{"id":10906,"date":"2014-05-30T23:21:40","date_gmt":"2014-05-30T21:21:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10906"},"modified":"2014-05-30T23:21:40","modified_gmt":"2014-05-30T21:21:40","slug":"wie-israel-fuer-christus-gewonnen-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10906","title":{"rendered":"Wie Israel f\u00fcr Christus gewonnen wird"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Verhei\u00dfungen von R\u00f6mer 9-11.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.<\/strong> <strong>R\u00f6m 9\u201311 im Zusammenhang des R\u00f6merbriefes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das mir gestellte Thema liegt mir sehr am Herzen. Es ist ganz uneurop\u00e4isch gepr\u00e4gt, ganz undeutsch und auch ganz unenglisch. Wenn man es hier in Deutschland, in England oder einem anderen europ\u00e4ischen Land bearbeitet, w\u00fcrde man \u00fcblicherweise ein \u201eVielleicht\u201c oder ein \u201eHoffentlich\u201c hinzuf\u00fcgen, zum Beispiel so: \u201eWie Israel vielleicht oder hoffentlich f\u00fcr Christus gewonnen werden wird\u201c.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber Gott sei Dank: Wir finden in dieser Themenstellung kein \u201eVielleicht\u201c, kein \u201eHoffentlich\u201c \u2013 es ist eine Gewissheit: \u201eWie Israel sicher f\u00fcr Christus gewonnen werden wird\u201c. Es sind die Verhei\u00dfungen Gottes. Und wenn Gott etwas verspricht, dann wird es sicher geschehen. Dann ist es klar. Dar\u00fcber braucht man dann keine Zweifel mehr zu haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir dieses Thema bearbeiten, dann beziehen wir uns auf die Verhei\u00dfungen im R\u00f6merbrief Kap. 9 bis 11. Dieser Abschnitt in der Bibel muss immer im Zusammenhang des ganzen Briefes verstanden werden. Aber wenn man die Bibelkommentare liest, hat man den Eindruck, dass das nicht wahrgenommen wird. In den Kommentaren ist es gew\u00f6hnlich so, dass man diese Kapitel f\u00fcr unabh\u00e4ngig von den anderen Teilen des Briefes h\u00e4lt. Also hat man in den ersten acht Kapiteln die Theologie, n\u00e4mlich die Rechtfertigung durch den Glauben. Dann, nach einer Pause, kommt man zur Ethik, n\u00e4mlich wie man handeln soll, wenn man zum Glauben an Jesus kommt. Aber diese Kapitel 9 bis 11 geh\u00f6ren nicht dazu. So scheint es in den meisten Kommentaren zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man jedoch diesen Abschnitt etwas sorgf\u00e4ltiger betrachtet, dann bemerkt man sofort, dass Kap. 9 direkt nach Kap. 8 kommt; und Kap.9 f\u00e4ngt mit dem Wort an: \u201eIch sage die Wahrheit in Christus und l\u00fcge nicht, wie mir mein Gewissen bezeugt im Heiligen Geist, dass ich gro\u00dfe Traurigkeit und unabl\u00e4ssigen Schmerz in meinem Herzen habe. Ich w\u00fcnschte n\u00e4mlich selber von Christus verbannt zu sein.\u201c (R\u00f6m 9,1)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und am Ende des 8. Kap lesen wir es fast \u00e4hnlich: \u201eNichts kann uns von Christus trennen!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das 9. Kapitel folgt direkt auf das 8. \u2013 es ist nicht unabh\u00e4ngig davon. Es h\u00e4ngt genau und direkt vom 8. Kapitel ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und so ist es auch mit dem 11. Kapitel. In den Versen 30 bis 32 spricht Paulus von der Barmherzigkeit des Herrn f\u00fcr die Juden und auch f\u00fcr die Nicht-Juden. Da hei\u00dft es:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDenn gleichwie auch wie auch ihr einst Gott nicht gehorcht habt, nun aber begnadigt worden seid infolge ihres Ungehorsams, so haben auch sie jetzt nicht gehorcht infolge eurer Begnadigung, damit auch sie begnadigt w\u00fcrden. Denn Gott hat alle\u201c \u2013 ohne Ausnahme! \u2013 \u201emiteinander in den Unglauben verschlossen, damit er sich aller erbarme\u201c. (R\u00f6m 11, 30-32)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist das Ziel: Die Barmherzigkeit und Gnade Gottes, dass er sich \u00fcber alle erbarmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anschlie\u00dfend f\u00e4hrt er in Kap. 12, 1-2 fort: \u201eIch ermahne euch nun, ihr Br\u00fcder, kraft der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgef\u00e4lliges Opfer.