{"id":1131,"date":"2009-07-17T19:04:47","date_gmt":"2009-07-17T17:04:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1131"},"modified":"2009-09-01T14:34:48","modified_gmt":"2009-09-01T12:34:48","slug":"1131","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1131","title":{"rendered":"Antidiskriminierung: Wo liegen die Grenzen f\u00fcr Christen?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Antidiskriminierung: Wo liegen die Grenzen f\u00fcr Christen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das lateinische Wort diskriminieren hei\u00dft unterscheiden, trennen. So definiert noch Meyers 20-b\u00e4ndiges Konversationslexikon von 1905-1908 den Begriff. Erst aufgrund der Erfahrungen mit der Rassenideologie der Nationalsozialisten wurde das Wort zur Keule im Streit um die humane Gesellschaft. Wo diese Keule ins Spiel kommt, wird es schwer, sachlich rational zu unterscheiden zwischen dem, was dem Leben der Menschen dient und dem, was es gef\u00e4hrdet. <!--more-->\u201eDiskriminierung ist zu einem beladenen Begriff geworden. Er ist mittlerweile Synonym f\u00fcr die unterschiedliche Bewertung von Menschen aufgrund ihrer rassischen Merkmale und hat damit eine sehr viel weitreichendere Bedeutung erlangt. Allem Anschein nach d\u00fcrfen wir eigentlich \u00fcber nichts mehr ein Werturteil aussprechen, weil dem jetzt der Ruch anhaftet, letztlich auch nur eine Form von Rassismus zu sein. Wir haben gelernt, da\u00df nicht nur menschliche Individuen h\u00fcbsch egalit\u00e4r Seit an Seit zu stehen haben, sondern auch Kulturen und kulturelle Ausdrucksformen gleichrangig sind. Aber ist nicht Diskriminierung in ihrer urspr\u00fcnglichen, nicht rassistischen Bedeutung der Anfang aller Kultur? Unterscheiden. Hierarchien aufstellen. Wertesysteme entwerfen. Wenn alles gleichrangig geworden ist, wenn alles auf gleicher H\u00f6he oder Tiefe nebeneinander existiert, ist alles gleich sch\u00f6n oder gleich h\u00e4\u00dflich, und alles wird zu einer Frage individuellen Geschmacks. Und wenn alle Kulturen gleichrangig sind, \u201aist Kannibalismus eine Frage des Geschmacks\u2019, so der amerikanische Philosoph Leo Strauss.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Kontext, den der niederl\u00e4ndische Schriftsteller Leon de Winter beschreibt, ist das Antidiskriminierungsgesetz der rot-gr\u00fcnen Koalition zu pr\u00fcfen, das am 21. Januar in erster Lesung im Deutschen Bundestag beraten wurde. Zugleich stellt sich die Frage, was es f\u00fcr Christen bedeutet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3 Fallbeispiele<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Wohngruppe geistig Behinderter macht einen Ausflug und m\u00f6chte in einem Restaurant zu Abend essen. Am Eingang werden die Menschen abgewiesen, obwohl im Restaurant gen\u00fcgend Pl\u00e4tze frei sind. Es ist deutlich: Der Inhaber will seinen \u00fcbrigen G\u00e4sten den Anblick nicht zumuten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Transvestit, der w\u00e4hnt, in seinem m\u00e4nnlichen Leib wohne eine weibliche Seele, bewirbt sich um eine freie Stelle in einem gro\u00dfen Kaufhaus. Seit kurzem zieht er Kleider, R\u00f6cke und Blusen an, geht auf hochhackigen Schuhen und schminkt sich gekonnt. Deshalb hat sein voriger Arbeitgeber ihn entlassen, obwohl er ihm f\u00fcr seine Arbeit als Verk\u00e4ufer ein gutes Zeugnis ausstellen mu\u00dfte. Seine Bewerbung wird abgewiesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Schweden wurde ein evangelischer Pastor zu einer Gef\u00e4ngnisstrafe verurteilt, weil er \u2013 der Bibel verpflichtet \u2013 auf der Kanzel genital gelebte Homosexualit\u00e4t S\u00fcnde, Perversion und \u201eschreckliches Krebsgeschw\u00fcr im K\u00f6rper der Gesellschaft\u201c genannt hat, dies jedoch nicht ohne den Ton auf Gottes heilende Gnade zu legen und zu Respekt gegen\u00fcber Homosexuellen zu mahnen. Obwohl er also offenbar Person und Sache unterschied, hat er \u2013 so sah es das zust\u00e4ndige Gericht \u2013 Menschen mit homosexueller Orientierung diskriminiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Professorin f\u00fcr