{"id":11474,"date":"2014-10-17T09:25:25","date_gmt":"2014-10-17T07:25:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11474"},"modified":"2014-10-17T09:25:57","modified_gmt":"2014-10-17T07:25:57","slug":"das-verratene-erbe-der-reformation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11474","title":{"rendered":"Das verratene Erbe der Reformation"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eine Stellungnahme zur EKD-Schrift \u201eRechtfertigung und Freiheit\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Mai dieses Jahres ver\u00f6ffentlichte die EKD die Schrift \u201e<em>Rechtfertigung und Freiheit. 500 Jahre Reformation 2017. Ein Grundlagentext des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)\u201c<\/em>. Darin sollten, so der Ratsvorsitzende der EKD Nikolaus Schneider bei der Vorstellung des Textes in Berlin, \u201ewesentliche theologische Einsichten der Reformationszeit im aktuellen Kontext\u201c erl\u00e4utert werden. Doch im Zuge der \u00dcbertragung in unsere Zeit ver\u00e4ndern und verf\u00e4lschen die Verfasser unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Markschies die Inhalte. Was bleibt, ist ein Lippenbekenntnis. Die Leitung der EKD beweist damit einmal mehr, dass sie das Erbe der Reformatoren l\u00e4ngst verraten hat.<!--more--><\/p>\n<p><strong>1.\u00a0\u00a0 Die Abkehr vom reformatorischen Schriftverst\u00e4ndnis<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das \u201esola scriptura\u201c war einer der Grundpfeiler der Reformation. Die Heilige Schrift galt den Reformatoren als \u201eeinzige Regel und Richtschnur, nach der in gleicher Weise alle Lehren und Lehrer gerichtet und beurteilt werden sollen\u201c.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Die Verfasser der Jubil\u00e4umsschrift w\u00fcrdigen zun\u00e4chst dieses Schriftverst\u00e4ndnis der Reformatoren, das es ihnen erlaubte, \u201eden christlichen Glauben von den Einfl\u00fcssen durch menschengemachte theologische Lehren und Fr\u00f6mmigkeitstraditionen\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> zu befreien und \u201eeinen mit der Schrift in Konkurrenz tretenden Autorit\u00e4tsanspruch der Kirche\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> zur\u00fcckzuweisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf diese W\u00fcrdigung folgt dann die unmissverst\u00e4ndliche Absage vom Schriftverst\u00e4ndnis der Reformatoren: \u201eSeit dem siebzehnten Jahrhundert werden die biblischen Texte historisch-kritisch erforscht. Deshalb k\u00f6nnen sie nicht mehr so wie zur Zeit der Reformatoren als Wort Gottes verstanden werden. Die Reformatoren waren ja grunds\u00e4tzlich davon ausgegangen, dass die biblischen Texte wirklich von Gott gegeben waren. Angesichts von unterschiedlichen Versionen eines Textabschnittes oder der Entdeckung verschiedener Textschichten l\u00e4sst sich diese Vorstellung so nicht mehr halten.\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Die \u00dcberzeugung der Reformatoren, dass Gott selbst der Urheber der Heiligen Schrift ist, der sein Wort von geisterf\u00fcllten Menschen aufschreiben lie\u00df, wird von den heutigen Vertretern der EKD abgelehnt. Die Bibel enthalte stattdessen Texte, in denen \u201emenschliche Erfahrungen mit Gott\u201c so verdichtet wurden, \u201edass andere Menschen sich und ihre Erfahrungen mit Gott darin wiederentdecken k\u00f6nnen\u201c.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Freilich m\u00f6chte man die Bibel auch weiterhin als \u201eGottes Wort\u201c verstehen. Das k\u00f6nne man auch und zwar immer dann, wenn \u201eMenschen in, mit und unter diesen Texten angesprochen und im Innersten ber\u00fchrt\u201c werden.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Die Bibel ist nach dieser Auffassung nicht mehr Gottes Wort im objektiven Sinne, unabh\u00e4ngig vom Urteil des Lesers oder irgend einer anderen Instanz, sondern immer nur dann, wenn der Leser im Innersten sp\u00fcrt, dass sie Wahrheit enth\u00e4lt. Gottes Wort ist demnach nur das, was mich pers\u00f6nlich anspricht. Tats\u00e4chlich k\u00f6nnen sich die Autoren hier auf einen Teilaspekt reformatorischer Theologie berufen. Auch Luther konnte sagen: \u201eDas Evangelium wird nicht darum geglaubt, weil die Kirche es best\u00e4tigt, sondern weil man sp\u00fcrt, es sei Gottes Wort\u201c.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Doch dieser Teilaspekt wird isoliert und verabsolutiert. Immer verbanden die Reformatoren das subjektive Verh\u00e4ltnis zum Wort Gottes auch mit der objektiven Autorit\u00e4t der Heiligen Schrift. So schreibt Luther: \u201eDie Heilige Schrift ist die K\u00f6nigin \u2013 sie muss herrschen, und alle m\u00fcssen ihr gehorchen und untergeben sein. Alle, wer es auch sei, d\u00fcrfen nicht etwa Meister, Richter der Schriften sein, sondern nur schlichte Zeugen, Sch\u00fcler, Bekenner.