{"id":11556,"date":"2014-11-06T13:04:27","date_gmt":"2014-11-06T12:04:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11556"},"modified":"2014-11-06T13:26:21","modified_gmt":"2014-11-06T12:26:21","slug":"das-evangelische-in-der-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11556","title":{"rendered":"Das Evangelische in der Politik"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Abschlie\u00dfende Gedanken zum EKD-Themenjahr \u201eReformation und Politik\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit einem Festgottesdienst in der Sankt-Anna-Kirche zu Augsburg und einem Festakt im Goldenen Saal des Rathauses der Stadt wurde am 31. Oktober 2013 das Themenjahr &#8222;Reformation und Politik&#8220; im Rahmen der Lutherdekade aus Anlass des 500. Jahrestages der Reformation im Jahre 2017 er\u00f6ffnet. Nach der Teilnahme an zahlreichen Veranstaltungen, dem Studium vieler schriftlicher Beitr\u00e4ge und intensiven Diskussionen in der Grundsatzkommission des EAK der CDU\/CSU zu diesem Thema ziehe ich folgende Schlussfolgerungen zur Gestaltung der staatlichen Gemeinschaft in evangelischer Perspektive, zum Evangelischen in der Politik:<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.\u00a0\u00a0 Vom weltlichen Regiment: Der Artikel 16 des Augsburger Bekenntnisses ist Ausgangspunkt f\u00fcr Politik in evangelischer Perspektive.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der mittelalterlichen Theologie war das &#8222;vollkommene christliche Leben&#8220; vor allem und eigentlich nur im Kloster vorstellbar: die Anforderungen aus Texten wie der Bergpredigt erschienen so hoch, dass sie nur gelebt werden konnten, wenn man sich aus dem Alltag verabschiedete<sup>1<\/sup>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Reformatoren hingegen bekannten sich mit dem Artikel 16 des Augsburger Bekenntnisses von 1530 und noch deutlicher in der Verteidigung des Bekenntnisses von 1531 zur politischen Verantwortung: &#8222;Denn die christliche Vollkommenheit besteht nicht in der Verachtung b\u00fcrgerlicher Ordnungen, sondern auf den Regungen des Herzens, einer tiefen Gottesfurcht, auf gro\u00dfen Glauben, so wie Abraham, David, Daniel mit gro\u00dfer Habe und Macht nicht weniger vollkommen waren als irgendwelche Einsiedler.&#8220;<sup>2 <\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Sichtweise wurde als Entlastung empfunden, von der in der Verteidigung so berichtet wird: &#8222;Dieses ganze Lehrst\u00fcck von den politischen Dingen ist von den Unseren so klargestellt worden, dass die meisten rechtschaffenen Leute, die im Staat und in Unternehmen t\u00e4tig sind, bekannt haben, ihnen sei sehr geholfen worden. Zuvor, durch m\u00f6nchische Meinungen beunruhigt, zweifeln sie n\u00e4mlich daran, ob das Evangelium jene b\u00fcrgerlichen \u00c4mter und Gesch\u00e4fte gestatte.&#8220;<sup>3<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im f\u00fcnften Jahrhundert der Reformation, in der Konkordie reformatorischer Kirchen in Europa aus dem Jahre 1973 wird dieser Auftrag zur Weltgestaltung in evangelischer Perspektive mit den Worten bekr\u00e4ftigt, nach denen die Rechtfertigungsbotschaft als die Botschaft von der freien Gnade Gottes die Christen frei mache zu verantwortlichem Dienst in der Welt: &#8222;Dies macht es notwendig, dass sie (die Christgl\u00e4ubigen &#8211; d. Verf.) mit anderen Menschen nach vern\u00fcnftigen, sachgem\u00e4\u00dfen Kriterien suchen und sich an ihrer Anwendung beteiligen. Sie tun dies im Vertrauen darauf, dass Gott die Welt erh\u00e4lt, und in Verantwortung vor seinem Gericht.&#8220;<sup>4 <\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Evangelische fordert das Engagement in der staatlichen Gemeinschaft und verwirft die Annahme, dass dieses Engagement ein &#8222;garstiges Gesch\u00e4ft&#8220; sei, von dem man sich fern halten m\u00f6ge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Das Warum und nicht das Was: Eine, wenn nicht die zentrale Fragestellung, die zur Reformation f\u00fchrte, war die Kontroverse &#8222;Glaubensgerechtigkeit oder Werkgerechtigkeit&#8220;.