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der ganze Schwerpunkt liegt also auf der Barmherzigkeit Gottes. Das ist in Kap. 11, besonders in Vers 32 so, aber dar\u00fcber hinaus auch in Kap. 12.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Barmherzigkeit Gottes gilt f\u00fcr alle V\u00f6lker \u2013 nicht nur f\u00fcr Israel, nicht nur f\u00fcr die Juden, sondern f\u00fcr alle V\u00f6lker, f\u00fcr alle Nationen! Und das Umgekehrte gilt dann auch: Die Barmherzigkeit Gottes gilt nicht nur f\u00fcr die Nicht-Juden, nicht nur f\u00fcr die sogenannten Heiden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Wort habe ich nicht gern. Die meisten von Ihnen sind Heiden, aber hoffentlich nicht heidnisch gepr\u00e4gt. Das Wort passt nicht und stimmt nicht. Allerdings ist es die gew\u00f6hnliche \u00dcbersetzung in der Luther-Bibel und in manchen anderen B\u00fcchern und \u00dcbersetzungen. Aber das Wort stimmt nicht. Meine Frau ist auch Heidin, aber auch nicht heidnisch gepr\u00e4gt. \u201eDie Nationen, die V\u00f6lker\u201c in modernen \u00dcbersetzungen ist besser.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht also immer um die Barmherzigkeit Gottes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deswegen sagt Paulus: \u201eIch ermahne euch, eure K\u00f6rper, eure Leiber, als Opfer zu geben\u201c, in diesem Kontext, dass Gott sich \u00fcber alle V\u00f6lker erbarmt, ohne Ausnahme: In Asien, in Afrika, in Europa, unter Juden, unter Nicht-Juden. F\u00fcr alle Menschen gilt die Gnade und die Barmherzigkeit des HERRN. Deswegen sollen wir uns f\u00fcr ihn opfern. Das gilt vor allem auch im Kontext der internationalen Mission.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kapitel 9 bis 11 stehen also im Zusammenhang mit dem ganzen R\u00f6merbrief. Darum werden wir den ganzen Brief ansehen, wenn wir diese Kapitel gut verstehen wollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Der Aufriss des R\u00f6merbriefes <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den ersten drei Kapiteln sagt Paulus, dass Juden und Nicht-Juden gleicherma\u00dfen unter der S\u00fcnde stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er f\u00e4ngt damit an, dass die Nicht-Juden, die Nationen, unter der S\u00fcnde stehen. F\u00fcr uns als Juden ist das schon klar \u2013 das wissen wir schon. Wir haben immer geglaubt, dass Sie als Nicht-Juden s\u00fcndig sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In Kap. 2<\/strong> f\u00e4hrt er aber fort: Alle Leute, wer sie auch sind, stehen gleicherma\u00dfen unter der S\u00fcnde. Hier sagt er etwas, dass ganz erschreckend ist, ein Geheimnis, das wir normalerweise nicht zugeben: N\u00e4mlich, dass wir als Juden auch s\u00fcndig sind. Das zu sagen ist inakzeptabel, unannehmbar. Wir sind nat\u00fcrlich das Volk Gottes \u2013 wir sind doch nicht s\u00fcndig!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber Paulus sagt, dass wir gleicherma\u00dfen, Juden sowie Nicht-Juden, unter der S\u00fcnde stehen. Juden und Nicht-Juden werden auch gleicherma\u00dfen erl\u00f6st durch die Gnade. Aber zuerst soll man immer das Problem ansehen \u2013 das Problem der S\u00fcnde ist international. Es ist afrikanisch, asiatisch, europ\u00e4isch, j\u00fcdisch, nicht-j\u00fcdisch. Es ist f\u00fcr alle g\u00fcltig, dass wir unter der S\u00fcnde stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das sagt Paulus in seiner Zusammenfassung in <strong>Kap. 3, 9<\/strong>: \u201eWie nun? Haben wir etwas voraus? Ganz und gar nicht. Denn wir haben ja vorhin sowohl Juden als auch Griechen\u201c &#8211; also Nicht-Juden &#8211; \u201ebeschuldigt, dass sie alle unter der S\u00fcnde sind, wie geschrieben steht.