{"id":11505,"date":"2014-10-22T15:01:33","date_gmt":"2014-10-22T13:01:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11505"},"modified":"2014-10-22T15:03:47","modified_gmt":"2014-10-22T13:03:47","slug":"dieses-spiel-ist-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11505","title":{"rendered":"Dieses Spiel ist aus."},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00dcber das verdr\u00e4ngte Sterben der EKD-Kirchenwelt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist schon erstaunlich, mit welcher Chuzpe die Landeskirchen oder die EKD selbst ihre Strategiepapiere wie die \u201eKirche der Freiheit\u201c von 2006 als Erfolgskonzept verkaufen. Was damit gewollt wird, ist kaum unklar: die EKD als privilegierten Tr\u00e4ger der \u201e\u00f6ffentlichen Religion\u201c auszubauen. Nichts st\u00f6rt dieses Wollen: weder die erwiesene Untauglichkeit betriebswirtschaftlicher Methoden zur \u201eSteigerung von Effektivit\u00e4t und Effizienz kirchlichen Handelns\u201c noch der Nonsens der Idee, die Kirche als eine Non-Profit-Organisation zu behandeln, die selbst immer vor der Notwendigkeit steht, \u201ezu ihren Kunden\/Klienten\/Anspruchsgruppen ein ausreichendes Ma\u00df an Distanz zu wahren\u201c<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a>. Christoph Meyns referiert richtig: All dies \u201ekann die Eigenlogik religi\u00f6ser und interaktionsf\u00f6rmiger Kommunikation und deren Bedeutung f\u00fcr Gestalt und Grenzen organisationsf\u00f6rmiger Kommunikationsprozesse nicht erfassen\u201c<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a>.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.\u00a0\u00a0 Der Gestaltgewinn des \u00d6ffentlichkeitsanspruchs der EKD<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass nun die gesamte \u201eneue Ekklesiologie\u201c der EKD mit \u201eder Eigenlogik religi\u00f6ser Kommunikation\u201c nicht mehr kompatibel ist, mit der sie als \u201e\u00f6ffentliche Religion\u201c \u201edie politische Verantwortung\u201c wahrnimmt und ihren institutionellen Auftritt entsprechend eingerichtet hat, wird nicht zugegeben. Doch ihr \u201e\u00d6ffentlichkeitsanspruch\u201c ist nur Fortf\u00fchrung der Intention hunderter kirchlicher <em>Worte<\/em> und <em>Denkschriften<\/em> seit 1945, die in der genauen Absicht der \u201eIneinssetzung von kirchlichen \u00c4u\u00dferungen zur Politik und deren politischem Wahrheitsgehalt\u201c<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a> stattfanden. Sie haben eine imperative Grundhaltung bei den kirchlichen Sprechern geformt, die den \u201estatus confessionis\u201c auszurufen immer bereit ist. Selbst geistige Leuchtt\u00fcrme der Theologie wie Gerhard Ebeling scheuen sich nicht, wie Hans Albert in seiner lehrreichen Analyse von Ebelings \u201etheologischer Pinself\u00fchrung\u201c gezeigt hat, \u201eum eine vorteilhafte Position f\u00fcr theologisches Denken zu erreichen\u201c ein Erkenntnisprivileg zu beanspruchen, dessen willk\u00fcrliche Begr\u00fcndung nur peinlich genannt werden kann<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[4]<\/a>. Auch Ebeling muss, um seinen Anspruch zu sch\u00fctzen, sich in die bekannte \u201ehabituelle Mogelei der Theologen\u201c<a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\">[5]<\/a> fl\u00fcchten: \u201eWo sachliche Argumente fehlen, arbeitet er mit Anspielungen und Andeutungen, die ohne jede Substanz sind\u201c<a href=\"#_edn6\" name=\"_ednref6\">[6]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ebenso erstaunlich ist, wie es den in der EKD-Gremienwelt \u201eeingebetteten\u201c Theologen gelingt, diesen politischen Habitus der EKD harmlos zu stellen. Ein aktuelles Beispiel daf\u00fcr liefert der \u00d6kumeniker an der M\u00fcnchener Evangelisch Theologischen Fakult\u00e4t Gunther Wenz in seinem letzten Aufsatz \u00fcber \u201eVELKD, UEK und EKD. Zum Modell ihrer Verbindung\u201c<a href=\"#_edn7\" name=\"_ednref7\">[7]<\/a>. Wenz reduziert die ekklesiologischen Verschiedenheiten zwischen Lutheranern und ihren theologischen Antipoden innerhalb der EKD auf Auslegungsfragen der CA, die doch bitte in die Therapie einer theologischen Einheitlichkeit zu \u00fcberf\u00fchren sind. Wenz \u00fcberspielt damit den kategorialen Konflikt zwischen lutherischem \u201eSplitting\u201c und (reformiertem) EKD-Monismus, der nicht aufgel\u00f6st werden kann, wie es der US-Lutheraner Frank Senn auf den ultimativen Begriff bringt: \u201eLutherans are natural splitters\u201c <a href=\"#_edn8\" name=\"_ednref8\">[8]<\/a>. Es ist dieses lutherische \u201eSplitting\u201c, das alles Tun in Kirche und Gesellschaft von vornherein in eine, wie es Hanns R\u00fcckert einmal genannt hat, \u201ezweipolig strukturierte\u201c<a href=\"#_edn9\" name=\"_ednref9\">[9]<\/a> und damit prinzipiell offene Ordnung bringt. Diese Offenheit ist durch das politische Engagement der EKD seit 1945 ebenso ultimativ ersetzt durch einen politischen Verlautbarungs-Autoritarismus, der, wie R\u00fcckert richtig beklagt, seit den 1960er Jahren erreicht hat, \u201edie Autorit\u00e4t des geistlichen Amtes noch h\u00f6her \u00fcber die Gemeinde hinauszuheben, als sie bei uns schon sowieso gerutscht ist\u201c<a href=\"#_edn10\" name=\"_ednref10\">[10]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anders als Wenz war Wolfgang Huber hier noch ehrlicher: Es sind \u201eeinfach zwei feindliche Spielarten des Protestantismus, die an diesem Thema aufeinandersto\u00dfen\u201c<a href=\"#_edn11\" name=\"_ednref11\">[11]<\/a>. Doch was hier heute noch streitet, liefert nur Nachhutgefechte zu einer verlorenen Schlacht, die das Versagen der VELKD-Mandatare verbergen sollen. Niemand in der VELKD hindert heute noch EKD-Granden daran, als autoritative Tr\u00e4ger der \u201eMeinung der Kirche\u201c mit einem monopolistischen Wahrheitsverst\u00e4ndnis unterwegs zu sein. Und auch innerhalb der Lutheraner gibt es, wie Frank Senn sagt, \u201eSplitter <em>and<\/em> Lumper\u201c, und das letztere inzwischen mehrheitlich. Auch in der VELKD haben die politischen Theologen die Systemherrschaft errungen, die \u201edie Umwandlung der Kirche zur sakralpolitischen Erziehungsanstalt\u201c betreiben<a href=\"#_edn12\" name=\"_ednref12\">[12]<\/a>, was die \u201eneue Ekklesiologie der EKD sehr treffend charakterisiert. Was hier \u201ekirchliche Verk\u00fcndigung\u201c sein soll, hat den Charakter g\u00f6ttlich beglaubigter Information und Weisung: \u201eDenn mit dem \u201aWort\u2018 wird zugleich immer auch die \u201aAntwort\u2018 verpflichtend abgek\u00fcndigt\u201c<a href=\"#_edn13\" name=\"_ednref13\">[13]<\/a>, die \u201edie Identit\u00e4t des Themas zwischen Kirche und Welt\u201c illustriert und \u201edie Einheit der Weltgesellschaft\u201c beschw\u00f6rt. Was sie dabei freilich bekunden ist \u201edie tiefste Verschiedenheit\u201c gegen\u00fcber jedem lutherischen \u201eSplitting\u201c<a href=\"#_edn14\" name=\"_ednref14\">[14]<\/a>, das \u201eSelbstrelativierung aus Prinzip\u201c (Eilert Herms) betreibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Umfassend hat sich so innerhalb der EKD-Kirchenwelt ein neuer christlicher Totalitarismus etabliert, der Politik und Theologie, Religion und Gesellschaftssteuerung in einem sein will. Galt fr\u00fcher, wie Trutz Rendtorff erinnert: \u201eDie Kirche kann sich kein \u00e4u\u00dferes Recht, kein erzwingbares Recht \u00fcber die Menschen anma\u00dfen, sondern das Recht, das ihr zukommt, stammt