{"id":10871,"date":"2014-05-19T10:20:15","date_gmt":"2014-05-19T08:20:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10871"},"modified":"2014-05-19T17:54:05","modified_gmt":"2014-05-19T15:54:05","slug":"kehre-um-zum-lebendigen-gott","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10871","title":{"rendered":"Kehre um zum lebendigen Gott!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eAls sie das aber h\u00f6rten, ging\u2019s ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den anderen Aposteln: Ihr M\u00e4nner, liebe Br\u00fcder, was sollen wir tun? Petrus sprach zu ihnen: Kehrt um, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der S\u00fcnden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.\u201c (Apg 2,37f)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die wichtigste Frage<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Untr\u00fcgliches Kennzeichen einer Erweckung ist immer die Frage \u201eWas soll ich tun, um errettet zu werden?\u201c So fragten die Z\u00f6llner und Soldaten Johannes den T\u00e4ufer unter dem Eindruck seiner Verk\u00fcndigung (Luk 3,10ff). So fragte der Gef\u00e4ngnisaufseher in Philippi, als er das Wunder erlebte, dass die Gef\u00e4ngnistore offen waren und niemand weggelaufen war (Apg 16,30). Und so fragten die Juden und Proselyten nach der Pfingstpredigt des Petrus. So fragt man, wenn man Gottes Hilfe sucht und wenn man einen Heiland braucht. Wer diese Frage nicht zumindest im Herzen tr\u00e4gt, ist noch weit weg vom Reich Gottes. Ich hatte einmal ein Gespr\u00e4ch mit jemand, der seine Frau umgebracht hat. Ich machte ihm das Angebot von Beichte und Vergebungszuspruch, weil ich dachte, dass er froh w\u00e4re, endlich einmal mit seiner Vergangenheit brechen zu k\u00f6nnen. Aber er hatte diese Frage aller Fragen nicht in seiner Seele und schwieg.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Interessant sind nun die drei Antworten. Der T\u00e4ufer fordert die Z\u00f6llner und Soldaten auf, Unrecht zu meiden und korrekt zu leben. Vor Pfingsten, bevor der Heilige Geist kam, ging der Weg zu Gott noch \u00fcber ein gottesf\u00fcrchtiges Leben. Petrus und Paulus geben eine andere Antwort. Jetzt war Pfingsten geschehen, jetzt muss nur noch geglaubt werden. \u201eGlaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus gerettet\u201c. Jetzt ist das Zeitalter des Glaubens angebrochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die wichtigste Voraussetzung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Glauben geh\u00f6rt das H\u00f6ren. Wer an Jesus glauben soll, muss vorher von ihm geh\u00f6rt haben. Oder besser gesagt: Er muss vorher geh\u00f6rt haben, dass Jesus der Heiland ist, der Sohn des lebendigen Gottes. Wenn Jesus nur als edler Mensch gepredigt wird, der seinen guten Weg konsequent bis ans Ende gegangen ist, dann wird man kaum erwarten k\u00f6nnen, dass solch eine Verk\u00fcndigung den Glauben entz\u00fcndet. Paulus sagt: Der Glaube kommt aus der Predigt (R\u00f6m 10,17). W\u00f6rtlich hei\u00dft es dann weiter \u201eDas Geh\u00f6rte kommt aus dem Reden Christi\u201c. Das ist das Wunder christlicher Predigt. Pl\u00f6tzlich beginnt Christus selber zu reden, durch die menschlichen Worte hindurch. Der Mensch steht pl\u00f6tzlich vor dem lebendigen Gott. Er merkt, dass er gemeint ist. Die Dimension der Ewigkeit geht ihm auf. Als ich im April 1970 bei einer Evangelisation, der Euro 70, Billy Graham zuh\u00f6rte, war das bei mir der Fall. Als er \u00fcber den blinden Bartim\u00e4us sprach, wie Jesus sich ihm zuwandte, konnte ich pl\u00f6tzlich glauben. Das war das Wunder meines Lebens. Immer wieder lesen wir in der Bibel von Menschen, die Gottes Ruf h\u00f6rten. Manchmal gen\u00fcgte ein einziges Wort wie im Fall des kleinen Samuel. Der h\u00f6rte nur seinen Namen, und das gen\u00fcgte. Heute h\u00f6ren viele Muslime Jesus im Traum reden. In Algerien gibt es derzeit eine Erweckung unter Muslimen, und viele kommen zum Glauben. Eine Iranerin erz\u00e4hlte mir jetzt, wie sie zum Glauben gekommen ist, vor \u00fcber 20 Jahren. Auch sie h\u00f6rte von Jesus. Aber die Abscheu vor dem christlichen Glauben an einen dreieinigen Gott war ihr so tief eingepflanzt, dass sie sich eine Bibel kaufte, um den Irrglauben der Christen besser verstehen und ihnen besser antworten zu k\u00f6nnen. Nach einem halben Jahr innerer K\u00e4mpfe konnte sie an Jesus glauben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die wichtigste Person<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer zum lebendigen Gott umkehren will, der kommt an der Person Jesus Christus nicht vorbei. Die Predigten der Apostel waren, soweit wir sie aus der Apostelgeschichte rekonstruieren k\u00f6nnen, reine Jesuspredigten mit alttestamentlicher Einleitung. Nur die Predigt des Stephanus bildet eine Ausnahme, sie war eine reine Gerichtspredigt, bei der Jesu Name \u00fcberhaupt nicht erw\u00e4hnt wurde. In der Pfingstpredigt des Petrus