{"id":10694,"date":"2014-04-11T17:41:42","date_gmt":"2014-04-11T15:41:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10694"},"modified":"2014-04-11T17:46:42","modified_gmt":"2014-04-11T15:46:42","slug":"predigt-zum-palmsonntag-ueber-hebr-121-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10694","title":{"rendered":"Predigt zum Palmsonntag \u00fcber Hebr. 12,1-3"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Vollendung der Treue<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201cDarum auch wir, weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasset uns ablegen alles, was uns beschwert und die S\u00fcnde, die uns st\u00e4ndig umstrickt, und lasset uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns verordnet ist, und aufsehen auf Jesus, den Anf\u00e4nger und Vollender des Glaubens\u201d (\u201c\u2026der Treue\u201d), \u201cwelcher, da er wohl h\u00e4tte k\u00f6nnen Freude haben, erduldete das Kreuz und achtete der Schande nicht und hat sich gesetzt zur Rechten des Thrones Gottes. Gedenket an den, der ein solches Widersprechen von den S\u00fcndern wider sich erduldet hat, auf dass ihr nicht matt werdet und nicht in eurem Mut ablasset.\u201d Amen.<\/em><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich m\u00f6chte \u00fcber drei Dinge aus diesem Text sprechen: \u00fcber die Verfolgung, \u00fcber die Mahnung zur Verfolgung und \u00fcber die Tr\u00f6stung und die St\u00e4rkung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.)\u00a0\u00a0\u00a0 Die Verfolgung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Brief ist \u201cAn Hebr\u00e4er\u201d \u00fcberschrieben, d.h. \u201cAn Juden\u201d; genauer gesagt: Er ergeht an j\u00fcdische Christen, die von Juden verfolgt werden. Juden gegen Judenchristen.- Das ist auch heute im Staat Israel wieder sichtbar. Vor kurzem hat der Christliche Hilfsbund in Maisenbach eine Nachricht versandt, die besagt, dass ihre Arbeit im Haus \u201cZedakah\u201d in Shavei Zion f\u00fcr KZ-gesch\u00e4digte Juden aus Deutschland von Juden verleumdet wird. Die Verfolgung von Judenchristen durch Juden ist das Thema des gesamten Hebr\u00e4erbriefes. Wie geschah diese Verfolgung?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es sind drei Erscheinungen dieser Verfolgung deutlich. Zum einen schreibt der Verfasser, der uns unbekannt ist, in Hebr\u00e4er 10,25: \u201cVerlasset nicht unsere Versammlung, wie einige pflegen.\u201d Der Grund f\u00fcr diese Mahnung ist, dass Juden, j\u00fcdische Gegner der Gemeinde also, die Besucher des christlichen Gottesdienstes notierten.- Irgendwo im Osten lebt ein gl\u00e4ubiger Christ, der Bauingenieur beim st\u00e4dtischen Hochbauamt ist. Er geht nur zum Abendgottesdienst, nicht aber zum Gottesdienst am Sonntagmorgen, damit er nicht notiert wird. Er w\u00fcrde sonst seine Stellung verlieren. Es ist nun ein Kampf um die Treue.- So war auch die Verfolgung damals der Kampf um die Treue.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum andern schreibt der Verfasser: \u201cIhr habt den Raub eurer G\u00fcter mit Freuden erduldet\u201d (Hebr 10,34). Juden haben Judenchristen gepl\u00fcndert! (Das ist neulich auch in Ashdod vorgekommen.)- Dieser Bruder im Osten, von dem wir eben sprachen, hat Angst, seine Stellung zu verlieren. Seine Entlassung w\u00e4re der \u201cRaub der G\u00fcter\u201d.- Das hatten die Empf\u00e4nger dieses Briefes in Kauf genommen. Das ist der Kampf um die Treue zu Jesus!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die dritte Erscheinung dieser Verfolgung: \u201cIhr habt mit den Gefangenen gelitten\u201d, schreibt der Verfasser in 10,34. \u201cGedenket der Gebundenen als die Mitgebundenen\u201d (13,3). Die Judenchristen, die in Freiheit waren, hatten also die Judenchristen in der Haft besucht und ihnen Lebensmittel usw. gebracht. Warum ist das gef\u00e4hrlich? Das Aufsichtspersonal im Gef\u00e4ngnis erkennt in ihnen freilich \u201cSympathisanten\u201d, und so riskieren diese Judenchristen ihre Verhaftung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einem anderen Staat des Ostblocks lebt ein Prediger. Sein Haus steht in einem Garten hinter einem anderen Haus, das an der Stra\u00dfe steht, und von diesem andern Haus aus wird beobachtet, wer im