{"id":11302,"date":"2014-09-14T21:36:25","date_gmt":"2014-09-14T19:36:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11302"},"modified":"2014-09-15T13:53:51","modified_gmt":"2014-09-15T11:53:51","slug":"das-maerchen-vom-aufwaertstrend-der-geburtenrate","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11302","title":{"rendered":"Das M\u00e4rchen vom Aufw\u00e4rtstrend der Geburtenrate"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Bev\u00f6lkerungsabteilung der Vereinten Nationen macht seit Jahrzehnten in nahezu allen L\u00e4ndern der Welt immer die gleiche Beobachtung: Die Geburtenrate eines Landes ist um so niedriger, je h\u00f6her der Entwicklungsstand ist und je rascher Wirtschaft und Gesellschaft sich weiterentwickeln. <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[1]<\/a>\u00a0 Doch in verschiedenen, international vergleichenden Studien wird die These vertreten, dass der paradoxe gegenl\u00e4ufige Zusammenhang in den weitaus meisten L\u00e4ndern der Welt zwar nach wie vor besteht, dass aber neuerdings in einer kleinen Gruppe hochentwickelter L\u00e4nder wie Deutschland das demographisch- \u00f6konomische Paradoxon nicht mehr gilt und durch den umgekehrten Zusammenhang abgel\u00f6st wurde: In diesen L\u00e4ndern ist die Geburtenrate, so die These, nicht mehr um so kleiner, sondern um so gr\u00f6\u00dfer, je h\u00f6her das erreichte wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungsniveau des Landes ist.<!--more-->\u00a0\u00a0 In diesen Studien wird der Entwicklungsstand eines Landes mit dem so genannten \u201e<em>Human Development Index<\/em>\u201c (HDI) gemessen. Der HDI ist ein aus \u00f6konomischen und gesellschaftlichen Kennziffern zusammengesetztes Ma\u00df, mit dem das Entwicklungsniveau eines Landes auf einer Skala von Null (= wenig entwickelt) bis eins (= hochentwickelt) ausgedr\u00fcckt wird. Die These lautet: Die Geburtenrate sei in Deutschland und in einigen anderen L\u00e4ndern seit kurzem angestiegen, verursacht durch den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt, der im Anstieg des HDI zum Ausdruck kommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0 Als Ma\u00df f\u00fcr die Geburtenrate wird die Total Fertility Rate (TFR) herangezogen. Dabei ist den betreffenden Autoren bewu\u00dft, dass die TFR, wie oben erl\u00e4utert (Abschnitt 3.2), als Ma\u00df f\u00fcr die Geburtenrate eines Landes wenig geeignet ist, weil in ihr neben den schon geborenen und damit registrierbaren auch die noch nicht geborenen, aber in den kommenden Jahren zu erwartenden Geburten der in dem entsprechenden Kalenderjahr noch j\u00fcngeren Frauen ber\u00fccksichtigt werden, was nur durch eine Prognose bewerkstelligt werden kann. Die diesbez\u00fcglichen Prognosen der Statistischen \u00c4mter st\u00fctzen sich meistens auf die Annahme, dass die noch j\u00fcngeren Frauen die gleichen altersspezifischen Geburtenziffern haben werden wie die jetzt schon bekannten der \u00e4lteren Frauenjahrg\u00e4nge. Die Statistischen \u00c4mter stellen bei der Messung der TFR also nicht nur fest, wie viele Geburten tats\u00e4chlich registriert wurden, sondern sie nehmen mit der Me\u00dfmethode der TFR einen Teil der Geburten prognostisch vorweg. Dabei ist die Qualit\u00e4t der Prognose wie immer identisch mit der Qualit\u00e4t der Annahmen, auf der sie beruht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Von manchen Anwendern der TFR wird behauptet, die Kinderzahl pro Frau in Deutschland sei in Wahrheit h\u00f6her als es vom Statistischen Bundesamt in den amtlichen Zahlen der TFR angezeigt wird, und zwar aus zwei Gr\u00fcnden: Erstens habe sich das mittlere Geb\u00e4ralter