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht durch die eigenen Kr\u00e4fte, Verdienste oder Werke k\u00f6nnen die Menschen gerechtfertigt werden vor Gott, sondern allein durch Glauben, so der Artikel 4 des Augsburger Bekenntnisses<sup>5<\/sup>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Martin Luther bem\u00fcht das Bild des guten Baumes, aus dem gute Fr\u00fcchte wachsen. In seinem Aufsatz &#8222;Von der Freiheit des Christenmenschen&#8220; schreibt er: &#8222;B\u00f6se Werke machen nimmermehr einen b\u00f6sen Mann, sondern ein b\u00f6ser Mann macht b\u00f6se Werke. Es ist so, dass stets die Person zuvor, vor allen guten Werken gut und fromm sein muss und die guten Werken von der frommen, guten Person folgen und ausgehen, gleichwie Christus (Matth. 7,18) sagt: &#8218;Ein b\u00f6ser Baum tr\u00e4gt keine Frucht, ein guter Baum tr\u00e4gt keine b\u00f6se Frucht&#8216;.&#8220;<sup>6<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im f\u00fcnften Jahrhundert der Reformation formuliert Helmut Thielicke dies so: &#8222;Das spezifisch Christliche wird vielmehr ausdr\u00fccklich und ausschlie\u00dflich in der Motivation des Handels zu sehen sein.&#8220;<sup>7 <\/sup>Dies f\u00fchrt freilich nicht zur Beliebigkeit. Thielicke an anderer Stelle: &#8222;Es gibt keine christliche Wirtschaftsgestalt (ebensowenig wie eine christliche Politik) &#8230; Die theologische Aufgabe kann deshalb lediglich in der Markierung einer &#8218;Fahrrinne&#8216; bestehen, die ihrerseits nur indirekt durch die rechts und links festgestellten Untiefen aufweisbar ist.&#8220;<sup>8<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Proprium des Christlichen in evangelischer Perspektive ist also weniger der Inhalt der Forderung, sondern vor allem der Grund und das Ziel der Forderung. Oder, wie es im Aufruf der 26. Bundestagung des EAK vom 12. Februar 1984 im Wuppertal unter Leitung des in diesem Jahr verstorbenen Albrecht Martin in der R\u00fcckbesinnung auf die Bekenntnissynode zu Barmen im Jahr 1934 hei\u00dft: &#8222;Wir wissen, dass politische Positionen und Meinungen \u201anach dem Ma\u00df menschlicher Einsicht und menschlichen Verm\u00f6gens\u2018 nicht den Anspruch erheben d\u00fcrfen, absolute und letzte Wahrheiten zu sein. Deshalb rufen wir auf, Wort und Werk Gottes nicht zur Begr\u00fcndung und Rechtfertigung politischer und sozialer Ziele, Programme und Ansichten zu missbrauchen, sondern unterschiedliche politische Meinungen in Achtung voreinander auszutragen, ohne dem anderen die Gemeinsamkeit des Glaubens abzusprechen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wo sind diese Untiefen? Wo ist die Fahrrinne? Was ist das &#8222;B\u00f6se&#8220;? Orientierung zur Beantwortung dieser Frage gibt uns das christliche Verst\u00e4ndnis vom Menschen, die Menschenw\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Verst\u00e4ndnis findet seine Verankerung im Alten Testament vor allem im Psalm 8 in den Worten des Psalmbeters: &#8222;Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekr\u00f6nt. Du hast ihn zum Herrn gemacht \u00fcber deiner H\u00e4nde Werk.&#8220; Gott hat danach dem Menschen eine besondere W\u00fcrde zugewiesen, die dazu dient, Gottes Sch\u00f6pfung zu bewahren und zu nutzen. Sie findet ihre erste Verankerung im Neuen Testament mit der Feststellung, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist (Mk 1,1). Damit wird unendliche Distanz zwischen Gott und Mensch \u00fcberwunden, die vor allem der Islam betont.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies bedeutet aber auch, dass es nur wenig verbindliche Empfehlungen in evangelischer Perspektive f\u00fcr Politik gibt: So reicht das friedensethische und friedenspolitische Spektrum im Protestantismus von der Zusage, nach der es &#8222;Christen erlaubt ist, &#8230; dem Recht entsprechend Kriege zu f\u00fchren und daran teilzunehmen&#8220;<sup>9<\/sup> (Artikel 16 des Augsburger Bekenntnisses) bis hin zu dem Wunsch, dass &#8222;die Bundesrepublik auf eine Armee verzichten k\u00f6nnte wie etwa Costa Rica.