\u201c<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> L\u00f6st man die subjektive Erkenntnis von der objektiven Autorit\u00e4t der Heiligen Schrift, kommt es zu einem Herrschaftswechsel. Nicht die Bibel, sondern der Ausleger bestimmt in letzter Instanz, was Gottes Wort ist und was nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da wundert es nicht, wenn der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Kirche Hannovers Ralf Meister bei einer Veranstaltung im Geistlichen R\u00fcstzentrum Krelingen dazu aufforderte, damit ernst zu machen, dass die Bibel ein \u201eganz normales St\u00fcck Literatur sei.\u201c<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Ganz im Sinne des in der Jubil\u00e4umsschrift dargelegten Bibelverst\u00e4ndnisses meint Meister: \u201eHeilig wird die Bibel f\u00fcr mich nur dann und insofern, wenn mich diese Offenbarung trifft.\u201c<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Bibelstellen, die den Leser nicht pers\u00f6nlich treffen, k\u00f6nnen insofern auch keine bleibende G\u00fcltigkeit beanspruchen oder zum verbindlichen Ma\u00dfstab f\u00fcr die Kirche werden. Ralf Meister meint dann auch zur Beurteilung praktizierter Homosexualit\u00e4t: \u201eNat\u00fcrlich findet sich in der Bibel nicht eine Stelle, die homosexuelle Praktiken positiv oder nur neutral werten w\u00fcrde. Daraus folgt aber eben nicht automatisch, dass wir dem Urteil der biblischen Schriften hier folgen m\u00fcssten.\u201c<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Darum wolle die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers \u201ezuk\u00fcnftig den Weg zu \u00f6ffentlichen Segnungsgottesdiensten f\u00fcr gleichgeschlechtliche Paare in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft \u00f6ffnen.\u201c Hier zeigen sich die b\u00f6sen Fr\u00fcchte einer Abkehr von der reformatorischen Bibelhaltung. W\u00e4hrend die Reformatoren sich wie Luther beim Reichstag in Worms in ihrem Gewissen an die \u201eangef\u00fchrten Schriftworte\u201c<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> gebunden wussten, wird die Autorit\u00e4t der Heiligen Schrift 500 Jahre sp\u00e4ter durch evangelische Bisch\u00f6fe au\u00dfer Kraft gesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verfasser der Jubil\u00e4umsschrift der EKD f\u00fchren den Leser in die Irre. Die Abkehr vom Schriftverst\u00e4ndnis der Reformatoren wird dem Leser als segensreiches Endprodukt der \u201eoffenen Lerngeschichte\u201c der Reformation verkauft.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> Der Leser erf\u00e4hrt dagegen nicht, dass die vermeintlichen Erben der Reformation den Grundpfeiler des \u201esola scriptura\u201c in Wirklichkeit l\u00e4ngst zu Fall gebracht haben. Mit der Preisgabe des \u201esola scriptura\u201c hat die EKD die Stimme der Heiligen Schrift \u201eals kritisches Gegen\u00fcber der Kirche\u201c<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> zum Schweigen gebracht und ein zentrales Anliegen der Reformation verraten.<\/p>\n<p><strong>2.\u00a0\u00a0 Die Preisgabe des \u201eChristus allein\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Reformatoren vertraten das \u201esolus Christus\u201c. Christus allein galt ihnen als \u201eder Spiegel des v\u00e4terlichen Herzens Gottes\u201c<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a>. Christus allein galt ihnen als der Weg zu Gott, die Wahrheit und das Leben (Joh 14,6), denn er allein hat durch sein Leiden und Sterben am Kreuz von Golgatha das Heil der Welt vollbracht. Er allein ist der Retter f\u00fcr alle Menschen aller V\u00f6lker und aller Zeiten. So schrieb Luther: \u201eGott will nicht, dass man auf einem anderen Wege zu ihm gehe, ihn erkenne und liebe.\u201c<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Das Heil des Menschen h\u00e4ngt aus reformatorischer Sicht davon ab, ob er an Jesus Christus glaubt oder nicht. Zum zweiten Artikel des Apostolischen Glaubensbekenntnisses hei\u00dft es im Gro\u00dfen Katechismus: \u201eAuch steht das ganze Evangelium, das wir predigen, darauf, dass man diesen Artikel recht fasse, denn an ihm liegt all unser Heil und unsere Seligkeit und er ist so reich und weit, dass wir immer genug daran zu lernen haben.