{"id":10745,"date":"2014-04-26T22:08:59","date_gmt":"2014-04-26T20:08:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10745"},"modified":"2014-04-27T13:56:51","modified_gmt":"2014-04-27T11:56:51","slug":"10745","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10745","title":{"rendered":"Predigt \u00fcber Hebr. 12,1-12"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Hebr. 12,1\u20132. \u201eDarum auch wir, dieweil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, la\u00dft uns ablegen die S\u00fcnde, so uns immer anklebt und tr\u00e4ge macht und la\u00dft uns laufen durch Geduld in den Kampf, der uns verordnet ist, und aussehen auf Jesum, den Anf\u00e4nger und Vollender des Glaubens.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Christo Geliebte! Die 16. vereinigte Generalsynode unserer Landeskirche, die 23. in ihrer Geschichte hat begonnen. Im Namen der hier versammelten V\u00e4ter und Br\u00fcder gr\u00fc\u00dft der Prediger die evangelische Gemeinde Bayreuth, in deren Gotteshaus wir St\u00e4rkung und Segen empfangen, in deren Mauern wir freundliche Aufnahme finden, mit dem alten Kirchengru\u00dfe: Der Herr sei mit euch! \u2013 und erbittet f\u00fcr die Synode als Gegengru\u00df den f\u00fcrbittenden Wunsch: Und mit Deinem, mit Eurem Geist! Denke an unsere <i>Arbeit<\/i>, teure Gemeinde, wenn Du im t\u00e4glichen Vater Unser zur zweiten Bitte kommst und st\u00e4rke uns mit Deinem Gebete Mut und Freudigkeit. Du sollst, wills Gott, auch von uns Segen empfangen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man mag an Generalsynoden viel auszusetzen haben, sie seien nicht das treue Abbild des Kirchenlebens, darum nicht der wahre Ausdruck der kirchlichen Stimmung, es sei die Vertretung von Stadt und Land nicht richtig verteilt, die Landeshauptstadt bedeute in ihr nicht mehr wie das kleinste Landdekanat, es sei das Arbeitsprogramm zu fest umschrieben, die Ordnung zu starr geformt. \u2013 Aber das wird man diesen kirchlichen Versammlungen nachr\u00fchmen d\u00fcrfen, da\u00df sie ernste Arbeit getan haben und von der jetzigen Generalsynode erwarten k\u00f6nnen, da\u00df sie, der Verantwortung vor Gott und Menschen eingedenk, redlich sich bem\u00fchen will.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine <i>Arbeitsgemeinschaft<\/i> wollen wir sein, in der einer den andern aneifert und zum t\u00fcchtigen Werke reizt, in der jede Gabe zur Geltung gelangen mag und jeder treue Wille begr\u00fc\u00dft wird. Aus der Ferne wie aus der N\u00e4he zusammengekommen, verschiedenen Berufskreisen entstammend, haben wir als M\u00e4nner, als Freunde und Diener der Kirche einander und ihr das Beste versprochen, in ihr und f\u00fcr sie zu arbeiten, aus Dank und Liebe zu ihr. \u2013<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kein weltgeschichtlich bedeutsames Ereignis \u2013 so h\u00f6ren wir \u00fcber die Generalsynode reden. Nein, wahrlich nicht, aber in die Geschichte des <i>Gottesreichs<\/i> wird sie mit ihrer Arbeit \u00a0und ihren Vers\u00e4umnissen eingereiht. \u201eDarum auch wir\u201c hebt unser Text an. Gottes Wort und Gehei\u00df reiht Geschlecht an Geschlecht, hei\u00dft das eine gehen, ein anderes kommen, gibt jeder Arbeitsstunde ihr Gepr\u00e4ge und der einzelnen Kirchenzeit ihre Bedeutung. Die eine soll Friedenswerke pflegen, die andere das Schwert bereiten und f\u00fchren, die unsere beh\u00fcten, bewahren, aber auch Neues aufnehmen und beginnen. Wehe der Kirchenzeit, die sich ihrer Aufgabe entz\u00f6ge, sie w\u00fcrde von der Ewigkeit verklagt und verurteilt werden, \u2013 was hinderte sie das Land? \u2013 wohl aber jeder, die Gabe und Recht erkennt und braucht. <i>Darum auch wir<\/i>, teure V\u00e4ter und Br\u00fcder, stellen uns der Gemeinde Jesu Christi mit dem schlichten und mannhaften Verspruch dar:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"center\"><strong>Wir wollen arbeiten<\/strong><\/p>\n<p><strong>1. in treuer Wahrung der Geschichte, 2. in ernster Heiligung unseres Wesens, 3. in freudiger Hoffnung auf endlichen Sieg.