finden wir ein kompaktes gro\u00dfartiges siebenf\u00e4ltiges Christuszeugnis. Ich denke, wer nur eine einzige Aussage in sein Herz hineinnimmt, kann zum lebendigen Glauben kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jesus<\/strong> ist ausgewiesen durch seine Zeichen und Wunder. Niemand vor ihm und nach ihm hat solche Wunder getan. Kein gew\u00f6hnlicher Mensch ist dazu in der Lage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jesus <\/strong>wurde von Gott selber dahingegeben. An Jesus vollzog sich nicht ein bedauerliches Schicksal, wo jemand f\u00fcr sein konsequentes Handeln sterben musste. Hier f\u00fchrte allein Gott die Regie. Der Vater legte das Gerichtsurteil \u00fcber die S\u00fcnden aller Menschen auf seinen Sohn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jesus <\/strong>wurde von den Menschen umgebracht. Wo gab es jemand in der Menschheitsgeschichte, der sich qualvoll hat umbringen lassen, obwohl er die M\u00f6glichkeit zur Flucht gehabt hat?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jesus <\/strong>wurde ohne Verwesung von den Toten auferweckt. Ein Toter wurde wieder lebendig, aber in einer neuen Weise, in einem neuen Leib. So etwas gab es noch nie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jesus <\/strong>wurde zur Rechten Gottes erh\u00f6ht. Das war die gro\u00dfe Danksagung Gottes f\u00fcr den Gehorsam seines geliebten Sohnes. Der Vater \u00fcbergibt sein Richter- und K\u00f6nigsamt in die H\u00e4nde seines Sohnes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jesus <\/strong>hat den Heiligen Geist ausgegossen. Es gibt also noch eine andere Inspiration f\u00fcr uns Menschen als unser eigenes Denken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jesus <\/strong>ist Herr und Christus. Es gibt jemand, bei dem die F\u00e4den der Weltgeschichte und unseres pers\u00f6nlichen Lebens zusammenlaufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer zum lebendigen Gott umkehren will, muss nicht gleich all diese gewaltigen Aussagen \u00fcber Jesus verstehen. Das kommt nach und nach. Die Hauptsache ist, dass er Jesus als seinen Herrn und Heiland erfasst und sich ihm anvertraut. Dann geschieht ein weiteres Wunder. Der Heilige Geist sagt ihm dann, was geschehen muss, damit ein neues Leben beginnt. Es ist das gleiche, was auch Petrus hier zu den Juden und Proselyten sagt. Und wer ein neues Leben beginnen will, der wird sich dazu entschlie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der wichtigste Entschluss<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Petrus sagt, dass wir umkehren m\u00fcssen. Das griechische Wort hei\u00dft \u201eumdenken\u201c. Ja, ich will neu denken. Ich will das Kleine klein und das Gro\u00dfe gro\u00df sehen. Ich will f\u00fcr meine Beurteilung Gottes und der Menschen nicht mehr nur mein eigenes begrenztes Erfahrungsfeld und Urteilsverm\u00f6gen einsetzen. Ich will ein neues Denken, eine neue Gesinnung. Wer sein eigenes Denken und sein eigenes Gef\u00fchl zum letzten Ma\u00dfstab f\u00fcr sein Leben macht, wird es schwer haben umzukehren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann weist Petrus auf die gro\u00dfartige Chance hin, Vergebung zu empfangen. Ja, Christen sind Leute, die eine echte Vergangenheit haben. Das Alte ist vergangen. Gott streicht unsere schuldbeladene Vergangenheit v\u00f6llig durch. Das kann im Stillen in einer ehrlichen Stunde vor Gott geschehen. Das kann auch in einem Beichtgespr\u00e4ch mit einem Seelsorger geschehen, der dann die Vergebung im Namen des Dreieinigen Gottes zuspricht. Damals geschah es im Zusammenhang der Taufe, die dieses Ertr\u00e4nktwerden der Schuld darstellte. Ein gro\u00dfartiges Geschehen. Was im Vaterunser vielleicht schon oft \u00fcber die Lippen gekommen ist, das wird jetzt Wirklichkeit. Gott vergibt meine Schuld.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und schlie\u00dflich gibt Petrus noch eine wunderbare Verhei\u00dfung. Wer umkehrt zum lebendigen Gott, im Namen Jesu die Vergebung seiner Schuld empf\u00e4ngt, wird den Heiligen Geist empfangen. Die Bergpredigt beginnt mit der gro\u00dfen Verhei\u00dfung, die man als Gesamt\u00fcberschrift lesen kann: Selig sind, die geistlich arm sind, denn sie werden Gottes Herrschaft empfangen. Das ist es, was wir brauchen. Die Erkenntnis der geistlichen Armut, dass wir unser Leben mit eigenen Gedanken, Grunds\u00e4tzen und Erfahrungen nicht meistern k\u00f6nnen und dass wir Gottes Geist dazu brauchen. Wer diesen Entschluss fasst, mit dem\u00fctigen Herzen um den Heiligen Geist zu bitten, der hat das Leben gefunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pastor Dr. Joachim Cochlovius<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eAls sie das aber h\u00f6rten, ging\u2019s ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den anderen Aposteln: Ihr M\u00e4nner, liebe Br\u00fcder, was sollen wir tun? 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