\u201c<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> Folglich kann es aus Sicht der Reformatoren au\u00dferhalb von Christus kein Heil geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es w\u00e4re nun Aufgabe der Jubil\u00e4umsschrift gewesen, die Eindeutigkeit und Ausschlie\u00dflichkeit sowie die bleibende und universale G\u00fcltigkeit des \u201esolus Christus\u201c dem Leser des 21. Jahrhunderts zu vermitteln. Es ist sicher legitim, dass die Verfasser die Zweifel und Bedenken unserer Zeit zur Sprache bringen: \u201eAber ist diese Exklusivit\u00e4t Jesu Christi nicht anma\u00dfend? Wie kann man so auftreten und andere religi\u00f6se Gr\u00fcnde f\u00fcr ein heilvolles Leben bestreiten? Heute, in der Situation des religi\u00f6sen Pluralismus, scheint eine derartige Position arrogant und ausgrenzend zu sein.\u201c<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> Doch anstatt diese Fragen nun im Sinne der Reformation mit dem \u201esolus Christus\u201c zu beantworten, er\u00f6ffnen sich dem Leser unter der Hand pl\u00f6tzlich Wege an Christus vorbei. Der Christ m\u00f6ge zwar auch weiterhin in der Vielstimmigkeit einer \u201emultireligi\u00f6sen Gesellschaft\u201c sein Bekenntnis vertreten und seine \u201eEigent\u00fcmlichkeiten\u201c nicht verbergen, aber er solle im interreligi\u00f6sen Dialog den Glauben des anderen nicht abwerten oder f\u00fcr unwahr erkl\u00e4ren.<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> Denn \u201eso wie f\u00fcr den Christen das Geh\u00f6ren zu Christus der einzige Trost im Leben und im Sterben ist, so ja auch f\u00fcr den Anh\u00e4nger der anderen Religion sein spezifischer Glaube.\u201c<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch deutlicher hat es der Ratsvorsitzende der EKD Nikolaus Schneider auf dem Kirchentag in Dresden 2011 zum Ausdruck gebracht: \u201eDie Religionen m\u00fcssen sich von dem Gedanken verabschieden, die Wahrheit allein zu besitzen. Gott ist immer gr\u00f6\u00dfer als unsere Wahrheitserkenntnis.\u201d Offensichtlich vertritt die EKD 500 Jahre nach dem Thesenanschlag von 1517 die Ansicht, dass es neben Christus auch andere Wahrheiten geben k\u00f6nne, die dem Menschen \u201eder einzige Trost im Leben und im Sterben\u201c sind. Damit hat man das \u201esolus Christus\u201c entkernt. Geblieben ist ein Lippenbekenntnis. Dass eine solche Kirche keine missionarische Sto\u00dfkraft entwickeln kann, versteht sich von selbst. Es ist ersch\u00fctternd, dass die evangelische Kirche in ihrer Schrift zum Reformationsjubil\u00e4um den Millionen von Muslimen und Anh\u00e4ngern anderer Religionen in unserem Land nicht mehr anzubieten hat als einen blutleeren interreligi\u00f6sen Dialog.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiterhin f\u00e4llt auf, dass wesentliche Aspekte des reformatorischen Bekenntnisses zu Jesus Christus gar nicht erw\u00e4hnt werden. Die Reformatoren glaubten und lehrten in Artikel 3 des Augsburger Bekenntnisses, \u201edass Gott, der Sohn Mensch geworden ist, geboren aus der reinen Jungfrau Maria, und dass die zwei Naturen, die g\u00f6ttliche und die menschliche, also in Einer Person untrennbar vereinigt ist, ein Christus sind, der wahrer Gott und wahrer Mensch ist.\u201c<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a> Das unfassbare Wunder, dass in Jesus Christus tats\u00e4chlich der einzigartige und pr\u00e4existente Gottessohn, in dem die ganze F\u00fclle der Gottheit leibhaftig vorhanden ist, auf die Erde kommt und von einer Jungfrau geboren wird, wird ausgeklammert. Das Bekenntnis zur Jungfrauengeburt war f\u00fcr die Reformatoren eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Sie ist zudem ein wesentlicher Aspekt des \u201esolus Christus\u201c, denn allein von Christus kann gesagt werden, dass er ohne S\u00fcnde war, weil er eben nicht in der Linie Adams steht. Darum kann auch nur Christus der Erl\u00f6ser sein, der eben nicht f\u00fcr die eigene, sondern f\u00fcr unsere Schuld am Kreuz stirbt. Dieser wesentliche Zusammenhang von g\u00f6ttlicher Natur, von Jungfrauengeburt und Erl\u00f6sung wird heute nicht mehr vertreten. Stattdessen ist man in seinem Glauben einem naturalistischen Weltbild verhaftet: Weil Jungfrauen nicht schwanger werden k\u00f6nnen, kann auch Jesus nicht von einer Jungfrau geboren worden sein. Die Jubil\u00e4umsschrift schweigt dazu. Doch das Schweigen findet seine publikumswirksame Kommentierung durch die Botschafterin des Lutherjubil\u00e4ums Margot K\u00e4\u00dfmann, Mitglied der ad-hoc-Kommission f\u00fcr die Jubil\u00e4umsschrift, wenn sie gegen\u00fcber dem Spiegel sagt: \u201eDa bin ich ganz Theologin des 21. Jahrhunderts. Ich glaube, dass Maria eine junge Frau war, die Gott vollkommen vertraut hat. Aber dass sie im medizinischen Sinne Jungfrau war, das glaube ich nicht.