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein Jesus rufet mich und hei\u00dft mich mit Ihm ziehen, In Arbeit und Geduld mich mit Ihm zu bem\u00fchen. Ach ja, ich gehe mit. Mein Heiland, geh\u2019 voran, Damit in Deiner Kraft ich <i>freudig<\/i> folgen kann. Amen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Christen sind moderne Leute, weil sie die Bed\u00fcrfnisse jeder Zeit erforschen und ihnen dienen wollen. Dazu sind sie von dem berufen, der seine J\u00fcnger zum Salz nicht nur f\u00fcr die k\u00fcmmerlich kleine Erde hat werden hei\u00dfen, die ihr Fu\u00df trat, sondern in die Welt hinaus wies, da\u00df sie ihr, wo Zersetzung drohe, helfen und wo Leerheit und Ungeschmack herrsche, sie w\u00fcrzen sollten. Das Licht der Welt soll nicht nur der kurzen Zeit leuchten, in der es aufgez\u00fcndet wird, sondern fort und fort, so oft Finsternis und Dunkel hereinbrechen und so lange der Wanderer auf n\u00e4chtigem Wege die Leuchte begehrt. Christen sind weltoffene Leute, <i>der<\/i> Welt und <i>f\u00fcr<\/i> sie offen. Die Stadt auf dem Berge kann nicht verborgen bleiben, sie ist aber gebaut, da\u00df man in ihr zusammenkomme, um vor dem Sturm geborgen und aus der Flucht gerettet zu sein. So am Weg der Zeiten stehend sind wir der Kritik der Vor\u00fcbergehenden ausgesetzt, einer <i>\u201egro\u00dfen Wolke von Zeugen\u201c<\/i>. Und als Vorzug der Jetztzeit m\u00f6chte der Prediger es r\u00fchmen, da\u00df so viel am Kirchenwesen gepr\u00fcft, beurteilt und bem\u00e4ngelt wird. Kirchenleben, das nicht der Kritik unterst\u00e4nde, w\u00e4re nicht nach dem Sinn dessen, der so viel Widersprechen wider sich erduldet hat, w\u00e4re gehaltlos und Schein. Die urteilenden Stimmen vom Markte her dringen in die Stille des Gotteshauses, in die Arbeit der W\u00e4chter und Hirten, bald beschwerend, bald ermunternd. Die Wolke verwehrt manchmal die Freiheit des Ausblicks und \u00fcberschattet den offenen Weg. Aber <i>das<\/i> k\u00f6stliche Zeugnis bleibt doch eben <i>im Urteil<\/i>, da\u00df wir arbeiten und wachen, \u2013 am Tode und der Grabesruhe geht die Wolke vorbei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Christen sind moderne Menschen, sollen sie darum nach dem <i>jeweiligen<\/i> Urteil sich richten, der Tagesmeinung, die heute verkennt, was sie gestern ehrte, sich anpassen, sollen sie von jedem Luftzug das Licht sich ausl\u00f6schen lassen? Man bietet ihnen Surrogate an, d\u00fcrfen sie ihr klares Salz drangeben? Die Stadt wird veraltet gescholten, soll der Bau von Grund auf ge\u00e4ndert werden? \u2013 So gewi\u00df jedes Urteil am Wege vernommen und erwogen sein will, so gewi\u00df darf nicht jedes bestimmen. Gepr\u00fcft wird alles, nur das Gute behalten. Das Gute aber ist das im Feuer bew\u00e4hrte, in der Gluthitze gel\u00e4uterte und aus ihr <i>gerettete Urteil<\/i>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von der Gegenwart und ihrem wandelbaren Urteile weg, von der buntfarbigen Kritik der Tagesmeinung kehren wir in die von der Ewigkeit durchleuchteten Hallen der Geschichte ein, schauen wir auf die Wolke der Zeugen, die auf uns niederblickt, obwohl wir sie nicht sehen. Vor den Augen des apostolischen Mannes, dem wir den Hebr\u00e4erbrief verdanken, hebt sich die selige Vergangenheit empor, die in die Gegenw\u00e4rtigkeit der Arbeit hereinwirkt, die edle Schar all der Glaubensleute, die Gehorsam ge\u00fcbt, Verzicht geleistet, Schmach ertragen, Opfer gebracht haben, die in der W\u00fcste ihr Vaterland und ihre