{"id":11087,"date":"2014-07-11T17:11:44","date_gmt":"2014-07-11T15:11:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11087"},"modified":"2014-07-11T17:13:24","modified_gmt":"2014-07-11T15:13:24","slug":"gott-ist-licht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=11087","title":{"rendered":"&#8222;Gott ist Licht&#8230;&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Predigt \u00fcber 1. Johannesbrief 1,5-2,6<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war noch in der Anfangszeit der christlichen Gemeinden. Seit jenem Ostermorgen, als Jesus von Nazareth, der Sohn des lebendigen Gottes, auferstand, waren erst wenige Jahrzehnte vergangen. Einige J\u00fcnger und Apostel lebten noch, da drangen bereits die ersten Irrlehren in die jungen Gemeinden ein. Sie kamen aus dem griechischen Denken und hatten ihre Wurzel in der Gnosis. Gnostiker waren Irrlehrer, die den Anspruch erhoben, eine h\u00f6here Form des christlichen Glaubens zu verk\u00fcndigen. Sie waren der Meinung, die \u201ealten Inhalte\u201c des christlichen Glaubens seien \u00fcberholt. <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Geringsch\u00e4tzig schauten sie auf die Christen, f\u00fcr die der \u00fcberlieferte christliche Glaube der einzig wahre ist. Sie wussten sich erhaben \u00fcber die S\u00fcnde, denn sie behaupteten, von ihr nicht mehr angefochten zu werden. Sie meinten, bereits in einem anderen Zustand der Vollkommenheit zu sein, in dem die S\u00fcnde keinen Platz in ihrem Leben haben k\u00f6nne. Deshalb war f\u00fcr sie auch die Vergebung der S\u00fcnden kein Thema mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Merken wir, wie sich die Bilder gleichen? Erleben wir nicht seit Jahren, wie heute verst\u00e4rkt \u00e4hnliche Irrlehren in unsere Kirchen und Gemeinden eindringen? So schreibt z.B. der z.Zt. popul\u00e4re Anselm Gr\u00fcn in seinem 2004 erschienen Buch \u201eErl\u00f6sung\u201c:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIn manchen K\u00f6pfen schwirrt noch immer die Idee, dass Gott Seinen Sohn sterben l\u00e4sst, um unsere S\u00fcnden zu vergeben. Doch was ist das f\u00fcr ein Gott, der den Tod Seines Sohnes n\u00f6tig hat, um uns vergeben zu k\u00f6nnen\u201c. (S.7)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Wort vom Kreuz war und ist immer wieder f\u00fcr viele Menschen ein \u00c4rgernis, ja ein Skandal. Aber das Kreuz Jesu und das apostolische Wort vom Kreuz sind die Mitte biblischer Christologie. Ohne den Kreuzestod Jesu und Seine Auferstehung gibt es keine S\u00fcndenvergebung und keine Gemeinschaft mit Gott, jetzt und in Ewigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir also, wie in unserem Predigttext erw\u00e4hnt, leichtfertig mit (der) S\u00fcnde umgehen und sie verharmlosen, haben wir vom Erl\u00f6sungswerk Jesu nichts begriffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Christ-Sein ist keine Frage der Erkenntnis, sondern der Beziehung zu Jesus. Viele Menschen, auch solche, die sich Christen nennen, haben eine falsche Vorstellung vom Christ-Sein, weil sie nur eine verschwommene Vorstellung von Gott haben, eine falsche Vorstellung vom Menschen und eine falsche Vorstellung von der Person Jesu und Seinem Erl\u00f6sungswerk.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb ist heute wie damals Korrektur notwendig. So schreibt Johannes in seinem Brief an die Gemeinden in Kleinasien:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Und das ist die Botschaft, die wir von ihm geh\u00f6rt haben und euch verk\u00fcndigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis. 6\u00a0Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so l\u00fcgen wir und tun nicht die Wahrheit. 7\u00a0Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller S\u00fcnde. 8\u00a0Wenn wir sagen, wir haben keine S\u00fcnde, so betr\u00fcgen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9\u00a0Wenn wir aber unsre S\u00fcnden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die S\u00fcnden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. 10\u00a0Wenn wir sagen, wir haben nicht ges\u00fcndigt, so machen wir ihn zum L\u00fcgner, und sein Wort ist nicht in uns. Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht s\u00fcndigt. Und wenn jemand s\u00fcndigt, so haben wir einen F\u00fcrsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. 