\u201c<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.\u00a0\u00a0 Die Unterschlagung des S\u00fchnopfers Christi<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.1\u00a0\u00a0 Was ist S\u00fcnde?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sprechen wir vom S\u00fchnetod Christi, dann muss gekl\u00e4rt werden, was S\u00fcnde ist. Die Verfasser der Jubil\u00e4umsschrift stellen fest, dass man heute nicht mehr gern \u00fcber das Thema S\u00fcnde spricht. S\u00fcnde werde entweder verniedlicht oder es komme zu einer moralischen Engf\u00fchrung.<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a> Die Pointe des reformatorischen S\u00fcndenbegriffs sei, dass alle Menschen in der gleichen Weise S\u00fcnder seien. In der Verk\u00fcndigung m\u00fcsse die S\u00fcnde als Grundstruktur des Menschen vermittelt werden: \u201eWenn der Mensch sich nicht lieben l\u00e4sst, dreht er sich in einem fort um sich selbst. Er ist in sich selbst verkr\u00fcmmt (incurvatus in se ipsum)\u201c<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a>. Es ist sicher richtig, dass die Reformatoren die S\u00fcndhaftigkeit aller Menschen in Folge der Erbs\u00fcnde betonten. Allerdings beschr\u00e4nkte sich ihr Verst\u00e4ndnis von S\u00fcnde nicht auf ein \u201eDrehen um sich selbst\u201c. Sehr viel klarer und sch\u00e4rfer sahen sie, dass der Mensch \u201evon Mutterleib an voll b\u00f6ser Lust und Neigung\u201c und \u201eohne wahre Gottesfurcht und Glauben\u201c ist. Sie sahen nicht nur die Erbs\u00fcnde aller Menschen, sondern auch die Tats\u00fcnden als willentliche \u00dcbertretung der Gebote und Ordnungen Gottes.<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a> Die Jubil\u00e4umsschrift macht gar nicht erst den Versuch, dem Menschen von heute den Spiegel vorzuhalten und ihn ehrlich \u00fcber seine abgr\u00fcndige Bosheit aufzukl\u00e4ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.2\u00a0\u00a0 Was sind die Folgen der S\u00fcnde?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Positiv zu werten ist, dass die Verfasser der Jubil\u00e4umsschrift das J\u00fcngste Gericht durchaus als zuk\u00fcnftige Realit\u00e4t wahrnehmen. Jeder Mensch m\u00fcsse sich in diesem Gericht f\u00fcr sein \u201eTun und Lassen\u201c verantworten. Das dann folgende Zitat aus dem Heidelberger Katechismus l\u00e4sst an Klarheit nichts zu w\u00fcnschen \u00fcbrig: \u201eWas tr\u00f6stet dich die Wiederkunft Christi, zu richten die Lebenden und die Toten? In aller Tr\u00fcbsal und Verfolgung darf ich mit erhobenem Haupt aus dem Himmel eben den Richter erwarten, der sich zuvor f\u00fcr mich dem Gericht Gottes gestellt und alle Verurteilung von mir genommen hat. Er wird alle seine Feinde, die darum auch meine Feinde sind, in die ewige Verdammnis werfen, mich aber mit allen Auserw\u00e4hlten zu sich in die himmlische Freude und Herrlichkeit nehmen.\u201c<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und doch wird der Leser dar\u00fcber im Unklaren gelassen, inwieweit die Verfasser tats\u00e4chlich die Ansicht der Reformatoren teilen. So liest man an anderer Stelle: \u201eUns ist auch das \u00fcbersteigerte sp\u00e4tmittelalterliche und auch in der reformatorischen Bewegung meistens beibehaltene Bild von Gott als einem Gerichtsherrn, der wie ein absolutistischer Monarch unumschr\u00e4nkt herrscht, tief problematisch geworden.\u201c<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\">[27]<\/a> Diese Einseitigkeit entspreche nicht der Botschaft der Bibel. Aber ist denn der Vorwurf der Einseitigkeit \u00fcberhaupt berechtigt? Nat\u00fcrlich verk\u00fcndigten die Reformatoren Gott als strengen Gerichtsherrn, aber sie kannten denselben Gott auch als liebenden und barmherzigen Vater.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Reformatoren lehrten, dass der Mensch mit seiner S\u00fcnde zu Recht durch den \u201eewigen Gotteszorn verdammt\u201c<a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\">[28]<\/a> wird, wenn er Christus ablehnt. Sie wussten, dass Jesus Christus wiederkommen wird, um \u201eden Gl\u00e4ubigen und Auserw\u00e4hlten ewiges Leben und ewige Freude zu geben, die gottlosen Menschen aber und die Teufel in die H\u00f6lle und zur ewigen Strafe verdammen wird.\u201c<a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\">[29]<\/a> Die Autoren der Jubil\u00e4umsschrift vers\u00e4umen es, mit Nachdruck zu best\u00e4tigen, dass den S\u00fcnder, der nicht an Christus glaubt, ein schreckliches Gericht und ewige Verdammnis erwarten. Stattdessen wird die H\u00f6lle kurzerhand ihrer ewigen Dimension beraubt und ins Diesseits verlegt. Die Angst Luthers vor der H\u00f6lle und die Befreiung von dieser Angst durch die Rechtfertigungsbotschaft werden zwar erw\u00e4hnt, aber in der \u00dcbertragung auf unsere Zeit grundlegend ver\u00e4ndert: \u201eWas kann das f\u00fcr Menschen des 21. Jahrhundert bedeuten, die nicht so sehr von \u00c4ngsten vor einer H\u00f6lle nach dem Tod gepr\u00e4gt sind, sondern eher die H\u00f6lle auf Erden f\u00fcrchten, die Menschen f\u00fcreinander sind.