Heimat in der Fremde fanden, unter dem Schwerte des Tyrannen verbluteten und ein in Spott und Verachtung viel angefochtenes Leben willig bestanden. Es sind wenig erlauchte Namen, nicht Weltweise, nicht viel Edle und Gewaltige, Ungenannte, wenig Genannte, aber in so hoher Ehre, da\u00df ihrer die Welt nicht wert war, denn ihre Namen sind im Himmel angeschrieben. Nicht was sie taten, machte sie so gro\u00df, sondern was sie an sich tun lie\u00dfen, ihre Leidentlichkeit war ihre Gro\u00dftat. Und diese Leidentlichkeit hei\u00dft <i>Glauben<\/i>, diese Willensrichtung auf das Unfa\u00dfbare, dieser Abt des Gehorsams gegen das Wort ihres Gottes. \u2013 Der Glaube war ihr gr\u00fcnender Stab, ihre Wehr und Waffe, ihre einzige, aber ganze Kraft. Darum sind sie jetzt in die lichte Welt des Schauens und in den Reichtum des Vollbesitzes versetzt und umlagern uns <i>wahrhaftig<\/i> um unser Urteil zu heiligen und <i>wehrhaftig<\/i>, um uns im Kampfe zu st\u00e4rken, wie es der 21. Artikel unseres Augsburgischen Bekenntnisses meint. In dieser Morgenstunde gedenken auch wir \u2013 \u201edie Zeit w\u00fcrde zu kurz sein\u201c \u2013 in ernster Dankbarkeit der treuen Bekenner, die uns die Herrlichkeit des Glaubens vorgelebt haben. Unter gr\u00fcnen Ranken haben sie \u00fcber Luthers Gemach auf der Wartburg das Wort gemalt: \u201eDer Glaube ist ein neuer Sinn, weit \u00fcber die f\u00fcnf Sinne hin.\u201c Und wir h\u00f6ren sein sieghaftes Wort: \u201eDer Glaube macht lustig und trotzig gegen alle Kreatur.\u201c K\u00f6niglich frei wei\u00df er: \u201eDer Herr Jesus ist mein Bischof, Herr, Vater, Meister, sonst wei\u00df ich keinen mehr, also da\u00df ich niemandem unterworfen bin als Ihm\u201c, \u2013 nicht der Mann der Glaubenss\u00e4tze, sondern der getreue, freudige Haushalter der Glaubenssch\u00e4tze. Wie hat er in Kraft des Glaubens das Ruh\u2019n und Tun in gleichem Grade geehrt: \u201eStreitet Gott nicht f\u00fcr uns, so wird unser Wachen vergeblich sein, arbeitet Er aber f\u00fcr uns, so wird auch unser Schlafen nicht vergeblich sein\u201c. In der Reichsunmittelbarkeit des Gebetes hat er f\u00fcrwahr Gerechtigkeit gewirkt, Verhei\u00dfungen erlangt, ist kr\u00e4ftig geworden aus der Schwachheit und stark geworden im Streit. Christus und Glaube geh\u00f6ren ihm zusammen: wer aber am meisten glaubt, wird am meisten n\u00fctzen und sch\u00fctzen. Vor den m\u00e4chtigen Anstalten der Liebe in Halle steht August Hermann Franckes Denkmal: \u201eEr hat Gott vertraut\u201c \u2013 hier das Geheimnis seiner Kraft und ihrer Erfolge. In ihrem Geiste haben an hiesigem Orte und in dieser Gegend vor bald zweihundert Jahren Flessa und Silchm\u00fcller Gro\u00dfes f\u00fcr Kirche und Schule geleistet. \u2013 Welche Fr\u00fchlingstage aber gingen vor 50 Jahren \u00fcber die Umgegend von Bayreuth auf, als Vikar Kettner in kurzer, aber unvergessener Wirksamkeit hier stand, ein Prediger des frohen, freien Glaubens. Vor sechzig Jahren hat der sel. Harle\u00df, bei gleichem Anla\u00df wie es der heutige ist, auf dieser Kanzel das Wort vom Glauben als Sieg verk\u00fcndet und in solcher Kraft die schweren Angriffe und bitteren Leiden \u00fcberwunden, die sein Amt ihm brachte. Vor neunzig Jahren hat hier die erste Generalsynode getagt \u2013 welch edle heilige Geschichte hat Gott unserer teuren Landeskirche seit diesen Tagen geschenkt! Bekenner, Lehrer, gro\u00dfe Denker und schlichte Arbeiter, Namen jetzt noch von reinem Glanze und l\u00e4ngst vergl\u00e4nzte \u2013 alle eins in der \u00f6kumenischen Weitschaft des Glaubens, jetzt der Wolke der Zeugen zugesellt, denen ihr Heiland Mittelpunkt des Lebens war. \u2013 Geliebte, wenn ein Volk seiner V\u00e4ter, eine Kirche ihrer Geschichte und der sie tragenden Kr\u00e4fte vergi\u00dft, dann fallen sie