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann bietet er eine ganze Kette von alttestamentlichen Versen auf, um zu beweisen, dass alle unter der S\u00fcnde stehen. Ein guter Arzt f\u00e4ngt damit an, das Problem, die Krankheit zu sehen. Und wenn man wei\u00df, was die Krankheit ist, dann erst kommt man zur Antwort, also zur Heilung. Und so ist es bei Paulus. Das Problem, die Krankheit, ist die S\u00fcnde aller V\u00f6lker. Und das gilt eben auch f\u00fcr uns als Juden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gibt es nun eine Antwort? Gibt es ein Medikament? Ja. Paulus zeigt n\u00e4mlich in Kap. 3, dass Jesus die Antwort ist. Sein Kreuz, Seine Auferstehung, die Gnade, die G\u00fcte und die Barmherzigkeit Gottes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber selbst wenn man das gelesen und angenommen hat, bleibt ein Problem: Ist der j\u00fcdische Messias, Sein Kreuz und Seine Auferstehung auch f\u00fcr die Nicht-Juden g\u00fcltig oder nur f\u00fcr uns als Juden?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Kap. 3 zeigt Paulus, dass diese Antwort, dieses Medikament, f\u00fcr alle Leute g\u00fcltig ist. Er sagt in Kap. 3, 27: \u201eWo bleibt nun das R\u00fchmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Das der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also eben nicht durch das Gesetz. Als Juden r\u00fchmen wir uns. Wir sind darauf stolz und hochm\u00fctig. Wir haben das Gesetz. Wir haben die Thora. Wir haben den Bund mit Gott. Man darf sagen, wir haben den j\u00fcdischen, den israelitischen Bund. Er ist f\u00fcr uns gemeint, nicht f\u00fcr die anderen V\u00f6lker, nur f\u00fcr uns als Juden. Wir haben den Bund durch Mose. Wir haben das Gesetz. Wir haben das Wort Gottes. Durch dieses Wort wird Gott uns annehmen und eine echte und enge Beziehung mit uns haben. Wir sind das Volk Gottes wegen des Gesetzes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deswegen fragt Paulus in 3, 27: \u201eWo bleibt nun das R\u00fchmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Ist es durch die Thora ausgeschlossen? Nein. So kommen wir zu dem Schluss, dass der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt werde ohne Gesetzeswerke.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kap. 3, 28 ist der Lieblingsvers von Martin Luther, n\u00e4mlich dass wir durch den Glauben gerettet, gerechtfertigt werden und nicht durch die Werke des Gesetzes, der Thora, des g\u00f6ttlichen Wortes. Sie k\u00f6nnen sich vorstellen, was Luther in seinem Kommentar zum R\u00f6merbrief gesagt hat: \u201eDurch den Glauben an Jesus und nur durch den Glauben!\u201c Also: \u201eSola fide \u2013 allein durch den Glauben!\u201c Das ist das Wort Martin Luthers.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er schreibt, dass die Rechtfertigung nicht aus den Werken kommt, sondern allein durch den Glauben an Jesus und das, was Jesus f\u00fcr uns getan hat. Das ist ganz und gar evangelisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er spricht auch \u00fcber moralische, ethische und religi\u00f6se Werke. Aber kein Werk ist f\u00fcr Gott genug. Wir sind nicht durch die Werke gerechtfertigt, sondern nur durch den Glauben. Aber das bereitet uns ein Problem. Nach Vers 28 \u2013 Sie werden erstaunt sein \u2013 kommt Vers 29.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.<\/strong> <strong>Das besondere Problem von R\u00f6m 3, 29<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Martin Luther hatte furchtbare Probleme mit diesem Vers. Warum steht dieser Vers direkt nach Vers 28? Wie h\u00e4ngt Vers 29 mit Vers 28 zusammen? Gibt es einen Zusammenhang? Warum kommt Vers 29?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich lese es nochmal, V. 28 zuerst: \u201eSo kommen wir zu dem Schluss, dass der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt werde, ohne Gesetzeswerke.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann V. 29: \u201eOder ist Gott nur der Juden Gott und nicht auch der Heiden Gott? Ja, freilich, auch der Heiden, denn es ist ja ein und derselbe Gott, welcher die Beschnittenen aus Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben rechtfertigt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das gilt f\u00fcr alle gleich. Aber warum fragt Paulus, ob die Rechtfertigung f\u00fcr den Nicht-Juden g\u00fcltig ist? Sie geschieht durch den Glauben, und zwar durch den Glauben an Jesus. Alle Leute k\u00f6nnen glauben, nicht nur die Juden. Man hat mir erz\u00e4hlt, dass auch