\u201c<a href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\">[30]<\/a> Hier zeigt sich, dass die Autoren in ihrem Bibelverst\u00e4ndnis nicht den Reformatoren folgen, sondern der existentialen Interpretation Rudolf Bultmanns. Nach ihr sollen \u201edie neutestamentlichen Aussagen in einer solchen Weise interpretiert werden, dass der mythische Rahmen wegf\u00e4llt und nur der existentielle Inhalt als etwas Bleibendes festgehalten wird.\u201c<a href=\"#_ftn31\" name=\"_ftnref31\">[31]<\/a> Die H\u00f6lle wird nicht als tats\u00e4chlich existierender Strafort der Gottesferne verstanden, sondern existentiell als Chiffre f\u00fcr das Leid, das Menschen einander antun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es w\u00e4re Aufgabe der Verfasser gewesen, die Folgen der S\u00fcnde und den Zustand des Menschen in gleicher Klarheit darzulegen, wie es Luther im Gro\u00dfen Katechismus tat: \u201eDenn nachdem wir geschaffen waren und Gutes aller Art von Gott dem Vater empfangen hatten, kam der Teufel und brachte uns Ungehorsam, S\u00fcnde, Tod und alles Ungl\u00fcck, dass wir in Gottes Zorn und Ungnade lagen, zu ewiger Verdammnis verurteilt, wie wir es verschuldet und verdient hatten.\u201c<a href=\"#_ftn32\" name=\"_ftnref32\">[32]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wo bleibt der S\u00fchnetod?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Werden die S\u00fcnde und die Folgen der S\u00fcnde in ihrer Schwere verkannt und untersch\u00e4tzt, hat dies auch Auswirkungen auf das Verst\u00e4ndnis des Kreuzes. Die Verfasser der Jubil\u00e4umsschrift meinen, dass das Leiden und Sterben nicht so verstanden werden d\u00fcrfe, \u201eals habe Christus ein Verdienst vor Gott erworben, das Gott dann dazu n\u00f6tige, die Menschen anzunehmen, oder als m\u00fcsse Gott durch Christus erst gn\u00e4dig gestimmt werden. Dass Gott den Menschen allein aus Gnade rechtfertigt, besagt, dass die Gnade Gottes schon der Ausl\u00f6ser f\u00fcr die Rechtfertigung durch Christus ist. Christi Leben und Sterben bewirken keinen Gesinnungswandel in Gott, der durch ein wie auch immer zu verstehendes Opfer milde gestimmt werden m\u00fcsste. Gott selbst hat in Christus am Kreuz gehandelt. Er selbst wollte den Menschen gn\u00e4dig sein. Deshalb hat er sich in Christus auf das Leben, Leiden und Sterben der Menschen eingelassen. Er hat die Menschen vom Tod und von ihrer Schuld befreit.\u201c<a href=\"#_ftn33\" name=\"_ftnref33\">[33]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verfasser der Jubil\u00e4umschrift zeigen mit Ihrer Interpretation des Kreuzes, dass ihnen die im Neuen Testament gr\u00fcndende reformatorische Lehre vom stellvertretenden S\u00fchnetod Christi fremd ist. Mit dem dritten Artikel des Augsburger Bekenntnisses bekennen wir, dass Jesus Christus, \u201eein Opfer nicht allein f\u00fcr die Erbs\u00fcnde, sondern auch f\u00fcr alle anderen S\u00fcnden war und Gottes Zorn vers\u00f6hnte.\u201c<a href=\"#_ftn34\" name=\"_ftnref34\">[34]<\/a> Gottes Zorn \u00fcber die S\u00fcnde verlangt den Tod des S\u00fcnders (R\u00f6m 6,23). Als Jesus Christus am Kreuz starb, stellte er sich unter das Zorngericht Gottes \u00fcber die S\u00fcnde. Doch er bezahlte nicht f\u00fcr seine S\u00fcnde, da er selbst ohne S\u00fcnde war, sondern f\u00fcr unsere S\u00fcnde (Hebr 4,15; 1 Petr 2,22). Jesu Leiden und Sterben geschah stellvertretend f\u00fcr uns. Aus Liebe zu uns s\u00fchnte er unsere Schuld und bezahlte daf\u00fcr mit seinem kostbaren Blut (1 Petr 1,19). Im Gro\u00dfen Katechismus hei\u00dft es: Jesus Christus hat \u201egelitten, ist gestorben und begraben worden, um f\u00fcr mich genugzutun und zu bezahlen, was ich verschuldet habe, nicht mit Silber oder Gold, sondern mit seinem eigenen Blute, und dies alles dazu, dass er mein Herr w\u00fcrde, denn nichts von dem allem hat er f\u00fcr sich selbst getan oder bedurft.\u201c<a href=\"#_ftn35\" name=\"_ftnref35\">[35]<\/a> Wer diese frohe Botschaft glaubt, steht nicht l\u00e4nger unter dem Zorn, sondern unter der Gnade Gottes (Joh 3,36). Er ist mit Gott vers\u00f6hnt (2 Kor 5,19).