aus der inneren \u00dcbereinstimmung zwischen ihr und den Gl\u00e4ubigen, die allein durch den Inhalt der Religion, nicht erst durch die kirchliche Autorit\u00e4t gew\u00e4hrleistet ist\u201c<a href=\"#_edn15\" name=\"_ednref15\">[15]<\/a>, so ist heute das Wort von der B\u00fchne der EKD intellektuell anfechtungslos \u201ewahr\u201c, weil ja \u201eKirchenleitung selbst immer durch das Wort geleitet\u201c ist, so der Kieler Bischof Gerhard Ulrich oder EKD-Vizepr\u00e4sident Thies Gundlach am 21. November 2011: \u201eDadurch, dass Kirchenleitung durch Wahrheit und Klarheit provoziere, setze sie in geradezu klassischer Weise \u201aLeitung durch das Wort\u2018 um\u201c<a href=\"#_edn16\" name=\"_ednref16\">[16]<\/a>. Solche erhaben gestanzte Selbstinvestitur in die Rolle des gesellschaftlichen Wahrheitsgebers, der f\u00fcr die \u201eHumanisierung der menschlichen Existenz zu sorgen\u201c<a href=\"#_edn17\" name=\"_ednref17\">[17]<\/a> hat, bedarf dann nat\u00fcrlich keiner Best\u00e4tigung mehr \u201evon unten\u201c. Auf diese Weise wird ein System gef\u00f6rdert, \u201edas die Gefahr einer \u201atheologischen Diktatur\u2018 nach sich zieht, \u201adie das Geschichtliche unserer Religion aufl\u00f6st und die Gewissen anderer mit der eigenen Erfahrung zu foltern sucht\u201c<a href=\"#_edn18\" name=\"_ednref18\">[18]<\/a>, wie Rendtorff den hundert Jahre \u00e4lteren Harnack treffend zitiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man muss Gunther Wenz zugeben: jede innerkirchliche Opposition ist chancenlos. Die dichte Vernetzung mit der politischen Klasse macht die EKD zu einem unangreifbaren politischen Faktor. Aber dies will Wenz dann auch wieder nicht verteidigen m\u00fcssen und leugnet \u201eden kirchenoffiziellen Einfluss auf den bundesrepublikanischen Staat\u201c<a href=\"#_edn19\" name=\"_ednref19\">[19]<\/a>, der freilich in fast jeder politischen Erkl\u00e4rung der EKD mit H\u00e4nden zu greifen ist, wo regelm\u00e4\u00dfig gefordert wird: \u201ewir m\u00fcssen&#8230;\u201c oder \u201ees muss\u2026\u201c. Wenz stellt die Selbstinvestitur der EKD in die Rolle des politischen \u201eBew\u00e4hrungshelfers der Deutschen\u201c (sic!) mit der ja doch ganz gewiss hochpolitischen Stuttgarter Schulderkl\u00e4rung vom 18. Oktober 1945 (die inzwischen ja auch schon auf der EKD-Homepage den Rang eines kirchlichen Bekenntnisses erhalten hat) als eine unpolitische Tat dar: ein fataler Irrtum oder eine absichtliche T\u00e4uschung, die diese und alle weiteren, die politische Entwicklung Deutschlands schicksalhaft pr\u00e4genden politischen Sollaussagen der EKD-Elite unkritisch stellt. Man muss nur die Jahrg\u00e4nge der epd-Zentralausgabe und epd-Dokumentationen zur Hand nehmen, die oft bis zur H\u00e4lfte und mehr aus politischen Deklarationen und Direktiven bestehen, um ermessen zu k\u00f6nnen, wie hier immer wieder eine bestimmte politische Entscheidungslage erzwungen werden soll. Wenn Gunther Wenz behauptet: \u201eDie Rolle transs\u00e4kularer Weisungsgeber, die er [hier gemeint: Ziegert] protestantischen Kirchenf\u00fcrsten zudenkt, ist in einer parlamentarischen Demokratie ebenso wenig vorgesehen wie ein politisches W\u00e4chteramt, sei es der evangelischen oder der katholischen Kirche\u201c<a href=\"#_edn20\" name=\"_ednref20\">[20]<\/a>, so hat er die Feststellung seines Fakult\u00e4tskollegen Friedrich Wilhelm Graf verdr\u00e4ngt, der an eben diese Rolle der EKD-Granden als politische Weisungsgeber erinnert hat, die zwar in der Verfassung \u201enicht vorgesehen\u201c, wohl aber seit dem \u201eLoccumer Vertrag\u201c von 1955 in allen Staatskirchenvertr\u00e4gen \u201eerlaubt\u201c bis \u201egew\u00fcnscht\u201c wird. \u201eKaum eine relevante politische Debatte in Deutschland bleibt ohne die Interventionen f\u00fchrender Kleriker, die ein <em>\u201aW\u00e4chteramt\u2018<\/em> gegen\u00fcber Staat und Gesellschaft in Anspruch nehmen und sich, wie sie dies gerne nennen, fortw\u00e4hrend ins Politische <em>\u201aeinmischen\u2018<\/em> &#8211; von der Sozialpolitik und hier speziell Familienpolitik bis hin zur Biopolitik oder zur Frage, ob denn die Bundeswehr auch bewaffnete Aufkl\u00e4rungsdrohnen kaufen und gegebenenfalls einsetzen soll\u201c<a href=\"#_edn21\" name=\"_ednref21\">[21]<\/a>. Auch die Historikerin Rebekka Habermas hat dies 2010 auf dem Berliner Historikertag offen ausgesprochen: \u201eDer Protestantismus hat die Position des neutralen und objektiven W\u00e4chters \u00fcber den \u00f6ffentlichen Raum okkupiert und den Katholizismus wie das orthodoxe Judentum einer vormodernen Sph\u00e4re des Aberglaubens zugeschlagen\u201c<a href=\"#_edn22\" name=\"_ednref22\">[22]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass f\u00fcr diese \u201eOkkupation der Politik\u201c die Stuttgarter Schuld-Erkl\u00e4rung des Rates der EKD vom 18. Oktober 1945 die Weichen gestellt hat \u201eals seine erste \u00f6ffentliche Handlung\u201c und damit auch als idealtypischer \u201eAusdruck der politischen Verantwortung der Kirche\u201c<a href=\"#_edn23\" name=\"_ednref23\">[23]<\/a> und Pr\u00e4gestempel der \u201eneuen Ekklesiologie\u201c gelten muss, leugnet Wenz<a href=\"#_edn24\" name=\"_ednref24\">[24]<\/a> gegen eine erdr\u00fcckende Beweislage. Er ist in dieser Haltung leider keine Ausnahme: Die gewollte Wandlung der EKD zur politischen Macht-Kirche ab 1945, die der Hamburger Theologe Erwin Gross schon 1949 im Deutschen Pfarrerblatt umf\u00e4nglich kritisierte<a href=\"#_edn25\" name=\"_ednref25\">[25]<\/a>, ist kein Thema der akademischen Theologie. Auch ein liberaler Theologe wie Hartmut Ruddies nennt diese politische Schlagseite verharmlosend \u201eeine ererbte Neigung zu theologisch motivierten politischen \u00dcbersprungshandlungen, weil das religi\u00f6s ethische Interesse an \u201aabsoluten\u2018 Lebensorientierungen in den pluralistischen Demokratien nun einmal nur gebrochen befriedigt werden kann\u201c: Ruddies meint, dass der gesellschaftliche Pluralismus auch die \u201etheologisch motivierte Politikauffassung\u201c der EKD abmildern w\u00fcrde <a href=\"#_edn26\" name=\"_ednref26\">[26]<\/a>. Doch wo gibt es gar in der Kirche noch einen echten \u201ePluralismus\u201c? Dazu kommt, dass hier das gro\u00dfe Problem der Zuordnung von Einheit und Vielfalt so schlicht, wie dies Ruddies vorf\u00fchrt, nicht behandelt werden kann. Auch Ruddies schweigt zum Ajatollah-Stil der kirchlichen Akteure, die \u201enicht nach den Grunds\u00e4tzen der pluralistischen Gesellschaft\u201c, sondern \u201eim Namen Gottes\u201c die \u00d6ffentlichkeit glauben machen wollen, dass ihr hochgezontes moralpolitisches Reden der wahre religi\u00f6se Auftrag der Kirche sei, wie es klassisch im Jahre 1966 der EKD-Ratsvorsitzende und Berliner Bischof Kurt Scharf vorspricht: \u201eWir sprechen nicht im Namen der Christen \u2026 wenn die Kirche zu Fragen des \u00f6ffentlichen Lebens redet, zu kulturellen, zu moralischen oder gar zu politischen oder zu sozialen Fragen, dann \u2026 nicht im Auftrag einer Mehrheit, nicht nach den Grunds\u00e4tzen der pluralistischen Gesellschaft, sondern um des Auftrags willen, den sie vom Herrn hat. Wir reden viel anspruchsvoller: wir reden im Namen Gottes\u201c<a href=\"#_edn27\" name=\"_ednref27\">[27]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fast alle EKD-Theologen akzeptieren die Rolle der Kirchenf\u00fchrer als privilegierte Mitspieler des politischen Souver\u00e4ns, wie es einst