Strafrecht an der Universit\u00e4t Stockholm, Madeleine Lejonhufvud, ist der Ansicht, da\u00df man sich nicht schuldig mache, solange man entsprechende Bibeltexte als historische Dokumente zitiere. Die Grenze zum Vergehen beginne dort, wo die biblische Sichtweise f\u00fcr heute als g\u00fcltig erkl\u00e4rt werde. In dieser Weise \u00e4u\u00dferte sich auch Justizkanzler G\u00f6ren Lambertz. Ein Problem entstehe nur, wenn ein Prediger behaupte, die Gebote der Bibel w\u00e4ren f\u00fcr das heutige Leben verbindlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Gesetz der Rot-Gr\u00fcnen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Gesetzentwurf hei\u00dft es: \u201eZiel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gr\u00fcnden der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identit\u00e4t zu verhindern oder zu beseitigen.\u201c Wichtige Wirkr\u00e4ume des Gesetzes sind das Arbeits- und das Mietrecht. Die Beweislast wird umgedreht: Wer das plausible Gef\u00fchl hat, er sei aufgrund der Gesetzesmerkmale benachteiligt, kann klagen, und der Arbeitgeber oder Vermieter hat zu beweisen, da\u00df er nicht diskriminierte. L\u00e4\u00dft sich der Beweis nicht antreten, wird ein abschreckender Schadenersatz f\u00e4llig. Die \u00dcberwachung der Wirksamkeit \u00fcbernehmen eine Antidiskriminierungsstelle des Bundes und ein vielf\u00e4ltiges Netzwerk von Antidiskriminierungsverb\u00e4nden, denen in Vertretung der mutma\u00dflich oder vermeintlich Diskriminierten das Klagerecht verliehen wird. Ihnen w\u00e4chst ein erhebliches Drohpotential zu, und das ist offenbar beabsichtigt. Ein erster \u00dcberblick zeigt: Das Gesetz, das in viele Bereiche der privaten Vertragsgestaltung hineinreicht, wirkt an wichtigen Stellen schwammig. Sind Rasse, ethnische Herkunft, Geschlecht in gewisser Weise definierbare Eigenschaften, so ist dies bei der sogenannten \u201esexuellen Identit\u00e4t\u201c keineswegs der Fall. Der Begriff steht f\u00fcr ein buntes Durcheinander, das von Schwulen und Lesben bis zu Transvestiten reicht und Abnormit\u00e4ten verschiedensten Grades umfa\u00dft: Zum Beispiel den Mann, der sich Scheide und Busen bauen l\u00e4\u00dft, weil er sich als Frau empfindet; den Sadomasochisten, den P\u00e4dophilen und manches dazwischen. Der Begriff der \u201esexuellen Identit\u00e4t\u201c l\u00e4\u00dft v\u00f6llig au\u00dfer Acht, da\u00df es unter den sexuellen Orientierungen der verschiedenen Minderheiten Mischformen und eine erhebliche Durchl\u00e4ssigkeit gibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Tendenz totalit\u00e4r, aber politisch korrekt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Begriff \u201eDiskriminierung\u201c ist zu einer scharfen Waffe des Minderheitenschutzes geworden: Niemand darf benachteiligt oder in seiner Menschenw\u00fcrde herabgesetzt werden. Dieser Grundsatz wird jetzt bis in den Bereich der Mietvertr\u00e4ge gerichtsverwertbar durchbuchstabiert. Ein unter Juristen kursierender Witz zeigt, was hier auf dem Spiel steht: \u201eEin Farbiger, ein T\u00fcrke, ein Homosexueller, ein Behinderter und eine Familie mit drei Kindern bewerben sich um eine Wohnung. Wen darf der Vermieter ablehnen, ohne gegen das Antidiskriminierungsgesetz zu versto\u00dfen? Antwort: Nur die Familie mit den Kindern.\u201c Das Gesetz bietet die M\u00f6glichkeit, den Wunsch vieler B\u00fcrger nach vertrauten, homogenen Wohnverh\u00e4ltnissen in Mietsh\u00e4usern zu vergewaltigen. Die von der Justizministerin ausgenommene Einlieger-Wohnung im selbst genutzten Haus ist keine davor sch\u00fctzende Grenze. Der Arbeitgeber wird in Zukunft zu beweisen haben, da\u00df er den Roma, den Mitbewerber arabischer Herkunft oder den Transvestiten nicht benachteiligt hat, wenn er den freien Arbeitsplatz einem deutschen \u201eNormalb\u00fcrger\u201c gibt. Wohlhabende Eltern, die f\u00fcr ihr Kind nichtsahnend einen p\u00e4dophilen Klavierlehrer mit Vertrag einstellen, werden den Vertrag nicht k\u00fcndigen k\u00f6nnen, solange der P\u00e4dophile sich nichts zu Schulden kommen l\u00e4\u00dft. Auch die p\u00e4dophile Orientierung steht \u2013 