{"id":11442,"date":"2014-10-09T13:50:38","date_gmt":"2014-10-09T11:50:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11442"},"modified":"2014-10-09T17:43:32","modified_gmt":"2014-10-09T15:43:32","slug":"bericht-ueber-den-sbi-tag-der-saechsischen-bekenntnis-initiative-in-chemnitz-am-4-oktober-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11442","title":{"rendered":"Bericht \u00fcber den SBI-Tag der S\u00e4chsischen Bekenntnis-Initiative in Chemnitz am 4. Oktober 2014"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Am 4. Oktober d. J. fand in der Lutherkirche Chemnitz eine Versammlung der S\u00e4chsischen Bekenntnis-Initiative (SBI) statt. Ich hatte mich entschlossen, an ihr teilzunehmen. Deswegen reiste ich von Heidelberg nach Chemnitz. Warum? &#8211; Antwort: Weil ich auf Grund verschiedener Berichte den Eindruck gewonnen hatte, dass in Sachsen etwas Besonderes los sei. Der Fall Lutz Scheufler gab mir besonders zu denken. Sein Verhalten erscheint mir vorbildlich. In Sachsen hat sich eine Art innerkirchlicher Opposition gebildet, die sich auf Schrift und Bekenntnis beruft. Auch in anderen Landeskirchen ist das mehr oder weniger der Fall. Aber wie mir scheint, ist man in Sachsen vornedran.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Thema der Versammlung: \u201eAm Ende des Gespr\u00e4chs &#8211; Was nun?\u201c Seit nunmehr zwei Jahren befinden sich SBI und Kirchenleitung in einem \u201eGespr\u00e4chsprozess\u201c. Wor\u00fcber wurde miteinander gesprochen? &#8211; \u00dcber Verlautbarungen und Beschl\u00fcsse, die nach Meinung der SBI eindeutig schrift- und bekenntniswidrig sind. Wer seine Bibel kennt, kann ihnen darin nur zustimmen. Der \u201eGespr\u00e4chsprozess\u201c ist nunmehr an sein Ende gelangt. Und es stellt sich unweigerlich die Frage: \u201eWas nun?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Klartext: Ist eine Weggemeinschaft zwischen SBI und Kirchenleitung noch m\u00f6glich? Wollen nicht beide Unvereinbares? Wenn die einen nach links wollen und die anderen nach rechts, was bleibt dann anderes \u00fcbrig als Trennung? Diese Frage stand im Raum, blieb aber stumm. Nur einmal h\u00f6rte ich das Wort \u201eTrennung\u201c aussprechen. Ein Vertreter der Kirchenleitung sagte: \u201eEine Trennung w\u00fcrde wenig bringen.\u201c Das ist jedoch fraglich. Ist sie nicht unvermeidlich?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun zum Programm des Treffens. Angek\u00fcndigt wurden ein Referat von Hartmut Steeb, dem Generalsekret\u00e4r der Deutschen Evangelischen Allianz. Titel: \u201eZeit zum Aufstehen &#8211; wohin die Reise gehen muss\u201c &#8211; zur Situation in Deutschland und Auswirkungen auf Sachsen. Steeb wies daraufhin, dass Deutschland, einst das Land der Reformation und der Erweckung, heute Missionsland sei, und die Kirche entschlossen bei ihrem Auftrag bleiben m\u00fcsse. Ihr Auftrag ist es, die Vers\u00f6hnungsbotschaft an alle Menschen auszurichten. Was mir besonders zu denken gab: Steeb zitierte die Aussage der Apostel: \u201eWir k\u00f6nnen es ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und geh\u00f6rt haben\u201c (Apg 4,20). Er merkte dazu an: \u201e Das Problem ist, dass wir es k\u00f6nnen.\u201c In der Tat ist das ein \u201eProblem\u201c, anders gesagt: eine geistliche Schw\u00e4che. Denken wir an Paulus! Er schreibt: \u201eWehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predige!\u201c (1 Kor 9,16) Der Apostel spricht in diesem Zusammenhang von einer N\u00f6tigung. Er kann nicht anders.