{"id":11272,"date":"2014-09-06T11:27:08","date_gmt":"2014-09-06T09:27:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11272"},"modified":"2014-09-06T20:54:13","modified_gmt":"2014-09-06T18:54:13","slug":"am-guten-tag-sei-guter-dinge-und-am-boesen-tag-bedenke-diesen-hat-gott-geschaffen-wie-jenen-damit-der-mensch-nicht-wisse-was-kuenftig-ist-pred-714","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11272","title":{"rendered":"Am guten Tag sei guter Dinge, und am b\u00f6sen Tag bedenke: Diesen hat Gott geschaffen wie jenen, damit der Mensch nicht wisse, was k\u00fcnftig ist. (Pred 7,14)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Glaube und das Christsein bewahren nicht vor den Wechself\u00e4llen des Lebens. Der Christ hat, ebenso wie der Weltmensch, begl\u00fcckende Tage, als auch Tage, an denen alles danebengeht und das manchmal mit nachhaltiger Wirkung. Und man wei\u00df in der Tat nicht, was als n\u00e4chstes kommt. Wenden sich die Dinge zum Guten, bleibt alles so, wie es ist oder wird es schlechter? Wir k\u00f6nnen aus einem guten Tag ebenso wenig wie aus einem schlechten auf die Zukunft schlie\u00dfen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alle Menschen erleben solche Hochs und Tiefs und wissen nicht was als n\u00e4chstes kommt, und da stellt sich die Frage, worin denn dann der Unterschied zwischen den Christen und den Weltmenschen besteht. Haben es die Christen etwa besser, als die anderen Menschen? Die Antwort kam mir, als ich vor einigen Tagen ein Buch mit dem Titel &#8222;Wie sich das Leben entwickelte&#8220; &#8211; es geht dabei um die Evolution \u2013 in die Hand nahm und etwas darin las. Ich halte zwar schon lange nichts mehr von der Evolutionstheorie, habe aber noch solche B\u00fccher. Beim Lesen sp\u00fcrte ich auf einmal ganz deutlich den Geist, der aus solchen \u00a0B\u00fcchern spricht. Den Geist, der mich fr\u00fcher, als ich noch kein Christ war, auch fest im Griff hatte, und da sp\u00fcrte ich pl\u00f6tzlich die innere Leere, von fr\u00fcher, den dieser Geist bewirkt, in dem er den Menschen auf seinen begrenzten Verstand zur\u00fcckwirft und damit einsam macht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da wird dann alles zum Zufall &#8211; und damit letztlich sinnlos &#8211; da ist es nur eine Frage der Zeit, bis man angeblich alles wei\u00df. Aber was ist dann? Denn da gibt es kein Ziel, weil der Weg das Ziel ist, und der hei\u00dft, von einem &#8222;Fortschritt&#8220; zum n\u00e4chsten jagen, immer schneller und immer ruheloser, wobei niemand sagen kann, f\u00fcr was das eigentlich gut sein soll. Bei einer solchen Lebenseinstellung k\u00f6nnen Gl\u00fcckstage vor\u00fcbergehend zur einer Entspannung und zu Wohlbefinden f\u00fchren, w\u00e4hrend ein Ungl\u00fcckstag einen tiefen Absturz bewirkt, der das Leben doppelt sinnlos erscheinen l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und hier kommt der Unterschied zum Christen, der durch seinen Glauben ein festes Fundament hat, das solche St\u00f6\u00dfe abfedert und wo Gl\u00fcckstage dankbar gegen Gott werden lassen. Aber nicht nur Gl\u00fcckstage, sondern auch all die anderen Tage, die man aus Gottes Hand nehmen darf. Und Dankbarkeit macht innerlich reich. Wer im Glauben und in der Verbindung mit Gott lebt, ist nicht heimatlos.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Philosoph Friedrich Nietzsche, der Gott leugnete, hat diese Heimatlosigkeit sehr schmerzlich erlebt und hat das auch dichterisch verarbeitet:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kr\u00e4hen schrei&#8217;n<br \/>\nUnd ziehen schwirren Flugs zur Stadt:<br \/>\nBald wird es schnei&#8217;n \u2013<br \/>\nWohl dem, der jetzt noch \u2013 Heimat hat!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun stehst du starr,<br \/>\nSchaust r\u00fcckw\u00e4rts ach! wie lange schon!<br \/>\nWas bist du, Narr,<br \/>\nVor Winters in die Welt \u2013 entflohn?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Welt \u2013 ein Tor<br \/>\nZu tausend W\u00fcsten stumm und kalt!<br \/>\nWer Das verlor,<br \/>\nWas du verlorst, macht nirgends Halt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun stehst du bleich,<br \/>\nZur Winter-Wanderschaft verflucht,<br \/>\nDem Rauche gleich,<br \/>\nDer stets nach k\u00e4ltern Himmeln sucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Flieg&#8216;, Vogel, schnarr&#8216;<br \/>\nDein Lied im W\u00fcsten-Vogel-Ton!<br \/>\nVersteck&#8216; du Narr,<br \/>\nDein blutend Herz in Eis und Hohn!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kr\u00e4hen schrei&#8217;n<br \/>\nUnd ziehen schwirren Flugs zur Stadt:<br \/>\nBald wird es schnei&#8217;n \u2013<br \/>\nWeh dem, der keine Heimat hat!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und all die klugen Philosophen und Ideologen, die Gott leugneten, haben das ganz \u00e4hnlich erfahren. Und deshalb ist der Evolutionsglaube, wie er heute noch gelehrt wird, ein Mord an den Seelen der jungen Menschen, und die Folgen sind \u00fcberall zu sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb k\u00f6nnen wir Gott unendlich dankbar sein, dass ER uns f\u00fcr den Glauben zubereitet und uns den Glauben geschenkt hat. Ich danke Gott jeden Morgen, dass ER mir Herz, Sinne und Verstand f\u00fcr Seine Wahrheit und Wirklichkeit aufgetan hat, so dass ich Sein Wirken in den Werken \u00a0der Sch\u00f6pfung und die Wahrheit des Evangeliums erkennen kann, was mich allezeit st\u00e4rkt, kr\u00e4ftigt, tr\u00f6stet und gewiss macht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb wollen wir uns alle Tage unseres Leben zu Gott und zur Gemeinschaft der Heiligen, Seiner Gemeinde, halten. Und dabei keinesfalls vers\u00e4umen, uns anvertrauten jungen Menschen die Wahrheit und Wirklichkeit Gottes zu bezeugen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Glaube und das Christsein bewahren nicht vor den Wechself\u00e4llen des Lebens. Der Christ hat, ebenso wie der Weltmensch, begl\u00fcckende Tage, als auch Tage, an denen alles danebengeht und das manchmal mit nachhaltiger Wirkung. Und man wei\u00df in der Tat nicht, was als n\u00e4chstes kommt. 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