folgt man dem Wortlaut des Gesetzes &#8211; unter dem Schutz der \u201esexuellen Identit\u00e4t\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist eine raffinierte Konstruktion, da\u00df dieses Gesetz nicht strafrechtlich bewaffnet, sondern zivilrechtlich scharf gemacht daher kommt. Es mag sein, da\u00df man diesem Entwurf im parlamentarischen Proze\u00df den einen oder anderen Bei\u00dfzahn noch zieht, die Gefahren lauern im Geist, aus dem dieses Gesetz entstand, und in der quasireligi\u00f6sen Inbrunst, mit der manche Interessenvertreter versuchen werden, seine Durchsetzung zu erzwingen. Dieses Gesetz k\u00f6nnte gef\u00e4hrlicher f\u00fcr eine freie Gesellschaft werden als jede Gen-Datenbank in Polizistenhand, weil hier Werte-Vorstellungen bis in den privaten Lebensbereich des Individuums hinein gerichtsverantwortlich und sanktionsbewehrt normiert werden \u2013 dies taktisch klug nicht auf dem Weg des Strafrechts, sondern des kostentr\u00e4chtigen Zivilrechts. Das, was hier beabsichtigt ist, erinnert in gewisser Weise an den Schwulenparagraphen 175 unseligen Angedenkens, diesmal nur anders herum. Die legitimen Bed\u00fcrfnisse der Mehrheit, n\u00e4mlich eigenverantwortlich zu bestimmen, wie viel Fremdes und Anderes sie an sich herankommen lassen wollen, werden der Dynamik einer ideologisch dynamisierten Minderheitenf\u00f6rderung geopfert. Die Rechte, die Antidiskriminierungsverb\u00e4nde gewinnen, lassen in Zukunft Inquisitionstribunale und Hexenjagden im Namen einer diffusen Toleranzideologie bef\u00fcrchten, die im Namen menschlicher Freiheit antritt und in unmenschlicher Stasi-Mentalit\u00e4t verendet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Antidiskriminierung im Wertekonflikt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Menschenw\u00fcrde, die nach dem Grundgesetz zu Recht unantastbar ist, hat ihren geheiligten Ursprung im Glauben, da\u00df der Mensch Gottes Bild tr\u00e4gt. Er ist Gottes Ikone. Gott selbst wurde Mensch im Stall von Bethlehem. Die von Gott verliehene W\u00fcrde k\u00f6nnen Menschen selbst Massenm\u00f6rdern wie Mao, Pol Pot oder Hitler nicht entziehen. Gerade deshalb m\u00fcssen wir zwischen der W\u00fcrde eines Menschen und den von ihm gelebten Werten unterscheiden. Und das f\u00fchrt unausweichlich in Wertekonflikte, denn Werte sind in s\u00e4kularen Gesellschaften nicht sakrosankt, sondern umstritten. Sowohl Diskriminierung wie auch Antidiskriminierung sind in Werten verwurzelt. Der Rassenwahn der Nationalsozialisten war Ausdruck eines Wertesystems, dessen Perversit\u00e4t entsetzliche Folgen zeitigte. Wache Christen widersprachen dem Rassenwahn Hitlers, weil sie durch ihr biblisch normiertes Wertesystem in jedem Menschen Gottes Ikone sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist unausweichlich und dient dem Leben zu diskriminieren, n\u00e4mlich zu unterscheiden. Auch in unserer Gesellschaft wird diskriminiert. Man unterscheidet Rechtsradikale von Linksextremisten, Fundamentalisten von liberalen B\u00fcrgern, W\u00e4hler von Nichtw\u00e4hlern. Wo man unterscheidet, wird in der Regel nicht nur wertneutral differenziert, sondern aufgrund von Werten mehr oder weniger diskriminiert, n\u00e4mlich gewertet. Die Diskriminierung junger Neo-Nazis aus der Skinhead-Szene, die in den Medien verbal auf das Merkmal \u201eGlatzen\u201c fixiert und ver\u00e4chtlich gemacht werden, gilt als ein der gesellschaftlichen Sauberkeit verpflichteter Reinigungsakt. Diskriminieren ist offenbar deshalb unvermeidlich, weil Unterscheiden in den Dimensionen ethisch-sozialen Lebens immer Wertma\u00dfst\u00e4be voraussetzt. Die Kultur des Kannibalen, der aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden seinen Feind verspeiste, war von einem christlichen Menschenbild her nie zu achten, sein Wertesystem nie zu respektieren. Aber zugleich gilt: Auch die W\u00fcrde des Kannibalen, dessen Kultur ich abwertend diskriminiere, ist unantastbar. Wir m\u00fcssen also differenzierend w\u00fcrdigen und werten. Auch das im Namen der Menschlichkeit entworfene Antidiskriminierungsgesetz ruft einen Wertekonflikt