2\u00a0Und er ist die Vers\u00f6hnung f\u00fcr unsre S\u00fcnden, nicht allein aber f\u00fcr die unseren, sondern auch f\u00fcr die der ganzen Welt. 3\u00a0Und daran merken wir, dass wir ihn kennen, wenn wir seine Gebote halten. 4\u00a0Wer sagt: Ich kenne ihn, und h\u00e4lt seine Gebote nicht, der ist ein L\u00fcgner, und in dem ist die Wahrheit nicht. 5\u00a0Wer aber sein Wort h\u00e4lt, in dem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind. 6\u00a0Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der soll auch leben, wie er gelebt hat. <\/em>(1. Joh 1, 5 \u2013 2,6)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Text werden fundamentale Punkte unseres Verh\u00e4ltnisses zu Gott angesprochen. Es ist f\u00fcr unser geistliches Leben wichtig, dass wir uns immer wieder neu vor Augen f\u00fchren, wovon uns Jesus befreit hat und was es IHN gekostet hat, damit wir \u00fcberhaupt Gemeinschaft mit Gott haben k\u00f6nnen, von der hier die Rede ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter dem Gesichtspunkt einer realistischen Einsch\u00e4tzung unserer Lage m\u00f6chte ich folgende Punkte streifen.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Das Wesen Gottes<\/li>\n<li>Das Wesen des Menschen<\/li>\n<li>Jesus Christus, die einzige Rettung<\/li>\n<li>Gemeinschaft mit Gott<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Wesen Gottes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir wissen \u00fcber Gott nur das, was ER von sich offenbart hat und was uns in der Bibel \u00fcberliefert ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Johannes schreibt: &#8220; Wir geben euch nur das weiter, was wir selbst gesehen und geh\u00f6rt haben, damit ihr mit uns im Glauben verbunden seid.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er ist also Augen- und Ohrenzeuge von dem, was Jesus, der Sohn Gottes, vom Wesen Gottes gesagt hat. Wenn jemand Gott ins Herz sehen kann und wei\u00df wie Gott ist, dann Jesus, der Sohn Gottes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und so schreibt Johannes weiter: &#8222;Das ist die Botschaft, die wir von Christus geh\u00f6rt haben und die wir euch weitersagen: &#8222;Gott ist Licht. Bei ihm gibt es (\u00fcberhaupt) keine Finsternis.&#8220;[1]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ganze Wesen Gottes, da\u00df all Sein Tun und Reden Licht ist, das tritt haupts\u00e4chlich in Erscheinung in den Eigenschaften: Liebe, Wahrhaftigkeit, Treue, Gerechtigkeit und Heiligkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was bedeutet das f\u00fcr uns?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben es bei Gott nicht mit einem unberechenbaren Wesen zu tun, bei dem man nie so recht wei\u00df woran man mit ihm ist. Licht gibt Geborgenheit und bei Gott haben wir diese Geborgenheit, die wir nirgends sonst finden k\u00f6nnen. In dieser Welt gibt es keine wirklich verl\u00e4\u00dflichen Sicherheiten. Der einzig sichere Platz ist Gott selbst. ER ist nicht ambivalent, nicht sowohl als auch. Nein,<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>ER ist ausschlie\u00dflich Licht und<\/li>\n<li>ER liebt uns,<\/li>\n<li>hat nur das Beste f\u00fcr uns im Sinn und<\/li>\n<li>m\u00f6chte Gemeinschaft mit uns haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was ER sagt, das ist absolut wahr und keine L\u00fcge, und ER steht zu Seinem Wort. Ich glaube, wir k\u00f6nnen gar nicht richtig einsch\u00e4tzen, welche Entlastung das f\u00fcr uns bedeutet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sind doch in unserem t\u00e4glichen Leben von so unsicheren Aussagen und Informationen umgeben. Wie oft wird uns nur die halbe Wahrheit gesagt und wir fallen darauf herein. Wie oft erfahren wir, da\u00df jemand seine Zusage zur\u00fcckzieht. Ja manchmal m\u00fcssen wir erleben, da\u00df selbst Vertr\u00e4ge oder Gesetze r\u00fcckwirkend zu unserem Nachteil ver\u00e4ndert werden. Bei Gott ist das ganz anders. ER hat sich gebunden an Sein Wort. Was ER einmal zugesagt und versprochen hat, das wird ER halten, komme, was da wolle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Licht bedeutet auch Orientierung. Wie viele Menschen haben in unserer hektischen und sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndernden Welt die Orientierung verloren. Das Evangelium\/die frohe Botschaft von Jesus Christus ist das helle Licht, das uns Orientierung f\u00fcr unser Leben gibt, damit wir wissen, welches der richtige Weg ist, der zu unserer Rettung f\u00fchrt. Jesus sagt von sich: \u201eIch bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das ewige Leben haben.