{"id":11565,"date":"2014-11-07T11:06:25","date_gmt":"2014-11-07T10:06:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11565"},"modified":"2014-11-07T11:06:25","modified_gmt":"2014-11-07T10:06:25","slug":"das-treue-bekenntnis-zum-evangelium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11565","title":{"rendered":"Das treue Bekenntnis zum Evangelium"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDenn f\u00fcr diesen treuen Dienst preisen sie Gott \u00fcber eurem Gehorsam im Bekenntnis zum Evangelium Christi und \u00fcber der Einfalt eurer Gemeinschaft mit ihnen und allen.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So schreibt der Apostel Paulus an die Gemeinde in Korinth \u00fcber die Geldsammlung f\u00fcr die Urgemeinde in Jerusalem (2. Kor. 9, 13). Diese Kollekte ist viel mehr als eine gute, solidarische Tat, denn sie geschieht \u201eim Bekenntnis zum Evangelium Christi\u201c. Passt ein solches \u00f6ffentliches Bekennen noch in unsere Zeit, in der die echte Toleranz in Gleichg\u00fcltigkeit, Beliebigkeit und Belanglosigkeit verflacht worden ist? Wenn man manche kirchliche Verlautbarungen liest, Pfarrerinnen und Pfarrer predigen h\u00f6rt oder mit Gemeindegliedern im Gespr\u00e4ch ist, dann kann schnell der Eindruck aufkommen, dass das Bekennen keinen gro\u00dfen Stellenwert mehr hat. Denn f\u00fcr das Bekennen ben\u00f6tigt man einen klaren Standpunkt, den man \u00f6ffentlich vertritt, und der zugleich andere Standpunkte ausschlie\u00dft. <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies zeigt sich beispielhaft an der <em>Theologischen Erkl\u00e4rung der Bekenntnissynode 1934 in Barmen. Auf ein Bibelwort folgen jeweils die These und darauf die Verwerfung der falschen Lehre. So hat sich Kirche von Anfang an der eigenen Grundlagen versichert, Identit\u00e4t gebildet und Irrlehren abgewehrt. Ohne Bekenntnis gibt es keinen christlichen Glauben und auch keine Kirche. Deshalb ist es so alarmierend, wenn in nicht wenigen Theologenkreisen fast alle Aussagen des Niz\u00e4nischen und auch des Apostolischen Glaubensbekenntnisses relativiert oder geleugnet werden. Hier geht es um Sein oder Nichtsein, denn das Bekenntnis ist genausowenig teilbar wie Christus selbst und das Wort Gottes.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die ganze Tragweite des Bekennens wird deutlich an einer Aussage von Pfarrer Richard Wurmbrand (1909-2001, Gr\u00fcnder der Hilfsaktion M\u00e4rtyrerkirche e.V.): \u201eEin Mensch glaubt im Grunde nicht an das Glaubensbekenntnis, das er aufsagt, sondern nur an das, wof\u00fcr er zu sterben bereit w\u00e4re.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser Glaube bekennt Christus, sein Sterben, seine Auferstehung und seine ewige Herrschaft. So h\u00f6ren und erfahren wir die Hoffnung, die Lebendigkeit, die St\u00e4rkung und die Verhei\u00dfung, die \u201eim Bekenntnis zum Evangelium Christi\u201c liegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eKlares Bekennen unseres Glaubens ehrt Gott und ermutigt andere zum Glauben\u201c, sagte Pastor Charles H. Spurgeon. Das Bekenntnis zu Christus st\u00e4rkt seit 2000 Jahren bis heute zahlreiche Christen, den Glauben nicht zu verleugnen und notfalls daf\u00fcr auch zu sterben. Einer dieser Glaubensm\u00e4rtyrer war Dietrich Bonhoeffer, der vier Wochen nach der Machtergreifung Adolf Hitlers sich nicht scheute \u00f6ffentlich zu predigen: \u201eWir haben in der Kirche nur <em>einen<\/em> Altar, und das ist der Altar des Allerh\u00f6chsten, \u2026 vor dem alle Kreatur auf die Knie muss \u2026 Wer etwas anderes will als dies, der bleibe fern, der kann nicht mit uns im Hause Gottes sein \u2026 Wir haben in der Kirche auch nur <em>eine<\/em> Kanzel und von dieser Kanzel aus wird vom Glauben an Gott geredet und sonst von keinem noch so guten Willen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jede Generation muss wachsam sein, wer den Altar des Allerh\u00f6chsten besetzen und das Wort Gottes in der Predigt ver\u00e4ndern will. Das k\u00f6nnen Religionen oder Ideologien sein. Der ehemalige bayerische Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzende hat 1971 in prophetischer Weitsicht formuliert: \u201eWenn nicht alles t\u00e4uscht, so stehen wir heute in einem Glaubenskampf, einem Kirchenkampf, gegen\u00fcber dem der Kirchenkampf im \u00b4Dritten Reich\u00b4 nur ein Vorhutgefecht war. Das Unheimliche dabei ist, dass dieser heutige Kampf vielfach kaum erkannt, ja allermeist verharmlost wird und unter Tarnworten wie Pluralismus voranschreitet.\u201c Die Altarbesetzer und G\u00f6tzen k\u00f6nnen aber auch ganz banale Dinge sein. Der Fu\u00dfballgott und alle Fu\u00dfballorakel haben nach der WM nun erstmal ausgedient, der Wettergott hat im Sommer gerade wieder Hochkonjunktur. \u201eAlles woran du dein Herz h\u00e4ngst, das ist dein Gott\u201c, sagte Martin Luther.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb freuen wir uns als Christen in dieser Welt einen klaren und festen Standpunkt einnehmen und das Evangelium Christi treu bekennen zu d\u00fcrfen. Es gilt die Verhei\u00dfung des einen dreieinigen Gottes, Vater, Sohn und Heiliger Geist, aus Offenbarung 2, 10: \u201eSei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.\u201c Amen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ulrich Hauck, Pfarrer<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDenn f\u00fcr diesen treuen Dienst preisen sie Gott \u00fcber eurem Gehorsam im Bekenntnis zum Evangelium Christi und \u00fcber der Einfalt eurer Gemeinschaft mit ihnen und allen.\u201c So schreibt der Apostel Paulus an die Gemeinde in Korinth \u00fcber die Geldsammlung f\u00fcr die Urgemeinde in Jerusalem (2. Kor. 9, 13). 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