in Byzanz und in Moskau die Symbiose von Kirche und Staat vorgef\u00fchrt hat. Wie dieses religi\u00f6s-politische Spiel mit verteilten Rollen funktioniert hat Emanuel Sarkisyanz 1955 in seiner heute noch lieferbaren Darstellung \u201eRussland und der Messianismus des Orients. Sendungsbewusstsein und politischer Chiliasmus des Ostens\u201c vorgef\u00fchrt: wie mit dem Anspruch der Kirchenelite auf politische Ehren wie auf der B\u00fchne des Magiers st\u00e4ndig die Seiten gewechselt werden m\u00fcssen &#8211; ein systemischer T\u00e4uschungszwang, dem eine politisierte Kirche wie die EKD nicht mehr entrinnt. Es hat eben seinen Preis, wenn Kirche und Staat im politischen Moralismus gemeinsam werden: nicht nur in den USA, wo gilt: \u201eCivil religion is unquestionably the most powerful religion in America\u201c<a href=\"#_edn28\" name=\"_ednref28\">[28]<\/a>, sondern auch hier, wo die den politischen Mainstream mitregierenden EKD-Theologen nicht nur die Stuttgarter Schulderkl\u00e4rung und ihre sp\u00e4teren Nachr\u00fcstungen, sondern eben auch J\u00fcrgen Moltmanns \u201eTheologie der Hoffnung\u201c von 1964 inhaliert haben, die \u201evon vornherein Gott in der Welt, das Jenseitige im Diesseits, das Universale im Konkreten und das Eschatologische im Geschichtlichen begreifen\u201c<a href=\"#_edn29\" name=\"_ednref29\">[29]<\/a> <em>will<\/em>. Ihr Dogma gilt in der EKD immer noch: \u201eF\u00fcr den Theologen geht es nicht darum, die Welt, die Geschichte und das Menschsein nur anders zu <em>interpretieren<\/em>, sondern sie in der Erwartung g\u00f6ttlicher Ver\u00e4nderung zu <em>ver\u00e4ndern<\/em>\u201c<a href=\"#_edn30\" name=\"_ednref30\">[30]<\/a>. Und so war Moltmanns pathetischer Weltgestaltungsanspruch die geistige Messlatte, an der Generationen von Jungtheologen ihren Lebensauftrag abgelesen haben. Die \u201eTheologie der Hoffnung\u201c ist nicht nur die Bibel des Linksprotestantismus, sondern auch bis 2005 in 14 Auflagen das meist gedruckte und in viele Sprachen \u00fcbersetzte politisch-theologische Buch unserer Zeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.\u00a0\u00a0 Der neue Glaube der EKD<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass in der EKD weithin eine Ab-Wendung von der religi\u00f6sen Aufgabe erfolgt ist, zeigt sich am seit Jahrzehnten unaufh\u00f6rlich wachsenden kirchlichen Apparat, dessen Ausgaben f\u00fcr Leitung und Verwaltung z.B. auch in der Bayrischen Muster-Landeskirche \u201eim Haushaltsjahr 2014 bei der kalkulierten Steigerung der Kirchensteuereinnahmen von 5,5 % um 10 % steigen, w\u00e4hrend bei den Ausgaben, die auf die Konten der Gemeinden flie\u00dfen, das Plus bei gerade mal 0,66 % liegt\u201c<a href=\"#_edn31\" name=\"_ednref31\">[31]<\/a>. Was hier vor sich geht, ist ein \u201ebeachtlicher Umbauprozess\u201c<a href=\"#_edn32\" name=\"_ednref32\">[32]<\/a>, der in der Praxis der Durchsetzung der \u201eReformen\u201c einfach zu verschleiern ist: \u201eMan diskutiert die Papiere im Detail und \u00fcbersieht den Geist, \u00fcbersieht den fundamentalen Wechsel der Perspektive und schon hat man die neue eingenommen\u201c<a href=\"#_edn33\" name=\"_ednref33\">[33]<\/a>. Man muss nur f\u00fcr die schon lange mit \u00c4nderungen der Kirchenverfassung, des Pfarrerdienstrechts, der Einstellungs-und Stellenbesetzungspolitik, der Pfarrbesoldung und der Finanzausstattung der Kirchengemeinden weich geklopfte Pfarrerschaft ein paar Arbeitserleichterungen einbauen und schon wird alles geschluckt, was zu den neuen Prinzipien geh\u00f6rt: Ein vor dem Satteljahr 1960<a href=\"#_edn34\" name=\"_ednref34\">[34]<\/a> undenkbarer Vorrang der Kirchenverwaltung vor dem Gemeinde-Pfarrdienst und so gesehen auch ein <em>neues<\/em> Kirchenverst\u00e4ndnis, das die Pfarrerschaft zu einem der Landeskirche direkt unterstellten religi\u00f6sen Dienstleister macht<a href=\"#_edn35\" name=\"_ednref35\">[35]<\/a>. Der Finanzchef der EKD, OKR Begrich, erkl\u00e4rt diese neue Linie am 16. Mai 2014 in Bochum beim \u201eZukunftsforum\u201c der EKD, die sich dort auch wieder als die \u201espirituelle und moralische Avantgarde der Gesellschaft\u201c (sic!) selbst feiert, v\u00f6llig offen: \u201eKirchliche Verwaltungen haben sich in den letzten Jahren erkennbar weiterentwickelt. Es geht darum, nicht mehr (nur) zu verwalten, sondern (auch inhaltlich) zu steuern\u201c<a href=\"#_edn36\" name=\"_ednref36\">[36]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die strukturellen Ver\u00e4nderungen in der Kirchenorganisation haben nichts mit den von den Reformern angef\u00fchrten \u201er\u00fcckg\u00e4ngigen Mitgliederzahlen durch demographischen Wandel, Austritte, sinkende Kirchensteuereinnahmen, sowie Kostenbelastung durch Geb\u00e4ude und Verwaltung\u201c<a href=\"#_edn37\" name=\"_ednref37\">[37]<\/a> zu tun, sondern mit der Neufassung des christlichen Glaubensverst\u00e4ndnisses, die Glaube und Politik miteinander identifiziert. Seine kirchlichen \u201eKonkretisten\u201c<a href=\"#_edn38\" name=\"_ednref38\">[38]<\/a> propagieren, dass dieses gesellschaftspolitische Engagement der wahre Auftrag der Kirche sei. J\u00fcrgen Moltmann hat so noch am 11. September 2013 in Ludwigshafen die \u201eHoffnung auf eine gelingende Zukunft Gottes\u201c<a href=\"#_edn39\" name=\"_ednref39\">[39]<\/a> (sic!) beschworen, als ob diese Zukunft Gottes je eine Frage sein k\u00f6nnte. Doch solche Statements zeigen eben jene fatale religi\u00f6se Selbsterm\u00e4chtigung, wie sie auch das EKD-Zukunftspapier \u201eKirche der Freiheit\u201c von 2006 behauptet:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eIm Jahre 2030 ist die evangelische Kirche in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung dadurch stark, dass sie gemeinsame Themen und Positionen vorgibt, die in die Gesellschaft hineingezogen und vertreten werden. Die professionelle Reflexion dieser Themen in Zuschnitt und Abfolge sowie die \u00f6ffentliche Kommunikation der Themen sind die wichtigsten Voraussetzungen f\u00fcr eine starke und profilierte Pr\u00e4senz\u201c<a href=\"#_edn40\" name=\"_ednref40\"><strong>[40]<\/strong><\/a>. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Wollen, das mit Verve politisch-moralisch \u00fcber die Gesellschaft, aber nicht mehr religi\u00f6s \u00fcber den Glauben reden kann, spiegelt, \u201edarin ist sich die Forschung einig, eine Religion, die weitgehend ohne Gott und Kirche auskommt\u201c<a href=\"#_edn41\" name=\"_ednref41\">[41]<\/a>. Die EKD propagiert ethisch als besonders hochstehend pr\u00e4sentierte politische Positionen, um <em>die Gesellschaft<\/em> zu perfektionieren. Und sie fordert, gesch\u00fctzt vom externen Konsens der politischen Klasse, nun auch, dem traditionalen Verst\u00e4ndnis der Familie die v\u00f6llige Offenheit der \u201esexuellen Orientierung\u201c \u00fcberzuordnen. Lorenz J\u00e4ger kritisiert diese Positionierung der EKD scharf: \u201eDie <em>sexuelle Orientierung<\/em> wird, was ihre Bedeutung angeht, zu einem grenzenlosen Faktum, vor dem andere Kriterien keinen Bestand mehr haben; sie m\u00fcssen sich ihr gef\u00fcgig machen. Die Sexualit\u00e4t wird zum h\u00f6chsten Ma\u00dfstab &#8211; f\u00fcr schlechthin alles. Philosophisch m\u00fcsste man von einer Totalisierung sprechen\u201c<a href=\"#_edn42\" name=\"_ednref42\">[42]<\/a>. Auch Hartmut L\u00f6we, einst selbst Bevollm\u00e4chtigter der EKD bei Bundesregierung und Bundestag, nennt diese Politik der EKD