\u201c[2]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Wesen des Menschen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem Wesen Gottes steht das Wesen des Menschen gegen\u00fcber. So, wie Gott Licht ist und keine Finsternis in IHM, so ist der unerl\u00f6ste\/nat\u00fcrliche Mensch das genaue Gegenteil, er ist b\u00f6se von Jugend auf und nichts Gutes ist in ihm. Daran wird die Kluft zwischen Gott und Mensch deutlich sichtbar. Das war nicht immer so. Gott schuf den Menschen sich zum Bilde, aber im S\u00fcndenfall ging diese Ebenbildlichkeit verloren. Nur von Jesus sagt die Bibel:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eER ist der Abglanz Seiner (Gottes) Herrlichkeit und das Ebenbild Seines Wesens.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit dem S\u00fcndenfall leben wir in offener Rebellion\/Auflehnung gegen Gott. Ist das nicht \u00fcbertrieben? Wer will das denn beurteilen? Wir k\u00f6nnen uns nicht gut selbst einsch\u00e4tzen, denn wir sitzen in der Finsternis und machen uns oft Illusionen \u00fcber unseren Zustand und sind unf\u00e4hig, uns realistisch zu sehen und zu beurteilen. Deshalb ist es unbedingt notwendig, Gott zu befragen, was ER denn von uns h\u00e4lt, wie ER uns einsch\u00e4tzt. In der Bibel gibt ER uns Auskunft \u00fcber unseren Zustand:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Das Dichten des menschlichen Herzens ist b\u00f6se von Jugend auf.&#8220; [3]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und im R\u00f6merbrief lesen wir: &#8222;Es gibt keinen, auch nicht einen einzigen, der ohne S\u00fcnde ist.&#8220;[4]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">S\u00fcnde ist<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>fehlendes Vertrauen zu Gott,<\/li>\n<li>ist Vertrauensbruch,<\/li>\n<li>Rebellion,<\/li>\n<li>Aufstand gegen Gott.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mancher mag jetzt denken, wieso, ich vertraue doch darauf, da\u00df es Gott gibt. Die Frage ist nur: Vertrauen wir IHM in allem und ganz und gar? Oder wo vertrauen wir Menschen oder Dingen mehr als Gott? Das ist Vertrauensbruch!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Johannes-Evangelium hei\u00dft es: \u201eDie Menschen werden gerichtet, weil das Licht zwar in die Welt gekommen ist, sie aber die Finsternis mehr liebten als das Licht. Denn alles, was sie tun ist b\u00f6se.\u201c[5]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Gott Licht ist und in IHM keine Finsternis ist, dann kann ER auch keine Gemeinschaft mit der Finsternis dulden. D.h. Gott und Mensch sind zwei Welten, die sich diametral gegen\u00fcber stehen, und zwischen denen eine un\u00fcberbr\u00fcckbare Kluft liegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gibt es da Hilfe f\u00fcr mich in meiner S\u00fcndhaftigkeit? Ja!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jesus Christus, die einzige Rettung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Mensch ist nach dem Urteil Gottes ein S\u00fcnder, b\u00f6se von Jugend auf und im Reich der Finsternis zuhause. Gleichzeitig ist Gott, wie wir geh\u00f6rt haben, treu und gerecht und kann den Menschen nicht einfach begnadigen, (so sehr ER es vielleicht wollte) das w\u00fcrde IHN unglaubw\u00fcrdig machen und auf Sein Wort w\u00e4re kein Verla\u00df mehr. Die Situation ist aussichtslos. Als unerl\u00f6ste Menschen geh\u00f6r (-t) en wir als Sklaven unter die Herrschaft des F\u00fcrsten dieser Welt, der uns mit unzerbrechlichen Ketten in seinem Hochsicherheitsgef\u00e4ngnis gefangen h\u00e4lt, auch wenn wir im Gef\u00e4ngnisgarten herumlaufen d\u00fcrfen. Gleichzeitig stehen wir unter Gottes unwiderruflichem Todesurteil.