{"id":11147,"date":"2014-07-29T09:58:23","date_gmt":"2014-07-29T07:58:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11147"},"modified":"2014-07-29T09:58:39","modified_gmt":"2014-07-29T07:58:39","slug":"unser-ja-zu-gottes-ebenbild-als-mann-und-frau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11147","title":{"rendered":"Unser Ja zu Gottes Ebenbild als Mann und Frau"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Votum von Pastoren des BEFG (Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland) zum Thema Homosexualit\u00e4t vom Mai 2014<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor unseren Augen vollzieht sich ein tiefgreifender gesellschaftlicher Wandel. Zielstrebig wird Homosexualit\u00e4t in Politik, Medien und Lehrpl\u00e4nen in den Mittelpunkt des \u00f6ffentlichen Interesses ger\u00fcckt. Dabei geht es oft nicht mehr um L\u00f6sung dr\u00e4ngender Probleme oder die gesellschaftliche Proportion des Themas, sondern um die Umsetzung eines neuen Menschenund Gesellschaftsbildes: Programmatisch wird der Heterosexualit\u00e4t die Homosexualit\u00e4t als gleichwertig zur Seite gestellt, werden Ehe und Familie umdefiniert, w\u00e4hrend jede Infragestellung davon als Diskriminierung oder Homophobie bezeichnet wird. Diese Entwicklung betrifft uns Christen ganz unmittelbar. Denn unser Bild vom Menschen, unsere Werte und Ethik, unser Verst\u00e4ndnis von Gemeinde, gr\u00fcnden ganz auf der Bibel, beziehen sich aber auf das gesellschaftliche Umfeld, in dem wir unseren Glauben leben und in das wir das Evangelium von Jesus Christus hinein zu sagen haben. Und so begr\u00fc\u00dfen wir, dass sich das Pr\u00e4sidium des BEFG mit dieser Entwicklung auseinandersetzt und dazu auch die Gemeinden in dem \u201eOffenen Brief\u201c anregt (Februar 2013).<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unbefriedigend ist jedoch, dass das Pr\u00e4sidium selbst keine klaren \u00dcberzeugungen findet und auch der Bundesgemeinschaft eine ambivalente Kompromiss-Linie vorschl\u00e4gt:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Homosexualit\u00e4t werde in der Bibel zwar als S\u00fcnde bezeichnet und nirgends positiv erw\u00e4hnt, d\u00fcrfe aber nicht von Nachfolge, Taufe oder Gemeinde ausschlie\u00dfen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Homosexuelle Menschen k\u00f6nnten getauft werden und mitarbeiten, einer Ordination aber st\u00fcnde es entgegen, wenn sie ihre Orientierung offen ausleben und sie \u201ewerbend vertreten\u201c (OB, S.5).<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0Darum halten wir demgegen\u00fcber fest und bekennen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a01. [Liebe zu jedem Menschen] <\/strong>Die Heilige Schrift spricht <em>jedem <\/em>Menschen eine gleiche, unver\u00e4u\u00dferliche und unverlierbare W\u00fcrde zu. Das Wissen um diese W\u00fcrde und die uns von Jesus gebotene N\u00e4chstenliebe leiten uns, jeden zu achten und zu lieben, ungeachtet seiner politischen \u00dcberzeugung, Herkunft, sexuellen Orientierung oder Religion. Darum begegnen wir jedem Menschen mit Aufgeschlossenheit und Wohlwollen; wir lehnen jede Diskriminierung ab und nehmen von Diskriminierung betroffene Personen in Schutz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<strong>2. [Menschenbild] <\/strong>Die Heilige Schrift entfaltet f\u00fcr uns die un\u00fcberbietbar wertsch\u00e4tzende Sicht Gottes auf jeden Menschen als \u201eEbenbild Gottes\u201c, sowie auf seine gottgegebene, heterosexuelle Wesensbestimmung als Mann und Frau (Gen. 1,27). An diesen zentralen Aussagen halten wir mit Freude fest. Damit bestreiten wir die Ansicht, diese seien nicht so wichtig f\u00fcr den Glauben und das christliche Leben, und wir grenzen uns von widersprechenden Sichtweisen aus Soziologie oder Psychologie ab. Insbesondere weisen wir die andernorts ge\u00e4u\u00dferte Vorstellung zur\u00fcck, es gebe verschiedene \u201eSch\u00f6pfungsvarianten\u201c von Menschen (homosexuell, bisexuell etc.), die nach ihren unterschiedlichen Neigungen leben m\u00fcssten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. [Sexualit\u00e4t, Ehe und Familie] <\/strong>Wir halten daran fest, dass Gott Mann und Frau f\u00fcreinander geschaffen hat, dass gelebte Sexualit\u00e4t ihren rechtm\u00e4\u00dfigen Platz in der Ehe zwischen Mann und Frau hat und dass nicht verheiratete Gemeindeglieder zu einem sexuell enthaltsamen Leben aufgerufen sind. Damit lehnen wir die Sicht ab, auch gleichgeschlechtliche Beziehungen oder Partnerschaften k\u00f6nnten Gottes Willen entsprechen oder Ehe und regul\u00e4re Familie sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4. [Homosexualit\u00e4t] <\/strong>In der Heiligen Schrift findet Homosexualit\u00e4t keinerlei Wertsch\u00e4tzung, und wird stets als S\u00fcnde bezeichnet, die der Sch\u00f6pfungsbestimmung des Menschen widerspricht. Auch der von Gott geschaffene menschliche Leib mit seiner sichtbaren Geschlechtlichkeit verweist nur Mann und Frau aufeinander. Demgem\u00e4\u00df lehnen wir die Meinung ab, die biblischen Aussagen zur Homosexualit\u00e4t betr\u00e4fen nur heidnische oder p\u00e4dophile Praktiken (OB, S.3), und w\u00fcrden homosexuelle Beziehungen, die in Liebe gelebt werden, nicht betreffen. Das ernstnehmend halten wir homosexuelles Verhalten f\u00fcr eine S\u00fcnde, die im Widerspruch zu Gottes Willen und zur Nachfolge von Jesus Christus steht. Die homosexuelle Neigung jedoch, die nicht ausgelebt wird, ist f\u00fcr uns kein letztes Kriterium, das Gottes Willen widerspricht oder von der Nachfolge ausschlie\u00dft. Christen mit dieser Neigung sind aufgerufen, enthaltsam zu leben, wie es auch anderen Personengruppen gilt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5. [Seelsorge] <\/strong>Wir erkennen die Not, die homosexuell orientierte Menschen in sich selbst, durch die Gesellschaft und auch unter Christen erleben. In Liebe nehmen wir sie an und begleiten sie in dieser Not. Dabei bezeugen wir ihnen, dass Jesus Christus Vergebung, Erneuerung und wahres Leben schenkt, die auch wir selbst bei ihm suchen. Darum bef\u00fcrworten wir auch seelsorgerliche Begleitung f\u00fcr Menschen mit homosexueller Neigung, und vermitteln denen Beratungsangebote, die dies w\u00fcnschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>6. [Gemeinde] <\/strong>Wir hei\u00dfen in unseren Gemeinden jeden als Mitglied willkommen, der das Evangelium von Rettung, Umkehr und Lebenserneuerung durch Jesus Christus annimmt und das durch Taufe und seine Lebensf\u00fchrung bezeugt. Darum bef\u00fcrworten wir, dass auch homosexuell empfindende, aber enthaltsam lebende Menschen im Rahmen einer seelsorgerlichen Begleitung getauft werden und nach Ma\u00dfgabe unserer Gemeinden mitarbeiten k\u00f6nnen. In der Gemeinde wollen wir als Verheiratete und enthaltsam Lebende einander st\u00e4rken, unterst\u00fctzen, f\u00fcreinander beten und in unseren Schw\u00e4chen tragen. Keiner von uns ist besser als der andere und jeder braucht den anderen! Gleichgeschlechtlichen Sexualverkehr als etwas angeblich Gutes, Verpartnerung oder Segnung homosexueller Beziehungen aber lehnen wir in der Gemeinde ab. Homosexuelles Verhalten steht f\u00fcr uns, wie auch viele andere S\u00fcnden, im Widerspruch zur Nachfolge von Jesus Christus. Anderslautende Entscheidungen von Gemeinden oder des Bundesrates k\u00f6nnen wir darum in unseren Gemeinden nicht annehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>7. [Gesellschaft] <\/strong>Uns ist bewusst, dass Homosexualit\u00e4t gesellschaftlich neu bewertet wird, so dass unsere Haltung missverstanden oder entstellend interpretiert werden kann. Darum achten wir mit Sorgfalt darauf, unsere doppelte Wertbindung verst\u00e4ndlich zu machen, die Liebe zu Gott und seinem Wort, ebenso wie die Liebe zu unserem \u2013 auch homosexuellen &#8211; N\u00e4chsten. Und wir erhoffen Verst\u00e4ndnis f\u00fcr unseren Glauben, der viele Wege der s\u00e4kularen Gesellschaft nicht mitgehen kann und den Respekt, den wir selbst anderen Lebensentw\u00fcrfen entgegen bringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eSo sieht also der Dienst aus, den Gott uns \u00fcbertragen hat, und deshalb lassen wir uns nicht entmutigen. (\u2026) Wir greifen nicht zu betr\u00fcgerischen Mitteln und verf\u00e4lschen Gottes Botschaft nicht. Im Gegenteil, weil wir uns Gott gegen\u00fcber verantwortlich wissen, machen wir die Wahrheit bekannt, und gerade dadurch empfehlen wir uns dem Gewissen jedes einzelnen Menschen.\u201c (2. Kor. 4,1-2)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Im Mai 2014<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Erstunterzeichner: Christian Pestel (Pastor der EFG Weinheim), Claus-Heinrich Albertsen (Pastor der EFG Hemsbach), Miguel Castro (Pastor der EFG Mannheim, span. Gemeinde), J\u00f6rg L\u00fcling (Pastor der EFG Lampertheim), Erhard Wank (Pastor iR.)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Votum von Pastoren des BEFG (Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland) zum Thema Homosexualit\u00e4t vom Mai 2014 Vor unseren Augen vollzieht sich ein tiefgreifender gesellschaftlicher Wandel. 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