schlicht \u201eorientierungslos\u201c<a href=\"#_edn43\" name=\"_ednref43\">[43]<\/a>, was sie aber gewiss <em>nicht<\/em> ist: Wenn L\u00f6we klagt: \u201eEs bleibt unbegreiflich, wie der Rat der EKD von allen seinen fr\u00fcheren \u00c4u\u00dferungen zu Ehe, Familie und Homosexualit\u00e4t abweicht, ohne auch nur einen einzigen diskutablen theologischen Grund anzugeben\u201c, dann \u00fcbersieht er, dass der von ihm verurteilte \u201erevolution\u00e4re Bruch in der Kontinuit\u00e4t evangelischer Lehre und gemeinchristlicher \u00dcberzeugung\u201c<a href=\"#_edn44\" name=\"_ednref44\">[44]<\/a> schon vor langer Zeit stattgefunden hat und dass die EKD mit ihren radikalen Gender-Statements nur den Preis bezahlt, den die politische Klasse als eine Gegenleistung f\u00fcr die Rolle als politischer Mitspieler einfordert, wie Klaus Tanner richtig erkennt: Diese \u00c4u\u00dferungen der EKD offenbaren eine \u201egezielte politische Indienstnahme der evangelischen Kirchen f\u00fcr eine gesellschaftspolitische Agenda, die auf den Ausbau des Sozialstaates zielt\u201c<a href=\"#_edn45\" name=\"_ednref45\">[45]<\/a>. Willentlich stellt sich die EKD in die s\u00e4kulare Dynamik der Politisierung aller Lebensbereiche mit ein, die eine kulturelle Revolution betreibt, in der \u201eGleichheit an sich zum Argument wird\u201c, obwohl jeder wei\u00df, dass es \u201elegitime, wohlbegr\u00fcndete Ungleichheiten gibt\u201c<a href=\"#_edn46\" name=\"_ednref46\">[46]<\/a>, die f\u00fcr das gesellschaftliche Funktionieren unentbehrlich sind. Niemand in der EKD ist aber bereit, die \u201egro\u00dfe Augenwischerei\u201c offenzulegen, die mit dieser Utopie der totalen gesellschaftlichen Gleichheit verbunden ist und neue, in ihren Schadens-Dimensionen und Gewaltpotentialen nicht in den Blick genommene gesellschaftliche Pathologien erzeugt. Wie Alain Ehrenberg sagt: \u201eMan kann sich nicht von der Vertikalit\u00e4t befreien, ohne ganz konkret einen affektiven Preis daf\u00fcr zu zahlen\u201c<a href=\"#_edn47\" name=\"_ednref47\">[47]<\/a>. Michel Schneiders Studie zur \u201ePsychopathologie de la vie politique\u201c sagt es plakativ: \u201eAuf die Krankheiten des Vaters folgen nun im gro\u00dfen Ma\u00df die Krankheiten der Mutter\u201c<a href=\"#_edn48\" name=\"_ednref48\">[48]<\/a>. Die EKD hilft durch ihren institutionellen Einsatz mit, \u201eein egalit\u00e4res Anspruchsdenken zu installieren, das so weit geht, Unterschiede als solche m\u00f6glichst gar nicht mehr namhaft zu machen. Geschlecht, Behinderung, Alter oder Intelligenz geh\u00f6ren dann gar nicht mehr erw\u00e4hnt, sie erscheinen als blo\u00dfe Zuschreibungen im Auge des Betrachters\u201c. Dass dieses \u201eUnsichtbarwerden recht eigentlich erst die lebensweltliche Diskriminierung schafft, die man doch verhindern will\u201c, ist \u201edieser \u00fcberdrehten Gender-Ideologie\u201c nicht mehr zu vermitteln<a href=\"#_edn49\" name=\"_ednref49\">[49]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tief verstrickt in die Machtsicherungsmechanik der politischen Klasse, die der Allgemeinheit Ver\u00e4nderungen schmackhaft macht, die aussehen wie perfekte individuelle Freiheit, aber eben umfassende gesellschaftliche Knechtschaft erzeugen, hilft die EKD, die Tyrannei eines verlogenen Anspruchs zu errichten, \u201edessen Ergebnis darin besteht, dass die Gesellschaft und das Individuum sich selbst \u00fcberlassen werden\u201c<a href=\"#_edn50\" name=\"_ednref50\">[50]<\/a>. Sie unterfliegt mit ihrem opportunistisch-ideologischen Denken immer tiefer auch jenen kultivierten Deismus, f\u00fcr den Immanuel Kant noch eine geistige H\u00f6henlinie gezeichnet hatte, die einem christlichen Personalismus anschlussrational war. Die EKD verliert so nicht nur die Verbindung mit dem christlichen Glauben, wie Hartmut L\u00f6we bitter bilanziert, sie hilft auch, die gesamte \u00fcberlieferte s\u00e4kulare Werteordnung zu nivellieren: \u201eEs geht um die Schleifung aller (nat\u00fcrlichen) Unterschiede\u201c<a href=\"#_edn51\" name=\"_ednref51\">[51]<\/a>. Die totale Vereinheitlichung der Gesellschaft nimmt allen korporativen Eigeninteressen die politische und kulturelle Legitimit\u00e4t und l\u00e4sst nur eine einzige \u00fcbrig: die des Konsumenten und Wirtschaftsteilnehmers. Die EKD-Granden \u00fcbersehen dabei nur, dass sie mit ihrer Komplizenschaft bei der Aufl\u00f6sung der gesellschaftlichen Formen und Institutionen auch ein kirchliches \u201ealiud aus Religion\u201c und d.h. jede Kritik einer alternativen Wirklichkeitsauffassung politisch niederzuhalten helfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser kirchlich-politische Opportunismus, der den Gott des Glaubens und den Gott der Gesellschaft ununterscheidbar macht, hat seine Wurzeln schon in der Reformationszeit gehabt. Mit der bald nicht mehr genau reflektierten W\u00fcrdigung des weltlichen Tuns macht dieser neue \u201eProtestantismus\u201c das weltliche Engagement zum Leitthema der Fr\u00f6mmigkeit. Die volle Parallelisierung des Glaubensaktes als eines Geschehens zwischen Gott und Mensch mit dem Akt der Verbesserung des Gemeinwesens als eines Geschehens zwischen Mensch und Staat wird die normative kirchliche Option. Sie ist bereits un\u00fcbersehbar im reformierten Kirchentypus des Heidelberger Katechismus von 1563 und ganz konkret schon im Wortlaut greifbar im Ordinationsregularium der Kurpf\u00e4lzischen Kirchenordnung von 1564 enthalten, in der \u201estatt der geistlichen Autorit\u00e4t die politische Bindung vorrangig wird. Un\u00fcbersehbar hat der 1563 herausgegebene Heidelberger Katechismus als kirchliche Lehrgrundlage f\u00fcr die Pfarrer auch einen restriktiven Prozess mit in Gang gesetzt, der die Freiheit der Pfarrer erheblich einschr\u00e4nken musste\u201c <a href=\"#_edn52\" name=\"_ednref52\">[52]<\/a>, wie ich 1987 in einer Analyse des Ordinationsverst\u00e4ndnisses der Kurpf\u00e4lzischen Kirchenordnung selbst erschrocken feststellte. Damit war schon am Anfang der Reformation jene schillernde Unsch\u00e4rfe einer unklaren Beziehung zwischen Religion und Gesellschafts-Verfassung in die Welt gesetzt, die dann in der Geschichte des Protestantismus ihre religi\u00f6s-kulturelle Landnahme immer erfolgreicher fortsetzt. So schnell wie der Zuordnungs-Begriff \u201eprotestantisch\u201c ein Dachbegriff f\u00fcr alle Str\u00f6mungen der Reformation wurde hat dann auch das reformierte Denken mit seinem von Calvin \u00fcbernommenen doppelten Gottesbegriff<a href=\"#_edn53\" name=\"_ednref53\">[53]<\/a> die lutherische Religionsauffassung \u00fcberschrieben<a href=\"#_edn54\" name=\"_ednref54\">[54]<\/a>: F\u00fcr das Weltliche gilt die Wahrheit \u201eder Gemeinde\u201c <em>in derselben Weise<\/em>. Mit dieser Unmittelbarkeit der Geltung der religi\u00f6sen Norm wird alles \u00dcberweltliche in <em>weltliche<\/em> Lebenszwecke transformiert und damit verschwindet der kulturelle Antagonismus der Religion gegen\u00fcber der Gesellschaft und am Ende die Religion selbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass mit dieser Auffassung die EKD-Kirchenwelt in den Niederungen angekommen ist, wo es nur noch um Wirkung geht und Wahrheit mit Sinnbed\u00fcrfnis gleichgesetzt wird, kann jeder unvoreingenommene Beobachter feststellen. \u00dcberall fehlt hier das kulturelle Format, die eindeutig religi\u00f6se Fasson, der bewusst theologische Stil, der einer wenigstens <em>kultivierten<\/em> Doppeldeutigkeit des