{"id":11104,"date":"2014-07-18T16:59:42","date_gmt":"2014-07-18T14:59:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11104"},"modified":"2019-02-11T09:46:03","modified_gmt":"2019-02-11T08:46:03","slug":"predigt-das-heil-kommt-von-den-juden-joh-444","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11104","title":{"rendered":"Predigt: Das Heil kommt von den Juden (Joh 4,22)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Wie einf\u00fchlsam f\u00fchrt Jesus das Gespr\u00e4ch mit der Samariterin! Zuerst kn\u00fcpft er bei den konkreten Entt\u00e4uschungen im Leben an. Da war die Wunde einer unerf\u00fcllten Sehnsucht im Leben dieser Frau. Ganz tief steigt Jesus zu ihr herunter und erkundigt sich nach ihrem Ergehen. Man kann lernen, wie einfach Jesus spricht. Jeder kann es verstehen. Aber dann bleibt Jesus nicht bei dem Vordergr\u00fcndigen, dem Allt\u00e4glichen stehen. Hinter aller Entt\u00e4uschung steht die Sehnsucht nach einem erf\u00fcllten Leben. Darum spricht Jesus vom Heil der Welt, von der Wahrheit, vom Messias, dem kommenden K\u00f6nig des Gottesreiches. Genau da aber mutet Jesus dieser Samariterin etwas Ungeheures zu: \u201e<em>Das Heil kommt von den Juden<\/em>.\u201c Ist das wegen der v\u00f6lkischen Spannungen zwischen Samaritanern und Juden nicht ein unertr\u00e4gliches \u00c4rgernis? Ist das Heil der Welt wirklich unaufl\u00f6slich mit den Juden verkn\u00fcpft? Ja! Damit macht Jesus f\u00fcr die ganze Menschheit unverr\u00fcckbar fest, dass den Juden ein zentraler Platz in der Heilsgeschichte Gottes zukommt.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Weil Gottes Wahrheit ihnen im Geist geoffenbart wurde.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Samariterin spricht aus, was auch heute Unz\u00e4hlige bewegt: Wo soll man Gott anbeten? Es gibt so viele Religionen. Wer hat nun Recht? Wo ist die Wahrheit im Gewirr der Meinungen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIhr betet an, was ihr nicht kennt.\u201c (V 22a). Eindeutig macht Jesus klar, dass nicht der Ort, sondern das \u201ewie\u201c der Anbetung entscheidend ist. Die Samaritaner und die Welt der Religionen mit all ihrem frommen Eifer sind auf einem falschen Weg. Sie haben keine wahre Gotteserkenntnis. Das hat sich auch in dem Gespr\u00e4ch sehr schnell herausgestellt, dass diese Samariterin keine Ahnung vom lebendigen Gott hat. Dies gilt ja auch f\u00fcr Unz\u00e4hlige um uns her. Viele Leute heute sind religi\u00f6s und ahnen etwas von Gott. Vielleicht sogar, dass der lebendige Gott der Bibel der einzige Helfer und Heiler aller Lebensn\u00f6te ist. Aber gefunden haben sie ihn nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darum bleibt Jesus nicht bei der Religion stehen, bei Ehrfurcht und \u00e4u\u00dferlicher Anbetung, im Tempel oder auf dem Garizim, bei Fragen der Organisationen, Riten und Rituale. Jesus verweist mit Recht auf das einzigartige Erbe der Juden: \u201eWir beten an, was wir kennen\u201c. Das Geheimnis Israels liegt in seiner Sonderstellung, \u201ezerstreut und gesondert unter den Nationen in allen L\u00e4ndern&#8230;Ihre Gesetze sind verschieden von allen V\u00f6lkern, und die Gesetze des K\u00f6nigs erf\u00fcllen sie nicht\u201c (Esther 3,8). Aber das Entscheidende haben sie: Gottes Geist hat sich in der Geschichte dieses Volkes durch das prophetische Wort ge<em>offenbart<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIm Geist und in der Wahrheit\u201c (V. 24) muss man den lebendigen Gott anbeten. Dazu muss zuerst Gottes Geist uns alle erleuchten, damit wir Jesus erkennen, die Hoffnung der Herrlichkeit. Und sein K\u00f6nigsamt \u00fcber alle Reiche, M\u00e4chte, Gewalten und Herrschaften nicht nur in dieser Welt, sondern auch in der kommenden ewigen Welt. Vor ihm beugen sich alle Knie. Und der Vater hat alles in seine Hand gegeben, weil auf ihm, dem Spross aus dem Strunk Isais, alle sch\u00f6pferische Geistesvollmacht des Heils ruht, der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Tatkraft, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht (Jes 11,2).