einen Leib, in dem keine Krankheit, kein Tod, kein Leid, keine S\u00fcnde mehr existieren k\u00f6nnen. Das ist doch der Inbegriff gr\u00f6\u00dfter Freude und Hoffnung. (R\u00f6mer 8,17).<\/li>\n<li>In 1. Korinther 15 wird uns dieser neue Leib vorgestellt. <em>\u201eEs wird ges\u00e4t verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird ges\u00e4t ein nat\u00fcrlicher Leib und auferstehen ein geistlicher Leib.\u201c <\/em>(1 Kor 15,42ff.). Dies hier ist ein nat\u00fcrlicher Leib. Er ist der Verweslichkeit preisgegeben aufgrund des S\u00fcndenfalls von Adam und Eva. Aber aus diesem Leib wird wunderbar durch ein majest\u00e4tisches Sch\u00f6pferwort Gottes, wenn Christus wiederkommt, ein neuer, ein geistlicher, ein unverg\u00e4nglicher Leib erschaffen. <em>\u201eSo er spricht, so geschieht es!\u201c<\/em> (Psalm 33,9) Das ist f\u00fcr Gott kein Problem. <em>\u201eDer Tod ist verschlungen vom Sieg\u201c.<\/em> (1 Kor 15,54). Das ist dann die gro\u00dfe Tatsache. Es gibt dann keinen Tod mehr.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und diese wunderbaren Glaubensinhalte flie\u00dfen nun alle zusammen in die Frage, was soll mit unserem Leib und mit dem Leib unserer Angeh\u00f6rigen geschehen, wenn die Trennung erfolgt zwischen Leib und Geist.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><b><strong>Ein pers\u00f6nliches Bekenntnis<\/strong><\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich sagte, dass ich keine absoluten Aussagen treffen m\u00f6chte. Die Frage der Bestattungsform ist eine Glaubensfrage. Glaube wird am besten durch Glaube geweckt und ausgerichtet. Deswegen will ich zum Schluss eine pers\u00f6nliche Antwort geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil Gott selber ein leibhafter Gott ist, weil er mich leibhaft erschaffen hat und weil mein Leib ihm geh\u00f6rt, will ich meinen Leib nicht willentlich zerst\u00f6ren lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil mein Leib nach Gottes Anordnung zu Erde werden soll, will ich ihn nicht zu Asche machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil Gott f\u00fcr Abraham ein Erdbegr\u00e4bnis gewollt hat, will ich es so halten wie Abraham, denn Abraham ist mein Glaubensvater.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil ich glaube, dass Gott mich nie ohne Leib l\u00e4sst, will ich meinen irdischen Leib im Leben und im Tod ihm weihen. Er geh\u00f6rt mir nicht. Gott hat ihn mir gegeben. Er soll dann auch die Verf\u00fcgung \u00fcber diesen Leib bekommen, wenn die gro\u00dfe Trennung erfolgt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil ich glaube, dass ich einen verweslichen Leib empfangen habe und einen unverweslichen Leib bekommen soll, wenn Christus wiederkommt, will ich meinen irdischen Leib verwesen lassen, denn das ist seine Bestimmung. Ich will ihn nicht verbrennen oder auf eine andere Weise zerst\u00f6ren lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hoffe, dass diese Ausf\u00fchrungen eine kleine Hilfe sein k\u00f6nnen f\u00fcr die Betrachtung des eigenen irdischen Endes und f\u00fcr die Verf\u00fcgung \u00fcber das Ende des irdischen Leibes, der ja wie gesagt nicht unser Eigentum, sondern Gottes Gabe ist. Und wenn Gott uns ruft, dann wollen wir bereit sein, dann wollen wir unseren Leib loslassen und ihm \u00fcberlassen. Ich glaube, dass er meinen Geist in seine H\u00e4nde nimmt und dass er mir im Totenreich einen Totenleib gibt und dass ich dort getr\u00f6stet werde im Scho\u00df Abrahams und ich dort ohne Zeit- und Raumgef\u00fchl auf die Wiederkunft meines Herrn und Heilandes warten darf. Ich glaube, dass es im Totenreich, wo keine Zeit mehr sein wird, der Wiederkunft meines Herrn ganz nahe bin. Dann werde ich verwandelt in die Wohnung einziehen, die er f\u00fcr mich bereitet hat, und meine himmlische Staatsb\u00fcrgerschaft antreten, die er mir erworben hat. Gibt es etwas Sch\u00f6neres als diese Hoffnung?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Vortrag am 7. November 2014\u00a0in G\u00f6ttingen. Die m\u00fcndliche Sprachform wurde weitgehend belassen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dieser Betrachtung geht es nicht neutral um Bestattungsformen. Das k\u00f6nnte ein Bestatter viel besser ausf\u00fchren. Wir wollen die Frage vielmehr vor dem Hintergrund unseres christlichen Glaubens bedenken. Das ist ein Abenteuer, das uns in die letzten Fragen unserer Existenz hineinf\u00fchrt. 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