dahin: Luther hat nicht umsonst die oblivio, den Undank als Todschaden bezeichnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">La\u00dft uns darum die Geschichte treulich wahren, die reiche, hehre Geschichte des Glaubens. Ihr Urteil ist unbestechlich und ihre Kritik unwiderleglich: nicht der Mann macht den Glauben, sondern der Glaube den Mann. Glaube ist Kraft gegen das Sichtbare, Bem\u00e4chtigung des Unsichtbaren, dringt durch Not und Tod zum Leben, l\u00e4\u00dft uns in Angst kommen, um sie zu bestehen und in Sorge geraten, um sie zu \u00fcberwinden. Angesichts der Zeugenwolke la\u00dft uns Zeugen sein von der Vergangenheit an die Gegenwart und aus ihr f\u00fcr die Zukunft und in dem gro\u00dfen Zusammenhang bleiben, der durch die Jahrhunderte das Kreuz Jesu Christi umgibt, eins im Preise des Einen Lebens, in Mannigfaltigkeit von Sprache und Weise, im Wandel der Dinge den Unwandelbaren erfassend und behaltend, weil er von ihm ergriffen ist \u2013 Leib und Haupt vereint.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pflege der Geschichte ist ja nicht tatenlose Ruhe auf fremdem Erwerb und behaglicher Genu\u00df des beschiedenen Erbes. Her\u00fcbernahme der Glaubensarbeit als eines unbesehenen und unge\u00f6ffneten Verm\u00e4chtnisses ist unevangelisch. Wer zu den Zeugen sich gesellen will, mu\u00df ihres Geistes Hauch nicht nur versp\u00fcren, sondern von ihrem Geist sich beherrschen lassen und in die Geistesarbeit eintreten. Zum geschichtlichen Ged\u00e4chtnis tritt die willentliche Nachfolge. So mahnt unser Text zur <i>Echtheit<\/i>. La\u00dft uns ablegen \u201edie S\u00fcnde, die uns immer anklebt\u201c. Der griechische Text redet von <i>aufbl\u00e4hendem Schein<\/i>. Das Amtsbewu\u00dftsein bei uns <i>Geistlichen<\/i> vergi\u00dft, zuvor sich zu predigen und macht so verwerflich. Der sel. Dann in Stuttgart, der Dichter des Liedes: \u201eGekreuzigter, zu Deinen F\u00fc\u00dfen\u201c warnt einmal vor der \u201everdammten Korrektheit\u201c. Man wacht nicht genug \u00fcber sich, wie sollte man der Herde gedenken, man sonnt sich im eigenen Glanze, wie sollte man die Schatten gewahren? Die bitteren Erfahrungen in den Gemeinden sind Anklagen gegen uns H\u00fcter. Die sogenannte Bekenntnistreue hat viel sanftlebendes Fleisch gen\u00e4hrt. Aber \u201eunser Amt ist ein anderes Ding geworden\u201c, ruft Luther. La\u00dft uns alle falsche Gl\u00e4ubigkeit, der die wahre Selbstzucht gebricht, alle Sattheit und Fertigkeit, alles \u00dcbergeistliche ablegen, das schlimmer ist als das Ungeistliche und vor die Gemeinde als die M\u00e4nner der heilsamen Strenge gegen das Scheinwesen auftreten. Lieber f\u00fcnf Worte aus heiliger Selbstbesinnung als zehntausend Worte mit Zungen (1. Kor.14.19). <i>Unecht ist die \u00e4u\u00dfere Kirchlichkeit<\/i> der Gemeinden, da die Kirchen gef\u00fcllt und die Herzen leer, das Wort fromm und der Wandel unheilig ist, das Herr Herrsagen hurtig und h\u00e4ufig geschieht und des Fleisches Wille ihn verleugnet. Wir untersch\u00e4tzen die kirchliche Gew\u00f6hnung nicht, sie kann erziehen und will erhalten, aber sie ist nur Vorwerk, nicht die eigentliche Festung, sie ist Form des Lebens, nicht dieses selbst. In den kommenden Tagen, da der Herr richtend und sichtend durch die Kirche schreitet, werden Erste Letzte sein und aus mancher unkirchlichen Gemeinde vielleicht Letzte zu Ehren kommen. Die Macht der Phrase in der Kirche, der rechtgl\u00e4ubigen wie der sogenannten freiheitlichen blendet das Urteil und benimmt den klaren Blick. Da\u00df nur nicht mit dem Namen Jesu sich schm\u00fcckt, was nicht sein ist! Christliche Kunst, christliche Veranstaltungen, wie viel T\u00fcnche, um die Welt zu verbergen, wie viel Schein, um das Wesen zu verh\u00fcllen! Merkt doch: Christus will \u00fcberall bekannt, aber nicht \u00fcberall genannt sein. \u2013 Die S\u00fcnde hindert im Kampf, weil sie tr\u00e4ge macht, indem sie freundlich an Schritt und Tritt sich anpa\u00dft. Mit wohlfeilem Optimismus beschleunigt sie den Schritt ins Ungewisse, mit dem noch wohlfeileren Pessimismus hindert sie den Weg zum N\u00f6tigen. Es gibt auch kirchlichen Leichtsinn, der da, wo tiefgehende, innerlich verankerte Gegens\u00e4tze sich regen, nur von theologischen Sondermeinungen zu reden hat, welche Eigenart der Einzelnen oder gar ein hohes Vorrecht des das Individuum auf sich stellenden Protestantismus seien. Man \u00fcbersieht die breite Kluft, die allm\u00e4hlich sich auftut und \u00fcberbr\u00fcckt sie mit der Phrase von der Notwendigkeit steter Reformation, die freilich ebenso n\u00f6tig als gef\u00e4hrlich ist. Weil das Glaubensleben sinkt, sieht man die \u201eReligiosit\u00e4t\u201c und getr\u00f6stet sich der ethischen Weltanschauung. Man verwechselt Religion mit dem religi\u00f6sen Zug der Zeit in Fragen und Suchen, Anregung mit Erbauung, \u00c4sthetik mit Heiligung und Diesseitigkeitsdienst mit praktischem Christentum. Man treibt Askese in \u00e4u\u00dferen Fragen, um nicht das \u201eIch\u201c in den Tod geben zu m\u00fcssen und berauscht sich an idealistischen Tr\u00e4umen, was man Ruhe in Gott hei\u00dft. Zahlen und Ziffern tr\u00f6sten, wo doch nur Er tr\u00f6sten kann, und aus der Kenntnis der Geschichte w\u00e4chst die nichtssagende Meinung, sie wiederhole sich selbst, auf jede H\u00f6he folge die Tiefe, aus der wieder die H\u00f6he sich erhebe, als ob nicht eine letzte Ebbe und ein letzter Tag komme. \u2013 Solcher leichtgesch\u00fcrzte Optimismus l\u00e4\u00dft nicht gewisse Schritte tun, \u00fcbersieht oder untersch\u00e4tzt den Feind, sorgt nicht f\u00fcr gute Waffen und l\u00e4\u00dft vor dem Streit erschlaffen und matt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber gef\u00e4hrlicher noch ist der Pessimismus eines K\u00e4mmerleinchristentums, das tatenlos, ja gar froh die Flut herankommen sieht und nimmer an die D\u00e4mme eilt, das Hoffnungslosigkeit f\u00fcr Fr\u00f6mmigkeit h\u00e4lt und nur so f\u00fcr die eigene Seele zu sorgen meint, da\u00df es der Beh\u00fctung des Bruders vergi\u00dft. \u2013 Wahrlich, man kann die Not der Kirche nicht schwer genug nehmen. In einer gro\u00dfen bayerischen Stadt sind in den letzten Jahren an tausend Ehen ungesegnet geblieben, eine gro\u00dfe Schar Ungetaufter und Ununterrichteter w\u00e4chst unter uns auf, das Gnadengut des heiligen Abendmahls wird weithin verachtet, die Konfirmation sinkt zur Familienfeier, die Kirche an den Gr\u00e4bern zum Dekorationsst\u00fcck herab, zur bestellten, ach! oft zur bezahlten Rednerin. Die Selbstmordziffer schwillt unheimlich an: vier evangelische Z\u00f6glinge h\u00f6herer Bildungsanstalten haben in diesem Jahre sich das Leben genommen: wir klagen nicht an, aber wir beklagen. Die Austritte aus der Kirche mehren sich in schneller Folge, Geheimdienst und offener Abfall f\u00f6rdern ihn, die S\u00fcnden des Fleisches, der Brutalit\u00e4t wachsen zu einer unheimlichen Flut. So ist \u201eauswendig Streit, inwendig Furcht\u201c. \u2013 Man hat lange genug unsere Landeskirche von den tiefgehenden innerkirchlichen Bewegungen verschont gesehen, vielleicht f\u00fcr immer verschont geglaubt, als ob geistige Bewegungen an Landesgrenzen umkehrten und der Geist so obenhin ged\u00e4mpft werden k\u00f6nnte! Nun ist, lange vorbereitet und pl\u00f6tzlich veranla\u00dft, das bittere Weh des Kirchenstreites ausgebrochen, ein ernstes, gro\u00dfes Leid. \u2013 Wir brauchen fromme Geistliche, treue Lehrer, reichbegnadete Erzieher \u2013 wo bleiben sie? Wohin der Blick geht, \u2013 ist Streit und Not. Die Wellen gehen hoch, und ihr Herr