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hinter der Aussage, Gott habe sich \u201ein Christus auf das Leben, Leiden und Sterben der Menschen eingelassen\u201c, steht eine Theologie, die sich von \u201ejeder Form einer sog. Objektiven Vers\u00f6hnungslehre und damit den Begriffen \u201aOpfer\u2018, \u201aS\u00fchne\u2018 oder \u201aStellvertretung\u2018 in der Dogmatik\u201c<a href=\"#_ftn36\" name=\"_ftnref36\">[36]<\/a> verabschiedet hat. Die von den Reformatoren vertretene Lehre von der Stellvertretung wird stattdessen durch den Gedanken der Solidarisierung ersetzt, wonach \u201eJesus sich zu den S\u00fcndern stellt und mit ihnen die Auswirkungen der S\u00fcnde erleidet.\u201c<a href=\"#_ftn37\" name=\"_ftnref37\">[37]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das von der Jubil\u00e4umsschrift vertretene Verst\u00e4ndnis des Leidens und Sterbens Christi deckt sich weitgehend mit dem des jetzigen Ratsvorsitzenden der EKD. Als Pr\u00e4ses der Evangelischen Kirche im Rheinland hatte Nikolaus Schneider in einem Interview der evangelischen Monatszeitschrift Chrismon auf die Frage, ob Gott ein S\u00fchnopfer brauche, geantwortet: \u201eGott braucht es tats\u00e4chlich nicht.\u201d<a href=\"#_ftn38\" name=\"_ftnref38\"><sup><sup>[38]<\/sup><\/sup><\/a> Weiterhin meinte Schneider, Jesus sei \u201enicht im Sinne einer stellvertretenden \u00dcbernahme von Strafe\u201d<a href=\"#_ftn39\" name=\"_ftnref39\"><sup><sup>[39]<\/sup><\/sup><\/a> f\u00fcr uns Menschen gestorben. Er sei statt dessen der Ansicht, Jesus \u201eteile mit seinem Leiden und Sterben menschliche Leidens- und Todeserfahrungen\u201d<a href=\"#_ftn40\" name=\"_ftnref40\"><sup><sup>[40]<\/sup><\/sup><\/a>, das Kreuz zeuge \u201evon seiner [n\u00e4mlich Gottes] Liebe, nicht von seinem Zorn.\u201d Ganz \u00e4hnlich wird der Zorn Gottes in der Jubil\u00e4umsschrift, zu der Nikolaus Schneider das Geleitwort schrieb, unterschlagen, und der S\u00fchnecharakter des Kreuzestodes wird durch eine Teilhabe Christi an unseren Leidens- und Todeserfahrungen ersetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.\u00a0\u00a0<\/strong> <strong>Der fehlende Ewigkeitshorizont <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als die damalige Ratsvorsitzende der EKD Margot K\u00e4\u00dfmann von der FAZ in einem Interview \u00fcber ihre Zukunft gefragt wurde und wohin ihr Weg f\u00fchre, war das eigentlich eine Steilvorlage, um den Lesern eine T\u00fcr zur Ewigkeit aufzutun und den Weg aufzuzeigen, auf dem der Mensch dort hingelangen kann. Die ern\u00fcchternde Antwort lautete: \u201ezur Pensionsgrenze.\u201c<a href=\"#_ftn41\" name=\"_ftnref41\">[41]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sicher kann Margot K\u00e4\u00dfmann auch anders sprechen, und doch begegnet einem diese starke Diesseitsverhaftung auch in der Jubil\u00e4umsschrift \u201eRechtfertigung und Freiheit\u201c. So hei\u00dft es zum Abschluss des Kapitels \u201eKernpunkte reformatorischer Theologie\u201c: \u201eEvangelisches Christsein ist gepr\u00e4gt von der Rechtfertigung allein durch den Glauben, ohne Werke. Dieser Glaube l\u00e4sst Gott Gott sein. Und er dr\u00fcckt sich aus, indem die Welt mit \u201eguten Werken\u201c gestaltet wird zur Ehre Gottes: Soli deo Gloria.\u201c<a href=\"#_ftn42\" name=\"_ftnref42\">[42]<\/a> Nat\u00fcrlich stimmt es, dass der reformatorische Glaube auch zum \u201ediakonischen Handeln\u201c und zum \u201egesellschaftlichen Engagement\u201c f\u00fchrt. Doch gerade die Frage der \u201eguten Werke\u201c war ja eine Frage nach der Ewigkeit. Kann der Mensch sich durch \u201egute Werke\u201c Gottes Gnade und damit den Zugang zum Himmel verdienen? Die Reformatoren lehnten dies ab. Allein der Glaube an Christus macht uns gerecht vor Gott und wird uns so zur T\u00fcr ins Himmelreich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Reformatoren hatten ein Verst\u00e4ndnis von Rechtfertigung, das auf die Ewigkeit hin bezogen war. Das Rechtfertigungsverst\u00e4ndnis der Autoren der Jubil\u00e4umsschrift ist viel st\u00e4rker diesseitsbezogen; der Ewigkeitshorizont kommt kaum zum Tragen. Gerade den Menschen unserer Zeit, die durch den Materialismus und ein rein naturalistisches Weltverst\u00e4ndnis so notvoll im Diesseits gefangen sind, h\u00e4tten die Verfasser mit dieser Schrift die weit ge\u00f6ffnete T\u00fcr zum Himmel zeigen m\u00fcssen. Rechtfertigung bringt Freiheit: Freiheit von S\u00fcnde, Freiheit vom Tod, Freiheit von ewiger Verdammnis, Freiheit in ewiger Gemeinschaft mit Gott \u2013 himmlische Freiheit. Wer durch den Glauben an Christus gerechtfertigt ist, der darf mit den Reformatoren bekennen, \u201edass unser Herr Jesus Christus am J\u00fcngsten Tag kommen wird, um zu richten und alle Toten aufzuerwecken, den Gl\u00e4ubigen und Auserw\u00e4hlten ewiges Leben und ewige Freude zu geben.