von Jahrgang zu Jahrgang auf ein h\u00f6heres Lebensalter verschoben, deshalb k\u00f6nnten zweitens die aufgeschobenen Geburten in der TFR noch nicht ber\u00fccksichtigt worden sein. Grund: Die TFR beziehe sich immer auf ein bestimmtes Kalenderjahr, in dem die noch nicht Geborenen naturgem\u00e4\u00df nicht registriert werden k\u00f6nnen. Nach dieser These w\u00fcrden die auf eine sp\u00e4tere Lebensphase aufgeschobenen Geburten, wenn die entsprechenden Kinder dann zur Welt kommen, die TFR und die Geburtenzahl wieder ansteigen lassen (so genannter \u201eTiming-Effekt\u201c, s. Abschnitt 3.2).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der erste Grund trifft zweifellos zu &#8211; die Verschiebungen des mittleren Geb\u00e4ralters von fr\u00fcher unter 25 Jahren auf heute \u00fcber 30 wurden auch von den Demographen in Deutschland und vom Statistischen Bundesamt seit Jahrzehnten detailliert analysiert und in zahllosen Untersuchungen publiziert. Aber der zweite Grund ist falsch, denn die aufgeschobenen Geburten lassen sich bei den Berechnungen der TFR, die ja \u00fcber das jeweilige Kalenderjahr hinausreichende Geburtenprognosen enthalten, durchaus prognostisch ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zu diesem in der deutschen Fachdemographie seit langem breit diskutierten Sachverhalt l\u00e4sst sich r\u00fcckblickend und zusammenfassend feststellen: W\u00e4re die These richtig, dass die Geburtenrate durch die aufschiebende Geburtenplanung in Wahrheit h\u00f6her ist als von der TFR angezeigt, h\u00e4tte die TFR schon lange wieder zunehmen m\u00fcssen, denn das mittlere Geb\u00e4ralter steigt in Deutschland schon seit Jahrzehnten kontinuierlich an. Die Kinder, deren Geburt beispielsweise im Jahr 1980 von den damals 25j\u00e4hrigen Frauen aufgeschoben wurde, h\u00e4tten sp\u00e4testens 10 bis 20 Jahre sp\u00e4ter, also im Zeitraum 1990 bis 2000 zur Welt kommen und einen Anstieg der TFR bewirken m\u00fcssen. Ein solcher Anstieg war jedoch nicht zu beobachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0 Im subjektiven Empfinden der Frauen (und M\u00e4nner) sind die Geburten vielleicht nur aufgeschoben. Aber nicht alle aufgeschobenen Ziele werden sp\u00e4ter verwirklicht, deshalb ist ein mehr oder weniger gro\u00dfer Teil der geplanten Geburten in Wirklichkeit nicht nur aufgeschoben, sondern aufgehoben. Das Statistische Bundesamt hat hierzu eine spezielle Untersuchung durchgef\u00fchrt und festgestellt, dass<em> mindestens<\/em> <em>40 Prozent<\/em> der aufgeschobenen Geburten sp\u00e4ter <em>nicht <\/em>nachgeholt wurden.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die tats\u00e4chlichen Zahlen der TFR zeigen f\u00fcr Deutschland seit Jahrzehnten keinerlei Anstieg, auch nicht in j\u00fcngster Zeit. Vielmehr bewegte sich die TFR in der fr\u00fcheren Bundesrepublik seit 1975 bis heute in dem relativ engen Intervall zwischen 1,2 und 1,4 Lebendgeborenen pro Frau. In der fr\u00fcheren DDR verlief die Entwicklung bis 1972 parallel zu der im Wersten, danach stieg die TFR durch die geburtenf\u00f6rdernde Politik in der DDR von 1972 bis 1980 auf rd. 1,8, gefolgt von einem stetigen R\u00fcckgang in den 80iger Jahren, bis sie im Jahr 1994 ein historisches Minimum von 0,78 erreichte. Von diesem Minimum aus stieg die Geburtenrate allm\u00e4hlichen auf ein Niveau, das seit 2008 das Niveau in den alten Bundesl\u00e4ndern leicht \u00fcberschreitet, weil viele der gut qualifizierten jungen Frauen, die wenig oder gar keine Kinder planten, aus beruflichen Gr\u00fcnden in den Westen zogen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Fazit: In ganz Deutschland schwankte die TFR zwischen 1,5 im Jahr der Wiedervereinigung und 1,2 im Jahr 1994. Die Bandbreite dieser Schwankungen ist eng, so dass die Behauptung eines Anstiegs der TFR durch die Daten der Amtlichen Statistik klar widerlegt wird (s. Schaubilder 6 und 11).