scheint zu schlafen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. Wir sind wie wegelose Leute, aber das ist Gottes Ehre, in Seiner Weisheit einen Weg zu kennen. Teure V\u00e4ter und Br\u00fcder, Ihr kennt ja mit uns, ihr teilt mit uns die Eliasfrage und -klage: \u201eEs ist genug, Herr, so nimm denn <i>meine Seele<\/i>\u201c. Aber ihr wi\u00dft auch den Bescheid des Herrn: \u201eStehe auf, du hast einen gro\u00dfen Weg vor dir\u201c. Dieser Weg mu\u00df und will beschritten werden, so lange Gott steht, dieser Ruf mu\u00df und darf befolgt werden, weil der treu ist, der ruft. \u2013 \u201eNur kein gottloses Stillschweigen!\u201c warnt Luther vor dem lauen Optimismus. Aber \u2013 \u201eSeid getrost, Ich habe die Welt \u00fcberwunden. Dies <i>W\u00f6rtlein<\/i> mu\u00dft Du gro\u00df schreiben. Und ist\u2019s nur Ein W\u00f6rtlein, hat nicht aus einem St\u00e4ublein Gott die Welt gemacht?\u201c So predigt er den heilwertigen Optimismus, denn man kann auch im Trauergewand Gott verleugnen und tatenlos die heilsame Pflicht vers\u00e4umen. Wir wollen mit der Verzagtheit brechen, die m\u00fcden Kniee aufrichten, die l\u00e4ssigen H\u00e4nde st\u00e4rken und ans Werk gehen, <i>in den Kampf schreiten, der uns verordnet ist<\/i>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben ihn nicht erw\u00e4hlt, aber Er hat ihn f\u00fcr uns erw\u00e4hlt, den Kampf wider Schein und Traum, wider Unwahrheit der Wirklichkeit und die Wirklichkeit der Unwahrheit, wider tote Rechtgl\u00e4ubigkeit und falsche Lehre uns verordnet. Weil Er ihn befohlen hat, so wollen wir ihn aufnehmen und wie Er ihn gef\u00fchrt hat, durchstreiten, <i>Laufen durch Geduld<\/i>. Spener hat einmal an Luther die patientia und die fides heroica ger\u00fchmt, die herzliche Geduld und den heldenhaften Glauben. Diese beiden St\u00fccke tuen not. Denn Geduld ist nicht l\u00e4ssige Schw\u00e4che und unm\u00e4nnliche Gelassenheit, sondern mannhafte <i>Tragkraft<\/i>, der starke tiefe Atem des gl\u00e4ubigen, \u201eDennoch\u201c, der auf H\u00f6hen nicht versagt und durch die Ebene im Sonnenbrand h\u00e4lt. Es ist die Geduld, die das z\u00f6gernde \u201eNoch nicht\u201c in Gehorsam und das freundliche: \u201eSiehe, ich komme bald\u201c in Freudigkeit bewahrt. Sie tut willig Schritt f\u00fcr Schritt die am Tag und f\u00fcr ihn befohlene Arbeit und tr\u00e4gt gerne seine Plage, nimmt jeden Tag \u201eaus allerlei Holz, so am Wege liegt\u201c das Kreuz auf im Beruf und in allerlei befohlenem Werk. Dabei aber blickt sie sehnlich auf die Vollendungszeit aus und lauscht anbetend, ob sie nicht bald das Rauschen seiner F\u00fc\u00dfe h\u00f6re. Sie tr\u00e4gt dem armen Weibe gleich scheinbare Absage und Weigerung: Ja, Herr und f\u00e4hrt getrost und k\u00fchnlich weiter: Aber doch! Dieses \u201edoch\u201c, die lutherische Partikel, wie der sel. Kahnis meinte, bewahrt vor Mi\u00dfglauben, Zweiflung und anderer gro\u00dfer Schande und Laster. \u201eMit unserer Macht ist nichts getan\u201c so hebt der <i>in Geduld geheiligte<\/i> Pessimismus beichtend und b\u00fc\u00dfend an. \u201eEs streit\u2019 f\u00fcr uns der rechte Mann\u201c, so jauchzt und triumphiert der selige Optimismus, der in Geduld bew\u00e4hrt ist. Unsere Tage gehen eilends dahin, aber m\u00fcde soll uns keiner machen. Sich ewige Jugend schw\u00f6ren ist nicht Enthusiastenart, sondern Lauterkeit. Auffahren mit Fl\u00fcgeln wie Adler hei\u00dft in Geduld laufen, und solcher Kampf h\u00e4lt jung und macht im Schwersten froh. Noch ist Gnaden-, noch ist S\u00e4emannszeit, noch ist Sein heilsames Wort unter uns, die Herzen der Kinder sind ihm noch erschlossen, noch ist die Schule die \u201eSakristei der Kirche\u201c, noch die Jugend \u201edie selige Provinz des Amtes\u201c. Unser Volk will noch von Gott sich strafen