&#8220;<sup>10<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Evangelische f\u00fchrt nicht zu einem konsistenten Dogmengeb\u00e4ude, sondern vermittelt eine Art und Weise zu denken, die aus Schrift und Bekenntnis w\u00e4chst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. In Verantwortung vor Gott und den Menschen: Die lutherische Ordnungstheologie hat Eingang in das Grundgesetz f\u00fcr die Bundesrepublik Deutschland gefunden.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Literatur wird die in der st\u00e4ndischen Gesellschaft des 16. Jahrhunderts von Martin Luther entwickelte Ordnungstheologie als &#8222;Zwei-Reiche-Lehre&#8220; griffig beschrieben. Danach gibt es zwei Regierweisen: Das Reich zur Rechten werde von Kirche verwaltet. Das Reich zur Linken, des Staates, sei erforderlich, weil die B\u00f6sen mehr seien als die Frommen. Wenn es nur Fromme g\u00e4be, w\u00e4re dieses Reich zur Linken unn\u00f6tig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im f\u00fcnften Jahrhundert der Reformation bringt dies Wolfgang Erich M\u00fcller lehrbuchm\u00e4\u00dfig in seiner Darstellung dieser Lehre von Martin Luther auf die Formel: &#8222;Das geistliche Regiment macht rechtschaffen, das weltliche sorgt f\u00fcr \u00e4u\u00dferen Frieden und wehrt b\u00f6sen Werken. Beide Regimente sind in der Welt aufeinander angewiesen, denn ohne Christi geistliches Regiment kann niemand wirklich rechtschaffen werden, w\u00e4hrend das weltliche Regiment die Beachtung \u00e4u\u00dferer Regeln besorgt.&#8220;<sup>11<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr das Evangelische in der deutschen Politik war das Jahr 1918 ein tiefer Einschnitt. Die Einheit von &#8222;Altar und Thron&#8220; existierte nicht mehr. Es waren intensive Diskussionen im deutschen Protestantismus erforderlich.<sup>12<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die lutherische Ordnungstheologie hat mit den Eingangsworten unseres Grundgesetzes &#8222;In Verantwortung vor Gott und den Menschen&#8220; eine zeitgem\u00e4\u00dfe Interpretation erfahren. Ein Vergleich der Verfassungen zeigt, dass Gottesanrufungen in Verfassungen sehr selten sind. Mit unserer Verfassung aus dem Jahre 1949 sind wir der Verfassung der Republik Polen aus dem Jahre 1997 mit ihrer Aussage in der Pr\u00e4ambel &#8222;w poczuciu odpowiedzialno\u015bci przed Bogiem lub przed w\u0142asnym sumieniem&#8220; [im Bewusstsein der Verantwortung vor Gott oder (lub!) dem eigenen Gewissen] am n\u00e4chsten. Das polnische Beispiel, dass die durch die kommunistische Zeit bewirkte Abkehr vieler Menschen vom christlichen Glauben dokumentiert (&#8222;<strong>oder<\/strong>&#8222;), best\u00e4tigt die Einordnung der Wortwahl &#8222;In Verantwortung vor Gott <strong>und<\/strong> den Menschen&#8220; als zeitgem\u00e4\u00dfe Interpretation der lutherischen Ordnungstheologie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gedankengut der Reformatoren war und ist fortentwickelungsbed\u00fcrftig, aber auch fortentwicklungsf\u00e4hig. Es darf sich nicht in biblizistischen Debatten verlieren.<\/p>\n<p><strong>4.\u00a0\u00a0 Soziale Marktwirtschaft: ein Beispiel aus der Praxis f\u00fcr eine erfolgreiche Politik in evangelischer Perspektive.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Martin Luther betont in seiner Vorlesung (1515\/1516) \u00fcber den R\u00f6merbrief (R\u00f6m 7, 21-15): &#8222;Man beachte, wie ein und derselbe Mensch zugleich dem Gesetz Gottes und dem Gesetz der S\u00fcnde dient, wie er gleichzeitig gerecht ist und doch s\u00fcndigt.&#8220;<sup>13<\/sup>. Der Mensch als Gerechter und S\u00fcnder zu gleich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im f\u00fcnften Jahrhundert der Reformation fand dieser Gedanke Eingang zur Gestaltung der Wirtschafts- und Sozialordnung in Deutschland: Ausgangspunkt war das Engagement von Christen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus der 1930\/40er Jahre mit ihren Beitr\u00e4gen zur Neuordnung Deutschlands, wie sie der Kreisauer Kreis und der Freiburger Bonhoeffer-Kreis entwickelten.