Haus des Predigers aus- und eingeht. F\u00fcr meine Frau und mich ist von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung, dass wir diesen Bruder besuchen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist der Kampf um die Treue zu Jesus, dass wir die Br\u00fcder in den Staaten des Warschauer Paktes besuchen. Die T\u00fcren sind offen, weil die \u00f6stlichen Staaten westliche Devisen brauchen. Noch sind sie offen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verstehen Sie jetzt das Wort: \u201c\u2026der Kampf, der uns verordnet ist\u2026\u201d? Ich scheue mich, das im Westen zu sagen. Was haben wir dagegen f\u00fcr geringe K\u00e4mpfe!?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.)\u00a0\u00a0\u00a0 Die Mahnung an die Verfolgten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201cDer Kampf, der verordnet ist\u201d, dem man nicht entfliehen darf! Viele gl\u00e4ubige Christen in der DDR bleiben dr\u00fcben \u2013 \u201cverordnet\u201d! Wer Jesus geh\u00f6rt, empf\u00e4ngt von ihm zweierlei. Auf der einen Seite empf\u00e4ngt er Wunderbares: Frieden (\u201cMeinen Frieden gebe ich euch!\u201d), Freude (die Freude am Herrn), Geborgenheit (\u201cKommet her zu mir alle, die ihr m\u00fchselig und beladen seid\u2026\u201d). Liebe Gemeinde, das ist das Eine, und mehr wollen wir nicht. Jesus schenkt immer noch das Gegenteil dazu. Jesus f\u00fchrt uns in einen Kampf \u2013 in einen Kampf, den der Weltmensch nicht kennt. Dieser Kampf ist ein Kampf um die Treue zu Jesus. Statt \u201cAnf\u00e4nger und Vollender des Glaubens\u201d sagen wir besser \u201cAnf\u00e4nger und Vollender der Treue\u201d.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dieser Mahnung, die Treue durchzuhalten, gebraucht der Verfasser des Hebr\u00e4erbriefes ein wunderbares Bild: das Bild vom Wettlauf im Stadion. Der Kampf um die Treue zu Jesus und deshalb auch um die Treue zu den Gefangenen ist wie ein 10000-Meter-Lauf auf der Aschenbahn: 25 Runden zu je 400 Meter L\u00e4nge! Das ist der Lauf, und w\u00e4hrend dem gibt es viele \u201ctote\u201d Punkte, an denen ich aufgeben m\u00f6chte. Ein solcher Lauf ist der \u201cKampf, der uns verordnet ist\u201d.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Rahmen dieses Bildes eines Wettlaufes im Stadion sagt der Verfasser dreierlei:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.1 \u201cIhr habt eine Wolke von Zeugen um euch!\u201d<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf den R\u00e4ngen, auf den Zuschauertrib\u00fcnen sitzen welche, die schauen den L\u00e4ufern zu! (Ein ersch\u00fctterndes Bild!) Wer ist das denn? Es sind verstorbene Gotteskinder. Aus der unsichtbaren Welt schaut uns die \u201cWolke\u201d, das ist die Masse der Vollendeten, zu!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn ich die Biographien von verstorbenen Christuszeugen lese \u2013 etwa von Modersohn, von Hudson Taylor oder von dem im Hunsr\u00fcck umgebrachten Pfarrer Paul Schneider \u2013, oder wenn ich mich meiner Mutter erinnere, so rufen sie mir von den unsichtbaren Zuschauerpl\u00e4tzen zu: \u201cWalter Tlach, wir haben das Ziel erreicht. Du wirst es auch erreichen. Gib nicht auf!\u201d<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.2 \u201cLasset uns ablegen, was uns belastet!\u201d<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen 10000-Meter-Lauf absolviert man doch nicht im Wintermantel und mit einer Pelzm\u00fctze! Dazu muss man die schweren Kleidungsst\u00fccke ausziehen und eine leichte Sportkleidung nehmen. Zu diesem Kleiderwechsel ermahnt der Verfasser. Das hei\u00dft: \u201cKomm doch t\u00e4glich ans Kreuz von Golgatha und lege dort ab, was dich belastet, was du am Tag zuvor falsch gemacht hast! Lege doch deine S\u00fcnde ab!\u201d<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Gemeinde, Feigheit um Jesu willen ist oft die Folge davon, dass wir verborgene S\u00fcnde mit uns tragen! Lege das, was dich \u2013 auch im Glaubensleben \u2013 an S\u00fcnde belastet, doch ab! Bring\u2019s an das Kreuz von Golgatha! Dann kannst du weiterk\u00e4mpfen, dann kannst du im Stadion mit leichter Sportkleidung laufen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Verfasser des Hebr\u00e4erbriefes sagt mit diesem Bild des Stadions etwas Drittes, und hier wird das Bild durchbrochen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.3 \u201cLasset uns laufen mit Geduld!