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir m\u00fcssen beten, dass es uns nicht anders gehe. M\u00fcssen um die \u201eKraft aus der H\u00f6he\u201c bitten, dass wir in Stand gesetzt werden, das Evangelium zu verk\u00fcndigen, n\u00e4mlich dass Christus, der Sohn Gottes, f\u00fcr alle Menschen am Kreuz gestorben ist, damit sie zu Gott in das ewige Leben kommen. Was f\u00fcr alle geschehen ist, muss allen bekanntgegeben werden. Das ist ein g\u00f6ttliches Werk. Darum muss gebeten werden. Steeb wies darauf hin, dass die erste Christenheit sozusagen eine einzige Gebetsbewegung war. Ohne Gebet geht es nicht, kann die Botschaft, die wir der Welt schulden, nicht ausgerichtet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der zweite umfangreiche Redebeitrag kam von Martin Reakes-Williams, dem Pfarrer der anglikanischen Gemeinde in Leipzig. Er bekundete die Ansicht, dass die anglikanische Kirche \u201eevangeliumstauglich\u201c werden m\u00fcsse. Nicht nur sie! Dazu sei es notwendig, dass au\u00dfer dem akademischen Weg der Ausbildung andere M\u00f6glichkeiten der Zur\u00fcstung zum geistlichen Amt ins Auge gefasst werden. Besonders ist mir seine Erinnerung an den Propheten Elia im Ged\u00e4chtnis geblieben. Der Prophet distanzierte sich von Israel, dem Gottesvolk, das nicht entschlossen Gottesvolk sein wollte, sondern \u201eauf beiden Seiten\u201c hinkte, Verehrung des Herrn mit dem Kult des Baal zu verbinden suchte, ein untauglicher Versuch. Obadja blieb im Lande und versorgte hundert Propheten des Herrn. So sorgte er zu seinem Teil daf\u00fcr, dass das Wort des Herrn in Israel auch in Zukunft verk\u00fcndet werde. Reakes-Williams hob in seiner Rede hervor: Was Gott damals gesagt hat, das sagt er auch heute. Sein Wort unterliegt nicht dem Wandel der Zeiten. Gott bleibt sich treu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem Vortrag von Reakes-Williams folgte die \u201eInfostunde\u201c, in welcher vieles \u00fcber den zu Ende gegangenen \u201eGespr\u00e4chsprozess\u201c zu h\u00f6ren war. Dieser wurde zum Teil \u201eerlitten\u201c (Pfr. Dr. Carsten Renzing), da die Uneinigkeit kaum zu \u00fcberwinden ist. Es wurde dennoch um den Weg der Landeskirche gerungen. Vom Vertreter der Kirchenleitung wurde begr\u00fc\u00dft, dass der \u201eGespr\u00e4chsprozess\u201c ein intensives Bem\u00fchen um das rechte Verst\u00e4ndnis der Schrift mit sich gebracht h\u00e4tte. Offenkundig war ihm das Dennoch-beieinander-bleiben ein Herzensanliegen. Er \u00e4u\u00dferte die schon erw\u00e4hnte Meinung: \u201eEine Trennung w\u00fcrde wenig bringen.\u201c Nichtsdestoweniger wurde deutlich, dass Kirchenleitung und SBI (samt allen durch sie vertretenen Christen) in verschiedene Richtungen streben, dass sie auseinanderstreben. Schlicht gesagt: Man ist in Wahrheit nicht beieinander. Die bibel- und bekenntnisorientierten Glieder der Landeskirche sind mit den Beschl\u00fcssen und Verlautbarungen der Kirchenleitung nicht einverstanden, k\u00f6nnen es auch nicht. Sie erwarten von den Vertretern der Landeskirche die Treue gegen\u00fcber Schrift und Bekenntnis &#8211; und vermissen sie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was will im Unterschied zur SBI die Kirchenleitung? &#8211; Allem Anschein nach geht es ihr darum, mit der Welt, die sich gewandelt hat, z. B. was die Einstellung zur Homosexualit\u00e4t betrifft, sich sozusagen zu arrangieren. Das f\u00fchrte zur \u00d6ffnung der Pfarrh\u00e4user f\u00fcr eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften. Die Spaltung war unvermeidlich. Wer immer etwas Schrift- und Bekenntniswidriges lehrt oder beschlie\u00dft, richtet Spaltung an &#8211; und verliert den Anspruch auf Gefolgschaft, mag er auch von noch so vielen Gliedern der Landeskirche gew\u00e4hlt worden sein. Die Spaltung kann nur beseitigt werden, wenn die Kirchenleitung die anst\u00f6\u00dfigen Beschl\u00fcsse zur\u00fccknimmt. Sie hat ja gesehen, was sie durch sie bewirkt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Grunde genommen geht es zwischen SBI und Kirchenleitung um das Verst\u00e4ndnis der Bibel. Was haben wir an der Bibel? Gottes Wort oder ein hervorragendes Dokument der Religionsgeschichte? Was halten wir von Aussagen des berufenen Apostels Paulus zum Thema Homosexualit\u00e4t? &#8211; \u201eZeitlich bedingt und \u00fcberholt\u201c? &#8211; Oder das bleibend g\u00fcltige Wort Gottes durch seinen berufenen Boten? &#8211; Da gibt es kein Sowohl-als-auch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sollten uns &#8211; darin den Reformatoren folgend &#8211; klar machen, dass die Briefe des Apostels an uns nicht weniger gerichtet sind als an die Christen in Galatien, Korinth und Rom. Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich zu der \u201eInfostunde\u201c sagen: Es steht eine schwerwiegende Entscheidung an. Da bedarf es der Klarsicht und des Beistandes des Heiligen Geistes. Beieinander bleiben ja, aber nicht um jeden Preis. Es gibt auch Trennungen um Christi und des Evangeliums willen (Joh 7,43; 9,16).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In seiner Predigt am Abend dieses Tages hielt uns Theo Lehmann vor, dass Christus niemals bereit war, Menschen \u201eHonig ums Maul zu schmieren\u201c. Dies f\u00fchrte er in einer Betrachtung des Verhaltens Christi in Joh. 6 aus. Christus fordert den Glauben an sich. Viele empfinden dies als eine \u201eharte\u201c Rede. \u201eWer kann sie h\u00f6ren?\u201c (Joh 6,60) Und sie wenden sich ab und folgen ihm nicht mehr. Dennoch macht Christus keine Konzessionen. Bem\u00fcht sich nicht, sie zu halten, indem er etwas redet, was ihnen gefallen k\u00f6nnte. Nicht anders sein Bote Paulus, der von sich sagte: \u201eWenn ich noch Menschen zu Gefallen redete, w\u00e4re ich Christi Diener nicht\u201c (Gal 1,10). Theo Lehmann zeigte dies an dem Verhalten des Paulus gegen\u00fcber dem Statthalter Felix, der den gefangenen Apostel kommen lie\u00df, um sich \u00fcber den christlichen Glauben unterrichten zu lassen. Eine missionarische Chance, die es zu nutzen gilt. Aber nicht mit Hilfe von Schmeicheleien. Und so spricht denn Paulus zu Felix in Gegenwart von dessen Frau Drusilla, einer \u201enotorischen\u201c Ehebrecherin, von Gerechtigkeit, Enthaltsamkeit und dem zuk\u00fcnftigen Gericht (Apg 24,25). Die Folge dieser Predigt war nicht die Bekehrung des Felix und seiner Frau, sondern Erschrecken &#8211; und der Aufschub. \u201eZu gelegener Zeit will ich dich wieder rufen lassen.\u201c Aber wird noch einmal eine \u201egelegene Zeit\u201c kommen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Bedacht hatte Theo Lehmann \u00fcber das kompromisslose Sprechen Christi und seines Boten an diesem Abend gesprochen. Das kam deutlich zum Ausdruck, als er sagte: \u201eIch sehne mich nach Bisch\u00f6fen, die entschlossen und r\u00fcckhaltlos zur biblischen Wahrheit stehen.\u201c &#8211; Der Predigt folgte wie in allen Gottesdiensten der evangelisch-lutherischen Kirche Sachsens das Heilige Abendmahl.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Soviel zu der dritten Versammlung der SBI. Demn\u00e4chst soll ein Abschlussbericht \u00fcber den \u201eGespr\u00e4chsprozess\u201c verfasst und im Fr\u00fchjahr der Synode vorgelegt werden. Wir d\u00fcrfen gespannt sein, was sich in der s\u00e4chsischen Landeskirche noch tun wird. Sachsen ist Lutherland. Und ich frage mich im Stillen, ob es in Folge dessen &#8211; man erlaube mir den scherzhaften Ausdruck &#8211; dort mehr luthert als anderswo. Aber Spa\u00df beiseite: Was haben wir n\u00f6tiger als die Erinnerung an den Reformator und sein entschlossenes Festhalten am geschriebenen Wort Gottes? Dies war ihm wichtiger als die Wahrung einer Einheit, die nur dem Scheine nach bestand. Abschlie\u00dfen m\u00f6chte ich meinen Bericht mit der Parole des Reformators: \u201e Das Wort sie sollen lassen stan!