<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Birg-Bild-Nr.-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft  wp-image-11310\" src=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Birg-Bild-Nr.-1-1024x768.png\" alt=\"Birg Bild Nr. 1\" width=\"358\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Birg-Bild-Nr.-1-1024x768.png 1024w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Birg-Bild-Nr.-1-300x225.png 300w\" sizes=\"(max-width: 358px) 100vw, 358px\" \/><\/a> In den kommenden Jahren ab 2014 k\u00f6nnte sich vielleicht ein geringer Anstieg der Geburtenrate als Folge des Ausbaus der Einrichtungen zur Kinderbetreuung oder wegen der Revision der Daten durch die Volksz\u00e4hlung von 2011 ergeben, aber dies h\u00e4tte dann nichts zu tun mit der hier diskutierten These, die den <em>davor<\/em> liegenden Zeitraum betrifft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mit dieser Feststellung k\u00f6nnte man es eigentlich bewenden lassen, denn der Anstieg der TFR in Deutschland existiert \u00fcberhaupt nicht. Und weil er nicht existiert, kann er auch nicht mit dem Anstieg des HDI erkl\u00e4rt werden. Weil aber die These einer Trendwende der Geburtenrate au\u00dfer f\u00fcr Deutschland auch f\u00fcr andere L\u00e4nder vertreten und von Politik und Medien unkritisch verbreitet wird, unverst\u00e4ndlicherweise auch vom Max-Planck-Institut f\u00fcr demografische Forschung<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>, sollen die daf\u00fcr ins Feld gef\u00fchrten Argumente wegen der allgemeinen Bedeutung des Sachverhalts auf ihre Stichhaltigkeit \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wenn ein Argument nicht zutrifft, sind auch die aus ihm abgeleiteten Schlussfolgerungen falsch, und zwar unabh\u00e4ngig davon, um welches Land es geht. In Deutschland wurden nach dem Zweiten Weltkrieg bei einem damals wesentlich niedrigeren Wert des HDI deutlich mehr Kinder geboren als heute: 1946 waren es 922 Tsd., im Jahr 2012 noch rund 674 Tsd. Der st\u00e4ndige R\u00fcckgang der absoluten Geburtenzahl beruht nicht auf einem R\u00fcckgang der Kinderzahl <em>pro Frau<\/em>, sondern darauf, dass die Kinderzahl pro Frau (TFR) praktisch konstant blieb, denn die Kombination einer alternden Bev\u00f6lkerung mit einer konstanten TFR f\u00fchrt mit mathematischer Notwendigkeit zu sinkenden absoluten Geburtenzahlen. Weil sich die Alterung der Gesellschaft bis \u00fcber die Jahrhundertmitte kontinuierlich fortsetzen wird, kann sich am Abw\u00e4rtstrend der Geburtenzahl auch in den kommenden Jahrzehnten nichts \u00e4ndern, es sei denn, da\u00df die TFR auf 1,6 Lebendgeborenen je Frau oder mehr zunimmt und gleichzeitig mehr als 100 Tsd. Menschen pro Jahr (netto) einwandern, deren Kinderzahl pro Frau immer schon \u00fcber dem Niveau von 1,6 lag. Aber was k\u00f6nnte \u00fcberhaupt daf\u00fcr sprechen, da\u00df die TFR der deutschen Bev\u00f6lkerung nach jahrzehntelanger Stagnation wieder ansteigt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der j\u00e4hrliche R\u00fcckgang der Geburtenzahlen wurde im Jahr 2007 durch einen kurzfristigen Anstieg unterbrochen. Die Zunahme von 2006 auf 2007 k\u00f6nnte vielleicht zum Teil etwas mit dem allgemeinen Stimmungshoch im Jahr der Fu\u00dfballweltmeisterschaft (2006) zu tun haben. In der damaligen Euphorie k\u00f6nnten einige der ohnehin geplanten Geburten vorgezogen worden sein. F\u00fcr diese Interpretation spricht der anschlie\u00dfende R\u00fcckgang der Geburtenzahlen in den Jahren 2008 und 2009. Die Abnahme im Jahr 2008 w\u00e4re sogar noch um rund 2000 Lebendgeborene gr\u00f6\u00dfer gewesen, wenn 2008 nicht ein Schaltjahr gewesen w\u00e4re (in Deutschland kommen jeden Tag im Durchschnitt rund 2000 Kinder zur Welt).