die Deutschen glauben k\u00f6nnen. Ich wei\u00df, dass es selten vorkommt, aber doch ist es eine M\u00f6glichkeit. Der Glaube gilt nicht nur f\u00fcr die Juden, sondern f\u00fcr alle V\u00f6lker gleicherma\u00dfen. Wenn die Rechtfertigung durch den Glauben kommt und nicht durch das j\u00fcdische Gesetz, durch den mosaischen Bund, dann ist sie tats\u00e4chlich f\u00fcr alle Leute g\u00fcltig, nicht nur f\u00fcr die Juden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr uns als Juden ist das erschreckend, dass unsere Beziehung zu Gott und die Beziehung Gottes zu uns nicht nur f\u00fcr uns gilt, sondern auch f\u00fcr alle Menschen. Es scheint also nichts Besonderes zu sein, dass wir Juden sind. Denn die Rettung, die Vers\u00f6hnung, kommt zu allen Menschen auf dieselbe Weise. Also was n\u00fctzt es, j\u00fcdisch zu sein? Meint das schon oder noch etwas, dass wir Juden sind?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist so erschreckend, dass Paulus es mit dem Beispiel von unserem Vater Abraham, dem Musterbild, entfaltet. Und wenn es f\u00fcr Abraham wahr ist, dann ist es wirklich g\u00fcltig, es ist koscher.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kap. 4<\/strong> zeigt, dass die Rechtfertigung schon in sehr fr\u00fcher Zeit zu Abraham gekommen ist und ihm geschenkt wurde. Nur: Gab es damals noch keine guten Werke? Im Gegenteil: Es gab viele gute Werke, lange Jahre vor Abraham! Adam und Eva hatten gute Werke \u2013 zumindest eine Zeit lang. Noah hatte gute Werke. Es gab viele gute Werke, bevor Abraham kam. Aber die Rechtfertigung ist zu Abraham gekommen, lange bevor er beschnitten wurde, lange bevor das Gesetz Israel gegeben wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also gilt die Rechtfertigung vor dem Gesetz, nicht vor den Werken! Luther und wir als Evangelikalehaben manchmal das falsche Wort so sehr hervorgehoben: Die Werke! Nein, der Glaube. Aber es sind nicht die Werke, die betont werden. Es ist das Gesetz, das betont wird \u2013 durch die Werke des Gesetzes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In Kap. 5 \u2013 8<\/strong> beschreibt Paulus die Konsequenzen und die Vorteile des im Glauben gerechtfertigten Menschen. Hier spricht Paulus viel mehr \u00fcber die Rechtfertigung und \u00fcber das christliche Leben in einer engen Beziehung mit dem HERRN.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber es bleibt immer noch das Problem, es bleiben noch dieselben Fragen f\u00fcr Paulus: Wenn die Juden und die Nicht-Juden zusammen auf gleiche Weise ges\u00fcndigt haben, werden sie dasselbe Problem haben. Und wenn sie alle dieselbe Antwort empfangen, dieselbe Heilung, dieselbe Rettung, dieselbe Rechtfertigung erfahren: Was n\u00fctzt es dann eigentlich, j\u00fcdisch zu sein? Bleiben die Verhei\u00dfungen Gottes f\u00fcr Israel noch g\u00fcltig?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4. Hebt die S\u00fcnde Israels Erw\u00e4hlung auf?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und deswegen kommen wir zu den <strong>Kapiteln 9 \u2013 11<\/strong>. Sie folgen nat\u00fcrlich nach diesen ersten 8 Kapiteln. Ist der alte Bund noch g\u00fcltig? Oder hat die S\u00fcnde Israels den Bund aus dem Fenster geworfen? Oder hat Gott seine Verhei\u00dfungen nicht gehalten? Oder hat er sie sogar schon gebrochen wegen der S\u00fcnde Israels? Was n\u00fctzt es eigentlich, noch in Israel zu sein? Hat Gott besondere Pl\u00e4ne f\u00fcr uns? Hat er sie noch? Das fragen wir jetzt, in unserem Zeitalter. Sind die Verhei\u00dfungen Gottes im Alten Testament noch g\u00fcltig f\u00fcr Israel? Ist unser Thema richtig oder nicht? Haben wir noch dieselben Verhei\u00dfungen Gottes oder sind sie schon verloren gegangen? Sie wissen, dass es in unseren Kirchen \u00fcber diese Fragen immer wieder einen heftigen Streit gibt. Sind die Verhei\u00dfungen ung\u00fcltig oder nicht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deswegen freue ich mich \u00fcber das Thema, die Verhei\u00dfungen im R\u00f6merbrief Kap. 9 \u2013 11: \u201eWie Israel f\u00fcr Christus gewonnen werden wird\u201c \u2013 ohne \u201evielleicht\u201c, ohne \u201ehoffentlich\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch f\u00fcr Paulus ist das problematisch. Man muss sich immer daran erinnern, dass diese Kapitel auf seinem leidvollen Sehnen nach der Rettung seines eigenen Volkes basieren. Er verlangt danach, er sehnt sich danach, dass sein Volk, dass Israel zu Jesus und deswegen zu dem Vater kommen wird. Dass sie alle geheilt werden k\u00f6nnen. Allerdings ist das nicht nur eine theologische Frage! Es ist f\u00fcr ihn eine Herzensfrage, eine ganz emotionale Frage. Es ist ja sein Volk, das er liebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber es ist eine Tatsache, dass die meisten Juden nicht an Jesus glauben und ihn als Messias nicht annehmen wollen. Und das ist ja bis heute so. Also ist das f\u00fcr uns alle ein Ruf zur Evangelisation, zur Verk\u00fcndigung, dass wir mit Paulus dasselbe Herzensgef\u00fchl haben und uns auch danach sehnen, dass das j\u00fcdische Volk zu Jesus kommen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber es ist nicht so einfach<strong>. In Kap. 9<\/strong> fragt sich Paulus, ob Israels g\u00f6ttliche Erw\u00e4hlung zu seiner Rettung f\u00fchren kann. Er spricht ziemlich viel \u00fcber die Erw\u00e4hlung: Dass wir das erw\u00e4hlte Volk sind, denn Gott hat uns erw\u00e4hlt. Wir sind sein Lieblingsvolk. Er hat uns lieb. Und das ist sch\u00f6n. Wir freuen uns dar\u00fcber.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber es hilft nicht, sagt Paulus, weil die meisten Juden noch ungl\u00e4ubig bleiben; und wenn sie nicht glauben, dann n\u00fctzt es nichts, dass wir das erw\u00e4hlte Volk sind. Das ist zwar sch\u00f6n, und Sie als Nicht-Juden k\u00f6nnen sich dar\u00fcber freuen. Aber f\u00fcr uns als Juden hei\u00dft das, dass die meisten von unserem Volk verloren gehen wegen ihres Unglaubens &#8211; auch wenn sie erw\u00e4hlt sind! Dann n\u00fctzt auch die Erw\u00e4hlung nichts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das hilft dem Paulus nicht. Das ist keine Antwort auf seine Frage. In <strong>Kap. 9, 27<\/strong> erw\u00e4hnt er den \u00dcberrest Israels, der gerettet werden wird. Theologisch gesprochen ist das eine gute Antwort, dass es einen \u00dcberrest gibt &#8211; der eine hier, der andere dort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber das ist die Situation unseres Volkes: Der eine hier, der andere dort. Aber das gen\u00fcgt nicht. Wir sehnen uns mit Paulus danach, dass die Menge unseres Volkes zu Jesus kommen wird, nicht nur der eine hier und der andere da. Das gen\u00fcgt uns eben nicht. Deswegen wiederholt Paulus in <strong>Kap. 10<\/strong> das mit anderen Worten, was er vorher in Kap. 9 schon gesagt hat:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eBr\u00fcder, meines Herzens Wunsch und mein Flehen vor Gott f\u00fcr Israel ist auf ihr Heil gerichtet. Denn ich gebe ihnen das Zeugnis, dass sie eifern um Gott, aber mit Unverstand. Denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkennen und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten trachten, sind sie der Gerechtigkeit Gottes nicht untertan.\u201c (10, 1)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es liegt eine Traurigkeit in diesen Worten. Das treibt einem die Tr\u00e4nen in die Augen, dass die meisten von unserem Volk verloren gehen. Es ist so einfach und so sch\u00f6n, vom \u00dcberrest zu reden. Aber das gen\u00fcgt dem Paulus gar nicht. Und es gen\u00fcgt mir und meinem Volk auch nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In Kap. 10<\/strong> schreibt Paulus, dass diese Rettung durch den Glauben an Jesus kommt, nicht durch das Gesetz. Das hatte er schon erw\u00e4hnt, aber er wiederholt es. Wir m\u00fcssen die Botschaft h\u00f6ren, glauben und den HERRN anrufen. Das ist wahr, und als Evangelikale glauben wir das. F\u00fcr uns als bibeltreue Christen ist das selbstverst\u00e4ndlich, dass wir an Jesus glauben sollen. Auf diese Weise k\u00f6nnen wir die Rettung erfahren. Wir m\u00fcssen die Botschaft h\u00f6ren, glauben und den HERRN anrufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber das gen\u00fcgt auch nicht. Das ist eine gute Theologie, eine