lassen und begehrt seinen Trost. \u2013 Die Heiligung hat auch die Verhei\u00dfung, da\u00df ein kleines Feuer einen Wald anz\u00fcnde. Wo du, mein Christ, dein eigenes Wesen in heiligem Eifer des Kampfes bestreitest, gegen dich angehst, \u00fcber dich siegst, da zieht dein Erfolg weitere Kreise, dein Sieg wird zum Halt und Heil f\u00fcr andere. An deinem Leben w\u00e4chst ein anderes empor, das du verstehen und tragen und f\u00f6rdern kannst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies so gewi\u00df, als <i>unser<\/i> Kampf an dem einen gro\u00dfen erstarkt, der vor uns und f\u00fcr uns geschah, an Jesu, dem <i>Heerf\u00fchrer<\/i> und <i>Herzog<\/i> des Glaubens. Alles, was Glaube hei\u00dft, hat in Ihm seinen Ursprung. Er hat in die Niedrigkeit sich begeben, um uns gro\u00df zu machen, in das Leiden sich gewagt, um es seine Kraft zu nennen, ist bis zum Tode am Kreuz gehorsam gewesen und hat im Glauben von dem vollbrachten Sieg gesprochen, da ihn alle J\u00fcnger verlie\u00dfen und flohen. War es nicht Glaube, da\u00df er bei <i>einer<\/i> reifenden \u00c4hre das Feld reif zur Ernte sah, bei der Torheit und Verzagtheit der J\u00fcnger von solchen sprach, die bei ihm in Anfechtungen verharrten? Im Glauben hat er die Last der Gottesferne getragen und durch das furchtbare Weh der Gottverlassenheit sich durchgerungen, bis es um den Abend licht ward: \u201eVater, in deine H\u00e4nde befehle ich meinen Geist\u201c. Tiefsinnig hei\u00dft es von ihm, er habe im Leid Gehorsam gelernt, Glauben ge\u00fcbt. Darum kann er sanftm\u00fctig lehren und dem\u00fctig st\u00e4rken. <i>Herzog des Glaubens<\/i>! Teure V\u00e4ter und Br\u00fcder, dieses Wort t\u00f6ne wie aus dem oberen Heiligtum in unsere Arbeitswoche hernieder, klinge in dieses Kampfesleben friedvoll hinein! Wir sind nicht und nie allein, dem Einzelkampfe wie dem Leid der Gesamtkirche steht er nahe, Anf\u00e4nger, F\u00fcrbitter und <i>Vollender<\/i>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn wir tr\u00e4umen nicht von einem Fortschritt in die Unendlichkeit hinein, von einem Strom, der in das weite Meer sich verliert, sondern wir hoffen auf Vollendung als Ziel des Fortschrittes, als Kr\u00f6nung des Glaubens. Jesus, der Anf\u00e4nger des Glaubens mu\u00df, wenn Gott die Wahrheit ist, das gesamte Glaubensleben und seine Wahrheit zur H\u00f6he des Besitzes der Wirklichkeit f\u00fchren, den Glauben, diese \u00dcberzeugtheit von Ungeschautem durch das Schauen seiner Richtigkeit \u00fcberf\u00fchren, denn der Anker (Hebr. 6,19.20.) des Glaubens geht nicht in die Leere der Vorstellung, sondern sinkt in den Felsgrund der Tatsachen. Diese sind geschehen, um t\u00e4glich zu geschehen und endlich gesehen zu werden. Der Herzog der Seligkeit, durch Leiden vollkommen gemacht, (Hebr. 2,10), hat verhei\u00dfen, uns alle nach sich zu ziehen. Wie er den Erben das Erbe verhie\u00df, so soll das Erbe nicht ohne Erben bleiben. \u00dcber Zeit und Raum, durch Streit und Not f\u00fchrt der Herzog seine Scharen dem vollkommenen Siege zu: aller Glaubensernst fordert, verb\u00fcrgt, empf\u00e4ngt die Freude des Schauens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Lichte dieser Gewi\u00dfheit, die im Wort der Wahrheit versichert, im Wesen des Christentums begr\u00fcndet ist, geht die Kirche Jesu Christi ihren Leidensweg durch die Zeiten. Was sichtbar ist, das ist zeitlich und f\u00e4llt mit der Zeit dahin, darum ist auch ihre Tr\u00fcbsal leicht, sie w\u00e4hrt nur einen Augenblick. Aber was unsichtbar ist, das ist ewig und \u00fcber die Ma\u00dfen herrlich. Inmitten der Angst und der Schuld sieht sie den Herrn, dem sie dient, zu sich treten: Weine nicht, siehe ich habe \u00fcberwunden, der L\u00f6we aus Juda. Und nach dem heiligen Naturgesetze Seines Reiches, das ihn in ihr Leid hinabzog, wei\u00df sie sich in seine Herrlichkeit hinaufgezogen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was ist das Ende des Glaubens? Die Anschauung von Angesicht zu Angesicht.