\u201c<a href=\"#_ftn43\" name=\"_ftnref43\">[43]<\/a><\/p>\n<p><strong>5.\u00a0\u00a0 Fazit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Abkehr vom reformatorischen Schriftverst\u00e4ndnis, der Preisgabe des solus Christus, der Unterschlagung des S\u00fchnopfertodes Christi und der Vernachl\u00e4ssigung des Ewigkeitshorizontes verraten die Autoren des Grundlagentextes \u201eRechtfertigung und Freiheit\u201c das Erbe der Reformation. In seiner Beurteilung des EKD-Textes erinnert Reinhard Slenczka an das Anliegen der Reformatoren, mit dem Augsburger Bekenntnis von 1530 die Deformationen in Lehre und Leben der Kirche zu beseitigen. Die Verfasser tun das Gegenteil. Sie geben die Schriftgrundlage explizit preis, \u201eum auf diese Weise alle kirchenamtlichen Fehlentscheidungen gegen Schrift und Bekenntnis zu rechtfertigen und Publikum zu gewinnen, indem Forderungen der Gesellschaft erf\u00fcllt und religi\u00f6se Bed\u00fcrfnisse befriedigt werden.\u201c<a href=\"#_ftn44\" name=\"_ftnref44\">[44]<\/a> Bleibt die EKD weiterhin beharrlich auf diesem Irrweg, muss das 500. Reformationsjubil\u00e4um abgesagt werden. Ein Grund zum Feiern gibt es erst, wenn man die schweren Verirrungen auf dogmatischer und ethischer Ebene der letzten Jahrzehnte erkennt als Schuld bekennt und sich wieder bedingungslos zu Christus und seinem Wort bekehrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Johann Hesse, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Gemeindehilfsbundes<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: Aufbruch &#8211; Informationen des Gemeindehilfsbundes, II\/2014<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der Aufbruch erscheint 2-3 x j\u00e4hrlich und kann \u00fcber die Gesch\u00e4ftsstelle des Gemeindehilfsbundes (05161\/911330; <a href=\"mailto:info@gemeindehilfsbund.de\">info@gemeindehilfsbund.de<\/a>) kostenlos bezogen werden.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>_________________________________<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Unser Glaube, Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche, 3. Auflage, G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 1991, S. 774.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Rechtfertigung und Freiheit. 500 Jahre Reformation 2017. Ein Grundlagentext des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 2014, S. 78.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Ebenda.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Ebenda, S. 84.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Ebenda, S. 85.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Ebenda.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Paul Althaus, Die Theologie Martin Luthers, 2. durchges. Auflage, G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 1963, S. 74.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Ebenda.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Landesbischof Ralf Meister, Vortrag bei der AMD-Delegiertenversammlung, 20. Mai 2014 im Geistlichen R\u00fcstzentrum Krelingen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Ebenda.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Ebenda.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Martin Luther, WA B, 2,282.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Rechtfertigung und Freiheit. 500 Jahre Reformation 2017. Ein Grundlagentext des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 2014, S. 34 -37.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Ebenda, S. 79.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Unser Glaube, Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche, 3. Auflage, G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 1991, S. 694.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Martin Luther, WA Br 1,329.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Unser Glaube, Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche, 3. Auflage, G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 1991, S. 686.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Rechtfertigung und Freiheit. 500 Jahre Reformation 2017. Ein Grundlagentext des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 2014, S. 51-52.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Ebenda, S. 58.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Ebenda.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Unser Glaube, Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche, 3. Auflage, G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 1991, S. 61.