\u201d<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlatter \u00fcbersetzt \u201cStandhaftigkeit\u201d statt \u201cGeduld\u201d und sagt in seinem Kommentar dazu: \u201cDie Geduld, die wir beweisen sollen, ist das Gegenteil zur Nachgiebigkeit, ist keine willenlose Schlaffheit.\u201d Es gibt falsche christliche Kompromisse \u2013 aus Liebe! Nicht nachgeben, wenn man ausgelacht wird um Jesu willen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Wort \u201cGeduld\u201d hat noch eine andere Bedeutung. Ein Ingenieur in einem Staat des Ostblocks hat als Laie jahrelang fast jeden Sonntag in freikirchlichen Gottesdiensten \u00fcberall im Land gepredigt, weil es an Predigern fehlte. Nun hat ihm im vergangenen Sommer die dortige Sicherheitspolizei Predigtverbot f\u00fcr das gesamte Land erteilt, denn gl\u00e4ubige Gemeindeglieder haben ihn bei dieser Sicherheitspolizei angeschw\u00e4rzt. Er ist unschuldig! (Liebe Gemeinde, k\u00f6nnen Sie jetzt verstehen: \u201c\u2026laufen mit Geduld\u201d?) So weit geht der Verrat! Er m\u00f6chte sich am liebsten von dieser Kirche trennen, aber er tut\u2019s nicht. \u201c\u2026laufen mit Geduld\u2026\u201d hei\u00dft, zu tragen! Mein Auftrag ist es, ihn f\u00fcr dieses Tragen zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.)\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0Die Tr\u00f6stung, die St\u00e4rkung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201cLasset uns aufsehen auf Jesus, den Anf\u00e4nger und Vollender der Treue!\u201d Am Anfang steht nicht meine Treue, und am Ende steht auch nicht meine Treue, sondern Seine! Das ist nun der Sinn der vor uns liegenden Karwoche, dass wir aufschauen, dass wir ihn, diesen Gekreuzigten, anschauen. Dort f\u00e4ngt die Treue an: am Kreuz \u2013 nicht bei mir, nicht bei dir, nicht bei denen im Osten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.1 \u201cDer Anf\u00e4nger der Treue\u201d<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Paulus dr\u00fcckt das in 1. Korinther 3 so aus: \u201cEinen andern Grund kann niemand legen\u2026\u201d Jesu Treue ist das Fundament unseres Lebens, seine Treue am Anfang!- Ich will dazu nur zwei Dinge sagen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.1.1 Jesu Ziel<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sehen Sie, zwischen dem heiligen Gott und meinem Leben ist ein un\u00fcberbr\u00fcckbarer Abgrund: meine Schuld! Jesus wollte als Ziel nur eines; er war jedem Erfolgsdenken fremd. Er dachte nicht an Erfolg \u2013 genauer gesagt: Er dachte nicht an Ehre. Ich las bei einem Schriftsteller diesen Satz \u00fcber einen gro\u00dfen Mann, der vielen bekannt ist: \u201cEr wollte nicht nur sein, sondern auch gelten.\u201d Verstehen Sie, dieser Mann wollte nicht nur leben \u2013 er wollte, dass man ihn auch anerkennt. Das ist die Ehre, das ist das Ansehen, das ist das, wir alle wollen. Wir alle sind hier krank. Jesus hatte das nicht. Sein Ziel war nicht die Ehre; er kannte nur das eine Ziel, nur die eine Frage, wie er den Graben zusch\u00fctten k\u00f6nnte, der uns Menschen von unserem Gott trennt. Er sch\u00fcttete diesen Graben zu mit sich selbst \u2013 am Kreuz. Dazu kam der ewige Sohn auf diese Erde, darin war Jesus treu, dass es ihm nicht um die Ehre von seiten der Menschen ging, sondern nur um dieses Ziel: \u201cWie beseitige ich die S\u00fcnde?\u201d<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.1.2 Jesu Weg<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lukas schreibt in einem Wort, das zu seinem Sondergut z\u00e4hlt, wunderbar: \u201cEs begab sich aber, da die Zeit erf\u00fcllt war, dass er sollte sterben, da wandte Jesus sein Angesicht, stracks nach Jerusalem zu wandern\u201d (Lk 9,51). Das war sein Weg. Der Weg zum Sieg \u00fcber die S\u00fcnde war dieses Kreuz von Golgatha, und da ging er \u201cstracks\u201d hin \u2013 nur zum Kreuz von Golgatha! Und der Verfasser des Hebr\u00e4erbriefes sagt: \u201cEr h\u00e4tte wohl k\u00f6nnen Freude haben, aber er erduldete das Kreuz und achtete der Schande nicht\u2026\u201d Er hat das Widersprechen