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Gottes Wort unbedingt\/bedingungslos verl\u00e4\u00dflich ist, dann kann Gott uns nicht einfach begnadigen. Es mu\u00df das Todesurteil vollzogen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, ist hier die einzige Rettung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ER hat auf Golgatha die Todesstrafe, die wir f\u00fcr unsere Rebellion gegen Gott verdient h\u00e4tten, stellvertretend f\u00fcr uns an sich vollstrecken lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt ist der Gerechtigkeit und Liebe Gottes gleicherweise Gen\u00fcge getan. ER hat Sein Wort gehalten, da\u00df auf S\u00fcnde der Tod steht und ER hat Seine Liebe zu uns Menschen endg\u00fcltig und f\u00fcr alle Zeiten unter Beweis gestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt, da das Urteil an Jesus vollstreckt wurde, kann jeder, der das stellvertretende Opfer Jesu f\u00fcr sich in Anspruch nimmt von dem Todesurteil freigesprochen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An dieser Stelle geht es um Leben und Tod, um ewiges Leben und ewigen Tod. Wenn wir uns hier in das Licht Gottes stellen und r\u00fcckhaltlos unsere S\u00fcnde bekennen, und Jesus bitten, die Herrschaft in unserem Leben zu \u00fcbernehmen, d.h. IHM den entscheidenden Einflu\u00df auf unser Leben einzur\u00e4umen, dann kann Gott uns begnadigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann gilt: &#8222;&#8230; das Blut, das sein Sohn Jesus Christus f\u00fcr uns vergossen hat, befreit uns von aller Schuld.&#8220;[6]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von jetzt an ist ein Mensch Christ, hat Gemeinschaft mit Gott und die Zusage ewigen Lebens. Das ist die frohmachende Botschaft des Evangeliums von Jesus Christus. ER ist das helle Licht, das in die Welt gekommen ist. Wer IHM nachfolgt, der wird nicht weiter in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.[7] Das ist das Heil, das Jesus uns erworben hat. Aber &#8211; Nichts und Niemand anders kann und wird uns retten als Jesus alleine.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist aber erst der Anfang. Wir m\u00fcssen jetzt im Licht und in der Wahrheit bleiben\/wandeln und enge Lebensgemeinschaft mit Jesus Christus haben und leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4. Gemeinschaft mit Gott<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit wir heute und in alle Ewigkeit Gemeinschaft mit Gott haben k\u00f6nnen, daf\u00fcr hat Jesus f\u00fcr uns Sein eigenes Leben geopfert. Wenn uns diese Botschaft ins Herz getroffen hat und wir erkannt haben, was Jesus f\u00fcr uns getan hat, dann wollen wir doch diesen HERRN nicht mehr kr\u00e4nken, in dem wir bewu\u00dft weiter s\u00fcndigen, wie vorher, als wir Jesus noch gar nicht kannten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer wird denn einen Menschen, den er liebt, vor den Kopf sto\u00dfen, indem er immer wieder bewu\u00dft gegen dessen erkl\u00e4rten Willen verst\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das gilt auch f\u00fcr unser Verh\u00e4ltnis zu Gott.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Gott hat uns in und durch Jesus alles gegeben, was ER hatte, um uns vor dem sicheren ewigen Tod zu retten.<\/li>\n<li>ER liebt uns mit unendlicher Liebe<\/li>\n<li>ER will nur unser Bestes<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Liebe will beantwortet sein und soll sich in einem neuen, guten Lebenswandel im Lichte Gottes \u00e4u\u00dfern. Ja, daran soll sich zeigen, ob wir wirklich Christen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb ermahnt uns Johannes: \u201eWer sich an Gottes Wort h\u00e4lt und danach lebt, an dem zeigt sich Gottes ganze Liebe. Daran ist zu erkennen, ob wir wirklich Christen sind. Wer von sich sagt, da\u00df er zu Christus geh\u00f6rt, der soll auch so leben, wie Christus gelebt hat.\u201c[8]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Genau das m\u00f6chten wir zwar gerne, zu IHM geh\u00f6ren und in Seinem Lichte wandeln, Seinen Willen tun und Seine Gebote halten. Aber &#8211; unser Leben straft unsere Worte oft L\u00fcgen. Im Lichte Gottes leben und zu IHM geh\u00f6ren hei\u00dft n\u00e4mlich, sich Seinem Urteil zu unterwerfen und die geschenkte Gerechtigkeit Jesu Christi im Glauben zu ergreifen, d.h. aber auch, IHM den entscheidenden Einflu\u00df auf unser Leben einzur\u00e4umen. Und da liegt das Problem.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sagen, wir geh\u00f6ren zu Gott und wollen doch \u00fcber unser Leben selbst verf\u00fcgen (bestimmen), selbst am Steuer unseres Lebens sitzen und selbst die entscheiden Weichenstellungen vornehmen. Wir behaupten, wir geh\u00f6ren zu Gott und streben doch nach Autonomie. Wir m\u00fcssen dieses Autonomiestreben, unsere Ich-Haftigkeit, unseren Egoismus aufgeben, denn das ist die eigentliche S\u00fcnde, das ist Rebellion, Auflehnung gegen Gott. Wir behaupten, da\u00df wir zu Gott geh\u00f6ren und leben oft so, als w\u00e4ren wir unser eigener Herr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir das als S\u00fcnde\/Schuld erkennen, bereuen und vor Gott bekennen,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">dann d\u00fcrfen wir darauf vertrauen, da\u00df Gott seine Zusage treu und gerecht erf\u00fcllt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Er wird unsere S\u00fcnden vergeben und uns von allem B\u00f6sen reinigen.