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Der Spiegel, Im Gespr\u00e4ch: Dort sind alle Tr\u00e4nen abgewischt, Ausgabe 30\/2013 vom 22.7.2013<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Rechtfertigung und Freiheit. 500 Jahre Reformation 2017. Ein Grundlagentext des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 2014, S. 66.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Ebenda, S. 67.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Unser Glaube, Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche, 3. Auflage, G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 1991, S. 61.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> Rechtfertigung und Freiheit. 500 Jahre Reformation 2017. Ein Grundlagentext des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 2014, S. 69.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> Ebenda, S. 26.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> Unser Glaube, Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche, 3. Auflage, G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 1991, S. 60.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> Ebenda, S. 72.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a> Rechtfertigung und Freiheit. 500 Jahre Reformation 2017. Ein Grundlagentext des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 2014, S. 28.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31]<\/a> Bengt H\u00e4gglund, Geschichte der Theologie \u2013 Ein Abri\u00df, 3. Auflage, G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 1997, S. 322.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a> Unser Glaube, Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche, 3. Auflage, G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 1991, S. 685.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref33\" name=\"_ftn33\">[33]<\/a> Rechtfertigung und Freiheit. 500 Jahre Reformation 2017. Ein Grundlagentext des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 2014, S. 62.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref34\" name=\"_ftn34\">[34]<\/a> Ebenda, S. 61.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref35\" name=\"_ftn35\">[35]<\/a> Unser Glaube, Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche, 3. Auflage, G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 1991, S. 686.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref36\" name=\"_ftn36\">[36]<\/a> Wilfried H\u00e4rle, Dogmatik, S. 324, zitiert in: Bernhard Kaiser, Christus-Glaube-Rechtfertigung. Perspektiven reformatorischer Theologie, VTR, N\u00fcrnberg 2012, S. 100.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref37\" name=\"_ftn37\">[37]<\/a> Bernhard Kaiser, Christus-Glaube-Rechtfertigung. Perspektiven reformatorischer Theologie, VTR, N\u00fcrnberg 2012, S. 101.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref38\" name=\"_ftn38\"><sup><sup>[38]<\/sup><\/sup><\/a> Pr\u00e4ses Nikolaus Schneider, Chrismon plus Rheinland, 04\/2009, S. 46.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref39\" name=\"_ftn39\"><sup><sup>[39]<\/sup><\/sup><\/a> Ebenda, S. 44.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref40\" name=\"_ftn40\"><sup><sup>[40]<\/sup><\/sup><\/a> Ebenda.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref41\" name=\"_ftn41\">[41]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.faz.net\">www.faz.net<\/a> vom 18.12.2009.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref42\" name=\"_ftn42\">[42]<\/a> Rechtfertigung und Freiheit. 500 Jahre Reformation 2017. Ein Grundlagentext des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 2014, S. 93.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref43\" name=\"_ftn43\">[43]<\/a> Unser Glaube, Die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche, 3. Auflage, G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 1991, S. 72.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref44\" name=\"_ftn44\">[44]<\/a> Reinhard Slenczka, Das Unverst\u00e4ndnis von Rechtfertigung in der Kirche der Reformation. Dogmatische Bemerkungen zu dem \u201eGrundlagentext des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland\u201c vom Mai 2014, in: Informationsbrief der Bekenntnisbewegung \u201eKein anderes Evangelium\u201c, Nr. 287, August 2014, S. 14.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Stellungnahme zur EKD-Schrift \u201eRechtfertigung und Freiheit\u201c Im Mai dieses Jahres ver\u00f6ffentlichte die EKD die Schrift \u201eRechtfertigung und Freiheit. 500 Jahre Reformation 2017. Ein Grundlagentext des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)\u201c. 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