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mit welchen Argumenten und welcher Theorie wird das nicht existierende Ph\u00e4nomen der Trendwende der Geburtenrate in Deutschland \u00fcberhaupt erkl\u00e4rt? Der nur vor\u00fcbergehende Anstieg der Geburtenzahl im Jahr 2007 l\u00e4\u00dft sich jedenfalls nicht mit der Einf\u00fchrung des Elterngeldes erkl\u00e4ren, denn warum sollte ein durch das Elterngeld entstandener Anstieg von einem Jahr zum n\u00e4chsten wieder in einen starken R\u00fcckgang umschlagen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 In der hier kritisierten These einer Trendwende der Geburtenrate wird der Zusammenhang zwischen der TFR mit dem HDI damit begr\u00fcndet, dass sich die im HDI enthaltenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Faktoren in Deutschland positiv ver\u00e4ndert h\u00e4tten. Zu diesen Faktoren geh\u00f6ren beispielsweise die Verbesserungen des <em>Gesundheitszustands <\/em>der Bev\u00f6lkerung, die steigende Lebenserwartung, ein h\u00f6herer Bildungsstand und der Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens. Aber warum sollte eine Verbesserung des Gesundheitszustandes die Geburtenrate \u00fcberhaupt erh\u00f6hen? Dieser Faktor spielte in Deutschland in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts und im 19. und 18. Jahrhundert eine Rolle, als die Geburtenrate noch von der hohen Sterblichkeit der potentiellen M\u00fctter verringert wurde. Im 19. Jahrhundert durchlebten im Gegensatz zu heute bei weitem nicht alle Frauen die Altersspanne des geb\u00e4rf\u00e4higen Alters von 15 bis 50. Im Gegensatz dazu leben heute von 100 geborenen M\u00e4dchen mehr als 97 bis zum Ende des geb\u00e4rf\u00e4higen Alters. Weil heute der R\u00fcckgang der Sterblichkeit kein Faktor mehr ist, der die Geburtenrate erh\u00f6hen k\u00f6nnte, kann auch eine Verbesserung des Gesundheitszustandes einen Anstieg der Geburtenrate nicht erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gegen einen solchen Zusammenhang spricht auch die Tatsache, da\u00df die weitaus meisten Geburten auf die Altersspanne von 25-35 entfallen. In dieser Altersspanne sind Morbidit\u00e4t und Mortalit\u00e4t heute bereits so niedrig, da\u00df eine weitere Abnahme nur noch so minimal sein kann, dass der Einflu\u00df einer solchen Abnahme auf die TFR nicht einmal me\u00dfbar w\u00e4re, vorausgesetzt, da\u00df ein solcher Einflu\u00df \u00fcberhaupt existiert. Wie k\u00f6nnte dann aber eine Verbesserung des Gesundheitszustandes der Bev\u00f6lkerung, noch dazu in einem relativ kurzen Zeitraum der j\u00fcngeren Vergangenheit, die Geburtenrate erh\u00f6hen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ebenso fragw\u00fcrdig ist der behauptete Zusammenhang der TFR mit dem Faktor <em>\u201ePro-Kopf-Einkommen\u201c.<\/em> Die mit zunehmendem Pro-Kopf-Einkommen fallende Kurve der Geburtenrate besteht aus zwei Teilen: Die Kurve f\u00e4llt zun\u00e4chst mit zunehmendem Pro-Kopf-Einkommen steil ab bis zu einem Minimum, um danach mit h\u00f6herem Einkommen wieder leicht anzusteigen. Der Zusammenhang ist nicht neu, er wurde in der Fachliteratur in Deutschland schon vor Jahrzehnten empirisch analysiert. Dabei ist der mit zunehmendem Pro-Kopf-Einkommen stark fallende linke Teil der Kurve l\u00e4nger und steiler als der kurze und flachere zweite Teil, bei dem die Kinderzahl pro Frau mit h\u00f6herem Einkommensniveau wieder leicht zunimmt.