&#8220;[9]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Doch wenn wir behaupten, wir h\u00e4tten gar nicht ges\u00fcndigt, dann machen wir Gott zum L\u00fcgner und beweisen damit nur, da\u00df wir Christus noch gar nicht kennen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine solche Behauptung bedeutet: Gott, Du beurteilst uns falsch, wir haben keine S\u00fcnde und Du hast Deinen Sohn vergeblich geopfert, das war gar nicht n\u00f6tig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier geschieht eine Gottesl\u00e4sterung, die man kaum auszusprechen wagt. Wer aber leichtfertig \u00fcber S\u00fcnde redet und ihre Schwere leugnet, mu\u00df sich dar\u00fcber klar werden, da\u00df er dieser Gottesl\u00e4sterung verf\u00e4llt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist eine ernste Mahnung. &#8211; Aber &#8211; wer sein Leben wirklich Jesus \u00fcbergeben hat, wer also von IHM wiedergeboren wurde zu einem neuen ewigen Leben, der hat auch gleichzeitig den Heiligen Geist empfangen. Durch diesen Seinen Geist will Jesus uns durch unser Leben und durch alle Gefahren hindurch f\u00fchren und leiten, wenn wir es zulassen. Durch Seinen Geist wird Jesus unser Gewissen sch\u00e4rfen und uns warnen, wenn wir im Begriff sind, von Seinem Willen abzuweichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir aber dennoch wieder Schuld auf uns laden, brauchen wir nicht zu verzweifeln, dann haben wir in Jesus einen F\u00fcrsprecher, der uns vor Gott vertritt, wenn uns die Schuld anklagt; denn ER hat unsere Schuld, ja die Schuld der ganzen Welt auf sich genommen und ein f\u00fcr allemal ges\u00fchnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb konnte Martin Luther sagen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eMir ist es bisher wegen angeborener Bosheit und Schwachheit nicht m\u00f6glich gewesen, in allem den Forderungen Gottes zu gen\u00fcgen. Wenn ich nicht glauben darf, da\u00df Gott mir um Christi willen das t\u00e4glich beweinte Zur\u00fcckbleiben vergebe, ist\u2019s aus mit mir. Ich mu\u00df verzweifeln. Aber das la\u00df ich bleiben. Wie Judas an den Baum mich h\u00e4ngen, das tu ich nicht. Ich h\u00e4ng mich an den Hals oder Fu\u00df Christi, wie die S\u00fcnderin, ob ich auch noch schlechter bin als diese. Ich halte meinen HERRN fest. Dann spricht ER zum Vater: Dies Anh\u00e4ngsel mu\u00df auch durch. Er hat zwar nichts gehalten und alle Deine Gebote \u00fcbertreten, Vater, aber er h\u00e4ngt sich an mich. Was will\u2019s? Ich starb auch f\u00fcr ihn. La\u00df ihn durchschl\u00fcpfen. Das soll mein Glaube sein.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott schenke uns diesen festen Willen, unser ganzes Vertrauen auf Jesus zu setzen, uns an IHN zu h\u00e4ngen und unersch\u00fctterlich an IHM festzuhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und der Friede Gottes, der h\u00f6her ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wolfgang Wilke, Predigt am 2. Sonntag nach Trinitatis<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">__________________________________________<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[1] 1. Joh. 1,5b<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[2] Joh. 8,12<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[3] 1. Mose 8,21<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[4] R\u00f6m. 3,10<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[5] Joh. 3,19<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[6] 1. Joh. 1,7b<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[7] Joh. 8,12<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[8] 1. Joh. 2,6 Hfa<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[9] 1. Joh. 1,9<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt \u00fcber 1. Johannesbrief 1,5-2,6 Es war noch in der Anfangszeit der christlichen Gemeinden. Seit jenem Ostermorgen, als Jesus von Nazareth, der Sohn des lebendigen Gottes, auferstand, waren erst wenige Jahrzehnte vergangen. 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