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrende Gedanken<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pfarrer Falk Klemm hat im Chemnitzer Appell darauf hingewiesen, dass durch die Verlautbarungen und Beschl\u00fcsse der Kirchenleitung \u201eaktive Glieder und Mitarbeiter frustriert und in ihrem Glauben verunsichert wurden\u201c. Das gilt es geh\u00f6rig zu bedenken. Eine Kirchenleitung verunsichert Christen in ihrem Glauben! \u201eDie Auswirkungen sind in unseren Kirchgemeinden und Werken schmerzlich sp\u00fcrbar\u201c- hei\u00dft es des Weiteren. Die SBI ist darauf aus, im Glauben zu best\u00e4rken, die Kirchenleitung hingegen nimmt um ihres Kurses willen, eines Kurses der Anpassung an den Zeitgeist, Glaubensverunsicherung in Kauf. Sie wurde durch den Chemnitzer Appell dazu aufgefordert, ihren Kurs zu korrigieren und sich um eine entschieden gr\u00f6\u00dfere N\u00e4he zur Schrift und den Bekenntnissen zu bem\u00fchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber wie gilt es sich zu verhalten, wenn die Kirchenleitung dieser durchaus berechtigten Forderung nicht entspricht, sondern ihren Kurs beibeh\u00e4lt? Vielleicht ist ihr nicht deutlich genug erkl\u00e4rt worden, dass die SBI samt allen Glaubenden, die durch sie vertreten werden, sich gen\u00f6tigt s\u00e4he, sich von der Kirchenleitung zu trennen und einen von ihr unabh\u00e4ngigen Weg zu beschreiten, wenn die Kirchenleitung nicht bereit w\u00e4re, ihre eindeutig schrift- und bekenntniswidrigen Beschl\u00fcsse und Verlautbarungen zur\u00fcckzunehmen. Wie gesagt, das gesch\u00e4he nicht zum ersten Male in der Geschichte der Kirche. Wir bed\u00fcrfen der Erinnerung an die Reformation und den Kirchenkampf. Was sich zur Zeit ereignet, ist ein Kirchenkampf. Es sei an dieser Stelle an das Wort des ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden Hermann Dietzfelbinger erinnert. \u201eWenn nicht alles t\u00e4uscht, so stehen wir heute in einem Glaubenskampf, einem Kirchenkampf, gegen\u00fcber dem der Kirchenkampf des Dritten Reiches ein Vorhutgefecht war. Das Unheimliche daran ist, dass dieser heutige Kampf vielfach kaum erkannt, zu allermeist verharmlost wird und unter Tarnworten wie \u201aPluralismus\u2018 voranschreitet.\u201c Das sagte er 1971 in einem Rechenschaftsbericht vor der EKD-Synode.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die s\u00e4chsische Kirchenleitung muss sich vollkommen dar\u00fcber im Klaren sein, worauf sie es ankommen l\u00e4sst, wenn sie ihren Kurs der Anpassung beibeh\u00e4lt. Es gibt einen Punkt, wo es hei\u00dft: \u201eBis hierher und nicht weiter!\u201c Wir werden auch gut daran tun, uns zu erinnern, was Paulus im ersten Kapitel des Galaterbriefes geschrieben hat: \u201eWenn jemand euch ein Evangelium predigt, anders als ihr es empfangen habt, der sei verflucht\u201c (Gal 1,9). Das ist ein deutliches, ein hartes Wort, aber ein notwendiges. Zwischen denen, die dem Evangelium Gottes von Jesus Christus, seinem eingeborenen Sohn, der sich zu unserer Rettung dahingegeben hat, glauben und denen, die es nicht glauben oder f\u00e4lschen, kann es keine Kirchengemeinschaft geben. Das hat der Apostel an dieser Stelle ein f\u00fcr alle Mal mit aller Deutlichkeit ausgesprochen. \u00dcberhaupt sollten wir uns angesichts der verunsichernd wirkenden Situation dar\u00fcber klar werden, was wir insbesondere an den Briefen des Paulus haben. Waren sie doch von \u00fcberragender Bedeutung f\u00fcr die Reformation. Und Reformation ist heute nicht weniger notwendig als damals. Haben wir es doch weithin mit einer Kirche der Deformation zu tun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da wagt es ein Landesbischof vor einer Versammlung gl\u00e4ubiger Christen zu behaupten, die Bibel sei ein \u201eganz normales St\u00fcck Literatur\u201c und damit m\u00fcssten wir \u201eernst machen\u201c (Aufbruch, September 2014, S.2). Womit wir ernst machen m\u00fcssen, ist etwas ganz anderes, n\u00e4mlich mit der Heiligkeit der Schrift und den Bekenntnissen der Reformation. Da hei\u00dft es z. B. in Art. 28 des Augsburger Bekenntnisses: Wenn die Bisch\u00f6fe etwas gegen die Heilige Schrift oder das Evangelium lehren, anordnen, sollen