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Dieser leichte Anstieg k\u00f6nnte jedoch den behaupteten (gar nicht existenten) Anstieg der TFR in Deutschland schon deshalb nicht erkl\u00e4ren, weil sich die TFR auf alle Bev\u00f6lkerungsgruppen in allen Einkommensklassen bezieht, insbesondere auf die gro\u00dfe Mehrheit der Bev\u00f6lkerung, bei der die Kinderzahl pro Frau mit steigendem Einkommen abnimmt (linker abfallender Teil der Kurve), wie es auch im demographisch-\u00f6konomischen Paradoxon zum Ausdruck kommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Auch die im HDI enthaltene <em>Frauenerwerbsquote<\/em> soll angeblich positiv mit der TFR korreliert sein. Je h\u00f6her die Frauenerwerbsquote, desto h\u00f6her ist angeblich die Geburtenrate. Pr\u00fcft man diese These f\u00fcr Deutschland, indem man f\u00fcr die 439 Stadt- und Landkreise die TFR und die Frauenerwerbsquote berechnet, l\u00e4\u00dft sich \u00fcberhaupt kein Zusammenhang feststellen. W\u00fcrde ein solcher Zusammenhang existieren, w\u00e4re er nach den empirischen Daten eher negativ und nicht positiv. Wegen der Bedeutung dieses Befundes wird darauf in einem eigenen Abschnitt (3.5) gesondert eingegangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Als <em>Fazit<\/em> ergibt sich: Der HDI ist als Erkl\u00e4rungsfaktor f\u00fcr das Niveau der Geburtenrate aus methodischen Gr\u00fcnden nicht geeignet. Auch die angegebenen empirischen Me\u00dfwerte des HDI f\u00fcr Deutschland sind mit Sicherheit nicht haltbar. So hat Deutschland nach der zitierten, in <em>Nature<\/em> ver\u00f6ffentlichten Studie angeblich das selbe niedrige Entwicklungsniveau wie Slowenien und Griechenland !<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wie ist die Stichhaltigkeit der These einer Trendwende der Geburtenrate von einem allgemeinen, logischen Standpunkt aus zu beurteilen? Die These st\u00fctzt sich auf die Ergebnisse einer Querschnittsanalyse, also auf einen Vergleich verschiedener L\u00e4nder in einer bestimmten Periode. Aus Querschnittsanalysen lassen sich jedoch aus logischen Gr\u00fcnden keine Aussagen ableiten, mit denen die behaupteten zeitlichen Ver\u00e4nderungen der TFR, also L\u00e4ngsschnittsaussagen, begr\u00fcndet werden k\u00f6nnten.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Weil die Autoren sich dieser Schwierigkeit bewusst sind, f\u00fchren sie noch eine weitere, von ihnen als L\u00e4ngsschnittsanalyse bezeichnete Betrachtung durch. Es handelt sich dabei jedoch schon deshalb um keine L\u00e4ngsschnittsanalyse, weil daf\u00fcr die TFR verwendet wird, die eine genuine Querschnittsvariable ist. Denn in der TFR wird das unterschiedliche generative Verhalten von 36 verschiedenen Frauenjahrg\u00e4ngen zu einer einzigen Ma\u00dfzahl f\u00fcr ein bestimmtes Kalenderjahr zusammengefa\u00dft. Die TFR ist ein abstraktes, synthetisches Konstrukt, das einen uninterpretierbaren Durchschnitt des Fortpflanzungsverhaltens von 36 verschiedenen, gleichzeitig lebenden Frauenjahrg\u00e4ngen in einer einzigen Zahl auszudr\u00fccken versucht (s. Abschnitt 3.2).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 F\u00fcr den Test der These eines Anstiegs der Geburtenrate m\u00fc\u00dfte statt der TFR die Completed Fertility Rate (CFR) als ein echtes L\u00e4ngsschnittsma\u00df angewendet werden. Auf die CFR wird jedoch in dem in <em>Nature<\/em> ver\u00f6ffentlichten Aufsatz an keiner Stelle hingewiesen, die diesbez\u00fcglichen methodischen Schwierigkeiten werden stillschweigend unter den Teppich gekehrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jeder Frauenjahrgang hat ein eigenes, glockenf\u00f6rmiges Profil der altersspezifischen Geburtenziffern. Zeichnet man die verschiedenen Profile in ein Diagramm ein, ergeben sich Kurven, deren Gipfel umso niedriger ist, je j\u00fcnger der betreffende Frauenjahrgang ist (Schaubild 12).