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der sch\u00f6nste Anbetungsort \u2013 nein, das sind nicht Tempel oder Dome, T\u00fcrme, Glocken oder Priester, erst recht nicht der gr\u00fcne Wald. Der wahre Anbetungsort ist das Menschenherz, in dem der Geist Gottes regiert. Und die Gemeinde Gottes ist sein Leib, wo Jesus alle Gl\u00e4ubigen mit seinem Geist erf\u00fcllt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Geist Gottes wird uns offenbart, dass wir durch Jesus vers\u00f6hnt und Gottes Kinder sein d\u00fcrfen. Und als Folge treibt der Heilige Geist in unserem Herzen Fr\u00fcchte wie Freude und Liebe, Geduld und Freundlichkeit hervor. Das ist unser vern\u00fcnftiger Gottesdienst mit der perfektesten Liturgie. Dieser Heilige Geist, der in uns wohnen will, lehrt uns das vertraute Beten als Kinder zum himmlischen Vater, aber auch die dienende Liebe zu unserem N\u00e4chsten. Der Heilige Geist ist auch ein Geist der Freude. Und er schenkt das gro\u00dfe grenzenlose Vertrauen des Glaubens. Ohne die Gabe des Heiligen Geistes k\u00f6nnen wir \u00fcberhaupt nicht glauben, ja nicht einmal zu Jesus \u201eHerr!\u201c sagen. Er muss uns zuerst erleuchten, also das Licht aufstecken und die Erkenntnis schenken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Weil das Heil der Welt in der Geschichte der Juden angebrochen ist.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Christenheit beginnt nicht erst mit Pfingsten, wie das oft als Geburtstag der Kirche gedeutet wird. Die Geschichte der Gemeinde Gottes und das Heil der Welt beginnt schon mit der Berufung Abrahams, der viel mehr ist als der Stammvater der Juden allein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dort bei Abraham ist das gro\u00dfe Ziel Gottes ausgesprochen: Als Gesegneter soll er ein Segen f\u00fcr die V\u00f6lkerwelt sein. Gott schafft nach dem babylonischen Unheil viel mehr als Abrahams pers\u00f6nliche Seligkeit, sondern die Rettung aller V\u00f6lker, ja das Heil des ganzen Menschengeschlechts. Nicht um Abraham einen Namen zu machen, sondern dass der Name Gottes geheiligt werde auf Erden und sein Wille geschehe! Und wenn Abraham aus Babel auszieht, so ist das neue Land, das Gott ihm zeigen wird, beschlagnahmt f\u00fcr Gottes Heilsgeschichte. Damit wird der Anspruch Gottes auf die ganze Welt sichtbar. Es geht um nichts anderes als um Gottes ewiges Reich in dieser V\u00f6lkerwelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und so ruft dann Jakob in seiner sehns\u00fcchtigen Erwartung im Sterben: \u201eHerr, ich warte auf dein Heil\u201c (1 Mo 49,18) und sieht schon das Heil kommen: \u201eJuda, du bist es!\u201c (1 Mo 49,9ff) Juda hat das Zepter des Messiask\u00f6nigs, dem die V\u00f6lker huldigen. Vom Stern aus Jakob spricht dann Bileam (4 Mo 24,17), ebenso auch Hanna in ihrem Lobgesang (1 Sam 2). Aber auch David in seinen Messiaspsalmen (72 und 110) wie auch die Propheten Jesaja, Micha und Amos, Jeremia und Hesekiel, Haggai und Sacharja.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der gro\u00dfe Denker Blaise Pascal hat dies begriffen, als er den einen lebendigen Gott in Jesus gefunden hat, eben den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs und dies in seinen Pensees niedergeschrieben und in sein Jackett eingen\u00e4ht hat: Nur auf den Wegen, die das Evangelium lehrt, l\u00e4sst sich Gott finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Messias Jesus ist die Erf\u00fcllung dessen, was Jakob sterbend schon geschaut hat. Und auch was der Seher Johannes vom siegenden L\u00f6we aus Juda in der Ewigkeit schaut, der den letzten Willen Gottes mit der Welt vollstreckt (Offb 5).