Gottesbegriffs im religi\u00f6sen und gesellschaftlichen Auftritt entsprechend Schleiermachers \u201eCirculation des religi\u00f6sen Bewu\u00dftseins\u201c eine Gegenwart geben k\u00f6nnte. Was die EKD-Kirchenelite heute als Ergriffenheit von Gott vorf\u00fchrt, ist die in den Grenzen ihrer Organisationszwecke bleibende Berufung auf die Wahrheit einer perfekten Gesellschaftsmoral. In einem Wort: Religion hat hier nur noch eine sekund\u00e4re Funktion. Insofern haben sich die Verh\u00e4ltnisse seit Schleiermacher sehr ver\u00e4ndert. Der schon von diesem \u201ereligi\u00f6sen Paganini\u201c stets doppeldeutig gehaltene Religionsbegriff ist heute insoweit eindeutig, als ihm <em>nur noch<\/em> gesellschaftliche Zwecke zugeordnet werden und der religi\u00f6se Rest, sofern vorhanden, dann auch <em>nur noch<\/em> der politischen Eschatologie dient. Man sagt: \u201eDie Zukunft wird bestimmt besser\u201c oder: \u201eDas Leben ist st\u00e4rker als der Tod\u201c, wie dies der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider in tief erschreckender Antwort-Verlegenheit auf die Frage \u201eWas ist der Nachrichtenwert der Botschaft, die vor 2000 Jahren alles ver\u00e4nderte: Jesus ist auferstanden?\u201c ausweichend \u201eerkl\u00e4rt\u201c<a href=\"#_edn55\" name=\"_ednref55\">[55]<\/a>. Die echte religi\u00f6se Differenz zum gesellschaftlichen Lebensverst\u00e4ndnis kann oder will diese EKD-Elite selbst nicht mehr aussprechen, obwohl gerade auch von Nicht-Christen erwartet wird, dass gerade nicht die politischen Themen, sondern Pers\u00f6nlichkeit, Lebensf\u00fchrung und religi\u00f6se Haltung die f\u00fcr eine christliche Kirche prim\u00e4ren Dinge sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.\u00a0\u00a0 Der Verlust der Arbeit am religi\u00f6sen Bewusstsein <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Christian Geyer hat 1997 die Lage in die Formel gebracht: \u201eEs ist den Christen der Himmel abhanden gekommen\u201c<a href=\"#_edn56\" name=\"_ednref56\">[56]<\/a>. Vieles spricht daf\u00fcr: So verdichten z.B. die f\u00fcnf Landeskirchen in Niedersachsen ab 2015 ihre Zusammenarbeit um f\u00fcr \u201edie gemeinsamen Themen: Fl\u00fcchtlingspolitik oder Fragen zu Atomm\u00fcllstandorten wie Gorleben oder Asse\u201c eine \u201eeffektive Zusammenarbeit\u201c durch \u201eeine offensive, pointierte, klare Strategie\u201c<a href=\"#_edn57\" name=\"_ednref57\">[57]<\/a> zu erreichen. F\u00fcr diese politische Themenarbeit ist kirchliche Gemeinschaft n\u00f6tig, wie der hannoversche Landesbischof Ralf Meister am 22. November 2013 erkl\u00e4rt, w\u00e4hrend die Fragen nach der Katholizit\u00e4t <em>des Glaubens<\/em> nicht mehr wichtig sind. Die Gr\u00fcnde, weshalb die EKD-Kirchen schon lange \u201enicht mehr die Kraft und den Willen zur Religion aufbringen\u201c, wie es einmal der katholische Staatsrechtler Josef Isensee ausgedr\u00fcckt hat, hat schon 1970 R\u00fcdiger Altmann im SPIEGEL-Essay \u201eAbschied von den Kirchen\u201c als den Abschied von der Kultur des christlichen Kultus zu erfassen versucht und gemeint, f\u00fcr eine Umkehr sei es schon \u201ezu sp\u00e4t\u201c. Es war aber nicht nur der von der EKD mit der \u201eErneuerten Agende\u201c f\u00f6rmlich besiegelte Abschied vom \u201eKultus\u201c (dies freilich auch), sondern der in den 1960er Jahren begonnene kirchliche R\u00fcckzug aus der Fl\u00e4che, der die Gemeinden immer gr\u00f6\u00dfer gemacht hat und ihre Finanzausstattung immer kleiner. Seit damals wird mit besinnungsloser Konsequenz die von Reinhard Bingener im FAZ-Leitartikel am 17.4.2014 noch einmal verzweifelt beschworene religi\u00f6se Basis in den Gemeinden zuerst sich selbst \u00fcberlassen, d.h. nicht mehr investiv gepflegt, dann werden ihre Ressourcen gepl\u00fcndert und am Ende auch in den Grundlagen zerst\u00f6rt: eine \u201eerkennbare und erreichbare Pfarrerschaft\u201c, wie Bingener anmahnt, gibt es schon heute nicht mehr. \u00dcberall in Deutschland werden Kirchengemeinden auch mit noch 1000 Mitgliedern die Pfarrstelle genommen und immer \u00f6fter auch ihre Kirche verkauft (von 1990 bis 2010 waren es schon 340) oder abgerissen (46 davon). Doch weshalb darf eine 1.000-Seelen-Gemeinde keinen Pfarrer und keine Kirche mehr haben, obwohl sie (der Durchschnitt des Pro Kopf-Kirchensteueraufkommens ohne Staatsleistungen in der EKD f\u00fcr das Jahr 2012 lag bei 195,79 \u20ac) j\u00e4hrlich mehr als 200.000 \u20ac Kirchensteuer aufbringt und damit bequem einen Pfarrer besolden k\u00f6nnte? Im Klartext: Die Rede von den sinkenden Kirchensteuereinnahmen ist unehrliche Zweckpropaganda, denn die Kirchensteuereinnahmen steigen immer noch. Von 1967 bis 1970 haben sie sich erstmalig verdoppelt. Diese \u201eexplosionsartig gesteigerte\u201c<a href=\"#_edn58\" name=\"_ednref58\">[58]<\/a> Expansion der Finanzmittel kam nicht den Gemeinden zugute, sondern diente der Erweiterung der kirchlich-politischen Infrastruktur<a href=\"#_edn59\" name=\"_ednref59\">[59]<\/a>. Harry Oelke urteilt richtig: Der \u201ematerielle Zugewinn, der von der Gesellschaft in den 1950er Jahren erwirtschaftet worden war, versetzte die evangelische Kirche in die komfortable Lage , die Partizipation am \u00fcberall greifbaren Prozess der gesellschaftlichen Modernisierung (\u2026) auch tats\u00e4chlich realisieren zu k\u00f6nnen\u201c<a href=\"#_edn60\" name=\"_ednref60\">[60]<\/a>. Von 1970-1990 haben sich die Kirchensteuereinnahmen dann sogar noch einmal verdreifacht und sind zwischen 2005-2012 dann noch einmal um rund 30 % gewachsen trotz 10 % Mitgliederverlust. Dennoch sanken die Schl\u00fcsselzuweisungen an die Gemeinden seit 1960 unaufhaltsam, wie gewollt: \u201eKirche muss in Schwerpunkten denken, nicht mehr in Gemeinden\u201c, so das nun unmissverst\u00e4ndliche Bekenntnis der Ludwigshafener Dekanin Kohlstruck zur g\u00fcltigen Kirchenphilosophie im Speyerer \u201eKirchenboten\u201c vom 23. M\u00e4rz 2014.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sehr bald wird es keine \u201eGemeindepfarrstellen\u201c mehr geben. F\u00fcr den Gottesdienst vor Ort \u201ek\u00f6nnten ehrenamtliche Lektoren und Pr\u00e4dikanten sowie mobile Pfarrer eingesetzt werden\u201c, so der Speyerer OKR M\u00fcller am 28. April 2014 in vielsagendem Konjunktiv. Die alten S\u00e4ulen der Kirche, die Gemeinden, sind im \u201eneuen Paradigma\u201c vollkommen an den Rand ger\u00fcckt. Sie erhalten pro Mitglied in der f\u00fcr den EKD-Durchschnitt repr\u00e4sentativen bis vorbildlichen Pf\u00e4lzischen Landeskirche (in der aparterweise die f\u00fcr bundesweite Verbraucher-Tests und Umfragen vielbenutzte Muster-Gemeinde Ha\u00dfloch liegt) nur noch rd. 17 \u20ac, abz\u00fcglich 2 \u20ac f\u00fcr Verwaltungsamt, abz\u00fcglich dem Zwangsbeitrag f\u00fcr den Kirchlichen Entwicklungsdienst usw. (z.B. auch eine Abgabe f\u00fcr die Dekanswohnung ab 2015). 