wir ihnen nicht folgen. Wie sieht dieses Nicht-Folgen aus? &#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da trifft es sich gut, dass wir in dieser Frage nicht allein auf unsere \u00dcberlegungen angewiesen sind. In den USA und in Finnland ist etwas geschehen, was uns als Vorbild und Ermutigung dienen kann. Ich zitiere aus dem Bericht in ideaSpektrum 34\/35.2014: \u201eAus Protest gegen die Entscheidungen der Evangelisch-Lutherischen Kirche Amerikas (ELCA), ihren Pfarrern gleichgeschlechtliche Partnerschaften zuzugestehen und Homosexuelle zu segnen, trennten sie (gemeint: bekennende evangelische Christen) sich von ihrer Kirche, riefen die Nordamerikanische Lutherische Kirche aus und w\u00e4hlten Paull Spring&#8230;zum Bischof.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Warum nicht auch in Deutschland, &#8211; dem Land der Reformation? Ich empfehle, sich \u00fcber dieses Geschehen anhand des genannten Artikels zu informieren. Er tr\u00e4gt die \u00dcberschrift: \u201eUSA: Eine erfolgreiche Spaltung\u201c. Ich h\u00e4tte ihn stattdessen mit den Worten \u00fcberschrieben: \u201eGesegnete Trennung\u201c. Aber nicht nur in den USA, sondern auch in Europa, n\u00e4mlich in Finnland hat sich etwas derselben Art zugetragen. Dort wurde ein \u201eEvangelisch-lutherisches Missionsbistum\u201c gegr\u00fcndet, eine von der Staatskirche unabh\u00e4ngige, an Schrift und Bekenntnis gebundene Kirche. Die Gr\u00fcndung erfolgte am 16. M\u00e4rz 2013. Der Bischof dieser Kirche hei\u00dft Risto Soramies. Er wird, &#8211; so Gott will -, auf dem Kongress des Gemeindehilfsbundes \u201eDie Gemeinde in der Zerrei\u00dfprobe zwischen Nachfolge und Verweltlichung\u201c in Zavelstein am 27.-29. M\u00e4rz 2015 sprechen. Da kann ich nur sagen, und das sage ich insbesondere allen von der S\u00e4chsischen Bekenntnis-Initiative: \u201eKommet zuhauf!\u201c und lasst euch ermutigen, lasst euch den neuen, von Gott gewiesenen Weg beschreiben, betrachtet einen solchen Mann, einen wahren Bischof, als einen von Gott geschenkten Lehrer. Wir bed\u00fcrfen des Gespr\u00e4ches mit solchen Kirchenvertretern wie dem Bischof des \u201eEvangelisch-lutherischen Missionsbistums in Finnland\u201c. Das sind die rechten Gespr\u00e4chspartner, denen es nicht um die Anpassung an den Zeitgeist geht, sondern um den von Gott gebotenen Weg (vgl. <a href=\"http:\/\/www.gemeindehilfsbund.de\/mitteilungsblatt-qaufbruchq.html\">Aufbruch, Informationen des Gemeindehilfsbundes, September 2014, S.9<\/a>).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pfarrer Thomas B\u00f6lling, Heidelberg<br \/>\n9.10.2014<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.bekenntnisinitiative.de\"><em>www.bekenntnisinitiative.de<\/em><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 4. Oktober d. J. fand in der Lutherkirche Chemnitz eine Versammlung der S\u00e4chsischen Bekenntnis-Initiative (SBI) statt. Ich hatte mich entschlossen, an ihr teilzunehmen. Deswegen reiste ich von Heidelberg nach Chemnitz. Warum? &#8211; Antwort: Weil ich auf Grund verschiedener Berichte den Eindruck gewonnen hatte, dass in Sachsen etwas Besonderes los sei. Der Fall Lutz Scheufler [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":475,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11,13],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11442"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/475"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11442"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11442\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11449,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11442\/revisions\/11449"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11442"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11442"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11442"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}