<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Birg-Bild-Nr.-2.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft  wp-image-11312\" src=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Birg-Bild-Nr.-2-1024x768.png\" alt=\"Birg Bild Nr. 2\" width=\"355\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Birg-Bild-Nr.-2-1024x768.png 1024w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Birg-Bild-Nr.-2-300x225.png 300w\" sizes=\"(max-width: 355px) 100vw, 355px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Fl\u00e4che unter einer Kurve bzw. die Summe der altersspezifischen Geburtenraten ist gleich der Kinderzahl pro Frau des betreffenden Jahrgangs. An der \u00c4nderung des Profils l\u00e4sst sich ablesen, ob und wie sich das generative Verhalten ge\u00e4ndert hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ab dem Jahrgang 1955 verlaufen die Kurven f\u00fcr jeden Jahrgang bis zum Alter 30 <em>unter<\/em> der Kurve des jeweils vorangegangenen Jahrgangs. Dies bedeutet, da\u00df auch die Fl\u00e4che unter jeder Kurve bis zum Alter 30 und damit die Geburtenrate von Jahrgang zu Jahrgang abnimmt, falls nicht der Kurvenabschnitt jenseits des Alters 30 so weit <em>\u00fcber<\/em> dem des vorangegangenen Jahrgangs liegt, da\u00df die Abnahme der Fl\u00e4che unterhalb von 30 durch die Zunahme der Fl\u00e4che oberhalb dieses Alters mindestens ausgeglichen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ob dies der Fall ist, l\u00e4sst sich erst sagen, wenn die verschiedenen Jahrg\u00e4nge das Ende des geb\u00e4rf\u00e4higen Alters erreicht haben und die Kurven vollst\u00e4ndig sind. Wie die folgende \u00dcberlegung zeigt, spricht aus heutiger Sicht nichts f\u00fcr einen solchen Ausgleich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bei den j\u00fcngeren Jahrg\u00e4ngen sind die Profile der altersspezifischen Geburtenziffern noch unvollst\u00e4ndig, die Kurven brechen bei einem bestimmten Alter ab (s. beispielsweise Jahrgang 1990 in Schaubild 12). Verbindet man die <em>Kurvenenden<\/em> der verschiedenen Jahrg\u00e4nge miteinander, ergibt sich wieder eine glockenf\u00f6rmige Kurve \u2013 das so genannte <em>Querschnittsprofil<\/em> der altersspezifischen Geburtenziffern in einem bestimmten Kalenderjahr (Schaubild 13). Der Begriff Querschnitt soll hier ausdr\u00fccken, da\u00df sich das Querschnittsprofil aus der Verbindung von Punkten zusammensetzt, von denen jeder zu einem anderen Frauenjahrgang geh\u00f6rt.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Birg-Bild-Nr.-3.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft  wp-image-11314\" src=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Birg-Bild-Nr.-3-1024x768.png\" alt=\"Birg Bild Nr. 3\" width=\"360\" height=\"270\" srcset=\"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Birg-Bild-Nr.-3-1024x768.png 1024w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Birg-Bild-Nr.