2013 und 2014 wurde darauf noch einmal ein \u201eNachschlag\u201c gew\u00e4hrt, der aber nicht dar\u00fcber hinweg hilft, dass den Gemeinden kaum mehr als 7 % ihres Kirchensteueraufkommens bleiben, um eine \u00f6rtliche Gottesdienstkultur mit Kirche, Kirchendienst, Organist usw. aufrecht erhalten zu sollen, was so nicht mehr m\u00f6glich ist: auch in der Bayrischen Muster-Landeskirche bald nicht mehr, wo 2014 der Anteil des innerkirchlichen Finanzausgleichs an die Gemeinden jetzt \u201eauf nur noch 24 % f\u00e4llt\u201c<a href=\"#_edn61\" name=\"_ednref61\">[61]<\/a> &#8211; Tendenz auch hier weiter fallend. Die dazugeh\u00f6rige Pfarrstelle formatiert z.B. die Pf\u00e4lzische Landeskirche ab 1.800 Gemeindegliedern (ab einem Kirchensteueraufkommen von 360.000 \u20ac p.a.), die (gr\u00f6\u00dfte) Hannoversche Landeskirche erst ab 2.400 Kirchenmitgliedern (ab einem Kirchensteueraufkommen von 480.000 \u20ac) oder die Badische Landeskirche sogar erst ab 2.800 Gemeindegliedern (ab einem Kirchensteueraufkommen von 560.000 \u20ac). Etwa 60-70 Prozent der Kirchensteuer verbraucht der kirchliche Apparat f\u00fcr das \u201eneue\u201c gesellschaftspolitisch auftretende Kirchenverst\u00e4ndnis, zu dem nat\u00fcrlich auch die Diakonie als wichtiger politischer Machtfaktor z\u00e4hlt &#8211; ein riesiges Problem f\u00fcr sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Konsequent folgt die neue Kirchenlehre ihrem Leitsatz, wie ihn das Strategiepapier der Pf\u00e4lzischen Landeskirche von 2011 der EKD genau nachspricht: \u201eDie \u00f6ffentliche Verk\u00fcndigung in der Parochie reicht nicht aus, um den \u00d6ffentlichkeitscharakter der Kirche in einer mobil und medial gepr\u00e4gten Gesellschaft zu gew\u00e4hrleisten\u201c<a href=\"#_edn62\" name=\"_ednref62\">[62]<\/a>. Dies hei\u00dft, dass die Gemeinde-Pfarrerschaft den Haupt-Zweck der Kirche nicht erf\u00fcllt, die Kirche als F\u00fchrer zum gesellschaftlichen Wirklichwerden des Guten machtvoll auftreten zu lassen. Doch die EKD-Elite entrinnt nicht dem Dilemma, dass sie die Themen ihrer ethisch-politischen Objekte auch nur aus den gesellschaftlichen Interessen ausw\u00e4hlt, in denen sie selbst steckt. Und ausgew\u00e4hlt wird, was den gr\u00f6\u00dften Distinktionsprofit abwirft. Alles wird dann unterdr\u00fcckt, was dar\u00fcber zu sprechen h\u00e4tte, dass dieses Engagement die Interessen der EKD-Nomenklatura bedient, mit denen sie als \u201espirituelle und moralische Avantgarde\u201c (sic!) in der Gesellschaft anerkannt sein will. Mit solcher Selbstgerechtigkeit ist freilich vergessen, was bei Luthers Tischrede Nr. 624 auf den richtigen Begriff gebracht ist: \u201eDas Leben ist b\u00f6se bei uns wie bei den anderen auch. Aber von der Lehre, vom Wort des Glaubens zu handeln, das hei\u00dft der Gans an den Kragen gegriffen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.\u00a0\u00a0 Wann geben wir den Menschen die Kirche zur\u00fcck?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese schon 2003 von Gerhart Herold so gestellte Frage ist nicht einfach zu beantworten. Zuviel ist schon in Kirche und Theologie zerst\u00f6rt und das wenige, das eine Ankn\u00fcpfung f\u00fcr den R\u00fcckgewinn des Guten innerhalb der EKD und den Landeskirchen m\u00f6glich macht, bleibt ohne Systemwirkung. Das Ende der Abw\u00e4rtsbewegung ist noch nicht erreicht. Nichts ist am Horizont, dass dieser Zug der gesellschaftlichen Funktionalisierung aller religi\u00f6sen Formen und Gehalte im Kursbuch der EKD auf ein anderes Gleis gefahren w\u00fcrde. Die Totalisierung des Protestantismus zur politischen Religion ist nach dem gro\u00dfem Anschub 1945 im Kern seiner Fr\u00f6mmigkeitskultur angekommen: im Gottesdienst, wie die \u201eJunge Kirche\u201c 2009 exemplarisch illustriert: \u201eGott erkl\u00e4rt die Einzelnen zu seinen B\u00fcndnispartner\/innen. Auf sie kommt es an. K\u00f6nigliche, Welt ver\u00e4ndernde Macht wird ihnen verliehen (\u2026) Ein Blick in das Gebetbuch der Bibel, den biblischen Psalter, zeigt diese Erm\u00e4chtigung, die uns das Private politisch verstehen l\u00e4sst, als einen Kern biblischer Spiritualit\u00e4t &#8230; Betend vollzieht sich die Erkenntnis, dass jede und jeder einzelne mit der Verarbeitung von Leid, Verfehlung und Dankbarkeit teilhat an der gro\u00dfen Politik&#8230; Jedermann und jede Frau ist auch in Isolation und Bedr\u00e4ngnis mitverantwortlich f\u00fcr die Vollendung der Geschichte Israels und der gesamten Menschheit\u201c<a href=\"#_edn63\" name=\"_ednref63\">[63]<\/a>. Im Weihrauch so steiler Humanit\u00e4tspropaganda wird unsichtbar, wie sich der gesellschaftliche Auftritt der Kirche <em>tats\u00e4chlich<\/em> zum Negativen hin ver\u00e4ndert. Denn mit dem neuen Zentralismus in der EKD verschwindet in der Fl\u00e4che der Bundesrepublik auch eine gesellschaftlich ebenso elementare wie kostbare Sache: der f\u00fcr viele Menschen wichtige, ohne Bedingungen greifbare Notausgang bei schwer l\u00f6sbaren menschlichen und gesellschaftlichen Problemlagen. Was hier eine im Bedarfsfall in wenigen Stunden bis in den letzten Winkel der Bundesrepublik alle gesellschaftlichen Institutionen kontaktierbare Struktur eines kirchengemeindlichen K\u00fcmmerns um die Menschen auch am kleinsten Ort l\u00f6st und leistet, <em>war<\/em> einmal eine stille, aber f\u00fcr die Betroffenen fast immer bemerkenswert erfolgreiche gesellschaftliche Kraft, die nun die EKD-Kirchen selbst f\u00fcr ihren Plan einer politisch-moralischen Herrschaft \u00fcber die Gesellschaft opfern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man muss sich diese Verh\u00e4ltnisse n\u00fcchtern vor Augen f\u00fchren, um die ganze Dramatik der in den letzten f\u00fcnf Jahrzehnten immer intensiver eingerasteten Zweck-Mittel-Verkehrung von Finanzierung und Organisation in der EKD begreifen zu k\u00f6nnen. Die Beteuerung von Synoden und Kirchenleitungen, dass die Gemeinden das Herz der Kirche seien, ist pure Fensterrede. Dass G\u00fcnter Jauch in der ARD zum Thema \u201eBischof von Limburg\u201c am 20. Oktober 2013 einfach behauptet hat, \u201edie Kirchensteuer flie\u00dft <em>\u00fcberwiegend<\/em> in den Unterhalt der Gemeinden\u201c, ist f\u00fcr den EKD-Bereich schlicht unzutreffend. Denn von der Kirchensteuer finanziert wird <em>\u00fcberwiegend<\/em> eine katastrophal \u00fcberinstitutionalisierte Kirchenorganisation. Anstatt wie vor 1960 &#8211; und der Stand dieses Jahres w\u00e4re die Messlatte f\u00fcr den R\u00fcckbau des Kirchenapparates &#8211; in die personale Grundstruktur der Gemeinden zu investieren und in gleicher Weise die notwendigen Ressourcen f\u00fcr die Gemeinschaftsbildung vor Ort und in den kirchlichen Jugendfreizeiten in maximaler Weise zu pflegen, wie dies die Finnische Lutherische Kirche musterg\u00fcltig praktiziert, werden nur noch diejenigen Organisationszwecke erhalten und ausgebaut, die die zentralistische \u00c4u\u00dferungsstruktur der kirchlichen Nomenklatura unterst\u00fctzen. Mit einem Wort: Die EKD zerst\u00f6rt ihre eigene Religionsf\u00e4higkeit. Klaus Mertes benennt in der FAS vom 20. April 2014 im direkten Bezug auf die EKD diese Krankheit, die \u201eam Anfang schwer zu erkennen und leicht zu heilen, am Ende un\u00fcbersehbar fast nicht mehr zu kurieren ist\u201c, in treffender Weise den \u201einstitutionellen Narzissmus\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich gibt es im kirchlichen Feld auch noch anderes als institutionellen Narzissmus zu besichtigen und sogar handfeste Gegenbeispiele, die die geschilderte Lage aber nicht ver\u00e4ndern. Die Bewegung des Systems ist eindeutig und von der herrschenden EKD-Elite kein Einlenken zu erwarten. Wohl erst wenn alles am Boden liegt, kann eine restlos neue personelle Aufstellung mit religi\u00f6s wieder sprachf\u00e4higen und glaubw\u00fcrdigen Leitungsgremien, einer konsequenten Restrukturierung der kirchlichen Arbeit als Gemeindearbeit mit einem \u201eordentlichen\u201c Gottesdienst &#8211; ein eigenes Thema &#8211; und der Befreiung der Pfarrerschaft zur \u201eInkarnation\u201c in das Leben <em>ihrer<\/em> Gemeinde mindestens ab 1.000 Mitgliedern die Menschen hoffentlich wieder etwas von dem wahrnehmen lassen, was die Christliche Kirche wirklich ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a> Bei Christoph <em>Meyns<\/em>: Kirchenreform und betriebswirtschaftliches Denken, G\u00fctersloh 2013, 226.