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Vollendung der K\u00f6nigsherrschaft auf Erden wird aber erst kommen, wenn die letzte Wahrheit erkannt wird: Das Heil liegt allein in dem Christus Jesus, der die Erf\u00fcllung aller Hoffnung ist. In dem alle Gottesverhei\u00dfungen ja und Amen sind (Hebr 1,1 und 2 Kor 1,20). Von ferne hat das diese Samariterin geahnt mit ihrem Wissen vom endzeitlichen Messiask\u00f6nig der Juden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Wolke der Zeugen von Hebr\u00e4er 11 wird uns aber auch gezeigt, wie die Erzv\u00e4ter und Glaubenszeugen des Alten Bundes nicht erlangt haben, was ihnen verhei\u00dfen war. Weil Gott etwas Besseres f\u00fcr uns vorgesehen hat (Hebr 11,39f). Keiner erlangt deshalb das Heil f\u00fcr sich allein, sondern wir alle werden vollendet im kommenden K\u00f6nigreich Gottes. Auf diesem Lauf ist Jesus der Anf\u00e4nger und Vollender des Glaubens der Gemeinde aus allen Nationen, V\u00f6lkern und Sprachen. \u201eAller Welt Enden sehen das Heil unseres Gottes\u201c (Ps 98,3). Der Messias kommt aus dem abgehauenen Strunk des Stammes Isai. Die lebendige Wurzel seines Heils kommt aus der g\u00f6ttlichen Offenbarung Israels (Jes 11,1).[1]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch nach dem Zeugnis der Apostel ist die Gemeinde Gottes einem \u00d6lbaum vergleichbar, bei dem der G\u00e4rtner das Ungeheuerliche tat. Er brach einige der nat\u00fcrlichen Zweige aus und propfte daf\u00fcr die Heiden als wilde Sch\u00f6sslinge ein (R\u00f6m 11,16-18). Damit aber kein falscher Stolz sich ausbreiten kann, ist das so wichtig: Nicht du tr\u00e4gst die Wurzel, sondern die Wurzel tr\u00e4gt dich!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leider sehen Christen oft ihr Glaubensleben auf sich allein verengt. Wie gut, dass Jesus diese Samariterin auf den Heilsplan Gottes hinweist, der mit den Juden begann. Das gilt damit auch uns. Mein Leben geh\u00f6rt auch zum gro\u00dfen Geschehen der Weltvollendung.[2]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gottes gro\u00dfes Ziel ist die herrliche Pracht seines K\u00f6nigtums (Ps 145,12). Darum hat Gott seine Gemeinde aus den Heiden eingepflanzt in den \u00d6lbaum Israel, weil ihn \u201eseine Gaben und Berufung nicht gereuen (R\u00f6m 11,29). An Christus und seiner israelischen Wurzel vorbei gibt es kein Heil Gottes. Darum spricht Jesus mit dieser Frau aus dem Volk der Samaritaner \u00fcber die j\u00fcdische Wurzel des Heils der Welt. Zu allen Zeiten bedeutet diese allein seligmachende Ausschlie\u00dflichkeit des christlichen Glaubens ein gro\u00dfes \u00c4rgernis.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Es gibt kein Heil an Jesus vorbei \u2013 auch nicht f\u00fcr Juden.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus vergleicht an diesem gluthei\u00dfen Tag den unerf\u00fcllten Hunger nach Leben mit dem Durst nach Wasser. Wenn der Mund ausgetrocknet ist und man keine Kraft mehr hat, dann will man nur Wasser. Egal woher. Aber das schmutzige Wasser in den Pf\u00fctzen am Weg kann den Durst nicht wirklich stillen. Da wird man erst recht krank. Das brackige Wasser, das abgestandene, ist voller Todeskeime.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Frau war im Dorfklatsch gemobbt worden. Wie heuchlerisch kann doch die Gesellschaft sein! Sie ist ausgesto\u00dfen, ge\u00e4chtet. Niemand will etwas mit ihr zu tun haben \u2013 au\u00dfer Jesus. Das ist so herrlich, wie Jesus das Leben dieser Frau, aber auch unser Leben, ganz neu ordnet. Wir tragen so schwer an unseren unerf\u00fcllten Sehns\u00fcchten. Bei der Frau war es entt\u00e4uschte und betrogene Liebe. Massive Schuld, schlimme Dinge \u2013 S\u00fcnde war da passiert. Unrecht und B\u00f6ses. Nach au\u00dfen scheint sie es ja einfach weggesteckt zu haben. Innen aber war der Druck auf der Seele nicht mehr zum Aushalten. Was es jetzt auch in Ihrem Leben sein mag, Jesus will Ihre Wunden heilen und Leben, Erf\u00fcllung und volle