klare Theologie. Aber es gen\u00fcgt gar nicht, weil die meisten von unserem Volk eben nicht glauben. Und so ist es bis heute. Man kann sagen, wenn sie glauben w\u00fcrden, dann w\u00fcrden sie geheilt, gerettet werden. Aber sie glauben eben nicht! Wir als gl\u00e4ubige messianische Christen sind eine sehr kleine Minderheit in unserem Volk. Sie verstehen das als Deutsche nat\u00fcrlich: Sie sind auch eine Minderheit in Ihrem Volk, und zwar auch eine kleine Minderheit. Also ist es beruhigend zu sagen, dass man eine neue Beziehung zum HERRN haben wird, sogar eine ewige Beziehung, wenn man glaubt. Aber was n\u00fctzt es, das zu sagen, wenn alle unsere Familien, alle unsere Bekannten verloren gehen werden, weil sie nicht glauben? Das ist zwar eine gute Theologie, aber nutzlos.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das sagt Paulus auch: Israel hat die Botschaft geh\u00f6rt &#8211; und doch nicht geglaubt oder den HERRN angerufen. Nicht-Juden aber glauben. Es ist alles umgekehrt. Es ist alles durcheinander gegangen. Die guten Juden gehen verloren, und die Nicht-Juden, die keinen Bund haben, die au\u00dferhalb des Bundes Gottes stehen, haben geglaubt und werden gerettet! \u201eWas sollen wir dazu sagen?\u201c, fragt Paulus (9, 14).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon in 10, 4 stellt er fest, dass jedem die Gerechtigkeit Gottes gegeben wird, der glaubt. Somit sieht er voraus, dass Gottes Gnade sowohl f\u00fcr Heiden als auch f\u00fcr Juden gilt, wenn sie nur glauben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5. Die bleibende G\u00fcltigkeit des Alten Bundes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber doch haben wir noch keine Antwort. Ist der Alte Bund noch g\u00fcltig? Hat Gott noch Pl\u00e4ne f\u00fcr uns als Juden? Wie ist es mit Seinen Verhei\u00dfungen? Sind Seine Verhei\u00dfungen von unserem Glauben abh\u00e4ngig? Oder bleiben sie g\u00fcltig, auch wenn wir s\u00fcndig sind und sie nicht ernst und gut annehmen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist die entscheidende und zugleich eine sehr treffende Frage auch f\u00fcr uns in unserer modernen Zeit hier in Europa. Denn die meisten Europ\u00e4er sind auch verloren ohne den Glauben. Wie ist es denn mit den Verhei\u00dfungen Gottes? Wenn die S\u00fcnde die Verhei\u00dfungen Gottes ung\u00fcltig macht, dann haben wir furchtbare Probleme. Denn die Geschichte der Gemeinde Jesu ist auch nicht gut. Ich habe das Dritte Reich erw\u00e4hnt. Die meisten Christen haben ges\u00fcndigt. Es hat zwar die Bewegung der Bekennenden Kirche gegeben, aber die meisten Christen geh\u00f6rten nicht dazu. Und auch viele Ihrer Eltern haben furchtbare Dinge getan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hei\u00dft das, dass Gott keine Verhei\u00dfungen mehr f\u00fcr Deutschland hat? Ich glaube es nicht. Aber wenn man sagt, dass die S\u00fcnde Israels die Verhei\u00dfungen Gottes gebrochen hat, dann hat man Probleme in Deutschland oder in England, weil unsere Geschichte auch ganz s\u00fcndig gewesen ist &#8211; in allen unseren V\u00f6lkern und L\u00e4ndern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber Paulus sagt: Die Verhei\u00dfungen Gottes bleiben ewiglich. Das sagen wir oft, fast jeden Tag. Die Verhei\u00dfungen Gottes bleiben ewiglich. Das ist fast ganz gew\u00f6hnlich. Aber das sind wichtige Worte. Aber wenn das bekannt wird, soll das ganz ernst gesagt werden. Da ist kein \u201eHoffentlich\u201c, kein \u201eVielleicht\u201c n\u00f6tig. Sie bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber: Wir sind immer noch nicht zur Antwort gekommen. Endlich in <strong>Kap. 11<\/strong> bietet Paulus eine Antwort an, und zwar eine ausreichende Antwort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er spricht hier von dem \u00d6lbaum. Das ist merkw\u00fcrdig, wie die ungl\u00e4ubigen Zweige weggeworfen und neue Zweige hinzugef\u00fcgt werden, bis der \u00d6lbaum international wird, f\u00fcr alle V\u00f6lker, auch f\u00fcr Israel. Wir bemerken zwar, dass viele Zweige verloren gehen. Aber der Baum als solcher bleibt und lebt noch. Die neuen Zweige sind zu dem alten Baum hinzugetan, nicht zu einem neuen Baum gemacht worden!