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a> Bei <em>Meyns<\/em>, aaO. 210.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a> Dorothee <em>Buchhaas-Birkholz:<\/em> \u201eZum politischen Weg unseres Volkes\u201c. Politische Leitbilder und Vorstellungen im deutschen Protestantismus 1945-1952, D\u00fcsseldorf 1989, 122.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4]<\/a> Hans <em>Albert<\/em>: Theologische Holzwege. Gerhard Ebeling und der rechte Gebrauch der Vernunft, T\u00fcbingen 1973.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\">[5]<\/a> Bei Jan <em>Ro\u00df<\/em>: Von einem, der auszog, das Scheitern zu lehren, in: FAZ 13.12.1994, L13.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref6\" name=\"_edn6\">[6]<\/a> <em>Albert<\/em>, aaO. 58.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref7\" name=\"_edn7\">[7]<\/a> In DPfBl, Heft 6, 2014, 344-349.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref8\" name=\"_edn8\">[8]<\/a> Frank C. <em>Senn<\/em>: Lutherans are natural \u201eSplitters\u201c, in: Worship, Collegeville, 79. 2005, 316-328.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref9\" name=\"_edn9\">[9]<\/a> Hanns <em>R\u00fcckert<\/em>: Kirche und Amt in der evangelischen Theologie, in: L. Reinisch (Hg.): Theologie heute, 4. Aufl. M\u00fcnchen 1968, 103-114, 110.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref10\" name=\"_edn10\">[10]<\/a> <em>R\u00fcckert<\/em> aaO. 114.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref11\" name=\"_edn11\">[11]<\/a> Wolfgang <em>Huber<\/em> (Hg.): Protestanten in der Demokratie, M\u00fcnchen 1990, 14.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref12\" name=\"_edn12\">[12]<\/a> Hans Eckehard <em>Bahr<\/em>: Verk\u00fcndigung als Information, Hamburg 1968, 13f.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref13\" name=\"_edn13\">[13]<\/a> <em>Bahr,<\/em> aaO. 14.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref14\" name=\"_edn14\">[14]<\/a> <em>Senn,<\/em> aaO. 316.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref15\" name=\"_edn15\">[15]<\/a> Trutz <em>Rendtorff<\/em>: Kirche und Theologie, G\u00fctersloh 1966, 2. Aufl. 1970, 69.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref16\" name=\"_edn16\">[16]<\/a> So beide in der Fachtagung \u201eKirchenleitung\u201c im Theolog. Studienseminar Pullach am 21.11.2011.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref17\" name=\"_edn17\">[17]<\/a> Karl <em>Barth<\/em>: Christengemeinde und B\u00fcrgergemeinde, Gladbeck 1946, 18.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref18\" name=\"_edn18\">[18]<\/a> Harnack bei <em>Rendtorff,<\/em> aaO. 187f.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref19\" name=\"_edn19\">[19]<\/a> Gunther <em>Wenz<\/em>: Verrat an Luther? Anmerkungen zum Thema Zivilreligion, in: Stimmen der Zeit, 2013, 855-858, 858. <em>Wenz<\/em> bezieht sich hier auf mein Buch: Zivilreligion &#8211; der protestantische Verrat an Luther. Wie sie in Deutschland entstanden ist und wie sie herrscht, M\u00fcnchen 2013.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref20\" name=\"_edn20\">[20]<\/a> <em>Wenz<\/em>, aaO. 858.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref21\" name=\"_edn21\">[21]<\/a> Friedrich Wilhelm <em>Graf<\/em>, in: Ders. und Heinrich Meier (Hg.): Politik und Religion, M\u00fcnchen 2013, 25, 43.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref22\" name=\"_edn22\">[22]<\/a> Patrick <em>Bahners<\/em>: Warum wir nicht in der Provinz bleiben, FAZ 4.10.2010, 27.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref23\" name=\"_edn23\">[23]<\/a> Oskar <em>Hammelsbeck<\/em>: Um Heil oder Unheil im \u00f6ffentlichen Leben, M\u00fcnchen 1946, 10.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref24\" name=\"_edn24\">[24]<\/a> <em>Wenz<\/em>, aaO. 856.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref25\" name=\"_edn25\">[25]<\/a> Erwin <em>Gross<\/em>: Mythus und Wirklichkeit der Bekennenden Kirche, Dt Pfrbl. 1949, 556-562.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref26\" name=\"_edn26\">[26]<\/a> Hartmut <em>Ruddies<\/em>: Strukturmerkmale des deutschen Protestantismus, in: M. Grunewald und U. Puschner (Hg.): Das konservative Intellektuellenmilieu in Deutschland, seine Presse und seine Netzwerke (1890-1960), Bern 2003, 61-71, 70 (beide Zitate).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref27\" name=\"_edn27\">[27]<\/a> Kurt <em>Scharf<\/em>: Diskussion mit Berliner Sch\u00fclern \u00fcber die (EKD-Ost-)Denkschrift; ausgestrahlt von RIAS Berlin am 5.8.1966, Textfassung abgedruckt bei Michael <em>Jach<\/em>: Der politische Weg der Evangelischen Kirche seit 1945, in: Jens Motschmann und Helmut Matthies (Hg.): Rotbuch Kirche, 4. Aufl. Stuttgart 1976, 23-48, 37f.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref28\" name=\"_edn28\">[28]<\/a> Caroline <em>Marvin<\/em> und David W. <em>Ingle<\/em>: Blood, Sacrifice and the Nation: Totem Rituals and the American Flag, Cambridge 1999, zit. bei Craig M. <em>Watts<\/em>: Barth, Barmen and American Civil Religion, in: Pro Ecclesia, Northfield Minn., 14. 2005, 287-305, 300.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref29\" name=\"_edn29\">[29]<\/a> J\u00fcrgen <em>Moltmann<\/em>: Der gekreuzigte Gott, M\u00fcnchen 1972, 313.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref30\" name=\"_edn30\">[30]<\/a> <em>Moltmann<\/em>: Theologie der Hoffnung, 6. Aufl. 1966, 74.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref31\" name=\"_edn31\">[31]<\/a> Martin <em>Pflaumer<\/em> und Hans-Joachim <em>Vieweger<\/em>: Gemeindefinanzen, in: ABC-Nachrichten, Heft 1 2014, 11f.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref32\" name=\"_edn32\">[32]<\/a> So der EKD-Ratsvorsitzende Nik. Schneider im Vorwort zum Programm des \u201eZukunftsforums der EKD\u201c, 4.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref33\" name=\"_edn33\">[33]<\/a> Ludwig <em>Trepl<\/em>: Anmerkungen zu den Reformpapieren der Landeskirche und der EKD. Kreissynode Charlottenburg, 24. April 2009, 11; vgl. bei Thomas <em>Gandow<\/em>: Pfarrer h\u00f6rt die Signale, DtPfbl 2011, 611f.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref34\" name=\"_edn34\">[34]<\/a> Zur Merkw\u00fcrdigkeit des Jahres 1960 als \u201eSatteljahr\u201c des Durchbruchs zur fl\u00e4chendeckenden religi\u00f6sen Aufladung der politischen Leitbegriffe vgl. Karl Richard <em>Ziegert<\/em>: Zivilreligion &#8211; der protestantische Verrat an Luther, 75ff. 229ff, 237-248, 369ff. Dto. bei Klaus-M. Kodalle: Zwischen Politischen Mythen und gesellschaftlichen Grundwerten, in: Mitteilungen der Evang. Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr Zeitgeschichte, Folge 10, April 1990, 33-53, bes. 44f.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref35\" name=\"_edn35\">[35]<\/a> <em>Trepl<\/em> aaO. 2.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref36\" name=\"_edn36\">[36]<\/a> <em>Evangelische Kirche in Deutschland<\/em>: Informieren, transformieren, reformieren. Zukunftsforum vom 15.