-3-300x225.png 300w\" sizes=\"(max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 In Schaubild 13 sind die Querschnittsprofile mehrerer Kalenderjahre eingezeichnet. Man erkennt die Verschiebung der Kurven nach rechts, die sich aus der Erh\u00f6hung des mittleren Geb\u00e4ralters ergibt. Auch hier verlaufen die Kurven bis zum Alter 30 unter und ab dem Alter 30 \u00fcber den Kurven des vorangegangenen Kalenderjahres. Die Fl\u00e4chen unter den Kurven geben die Kinderzahl pro Frau im betreffenden Kalenderjahr an (= TFR). Diese Fl\u00e4chen sind nahezu konstant, weil der R\u00fcckgang der Fl\u00e4che unter 30 durch den Anstieg \u00fcber 30 gerade ausgeglichen wird, so da\u00df die Geburtenrate seit 40 Jahren praktisch konstant ist. Von einer Trendwende der Geburtenrate kann also keine Rede sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Bei Prognosen der Geburtenrate m\u00fcssen die noch unvollst\u00e4ndigen Kurven der j\u00fcngeren Jahrg\u00e4nge vervollst\u00e4ndigt werden. Man ben\u00f6tigt f\u00fcr diese Prognosen eine Theorie des generativen Verhaltens, einfache Trendextrapolationen sind nicht geeignet. Eine solche Theorie ist in den referierten Ver\u00f6ffentlichungen nicht enthalten, dort findet man nur unbegr\u00fcndete Annahmen, die noch dazu nicht einmal zutreffen. Aus falschen Annahmen k\u00f6nnen aus logischen Gr\u00fcnden keine richtigen Schl\u00fcsse gezogen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Nur wenn man die \u00c4nderungen der altersspezifischen Geburtenziffern von Jahrgang zu Jahrgang getrennt analysiert (m\u00f6glichst weiter untergliedert nach der Ordnungsziffer der Geburt, also nach der Geburtenrate f\u00fcr Erste Kinder, Zweite Kinder, Dritte und weitere Kinder im Lebenslauf der Frauen), l\u00e4\u00dft sich pr\u00fcfen, ob und wie sich familienf\u00f6rdernde Ma\u00dfnahmen wie das Erziehungs- oder Kindergeld auswirken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 In dem zweiten Aufsatz von Shripad Tuljapurkar in der gleichen Ausgabe von <em>Nature <\/em>wird aus der behaupteten Trendwende der Geburtenrate gefolgert, dass die Weltbev\u00f6lkerung schneller wachsen wird als bisher von der Population Division der Vereinten Nationen oder von anderen Forschungsinstituten vorausberechnet<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>. In einigen hochentwickelten L\u00e4ndern wie Deutschland ist die Geburtenrate angeblich dabei, sogar auf zwei Lebendgeborene pro Frau zuzunehmen. Dies sei auch beispielsweise in Spanien und Italien zu erwarten, obwohl dort die Geburtenrate in den prosperierenden n\u00f6rdlichen Landesteilen teilweise noch niedriger war als in Deutschland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bei alledem wird von den Autoren der beiden Aufs\u00e4tze einger\u00e4umt, da\u00df die von ihnen behauptete Trendwende der Geburtenrate bzw. das Ende des demographisch-\u00f6konomischen Paradoxons beispielsweise in Japan \u00fcberhaupt nicht gilt, ohne da\u00df begr\u00fcndet wird, warum Japan eine Ausnahme bilden soll. Anstatt Japan als Beispiel f\u00fcr ein der These widersprechendes Land heranzuziehen, h\u00e4tte den Autoren eigentlich bekannt sein m\u00fcssen, da\u00df ihre These noch weniger auf Deutschland zutrifft.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0\u00a0 Dieses Kapitel ist die \u00fcberarbeitete Fassung meiner Rezension der folgenden Aufs\u00e4tze in <em>Nature: <\/em>a) Mikko Myrskyl\u00e4, Hans-Peter Kohler u. Francesco C. Billari, \u201eAdvances in development reverse fertility declines\u201c, in: <em>Nature<\/em>, Vol. 460, 6. August 2009, S. 741-743, und b) Shripad Tuljapurkar, \u201cBabies make a comeback\u201d, S. 693-694 in der gleichen Ausgabe von <em>Nature<\/em>. S. Herwig Birg, \u201eBev\u00f6lkerungsforschung Aktuell\u201c, Herausgegeben vom Bundesinstitut f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsforschung (BIB), Wiesbaden, M\u00e4rz 2010. \u00c4hnliche Thesen wie die in den rezensierten Aufs\u00e4tzen sind in folgender Untersuchung erschienen: Myrskyl M; Goldstein J R ; Cheng Y A (March 2013) New Cohort Fertility Forecasts for the Developed World: Rises, Falls, and Reversals. In: Population and Development Review: 31-56.