<sup>14<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausgangspunkt dieses Denkens in Ordnungen ist, dass der Mensch Gerechter und S\u00fcnder zugleich ist. Constantin von Dietze konkretisiert diesen Gedanken in den \u201eAussagen evangelischer Christen in Deutschland zur Wirtschafts- und Sozialordnung&#8220; im Jahre 1946 so: &#8222;Als Grundlegung f\u00fcr unsere Stellungnahme zur Wirtschafts- und Sozialordnung gibt uns die Heilige Schrift Richtschnuren (!) und Verbote. Die Menschen sind nicht gut genug, um die Vereinigung aller politischen und wirtschaftlichen Macht recht zu gebrauchen oder um sich in v\u00f6lliger freier Wirtschaft der Ausbeutung zu enthalten; sie sind aber auch nicht so schlecht, dass man sie staatlicher Tyrannei oder privater Macht unterwerfen d\u00fcrfte oder gar m\u00fcsste. Jede entbehrliche Macht \u00fcber Menschen ist zu bek\u00e4mpfen. Unentbehrlich ist die staatliche Macht jedoch, um eine Wirtschafts- und Sozialordnung zu setzen und st\u00e4ndig zu verteidigen, damit nicht private Machtbildung sie zersetzt.&#8220;<sup>15<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es waren vor allem in der Tradition des sozialen Protestantismus stehende Denker, die die Soziale Marktwirtschaft entwickelt und im Nachkriegsdeutschland durchgesetzt haben. Sie haben damit einen neuen Weg gefunden, der sich abgrenzte zu sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Forderungen nach einer gelenkten Wirtschaft sowie dem im sozialen Katholizismus mehrheitlich propagierten &#8222;christlichen Sozialismus&#8220; einerseits und zu der aus dem liberalen Lager geforderten freien Marktwirtschaft andererseits<sup>16<\/sup>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere Aufgabe ist es jetzt, diesem Ordnungsmodell eine globale Perspektive zu er\u00f6ffnen &#8211; zu einer Internationalen Sozialen Marktwirtschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Evangelische hat in der Sozialen Marktwirtschaft eine (aber nicht die einzig m\u00f6gliche) konkrete Auspr\u00e4gung erfahren und ist eine menschengerechte und sachgem\u00e4\u00dfe Wirtschafts- und Sozialordnung f\u00fcr Alle, weltweit &#8211; als tragf\u00e4hige Alternative zu Kapitalismus und Sozialismus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><br \/>\nDr. Michael Franz ist Beisitzer im Bundesvorstand des EAK der CDU\/CSU und Ministerialrat in der saarl\u00e4ndischen Landesverwaltung.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Evangelische Verantwortung &#8211; Das Magazin des Evangelischen Arbeitskreises der CDU\/CSU, Ausgabe 9 + 10 \/ 2014 (<a href=\"http:\/\/www.eakcducsu.de\">www.eakcducsu.de<\/a>)<\/em><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Blick auf den gebotenen Umfang des Artikels habe ich darauf verzichtet, wichtige Beitr\u00e4ge, die im Rahmen des Themenjahres &#8222;Reformation und Politik&#8220; geleistet wurden, nachzuerz\u00e4hlen; ich habe mich vielmehr auf das konzentriert, was nach meiner Einsch\u00e4tzung im Themenjahr zu betonen ist und\/oder was zu kurz kam.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1 H\u00e4rle, Wilfried: &#8222;Kirche und Staat. Die &#8218;Zwei-Reiche-&#8218; bzw. &#8218;Zwei-Regimenten-Lehre&#8220;, in: Konfession: Evangelisch-lutherisch, hrsg. von Klaus Gr\u00fcnwaldt, Rheinbach 2004, S. 109<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2 &#8222;Verteidigung des Bekenntnisses&#8220;, in: Evangelische Bekenntnisse. Bekenntnisschriften der Reformation und neue Theologische Erkl\u00e4rungen. Teilband 1, hrsg. im Auftrag der Union Evangelischer Kirchen in der Evangelischen Kirche in Deutschland, 2. Auflage, Bielefeld 2008, S. 240<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3 ebenda, S. 240f<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4 &#8222;Konkordie reformatorischer Kirchen in