-17. Mai 2014 im Ruhrgebiet, Programm, 80. Vgl. Reinhard <em>Bingener<\/em>: Endlich Luther bei die Fische?, FAZ 19. Mai 2014, 4.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref37\" name=\"_edn37\">[37]<\/a> So am 28.4.2014 der Speyerer OKR Gottfried M\u00fcller.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref38\" name=\"_edn38\">[38]<\/a> Hans Otto <em>W\u00f6lber<\/em>: Politisierung &#8211; Gefahr f\u00fcr die Einheit der Kirche?, EvKommentare 1. 1968, 139.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref39\" name=\"_edn39\">[39]<\/a> Hans-Ulrich <em>Fechler<\/em>: \u201eMan muss den Widerspruch aushalten\u201c, in: Die Rheinpfalz, 12.09.2013.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref40\" name=\"_edn40\">[40]<\/a> <em>Kirchenamt der EKD: Kirche der Freiheit<\/em>, 2006, 85.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref41\" name=\"_edn41\">[41]<\/a> Isolde <em>Karle<\/em>: Reformen mit Besonnenheit, in: Zeitzeichen, Heft 2, 2011, 40f.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref42\" name=\"_edn42\">[42]<\/a> Lorenz <em>J\u00e4ger<\/em>: Das Letzte, in: FAS 6.4.2014, 11.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref43\" name=\"_edn43\">[43]<\/a> Hartmut <em>L\u00f6we<\/em>: Orientierungslos. FAZ 28. Juni 2013, 10.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref44\" name=\"_edn44\">[44]<\/a> <em>L\u00f6we<\/em>, aaO. (alle Zitate).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref45\" name=\"_edn45\">[45]<\/a> Reinhard <em>Bingener<\/em>: Orientierungshilfe, in: FAZ 30.09.2013, 10.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref46\" name=\"_edn46\">[46]<\/a> Peter Graf <em>Kielmannsegg<\/em>: Gleichheitsfuror, in: FAZ 14. Juni 2013, 7.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref47\" name=\"_edn47\">[47]<\/a> Alain <em>Ehrenberg<\/em>: Das Unbehagen in der Gesellschaft, Berlin 2011, 322.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref48\" name=\"_edn48\">[48]<\/a> M. Schneider: Big Mother. Psychopathologie de la vie politique, Paris 2002, 112.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref49\" name=\"_edn49\">[49]<\/a> Christian <em>Geyer<\/em>: Eine unglaubliche Gleichmacherei, in: FAZ 22. Juli 2014, 9 (alle Zitate).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref50\" name=\"_edn50\">[50]<\/a> Bei <em>Ehrenberg<\/em>: Das Unbehagen in der Gesellschaft, 362.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref51\" name=\"_edn51\">[51]<\/a> Reinhard <em>M\u00fcller<\/em>: Ein revolution\u00e4rer Akt, in: FAZ 7. Juni 2013, 1.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref52\" name=\"_edn52\">[52]<\/a> Die Ordination in der (Kur-)Pfalz seit der Reformation, in: Pf\u00e4lzisches Pfarrerblatt, 77. 1987, 46-59.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref53\" name=\"_edn53\">[53]<\/a> Der politische Calvinismus, den der kanadische Philosoph Charles <em>Taylor<\/em> sehr treffend einen \u201eprovidenziellen Deismus\u201c nennt, liefert die zum \u201e\u00d6ffentlichkeitsanspruch\u201c passende Scharnier-Sprache, die exakt Calvins Lehre einer <em>doppelten Offenbarung Gottes im Jus Divinum und im Jus naturae entspricht und <\/em>dabei immer auch den Glauben n\u00e4hrt, \u201edie Ziele von Religion und Politik seien die gleichen\u201c (<em>Taylor<\/em>: Ein s\u00e4kulares Zeitalter, 381, 399).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref54\" name=\"_edn54\">[54]<\/a> Christian V. <em>Witt<\/em>: Protestanten. Das Werden eines Integrationsbegriffs, T\u00fcbingen 2011.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref55\" name=\"_edn55\">[55]<\/a> Bei Anne-Susann <em>von Ehr<\/em>: \u201eWir wollen durch das Wort \u00fcberzeugen\u201c, in: Die Rheinpfalz 9. Mai 2014.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref56\" name=\"_edn56\">[56]<\/a> Christian <em>Geyer<\/em>: Gott will Gebabbel, in: FAZ 4. November 1997, L 23.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref57\" name=\"_edn57\">[57]<\/a> EKD-Pressemitteilung vom 22. November 2013.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref58\" name=\"_edn58\">[58]<\/a> Die Kirchensteuereinnahmen der EKD sind (unabh\u00e4ngig von Staatsleistungen) von 1,6 Mrd. (1967) auf \u00fcber 3,1 Mrd. (1972) und von da an kontinuierlich weiter bis auf 8,38 Mrd. (1993) gestiegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref59\" name=\"_edn59\">[59]<\/a> Zur \u201eExplosion\u201c der Kirchensteuer vgl. Stefan <em>Schmunck<\/em>: Die \u00d6konomie des Glaubens. Die Evangelische Kirche in Hessen\/Nassau und der Sprung in die Moderne 1945-1980. Diss phil. Darmstadt 2010, ungedruckt, zit. bei F.W. <em>Graf<\/em>: Kirchend\u00e4mmerung, 11f.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref60\" name=\"_edn60\">[60]<\/a> Harry <em>Oelke<\/em>: Westdeutsche Kirchengeschichte 1945-1989, in: Katharina Kunter und Jens Holger Schjoerring (Hg.): Europ\u00e4isches und Globales Christentum, G\u00f6ttingen 2011, 171-202, 186.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref61\" name=\"_edn61\">[61]<\/a> Bei <em>Pflaumer \/Vieweger<\/em>, aaO. 11.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref62\" name=\"_edn62\">[62]<\/a> Vgl. Karl Richard <em>Ziegert<\/em>: Panische Zuversichten. Kritische Anmerkungen zum \u201eStrategiepapier\u201c, in: Pf\u00e4lzisches Pfarrerblatt, 101. 2011, 464-482 (im Internet greifbar).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ednref63\" name=\"_edn63\">[63]<\/a> Klara <em>Butting:<\/em> Spiritualit\u00e4t &#8211; ein biblischer Weg, JK 2009, 1-6, 3.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Karl Richard Ziegert<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Jahrgang 1946, Studium in Bethel, Heidelberg und Mainz, seit 1972 Pfarrer an der Pauluskirche in Ludwigshafen am Rhein, 1975 Theolog. Promotion in Heidelberg, 1987-1994 Direktor der Evangelischen Akademie Speyer, 1995-2011 Landeskirchl. Beauftragter f\u00fcr Weltanschauungsfragen. Seitdem im Ruhestand.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Deutsches Pfarrerblatt, 10\/2014, S. 558ff.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ver\u00f6ffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Verfassers.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber das verdr\u00e4ngte Sterben der EKD-Kirchenwelt Es ist schon erstaunlich, mit welcher Chuzpe die Landeskirchen oder die EKD selbst ihre Strategiepapiere wie die \u201eKirche der Freiheit\u201c von 2006 als Erfolgskonzept verkaufen. Was damit gewollt wird, ist kaum unklar: die EKD als privilegierten Tr\u00e4ger der \u201e\u00f6ffentlichen Religion\u201c auszubauen. Nichts st\u00f6rt dieses Wollen: weder die erwiesene Untauglichkeit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":477,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11505"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/477"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11505"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11505\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11508,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11505\/revisions\/11508"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11505"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11505"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11505"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}