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Manche Leute sagen, dass Pfingsten der Geburtstag der Gemeinde ist. Das ist falsch. Wann hat die Gemeinde Jesu ihren Anfang genommen? Mit der Sch\u00f6pfung? Oder mit dem Ruf Gottes an Abraham, also etwas vor dem ersten Pfingstfest. Denn der alte Baum lebt noch. Und Sie als Nicht-Juden sind zu dem israelitischen Baum hinzugetan worden. Denn wir alle kommen zu Gott durch Jesus. Das ist wunderbar!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Paulus findet also eine befriedigende Antwort auf seine Frage: Hat Gott Sein Volk verworfen? Nein! Der Baum bleibt und lebt noch! Alles, was Gott f\u00fcr Israel beabsichtigt, geschieht durch die Rettung der Heiden. Wegen der Rettung der Heiden wird die Rettung auch zu Israel kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den H\u00f6hepunkt seiner Einsicht \u00fcber die Hoffnung Israels erreicht Paulus in Kap. 11, 25-26: Gottes Verhei\u00dfungen f\u00fcr Israel sind immer noch g\u00fcltig. Gott hat immer noch eine Bestimmung f\u00fcr Israel. Sein Bund mit Israel lebt weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir wollen diese so wichtigen Verse etwas n\u00e4her ansehen. In <strong>Kap. 11, 25-26<\/strong> hei\u00dft es: \u201eDenn ich will nicht, meine Br\u00fcder, dass euch dieses Geheimnis unbekannt bleibe, damit ihr euch nicht selbst klug d\u00fcnkt, dass Israel zum Teil\u201c \u2013 nicht ganz und gar! \u2013 \u201eVerstockung widerfahren ist, bis dass die Vollzahl der Heiden eingegangen sein wird. Dann wird ganz Israel errettet werden. Wie geschrieben steht: Aus Zion wird der Erl\u00f6ser kommen und die Gottlosigkeit von Jakob abwenden. Und das ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihnen ihre S\u00fcnden wegnehmen werde.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>6. <\/strong><strong>Die Vollzahl Israels und der Heiden<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Calvin hat vermutet, dass das Wort \u201eIsrael\u201c in dieser Bibelstelle die nicht-j\u00fcdische Gemeinde Jesu meint. Aber im Kontext ist es klar, dass Calvin in dieser Hinsicht ganz falsch lag. Israel hei\u00dft Israel. Es meint die Juden. Vom Kontext kann man das nicht anders verstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt hier eine typische hebr\u00e4ische Parallele \u2013 eine Parallele zwischen der Vollzahl der Heiden und ganz Israel. \u201eWeder der eine\u201c noch \u201eder andere\u201c meinen, dass jeder einzelne gerettet werden wird. Aber es meint eine Massenbewegung, also Viele. Eine \u201eVollzahl\u201c kann nicht eine kleine Minderheit meinen. Es muss gr\u00f6\u00dfer sein. Es muss eine Masse, eine Menge gemeint sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und ich freue mich darauf, dass wir am Ende der Zeit, am Ende der Geschichte, die Vollzahl der Nicht-Juden in Christus sehen werden \u2013 die Vollzahl, nicht nur eine Minderheit! Die Vollzahl der Deutschen, der Engl\u00e4nder, der Afrikaner, der Asiaten, aller V\u00f6lker. Ich freue mich darauf! Auch in meinem kleinen Dorf, in <em>Stanstead Abbots,<\/em> wird es die Mehrzahl der Menschen sein, die zu Christus kommen. Es ist fast unm\u00f6glich, das zu glauben. Aber doch steht die Verhei\u00dfung Gottes da: Die Vollzahl der Menschen, auch in meinem Dorf, auch in Saudi-Arabien, auch in Argentinien, \u00fcberall.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist ein Wunder! Das erf\u00fcllt uns mit Freude und Fr\u00f6hlichkeit, dass die Vollzahl der Menschen zu Christus kommen und geheilt werden wird. Das ist wunderbar! Das ist die Zukunft f\u00fcr uns.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und die Parallele dazu ist: Ganz Israel &#8211; nicht alle, nicht jeder Einzelne. Auch hier gilt die Vollzahl. Das hei\u00dft nicht: Alle, jeder Jude. In der Offenbarung steht etwas von 144.000 Juden. Dazu brauchen wir etwas Mathematik. 