\u00a0Was ist die Kr\u00f6nung des Glaubenslebens? Der Sieg der Wahrheit, des Wahrhaftigen, zu dem alles Wahre hingeh\u00f6rt. Mit \u00fcberm\u00e4chtigem Heimweh, das nicht den Mann zum Kinde, wohl aber das Kind zum Manne macht, schauen wir in dieser Feierstunde unseren V\u00e4tern nach, die, hier im Frieden abgefahren, sich auch dort im Frieden freuen. Wir g\u00f6nnen ihnen die Ruhe der Heiligen, sie haben den guten Kampf gek\u00e4mpft, den Lauf vollendet und den Glauben gehalten. Ihrer w\u00fcrdig zu werden und zu bleiben versprechen wir. Und \u00fcber sie hinaus blicken wir vertrauensvoll auf den durch Leiden vollendeten Vollender. Du wirst nicht betr\u00fcgen, die auf dich trauen, noch die verlassen, an die du so viel gewendet hast. \u201eEine weitaufgesperrte T\u00fcre ins Paradies\u201c nennt Luther die teure Rechtfertigung aus Glauben. Welche er gerecht gemacht hat, die will er auch herrlich machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gemeinde Jesu Christi! Wie klein und unansehnlich wird aller Kampf angesichts der Freude, die er gebiert, wie gro\u00df und hehr wiederum wird aller Streit, wenn er solche Freuden bringen kann. \u2013 Sage selbst, ob <i>das<\/i> Dogmen, Lehrs\u00e4tze, veraltete Katechismusst\u00fccke oder ob es nicht vielmehr Lebenskr\u00e4fte sind, w\u00fcrdig, t\u00e4glich gepredigt, vielmehr t\u00e4glich erlebt zu werden?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">September 1823, September 1923: wie wird dieses S\u00e4kularfest einst gefeiert werden? Mit Schm\u00fcckung der Prophetengr\u00e4ber und Verleugnung des Prophetengeistes? Mit viel sch\u00f6nen Reden und goldenen Feiern und innerem Zerfall? \u2013 Wir befehlen euch und uns der beh\u00fctenden und bewahrenden, der rettenden und durchrettenden Gnade, die ich in dieser Morgenstunde aus tiefster Seele dankend preisen wollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine pers\u00f6nliche Erinnerung sei mir am Ende verg\u00f6nnt. Vor sechsundzwanzig Jahren (am 9. Dezember 1887) habe ich in dieser Kirche die Ordination empfangen. Die teuren M\u00e4nner, die mir f\u00fcrbittend und segnend die H\u00e4nde auflegten, sind daheim, Schick, Caselmann, Wucherer, Leonhard St\u00e4hlin \u2013 ich segne dankbar ihr Andenken, und viele tun es mit mir. Ein Zeuge jener Stunde lebt und wirkt noch an dieser Gemeinde: Gott schenke ihm viel Frieden! \u2013 Oft hat die Erinnerung an jene Weihestunde mich gestraft, aber viel \u00f6fter hat sie mich aufgerichtet: Sei getrost, dein Meister ist da, der ruft dich, da\u00df er dir helfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihm und dem Bekenntnis meiner Kirche, die Ihn am innigsten ehrt und am herrlichsten lehrt, will ich die Treue halten und will nie vergessen, was es um Seine Treue ist, die k\u00e4mpfen hei\u00dft und lehrt und \u2013 lohnt. \u2013 Amen.<\/p>\n<div><em>Predigt zur Er\u00f6ffnung der Generalsynode der Evang.-Luth. Kirche in Bayern am 16. September 1913.<\/em><\/div>\n<div><em>Gehalten in der Pfarrkirche zu Bayreuth von\u00a0Oberkonsistorialpr\u00e4sident D Dr. von Bezzel.<\/em><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hebr. 12,1\u20132. \u201eDarum auch wir, dieweil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, la\u00dft uns ablegen die S\u00fcnde, so uns immer anklebt und tr\u00e4ge macht und la\u00dft uns laufen durch Geduld in den Kampf, der uns verordnet ist, und aussehen auf Jesum, den Anf\u00e4nger und Vollender des Glaubens.\u201c In Christo Geliebte! Die 16. 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