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> P\u00f6tzsch O (2013) Wie wirkt sich der Geburtenaufschub auf die Kohortenfertilit\u00e4t in West und Ost aus? Statistisches Bundesamt (Hrsg.), Wirtschaft und Statistik: 87-102.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Myrskyl M; Goldstein J R ; Cheng Y A (March 2013) New Cohort Fertility Forecasts for the Developed World: Rises, Falls, and Reversals. In: Population and Development Review: 31-56<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Birg H (1983) Demographische Determinanten des regionalen Arbeitskr\u00e4ftepotentials und ihre Bedeutung f\u00fcr die regionale Entwicklung. In: M\u00fcller, J.H.\/Dams, Th. (Hrsg.), Neuere Entwicklungen der Regionalpolitik in der Bundesrepublik Deutschland. Schriften zu Regional- und Verkehrsproblemen in Industrie und Entwicklungsl\u00e4ndern. Berlin., Schaubild auf S. 94.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Auf diese methodische Unm\u00f6glichkeit wird auch in folgenden Untersuchungen hingewiesen: Van Imhoff, E (2001) On the impossibility of inferring cohort fertility measures from period fertility measures. In: Demographic Research 5,2: 23-64. Zu dem gleichen Ergebnis kommt P\u00f6tzsch O (2013) a.a.O, S. 100: \u201eDie tempobereinigte TFR ist kein geeignetes Ma\u00df f\u00fcr die Einsch\u00e4tzung der k\u00fcnftigen Fertilit\u00e4t\u2026Bei den \u00dcberlegungen zur k\u00fcnftigen Fertilit\u00e4tsentwicklung sind deshalb die Analysen der Kohortenfertilit\u00e4t der Tempobereinigung von Periodenwerten vorzuziehen\u201c. Im gleichen Sinn \u00e4u\u00dfern sich Bongaarts und Feeney: \u201eIt is important to emphasize that the pure period measures do not predict or aim to predict the completed fertility of any cohort or to forecast future period fertility\u201d( Zitiert nach P\u00f6tzsch O(2013): 100).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Shripad Tuljapurkar (2009) Babies make a comeback. Nature, 460: 693-694.<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Auszug aus dem neuen Buch von Herwig Birg:<br \/>\n<\/em><em><strong>Die\u00a0alternde Republik und das Versagen der Politik. Eine demographische Prognose.<br \/>\n<\/strong><\/em><em>LIT Verlag, M\u00fcnster, Berlin, Wien, Z\u00fcrich, London,<br \/>\n<\/em><em>Erscheinungstermin: Herbst 2014<\/em><\/p>\n<p><em>Mit freundlicher Erlaubnis des Autors<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bev\u00f6lkerungsabteilung der Vereinten Nationen macht seit Jahrzehnten in nahezu allen L\u00e4ndern der Welt immer die gleiche Beobachtung: Die Geburtenrate eines Landes ist um so niedriger, je h\u00f6her der Entwicklungsstand ist und je rascher Wirtschaft und Gesellschaft sich weiterentwickeln. [1]\u00a0 Doch in verschiedenen, international vergleichenden Studien wird die These vertreten, dass der paradoxe gegenl\u00e4ufige Zusammenhang [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":229,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11302"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/229"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11302"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11302\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11317,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11302\/revisions\/11317"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11302"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11302"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11302"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}