von den S\u00fcndern erduldet. Es war ein erfolgloser Weg, den Jesus gegangen ist. Er hat drei Jahre lang um Menschen gerungen \u2013 und wer stand am Schluss noch bei ihm? Zur Ehre der Frau sei\u2019s gesagt: Drei Frauen und ein Mann. Alle anderen sind aus Angst geflohen, alle seine Anh\u00e4nger. Drei Frauen und ein Mann nach dreij\u00e4hrigem Ringen um die Menschen \u2013 ein v\u00f6llig erfolgloses Leben! Das Kreuz ist ein einziger menschlicher Misserfolg. Alle spotteten, und deshalb flohen die J\u00fcnger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um den Misserfolg seines Lebens k\u00fcmmerte sich Jesus nicht! Er schaute auf den Vater. Sie kennen den Choral \u201cSchau hin auf den Mann von Gethsemane\u201d. Dort, im Garten Gethsemane, hat Jesus diesen Misserfolg durchgek\u00e4mpft. \u201cSchau hin\u2026\u201d \u201cSiehe, das ist Gottes Lamm!\u201d Er sollte Gottes Nein zu unserem schuldhaften, erfolglosen Leben allein ertragen und uns davon befreien, indem er es an unserer Stelle trug.-<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist der \u201cAnf\u00e4nger der Treue\u201d. Seinem Ziel, den Abgrund der S\u00fcnde zwischen uns und Gott zu beseitigen, blieb er treu; und seinem Weg, erfolglos und verspottet ans Kreuz zu gehen, blieb er ebenso treu. Und so hat er die Schlucht aufgef\u00fcllt, die den Ewigen von uns trennt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.2 \u201cDer Vollender der Treue\u201d<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Gemeinde, wenn Sie die M\u00e4rtyrer im Osten kennenlernen, werden Sie eine schmerzliche Erfahrung machen: Es gibt keinen M\u00e4rtyrer ohne Fehler. Sie k\u00f6nnten alle sagen: \u201cSchaut den da an mit seinen Fehlern! Das ist ein M\u00e4rtyrer!\u201d Das k\u00f6nnten alle Rechthaber sagen \u2013 und der Teufel ist ja der gr\u00f6\u00dfte Rechthaber. Wir vollenden die Treue nicht! Auch im treuesten Christenleben sind Fehler. Der Prophet sagt: \u201cAuch unsere Gerechtigkeit ist wie ein unfl\u00e4tig Kleid.\u201d Jedes Gotteskind hat Schmutzflecken! Wir vollenden\u2019s nicht, doch er vollendet die Treue. Unser Weg hat keine vollendete Treue in sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Luther sagt: \u201cIn meinem Herzen regiert nur jener einzige Artikel: die Treue Christi (fides Christi), aus welcher, durch welche und in welche bei Tag und Nacht alle meine Gedanken hin und zur\u00fcck flie\u00dfen. Und dennoch merke ich: An dieser hohen, breiten und tiefen Weisheit des Kreuzes habe ich nur schwache und arme Anf\u00e4nge, nur Fragmente (veluti fragmentae) verstanden.\u201d So sieht Luther sein Leben: ein lebendes Fragment!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er, Jesus, ist \u201cder Vollender der Treue\u201d! Er wird wiederkommen! Er verspricht: \u201cSiehe, ich mache alles neu!\u201d Dann, erst dann kommt der wahre Weltfriede! Erst dann kommt die wahre saubere Umwelt, die wahre Erneuerung meines Lebens! Dann, liebe Gemeinde, ist der Kampf zu Ende. Amen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00a0(Herrenberg-G\u00fcltstein, 15. April 1984)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Vollendung der Treue \u201cDarum auch wir, weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasset uns ablegen alles, was uns beschwert und die S\u00fcnde, die uns st\u00e4ndig umstrickt, und lasset uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns verordnet ist, und aufsehen auf Jesus, den Anf\u00e4nger und Vollender des Glaubens\u201d (\u201c\u2026der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":447,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[12],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10694"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/447"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10694"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10694\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10697,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10694\/revisions\/10697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10694"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10694"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10694"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}