hervor, dem die Tendenz eignet, die Gesellschaft zu spalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das, was bei diskriminierenden Wertungen geschieht, ist komplex. Und nicht selten verschr\u00e4nken sich konfliktbehaftet Wertesysteme. Im Wertekonflikt gilt es zu unterscheiden zwischen Diffamierung und Diskriminierung. Wo Politiker oder Journalisten den Fundamentalismusbegriff beispielsweise undifferenziert sowohl auf terroristische Islamisten wie auf konservative Christen anwenden, da diffamieren sie die Christen, denn kein Christ sprengt sich selbst im Namen Jesu Christi in die Luft, und das mit dem perversen Ziel, auf dem Weg in den Himmel m\u00f6glichst viele Menschen zu vernichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Unausweichlich: Christlicher Glaube diskriminiert<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus hat den christlichen Glauben als Kontrastprogramm zur gottlosen Wirklichkeit entworfen und die Gemeinde der Glaubenden als Kontrastgesellschaft mit nicht selten kontrastierenden Werten gestaltet. Er hat Gott und Satan, Herrschaft Gottes und Reich der D\u00e4monen unterschieden und Menschen aus der Macht der Finsternis ans Licht gerufen. Er hat Umkehr von falschen Werten und Wegen gefordert, zum Beispiel als er die Ehescheidung widernat\u00fcrlich nannte. Die aus seinem Kontrastprogramm resultierenden Konflikte haben Jesus ans Kreuz und seine J\u00fcnger in Konflikte gebracht, die das Leben kosten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sollte das Antidiskriminierungsgesetz in der Entwurfsfassung geltendes Recht werden, wird es auch Christen treffen, deren Werte und Lebensstil die Bibel pr\u00e4gt. Da\u00df ein Hotelbesitzer zwei homosexuellen Lebenspartnern ein Zimmer f\u00fcr einen Urlaubsaufenthalt verweigert, kann durchaus ein Akt des christlichen Bekennens sein, n\u00e4mlich gepr\u00e4gt durch die biblische \u00dcberzeugung, da\u00df gelebte Homosexualit\u00e4t S\u00fcnde ist. Das biblisch gebundene Gewissen des Hoteliers k\u00f6nnte ihn zwingen, ein christliches Zeichen zu setzen gegen das, was man die Homosexualisierung der Gesellschaft genannt hat. Oder es ist keineswegs abwegig, da\u00df ein Christ sich aus Glauben entscheidet, sein Grundst\u00fcck nicht einer Gruppe von Muslimen zu verkaufen, die darauf eine missionarische Fatih-Moschee errichten wollen, um von deren Minarett die Gr\u00f6\u00dfe Allahs zu r\u00fchmen. Christen, die der Bibel verpflichtet glauben, werden dies Gesetz in dem Ma\u00df erleiden, in dem es sich in der Gesellschaft durchsetzt. Christlicher Glaube und humanistische Zivilreligiosit\u00e4t geraten unter dem Anspruch des ersten Gebots erneut in Konflikte, denen sie nicht ausweichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verurteilung des schwedischen Pastors und der Fall Buttiglione sind erste Vorzeichen daf\u00fcr, da\u00df diejenigen, die zur Zeit die ver\u00f6ffentlichte Meinung beherrschen, die Lebens- und Pr\u00e4gekraft des authentischen christlichen Glaubens minimalisieren und die Gesellschaft unter die Knute ihrer politisch korrekten Zivilreligiosit\u00e4t zwingen wollen. Der kolumbianische Philosoph Nicolas Gomez Davila hat scharfsinnig gezeigt, da\u00df der s\u00e4kularen Demokratie die Tendenz innewohnt, sich in eine Religion zu verwandeln, deren Gott der Mensch ist, und dieser \u201eKleinb\u00fcrger\u201c duldet keine anderen G\u00f6tter neben sich. Hier ist Einmischen im Namen Gottes Christenpflicht. Und es wird sich zeigen, ob auch Christen im Konflikt in den \u00f6ffentlich-rechtlich geordneten Kirchen Asylr\u00e4ume finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Aus: Kirchliche Sammlung<br \/>\nHerausgeber: Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche e.V. 27. Jahrgang \/ Nr. 1\/2005\/ Februar 2005<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antidiskriminierung: Wo liegen die Grenzen f\u00fcr Christen? Das lateinische Wort diskriminieren hei\u00dft unterscheiden, trennen. So definiert noch Meyers 20-b\u00e4ndiges Konversationslexikon von 1905-1908 den Begriff. 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