Europa (Leuenberger Konkordie), 16. M\u00e4rz 1973&#8220;, in: Evangelische Bekenntnisse. Bekenntnisschriften der Reformation und neuere Theologische Erkl\u00e4rungen. Teilband 2, hrsg. im Auftrag der Union Evangelischer Kirchen in der Evangelischen Kirche in Deutschland, 2. Auflage, Bielefeld 2008, S.291<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5 &#8222;Das Augsburger Bekenntnis&#8220;, in; Evangelische Bekenntnisse. Bekenntnisschriften der Reformation und neue Theologische Erkl\u00e4rungen. Teilband 1, hrsg. im Auftrag der Union Evangelischer Kirchen in der Evangelischen Kirche in Deutschland, 2. Auflage, Bielefeld 2008, S. 36<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6 Luther, Martin: &#8222;Von der Freiheit eines Christenmenschen. 1520&#8220;, in: Luther Deutsch, Band 2: Der Reformator, hrsg. von Kurt Aland, 2. Auflage, G\u00f6ttingen 1981, S. 266<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">7 Thielicke, Helmut, Theologische Ethik. 1. Band: Prinzipienlehre, 5. Auflage, T\u00fcbingen 1981, S. 20<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">8 ebenda, S. 718<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">9 &#8222;Das Augsburger Bekenntnis&#8220;, a. o.O., S. 45<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">10 &#8222;&#8218;Beten mit den Taliban&#8216;. SPIEGEL-Gespr\u00e4ch: Die ehemaligen EKD-Ratsvorsitzende Margot K\u00e4\u00dfmann, h\u00e4lt den gerechten Krieg f\u00fcr unm\u00f6glich und w\u00fcnscht sich ein Deutschland ohne Armee&#8220;, in: DER SPIEGEL Nr. 33 vom 11. August 2014, S.24<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">11 M\u00fcller, Wolfgang Erich, Evangelische Ethik, Darmstadt 2001, S. 23<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">12 siehe hierzu: Lange, Dietz: Ethik in evangelischer Perspektive, G\u00f6ttingen 1992, S. 25ff (insb. S. 26)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">13 Luther, Martin: &#8222;Vorlesung \u00fcber den R\u00f6merbrief. 1515\/1516&#8220;, in: Luther Deutsch, Band 1: Die Anf\u00e4nge, hrsg. von Kurt Aland, G\u00f6ttingen 1983, S. 191<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">14 J\u00e4hnichen, Traugott, &#8222;Protestantische Impulse f\u00fcr das Konzept &#8218;Soziale Marktwirtschaft'&#8220;, in: Die protestantischen Wurzeln der Sozialen Marktwirtschaft. Ein Quellenband, hrsg. von G\u00fcnter Brakelmann und Traugott J\u00e4hnichen, G\u00fctersloh 1994, S. 309f<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">15 Constantin von Dietze, Aussagen evangelischer Christen in Deutschland zur Wirtschafts- und Sozialordnung (1946), in: Die protestantischen Wurzeln der Sozialen Marktwirtschaft. Ein Quellenband, a. o. O., S, 366<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">16 Brakelmann, G\u00fcnter; J\u00e4hnichen, Traugott, &#8222;Protestantische Wurzeln der Sozialen Marktwirtschaft&#8220;, in: Die protestantischen Wurzeln der Sozialen Marktwirtschaft. Ein Quellenband, a.o.O., S. 13; siehe auch aktuell hierzu: Wegner, Gerhard: &#8222;Aus Luthers Geist erwachsen: Der moderne Sozialstaat&#8220;, in: &#8222;Paradoxie der Freiheit. Zur Relevanz von Luthers \u00f6konomischer Kritik und Calvins Wirtschaftsmoral f\u00fcr das Verh\u00e4ltnis von Kirche, Staat und Wirtschaft. Tagung der Evangelischen Akademie im Rheinland in Kooperation mit dem Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD, Bonn, 21.\/22. Februar 2014&#8220;, hrsg. vom Gemeinschaftswerk Evangelischer Publizistik, Frankfurt am Main 2014, S. 36<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abschlie\u00dfende Gedanken zum EKD-Themenjahr \u201eReformation und Politik\u201c Mit einem Festgottesdienst in der Sankt-Anna-Kirche zu Augsburg und einem Festakt im Goldenen Saal des Rathauses der Stadt wurde am 31. Oktober 2013 das Themenjahr &#8222;Reformation und Politik&#8220; im Rahmen der Lutherdekade aus Anlass des 500. Jahrestages der Reformation im Jahre 2017 er\u00f6ffnet. 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