Befriedigung schenken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz eindeutig spricht es Jesus aus, damit es keinen Zweifel geben kann: Ich bin der Messias, der von Gott gesandte K\u00f6nig, der alles neu macht. Ich, der ich eben mit dir rede. Da findest du alles, was du suchst und was dir sonst niemand geben kann. Ich bin der Heiland und Retter, der dein Leben erf\u00fcllt mit Freude und Liebe. Jetzt ist das \u201eGeheimnis\u201c geoffenbart, dass die Heiden nicht l\u00e4nger ausgeschlossen sind vom B\u00fcrgerrecht Israels, nicht mehr ohne Hoffnung bleiben. Den Glaubenden unter den Heiden wird der ganze Reichtum des Evangeliums zugesprochen: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit (Kol 1,27). So wie schon Jesaja verk\u00fcndet und Simeon erkennt, dass Gott seinen Knecht \u201ezum Licht der Heiden gemacht\u201c hat, dass er sei sein \u201eHeil bis an die Enden der Erde\u201c (Jes 49,6; Lk 2,32; Apg 13,47)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dazu ist Jesus gekommen, damit &#8211; wie Paulus den Galatern schreibt &#8211; der \u201eSegen Abrahams unter die Heiden komme in Christus Jesus und wir den verhei\u00dfenen Geist empfingen durch den Glauben\u201c (Gal 3,14). Sie sollen das Leben und \u00fcberflie\u00dfende F\u00fclle haben. Das Wasser, das allen Lebensdurst stillt, ist Jesus selbst. Wer an ihn glaubt und ihm folgt, der hat das ewige Leben jetzt schon.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durst muss auch nicht immer nur qu\u00e4lend sein. Durst kann auch herrlich sein, wenn man an hei\u00dfen Sommertagen die k\u00fchle Quelle kennt, wo man mit sauberstem Wasser seinen Durst stillen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So wird nun ausgerechnet diese Samariterin mit ihrem anst\u00f6\u00dfigen Lebenswandel zur ersten Evangelistin mit ihrer Botschaft: Dieser Jesus ist wahrlich der Welt Heiland! Bislang ging sie Menschen scheu aus dem Weg. Jetzt aber sprach sie einfach die Leute in der Stadt an. Und das mit Erfolg: Anh\u00e4nger der ganz fremden Religion der Samaritaner kamen zum Glauben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei uns wird ja oft behauptet, dass man mit seinem Lebensstil Evangelium vorleben k\u00f6nnte. Aber mit ihrem Leben konnte diese Frau wirklich nicht \u00fcberzeugen. So erz\u00e4hlte sie einfach, was Jesus ihr aufgeschlossen hatte. Das war genau das Wichtigste, das Zentrale. Dieses Wort wirkte m\u00e4chtig. Als dann die Leute auch noch Jesus selbst h\u00f6rten, wurden viele \u00fcberzeugt: Jesus ist wahrlich der Welt Heiland. Wie kam das? Nicht durch ein Gef\u00fchl, auch nicht durch Gr\u00fcbeln, sondern allein durch das H\u00f6ren. Tats\u00e4chlich hat das Wort von Jesus diese Kraft, die uns erleuchtet und \u00fcberf\u00fchrt. Das schafft Gottes Heiliger Geist, der im Wort von Jesus m\u00e4chtig wirkt. Bis heute. Darum macht allein sein Wort Suchende und Zweifelnde gewiss: Jesus ist der Heiland der Welt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Genau so will Jesus unser Leben zu einem Brunnen f\u00fcr andere machen. So wie diese Frau mit ihrem schlechten Ruf durch Jesus pl\u00f6tzlich ein Muster einer v\u00f6llig neuen Lebensqualit\u00e4t wird. Hat sie bisher andere Ehen zerst\u00f6rt, so darf sie jetzt das Evangelium vom Retter Jesus an die weitergeben, die keinen Ausweg mehr wissen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An Jesus kommt niemand vorbei. Es ist ein Irrweg, als ob ein Volk der Welt ohne Jesus gerettet werden k\u00f6nnte. Das gilt auch f\u00fcr das Volk der Juden, f\u00fcr Israel. Ganz eindeutig hat Jesus herausgestellt, woran sich alles scheidet, wenn er sagt: Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen; aber die Kinder des Reichs werden hinaus gesto\u00dfen in die Finsternis; da wird sein Heulen und Z\u00e4hneklappern\u201c (Mt 8,12f).