144 hei\u00dft 12 x 12. Die Zahl Zw\u00f6lf bezieht sich einmal auf das Alte Testament, die andere Zw\u00f6lf bezieht sich auf das Neue Testament. Also in der ganzen Geschichte vor Christus und nach Christus gibt es eine Menge. F\u00fcr uns Juden hei\u00dft \u201e1000\u201c eine ganze Menge, viele \u2013 aber nicht alle. Die Zahl ist begrenzt, aber es werden eben doch viele sein, also 144.000. Eine Menge von Juden jeder Art: Sephardische, askenasische \u2013 ich bin askenasischer Jude -, schwarze Juden aus \u00c4thiopien, wei\u00dfe Juden aus Europa und Amerika, asiatische Juden aus China und Indien. Allerlei Juden: Orthodoxe, liberale, reformierte, atheistische \u2013 allerlei werden zu Christus kommen, viele von ihnen. Das wird eine Massenbewegung sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben Massenbewegungen unter Muslimen in Indonesien und China erfahren, Massenbewegungen jetzt auch im Iran. In manchen L\u00e4ndern sehen wir das. Aber wir sehen es noch nicht unter den Juden. Es gibt eine kleine Bewegung unter russischen Juden. Viele von ihnen kommen zu Jesus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und das ist hier in Deutschland von Interesse. Denn eine Viertelmillion russischer Juden sind nach Deutschland gekommen und leben jetzt in Deutschland. Die meisten von ihnen sprechen russisch. Also kann es f\u00fcr deutsche Christen sinnvoll und hilfreich sein, russisch zu lernen. Und diejenigen Christen, die aus der DDR gekommen sind, haben vielleicht in ihrer Jugend etwas russisch gelernt. Das ist wunderbar und eine Gabe Gottes f\u00fcr uns und f\u00fcr die Mission unter den russischen Juden hier in Deutschland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Ende steht im R\u00f6merbrief der Lobpreis Gottes. Er wird gelobt und gepriesen. Das ist immer unser Ziel, auch das des Paulus. Es geht nicht allein die Rettung der Menschen, sondern der gute Name des HERRN soll verherrlicht werden. Wenn Er Seine Verhei\u00dfungen nicht h\u00e4lt, dann geht Sein Name verloren. Denn dann w\u00e4re Er nicht mehr treu und vertrauensw\u00fcrdig. Aber Gott sei Dank: Er ist der Treue. Er ist w\u00fcrdig. Wir k\u00f6nnen uns auf Ihn verlassen. Gott sei Dank. Ihm sei die Ehre.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist das Ziel des R\u00f6merbriefes und besonders von Kapitel 9 \u2013 11: die Verhei\u00dfungen Gottes f\u00fcr Israel. Und Gott wird sie halten. Die Menschen werden sicher zu Christus kommen. Das gilt f\u00fcr die Menge der Nicht-Juden, aber auch f\u00fcr die Juden. Und dar\u00fcber freuen wir uns.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Martin Goldsmith, <em>Stanstead Abbots<\/em>, Gro\u00dfbritannien<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Dieser Vortrag wurde auf den Kongressen des Gemeindehilfsbundes \u201eGottes Weg mit Israel\u201c in Bad Gandersheim (4.4.-6.4.2014) und in Bad Teinach-Zavelstein (11.4.-13.4.2014) gehalten. Die gleichnamige Dokumentation mit allen Beitr\u00e4gen der Kongresse kann in der Gesch\u00e4ftsstelle des Gemeindehilfsbundes f\u00fcr 5,00 \u20ac zzgl. Versand vorbestellt werden.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Verhei\u00dfungen von R\u00f6mer 9-11. 1. R\u00f6m 9\u201311 im Zusammenhang des R\u00f6merbriefes Das mir gestellte Thema liegt mir sehr am Herzen. Es ist ganz uneurop\u00e4isch gepr\u00e4gt, ganz undeutsch und auch ganz unenglisch. Wenn man es hier in Deutschland, in England oder einem anderen europ\u00e4ischen Land bearbeitet, w\u00fcrde man \u00fcblicherweise ein \u201eVielleicht\u201c oder ein \u201eHoffentlich\u201c hinzuf\u00fcgen, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":397,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[21,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10906"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/397"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10906"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10906\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10910,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10906\/revisions\/10910"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10906"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10906"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10906"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}