{"id":10995,"date":"2014-06-19T09:11:11","date_gmt":"2014-06-19T07:11:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10995"},"modified":"2014-06-19T09:14:55","modified_gmt":"2014-06-19T07:14:55","slug":"die-gnade-unseres-herrn-jesus-christus-und-die-liebe-gottes-und-die-gemeinschaft-des-heiligen-geistes-sei-mit-euch-allen-2kor-1313","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10995","title":{"rendered":"Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! (2Kor 13,13)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der vergangene Sonntag war der Trinitatis-Sonntag \u2013 ein Anla\u00df, \u00fcber die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes zu sprechen. Die Alte Kirche hat im Einklang mit der heiligen Schrift gelehrt, da\u00df Gott in drei Personen ein Gott ist und da\u00df die drei Personen \u2013 Vater, Sohn und Heiliger Geist \u2013 hinsichtlich ihrer Gottheit gleich sind. Obwohl der Sohn dem Vater gehorsam war, war er deswegen nicht weniger Gott, und der Heilige Geist \u2013 \u201emit beiden gleichen Thrones, mit beiden gleich gepreist\u201c (EG 133,1) \u2013 ebenfalls. Das ergibt sich aus den trinitarischen Formulierungen, wie wir sie im obigen Wort des Paulus und mehrfach im Neuen Testament finden. Das aber hei\u00dft: Gott ist von Ewigkeit zu Ewigkeit der dreieinige Gott, der in drei erkennbaren und voneinander unterscheidbaren Personen da ist und handelt.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dagegen hat sich schon immer Protest erhoben, denn es f\u00e4llt der gefallenen menschlichen Logik schwer, in <em>einem <\/em>Gott Dreiheit zu denken. Insbesondere wurde die Gottheit Jesu immer wieder bestritten. Der Erzketzer zur Zeit der Alten Kirche, Arius (\u2020 336), lehrte in Alexandria, Jesus sei zwar das h\u00f6chste Gesch\u00f6pf, aber nicht Gott. Viele teilten damals seine Ansicht. Das Nicaenische Glaubensbekenntnis (aus den Jahren 324 und 381) antwortete auf diese Herausforderung, indem es die Lehre von der Dreieinigkeit im Sinne der Bibel ausformulierte. Zur Zeit der Reformation und danach bildeten sich erneut antitrinitarische Kreise, und auch in der modernen Theologie ist Jesus nur ein Mensch wie wir. Prominente Vertreter des gro\u00dfkirchlichen Protestantismus lehren, Joseph sei sein leiblicher Vater, er habe keine Wunder getan und sei auch nicht leibhaftig auferstanden. Sie reihen sich damit ein in die lange Schlange der Irrlehrer. Nat\u00fcrlich war Jesus f\u00fcr sie alle ein besonderer Mensch, n\u00e4mlich so von dem religi\u00f6sen Bewu\u00dftsein erf\u00fcllt, da\u00df Gott ein g\u00fctiger und gn\u00e4diger Gott sei, da\u00df er ihn als seinen Vater im Himmel verk\u00fcndigen konnte. Der Heilige Geist aber sei der Geist, der von Jesus ausgegangen und in der christlichen Kirche verbreitet sei, der Glaube, die Spiritualit\u00e4t und die Liebe. Im Grunde genommen wird der Heilige Geist damit auf die menschliche Religiosit\u00e4t reduziert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2013 Noch von ganz anderer Seite wird die Gottheit Jesu massiv bek\u00e4mpft: der Koran verurteilt ausdr\u00fccklich die Gottessohnschaft Jesu und auch das Judentum verweigert das Bekenntnis, da\u00df Jesus Gott ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es liegt auf der Hand, da\u00df nur ein dreieiniger Gott seinen Sohn senden und eine ewigg\u00fcltige Vers\u00f6hnung schaffen konnte. Nur ein dreieiniger Gott kann im Heiligen Geist gegenw\u00e4rtig sein, ohne da\u00df dadurch der Himmel leer w\u00e4re. Nur ein dreieiniger Gott kann in sich Kommunikation und Liebe \u00fcben, Personalit\u00e4t aufweisen und also die Menschen in seinem Bilde schaffen. Nur ein dreieiniger Gott kann das Zueinander von Einheit und Vielheit, von Bindung und Freiheit umfassen. Der dreieinige Gott braucht keinen Stellvertreter auf Erden, denn sein Sohn ist ja Fleisch geworden und hat das, was wir von Gott wissen k\u00f6nnen, offenbart. Er ist jetzt im Heiligen Geist da und sagt mit der heiligen Schrift das, was Gott den Menschen zu sagen hat. Verneint man die Lehre von der Dreieinigkeit, dann gibt es keine wirkliche Vers\u00f6hnung mit Gott.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Christus nicht Gott ist und nur austauschbare religi\u00f6se Ratschl\u00e4ge zu geben vermag, wird man alle Dinge auf ein unbestimmtes einheitliches Prinzip zur\u00fcckf\u00fchren, das man mit dem Begriff \u201eGott\u201c religi\u00f6s verbr\u00e4mt, aber bald zu einem widerchristlichen Totalitarismus kommen, bei dem der Mensch seine Rettung oder gar die heile Welt selber schaffen mu\u00df. Vermutlich wird dieser Totalitarismus nicht p\u00e4pstlich sein, sondern eher \u00f6kologisch-atheistisch oder langfristig gar moslemisch. Auf jeden Fall stehen Christen heute vor der Herausforderung, den dreieinigen Gott bekannt zu machen, zu bekennen und das Recht Jesu Christi, der Herr zu sein, zu verk\u00fcndigen. Leider wollen das viele nicht bemerken, denn sie f\u00fcrchten den Widerspruch, der nicht ausbleiben wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: IRT-Rundbrief II\/2014<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der vergangene Sonntag war der Trinitatis-Sonntag \u2013 ein Anla\u00df, \u00fcber die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes zu sprechen. Die Alte Kirche hat im Einklang mit der heiligen Schrift gelehrt, da\u00df Gott in drei Personen ein Gott ist und da\u00df die drei Personen \u2013 Vater, Sohn und Heiliger Geist \u2013 hinsichtlich ihrer Gottheit gleich sind. 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