[3]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ohne Jesus gibt es kein Heil. Er allein kann \u201ef\u00fcr immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen\u201c (Hebr 7,25). \u201eUnser Herr ist aus Juda hervorgegangen\u201c (14) und \u201eB\u00fcrge eines viel besseren Bundes geworden\u201c (22) \u201enach der Kraft des unzerst\u00f6rbaren Lebens\u201c (16). Er ist der siegende L\u00f6we aus Juda, der die R\u00e4tsel der Weltgeschichte l\u00f6st. Ohne dass Jesus als das geschlachtete Lamm Gottes meine S\u00fcnde tr\u00e4gt, gibt es keine Vergebung (Offb 5,5.12). Niemand kommt zum Vater, denn durch Jesus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie k\u00f6nnte es in Ihrem Leben sprudeln! Nein, nicht jene wilde, ungez\u00fcgelte Gier der S\u00fcnde. Sondern das stille und frohe Wachsen aus der Tiefe, wo man aus verborgenen Quellen und Sch\u00e4tzen des Segens Abrahams lebt. Da wo der Heilige Geist uns ganz ergreift und erf\u00fcllt, da finden wir erst in Jesus das wirkliche Leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pfarrer Winrich Scheffbuch, Bad Teinach-Zavelstein am 13.4.2014<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Diese Predigt wurde auf dem Kongress des Gemeindehilfsbundes \u201eGottes Weg mit Israel\u201c in Bad Teinach-Zavelstein gehalten. Die gleichnamige Dokumentation mit allen Beitr\u00e4gen der Kongresse in Bad Gandersheim (4.4.-6.4.14) und Bad Teinach-Zavelstein (11.4.-13.4.14) kann in der Gesch\u00e4ftsstelle des Gemeindehilfsbundes f\u00fcr 5,00 \u20ac zzgl. Versand bestellt werden (<a href=\"http:\/\/www.gemeindehilfsbund.de\/medienangebote\/literatur\/dokumentationen.html\">zum Medienangebot<\/a>).<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">____________________________<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[1] Martin Luther schrieb 1523 im Gegensatz zu seinen sp\u00e4teren judenfeindlichen \u00c4u\u00dferungen: \u201eUnd wenn wir uns gleich hoch r\u00fchmen, so sind wir dennoch Heiden, die Juden aber vom Gebl\u00fct Christ. Wir sind Schw\u00e4ger und Fremdlinge, sie sind Blutsfreunde, Vettern und Br\u00fcder des Herrn &#8230; so geh\u00f6ren die Juden Christus n\u00e4her zu denn wir, wie auch S. Paulus in R\u00f6m 9 sagt. Auch hat\u00b4s Gott wohl mit der Tat bewiesen, denn solche Ehre hat er nie einem Volk getan als den Juden. Denn es ist je kein Patriarch, kein Apostel, kein Prophet aus den Heiden, dazu auch gar wenig rechter Christen aus den Heiden erhoben. Und obgleich das Evangelium aller Welt kundgetan ist, so hat er doch keinem Volk die Heilige Schrift, das ist das Gesetz und die Propheten, befohlen denn den Juden &#8230;\u201c (WA XI 315,25-316,3)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[2] Um diesen Zusammenhang mit der Geschichte der Juden ging es auch Martin Luther: \u201e<em>Es ist kein Wort im Neuen Testament, das nicht hinter sich s\u00e4he in das Alte, darinnen es zuvor vorkundigt ist&#8230;Also ist das Alte Testament ein Testamentbrief Christi, welchen er nach seinem Tod hat aufgetan und lassen durchs Evangelium lesen und \u00fcberall verk\u00fcnden, wie das in Apocali. 5 bezeichnet ist durch das Lamm Gottes, das allein auft\u00e4t das Buch mit den sieben Sigillen, das sonst niemand kunnt auftun noch im Himmel noch auf Erden noch unter der Erden.&#8220; <\/em>(Martin Luther, Predigt \u00fcber Joh 1,1-14 Kirchenpostille von 1522 WA X, 1.Abt, 1.H\u00e4lfte, S 181 f).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[3] So wie Luther 1523 schrieb: <em>\u201eAus der schrifft ertzelen die ursach, die mich bewegen, tzu gleuben, das Christus eyn Jude sey von eyner jungfrawen geporn, ob ich villeicht auch der Juden ettliche mocht tzum Christen glauben reytzen.\u201c <\/em>(WA XI 314,1-28)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie einf\u00fchlsam f\u00fchrt Jesus das Gespr\u00e4ch mit der Samariterin! 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